Beste Kultur- und Reisefilme im TV

Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten regel­mä­ßig mit den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­men im TV-Pro­gramm. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Nur Deutsch­land, Frank­reich, Öster­reich und Spa­ni­en sind ab heu­te ver­tre­ten. Zu erklä­ren ist das mini­ma­lis­ti­sche Ange­bot wie schon zuvor mit dem brei­ten Sport­an­ge­bot wie Fuß­ball-Euro­pa­meis­ter­schaft und Tour de Fran­ce. Es gibt auch eini­ge Wie­der­ho­lun­gen, die in die­ser Über­sicht nicht vor­han­den sind. Vie­le ste­hen in zuvor ver­öf­fent­lich­ten News­let­tern über die bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV-Programm.

Burgen im Mittelalter und in der Neuzeit

Viel­ver­spre­chend sieht die arte-Doku über Bur­gen aus. Sehens­wert sind Burg Vische­ring in Lüding­hau­sen sowie die Fes­tung Wil­helm­stein im Stein­hu­der Meer (1761–1667) und die Fes­tungs­stadt Almei­da (1296, 1641 umge­baut) im Cen­tro de Por­tu­gal. Vische­ring stammt aus dem Mit­tel­al­ter (1271) und ist noch eine rich­ti­ge Rit­ter­burg, wäh­rend die bei­den ande­ren neu­zeit­lich sind. So zeigt sich, wie sich Burg­be­sit­zer tech­ni­schen und stra­te­gi­schen Ver­än­de­run­gen in der Kriegs­füh­rung anpas­sen mussten.

Wäh­rend die Haupt­burg im Müns­ter­land noch rund und von einer meter­di­cken pin­ne gera­de ste­hen­den Ring­mau­er umge­ben ist, sind die Mau­ern Wil­helm­steins und Almeid­as leicht ange­schrägt. Dies erschwer­te es, sowohl Lei­tern anzu­le­gen als auch sie mit Kano­nen­ku­geln in Trüm­mer zu legen. Denn wohl die meis­ten Kugeln prall­ten auf­grund des spe­zi­el­len Win­kels ab. Und die Fes­tun­gen am Stein­hu­der Meer und in Almei­da sind stern­för­mig ange­legt. So konn­ten Ver­tei­di­ger Angrei­fer von meh­re­ren Sei­ten beschie­ßen, nicht nur fron­tal von mit Wehr­gän­gen ver­bun­de­nen Mauern.

Genialer Baumeister Vauban

Die moder­ne Errich­tungs­wei­se stammt vom genia­len fran­zö­si­schen Bau­meis­ter Sébas­tien Le Prest­re, Sei­gneur de Vauban, der Lud­wig XIV. dien­te. So bis­sen sich selbst die napo­leo­ni­schen Trup­pen an der Fes­tung von Almei­da lan­ge die Zäh­ne aus. Bei einer lan­gen Bela­ge­rung ist es eine Fra­ge der Zeit, wer zuerst auf­gibt. Oft sind es Hun­ger und Durst, die die Ver­tei­di­ger in die Knie zwin­gen, wenn es nicht gelingt, Hil­fe von außen zu holen. Zum Glück wur­de Frank­reichs Gene­ral nach sei­nen ver­bre­che­ri­schen Kriegs­zü­gen durch fast ganz Euro­pa ver­bannt. Auf dem Wie­ner Kon­gress sorg­ten die Mäch­te für eine neue Frie­dens­ord­nung ohne revan­chis­ti­sche Züge. Davon kön­nen sich man­che Mäch­te nach 1815 und bis heu­te eini­ges abschneiden.

Wer sich über die­sen Arti­kel und den arte-Bei­trag wei­ter mit Bur­gen befas­sen will, dem sei das schö­ne Buch von David Macau­ly emp­foh­len: Es stand einst eine Burg. Dies ver­mit­telt leben­dig die Bau­wei­se. Da Almei­da eine Fes­tungs­stadt ist, bie­tet sich qua­si dort in Hotels eine Über­nach­tung auf einer Burg. 

Gutes Gelin­gen beim Vor­be­rei­ten eurer Som­mer­tou­ren: Viel­leicht inspi­riert ja der SWR-Bei­trag zum Urlaub an der Schlei oder zum Urlaub in Anda­lu­si­en? Oder zu einem Wan­der­ur­laub in Rhein­land-Pfalz, falls es aus Aus­land­rei­sen wie der Rei­se in die Bre­ta­gne oder ins Elsass wie­der nichts wird. 

Der Rei­sen­de schaut selbst schon gebannt nach Frank­reich, Spa­ni­en und Por­tu­gal, ob neue Coro­na-Ver­ord­nun­gen sei­ne Recher­chen ab August durch­kreu­zen. Er drückt die Dau­men, dass ihr eure Urlaubs­plä­ne ein­hal­ten könnt und sich euer Umfeld vor­sich­tig ver­hält. Nun zur Aus­wahl der bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV-Programm.


SaSoMiDoFr
Deutsch­land
Bur­gen, arte, 20.15 UhrSom­mer an der Schlei, SWR, 15.45 Uhr

Wan­der­ur­laub in Rhein­land-Pfalz, SWR, 20.15 Uhr
Frank­reichNor­man­die, 3sat, 15.35 UhrElsass und Voge­sen, SWR, 20.15 Uhr


Öster­reich


Koh­le und Dampf, BR, 11.20 Uhr
Spa­ni­enIm Reich der Vögel, BR, 16.15 Uhr

Expe­di­ti­on Mit­tel­meer. Der Wes­ten, BR, 20.15 UhrAnda­lu­si­en, NDR, 20.15 Uhr

Die bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV-Programm
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Radfahren in der Natur

Wohin fährst Du am liebs­ten, wenn Du Dich auf das Rad schwingst? Wenn Du nach dem Tag im Hör­saal oder im Büro fri­sche Luft und Bewe­gung brauchst? Oder wenn Du mal meh­re­re Tage am Stück an der fri­schen Luft und in der frei­en Natur unter­wegs sein möchtest?

Als Nah­erho­lungs­ge­bie­te locken mich die Eifel rund um Bonn oder die Baum­ber­ge in der Nähe von Müns­ter. Dort genie­ße ich die Mög­lich­keit, auf “Ber­ge” zu kra­xeln und von ihnen her­un­ter zu sau­sen, schö­ne Aus­bli­cke zu genie­ßen wie auf den Köl­ner, den Bil­ler­be­cker Dom oder auf das zu Füßen lie­gen­de Stevertal.

Die Ste­ver­re­gi­on zwi­schen Not­tuln und Hal­te­ner See ist zur Ste­ver­land­rou­te auf­ge­ar­bei­tet wor­den. 70 Kilo­me­ter lang ist die Rad­ver­bin­dung. Zwi­schen Appel­hül­sen und Sen­den zeigt sich zum Bei­spiel, wie sich aus einem Bach lang­sam ein Fluss ent­wi­ckelt. Oder ab dem Früh­jahr im Ste­ver­tal in den Baum­ber­gen die Obst­blü­te beginnt. Land­schafts­öko­lo­gen haben den Fluss, des­sen Was­ser­qua­li­tät sich seit den 1960er Jah­ren ver­schlech­tert hat­te, auf­ge­wer­tet. Es gibt an eini­gen Stel­len Fisch­trep­pen in Form sanft geschwun­ge­ner Wege zu sehen, wo vor­her das Gewäs­ser begra­digt war, rena­tu­rier­te Abschnit­te ohne Beton. 

Seit 6000 Jah­ren gel­ten die Baum­ber­ge als Sied­lungs­raum der Men­schen, weil dort kris­tall­kla­res Was­ser floss: Trink­was­ser für sich und ihre Tie­re. Rad­fah­rer fin­den restau­rier­te Müh­len vor wie zum Bei­spiel in der Nähe von Appel­hül­sen. Ein Modell kann dort auch per Hand betrie­ben wer­den, um zu erken­nen, wie Ener­gie gewon­nen wur­de. Was­ser­müh­len gehö­ren zu den ältes­ten Ener­gie­ge­win­nungs­an­la­gen. Wind­müh­len folg­te viel spä­ter. Und es sind noch rich­ti­ge Rit­ter­bur­gen zu sehen wie Burg Vische­ring bei Lüdinghausen.

Geht es in die Fer­ne, gefal­len mir beson­ders die Küs­ten­wan­der­we­ge in Nord­nor­we­gen und im spa­ni­schen Gali­zi­en. Denn sel­ten kommt man inner­halb Euro­pas so nahe ans (unver­bau­te) Was­ser wie auf dem Lofot oder auf die Insel Sen­ja oder die Stre­cke ent­lang der Cos­ta da Mor­te. Sogar man­che Her­ber­ge liegt dort so schön und auch noch ein­sam, dass ich das Meer im Zelt oder vom Zim­mer aus hören kann. Dass ich dort nachts in einen tie­fen erhol­sa­men Schlaf fal­le, ist selbstverständlich.

Will ich Ber­ge sehen, erfreue ich mich beson­ders an den Päs­sen zwi­schen Mo i Rana und Vil­hel­mi­na im Grenz­ge­biet von Schwe­den und Nor­we­gen, weil ich mich dort wie ein Gold­su­cher füh­len darf in rau­er Land­schaft. Kla­re Flüs­se rau­schen an mir vor­bei, wäh­rend ich vor dem Zelt am Lager­feu­er sit­ze und mir etwas brut­ze­le. Das Feu­er ver­scheucht auch die meis­ten Mücken.

Oder aber ich suche wie­der Gali­zi­en auf und besu­che die Pro­vinz A Coru­ña. Nicht weit ent­fernt davon liegt auch die Ser­ra da Est­re­la. Aber trotz­dem gibt es dort mas­si­ve Unter­schie­de. In Gali­zi­en gibt es viel mehr Schluch­ten und Wege zum Kra­xeln, wäh­rend die Est­re­la in wei­ten Tei­len eher eine Hoch­ebe­ne ist, durch die man das por­tu­gie­si­sche Hoch­ge­bir­ge rela­tiv leicht mit dem Rad durch­strei­fen und erle­ben kann.

Wer so inspi­riert auf Tour gehen will, soll­te sich auch die Tipps eini­ger ande­rer Cracks anse­hen, die die Zeit­schrift “Geo” mit­samt gpx-Daten zum Nach­fah­ren zusam­men­ge­stellt hat.

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