Genug Stoff für “Hollywood”

115 Kilometer auf dem Rad zum Nationalpark Eifel

115 Kilo­me­ter, fast 1000 Höhen­me­ter: Von Bonn aus ist der Natio­nal­park Eifel noch ganz gut mit dem Rad zu errei­chen. Die Stre­cke besticht durch Bur­gen wie in Mecher­nich und Satz­vey, den von Net­ters­heim nach Köln füh­ren­den Römer­ka­nal, die Kat­zen­stei­ne, die vor 15000 Jah­ren Men­schen der Stein­zeit als Heim dien­ten. Auch die Kakus­höh­le bei Eisen­fey wur­de von Stein­zeit­men­schen genutzt. Sie bie­tet noch heu­te sogar 50 Men­schen Platz. Viel­leicht macht man sich in Eisen­fey Hoff­nun­gen auf die Ankunft eines Regis­seurs aus Hol­ly­wood, der den Stoff um die bei­den Rie­sen ver­fil­men will. Ein biss­chen sieht es hier so aus.

Wir hat­ten die Kon­di­ti­on für solch eine Stre­cke über Wochen hin­weg mit eini­gen har­ten Berg­etap­pen kon­ti­nu­ier­lich auf­ge­baut, so dass wir selbst die neun­pro­zen­ti­gen Stei­gun­gen sowie Schot­ter­stre­cken gut bewäl­tig­ten. Rela­tiv locker fuh­ren wir nach Bonn zurück. Die Luft ging uns nicht dabei aus. Am kom­men­den Wochen­en­de fol­gen wir wahr­schein­lich dem Ver­lauf der Agger. Die­se ent­springt in Mein­erz­ha­gen und fließt gut 85 Kilo­me­ter nach Loh­mar. Dort mün­det sie in die Erft.

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Schwedens Westküste Jahresradweg Europas

Schwe­dens West­küs­te ist Euro­pas Jah­res­rad­weg: Eine der ers­ten Fern­rad­tou­ren des Rei­sen­den führ­te zur schwe­di­schen West­küs­te. Er hat­te ganz Däne­mark erschlos­sen, Das lus­ti­ge Leben auf den Cam­ping­plät­zen, an den Strän­den und in den Städ­ten genoss er. Doch mit Schwe­den betrat er eine neue Welt. Die war er durch Feri­en in Som­mer­häu­sern zwar schon gewohnt. Aber allei­ne Schwe­den per Rad zu erkun­den, ist eine ande­re Num­mer. Nur weni­ge Men­schen ver­tei­len sich über einen wei­ten Raum. Mitt­ler­wei­le ist Süd­schwe­den ihm zu dicht besie­delt,. Des­halb bevor­zugt er in der Regel ein­sa­me­re Regionen.

Der Radler ist ein Bote

In ein­sa­men Gegen­den wie in Nord­nor­we­gen oder im Gebir­ge Por­tu­gals ist ein Rad­ler ein Bote, der Nach­rich­ten aus ande­ren Dör­fern mit­bringt. Wie geht es Leif? Wel­che Tie­re hast Du auf dem Weg gese­hen? Gibt es den Super­markt dort schon? Die Men­schen ken­nen ein­an­der oft. Oft sind sie mit­ein­an­der ver­wandt. Autor Per Olov Enquist meint, in Väs­ter­bot­ten schon zu eng. Sie geben Tipps und zei­gen, wo sie leben. Daher emp­fin­det er es heu­te als befrie­di­gen­der, eine ein­sa­me­re Regi­on zu erschlie­ßen und sich auf die Men­schen ein­zu­las­sen. Die wis­sen sich schon zu beschäf­ti­gen. und ihn dann auch. Öde Gegen­den hat er noch nie auf dem Land kennengelernt.

Zurück nach Schwe­den: Sei­ne ers­te Nacht ver­brach­te der Rei­sen­de nach Däne­mark auf dem Cam­ping­platz von Halm­stad. Er hör­te einen Mann die gan­ze Nacht im Wohn­wa­gen hus­ten. Der Wind rüt­tel­te am Zelt. Bis auf den Kran­ken und ihn schien es nie­man­den hier zu geben. Daher fing er schon auf die­ser Tour an, auf Ein­hei­mi­sche zuzu­ge­hen. Die­se fan­den ihn ihrer­seits aber auch von ganz alleine.

In den Jah­res­rad­weg Euro­pas 2018 an Schwe­dens West­küs­te sind vie­le Cafés als Mög­lich­kei­ten der Begeg­nung ein­ge­ar­bei­tet. Heu­te ist er über sol­che Gas­tro­no­mie froh, da man dort Leu­te ken­nen­lernt. Er setzt sich dort oft hin, um das Rei­se­ta­ge­buch zu füh­ren. Neu­gie­ri­ge Men­schen fra­gen dann, wor­über er schreibt. So erge­ben sich gute Gesprä­che. Und Ideen für Geheim­tipps im Reiseführer.

Gutes Essen und schöne Radtouren entdeckt Aftonbladet

Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de stell­ten sich an der West­küs­te ver­schie­de­ne Unter­neh­men der Öffent­lich­keit vor. Dies geht aus dem Afton­bla­det-Arti­kel „God mat och skö­na cykel­tu­rer på väs­t­kus­ten“ her­vor. Auf Tou­ris­ten war­ten zehn Rou­ten von fünf bis drei­ßig Kilo­me­tern zwi­schen Hel­sing­borg und Göte­borg. Er hat gera­de alle Orte bei Goog­le Maps ein­ge­ben. Es ergibt sich eine Stre­cke von gut 382 Kilometern. 

Bin­nen einer Woche kann sich jeder im Som­mer die Küs­te anschau­en und die aus­ge­ar­bei­te­ten Ange­bo­te aus­pro­bie­ren. Wie man sieht, wird dort zum Bei­spiel Bier gebraut, Fisch zube­rei­tet, Lakritz her­ge­stellt und Pra­li­nen gerührt. Lei­der schil­dert der Arti­kel von Afton­bla­det zu wenig Kul­tur- und Natur­er­leb­nis­se. Immer­hin sind gute Strän­de für den Urlaub direkt am Meer auf­ge­führt wie Vej­by­strand und Fal­ken­bergs Strand­bad. Im Süden von Schwe­den lädt ein B&B zum Ver­wei­len in Vej­by ein. Und es gibt eine Moun­tain­bike-Tour rund um Båstad, das jähr­lich ein inter­na­tio­na­les Ten­nis­tur­nier anbietet.

Weg in Kürze zum Nachfahren auf dem Kattegatsleden:

  • Hel­sing­borgs­rundan.15 km. Smak­stopp: Bröd­kul­tur, Lakrits­fa­bri­ken, Ebbas fik, Ålg­rän­dens Ost & Deli­ka­tes­ser, Hel­sing­borgs Bryggeri. 
  • Träd­gård­säls­ka­ren.30 km. Smak­stopp: Sofi­e­ro, Café Bis­tro, Arilds Vingård. 
  • Kul­la­tu­ren.25 km. Smak­stopp: Tun­neber­ga Gäs­t­gif­va­re­gård, Kullaspar­ris, Flick­or­na Lundgren, Växt­hu­set i Brunn­by, Kul­la­bergs Vin­g­ård, Kryd­di­ga Perenn, Krap­pe­rups kaf­fes­t­u­ga, Ella­går­dens bär, Kul­la­byg­dens Vanilj & Choklad. 
  • Sma­ka på Kul­la­byg­den.30 km. Smak­stopp: Hög­an­äs bryg­ge­ri, Krap­pe­rups Kaf­fes­t­u­ga, Arilds Vin­g­ård, Flick­or­na Lundgren, Fabriken. 
  • Vej­by­strand. 10 km. Smak­stopp: Vilt & Gott, Vej­by Vin­g­ård, Sand­går­dens Skaf­fe­ri, Bjä­re Fisk & Skal­d­jur, Vej­by­strands Vandrarhem/B&B.
  • Båstad. Guidade moun­tain­biketu­rer där kaf­fe och fika ingår. Totalt ca 3 timmar. 
  • Fal­ken­bergs­rundan.16 km. Smak­stopp: Skrea Ost, Pros­tens Piz­za, Båta Kåsan med Sus­eå Cho­klad och Slöin­ge Kaf­fe­ros­te­ri, Fal­ken­bergs Strandbad. 
  • Onsa­la, Utval­da pär­lor längs Gotts­kärsvä­gen. 5 km. Smak­stopp: Båt- och Sjöf­arts­mu­seet, Zig­ges BBQ, Hönö Fisk, Gula Stugans, Fru Pilos Pra­li­ner, Gotts­kär Hotell, Gotts­kär Hotells Café, Tre Toppar. 
  • Åsa, Det Sto­ra Mat­tram­pet. 28 km. Smak­stopp: Kvia Grönsa­ker, Naturum, Bräu­ti­gams, Hal­lands Kom­bu­cha, Marie­bergs Gårds­bu­tik, Kvarn­ba­ge­riet, Ham­ra Gård, Gårds­ba­ge­riet i Ida­la och I’m Coffee 
  • Halm­stad Sma­k­runda. 30 km. Smak­stopp: I am Cof­fee, Krantz Bröd­bod, Tyle­bäck Hotell & Kon­fe­rens, Vils­här­ads Gårds­bu­tik, Heagårds Skaf­fe­ri, Strand­li­da Bryg­ge­ri, Skåns­kan, A litt­le Par­ty – Champagnebaren.
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Radfahren in der Natur

Wohin fährst Du am liebs­ten, wenn Du Dich auf das Rad schwingst? Wenn Du nach dem Tag im Hör­saal oder im Büro fri­sche Luft und Bewe­gung brauchst? Oder wenn Du mal meh­re­re Tage am Stück an der fri­schen Luft und in der frei­en Natur unter­wegs sein möchtest?

Als Nah­erho­lungs­ge­bie­te locken mich die Eifel rund um Bonn oder die Baum­ber­ge in der Nähe von Müns­ter. Dort genie­ße ich die Mög­lich­keit, auf “Ber­ge” zu kra­xeln und von ihnen her­un­ter zu sau­sen, schö­ne Aus­bli­cke zu genie­ßen wie auf den Köl­ner, den Bil­ler­be­cker Dom oder auf das zu Füßen lie­gen­de Stevertal.

Die Ste­ver­re­gi­on zwi­schen Not­tuln und Hal­te­ner See ist zur Ste­ver­land­rou­te auf­ge­ar­bei­tet wor­den. 70 Kilo­me­ter lang ist die Rad­ver­bin­dung. Zwi­schen Appel­hül­sen und Sen­den zeigt sich zum Bei­spiel, wie sich aus einem Bach lang­sam ein Fluss ent­wi­ckelt. Oder ab dem Früh­jahr im Ste­ver­tal in den Baum­ber­gen die Obst­blü­te beginnt. Land­schafts­öko­lo­gen haben den Fluss, des­sen Was­ser­qua­li­tät sich seit den 1960er Jah­ren ver­schlech­tert hat­te, auf­ge­wer­tet. Es gibt an eini­gen Stel­len Fisch­trep­pen in Form sanft geschwun­ge­ner Wege zu sehen, wo vor­her das Gewäs­ser begra­digt war, rena­tu­rier­te Abschnit­te ohne Beton. 

Seit 6000 Jah­ren gel­ten die Baum­ber­ge als Sied­lungs­raum der Men­schen, weil dort kris­tall­kla­res Was­ser floss: Trink­was­ser für sich und ihre Tie­re. Rad­fah­rer fin­den restau­rier­te Müh­len vor wie zum Bei­spiel in der Nähe von Appel­hül­sen. Ein Modell kann dort auch per Hand betrie­ben wer­den, um zu erken­nen, wie Ener­gie gewon­nen wur­de. Was­ser­müh­len gehö­ren zu den ältes­ten Ener­gie­ge­win­nungs­an­la­gen. Wind­müh­len folg­te viel spä­ter. Und es sind noch rich­ti­ge Rit­ter­bur­gen zu sehen wie Burg Vische­ring bei Lüdinghausen.

Geht es in die Fer­ne, gefal­len mir beson­ders die Küs­ten­wan­der­we­ge in Nord­nor­we­gen und im spa­ni­schen Gali­zi­en. Denn sel­ten kommt man inner­halb Euro­pas so nahe ans (unver­bau­te) Was­ser wie auf dem Lofot oder auf die Insel Sen­ja oder die Stre­cke ent­lang der Cos­ta da Mor­te. Sogar man­che Her­ber­ge liegt dort so schön und auch noch ein­sam, dass ich das Meer im Zelt oder vom Zim­mer aus hören kann. Dass ich dort nachts in einen tie­fen erhol­sa­men Schlaf fal­le, ist selbstverständlich.

Will ich Ber­ge sehen, erfreue ich mich beson­ders an den Päs­sen zwi­schen Mo i Rana und Vil­hel­mi­na im Grenz­ge­biet von Schwe­den und Nor­we­gen, weil ich mich dort wie ein Gold­su­cher füh­len darf in rau­er Land­schaft. Kla­re Flüs­se rau­schen an mir vor­bei, wäh­rend ich vor dem Zelt am Lager­feu­er sit­ze und mir etwas brut­ze­le. Das Feu­er ver­scheucht auch die meis­ten Mücken.

Oder aber ich suche wie­der Gali­zi­en auf und besu­che die Pro­vinz A Coru­ña. Nicht weit ent­fernt davon liegt auch die Ser­ra da Est­re­la. Aber trotz­dem gibt es dort mas­si­ve Unter­schie­de. In Gali­zi­en gibt es viel mehr Schluch­ten und Wege zum Kra­xeln, wäh­rend die Est­re­la in wei­ten Tei­len eher eine Hoch­ebe­ne ist, durch die man das por­tu­gie­si­sche Hoch­ge­bir­ge rela­tiv leicht mit dem Rad durch­strei­fen und erle­ben kann.

Wer so inspi­riert auf Tour gehen will, soll­te sich auch die Tipps eini­ger ande­rer Cracks anse­hen, die die Zeit­schrift “Geo” mit­samt gpx-Daten zum Nach­fah­ren zusam­men­ge­stellt hat.

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Warmes Wasser in Algarve

Kar­ten zum Wan­dern und Radeln in Algar­ve lie­gen schon lan­ge bereit in mei­ner Woh­nung. Zwei­mal bin ich mit mei­ner Freun­din dort gewe­sen, jeweils für zwei Wochen in einem net­ten por­tu­gie­si­schen Bade­ort namens Mon­te Gordo. Er liegt nahe an der por­tu­gie­sisch-spa­ni­schen Grenze.

Aber im August ist es uns dort für Aktiv­ur­laub zu heiß. Daher sind wir ent­we­der mor­gens früh zum Strand gegan­gen oder am frü­hen Nach­mit­tag, um nicht in der Son­ne zu verbrennen.

Die ers­ten Tage haben wir immer am Strand von Mon­te Gordo ver­bracht, den ich als sehr ange­nehm emp­fin­de. Er ist gut zu Fuß vom Feri­en­haus aus zu erreichen,so dass uns zum einen die Fahrt im hei­ßen Auto erspart bleibt, zum ande­ren ist es eine gute Gele­gen­heit, sich am Tag wenigs­tens vier Kilo­me­ter zu Fuß zu bewe­gen. Die läs­ti­ge Park­platz­su­che erüb­rigt sich auch. In Mon­te Gordo ist es auch von Vor­teil, dass dort über­wie­gend Por­tu­gie­sen die Feri­en ver­brin­gen. Daher ist es trotz der nahen Nach­barn am Strand ruhig. Und dort kann man beden­ken­los sei­ne Klei­dung und Wert­sa­chen unter einem Hand­tuch lie­gen las­sen. Gestoh­len wird dort nichts.

Da mir bei zu viel Her­um­lie­gen immer krib­be­lig wird, neh­me ich mir jeden Tag eine gut 500 Meter lan­ge Stre­cke zum Schwim­men vor. Dann bin ich gut eine Stun­de im Was­ser, wenn ich par­al­lel zum Ufer bis zu einer bestimm­ten Mar­ke unter­wegs bin. In Mon­te Gordo schwimmt eine gro­ße Bade­in­sel im Was­ser, auf der Jugend­li­che her­um­tol­len. Das Was­ser ist ange­nehm warm um die­se Zeit.

Nach der Rück­kehr schmeckt dann der viel­fach von flie­gen­den Händ­lern ange­bo­te­ne Ber­li­ner drei­mal so gut. Es gibt dort auch ein net­tes Café mit Wifi, von dem aus sich der tag­täg­li­che Blog gut aktua­li­sie­ren lässt und man im Lie­ge­stuhl davon träu­men kann, mal im Hin­ter­land mit dem Rad oder Wan­der­schu­hen unter­wegs zu sein. Aber die Vor­freu­de ist bekannt­lich auch die bes­te Freude.

Wer einen Vor­ge­schmack auf Aktiv­ur­laub bekom­men hat, soll­te sich die­sen Arti­kel auf Spie­gel Online durch­le­sen: Aktiv­ur­laub Algar­ve. Lei­der fehlt es dort aber an einer Kar­te mit einer zusam­men­hän­gen­den Stre­cke, die man jetzt auf Emp­feh­lung des Autors abfah­ren könn­te. Weit­ge­hend ohne Ver­kehr, auf ange­neh­mem Unter­grund. Das hat die por­tu­gie­si­sche Zei­tung “Express” vor eini­gen Tagen bes­ser gemacht, als sie eine schö­ne Tour von Por­to Rich­tung Figuei­ra da Foz vor­schlug. Rad­wan­dern an der Westküste

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Paradiesisches Radeln in Kopenhagen

Neu­lich noch erzähl­te ich hier vom Fahr­rad­fah­ren in Kopen­ha­gen und mei­nem Unfall mit einer Rad­le­rin, die dort von hin­ten in mich rein­fuhr. Gera­de lese ich in einem Arti­kel des Deutsch­land­funks, dass es in der Haupt­stadt kom­for­ta­bler gewor­den ist, zu radeln. Man stellt sich also auf die Rad­ler ein. Immer­hin 40 Pro­zent lie­ßen ihr Auto mitt­ler­wei­le ste­hen und fah­ren lie­ber Rad. Davon pro­fi­tie­re die Stadt auch, denn Park­plät­ze zu unter­hal­ten sei sehr teuer.

Die Rad­we­ge sei­en enorm breit. Wer vor einer Ampel ste­he, müs­se nicht unbe­quem balan­cie­ren, son­dern kön­ne den Fuß auf extra ange­brach­ten Stan­gen abstel­len. Und wäh­rend der Fahrt könn­ten die Pedal­rit­ter ihren Abfall in schräg an der Fahr­bahn ange­brach­te Müll­ei­mer werfen.

All dies wäre ja mal ein Anfang für vie­le ande­re Städ­te wie Aar­hus, wo ich Der­ar­ti­ges nicht gese­hen habe,. Rad­fah­ren in Däne­marks zweit­größ­ter Stadt ist noch nicht ganz ausgereift.

Auch in Deutsch­lands Städ­ten nicht, wenn ich allei­ne dar­an den­ke, wie schwer einem zum Bei­spiel das Rad­fah­ren in Köln gemacht wird. Aber vor­ges­tern habe ich mich noch in Müns­ter dar­über gefreut, dass blitz­schnell nach dem für rut­schi­ge Ver­hält­nis­se sor­gen­den Schnee­fall die Rad­we­ge geräumt waren.

Para­die­si­sches Radeln in Kopenhagen

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Flussradeln zum inneren Abschalten

An Flüs­sen ent­lang zu rei­sen, ist immer wie­der schön. Vie­le Kom­mu­nen haben ihre Flüs­se in den ver­gan­ge­nen Jah­ren auf­ge­wer­tet und an ihnen Rad­we­ge gebaut. So lässt sich die jewei­li­ge Regi­on oft über Hun­der­te von Kilo­me­tern rela­tiv leicht erkun­den, da ver­kehrs­arm und oft auch flach.

In den ver­gan­ge­nen 18 Mona­ten habe ich sehr vie­le Flüs­se kennengelernt.

Es fing an mit dem gefähr­li­chen Fluss Lima im Nor­den Por­tu­gals, denn ein­mal dar­in gewe­sen, kann man sein Gedächt­nis ver­lie­ren. Das glaub­ten die Römer jeden­falls und sie schick­ten bei einem ihrer Züge sicher­heits­hal­ber ihrer Zen­tu­rio vor­an. Am ande­ren Ufer ange­kom­men, muss­te er jeden sei­ner Legio­nä­re nament­lich anru­fen. Erst dann setz­te sich auch der übri­ge Tross in Bewe­gung. Noch heu­te zeugt eine römi­sche Legi­on im hüb­schen Ort Pon­te de Lima von die­sem Ereignis.

Wer weiß, was ihr alles erlebt, wenn ihr den immer­hin 777 Kilo­me­ter lan­gen Fluss Sei­ne in Frank­reich durch­streift und erlebt. Die Zei­tung “Le Mon­de” hat ihn erkun­det und dabei auch eini­ges Sehens­wer­tes gefunden.

Rad­tour an der Seine

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Mit dem Rad Europa durchstreifen und erleben

Natur haut­nah erle­ben? Zel­ten unter frei­em Him­mel? Beim Rad­wan­dern ein Gespür für Land und Leu­te ent­wi­ckeln? Dann buchst Du gold­rich­tig auf http://www.durchstreifen-erleben.com.

Du radelst mit einer klei­nen Grup­pe durch Nord­schwe­den, das por­tu­gie­si­sche Hoch­ge­bir­ge und an der fran­zö­si­schen Atlantikküste.

Dabei lernst Du, wie man ein Zelt auf­baust, Quel­len zum Trin­ken fin­det, das Rad repa­riert und Dein Essen am Lager­feu­er zubereitet.

Übers Rad­wan­dern informieren

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Kaiser-Wilhelm-Denkmal bestiegen

Was für ein Auf­stieg: der Höhen­weg zum Kai­ser-Wil­helm-Denk­mal. Es befin­det sich ober­halb der Weser nahe Bad Oeyn­hau­sen an der Por­ta West­fa­li­ca. Der Rei­sen­de ist einer der weni­gen, der die Klet­te­rei noch mit einem nor­ma­len Moun­tain­bike unter­nimmt — ohne Hilfs­mo­tor. Er hört auf der Stre­cke vom Fluss her­auf ent­spre­chen­de Kom­men­ta­re wie “Oh, es gibt doch noch Leu­te ohne E‑Bike.” Und wäh­rend er auf den Trep­pen­stu­fen sit­zend die Aus­sicht genießt, hüp­fen rund um ihn her­um eini­ge Jungs, die es nur noch mit moto­ri­sier­ten voll­ge­fe­der­ten Moun­tain­bikes her­auf­ge­schafft haben. Sie rat­tern die Trep­pen­stu­fen her­auf und herunter.

Aber er legt auch Wert dar­auf, nicht wie sie moto­ri­siert zu sein. Denn er will fit blei­ben. Er hat noch die Wor­te einer Rad­fah­re­rin in den Ohren. Die­se hat­te sich am Big­ge­see ent­we­der in sei­nen Gefähr­ten Ulf oder ihn ver­liebt. Daher schoss sie zwei drei Mal über­ra­schend ent­lang der Tal­sper­re auf sie zu. Denn sie wuss­te, dass die bei­den dort unwei­ger­lich lang­kom­men mussten. 

Zuvor hat­te sie sich mit ihnen unter­hal­ten und her­aus­ge­hört, wohin es die bei­den am heu­ti­gen Tag noch so zog. Sie lob­te die Vor­zü­ge ihres E‑Bikes. “Ich bin stets mit einem Lächeln unter­wegs.” Der Rei­sen­de zieht es jedoch vor, nach sei­ner Rück­kehr bei der Fit­ness “mit einem Lächeln” an rot­ge­sich­ti­gen Sport­kum­pels vor­bei­zu­lau­fen. Wenigs­tens in den ers­ten zwei Wochen, bis die Kon­di­ti­on wie­der etwas durch Schreib­tisch­ar­beit nachlässt.

Aber ganz auf Tech­nik ver­zich­ten möch­te er nicht, befin­den sich nicht nur Kame­ras an Bord, son­dern auch das Navi­ga­ti­ons­ge­rät Gar­min GPSMAPS. Die­ses hat sei­ne Tücken. Als er sich mor­gens vom Cam­ping­platz “Gro­ßer Weser­bo­gen” auf­mach­te, um zum Denk­mal zu radeln, lei­te­te es ihn nicht direkt dort­hin. Statt­des­sen führ­te es ihn rund um das Denk­mal her­um durch die bezau­bern­de, zum Wie­hen­ge­bir­ge gehö­ren­de, Land­schaft. Es fie­len also so eini­ge unfrei­wil­li­ge Höhen­me­ter an. Aber zu emp­feh­len ist die Stre­cke schon, sieht man doch viel Natur. 

Nur muss­te Ulf, den geris­se­ne Spei­chen zum Auf­ent­halt auf dem Cam­ping­platz ver­don­nert hat­ten, zwei Stun­den län­ger als geplant, auf den Rei­sen­den war­ten. Nach dem Besuch des Denk­mals emp­fiehlt sich der Auf­ent­halt in der Bali-Ther­me. Die Bei­ne erhiel­ten auf der bis­her drei­wö­chi­gen Tour wenig Gele­gen­heit, sich zu ent­span­nen. Zur Freu­de turn­te noch eine attrak­ti­ve blon­de Vor­tur­ne­rin am Becken­rand mit Gäs­ten — Übun­gen, die der Rei­sen­de vom Fit­ness­pro­gramm ver­schie­de­ner Uni­ver­si­tä­ten gut kannte. 

Abends kann man gut in der Innen­stadt essen gehen. Da uns die grie­chi­schen Restau­rants ent­lang der Stre­cke wie das Akro­po­lis in Boden­wer­der gut gefal­len hat­ten, fiel unse­re Wahl aufs Del­phi. Aller­dings spiel­te uns das Navi auf dem Rück­weg wie­der einen Streich. Statt drei Kilo­me­ter auf direk­tem Weg zu den Zel­ten, ver­an­stal­te­te Gar­min eine Nacht­fahrt für uns — die aller­dings schön war. Die Luft war lau, das Licht schön.

Um den Schutz von Denk­mä­lern tobt aktu­ell ein hef­ti­ger Streit. Im März 2021 stell­te Lan­des­bau­mi­nis­te­rin Ina Schar­ren­bach den Ent­wurf eines neu­en Denk­mal­schutzgeset­zes vor. Dies soll 2022 in Kraft tre­ten. Es gibt 231 Denk­mal­be­hör­den in Nord­rhein-West­fa­len. Mal über­nimmt ein Kunst­his­to­ri­ker die Auf­ga­ben, dann ein Stan­des­be­am­ter. Fach­leu­te kom­men aber auch von den Land­schafts­ver­bän­den, die im Rhein­land und West­fa­len-Lip­pe in je zwei Ämtern für Boden- und Bau­denk­mä­ler sit­zen. Kom­pe­ten­zen und Stan­dards sind also nicht ein­heit­lich ver­teilt. Kom­mu­nen sol­len ein Beneh­men her­stel­len, also Gut­ach­ten aus­tau­schen, Kom­pro­mis­se anstre­ben. In höchs­ter Instanz soll das Minis­te­ri­um ent­schei­den, falls kei­ne Ent­schei­dung zustan­de kommt. 

Mit dem neu­en Gesetz aber wer­de ihre Posi­ti­on geschwächt, fürch­ten die Denk­mal­schüt­zer. Die Kom­mu­nen soll­ten kein Beneh­men mehr her­stel­len. Denk­mal­schüt­zer wür­den künf­tig nur noch ange­hört. So wol­le das Bau­mi­nis­te­ri­um Pro­zes­se beschleu­ni­gen. Nicht nur Ent­mach­tung wer­de erwar­tet, son­dern auch Ein­fluss von Ver­tre­tern der Wirt­schaft und des Kli­ma­schut­zes. Damit wplle das Bau­mi­nis­te­ri­um “gesell­schaft­li­che und umwelt­po­li­ti­sche Erfor­der­lich­kei­ten” berücksichtigen.

In Nord­rhein-West­fa­len ste­hen mehr als 80 000 Bau­denk­mä­ler, nicht ein­mal 1,5 Pro­zent der Gebäu­de, nur halb so viel wie in ganz Deutsch­land. 80 Pro­zent davon befin­den sich in pri­va­ter Hand. Die Lan­des­re­gie­rung stock­te die Mit­tel zur Unter­stüt­zung der Besit­zer von 2,2 Mil­lio­nen auf 21,3 Mil­lio­nen Euro auf. Nicht ein­ge­rech­net sind dar­in 46 Mil­lio­nen für Dom­bau­ver­ei­ne, Indus­trie­kul­tur und ande­re Denkmalprojekte.

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Auf dem Jakobsweg Pilgern für Radler

Wenn ich zu Fuß auf dem por­tu­gie­si­schen Pil­ger­weg unter­wegs wäre, wür­de ich jetzt völ­lig erschöpft in der fünf Kilo­me­ter ent­fern­ten Her­ber­ge dösen. Die ers­te Etap­pe führt fast nur an der Stra­ße ent­lang und lan­ge durch Por­to. Als Wan­de­rer wür­de ich den Bus aus der Stadt nehmen.

Gleich am Anfang der zwei­ten Etap­pe erscheint über­ra­schend eine schö­ne Brü­cke über einen Fluss. Wer hät­te das gedacht bei all den fürch­ter­li­chen Brän­den. Aber in und um Por­to kommt viel fri­scher Wind vom Meer. Heiß wird es nicht.

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