Männerspaß auf schwedischem Eis

Das Leben der Nord­eu­ro­pä­er im Win­ter ken­nen­zu­ler­nen, hat einen beson­de­ren Reiz. Es ändert sich rapi­de für Rei­sen­de, die es eher gewohnt sind, im Som­mer in den Nor­den zu fah­ren. Man sieht viel vom nor­ma­len All­tags­le­ben, wenn man Fischer bei der Arbeit oder Schul­kin­der auf Schlit­ten heim­kom­men sieht. Aber auch Erwach­se­ne sind in den Städ­ten mit Schlit­ten unter­wegs. Eine ein­schnei­den­de Erfah­rung war es für mich, mit einem Leih­wa­gen auf Spikes durch die Win­ter­land­schaft zu fah­ren. Mit einem Freund erkun­de­te ich Lofo­ten und Ves­terå­len. Das Eis auf den Stra­ßen war noch im März auf man­chen Stra­ßen zen­ti­me­ter­dick, die Mit­tel­spur gera­de nachts schwer zu erken­nen, erst recht, wenn einem Schnee­pflü­ge und mit Fisch bela­de­ne Lkw ent­ge­gen don­ner­ten. Seit­lich war alles zuge­schneit, der Rand nur durch rote Pflö­cke zu erken­nen. Nach­dem ich ein­mal den Wagen in eine Schnee­we­he gefah­ren hat­te, über­gab ich Tobi­as das Steu­er, der den Bogen eher her­aus­hat­te, viel siche­rer fuhr.

Eher wür­de es mich locken, es wie Gavin Hai­nes zu machen, der sich kürz­lich zum Trai­ning mit dem Auto auf einen zuge­fro­re­nen See in der Nähe von Jokkmokk begab. Ziem­lich schnell ver­lor auch der Autor der eng­li­schen Zei­tung „The Tele­graph“ die Kon­trol­le übers Fahr­zeug, als er sei­ne ers­te Ral­ly fuhr. Er fuhr so schnell, dass auch er in eine Schnee­we­he geriet. Die Türen des All­rad­fahr­zeugs lie­ßen sich nicht mehr öff­nen. Er und sein Aus­bil­der, der pro­fes­sio­nel­le Ral­ly­fah­rer Per-Erik Nie­mi, muss­ten durch die Fens- ter steigen.

Der Autor gibt sich selbst die Schuld dar­an, denn er habe nicht auf die War­nun­gen sei­nes Aus­bil­ders gehört, doch bit­te­schön lang­sa­mer zu fah­ren. Aber er habe sich eben wie ein Mann ver­hal­ten, sei­ne eige­nen Fähig­kei­ten total über­schät­zend, sich sogar für unbe­sieg­bar hal­tend. Für Nie­mi war es also nur eine Fra­ge der Zeit, bis es zu dem Mal­heur kam: „I was wai­t­ing for that to hap­pen.” Bis der Abschlepp­wa­gen gekom­men sei, um das Fahr­zeug her­aus­zu­zie­hen, habe es genug Zeit gege­ben, sich den Scha­den anzuschauen.

Wie es Hai­nes erging und wo Du Dich für den nächs­ten Win­ter selbst zur Ral­ly anmel­den kannst, erfährst Du hier.

Män­ner­spaß auf schwe­di­schem Eis

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Spitzbergen — mehr als ein gutes Klima für Eisbären

Spitz­ber­gen habe ich mir bis­lang noch nicht ange­schaut. Doch hin möch­te ich schon ganz ger­ne. Ich ken­ne nur einen dort arbei­ten­den Biologen.

Ken­nen­ge­lernt haben wir uns in Kjer­rin­gøy, einem klei­nen Fischer­dorf nahe Bodø. Ich radel­te mal quer bin­nen fünf Tagen vom Bot­t­ni­schen Meer­bu­sen zum Polar­meer, nach­dem ich mir gemein­sam mit einem Freund das bekann­tes­te Sur­ström­ming-Fes­ti­val Schwe­dens an Höga Kus­ten ange­schaut hat­te. Danach heiz­te ich eilig durch Lapp­land, weil ich ein­ge­la­den war, mit einer Grup­pe Nor­we­ger mit Nord­land­boo­ten an der Küs­te zu segeln. Zum Glück ist gera­de auf die­ser Höhe die Distanz von einem Meer zum ande­ren nicht gera­de groß.

Zwei Tage segel­te ich mit, vol­ler Span­nung, ob wir unter­wegs Walen begeg­nen wür­den. Das wäre doch etwas, neben dem Boot einen Orca zu sehen oder einen Pott­wal. Dazu kam es lei­der nicht und ich hol­te es spä­ter in Ande­nes nach. Von dort fah­ren bei ruhi­gem Wet­ter fast täg­lich Boo­te zur Wal­be­ob­ach­tung her­aus. Sie suchen tie­fe Can­yons auf, da dort die Pott­wa­le jagen.

Der Bio­lo­ge hat­te Urlaub genom­men und besuch­te sei­nen Schwie­ger­va­ter in Kjer­rin­gøy. Mit im Schnitt 15 Grad ist es für Deut­sche nicht gera­de warm im Som­mer. Aber er zog in der Son­ne sei­nen Pull­over aus und freu­te sich, dass es end­lich Som­mer für ihn war.

Wie kalt es auf Spitz­ber­gen ist und war­um es dort auch ein rie­si­ges Saat­kam­mer­gut gibt, erfährst du im fol­gen­den Län­der­kun­de-Arti­kel der Zei­tung “Die Welt”.

Spitz­ber­gen

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Mit dem Rad Europa durchstreifen und erleben

Natur haut­nah erle­ben? Zel­ten unter frei­em Him­mel? Beim Rad­wan­dern ein Gespür für Land und Leu­te ent­wi­ckeln? Dann buchst Du gold­rich­tig auf http://www.durchstreifen-erleben.com.

Du radelst mit einer klei­nen Grup­pe durch Nord­schwe­den, das por­tu­gie­si­sche Hoch­ge­bir­ge und an der fran­zö­si­schen Atlantikküste.

Dabei lernst Du, wie man ein Zelt auf­baust, Quel­len zum Trin­ken fin­det, das Rad repa­riert und Dein Essen am Lager­feu­er zubereitet.

Übers Rad­wan­dern informieren

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Radwanderer spielt mit Tornado

Mit der eige­nen Kraft ein Ziel zu errei­chen — das fas­zi­niert mich stets beim Rad­fah­ren. Einen Gebirgs­pass in Por­tu­gal oder Spa­ni­en zu erklim­men, von der schwe­di­schen Ost­küs­te quer durch Lapp­land bis zum Polar­meer zu radeln: Das berauscht mich, so hart es auch manch­mal ist.

Die Fas­zi­na­ti­on, die Fahr­rä­der aus­lö­sen kön­nen, ist auch deut­lich an den Gesich­tern der Besu­cher des Uni­ver­sums in Bre­men abzu­le­sen, die sich dort mit Hoch­rä­dern, Moun­tain­bikes, Renn­rä­dern, Las­ten­rä­dern, Mili­tär­ra­dern, Damen­rä­dern und Rik­schas befassen.

Sie stram­peln mit einer Rik­scha durch eine Groß­stadt, betrach­ten stau­nend die Expe­ri­men­te, aus Car­bon, Alu­mi­ni­um oder Plas­tik den per­fek­ten Rah­men zu produzieren.

Ich sehe dort Ket­ten­schal­tun­gen, die es schon Anfang des 20. Jahr­hun­derts gab, betrach­te Rie­men- oder Seil­an­trie­be, Lauf­rä­der mit und sogar ohne Spei­chen, pro­bie­re an Model­len aus, wie die­se Antrie­be funktionieren.

Obwohl nicht alles gut funk­tio­niert, lohnt es sich trotz­dem für Rad­ler, den Weser­rad­weg für eine Wei­le zu ver­las­sen, um sich auch mal mit dem treu­en Stahl­ross, das mich selbst zum Bei­spiel seit August 2017 gut und ger­ne 7.000 Kilo­me­ter durch Deutsch­land, Spa­ni­en und Por­tu­gal getra­gen hat, auseinanderzusetzen.

Auch mit der Ent­ste­hung einer Wel­le, einer Wol­ke, eines Tor­na­dos oder des gerif­fel­ten Sand­strei­fens am Mee­res­ufer kann sich jeder in ande­ren Abtei­lun­gen des Hau­ses befas­sen, also Phä­no­me­nen, die jeder wäh­rend des Rad­wan­derns unmit­tel­ba­rer erfährt als Auto­fah­rer oder Pas­sa­gie­re eines Kreuz­fahrt­schiffs oder Haus­boo­tes. Denn die Zie­le erreicht man aus eige­ner Kraft.

Es sind Erleb­nis­se, die einen erden, einem klar­ma­chen, wel­chen Natur­ge­wal­ten man täg­lich aus­ge­setzt ist. Im Uni­ver­sum kann dafür jeder mit einem Tor­na­do spie­len oder eine Wel­le erzeugen.

Drau­ßen in der Natur hin­ge­gen spie­len Wind, Wel­len und Ber­ge mit dem Reisenden.

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Dalaknut wird individuell hergestellt

Nach dem Sägen haut David Pres­ton das Holz zwi­schen den Ein­schnit­ten mit einem Tisch­ler­beil her­aus. Des­sen schma­le gera­de Schnei­de passt genau in die Aus­ker­bung. Mit einem Breit­beil wür­de dies nicht funk­tio­nie­ren. Denn die­ses ist spe­zi­ell zum Ent­rin­den und zum Bear­bei­ten der Holz­ober­flä­che gefer­tigt. Das Hau­en gleicht dem Hobeln eines Käses, da die meis­ten Holz­stü­cke nur papier­dünn sind. Die Axt wird oft wie ein Mes­ser benutzt, des­sen Kopf dann in der Hand liegt.

„Dar­an muss man sich erst ein­mal gewöh­nen“, meint der am Block­haus­kurs in Gräns­fors teil­neh­men­de David Pres­ton. Ganz tra­di­tio­nell arbei­ten­de Zim­mer­leu­te ver­wen­den aus­schließ­lich Spe­zi­al­äx­te für sol­che Arbei­ten. Alles ande­re wäre unter ihrer Wür­de. Damit zei­gen sie ihr rich­ti­ges Kön­nen. Sie kom­men mit weni­gen Werk­zeu­gen aus. Dann kommt der nächs­te Bal­ken. Des­sen Aus­ker­bung muss wie­der neu aus­ge­mes­sen wer­den, denn jeder Dalak­nut wird indi­vi­du­ell her­ge­stellt. So stellt sich das Gan­ze für David als mathe­ma­ti­sches Pro­blem dar.

Fort­set­zung folgt.


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