Auswahl bester Kultur- und Reisefilme im TV

Aus­wahl bes­ter Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV: Durch­strei­fen & Erle­ben belie­fert Abon­nen­ten regel­mä­ßig mit den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­men im TV-Pro­gramm. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Dies­mal erwar­tet alle nur eine klei­ne Län­der-Aus­wahl: Meis­tens Deutsch­land, aber auch Däne­mark, Frank­reich, Öster­reich, Schwe­den und Spa­ni­en sind ab heu­te ver­tre­ten. Wie­der­ho­lun­gen sind in die­ser Über­sicht kaum vor­han­den. Vie­le von ihnen ste­hen schon in zuvor ver­öf­fent­lich­ten Newslettern.

Doku über Liza Marklunds Stockholm

Eine inter­es­san­te Per­spek­ti­ve auf Stock­holm ver­spricht die Doku mit Schrift­stel­le­rin Liza Mar­klund. Gera­de erst hat der Rei­sen­de ihren lesens­wer­ten Kri­mi „Stu­dio 6“ gele­sen. Dar­in spielt die Jour­na­lis­tin Anni­ka Bengt­zon die Haupt­rol­le. Ver­filmt wur­de der leben­di­ge Stoff auch schon. Gezeigt wird nicht nur der auf Medi­en las­ten­de Druck, immer etwas Neu­es lie­fern zu müs­sen, son­dern es ergibt sich auch ein guter Ein­blick in die weib­li­che Psy­che. Die Erzäh­le­rin schil­dert zum Bei­spiel die Bezie­hung mit Anni­kas Ver­lob­ten. Die­se liegt man­chen ihrer Ent­schei­dun­gen zu Grunde.

Stock­holm selbst begeg­net dem Leser im Pro­log als hei­ße Stadt im Som­mer, wor­un­ter vie­le Men­schen lei­den. Die Stadt erscheint auch als respekt­los in den Augen einer Neben­per­son. Denn die Toten­ru­he wird auf einem Fried­hof gestört. Aber ihr Hund hetzt selbst ein Eich­hörn­chen, ohne dass sie ein­schrei­tet. Dann fin­det sie eine Lei­che. Als Gegen­bild baut die Erzäh­le­rin die Per­spek­ti­ve Bengt­zons auf. Sie sieht den son­nen­durch­flu­te­ten Rålambs­hov­park, glit­zern­des Was­ser der Rid­darf­jär­den und sogar zwei Wind­sur­fer. Auch ihr beglei­ten­der Foto­graf ver­weist auf einen schö­nen Som­mer. Doch dann nimmt das Tem­po zu, sobald sie am Tat­ort ein­trifft. Anni­kas Per­spek­ti­ve ändert sich. Am Ende des Romans nimmt die Hand­lung eine über­ra­schen­de Wen­dung, die sich nicht in Stock­holm, son­dern an ihrem Hei­mat­ort ereignet.

Schnell vernetzt durch Einheimische

Roma­ne und Füh­run­gen von Ein­hei­mi­schen ver­wen­det der Rei­sen­de selbst ger­ne in sei­nen Arti­keln. Es hilft, vom eige­nen engen Fokus weg­zu­kom­men. Ein sehr guter Autor beob­ach­tet die Umge­bung viel genau­er, als der Rei­sen­de es an einem Tag oder in einer Woche vor Ort leis­ten kann. 

Und Ein­hei­mi­sche kön­nen den Rei­sen­den schnell ver­net­zen. Von den Impul­sen und Per­spek­ti­ven der aus­ge­wähl­ten Bewoh­ner haben sei­ne Leser mehr, als wenn er einen kon­ven­tio­nel­len Rei­se­füh­rer abar­bei­tet und nur eige­ne Ein­drü­cke schil­dert. Ein kon­ven­tio­nel­ler Füh­rer ent­hält oft all­ge­mei­ne Infos. Die­se kann jeder leicht im Netz abru­fen. Ein Sän­ger führt durch Umeå in Väs­ter­bot­ten, ein Gale­rist durch Aar­hus, die Tan­te eines Hotel­be­sit­zers durch ein lan­ges Tal in der Ser­ra da Est­re­la in Zen­tral­por­tu­gal. Ein Band über eine Besich­ti­gung Stock­holms und wo man zum Bei­spiel gute Sou­ve­nirs in Stock­holm ergat­tern kann, ist natür­lich auch angedacht. 

Es ist also nun eini­ges von Liza Mar­klund zu erwar­ten. Die­se stammt übri­gens nicht aus Stock­holm, son­dern aus Pål­mark bei Piteå in Norr­bot­ten.

Und was erwar­tet Abon­nen­ten ab heu­te bei der Aus­wahl bes­ter Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV?


SaSoMoMiDoFr
Deutsch­land
Wan­dern im Pfäl­zer­wald, SWR, 16.00 Uhr

Schorf­hei­de in Bran­den­burg, Jagd­ge­biet der Mäch­ti­gen, Phoe­nix, 20.15 UhrWie Tul­la den Rhein begra­dig­te, arte, 20.15 UhrOst­see­rad­weg Meck­len­burg, NDR. 20.15 Uhr

Die Lahn, SWR, 20.15 Uhr
Frank­reichRei­se Nor­man­die, 3sat, 05.30 Uhr

Die Rhô­ne, Phoe­nix, 15.45 Uhr





Öster­reich
Donau, Von Pas­sau bis Wien, NDR, 20.15 Uhr



Schwe­denLiza Mar­klund, Mein Stock­holm, 3sat, 01.30 Uhr




Spa­ni­enKünst­ler im Knast, Mei­nungs­frei­heit in Spa­ni­en gefähr­det, arte, 19.40 Uhr

Spa­ni­ens wil­der Süden, 3sat, 21.00 Uhr


Aus­wahl der bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV
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Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sor­ge ich euch mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Wie schon in der Vor­wo­che sind mit Deutsch­land, Frank­reich, Schwe­den, Spa­ni­en und Öster­reich nur weni­ge Län­der ver­tre­ten. Ber­ge, ein Moor, Schif­fe und ein groß­ar­ti­ges Muse­um rücken ins Zen­trum des Inter­es­ses. Einen Down­load-Link des Pro­gramms fin­det ihr wie immer im pdf-Format.

Am Inter­es­san­tes­ten fin­de ich den Film über die Rena­tu­rie­rung der Emscher. Vor der eige­nen Haus­tür erle­be ich, wie sich die Arbei­ten ent­lang der klei­nen Aa in Müns­ter aus­wir­ken. Als der Schnee schmolz, erga­ben sich wei­te Was­ser­flä­chen. So sah ich mehr vom natür­li­chen Ver­hal­ten der Stör­che. Sys­te­ma­tisch lief ein Paar den Rand des Gewäs­sers ab, um Nah­rung zu suchen. Bis dahin kann­te ich sie nur als brü­ten­de oder sto­isch auf einer Wie­se ste­hen­de Vögel. Ein schö­nes Erleb­nis, von dem wir viel­leicht auch eini­ges im Film zu sehen bekommen.

Oder in Aar­hus in Mit­tel­jüt­land: Dort befrei­ten die Men­schen den Fluss von Abde­ckun­gen, das einst des elen­den Geruchs des Flus­ses nötig war. Als ich die Stadt besuch­te, fand ich einen Fluss mit Auf­ent­halts­qua­li­tät. An den Ufern lie­gen jetzt Restau­rants, Wege zum Spa­zie­ren­ge­hen. Und es ist jetzt auch mög­lich, in der Stadt zu pad­deln. In Sie­gen war­ten die Bewoh­ner noch auf sol­che Optio­nen, sahen mein Kum­pel Ulf und ich, als wir per Peda­le für eini­ge Wochen Sie­ger­land, Sauer­land sowie Die­mel- und Weser­re­gi­on durch­streif­ten und erlebten.

Sicher auch schö­ne Bil­der lie­fert der Film übers Schip­pern auf der Ost­see in Skan­di­na­vi­en. Mei­ne beein­dru­ckends­te Fahrt erleb­te ich in Väs­ter­bot­ten. Vor den Toren Umeås liegt ein klei­nes Archi­pel. Als ich mit dem Rad die Inseln abklap­per­te, fand ich auf Hol­mön das wun­der­schö­ne Segel­boot Hol­mös­lup­pen aus Holz, auf dem Tou­ris­ten mit­fah­ren konn­ten. Ich buch­te den Trip und fuhr mit dem Skip­per und zwei Pär­chen eini­ge Stun­den an den Inseln ent­lang. Am Insel­chen Sto­ra Fjäd­derägg leg­ten wir an und beglei­te­ten ein Paar zu einem Feri­en­haus, wo es ein­sam sei­ne Sil­ber­hoch­zeit fei­ern woll­te. Noch heu­te liegt mir der äthe­ri­sche Duft der Bee­ren in der Nase.

Viel Spaß beim Zuschauen.


SaSoDoFr
Deutsch­land

Im Mur­nau­er Moos. BR, 19.15 Uhr

Die Emscher, Das blaue Wun­der. WDR, 20.15 Uhr
Frank­reich
Die Geschich­te des Musée d’Orsay. ZDF Info, 18.45 Uhr

Frank­reichs Win­zer. Tra­di­ti­on trifft Pas­si­on, arte, 19.30 Uhr


Öster­reichBegna­det für das Schö­ne. Öster­reichs UNESCO-Welt­kul­tur­er­be. 3Sat, 15.00 UhrWun­der­schön. Gip­fel­glück im Zil­ler­tal. WDR 20.15 Uhr

Schwe­den
Mit dem Schiff rund um die Ost­see. Von Skan­di­na­vi­en ins Bal­ti­kum. NDR, 20.15 Uhr

Spa­ni­en

Die wil­de Schön­heit der Pyre­nä­en. NDR, 20.15 Uhr
TV-Tipps Rei­se und Kultur
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Flammenmeer über dem Limfjord

Wenn das nicht eine Lie­bes­er­klä­rung ist: Man­che Dänen haben den Limfjord ziem­lich ins Herz geschlos­sen. Er liegt in Nord­jüt­land. In Aar­hus traf ich mal eine Künst­le­rin, die in ihrem Kera­mik­ge­schäft vie­le Erin­ne­run­gen an die Land­schaft ver­teilt hat: ans Licht, an den Sand, an die Stim­mung. Sie stamm­te aus der Regi­on. Heu­te fin­de ich in der däni­schen Tages­zei­tung Ber­lings­ke wie­der eine Art Gedicht. Das gebe ich hier fast unver­än­dert wie­der, weil es auch in mir vie­le Erin­ne­run­gen an Däne­mark weckt. 

„Kann eine Schön­heit wirk­lich Lob dafür bekom­men, dass sie seit Jah­ren an der Was­ser­kan­te liegt, ohne dass es jemand merkt? Ja! Die­ser Schrift­stel­ler kann das unter­schrei­ben. Denn in Løgs­tør ver­brach­te ich mei­ne gan­ze Kind­heit und den Rest mei­ner Jugend, außer wenn ich den Blick vom Bier und dem Mofa Puch Maxien zuwand­te, um die Umge­bung zu ent­de­cken. Aber jetzt mit dem Leben eines Erwach­se­nen und genug Abstand wen­de ich mich rück­wärts, ste­he dann auf dem Abhang des Dor­fes mit frei­er Sicht über den Limfjord. Mein Herz schwillt ein biss­chen an. An einem kla­ren Tag mit kobalt­blau­em Him­mel oder bei einem Son­nen­un­ter­gang ver­wan­delt sich der Him­mel in ein Flam­men­meer. Die Gegend wird dann phä­no­me­nal hübsch.”

Dann schwenkt er aber etwas um, macht sich fast lus­tig, wohl däni­sche Iro­nie. Der Poet wird Jour­na­list: Der alte Fischer­ort Løgs­tør auf der Halb­in­sel set­ze jetzt auf Tou­ris­mus. Er ver­mark­te sich als Muschel­dorf und kön­ne mit einem gut funk­tio­nie­ren­den Sport­boot­ha­fen “prah­len”, mit guten Gast­stät­ten, wo man hau­fen­wei­se Muscheln ser­vie­re. Des Ortes „ästhe­ti­sches Pracht­stück“ sei der Kanal Fre­de­riks VII., der 1856 gegra­ben wur­de, um dem Schiffs­ver­kehr zu hel­fen. Mit 4,4 Kilo­me­tern aus­ge­spro­chen lang. Er rei­che von Løgs­tør bis zur Som­mer­haus­sied­lung Len­drup. Den Spaß machen sich Dänen ger­ne mit ihrem hohen Berg an den gro­ßen Seen, mit der 156 Kilo­me­ter lan­gen Gudenå, dem längs­ten Fluss des Lan­des. Alles übri­gens auch zum Durch­strei­fen und Erle­ben gut geeig­net. Ich genie­ße es dort, Kon­zer­te zu höen, zu pad­deln, zu radeln, zu zel­ten und gut zu essen. Zum Limfjord geht es viel­leicht schon im Som­mer, falls uns wie­der hei­ßes Wet­ter erwartet.

Mehr Infos fin­dest Du auf www.berlingske.dk/rejser/aok-anbefaler-seks-oversete-perler-i-danmark

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In Kopenhagen hat Nyhavn Konkurrenz bekommen

Auch mal ganz inter­es­sant — Kopen­ha­gen aus fran­zö­si­scher Per­spek­ti­ve. Die für “Le Mon­de” schrei­ben­de Autorin Anne-Fran­çoi­se Hivert hat das Stadt­vier­tel Refshaleøn
besucht, das einst ein Indus­trie­ge­biet beher­berg­te und jüngst umge­formt wurde.

Mich erin­nert das an Aar­hus Ø; die­ses eben­falls auf einer Halb­in­sel lie­gen­de Gebiet wur­de in jüngs­ter Zeit eben­falls von einem Indus­trie­ort in ein Vier­tel zum Woh­nen, Arbei­ten, Stu­die­ren und Frei­zeit ver­brin­gen transformiert.

Über­nom­men hat die Autorin auch irgend­wo­her das Bild des däni­schen Brook­lyn, das die Dänen natür­lich ken­nen. In Aar­hus wol­len sie aller­dings die Ent­wick­lung dahin ver­mei­den, weil die anfäng­lich in Brook­lyn vor­han­de­ne Sze­ne der jun­gen Krea­ti­ven durch einen rasan­ten Anstieg der Mie­ten ver­drängt wor­den sei. So sag­te es mir der Stadt­ar­chi­tekt Ste­phen D.Willacy in einem Inter­view über die Wei­ter­ent­wick­lung der Stadt.

In Kopen­ha­gen hat Hivert Relik­te der Ver­gan­gen­heit ent­deckt, die noch aus der Zeit stam­men, in der vor allem die gro­ße Werft Bur­meis­ter & Wain dort aktiv war.

Doch heu­te sei es stark ver­än­dert: “C’était comp­ter sans les artis­tes, archi­tec­tes, restau­ra­teurs et créa­tifs de la vil­le qui, atti­rés par les 500 000 mètres car­rés dis­po­nibles et le prix modi­que des loy­ers, sont en train d’en fai­re le quar­tier le plus bouil­lon­nant de Copen­ha­gue.

Sie emp­fiehlt eini­ge aus ihrer Sicht inter­es­san­te Zie­le für einen Tripp nach Kopen­ha­gen, um das Lebens­ge­fühl der däni­schen Gemüt­lich­keit zu erfahren.

Die Loca­ti­ons sowie wei­te­re Infos fin­dest Du unter Refsha­leøn — das neue krea­ti­ve Kopenhagen

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Dänemarks schönste Schlösser auf der Margeritenroute

Däne­mark beher­bergt sehens­wer­te Schlös­ser, von denen vie­le auch betre­ten wer­den kön­nen. Denn so man­che gehö­ren dem Staat, da der Unter­halt sehr teu­er ist.

Die Zei­tung “Jyl­lands Pos­ten” hat jetzt einen Arti­kel mit­samt Kar­te ver­öf­fent­licht. Die­ser hilft Dir dabei, die Schlös­ser zu besu­chen, die sich auf Jüt­land, Fünen und den sich anschlie­ßen­den Nach­bar­in­seln befinden.

Die Schlös­ser sind oft nicht nur äußer­lich Schmuck­stü­cke, son­dern beher­ber­gen in sich auch wert­vol­le Kunst­wer­ke, wie zum Bei­spiel Goya und Rubens im Renais­sance­schloss Voer­gaard in der Nähe von Fre­de­riks­havn im Nor­den Jütlands.

In der Nähe von Aar­hus liegt das Renais­sance­schloss Rosen­holm. Es beher­bergt sowohl Däne­marks größ­te Samm­lung an Gobe­lins als auch bedeu­ten­de Fami­li­en­por­träts von Malern wie Carl Gus­taf Pilo oder Jens Juel.

Ich selbst besuch­te eine Rei­he sol­cher Schlös­ser, aber auch Her­ren­hö­fe in Mit­tel­jüt­land, als ich vor eini­ger Zeit dort mit dem Fahr­rad die Gegend bereis­te. Es erga­ben sich eini­ge net­te Begeg­nun­gen mit den Bewoh­nern, von denen ich Dir dem­nächst in mei­nem Kul­tur­rei­se­füh­rer über Mit­tel­jüt­land berich­ten werde.

Erst ein­mal fin­dest Du hier wei­te­re Infos über die Schlös­ser, die Du ein­fach mit dem Rad über die Mar­ge­ri­ten­rou­te berei­sen kannst. In Däne­mark gibt es ein so her­vor­ra­gen­des Rad­we­ge­netz, so dass sich die Fahrt mit dem Auto nur als lang­wei­lig erwei­sen kann.

Fol­ge der Mar­ge­ri­te — Schlossroute

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Pfiffige Ideen für die Bürger einer Stadt

Typisch pfif­fi­ge Dänen sage ich da. Auf solch eine inno­va­ti­ve Idee kämen sonst viel­leicht noch die Nie­der­län­der — eine Müll­ver­bren­nungs­an­la­ge dient zugleich in Kopen­ha­gen als Ski­pis­te. In Däne­mark gibt es kei­ne Ber­ge. Aber Kurz­ur­laub auf einem Ski­hang ist trotz­dem möglich.

Mir fällt oft im Nor­den auf, dass Innen­städ­te sehr viel bür­ger­nä­her gestal­tet wer­den als bei uns. In man­chen Innen­städ­ten fehlt es gar an Sitz­bän­ken zum Aus­ru­hen. Sie sind dem Kom­merz überlassen.

In Aar­hus zum Bei­spiel gibt es auf dem Dom­platz eine klei­ne ele­gan­te Park­an­la­ge. Bäu­me wur­den gepflanzt, eine Holz­flä­che errich­tet, auf der Fami­li­en her­um­tol­len kön­nen. Am Fluss wur­den Ste­ge errich­tet, auf denen die Bür­ger sich zum Gespräch tref­fen. Einen Ein­druck davon machtt ihr euch am Bes­ten über Fotos die­ses Kalenders.

Aar­hus Stadt des Lächelns

Eine ähn­li­che Idee hat­te man schon davor in der nord­schwe­di­schen Stadt Luleå, übri­gens Welt­kul­tur­er­be, indem man eine Ufer­pro­me­na­de aus Holz auf Höhe der Stadt­bi­blio­thek am Hafen bau­te. Im Som­mer kön­nen Ein­hei­mi­sche von einer Empo­re aus bei einem Glas Wein oder Bier aus den Son­nen­un­ter­gang beob­ach­ten. Vor­her gab dort nur raue Stu­fen aus Beton.

Der­ar­ti­ges sieht man nicht oft hoch in Nord­eu­ro­pa, eher impo­san­te Eis­bre­cher, denn Luleå liegt schon am Polar­kreis. Hast Du auf Rei­sen ande­re pfif­fi­ge Ideen für die Bür­ger ent­deckt? Ich bin schon neu­gie­rig. Und hier der Link zur Ski­pis­te in Kopenhagen.

Ski­pis­te in Kopenhagen

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Paradiesisches Radeln in Kopenhagen

Neu­lich noch erzähl­te ich hier vom Fahr­rad­fah­ren in Kopen­ha­gen und mei­nem Unfall mit einer Rad­le­rin, die dort von hin­ten in mich rein­fuhr. Gera­de lese ich in einem Arti­kel des Deutsch­land­funks, dass es in der Haupt­stadt kom­for­ta­bler gewor­den ist, zu radeln. Man stellt sich also auf die Rad­ler ein. Immer­hin 40 Pro­zent lie­ßen ihr Auto mitt­ler­wei­le ste­hen und fah­ren lie­ber Rad. Davon pro­fi­tie­re die Stadt auch, denn Park­plät­ze zu unter­hal­ten sei sehr teuer.

Die Rad­we­ge sei­en enorm breit. Wer vor einer Ampel ste­he, müs­se nicht unbe­quem balan­cie­ren, son­dern kön­ne den Fuß auf extra ange­brach­ten Stan­gen abstel­len. Und wäh­rend der Fahrt könn­ten die Pedal­rit­ter ihren Abfall in schräg an der Fahr­bahn ange­brach­te Müll­ei­mer werfen.

All dies wäre ja mal ein Anfang für vie­le ande­re Städ­te wie Aar­hus, wo ich Der­ar­ti­ges nicht gese­hen habe,. Rad­fah­ren in Däne­marks zweit­größ­ter Stadt ist noch nicht ganz ausgereift.

Auch in Deutsch­lands Städ­ten nicht, wenn ich allei­ne dar­an den­ke, wie schwer einem zum Bei­spiel das Rad­fah­ren in Köln gemacht wird. Aber vor­ges­tern habe ich mich noch in Müns­ter dar­über gefreut, dass blitz­schnell nach dem für rut­schi­ge Ver­hält­nis­se sor­gen­den Schnee­fall die Rad­we­ge geräumt waren.

Para­die­si­sches Radeln in Kopenhagen

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Einheimische und Touristen gut einbezogen

End­lich wird mal offen­bart, was es kos­tet, Kul­tur­haupt­stadt zu sein. Denn soeben ist ein Bericht der EU erschie­nen, in dem eine recht posi­ti­ve Bilanz gezo­gen wird.

Aar­hus demons­tre­rede stor spænd­vid­de og var i stand til at enga­ge­re et bredt spek­trum af men­nes­ker. Både loka­le og turis­ter.

Und die Ver­ant­wort­li­chen sei­en sorg­fäl­tig mit dem Bud­get umge­gan­gen, deut­lich bes­ser als ande­re Kulturhauptstädte.

Die Zei­tung “Århus Stift­stid­ende” fasst zusam­men: “Euro­pæisk Kul­tur­ho­ve­d­stad Aar­hus 2017 hav­de et bud­get på 497 mil­lio­ner kr. Pro­jek­tet blev pri­mært fin­an­sie­ret af offent­li­ge mid­ler fra Sta­ten, Aar­hus Kom­mu­ne, Regi­on Midt­jyl­land og de 18 and­re kom­mu­ner i regio­nen. EU støt­te­de med 20,1 mil­lio­ner Euro.71 pro­cent af bud­get­tet blev anvendt på kul­tu­rel­le akti­vi­te­ter. 13 pro­cent gik til PR, mar­keds­fø­ring og kom­mu­ni­ka­ti­on. 15 pro­cent på løn­nin­ger og administration.
Iføl­ge Fon­den Aar­hus 2017’s egne opgø­rel­ser blev der arran­ge­ret i alt 628 begi­ven­he­der i hele Regi­on Midt­jyl­land. De til­trak i alt 3,3 mil­lio­ner gæs­ter.

Aller­dings muss man auch immer berück­sich­ti­gen, dass es sich um einen Bericht der EU über ein eige­nes Pro­jekt handelt.

Mehr unter EU zieht Bilanz

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Mit dem Rad Europa durchstreifen und erleben

Natur haut­nah erle­ben? Zel­ten unter frei­em Him­mel? Beim Rad­wan­dern ein Gespür für Land und Leu­te ent­wi­ckeln? Dann buchst Du gold­rich­tig auf http://www.durchstreifen-erleben.com.

Du radelst mit einer klei­nen Grup­pe durch Nord­schwe­den, das por­tu­gie­si­sche Hoch­ge­bir­ge und an der fran­zö­si­schen Atlantikküste.

Dabei lernst Du, wie man ein Zelt auf­baust, Quel­len zum Trin­ken fin­det, das Rad repa­riert und Dein Essen am Lager­feu­er zubereitet.

Übers Rad­wan­dern informieren

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