Beste Kultur- und Reisedokus im TV

Bes­te Kul­tur- und Rei­se­do­kus im TV: Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten regel­mä­ßig mit den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­men im TV-Pro­gramm. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Dies­mal erwar­tet alle eine brei­te Aus­wahl von heu­te an bis Frei­tag: Vor allem Deutsch­land, aber auch Däne­mark, Frank­reich, Öster­reich, Por­tu­gal und Spa­ni­en sind ver­tre­ten. Wie­der­ho­lun­gen sind in die­ser Über­sicht kaum vor­han­den. Vie­le von ihnen ste­hen in zuvor ver­öf­fent­lich­ten Newslettern.

Die ange­kün­dig­te Rei­se-Doku über Lol­land weckt Erin­ne­run­gen an die Kind­heit. Damit ver­bin­det der Rei­sen­de die Fahrt nach Mel­by, Tis­vil­de oder Gil­lele­je zu Feri­en­häu­sern auf der däni­schen Insel See­land. Zuerst war­te­te eine der rie­si­gen Fäh­ren im Hafen von Putt­gar­den. Die ban­ge Fra­ge zuvor: Ver­hin­dert ein Stau auf der Auto­bahn, das Schiff recht­zei­tig zu erreichen? 

Es gelang aber immer, auch wenn es manch­mal knapp war. Dann erwar­te­ten eine lan­ge Schlan­gen im Hafen. Die Zeit des manch­mal zwei­stün­di­gen War­tens ver­trie­ben sich vie­le auf den Fahr­bah­nen damit, Ang­lern zuzu­schau­en. Wann es los­ging, auf die Fäh­re zu fah­ren, war leicht beim Her­um­lau­fen zu sehen. Irgend­wann fuh­ren die ers­ten Autos los. Dann setz­ten sich vie­le schleu­nigst in Bewe­gung zu den Autos. Los ging es. Sobald eine Metall­plat­te unter dem Auto pol­ter­te, befand man sich an Bord.

Im Sturm­lauf wur­de die Trep­pe genom­men, um schnell ans Son­nen­deck zu gelan­gen, wäh­rend die Erwach­se­nen in den Duty-free-Shop ström­ten. Schließ­lich war es span­nen­der, die Abfahrt vom Heck aus zu beob­ach­ten, wie es unten im Was­ser schäum­te und sich dann nach und nach der Hafen ent­fern­te. Immer dabei bei der Fahrt in die Feri­en in Däne­mark: stets das Schiff umkrei­sen­de und rufen­de Möwen. Gro­ße Mee­res­tie­re lie­ßen sich lei­der nie bli­cken in all den Jahren. 

Fast andert­halb Stun­den dau­er­te die Fahrt, bei der der Wind saus­te. Die Maschi­ne stampf­te. Sobald die Fäh­re in den Hafen von Rød­by ein­lief, trap­pel­ten alle schnell wie­der in den Bauch der Fäh­re. Aber es blieb noch viel Zeit, da oft vie­le Fahr­zeu­ge vor einem dran waren.

Licht von Lolland

Lol­land – strah­lend blau­er Him­mel, gel­be Raps­fel­der. Das sich so ent­fal­ten­de Licht ver­bin­det der Rei­sen­de mit der dritt­größ­ten däni­schen Insel. Und es ging fort­an wesent­lich lang­sa­mer auf der Euro­pa­stra­ße vor­an als auf einer deut­schen Auto­bahn. Dafür aber auch um so ent­spann­ter in Rich­tung Mari­bo. Schließ­lich began­nen die gro­ßen Feri­en. Eile war nicht mehr gebo­ten. Und die Hage­but­ten waren reif. Auf einem Park­platz noch auf Lol­land wur­de stets eine Rast ein­ge­legt. Der Rei­sen­de erfreu­te sich dort jedes Jahr an pral­len roten Früch­ten, an denen er auch etwas knab­bern konn­te. Und an deren jucken­den Nüss­chen, um sei­ne Geschwis­ter damit zu erfreu­en. Aber als Ent­schä­di­gung für alle gab es dann lecke­res Soft­eis. Und um die letz­te Etap­pe auf der Rei­se durch Däne­mark nach See­land zu versüßen.

Aber die Vor­freu­de auf den Weg durch den duf­ten­den Kie­fern­wald am Strand von Lise­le­je war stets noch viel grö­ßer. Denn hin­ter dem Wald war­te­ten herr­li­che Dünen­bur­gen. Die­se schütz­ten vor Wind und heiz­ten einen nach dem Bad im Meer schnell wie­der auf. In der Nähe von Mel­by liegt der Arresø. Dort unter­nahm ein Bru­der des Rei­sen­den ers­te Schrit­te im Sur­fen. Heu­te surft er in der gan­zen Welt.

Nun zu den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­do­kus im TV-Programm:


SaSoMoDiMiDoFr
Deutsch­land




Bio­sphä­ren­re­ser­vat Rhön, 3sat, 10.15 Uhr

Gotik, RBB, 23.50 Uhr
Stral­sund, Wis­ma­rer Bucht, NDR, 20.15 UhrMeck­len­burg. Seen­plat­te, HR, 20.15 Uhr
Däne­mark
Lol­land, WDR, 20.15 Uhr

Kopen­ha­gen, arte, 18.40 Uhr

Frank­reich
Tag in Paris, Phoe­nix, 21.45 Uhr

Bahn­hofs­ka­the­dra­len, Euro­pas Rei­se-Paläs­te, arte, 16.05 Uhr

Letz­te Leucht­turm­wär­ter, Phoe­nix, 17.15 Uhr


Öster­reich100 Jah­re Salz­bur­ger Fest­spie­le, 3sat, 18.25 Uhr



Nie­der­bay­ern bis Wach­au, Donau, BR, 20.15 Uhr

Por­tu­gal

Azo­ren, 3sat, 20.15 Uhr



Spa­ni­enMal­lor­ca, HR, 20.15 Uhr

Traum­tou­ren, HR, 21.45 Uhr


Mond­brun­nen, arte, 19.40 Uhr

Ibi­za, 3sat, 21.45 Uhr



Bes­te Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV-Programm
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Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Deutsch­land, Däne­mark, Frank­reich, Nor­we­gen, Öster­reich, Schwe­den und Spa­ni­en sind vertreten.

Viel­falt ist in der kom­men­den Woche im Pro­gramm zu erwar­ten, wenn es um Regio­nen, Städ­te und wie­der etwas um Geschich­te geht. Dabei rücken vor allem die skan­di­na­vi­schen Haupt­städ­te in den Fokus.

Kopen­ha­gen lern­te der Rei­sen­de sehr gut über einen Dänisch­kurs für Eras­mus-Stu­den­ten an der Uni­ver­si­tät ken­nen. Unbe­dingt zu emp­feh­len, da nicht nur kos­ten­güns­tig, son­dern es winkt auch die Per­spek­ti­ve, sich als Ein­woh­ner in die Haupt­stadt zu inte­grie­ren und nicht Tou­rist zu sein. Einer­seits tra­fen im kos­ten­güns­ti­gen Kurs Stu­den­ten aus aller Welt zusam­men. Wei­te­re Kur­se, die aber längst nicht so preis­güns­tig sind, ste­hen hier. Für schö­nes inter­na­tio­na­les Flair war gesorgt. Vie­le Teil­neh­mer wie­sen däni­sche Wur­zeln auf. Über Tref­fen wäh­rend des drei­wö­chi­gen Kur­ses lern­te der Rei­sen­de gut Bars der Stadt ken­nen. Das Buf­fet auf dem Cam­pus ist aber auch sehr lecker. 

Ande­rer­seits bot die Uni Besich­ti­gun­gen an wie etwa Fahr­ten durchs Hafen­be­cken. Und der Lehr­stoff ver­lock­te dazu, sich zum Bei­spiel die Klei­ne Meer­jung­frau anzu­schau­en. In Stock­holm und Oslo gibt es sol­che Kurs bestimmt auch. Dar­über lern­te der Rei­sen­de gut das Bil­dungs­we­sen ken­nen, das in Däne­mark etwas anders läuft. Ein Knül­ler war auf jeden Fall der bar­fuß unter­rich­ten­de Leh­rer Jep­pe. In einem deut­schen Semi­nar unvorstellbar.

Lehr­reich wird sicher ein Bei­trag über die spa­ni­sche Arma­da. Im Zuge einer Vor­be­rei­tung eines Arti­kels über die Ent­de­ckung der Neu­en Welt durch Pedro Álva­res Cab­ral las der Rei­sen­de, dass Por­tu­gal Spa­ni­en sei­ne Flot­te der Arma­da zur Ver­fü­gung stel­len muss­te. Dies war ein wich­ti­ger Grund für den Nie­der­gang des por­tu­gie­si­schen König­rei­ches. Denn eini­ge über­see­ische Besit­zun­gen konn­ten danach nicht mehr ver­tei­digt wer­den. Ande­re Mäch­te wie die Nie­der­lan­de konn­ten das Vaku­um für sich zum Bei­spiel in Asi­en nut­zen. Die­ser Aspekt kommt lei­der nicht im ansons­ten gut auf­ge­mach­ten Museu dos Des­co­bri­ment­os in Bel­mon­te am Ran­de der Ser­ra da Est­re­la zur Spra­che. Zen­tral sind im Cen­tro de Por­tu­gal See­fahrt, Kolo­ni­sa­ti­on und Bio­di­ver­si­tät. Auch gewinnbringend.

Viel Spaß beim Zuschauen.


SaSoDiMiDoFr
Deutsch­land

Was­ser­bli­cke am Nie­der­rhein, WDR, 20.15 Uhr


See­stadt Radolf­zell, SWR, 20.15 Uhr
Däne­mark
Wil­des Däne­mark, arte, 12.05 Uhr


Lebens­wert in Kopen­ha­gen, Bar­ce­lo­na, Nan­tes, ZDF, 23.00 Uhr
Frank­reich
Das Süd­el­sass neu ent­deckt, MDR, 9.30 Uhr



Nor­we­gen

Wun­der­sa­mes Nor­we­gen, arte, 15.55 Uhr


Öster­reich


Ent­de­ckun­gen in Vor­arl­berg, 3sat, 13.15 Uhr

Vom Zil­ler­tal ins Ahrn­tal, 3sat, 14.00 Uhr


Schwe­den




Stock­holm, NDR, 21.15 Uhr
Spa­ni­enDie spa­ni­sche Arma­da, phoe­nix, 00.00 Uhr
Wil­des Spa­ni­en, Der atlan­ti­sche Nor­den, BR, 14.45 UhrSpa­ni­en – der wil­de Süden, BR, 11.20 Uhr
TV-Tipps Rei­se und Kultur
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Oslos Brooklyn durchstreifen und erleben

Kopen­ha­gen hat sein Brook­lyn mit dem Stadt­vier­tel Refsha­leøn. Oslo aber auch sei­nes am Akers elv. Das däni­sche Brook­lyn stell­te ich Dir bereits auf die­sem Blog am 5. April vor. Heu­te erfährst Du aus der fran­zö­si­schen Zei­tung Le Mon­de etwas übers das Brook­lyn von Oslo: Grü­ner­løk­ka. Lei­der schrei­ben die Fran­zo­sen den Namen falsch mit o statt mit ø. Zuvor habe das Vier­tel lan­ge Zeit Ny York gehei­ßen. Zur Zeit der Indus­tri­el­len Revo­lu­ti­on sei es gar ein Epi­zen­trum gewe­sen, schreibt Le Mon­de. Dort gab es einst Säge­müh­len, Tex­til­fa­bri­ken und mecha­ni­sche Werk­stät­ten mit Energie.

Offen­bar hat sich Le Mon­de auf krea­ti­ve Stadt­vier­tel in Haupt­städ­ten spe­zia­li­siert, was ich ziem­lich span­nend fin­de. Denn so erfährt man eini­ges über die Stra­te­gie aus­län­di­scher Medi­en. Viel­leicht hilft Dir die­ser Arti­kel aus der Per­spek­ti­ve eines Pari­ser Autors dabei, einen Plan für Dei­nen Besuch in Oslo zu ent­wi­ckeln, den kein ande­rer auf Lager hat bis auf die Leser mei­nes Blogs. Und die der Le Monde.

Der Autor steht offen­bar auf Cock­tail­bars. Denn sonst hät­te er „Ned­re Løk­ka“ nicht her­vor­ge­ho­ben. Dort könn­ten sich Gäs­te auf dicken Leder­so­fas nie­der­las­sen und Klet­ter­pflan­zen über der The­ke betrach­ten. Angeb­lich sol­len die Namen der Geträn­ke die Geschich­te des Vier­tels erzäh­len. Aber da Nor­we­ger in der Regel gesprä­chi­ge Men­schen sind, erzäh­len sie Dir sicher mehr dar­über. Dies kann span­nend sein, wie ich selbst bei einem Besuch des ehe­ma­li­gen Indus­trie­ha­fens in Aar­hus sehen konn­te. Die­ser beher­bergt heu­te ein neu­es Stadt­vier­tel mit sty­lis­her Archi­tek­tur, aber auch noch eini­ge alte Pack­häu­ser sind erhalten.

Aus­ge­wählt hat der Autor auch die „Retro­lykke kaffebar“ mit Din­gen aus den 1950er und 1960er Jah­ren. Sie gehört der 46-jäh­ri­gen Ton­je Fager­heim und liegt am schi­cken Mark­vei. Sowohl die alte Decken­be­leuch­tung von Ikea als auch die 60–70 Jah­re alte ame­ri­ka­ni­sche Klei­dung mach­ten den Charme der Bar aus. „Jeg har all­tid brukt mye tid på lop­pis og mar­ke­der. Jeg liker gam­le ting, de er lik­som fer­dig sje­la“, erzähl­te sie kürz­lich einem Repor­ter des Maga­zins Vår­tOs­lo. Also alles selbst gesam­melt. Gäs­te könn­ten Stüh­le, auf denen sie gera­de noch geses­sen hät­ten, nach ihrem Besuch in einer zur Bar gehö­ren­den Bou­tique kau­fen. Den Arti­kel und Fotos zur Bar fin­dest Du auf http://www.vartoslo.no/tonje-fargeheim-46-skulle-bare-selge-unna-noen-gamle-gjenstander-i-stedet-apnet-hun-retrolykke-kaffebar/

Wer alte Kino­at­mo­sphä­re mag, ist viel­leicht im alten, 1907 erbau­ten, Gebäu­de des Park­thea­ters auf dem Olaf Ryes-Plass gut auf­ge­ho­ben. Die­ser sei der Haupt­platz des Vier­tels. Edvard Munch wohn­te dort ein Jahr. Mitt­wochs wür­den dort nach wie vor Fil­me gezeigt. Aber über­wie­gend die­ne der alte Kon­zert­saal der Musik. Bis zu 500 Gäs­te kön­nen dort Platz neh­men und sich Pop-Rock, aber auch Rocka­bi­li­ty, Jazz und Blues anhö­ren. Ein Hauch von Paris, meint der Verfasser.

Sofort an Aar­hus gedacht habe ich wie­der, als ich von Tim Wen­del­boe erfuhr, der in Oslo eine Kaf­fee­rös­te­rei betreibt. Denn auch in Aar­hus gibt es ein stil­vol­les Café von Mar­kus Stil­ler Søren­sen, das ich jedem Besu­cher unein­ge­schränkt emp­feh­len kann. Es ähnelt ange­sichts der Gefä­ße einem klei­nem Labor, da der Besit­zer kei­nen Fil­ter­kaf­fee anbie­ten will, son­dern ger­ne selbst etwas expe­ri­men­tiert, um sei­nen Gäs­ten ech­ten Kaf­fee anzu­bie­ten. Er ist mehr­fa­cher Baris­ta-Welt­meis­ter und teilt sich offen­bar die­sen Titel öfter mit Wen­del­boe. Auch bei Wen­del­boe soll­te man bes­ser nicht um Bier bit­ten, son­dern lie­ber nach ori­en­ta­li­schen oder süd­ame­ri­ka­ni­schen Boh­nen wie Ara­bi­ca oder Robus­ta. Wäh­rend des Besu­ches kön­ne Jazz-Musik erklingen.

Den Besuch des Vier­tels abrun­den kann eine Besich­ti­gung des Høn­se-Lovi­sas Hus an einem Was­ser­fall des Akers elv. Es sei lan­des­ty­pisch erbaut mit roten Wän­den und wei­ßen Fens­tern. Im ehe­ma­li­gen Haus eines Säge­meis­ters erwar­te Besu­cher ein klei­nes Arbei­ter­mu­se­um mit Infos über die Indus­tri­el­le Revo­lu­ti­on, eine Bou­tique und noch ein­mal guter Kaf­fee. Der Dich­ter Oskar Alex­an­der Braa­ten (1881–1939) ist heu­te noch in Oslo bekannt für sei­ne Arbei­ter­li­te­ra­tur, in der er das Leben der Arbei­ter im öst­li­chen Teil Oslos beschreibt. Auch über des­sen Leben kannst Du dort etwas erfahren.

Den Ori­gi­nal­ar­ti­kel fin­dest Du auf http://www.lemonde.fr/m‑styles/article/2019/05/03/l‑oslo-alternatif_5458056_4497319.html

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Menschen im Kampf

Rei­sen­der, kommst Du nach Oslo, ver­pas­se auf kei­nen Fall einen Besuch des Gus­tav-Vige­land-Parks. Als ich zum zwei­ten Mal in mei­nem Leben Oslo besuch­te, wuss­te ich noch nichts von der Exis­tenz die­ses Künst­lers. Daher war ich über Aus­druck und Span­nung in den dar­ge­stell­ten Kör­pern über­rascht. Die bekann­tes­ten Nor­we­ger in der Kul­tur waren für mich bis dahin Hen­rik Ibsen und Knut Hamsun.

Gera­de habe ich in der nor­we­gi­schen Tages­zei­tung Mor­gen­bla­det gele­sen, dass Vige­land vor 150 Jah­ren auf die Welt kam. Daher gibt es jetzt ihm zu Ehren eine Jubi­lä­ums­aus­stel­lung im Vige­land­mu­se­um. Wie Mor­gen­bla­det schreibt, bezeich­ne man ihn oft als auto­di­dak­ti­schen Künst­ler, was nicht ganz kor­rekt sei. Als jun­ger Mann habe er Unter­richt an der Zeich­ner­schu­le in Kris­tia­nia genom­men und in Ate­liers älte­rer Künst­ler gear­bei­tet, die ihn kor­ri­giert hät­ten. Er sei nach Kopen­ha­gen, Paris und Flo­renz gegan­gen, habe oft Muse­en besucht, lern­te damals sehr bekann­te Män­ner wie den Dänen Vil­helm Bis­sen und Augus­te Rodin ken­nen. Ihm in der Aus­stel­lung gegen­über­ge­stellt wer­den die drei zeit­ge­nös­si­schen Künst­ler Con­stan­tin Meu­nier, Antoi­ne Bour­del­le umd Aris­ti­de Maillol. 

Aber kön­ne sich Vige­land über­haupt mit die­sen gro­ßen Namen mes­sen, fragt Mor­gen­bla­det. Der Autor meint durch­aus. Denn sein Aus­druck sei stär­ker und wei­se eine expres­si­ve Dyna­mik auf, die tief in die mensch­li­che Psy­che und Lei­den­schaft eindringe.

Den Arti­kel und Fotos fin­dest Du auf http://www.morgenbladet.no/kultur/2019/04/mennesker-i-kamp

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In Kopenhagen hat Nyhavn Konkurrenz bekommen

Auch mal ganz inter­es­sant — Kopen­ha­gen aus fran­zö­si­scher Per­spek­ti­ve. Die für “Le Mon­de” schrei­ben­de Autorin Anne-Fran­çoi­se Hivert hat das Stadt­vier­tel Refshaleøn
besucht, das einst ein Indus­trie­ge­biet beher­berg­te und jüngst umge­formt wurde.

Mich erin­nert das an Aar­hus Ø; die­ses eben­falls auf einer Halb­in­sel lie­gen­de Gebiet wur­de in jüngs­ter Zeit eben­falls von einem Indus­trie­ort in ein Vier­tel zum Woh­nen, Arbei­ten, Stu­die­ren und Frei­zeit ver­brin­gen transformiert.

Über­nom­men hat die Autorin auch irgend­wo­her das Bild des däni­schen Brook­lyn, das die Dänen natür­lich ken­nen. In Aar­hus wol­len sie aller­dings die Ent­wick­lung dahin ver­mei­den, weil die anfäng­lich in Brook­lyn vor­han­de­ne Sze­ne der jun­gen Krea­ti­ven durch einen rasan­ten Anstieg der Mie­ten ver­drängt wor­den sei. So sag­te es mir der Stadt­ar­chi­tekt Ste­phen D.Willacy in einem Inter­view über die Wei­ter­ent­wick­lung der Stadt.

In Kopen­ha­gen hat Hivert Relik­te der Ver­gan­gen­heit ent­deckt, die noch aus der Zeit stam­men, in der vor allem die gro­ße Werft Bur­meis­ter & Wain dort aktiv war.

Doch heu­te sei es stark ver­än­dert: “C’était comp­ter sans les artis­tes, archi­tec­tes, restau­ra­teurs et créa­tifs de la vil­le qui, atti­rés par les 500 000 mètres car­rés dis­po­nibles et le prix modi­que des loy­ers, sont en train d’en fai­re le quar­tier le plus bouil­lon­nant de Copen­ha­gue.

Sie emp­fiehlt eini­ge aus ihrer Sicht inter­es­san­te Zie­le für einen Tripp nach Kopen­ha­gen, um das Lebens­ge­fühl der däni­schen Gemüt­lich­keit zu erfahren.

Die Loca­ti­ons sowie wei­te­re Infos fin­dest Du unter Refsha­leøn — das neue krea­ti­ve Kopenhagen

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Pfiffige Ideen für die Bürger einer Stadt

Typisch pfif­fi­ge Dänen sage ich da. Auf solch eine inno­va­ti­ve Idee kämen sonst viel­leicht noch die Nie­der­län­der — eine Müll­ver­bren­nungs­an­la­ge dient zugleich in Kopen­ha­gen als Ski­pis­te. In Däne­mark gibt es kei­ne Ber­ge. Aber Kurz­ur­laub auf einem Ski­hang ist trotz­dem möglich.

Mir fällt oft im Nor­den auf, dass Innen­städ­te sehr viel bür­ger­nä­her gestal­tet wer­den als bei uns. In man­chen Innen­städ­ten fehlt es gar an Sitz­bän­ken zum Aus­ru­hen. Sie sind dem Kom­merz überlassen.

In Aar­hus zum Bei­spiel gibt es auf dem Dom­platz eine klei­ne ele­gan­te Park­an­la­ge. Bäu­me wur­den gepflanzt, eine Holz­flä­che errich­tet, auf der Fami­li­en her­um­tol­len kön­nen. Am Fluss wur­den Ste­ge errich­tet, auf denen die Bür­ger sich zum Gespräch tref­fen. Einen Ein­druck davon machtt ihr euch am Bes­ten über Fotos die­ses Kalenders.

Aar­hus Stadt des Lächelns

Eine ähn­li­che Idee hat­te man schon davor in der nord­schwe­di­schen Stadt Luleå, übri­gens Welt­kul­tur­er­be, indem man eine Ufer­pro­me­na­de aus Holz auf Höhe der Stadt­bi­blio­thek am Hafen bau­te. Im Som­mer kön­nen Ein­hei­mi­sche von einer Empo­re aus bei einem Glas Wein oder Bier aus den Son­nen­un­ter­gang beob­ach­ten. Vor­her gab dort nur raue Stu­fen aus Beton.

Der­ar­ti­ges sieht man nicht oft hoch in Nord­eu­ro­pa, eher impo­san­te Eis­bre­cher, denn Luleå liegt schon am Polar­kreis. Hast Du auf Rei­sen ande­re pfif­fi­ge Ideen für die Bür­ger ent­deckt? Ich bin schon neu­gie­rig. Und hier der Link zur Ski­pis­te in Kopenhagen.

Ski­pis­te in Kopenhagen

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Paradiesisches Radeln in Kopenhagen

Neu­lich noch erzähl­te ich hier vom Fahr­rad­fah­ren in Kopen­ha­gen und mei­nem Unfall mit einer Rad­le­rin, die dort von hin­ten in mich rein­fuhr. Gera­de lese ich in einem Arti­kel des Deutsch­land­funks, dass es in der Haupt­stadt kom­for­ta­bler gewor­den ist, zu radeln. Man stellt sich also auf die Rad­ler ein. Immer­hin 40 Pro­zent lie­ßen ihr Auto mitt­ler­wei­le ste­hen und fah­ren lie­ber Rad. Davon pro­fi­tie­re die Stadt auch, denn Park­plät­ze zu unter­hal­ten sei sehr teuer.

Die Rad­we­ge sei­en enorm breit. Wer vor einer Ampel ste­he, müs­se nicht unbe­quem balan­cie­ren, son­dern kön­ne den Fuß auf extra ange­brach­ten Stan­gen abstel­len. Und wäh­rend der Fahrt könn­ten die Pedal­rit­ter ihren Abfall in schräg an der Fahr­bahn ange­brach­te Müll­ei­mer werfen.

All dies wäre ja mal ein Anfang für vie­le ande­re Städ­te wie Aar­hus, wo ich Der­ar­ti­ges nicht gese­hen habe,. Rad­fah­ren in Däne­marks zweit­größ­ter Stadt ist noch nicht ganz ausgereift.

Auch in Deutsch­lands Städ­ten nicht, wenn ich allei­ne dar­an den­ke, wie schwer einem zum Bei­spiel das Rad­fah­ren in Köln gemacht wird. Aber vor­ges­tern habe ich mich noch in Müns­ter dar­über gefreut, dass blitz­schnell nach dem für rut­schi­ge Ver­hält­nis­se sor­gen­den Schnee­fall die Rad­we­ge geräumt waren.

Para­die­si­sches Radeln in Kopenhagen

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Aufflammendes dänisches Interesse an Skulpturen

Wer hät­te das gedacht? Im ehe­ma­li­gen Fischer­dorf Hum­le­bæk vor den Toren Kopen­ha­gens ste­hen Skulp­tu­ren der bekann­ten Künst­ler Richard Ser­ra, Alex­an­der Cal­der, Max Ernst, Joan Miro, Jean Debuf­fet und Nobuo Seki­ne. Aus­ge­stellt hat sie das phan­tas­ti­sche Muse­um Louisiana.

Also auch Dänen inter­es­sie­ren sich “auf ein­mal” für Skulp­tu­ren. Ich selbst brauch­te recht lan­ge, bis ich einen Zugang zu ihnen fand. Zunächst brach­ten mei­ne Eltern mir und mei­nen Geschwis­tern, mei­ne Mut­ter stu­dier­te Kunst­ge­schich­te mit Schwer­punkt Mit­tel­al­ter, viel über Kunst der Früh­zeit bis zum Mit­tel­al­ter bei. Wir besuch­ten das mich heu­te immer noch berüh­ren­de Natio­nal­mu­se­um in Kopen­ha­gen, wo mich Moor­lei­chen, Luren und Schmuck faszinierten.

Wenn es reg­ne­te und ein Strand­tag aus­fiel, fuh­ren wir auch nach Ros­kil­de. Nein, nicht zum Musik­fes­ti­val, son­dern zum Bestau­nen der berühm­ten Wikin­ger­aus­stel­lung. Dort ste­hen wun­der­bar kon­stru­ier­te Lang­boo­te. In Oslo sor­gen sie sich übri­gens um ihren Bestand, sah ich ges­tern in den Euro­pa­na­ch­rich­ten. Erschüt­te­run­gen setz­ten ihnen sehr zu, hieß es. Doch Skulpturen?

Die ent­deck­te ich, als ich zur Vor­be­rei­tung mei­nes Buches “Umeå in mei­nem Her­zen” nach Väs­ter­bot­ten radel­te. Dort gibt es einen für eine so weit nörd­lich lie­gen­de Stadt gera­de­zu exor­bi­tant gro­ßen Skulp­tu­ren­park. Ein Indus­tri­el­ler hat ihn auf­ge­baut. Und da es mir ums Auf­spü­ren von Kunst und Kul­tur ging, blieb mir nichts ande­res übrig, als mich nun auch damit auseinanderzusetzen.

Wie sich der Autor der “Washing­ton Post” damit aus­ein­an­der­setzt, könnt ihr hier lesen.

Skulp­tu­ren Louisiana

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Geschwindigkeitsrausch in Kopenhagen — mit der Leeze unterwegs

Bist Du schon in Kopen­ha­gen gewe­sen? Ein Besuch lohnt sich alle­mal, denn sie zählt zu den schöns­ten Haupt­städ­ten Euro­pas wie auch Stock­holm und Oslo.

Ich durf­te eini­ge Wochen dort ver­brin­gen, als ich einen Eras­mus-Sprach­kurs an der Uni­ver­si­tät absol­vier­te. In die­ser Zeit wohn­te ich bei Freun­den im Stadt­teil Gentofte.

Ich habe es genos­sen, von dort jeden Mor­gen mit dem Rad in die Stadt zu fah­ren, so wie es auch vie­le ande­re dort tun. An das hohe Tem­po muss­te ich mich gewöh­nen, mit dem Frau­en wie Män­ner unter­wegs waren. Es ist viel viel höher als bei uns, obwohl ich selbst täg­lich fah­re und daher dar­an gewöhnt war. Lei­der fuhr mir am ers­ten Mor­gen eine Frau gleich hin­ten rein, so dass wir bei­de stürz­ten. Ein Kran­ken­wa­gen fuhr die Rad­le­rin in eine Klinik.

Glück­li­cher­wei­se hat­te mich mei­ne Gast­ge­be­rin beglei­tet, um mir einen guten Weg zu zei­gen, so dass sie auch gleich in die­ser unan­ge­neh­men Situa­ti­on mit der Poli­zei hel­fen konn­te. Aber ich erin­ne­re mich auch noch gut an die Rüh­rung des Poli­zis­ten, dass ich mich auf Dänisch bemüh­te, mit ihm zu sprechen.

Eine spa­ni­sche Jour­na­lis­tin hat für “El Pais” kürz­lich Kopen­ha­gen besucht, aber das Rad ste­hen­ge­las­sen. Spa­nie­rin­nen fah­ren kaum Rad. Aber sie ahnt gar nicht, was sie dadurch ver­passt hat.

Hier ihr Bericht.

Eine Spa­nie­rin in Kopenhagen

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Silicon-Valley vor den Toren Kopenhagens

Zur Abwechs­lung mal eine fri­sche Nach­richt aus der Wirt­schaft: Däne­mark plant, High­tech in der Nähe Kopen­ha­gens anzu­sie­deln. Heu­te mit­tag mach­ten die Dänen auf sich auf­merk­sam. Statt den Fans im Sta­di­on von Brønd­by Kopen­ha­gen den Ein­satz von Pyro­tech­nik zu ver­bie­ten, erlau­ben sie die­se sogar. Es han­delt sich um kal­te Pyro­tech­nik. Die­se ermög­licht es mit Feu­er­werk zu fei­ern, aber ohne jeman­den zu ver­let­zen. Tol­le Idee!

Sili­con Valley

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