Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten mög­lichst regel­mä­ßig mit Fern­seh­tipps zu Rei­se und Kul­tur. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Deutsch­land, Däne­mark, Frank­reich, Nor­we­gen, Por­tu­gal und Spa­ni­en sind dies­mal an der Reihe.

Die Aus­wahl lässt sich mit Stadt, Land, Fluss und Inseln umschrei­ben. Spa­ni­en gerät in den Fokus. Mal­lor­ca ist eine schö­ne, beson­ders bei Renn­rad­fah­rern belieb­te, Fahr­rad­in­sel. Der Rei­sen­de scheu­te lan­ge den Besuch, weil ihr das Bal­ler­mann-Image anhaf­tet. Nach­dem er fast alles in Spa­ni­en besich­tigt hat­te, setz­te er sich irgend­wann in den Flie­ger, um die Insel mit dem Rad zu umrun­den. Am ers­ten Tag sah er in El Are­nal mit­tags ers­te Betrun­ke­ne. Zum Glück dau­er­te der Anblick nur Minu­ten. Bis kurz vor Alcú­dia floss der Ver­kehr rege auf brei­ten Straßen.

Aber dahin­ter begann sich die Insel zu ent­fal­ten. Ers­te Mee­res­buch­ten glit­zer­ten in der Son­ne. Von hüb­schen Stein­mau­ern umran­de­te Oli­ven­hai­ne und klei­ne Städ­te wie Artà begeis­ter­ten. Mit Port de Sól­ler fand er den Ein­stieg in die Ber­ge, in denen er Grup­pen von Renn­rad­fah­rern begeg­ne­te. Schein­bar ohne Rück­sicht auf Ver­lus­te heiz­ten sie die Ser­pen­ti­nen her­un­ter. Die Ein­hei­mi­schen zeig­ten sich rück­sichts­voll, roll­ten, ohne zu mur­ren, in ihren Autos hinterher. 

Mal­lor­ca zum Rad­fah­ren ist kein Geheim­tipp mehr. Aber es gibt sicher immer noch wel­che, die es ver­säumt haben, dies aus­zu­pro­bie­ren. Es eig­net sich als Ein­stieg in die Welt des Fern­ra­delns, um her­aus­zu­fin­den, ob es über­haupt Spaß macht. Für die Umrun­dung soll­ten Urlau­ber aber min­des­tens zwei Wochen einplanen.

Was erwar­tet Urlau­ber dage­gen in „Ems­land. Da will ich hin“? Das Frem­den­ver­kehrs­amt wirbt offen­siv dar­um. Des­halb schwang sich der Rei­sen­de im Sep­tem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res aufs Rad. Er wur­de nicht ent­täuscht. Trotz Coro­na traf er über­all auf freund­li­che Men­schen zwi­schen Gre­ven, Mep­pen und Emden.

Anfangs fürch­te­te er, sei­ne Auf­ga­ben als Jour­na­list nicht erfül­len zu kön­nen, könn­ten doch vie­le Gesprä­che nicht statt­fin­den der Pan­de­mie wegen. Doch das traf nicht zu – mit gutem Sicher­heits­ab­stand funk­tio­nier­te das. Anfangs gefie­len ihm vor allem die Men­schen aus dem Ruhr­ge­biet. Von denen sind recht vie­le im Ems­land Dau­er­cam­per. Sie waren noch ech­te Kumpels.

Einer nahm die lust­lo­se Ver­wal­te­rin Mari­an­ne auf dem Cam­ping­platz in Dör­pen ins Gebet, weil sie dem Rad­ler einen mie­sen Abstell­platz zuge­wie­sen hat­te. Er habe sein Leben lang im Berg­bau gear­bei­tet. Einen ande­ren traf der Rei­sen­de beim Besich­ti­gen einer Kir­che. Der erklär­te ihm die Beschaf­fen­heit des ver­wen­de­ten Steins. Man lernt nie aus.

Dann gefie­len ihm die Bau­ern. Denen war anzu­mer­ken, dass sie jede Schol­le kann­ten. Anders als Leu­te aus der Stadt oder aus umlie­gen­den Dör­fern konn­ten sie immer gut erklä­ren, wo die eine oder ande­re Sehens­wür­dig­keit lag. Sonst hät­te er etwa die Mehrin­ger Stei­ne, ein schö­nes Grab aus der Jung­stein­zeit, nie gefun­den. Und er fand tol­le Her­ren­häu­ser im Ems­land. Bei denen mach­te sich der Ein­fluss von Archi­tek­ten aus dem Müns­ter­land bemerkbar.

Viel Spaß beim Mit­rei­sen im Ohren­ses­sel. Und nun zu den Fern­seh­tipps Rei­se und Kultur.


SaMoMiDoFr
Deutsch­land
Schwe­rin. Traum vom Welt­erbe, NDR, 14.00 Uhr

Fahr­rad. Vom Boom zur Ver­kehrs­wen­de? Das Ers­te, 16.00 Uhr

Ems­land. Da will ich hin. SWR, 17.00 Uhr



Bre­mens Bött­cher­stra­ße ent­de­cken, NDR, 20.15 Uhr
Däne­mark


Wil­des Däne­mark, Arte, 10.45 Uhr, Der Wald

Wil­des Däne­mark, Arte, 11.30 Uhr, Auf dem Land

Frank­reich
Paris und Cham­pa­gne, 3sat, 12.50 Uhr
Kor­si­ka, NDR, 20.15 Uhr
Nor­we­gen



Zau­ber­haf­tes Nor­we­gen, HR, 21.00 Uhr
Öster­reich




Por­tu­gal

Azo­ren, 3sat, 13.20 Uhr

Schwe­den




Spa­ni­enEin Tag in… Spa­ni­en, Arte, 20.15 Uhr
Unter­wegs auf Mal­lor­ca, Arte, 18.35 Uhr

Kampf um sau­be­re Lagu­ne. Spa­ni­sche Küs­ten­be­woh­ner gegen die Agrar­in­dus­trie, arte, 19.40 Uhr
Menor­ca, NDR, 20.15 Uhr
TV-Tipps Rei­se und Kultur
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Genug Stoff für “Hollywood”

115 Kilometer auf dem Rad zum Nationalpark Eifel

115 Kilo­me­ter, fast 1000 Höhen­me­ter: Von Bonn aus ist der Natio­nal­park Eifel noch ganz gut mit dem Rad zu errei­chen. Die Stre­cke besticht durch Bur­gen wie in Mecher­nich und Satz­vey, den von Net­ters­heim nach Köln füh­ren­den Römer­ka­nal, die Kat­zen­stei­ne, die vor 15000 Jah­ren Men­schen der Stein­zeit als Heim dien­ten. Auch die Kakus­höh­le bei Eisen­fey wur­de von Stein­zeit­men­schen genutzt. Sie bie­tet noch heu­te sogar 50 Men­schen Platz. Viel­leicht macht man sich in Eisen­fey Hoff­nun­gen auf die Ankunft eines Regis­seurs aus Hol­ly­wood, der den Stoff um die bei­den Rie­sen ver­fil­men will. Ein biss­chen sieht es hier so aus.

Wir hat­ten die Kon­di­ti­on für solch eine Stre­cke über Wochen hin­weg mit eini­gen har­ten Berg­etap­pen kon­ti­nu­ier­lich auf­ge­baut, so dass wir selbst die neun­pro­zen­ti­gen Stei­gun­gen sowie Schot­ter­stre­cken gut bewäl­tig­ten. Rela­tiv locker fuh­ren wir nach Bonn zurück. Die Luft ging uns nicht dabei aus. Am kom­men­den Wochen­en­de fol­gen wir wahr­schein­lich dem Ver­lauf der Agger. Die­se ent­springt in Mein­erz­ha­gen und fließt gut 85 Kilo­me­ter nach Loh­mar. Dort mün­det sie in die Erft.

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Radfahren in der Natur

Wohin fährst Du am liebs­ten, wenn Du Dich auf das Rad schwingst? Wenn Du nach dem Tag im Hör­saal oder im Büro fri­sche Luft und Bewe­gung brauchst? Oder wenn Du mal meh­re­re Tage am Stück an der fri­schen Luft und in der frei­en Natur unter­wegs sein möchtest?

Als Nah­erho­lungs­ge­bie­te locken mich die Eifel rund um Bonn oder die Baum­ber­ge in der Nähe von Müns­ter. Dort genie­ße ich die Mög­lich­keit, auf “Ber­ge” zu kra­xeln und von ihnen her­un­ter zu sau­sen, schö­ne Aus­bli­cke zu genie­ßen wie auf den Köl­ner, den Bil­ler­be­cker Dom oder auf das zu Füßen lie­gen­de Stevertal.

Die Ste­ver­re­gi­on zwi­schen Not­tuln und Hal­te­ner See ist zur Ste­ver­land­rou­te auf­ge­ar­bei­tet wor­den. 70 Kilo­me­ter lang ist die Rad­ver­bin­dung. Zwi­schen Appel­hül­sen und Sen­den zeigt sich zum Bei­spiel, wie sich aus einem Bach lang­sam ein Fluss ent­wi­ckelt. Oder ab dem Früh­jahr im Ste­ver­tal in den Baum­ber­gen die Obst­blü­te beginnt. Land­schafts­öko­lo­gen haben den Fluss, des­sen Was­ser­qua­li­tät sich seit den 1960er Jah­ren ver­schlech­tert hat­te, auf­ge­wer­tet. Es gibt an eini­gen Stel­len Fisch­trep­pen in Form sanft geschwun­ge­ner Wege zu sehen, wo vor­her das Gewäs­ser begra­digt war, rena­tu­rier­te Abschnit­te ohne Beton. 

Seit 6000 Jah­ren gel­ten die Baum­ber­ge als Sied­lungs­raum der Men­schen, weil dort kris­tall­kla­res Was­ser floss: Trink­was­ser für sich und ihre Tie­re. Rad­fah­rer fin­den restau­rier­te Müh­len vor wie zum Bei­spiel in der Nähe von Appel­hül­sen. Ein Modell kann dort auch per Hand betrie­ben wer­den, um zu erken­nen, wie Ener­gie gewon­nen wur­de. Was­ser­müh­len gehö­ren zu den ältes­ten Ener­gie­ge­win­nungs­an­la­gen. Wind­müh­len folg­te viel spä­ter. Und es sind noch rich­ti­ge Rit­ter­bur­gen zu sehen wie Burg Vische­ring bei Lüdinghausen.

Geht es in die Fer­ne, gefal­len mir beson­ders die Küs­ten­wan­der­we­ge in Nord­nor­we­gen und im spa­ni­schen Gali­zi­en. Denn sel­ten kommt man inner­halb Euro­pas so nahe ans (unver­bau­te) Was­ser wie auf dem Lofot oder auf die Insel Sen­ja oder die Stre­cke ent­lang der Cos­ta da Mor­te. Sogar man­che Her­ber­ge liegt dort so schön und auch noch ein­sam, dass ich das Meer im Zelt oder vom Zim­mer aus hören kann. Dass ich dort nachts in einen tie­fen erhol­sa­men Schlaf fal­le, ist selbstverständlich.

Will ich Ber­ge sehen, erfreue ich mich beson­ders an den Päs­sen zwi­schen Mo i Rana und Vil­hel­mi­na im Grenz­ge­biet von Schwe­den und Nor­we­gen, weil ich mich dort wie ein Gold­su­cher füh­len darf in rau­er Land­schaft. Kla­re Flüs­se rau­schen an mir vor­bei, wäh­rend ich vor dem Zelt am Lager­feu­er sit­ze und mir etwas brut­ze­le. Das Feu­er ver­scheucht auch die meis­ten Mücken.

Oder aber ich suche wie­der Gali­zi­en auf und besu­che die Pro­vinz A Coru­ña. Nicht weit ent­fernt davon liegt auch die Ser­ra da Est­re­la. Aber trotz­dem gibt es dort mas­si­ve Unter­schie­de. In Gali­zi­en gibt es viel mehr Schluch­ten und Wege zum Kra­xeln, wäh­rend die Est­re­la in wei­ten Tei­len eher eine Hoch­ebe­ne ist, durch die man das por­tu­gie­si­sche Hoch­ge­bir­ge rela­tiv leicht mit dem Rad durch­strei­fen und erle­ben kann.

Wer so inspi­riert auf Tour gehen will, soll­te sich auch die Tipps eini­ger ande­rer Cracks anse­hen, die die Zeit­schrift “Geo” mit­samt gpx-Daten zum Nach­fah­ren zusam­men­ge­stellt hat.

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Atemberaubend: mit der Nordlandbahn von Oslo nach Bodø

Zu den schöns­ten Eisen­bahn­fahr­ten Euro­pas zählt die Stre­cke von Oslo nach Bodø. Dies liegt nicht nur am güns­ti­gen Preis für die nur eini­ge Stun­den lan­ge Fahrt. Son­dern es erge­ben sich immer wie­der sagen­haf­te Aus­bli­cke auf die Fjor­de und auf die Ber­ge, wesent­lich schö­ner als ein Flug, auf dem man nur bringt gutem Wet­ter etwas von der lan­gen Küs­te sieht. Denn der Regio­nal­zug bum­melt ganz gemüt­lich Rich­tung Polar­kreis. Und mein Fahr­rad muss ich auch nicht umständ­lich ein­pa­cken und hof­fen, dass es die Arbei­ter auf dem Flug­ha­fen pfleg­lich behan­deln, son­dern schie­be es ein­fach ins Abteil und ver­sin­ke danach in einem der gemüt­li­chen Sessel.

Jeder erlebt die Fahrt anders. Was ein Repor­ter der Neu­en Zür­cher Zei­tung dabei erlebt hat, erfährst Du in die­sem Artikel.

Mit dem Zug von Trond­heim nach Bodø

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Mehr als Partys und Sonne

Bal­ler­mann? Strän­de? Mal­lor­ca hat auch Höh­len zur Besich­ti­gung anzu­bie­ten, die ich nicht ent­deck­te, als ich dort ein­mal die Insel umra­del­te. Mal­lor­ca hat­te ich lan­ge vor mir her­ge­scho­ben und erst ein­mal mir inter­es­san­ter erschei­nen­de Zie­le in Spa­ni­en auserkoren.

Anda­lu­si­en fand ich wegen des mau­ri­schen Erbes span­nen­der und besuch­te lie­ber Gra­na­da, Cór­do­ba, Sevil­la und Ron­da. Und natür­lich dem groß­ar­ti­gen Dich­ter Gar­cia Lor­ca hul­di­gen, der im Bür­ger­krieg von Geg­nern der Repu­blik erschos­sen wur­de. Gibral­tar woll­te ich lie­ber sehen, um mein Wis­sen aus dem Geschichts­stu­di­um über die Kolo­nie zu verlebendigen.

Doch dann kam ich auch nach Mal­lor­ca und war posi­tiv über­rascht, wie begeis­tert die Ein­hei­mi­schen selbst dort mit dem Renn­rad fah­ren, dass es dort auch längst nicht so über­lau­fen war bis auf die Hot­spots. Aller­dings war ich dort vor Ostern, was ich nur emp­feh­len kann.

Denn die Men­schen sind deut­lich ent­spann­ter. Der Inha­ber eines Hotels in Pal­ma führ­te mich dem­entspre­chend mit dem Rad durch die Gegend, in einem ande­ren in Port de Sól­ler hör­te ich tol­le spa­ni­sche Musik. Am nächs­ten Mor­gen über­gab mir eine Mit­ar­bei­te­rin eine Kopie der CD.

Wer mehr über die Höh­len erfah­ren will, soll­te hier weiterlesen:

Höh­len auf Mallorca

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Mehr als ein Fluss

Viel spek­ta­ku­lä­rer als die Küs­te ist das Bin­nen­land Por­tu­gals. Und mit dem Fahr­rad auch viel kom­for­ta­bler zu durch­strei­fen und zu erle­ben als mit dem Auto.

Denn es wird einem nicht übel. Und auf den Natio­nal­stra­ßen von Por­to bis nach Zamo­ra in Spa­ni­en fließt wenig Ver­kehr und es gibt dort kei­ne har­ten Stei­gun­gen. Man ent­wi­ckelt ein gutes Gespür für die Land­schaft. Wein­gü­ter laden zum Ver­kos­ten ein. Es gibt dort impo­san­te Schluch­ten zu sehen, in denen ich zum ers­ten Mal in mei­nem Leben einer Got­tes­an­be­te­rin begeg­ne­te, Fels­rit­zun­gen von Men­schen aus der Stein­zeit betrach­te­te und an den baro­cken Wun­der der Stadt Lame­go ent­lang fla­nier­te. Oder aber in einem der Ther­mal­bä­der mei­ne müden Bei­ne auffrischte.

Jour­na­lis­ten der in Por­tu­gal erschei­nen­den Zeit­schrift “Evas­ões” emp­fan­den das ähn­lich und publi­zier­ten kürz­lich eine Geschich­te über den Rio Dou­ro. Lest sie oder klickt die Bilderstrecke.

Rio Dou­ro

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Radwanderer spielt mit Tornado

Mit der eige­nen Kraft ein Ziel zu errei­chen — das fas­zi­niert mich stets beim Rad­fah­ren. Einen Gebirgs­pass in Por­tu­gal oder Spa­ni­en zu erklim­men, von der schwe­di­schen Ost­küs­te quer durch Lapp­land bis zum Polar­meer zu radeln: Das berauscht mich, so hart es auch manch­mal ist.

Die Fas­zi­na­ti­on, die Fahr­rä­der aus­lö­sen kön­nen, ist auch deut­lich an den Gesich­tern der Besu­cher des Uni­ver­sums in Bre­men abzu­le­sen, die sich dort mit Hoch­rä­dern, Moun­tain­bikes, Renn­rä­dern, Las­ten­rä­dern, Mili­tär­ra­dern, Damen­rä­dern und Rik­schas befassen.

Sie stram­peln mit einer Rik­scha durch eine Groß­stadt, betrach­ten stau­nend die Expe­ri­men­te, aus Car­bon, Alu­mi­ni­um oder Plas­tik den per­fek­ten Rah­men zu produzieren.

Ich sehe dort Ket­ten­schal­tun­gen, die es schon Anfang des 20. Jahr­hun­derts gab, betrach­te Rie­men- oder Seil­an­trie­be, Lauf­rä­der mit und sogar ohne Spei­chen, pro­bie­re an Model­len aus, wie die­se Antrie­be funktionieren.

Obwohl nicht alles gut funk­tio­niert, lohnt es sich trotz­dem für Rad­ler, den Weser­rad­weg für eine Wei­le zu ver­las­sen, um sich auch mal mit dem treu­en Stahl­ross, das mich selbst zum Bei­spiel seit August 2017 gut und ger­ne 7.000 Kilo­me­ter durch Deutsch­land, Spa­ni­en und Por­tu­gal getra­gen hat, auseinanderzusetzen.

Auch mit der Ent­ste­hung einer Wel­le, einer Wol­ke, eines Tor­na­dos oder des gerif­fel­ten Sand­strei­fens am Mee­res­ufer kann sich jeder in ande­ren Abtei­lun­gen des Hau­ses befas­sen, also Phä­no­me­nen, die jeder wäh­rend des Rad­wan­derns unmit­tel­ba­rer erfährt als Auto­fah­rer oder Pas­sa­gie­re eines Kreuz­fahrt­schiffs oder Haus­boo­tes. Denn die Zie­le erreicht man aus eige­ner Kraft.

Es sind Erleb­nis­se, die einen erden, einem klar­ma­chen, wel­chen Natur­ge­wal­ten man täg­lich aus­ge­setzt ist. Im Uni­ver­sum kann dafür jeder mit einem Tor­na­do spie­len oder eine Wel­le erzeugen.

Drau­ßen in der Natur hin­ge­gen spie­len Wind, Wel­len und Ber­ge mit dem Reisenden.

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PEREGRINO Auf dem Jakobsweg

“Si te gus­ta la soledad, si quie­res ser prot­ago­nis­ta de este cami­no jun­to a la gran­de­za del paisa­je y fren­te a dure­za de los fri­os y los soles. Si quie­res que los atar­de­ce­res te arra­s­tren en sus hon­dos silen­ci­os y que a las maña­nas los quie­bros de la auro­ra te agi­ten el alma … ¡este es tu camino!”

Und irgend­wo da drau­ßen ste­hen die Schu­he, wäh­rend ich hier vor der Burg in Puen­te de San­ab­ria ste­he, die auch eine Rol­le im berühm­ten Roman “Don Qui­jo­te” spie­len soll.

Mich sprach der Text an, weil er von Ein­sam­keit spricht, von der Här­te der Käl­te und der Son­ne, von wei­ter Land­schaft, von der Stil­le, der beein­dru­cken­den Stim­mung am Mor­gen. “Dann ist das dein Weg”.

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Auf dem Jakobsweg Pilgern für Radler

Spa­ni­en ent­wi­ckelt sich rasant zu einem Rad­sport­land. Heu­te fuhr ich über die Gren­ze von Nord­por­tu­gal nach Gali­zi­en — von Valen­ça nach Tui. Beim Auf­pum­pen mei­ner Rei­fen und Rei­ni­gen mei­nes Schalt­werks mit Was­ser fand ich auf Augen­hö­he einen sehr guten Text, der sowohl Rad- als auch Auto­fah­rern Ver­kehrs­re­geln erklärte.

Respekt auf der Stra­ße geht alle an

Ach­te auf 1,5 Meter Abstand beim Vor­bei­fah­ren und fah­re defensiv.

Betrach­te eine Grup­pe von Rad­fah­rern als eine ein­zi­ge mobi­le Einheit.

Über­ho­le kein ande­res Fahr­zeug, wenn Dir Rad­fah­rer entgegenkommen.

Benut­ze ein reflek­tie­ren­des Vor­der­licht und tra­ge nachts eine reflek­tie­ren­de Weste.

Respek­tie­re die Ver­kehrs­re­geln genau­so wie alle ande­ren Verkehrsteilnehmer.

Wenn Du neben­ein­an­der fah­ren willst, dann fahrt höchs­tens zu zweit.

Soll­te man das nicht auch an deut­schen Tank­stel­len und an öffent­li­chen Gebäu­den und Park­plät­zen aufhängen?

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