Die besten Kultur- und Reisefilme im TV

Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten mög­lichst regel­mä­ßig mit einer Über­sicht über die bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Deutsch­land, Däne­mark, Frank­reich, Öster­reich, Por­tu­gal und Spa­ni­en sind ab mor­gen im TV-Pro­gramm ver­tre­ten. Viel­falt ist in der kom­men­den Woche im Pro­gramm zu erwar­ten, wenn es dies­mal täg­lich (!) um Gebir­ge wie in Por­tu­gal, Gewäs­ser, Geschich­te und moder­ne Kunst geht. Und natür­lich um Urlaub wie in Ost­fries­land oder Urlaub in Andalusien.

Druiden keltischer Stämme

Am meis­ten Erkennt­nis­se zu erwar­ten sind sicher auf arte, wenn es um Drui­den, Moor­lei­chen und moder­ne Kunst geht. Als Jugend­li­cher hat dem Rei­sen­den immer Mira­cu­lix gefal­len, wenn er mit sei­ner Sichel im Baum saß, um Mis­teln zu schnei­den. Aus die­sen und ande­ren Zuta­ten berei­te­te er sei­nen Zau­ber­trank zu. Drui­den besa­ßen damals gro­ßen Ein­fluss in kel­ti­schen Stäm­men, da sie über viel Wis­sen ver­füg­ten. Daher waren sie den Römern ein Dorn im Auge. Des­halb bekämpf­ten sie die­se, um Ein­fluss über die Stäm­me zu gewinnen. 

Reise nach Kopenhagen und Silkeborg zu empfehlen

In einem Buch über See­fah­rer Vitus Bering — Zum Land hin­ter den Nebeln — las der Rei­sen­de kürz­lich, dass Stäm­me ger­ne kran­ke und schwa­che Men­schen zu Scha­ma­nen ernann­ten. Denn in deren Auf­fas­sung pfleg­ten sie eine beson­de­re Bezie­hung zum Him­mel. Mal schau­en, wel­ches neue Wis­sen die­ser Film vermittelt.

Wer sich für Moor­lei­chen und die Bron­ze­zeit inter­es­siert, dem sei ein Besuch der Muse­en in Kopen­ha­gen und Sil­ke­borg emp­foh­len. Dort lie­gen die berühm­tes­ten Leich­na­me des Nor­dens. Dies ist zwar etwas von den Feri­en­häu­sern Däne­marks an der Nord­see ent­fernt. Aber es lohnt sich alle­mal, hinzufahren. 

Die­se Men­schen sind nicht ein­fach ins Moor gefal­len, weil es dort schau­rig war, son­dern sie wur­den dort bestat­tet. Fas­zi­nie­rend ist ihr guter Erhal­tungs­zu­stand. Durch den erfährt man viel über Ernäh­rung und Beklei­dung sowie das jewei­li­ge Ritual.

Und nun die Über­sicht über die bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV, damit die Rei­se auf dem Sofa los­ge­hen kann. König Fuß­ball regiert dies­mal natür­lich auch mit. Möge das bes­te und fairs­te Team gewinnen!


SaSoMoDiMiDoFr
Deutsch­land

Boden­see, MDR, 20.15 Uhr

Schlei, NDR, 20.15 UhrBer­gi­sches Land, WDR, 20.15 Uhr

Auf der Ems durch Ost­fries­land, NDR, 21.00 Uhr
Meck­len­bur­gi­sche Ost­see­küs­te, HR, 20.15 Uhr
Däne­markKopen­ha­gen,
SWR, 17.00 Uhr

Mäd­chen von Egt­ved, arte, 21.05 Uhr
Däne­marks Nord­see­küs­te, NDR, 20.15 Uhr




Frank­reichDrui­den, arte, 20.15 Uhr

Kampf um Orlé­ans, ZDF Info, 14.15 UhrMar­seil­les, 3sat, 13.10 Uhr

Côte d’Azur, 3sat, 21.45 Uhr
Natio­nal­park Port-Cros, BR, 10.35 Uhr

Öster­reich


Kärn­tens phan­tas­ti­sche Welt, 3sat, 14.05 Uhr

Kärn­ten: Mill­stät­ter See, 3sat, 15.30 Uhr



Por­tu­gal

Por­tu­gals Wild­nis, Ers­tes, 20.15 Uhr


Algar­ve, Lis­sa­bon, Nor­den, WDR, 18.15 Uhr
Spa­ni­en
Pablo Picas­so und Fran­çoi­se Gilot, arte, 16.15 Uhr
Wil­der Nor­den. Reich der Bären, BR, 14.45 Uhr

Charme Anda­lu­si­ens, 3sat, 19.00 Uhr



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Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sor­ge ich euch mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Dies­mal sind alle Län­der bis auf Nor­we­gen ver­tre­ten. Erstaun­lich. Sicher liegt das an den bevor­ste­hen­den Oster­fe­ri­en. Einen Down­load-Link des Pro­gramms fin­det ihr wie immer im pdf-Format.

Gespannt bin ich vor allem auf den Film über Bar­ce­lo­na. Dort leb­te ich neun Mona­te, weil ich über Eras­mus Kata­la­nisch stu­dier­te. Der Sprach­kurs war hart, denn ich konn­te weder gut Spa­nisch noch Kata­la­nisch spre­chen. Und die Ver­stän­di­gung im Kurs lief auch noch nur auf … Kata­la­nisch. Aber Spa­nisch lern­te ich gut, weil wir uns in der WG nur auf Spa­nisch unter­hiel­ten, um uns gut in die Gesell­schaft zu inte­grie­ren. Eng­lisch oder Fran­zö­sisch waren tabu. 

Aus tou­ris­ti­scher Sicht war die Lage der Woh­nung geni­al. Wir wohn­ten nahe der Sagra­da Fami­lia und vie­ler ande­rer Sehens­wür­dig­kei­ten wie das Hos­pi­tal Sant Pau. Mit der Metro konn­ten wir uns schnell durch die Stadt und an ihre Rän­der bewe­gen. Nie kam Lan­ge­wei­le auf, weil es blen­den­de Unter­hal­tung auf den Ram­blas fand oder in tol­len Cafés wie im Café de L’Opera am Gran Teat­re del Liceu. Am liebs­ten moch­te ich dort Scho­ko­la­de mit einer dicken Por­ti­on Sah­ne, den soge­nann­ten Suizo.

Wenn Coro­na uns in die­sem Jahr immer noch einen Strich durch Aus­lands­ur­laub macht, kann ich nur eine Rad­tour von Aachen nach Trier emp­feh­len. In Wun­der­schön! wer­den dazu sicher eini­ge Tipps kom­men. Mit Freun­den wan­der­te ich schon im Hohen Venn über die Gren­ze nach Bel­gi­en und besuch­te danach den Aache­ner Dom. Oder aber wir besich­tig­ten drei Tage Trier nach aus­ge­dehn­ten Wan­de­run­gen an der Mosel. Uns gefie­len die Kai­ser­ther­men, der schö­ne Park am Kur­fürst­li­chen Palais und natür­lich auch das gemüt­li­che Flair am Abend in den Kneipen.

Also ein­schal­ten und mitreisen.


SoMoDiDoFr
Däne­mark



Das däni­sche Königs­haus, NDR, 16.30 Uhr
Deutsch­landWun­der­schön! Von Aachen nach Trier. Mit Rad durch drei Län­der, WDR, 14.15 Uhr
Unbe­kann­te Schlei. Phoe­nix, 17.15 Uhr

Frank­reich
Mont­pel­lier. Da will ich hin. 3Sat, 12.50 Uhr
Frank­reichs Wes­ten. Von der Nor­man­die bis Arcachon, NDR, 20.15 Uhr
Öster­reichStift Dürn­stein in der Wach­au 3sat, 13.10 Uhr
Zu Tisch… Stei­er­mark, arte, 18.25 Uhr




Por­tu­galWun­der­schön! Algar­ve, NDR, 13 Uhr



Schwe­denDer Göt­aka­nal, NDR, 14.30 Uhr



Spa­ni­en

Bar­ce­lo­na. Die schö­ne Kata­la­nin, WDR, 10.55 Uhr
Mal­lor­cas stil­le Sei­ten, HR, 20.15 Uhr
TV-Tipps Rei­se und Kultur
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Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sor­ge ich euch mög­lichst regel­mä­ßig mit Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die an den nächs­ten Tagen im Fern­se­hen lau­fen. Dies­mal ist die Aus­wahl sehr breit mit Zie­len in Frank­reich, Nor­we­gen, Öster­reich, Spa­ni­en und Schwe­den. Nur Däne­mark bleibt dies­mal außen vor. Das Gesche­hen ver­teilt sich auf die gan­ze Fern­seh­wo­che. So ist jeden Tag das Mit­rei­sen auf dem Sofa garantiert.

Ori­gi­nell ver­spricht der Bei­trag über Spa­ni­ens ein­zig­ar­ti­ge Wald­land­schaft zu wer­den. Lan­ge blieb mir dies ver­bor­gen, bis ich eine Ein­la­dung nach Soria in Kas­ti­li­en-León erhielt — zum Pilz­e­pflü­cken und Kochen mit Trüf­feln. Bis zu die­sem Ter­min hat­te ich die Ibe­ri­sche Halb­in­sel trotz mehr­fa­cher und mona­te­lan­ger Rei­sen eher als Küs­ten­land und im Inne­ren als Wüs­te­nei mit Stein- und Kork­ei­chen wahr­ge­nom­men. Doch wer nach Kas­ti­li­en reist, wird sehen, dass dort tie­fe Wäl­der exis­tie­ren. Kas­ti­li­en ist dün­ner besie­delt, als man­cher anneh­men darf. 

Erstaun­lich viel wird dem­nächst über Por­tu­gal gebracht. Wahr­schein­lich neh­men die Redak­tio­nen an, dass gera­de in Por­tu­gal vie­le buchen, sobald wir Coro­na bes­ser im Griff haben. Über­see­zie­le wer­den wohl erst­mal nicht in Fra­ge kom­men. Da sind Por­to und Algar­ve schö­ne Zie­le, die aber unter­schied­li­cher nicht sein kön­nen. Por­to zieht, da die Stadt noch nicht so bekannt ist. Die Stadt ver­fügt nicht nur über inter­es­san­te Archi­tek­tur wie eine gan­ze Rei­he von Paläs­ten und Parks, son­dern die Ein­woh­ner sind auch sehr hilfsbereit. 

Ich erin­ne­re mich ger­ne an den Betrei­ber eines Rad­ge­schäf­tes in Vila Nova de Gaia. Die­ser inspi­zier­te mit gro­ßer Lei­den­schaft und dazu noch kos­ten­los mein Rad und brach­te es hier und da wie­der in Schwung. Im Flug­zeug hat­te es doch gelit­ten. Alles war danach bereit für eine mehr­mo­na­ti­ge Rei­se durch Nord­por­tu­gal und Gali­zi­en. Das Trink­geld woll­te er nicht anneh­men. Schließ­lich sei es sein Job. Die Adres­se nen­ne ich, falls jemand eben­falls Start­hil­fe braucht. Die­ses freund­li­che Enga­ge­ment wün­sche ich mir auch in man­chen deut­schen (Rad)geschäften. Denn dann lie­fe das Busi­ness viel­leicht auch in deut­schen Innen­städ­ten besser.

Viel Spaß beim Anschauen.

Frank­reichNor­we­genÖster­reichPor­tu­galSchwe­denSpa­ni­en
MoWil­de Pyre­nä­en. Win­ter­zau­ber und Früh­jahr, BR, 16.15 Uhr
Die Loire — Men­schen am Fluss, Phoe­nix, 21.45 Uhr
SoMit dem Zug durch Schwe­dens Nor­den, SWR, 11.00 Uhr
MoPor­to. Da will ich hin. 3sat, 12.50 Uhr
DiMit dem Zug durch Algar­ve, arte, 17.50 Uhr
MiFrank­reichs Para­die­se. Der Natio­nal­park Pyre­nä­en, 3sat 13.15 Uhr
Kräu­ter­wel­ten der Pro­vence, 3sat, 14.45 Uhr
Nor­we­gen, Schwert­wa­len auf der Spur arte, 16.00 Uhr
DoMen­schen — Län­der — Aben­teu­er, Der wil­de Nor­den Por­tu­gals, NDR, 20.15 Uhr
FrWil­der Kai­ser und Kitz­bü­he­ler Alpen, 3sat, 17.00 Uhr Spa­ni­ens ein­zig­ar­ti­ge Wald­land­schaft, arte, 18.30 Uhr
TV-Tipps Rei­se und Kultur

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Auf 3sat: Algarve und Porto

Emp­feh­len möch­te ich zwei Rei­se-Dokus über Por­tu­gal. Ich sah sie mir heu­te auf 3sat an. Im ers­ten geht es um Algar­ve, im zwei­ten um Porto.

Por­to — Eine Stadt erfin­det sich neu heißt ein wirk­lich guter Film der Autorin Lour­des Pica­re­ta. Er ist für mich einer der bes­ten Rei­se­bei­trä­ge, den ich je gese­hen habe. Aus der Per­spek­ti­ve ver­schie­de­ner Ein­woh­ner der Stadt erhal­ten Zuschau­er einen beson­de­ren Blick auf die zweit­größ­te Stadt Por­tu­gals. Pica­re­ta geht es um inno­va­ti­ve Ansät­ze, die wohl zei­gen sol­len, dass die Por­tu­gie­sen nicht schla­fen. Aber auch kuli­na­ri­sche und his­to­ri­sche Aspek­te kom­men dar­in nicht zu kurz. Vor allem aber ver­zich­tet sie auf Wer­bung und Kitsch, wor­un­ter vie­le ande­re Fern­seh­do­kus übers Rei­sen leiden.

Der zwei­te Film von Lour­des Pica­re­ta heißt Algar­ve — Por­tu­gals Küs­te der Sehn­sucht. Dar­in gefal­len mir die Dar­stel­lun­gen der per­ce­bes-Samm­ler (Enten­mu­scheln) und einer Fami­lie in Pedral­va. Die Kame­ra zoomt nahe an die Samm­ler her­an. So kann ich mir gut vor­stel­len, war­um der Preis für ein Kilo Muscheln mit 15–20 Kilo­gramm so hoch ist. Und war­um mir ein Hotel­wirt in Gali­zi­en mit einer Ein­la­dung zum Essen die­ser Deli­ka­tes­se eine Ehre erwies. Und man ver­steht auch gut, war­um eine Fami­lie Lis­sa­bon den Rücken gekehrt hat und ein Hotel im Hin­ter­land der Algar­ve auf­macht. Auch hier ver­zich­tet die Ver­fas­se­rin auf Kitsch und Wer­bung. Wohltuend!

Bei­de Fil­me ste­hen zum Abruf in der Media­thek bereit.

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Vom Lee ins Luv

Entspannen und Schlemmen in Algarve

Einen schö­nen Arti­kel über Tavi­ra an Algar­ve habe ich heu­te mor­gen im Maga­zin Evas­ões gefun­den, das in Lis­sa­bon publi­ziert wird. Tavi­ra liegt an San­dal­gar­ve. Dabei lern­te ich von Autor Nuno Car­do­so zwei neue Din­ge ken­nen. Zum einen ein Sprich­wort: „Wenn das Leben dir Zitro­nen gibt, stel­le Limo­na­de her“. Dies bedeu­tet in etwa, dass man sich nicht beschwe­ren soll­te, son­dern das nut­zen, was das Leben einem gebe. Car­do­so bezieht sich auf eini­ge Por­tu­gie­sen, die er erzäh­len lässt, war­um sie ihr Unter­neh­men grün­de­ten oder dort einstiegen.

Pedro Est­ra­la, Grün­der eines nur zehn Minu­ten vom Strand ent­fern­ten Land­gast­ho­fes Quin­ta dos Per­fu­m­es, fühl­te sich mal so gestresst im Stau, dass er jeman­den in einem ande­ren Auto ange­schrien habe. Dies lös­te den Wunsch nach einer Ver­än­de­rung sei­nes Lebens in ihm aus. Er über­nahm eine alte Par­füm­fa­brik sei­nes Groß­va­ters und form­te eine Quin­ta aus ihr. Die­se ist von einem 36 Hekt­ar gro­ßen Oran­gen­hain umge­ben, auf dem mehr als 20 000 Bäu­men ste­hen. Die Früch­te wer­den mit der Hand geern­tet per Hand. Er kann an Lie­fe­ran­ten etwa 1000 Ton­nen jähr­lich ver­kau­fen. „Wir pro­du­zie­ren vier Oran­gen­ar­ten, was bedeu­tet, dass wir sie das gan­ze Jahr durch haben“, erzählt Est­re­la. In einen bio­lo­gi­schen Gemü­se­gar­ten kul­ti­viert er auch Kirsch­bäu­me, Was­ser­me­lo­ne, Min­ze, Gur­ke, Rote Bee­te oder Papri­ka für sei­ne Gäs­te. Zum ande­ren wuss­te ich nicht, dass Por­tu­gie­sen die Regi­on auch als algar­vi­sches Lee bezeich­nen. Ein Lee ist die vom Wind abge­wand­te Sei­te eines Boo­tes. Die Umge­bung von Tavi­ra wird offen­bar auch so bezeich­net, wohl ein Aus­druck für die Abge­schie­den­heit und Ruhe.

In Tavi­ra fand er auch Mar­ce­li­no Nasci­men­to. Er sei zwölf Jah­re alt gewe­sen, als er begann im Lebens­mit­tel­ge­schäft zu arbei­ten, das heu­te Gar­ra­fei­ra Soares hei­ße und bereits 100 Jah­re alt sei. Früch­te, Gewür­ze, Schmalz und Kaf­fee sei­en haupt­säch­lich ver­kauft wor­den. Mar­ce­li­no ist jetzt 65 Jah­re alt und erin­nert sich noch an den ers­ten Arbeits­tag. „Ich war sehr ängst­lich, fast ver­lo­ren“. Er begann als Lehr­ling an der The­ke und ist heu­te Koor­di­na­tor des Geschäfts. Mehr als 4000 Alko­ho­li­ka aus allen Tei­len der Welt sei­en in den Rega­len zu fin­den wie Wei­ne, Likö­re und Schnäp­se. Die eine Fla­sche kos­tet nur zwei Euro, die ande­re zwei­tau­send. Ob man den Unter­schied wirk­lich schmeckt?

Alle Träume der Welt

Als ich den nächs­ten Absatz las, habe ich wirk­lich Hun­ger bekom­men. Von star­ken alko­ho­li­schen Geträn­ken hal­te ich nicht viel, dafür mehr von medi­ter­ra­ner Kost, die Car­do­so offen­bar im Restau­rant Àlva­ro de Cam­pos geschmeckt hat. Er fühl­te sich wohl dabei auch von der Deko inspi­riert wie dem Spruch: „Ich bin nichts. Nie­mals wer­de ich jemand sein. Ich kann es nicht wol­len, nichts zu sein. Von die­sem Teil habe ich in mir alle Träu­me der Welt“. Fer­nan­do Pes­soa, gebo­ren in Tavi­ra, grün­de­te die­ses Lokal vor fünf Jah­ren. Koch ist Luis Bri­to, das nur weni­ge Meter von Pon­te Velha und dem Ufer des Rio Gilão ent­fernt liegt. Er war elf Jah­re alt, als er nach Tavi­ra ging. Heu­te ist er 52 und hat schon in Bra­si­li­en, Spa­ni­en und Ango­la gekocht. Er ist 52 Jah­re alt, 32 davon ver­bun­den der Restau­rie­rung. Er habe eher zufäl­lig mit Kochen ange­fan­gen, aber Gefal­len dar­an gefun­den. „Den ers­ten Boh­nen­ein­topf, den ich zu Haus für fünf Freun­de zube­rei­te­te, hat nie­mand gegessen.“

Car­do­so begann sei­ne Mahl­zeit mit Dorsch­ku­chen und Enten­kro­ket­te. Dem folg­ten Boh­nen­reis, Salat aus Reis­mel­de und Aio­li. Danach wur­de ihm gesal­ze­ne Kra­ke mit Venus­mu­scheln und Süß­kar­tof­fel auf­ge­tischt. Pro­biert hat er danach Dorsch mit Kohl, Kar­tof­fel und Kori­an­der­öl. Ich bezwei­fe­le, dass er danach gut geschla­fen hat. Sein Magen befand sich bestimmt im algar­vi­schen Luv.

Den voll­stän­di­gen Arti­kel von Evas­ões fin­dest Du unter

www.evasoes.pt/roteiros/tavira-passeio-e-descanso-nos-encantos-do-sotavento-algarvio/

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Wer ist die Schönste im ganzen Land?

Wer ist die Schöns­te im gan­zen Land? In Spa­ni­en wer­den offen­bar lau­fend schö­ne Dör­fer und Städ­te erwählt. Jetzt zieht die Redak­ti­on des Maga­zins Vor­tex nach und nennt ihrer­seits die zehn schöns­ten Städ­te. Von denen ken­ne ich eine — die Klein­stadt Tavi­ra in Algarve.

Tavi­ra ist wirk­lich hübsch. Sie liegt nicht nur direkt am Meer, son­dern es fließt auch der Fluss Gilao durch die Stadt. Auf einer Brü­cke fla­nie­ren Besu­cher in den Ort, also gera­de abends, wenn das Licht weich wird, wird es roman­tisch für Paare.

Die Men­schen zie­hen durch die engen Gas­sen der Alt­stadt, schau­en sich die schö­nen Waren an, die die Kauf­leu­te anbie­ten, es ist nicht nur Nepp für Tou­ris­ten. Das bun­te Trei­ben kannst Du Dir auch von der Dach­ter­ras­se eines guten Fisch­re­stau­rants im Zen­trum der Stadt anschauen.

Die neun ande­ren schöns­ten Städ­te fin­dest Du hier. Satt­le schon mal dein Fahr­rad! Gera­de im Früh­jahr ist es in Por­tu­gal sehr reizvoll.

Spieg­lein, Spieglein

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Warmes Wasser in Algarve

Kar­ten zum Wan­dern und Radeln in Algar­ve lie­gen schon lan­ge bereit in mei­ner Woh­nung. Zwei­mal bin ich mit mei­ner Freun­din dort gewe­sen, jeweils für zwei Wochen in einem net­ten por­tu­gie­si­schen Bade­ort namens Mon­te Gordo. Er liegt nahe an der por­tu­gie­sisch-spa­ni­schen Grenze.

Aber im August ist es uns dort für Aktiv­ur­laub zu heiß. Daher sind wir ent­we­der mor­gens früh zum Strand gegan­gen oder am frü­hen Nach­mit­tag, um nicht in der Son­ne zu verbrennen.

Die ers­ten Tage haben wir immer am Strand von Mon­te Gordo ver­bracht, den ich als sehr ange­nehm emp­fin­de. Er ist gut zu Fuß vom Feri­en­haus aus zu erreichen,so dass uns zum einen die Fahrt im hei­ßen Auto erspart bleibt, zum ande­ren ist es eine gute Gele­gen­heit, sich am Tag wenigs­tens vier Kilo­me­ter zu Fuß zu bewe­gen. Die läs­ti­ge Park­platz­su­che erüb­rigt sich auch. In Mon­te Gordo ist es auch von Vor­teil, dass dort über­wie­gend Por­tu­gie­sen die Feri­en ver­brin­gen. Daher ist es trotz der nahen Nach­barn am Strand ruhig. Und dort kann man beden­ken­los sei­ne Klei­dung und Wert­sa­chen unter einem Hand­tuch lie­gen las­sen. Gestoh­len wird dort nichts.

Da mir bei zu viel Her­um­lie­gen immer krib­be­lig wird, neh­me ich mir jeden Tag eine gut 500 Meter lan­ge Stre­cke zum Schwim­men vor. Dann bin ich gut eine Stun­de im Was­ser, wenn ich par­al­lel zum Ufer bis zu einer bestimm­ten Mar­ke unter­wegs bin. In Mon­te Gordo schwimmt eine gro­ße Bade­in­sel im Was­ser, auf der Jugend­li­che her­um­tol­len. Das Was­ser ist ange­nehm warm um die­se Zeit.

Nach der Rück­kehr schmeckt dann der viel­fach von flie­gen­den Händ­lern ange­bo­te­ne Ber­li­ner drei­mal so gut. Es gibt dort auch ein net­tes Café mit Wifi, von dem aus sich der tag­täg­li­che Blog gut aktua­li­sie­ren lässt und man im Lie­ge­stuhl davon träu­men kann, mal im Hin­ter­land mit dem Rad oder Wan­der­schu­hen unter­wegs zu sein. Aber die Vor­freu­de ist bekannt­lich auch die bes­te Freude.

Wer einen Vor­ge­schmack auf Aktiv­ur­laub bekom­men hat, soll­te sich die­sen Arti­kel auf Spie­gel Online durch­le­sen: Aktiv­ur­laub Algar­ve. Lei­der fehlt es dort aber an einer Kar­te mit einer zusam­men­hän­gen­den Stre­cke, die man jetzt auf Emp­feh­lung des Autors abfah­ren könn­te. Weit­ge­hend ohne Ver­kehr, auf ange­neh­mem Unter­grund. Das hat die por­tu­gie­si­sche Zei­tung “Express” vor eini­gen Tagen bes­ser gemacht, als sie eine schö­ne Tour von Por­to Rich­tung Figuei­ra da Foz vor­schlug. Rad­wan­dern an der Westküste

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Felsige Algarve, vom Wind gepeitscht

Fel­sal­gar­ve und San­dal­gar­ve — so unter­schei­det man die por­tu­gie­si­sche Küs­te im Süden des Lan­des. Jetzt peit­schen mit­un­ter hohe Wel­len auf die Fel­sen, die das Erschei­nungs­bild ver­än­dern kön­nen. Das Wan­dern kann dann doch gefähr­lich werden.

Die in Wien erschei­nen­de Zei­tung “Die Pres­se” hat jetzt einen inter­es­san­ten Arti­kel über die auf­tre­ten­den Phä­no­me­ne veröffentlicht.

Fel­sal­gar­ve

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Gruselige portugiesische Friedhöfe zu Beginn des neuen Jahres

Vie­le Fried­hö­fe in Euro­pa ähneln ein­an­der. Doch in Por­tu­gal sehen sie anders aus. Die “Welt” ver­öf­fent­licht jetzt einen Arti­kel über Fried­hö­fe, die der Autor als gru­se­lig emp­fin­det. Damit kratzt er lei­der nur an der Ober­flä­che. Dabei ist auch die Reli­gio­si­tät der Por­tu­gie­sen etwas Beson­de­res in Euro­pa. Doch lest und urteilt selbst.

Nichts für schwa­che Nerven

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