Rieselfelder – ein hübsches Gänsepaar

Sobald die Sonne lacht, zieht es mich mit Fahrrad und Kamera vom Schreibtisch nach draußen. Heute entschied ich mich für die Strecke durch die Rieselfelder. In Verbindung mit einigen fotogenen Zielen in der Stadt ergibt sich dabei durchaus eine Radtour von gut 40 Kilometern, womit man schon einiges für sich tun kann. Es gibt also auch in der Gegend ums flach liegende Münster durchaus einige interessante Ausflugsziele. Und das sind nicht nur die Baumberge, ein kleines Mittelgebirge. Einst die Kloake Münsters sind die Rieselfelder heute ein Paradies für Vögel. Dort landeten einst die Abwässer der Stadt, bis man feststellte, dass sich dort unsere gefiederten Freunde einstellten.

Von weit her kommen sie her, um hier zu überwintern, Speck anzufressen und wieder in ihre jeweilige Heimat zurückzufliegen. So wie vielleicht diese beiden Graugänse, die ich heute Mittag am Rande der Gewässer fand. Sehr schön exponiert auf dem flachen Grund stehend. Sie beobachteten mich eine Weile, bis es ihnen dann doch zu heiß wurde mit mir und sie davon schwammen.

Es ist ein Erlebnis, dort durchzuradeln und viele Tierstimmen zu hören – wie im Norden Europas. Und auch sie von ziemlich nah zu sehen und zu identifizieren. Die Biologische Station kümmert sich rührend um die Tiere. Der Rat der Stadt Münster beschloss jetzt sogar, inmitten des Gebietes die Straße Coerheide zu sperren, um die Tiere zu schützen. Durch den Verkehr werden nicht nur wertvolle Brutgebiete beeinträchtigt, sondern auch Tiere überfahren wie Ringelnattern zum Beispiel. Nach jahrelangem Streit wurde das wirklich mal Zeit. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass auch die Interessen der dort lebenden Menschen mit einer eleganten Lösung berücksichtigt werden.

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Winterwunderland Münsterland

Wann bist Du das letzte Mal beim Spazierengehen im tiefen Schnee versunken? Ich heute Nachmittag gemeinsam mit einer ehemaligen Klassenkameradin meiner Schwester, die zufällig vor der Haustür langlief. Ich schippte gerade unter großen Anstrengungen Schnee weg, als sie vorbeikam. Sie besuchte gerade ihre Mutter und wollte sich die Straßenverhältnisse anschauen, um die Rückfahrt nach Frankfurt zu planen. Doch daraus wird wohl erstmal nichts. Da sie ohnehin im Homeoffice steckt, kann sie noch verlängern und von Münster aus arbeiten.

So viel geschneit, hat es lange nicht mehr. Ich glaube, 2010 schneite es im Münsterland zuletzt wirklich. Aber es war längst nicht so viel heruntergekommen. Und es wurde damals auch nicht so kalt. Wenn ich das Fenster nachts öffne, um zu lüften, fegt ein heftiger Wind herein. Lange auszuhalten, ist das nicht.

Wir beschlossen, gemeinsam durch den Schnee zu laufen und das fotogene Haus Rüschhaus aufzusuchen. Ich stellte die Schippe beiseite. Dies ist bekannt als Wohnort der bekannten Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Viele kennen die „Judenbuche“ und „Der Knabe im Moor“. Gestaltet wurde es vom berühmten Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun. Als weiteres Ziel lockt darüber hinaus die Bronzeskulptur „Dialogue with Johann Conrad Schlaun“. Dies ließ der bekannte Bildhauer Richard Serra anlässlich der Skulpturenausstellung am Anfang einer kleinen Allee aufstellen. Durch eine Neigung verneigt sich die Skulptur vor den beiden westfälischen Großen.

Den Winterspaziergang verlängerte ich an den darauffolgenden Tagen bei strahlendem Sonnenschein. Auf dem auch bei Joggern auf Schnee beliebte Twerenfeldweg führt am Hotel Haus Hüerländer vorbei. Dort wartet auf Familien mit Kindern ein Zoo mit Damwild. Und Minigolf. Die Straße Richtung Roxel laufend, lohnt sich ein Blick auf die Wasserburg Haus Vögeding. Diese ist trotz ihrer Jahre sehr gut in Schuss. Dazu gehört auch ein größerer Bauernhof. Von dort können Besucher in der Ferne die Gipfel der Baumberge sehen.

Alle Fotos bestellst Du im Bildportal – in verschiedenen Formaten. Mit einem gerahmten Foto kannst Du Deinen Arbeitstisch im Homeoffice schmücken. Mit einem Poster die Wohnung dekorieren.

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Maiidylle in den Baumbergen

Maiidylle: Fachwerkhof bei Havixbeck am Fuße der Baumberge im Münsterland. Die Gerste ist binnen kurzem ziemlich hochgeschossen. Am Donnerstag war sie noch nicht so weit. Schnappschuss beim Mountainbiken am Sonntagvormittag.

Hof und Feld liegen am Rande einer meiner Lieblingstrecken in die Baumberge. Je nach Laune, Wetter und Zeit fahre ich entweder 60 Kilometer mit dem Rennrad oder 70 Kilometer mit dem Mountainbike. Entweder lockt es mich, auf gut ausgebauten Strecken schnell zu fahren oder aber Forstwege zu bestreiten und dabei kurze anspruchsvolle Steigungen zu nehmen.

Von Münster aus führt der Weg zunächst zum Dorf Hohenholte. Kurz davor liegt eine hübsche Wassermühle, von denen es im Umkreis Münsters nicht wirklich viele gibt. Das Rad bewegt sich leider nicht mehr, obwohl der Bach nach starkem Regen doch erstaunlich viel Wasser führt. Dabei kommt mir das Gedicht Friedrich Schillers in den Sinn:

Ein Mühlwerk mit verborgner Feder
Bewegt sich ohne Ruh und Rast,
Ein ewiger Strom treibt sein Rad,
Sein Werk ist vom Wasser gefasst.
Der Strom ist’s, der die Mühle regt,
Die Mühle, die den Strom bewegt,
So fördern sie sich wechselweise
In ewig wundervollem Kreise,
Und wie die Welle ratlos brandet,
Sie stockt doch und erschöpft sich immer,
Bis sich zuletzt der Strom versandet.
Dann steht das Rad und steht auf immer.

Frei nach Friedrich Schiller

Es folgt ein netter Feldweg in einen Wald, den ich erst in diesem Jahr entdeckte. Ich suche immer neue Strecken, damit es nicht zu monoton wird, und um Inspiriation zum Schreiben zu finden.

Spötter singen gerne „Wenn ich könnte, wenn ich wollte, führe ich immer nach Hohenholte“. Es ist klein, liegt zwar etwas ab vom Schuss. Dafür aber hat es mit der Stiftskirche St. Georg einen zentralen Mittelpunkt, den schon recht alte Häuser umkreisen. Dort gibt es einen Dorfladen inklusive Poststelle. Discounter gibt es erst wieder in Havixbeck, das mit dem Rad gut eine Viertelstunde dahinter liegt. Bei Oeding-Erdel können Durchreisende und EInheimische Kaffee trinken. Dass Hohenholte überhaupt außer einigen Höfen existiert, ist der Gründung eines Augustinerklosters zu verdanken, das später in ein Damenstift (1557 – 1811) umgewandelt wurde.

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Heraus in die Natur an die frische Luft

Wohin fährst Du am liebsten, wenn Du Dich auf das Rad schwingst? Wenn Du nach dem Tag im Hörsaal oder im Büro frische Luft und Bewegung brauchst? Oder wenn Du mal mehrere Tage am Stück an der frischen Luft und in der freien Natur unterwegs sein möchtest?

Als Naherholungsgebiete locken mich die Eifel rund um Bonn oder die Baumberge in der Nähe von Münster. Dort genieße ich die Möglichkeit, auf „Berge“ zu kraxeln und von ihnen herunterzusausen, schöne Ausblicke zu genießen wie auf den Kölner oder den Billerbecker Dom.

Geht es in die Ferne, gefallen mir besonders die Küstenwanderwege in Nordnorwegen und im spanischen Galizien. Denn selten kommt man innerhalb Europas so nahe ans (unverbaute) Wasser wie auf dem Lofot oder auf die Insel Senja oder die Strecke entlang der Costa da Morte. Sogar manche Herberge liegt dort so schön und auch noch einsam, dass ich das Meer im Zelt oder vom Zimmer aus hören kann. Dass ich dort nachts in einen tiefen erholsamen Schlaf falle, ist selbstverständlich.

Will ich Berge sehen, erfreue ich mich besonders an den Pässen zwischen Mo i Rana und Vilhelmina im Grenzgebiet von Schweden und Norwegen, weil ich mich dort wie ein Goldsucher fühlen darf in rauer Landschaft. Klare Flüsse rauschen an mir vorbei, während ich vor dem Zelt am Lagerfeuer sitze und mir etwas brutzele. Das Feuer verscheucht auch die meisten Mücken.

Oder aber ich suche wieder Galizien auf und besuche die Provinz A Coruña. Nicht weit entfernt davon liegt auch die Serra da Estrela. Aber trotzdem gibt es dort massive Unterschiede. In Galizien gibt es viel mehr Schluchten und Wege zum Kraxeln, während die Estrela in weiten Teilen eher eine Hochebene ist, durch die man das portugiesische Hochgebirge relativ leicht mit dem Rad durchstreifen und erleben kann.

Wer so inspiriert auf Tour gehen will, sollte sich auch die Tipps einiger anderer Cracks ansehen, die die Zeitschrift „Geo“ mitsamt gpx-Daten zum Nachfahren zusammengestellt hat.

Touren anderer Cracks

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Auf den Spuren des Münsterland-Giros

Respekt – heute bin ich mit dem Rennrad 133 Kilometer von Münster bis nach Heek und Schöppingen und zurück den Spuren des Münsterland-Giros gefolgt. Die Strecke ist sogar noch etwas geworden. Angesichts meiner brennenden Oberschenkel nötigt mir die Leistung der Amateure des Jedermann-Rennens Respekt ab. Allerdings bin ich überwiegend auf dem Radweg gefahren und hatte nicht den Komfort gesperrter Straßen. Hier einige Impressionen entlang der Strecke zwischen Tilbeck und Stevertal, Dinge, die die Sportler am Tag der Deutschen Einheit in den Baumbergen so bestimmt nicht wahrgenommen haben.

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