Tolkiens Seestadt heißt in Algarve Aljezur

Etwas vom Kurs abge­kom­men ist der Rei­sen­de. Er befin­det sich jetzt auf der Rota Vicen­ti­na in Alje­zur nahe Lagos. Daher sieht er hier nach vie­len Renn­rad­fah­rern ers­te Wan­de­rer. Auf der Via Algar­via­na hat er nie jeman­den gese­hen. Offen­bar ver­mark­ten die Tou­ris­ti­ker in Faro die Stre­cke schlecht. Wenn man so demo­ti­viert ist, kein Wunder.

Die Kraft nimmt durch eine Woche Auf­ent­halt deut­lich zu. Selbst die Wan­de­rung auf den Mon­te Fóia in Mon­chi­que war nur ein Klacks wie gera­de auch der Weg zur hoch gele­ge­nen Burg in Alje­zur. In der Alt­stadt sind wie schon in den Städ­ten zuvor hübsch her­aus­gr­putz­te wie ver­fal­le­ne Häu­ser zu sehen. Respekt vor Nach­barn und Tages­tou­ris­ten scheint nicht vor­han­den zu sein. Denn viel Kot liegt auf den Gas­sen. Selbst die Muse­en sind geschlos­sen wie lei­der auch das eines bekann­ten Künstlers.

Blühende Landschaft

Wer dann die Schwär­me­rei auf der Info­ta­fel liest, mag an Tol­ki­ens See­stadt den­ken. Nach der Ver­trei­bung der Zwer­ge durch den Dra­chen Snaug ver­fiel die Stadt zuse­hends. Hier war es der ver­sie­gen­de Fluss, der die Stadt vom See­han­del blü­hen­de nach Flan­dern hin abschnitt. Heu­te ist der Fluss nur noch ein kläg­li­ches Rinn­sal. Es wird so beschrie­ben, als sei die Stadt erst nach der Ver­trei­bung der Mau­ren auf­ge­blüht. Ob das so stimmt, wird noch recherchiert. 

Entspannung ab Aljezur

Ab Alje­zur wer­den die Men­schen deut­lich ent­spann­ter. Im Hotel half eine Mit­ar­bei­te­rin mit zwei neu­en Schläu­chen wei­ter. Denn bei der Abfahrt erwies sich der alte als porös. Nach über­stan­de­nem Plat­ten ergab sich neu­er Schwung bis nach Sag­res, wo der Rei­sen­de das Rad mit ins Appar­te­ment neh­men konn­te. Ein ange­neh­mes Ange­bot, erspart es einem doch die Schlep­pe­rei von 23 Kilo Gepäck. Dort weht einem im Süden Por­tu­gals dafür hef­ti­ger Wind um die Ohren. Daher ent­ste­hen hohe Wel­len, über die sich Wel­len­rei­ter sehr freu­en. Den Jubel trägt der Wind sogar die Steil­küs­te her­auf bis zum Tor­re de Aspa nahe Vila do Bispo. 

Dort befin­det sich der Rei­sen­de end­gül­tig auf der Rota Vicen­ti­va. Die­se führt von Sag­res bis Sétu­bal, ist ein Wan­der­weg. Die­ser bedeu­tet für Rad­wan­de­rer mit viel Gepäck eine sehr gro­ße Her­aus­for­de­rung, ist nur in Tei­len dafür zu emp­feh­len. Allein die Schie­be­rei ist eine Tor­tur. Wer sich das aus­ge­dacht hat? 

Schlimm soll ja auch die Eco­via in Algar­ve von Ayamon­te bis Lagos und Por­ti­mão sein. Von den Rad­lern, die dort unter­wegs sind, hört er nur Schlech­tes über viel Ver­kehr und tou­ris­ti­sche Hoch­bur­gen. In Faro wird sie von dor­ti­gen Tou­ris­ti­kern hoch gelobt, was jeder selbst auf einem Schild unter­halb der Burg lesen kann.

Der Rei­sen­de hat eine viel schö­ne­re Rou­te aus Via und Rota “zusam­men­ge­bas­telt”. Die­se beruht auf sei­ner lang­jäh­ri­ger Rad­ler-Erfah­rung auf Euro­pas Stra­ßen. Sie berei­tet durch zum Bei­spiel Strand­ab­schnit­te wie der Pra­ia de Ode­cei­xe mehr Spaß und ähnelt eher den gut zu bestrei­ten­den Jakobs­we­gen in Spa­ni­en. Mit­tel- bis lang­fris­tig stellt er sie Rad­rei­sen­den in Form eines Rei­se­füh­rers vor.

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Mit dem Rad auf der Via Algarviana

End­lich macht der Rei­sen­de wie­der das, wonach er sich lan­ge gesehnt hat­te: Er ist mit dem Moun­tain­bike im Berg­dorf Salir ange­kom­men, hört jetzt Gril­len zir­pen. Zuvor durch­streif­te und erleb­te er Lou­lé. Ein iri­scher Koch zahl­te dort heim­lich sei­nen Waf­fel- und Crois­sant-Tel­ler. Dahin­ter kamen schon über­ra­schend früh ein­sa­me Stre­cken. Aber es ist sehr warm.

An Orangenhainen entlang

Der Weg bis Alte ist hübsch, da es an Oran­gen­hai­nen ent­lang geht. Bis zum klei­nen Künst­ler­dorf Mes­si­nes wird der Ver­kehr aber lei­der etwas leb­haf­ter. Und eine Auto­bahn durch­schnei­det zum Bei­spiel das Gebiet. Und viel Abfall fliegt am Stra­ßen­rand her­um. In den Städ­ten ver­fal­len auch vie­le Häuser.

Ent­spre­chend aggres­siv tre­ten man­che Ein­woh­ner an tou­ris­ti­schen Hot­spots gegen­über dem Rei­sen­den auf. Radeln auf der Via Algar­via­na ist nicht immer ein Ver­gnü­gen, vor allem wenn der Tou­rist in den Städ­ten als Lizenz zum Geld­dru­cken ange­se­hen wird. Selbst der Ein­tritt in Kir­chen wie Alte und Sil­ves kos­tet Geld.

Auf dem Land sind die Leu­te wesent­lich ent­spann­ter wie im Vale Fuzei­ros bei Sil­ves. Dort ver­brach­te der Rei­sen­de glatt zwei Stun­den mit Bru­no Antó­nio und sei­nen Freun­den. Er erfuhr viel über das Leben im Tal. 

Bes­ser radeln kann man aber in der Ser­ra da Est­re­la, in Anda­lu­si­en und Gali­ci­en, wo die Bewoh­ner warm­her­zig sind. Ein Kell­ner in Sil­ves, übri­gens aus dem hilfs­be­rei­ten Por­to stam­mend, führ­te die mit­un­ter schrof­fe Art der Leu­te aufs ara­bi­sche Erbe zurück, dem man hier Macho-Allü­ren zuschreibt. Machis­mo betrifft hier also nicht nur Frau­en, son­dern auch Männer. 

Oder aber man will ein­fach nicht mehr tun, weil die Löh­ne der­art nied­rig sind, dass man es nicht ein­sieht, mehr als das zu tun, was Kern­auf­ga­be ist. Der Kell­ner macht nicht mehr, als zu ser­vie­ren und zu kas­sie­ren. Der Rezep­tio­nist nimmt nur Daten auf und hän­digt den Schlüs­sel aus. Die Tou­ris­ti­ke­rin arbei­tet nur noch Stra­te­gien aus und gibt Daten wie von Fes­ti­vals in die Mas­ken ein, lässt danach den Grif­fel fal­len. Ist das zu ver­ste­hen? Oder führt die­ser Weg in die Irre?

Die Algar­ve-Tou­ris­ti­ker lie­ßen den Rei­sen­den lei­der gründ­lich hän­gen, was unter ande­rem die Stre­cken­be­ra­tung auf der ‘Via Algar­via­na’ angeht. Von denen kam lei­der gar nichts. Nicht ein­mal ‘Guter Flug’ oder “Hat alles geklappt?”

Einheimische beraten besser als Reiseprofis vor Ort


Die­se Auf­ga­be kön­nen Ein­hei­mi­sche offen­bar bes­ser erfül­len als die “Pro­fis” in Faro. Wie Car­los Pei­xo­to: Der Rad­pro­fi sah den Rei­sen­den in der Stadt Mes­si­nes ankom­men. Er beriet ihn aus­führ­lich in einem Café für den wei­te­ren Weg zum Cabo de São Vicen­te. Die Etap­pen sind jetzt auf den Kar­ten mar­kiert. Und ges­tern Abend erkun­dig­te er sich via Mes­sen­ger, ob alles gut lau­fe. Mit Car­los hat er jetzt wohl eine Not­fall­num­mer, die ihm die Tou­ris­ti­ker in Faro und ande­ren Städ­ten Por­tu­gals nicht geben woll­ten. Heu­te steht der Auf­stieg auf den Mon­te Fóia bevor. Mit ü902 Metern ist er der höchs­te Berg in Algarve.

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Auserwählte Kultur-und Reisefilme im Fernsehen

Aus­er­wähl­te Kul­tur-und Rei­se­fil­me im Fern­se­hen: Durch­strei­fen & Erle­ben ver­sorgt Abon­nen­ten regel­mä­ßig mit den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­men im TV-Pro­gramm. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Dies­mal erwar­tet alle ab heu­te die Län­der-Aus­wahl Deutsch­land, Frank­reich, Öster­reich, Schwe­den und Spa­ni­en. Wie­der­ho­lun­gen sind in die­ser Über­sicht bewusst nur rar. Vie­le von ihnen ste­hen schon in zuvor ver­öf­fent­lich­ten Newslettern.

Feri­en an der Mosel: Ein Bei­trag läuft dazu am Sonn­tag. Einen drei­tä­gi­gen Kurz­ur­laub hat der Rei­sen­de tat­säch­lich vor gar nicht so lan­ger Zeit dort ver­bracht. Er träum­te davon, tags­über in einer schö­nen Umge­bung zu wan­dern. Für den Abend stell­te er sich vor, sich in einem Schwimm­bad oder in einer Sau­na zu ent­span­nen. Und mit der Freun­des­grup­pe gute Gesprä­che auf einer schö­nen Ter­ras­se zu füh­ren. Neben sich ein Glas guten Mosel­weins. Er war nicht der ein­zi­ge, der sich so die Tage im Hin­ter­land von Trier vorstellte.

Da der Auf­ent­halt sowie­so län­ger dau­ern soll­te, lohn­te es sich auch, in den letz­ten Win­kel der Mosel zu fah­ren. In der Umge­bung von Konz leben Deut­sche, Fran­zo­sen und Luxem­bur­ger mit­ein­an­der. Reiz­voll, weil es dann nicht nur beim Wan­dern blei­ben wür­de, son­dern auch zu inter­kul­tu­rel­lem Aus­tausch im Drei­län­der­eck. Immer­hin fand er zwei Feri­en­woh­nun­gen an der Mosel für sechs Freun­de und even­tu­el­le Nach­züg­ler. Die Mie­te fiel nied­rig aus, so dass mehr für Restau­rants übrig blieb.

Gut erreichbare Wanderziele

Als sehr prak­tisch erwies sich auch, dass die Start- und End­zie­le gut in der Gegend mit dem ÖPNV zu errei­chen waren. Denn jeder Wan­de­rer hat doch sei­nen eige­nen Rhyth­mus. Man­che fan­den es im Bett doch so gemüt­lich mit­ein­an­der, dass sie es nicht für zumut­bar emp­fan­den, schon mor­gens um 8 Uhr zu früh­stü­cken. Aber es gibt dort Etap­pen, die mit Bahn und Anruf­sam­mel­ta­xi so gut erreich­bar sind, dass Spät­auf­ste­her spä­ter leicht zu Früh­auf­ste­hern hin­zu­sto­ßen konn­ten. Dies alles fin­den also Wan­der­freun­de an der Mosel. 

Mal schau­en, was die Repor­ter für “Feri­en an der Mosel” zu einem guten Auf­ent­halt hin­ter Trier bei­steu­ern. Und nun viel Spaß mit den aus­er­wähl­ten Kul­tur- und Rei­se­zie­len im Fernsehen.


SaSoMoDi
Deutsch­land

Feri­en an der Mosel, WDR, 20.15 UhrLand zwi­schen Belt und Bod­den, 3sat, 13.15 Uhr
Frank­reichMit dem Zug ent­lang der Côte Bleue, Phoe­nix, 14.15 Uhr

Kor­si­ka, 3sat, 15.30 Uhr



Öster­reich
Erleb­nis Öster­reich, 3sat, 13.30 Uhr

Schwe­denSkan­di­na­vi­ens ver­steck­te Para­die­se, Phoe­nix, 20.15 Uhr


Spa­ni­enWie­ner Phil­har­mo­ni­ker aus der Sagra­da Fami­lia, 3sat, 20.15 Uhr

Wil­des Spa­ni­en, Arte, 17.50 Uhr
Aus­er­wähl­te Kul­tur-und Rei­se­fil­me im Fernsehen:
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Gelungene Kultur-und Reisefilme im Fernsehen

Gelun­ge­ne Kul­tur-und Rei­se­fil­me im Fern­se­hen: Durch­strei­fen & Erle­ben ver­sorgt Abon­nen­ten regel­mä­ßig mit bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­men im TV-Pro­gramm. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Dies­mal erwar­tet alle ab heu­te die Län­der-Aus­wahl Deutsch­land, Frank­reich, Öster­reich und Spa­ni­en. Wie­der­ho­lun­gen machen sich in die­ser Über­sicht bewusst rar. Vie­le von ihnen ste­hen schon in zuvor ver­öf­fent­lich­ten Newslettern.

Emp­feh­lens­wert ist die Arte-Doku­men­ta­ti­on über Johan­nes Kepp­ler (1571–1630). Der Rei­sen­de sah sie schon im ver­gan­ge­nen Jahr. Ob alles dar­in stim­mig ist, kann er nicht beur­tei­len. Aber in ihr ver­we­ben die Autoren geschickt die Geschich­te Kepp­lers mit wis­sen­schaft­li­chen Erklä­run­gen. Die For­schun­gen Kepp­lers und Gali­leo Gali­leis erga­ben ein neu­es Welt­bild. Sie führ­ten auch zu tech­ni­schen Errun­gen­schaf­ten, wenn man allei­ne an Fern­roh­re denkt.

Entwicklungen in der Schifffahrt

Die Schiff­fahrt benö­tig­te neue Ent­wick­lun­gen drin­gend. Denn es war immer schon schwie­rig gewe­sen, sich auf hoher See zu ori­en­tie­ren. Auch die Kar­tie­rung von Küs­ten for­der­te im 16. Jahr­hun­dert her­aus. Bis heu­te ist es unge­klärt, wie es Bra­si­li­en­ent­de­cker Pedro Álva­res Cab­ral gelang, die Küs­te Süd­ame­ri­kas zu errei­chen. Man ver­mu­tet, güns­ti­ge Win­de trie­ben den por­tu­gie­si­schen Ade­li­gen aus Bel­mon­te am Ran­de der Ser­ra da Est­re­la hin. Eigent­lich woll­te er nach Indi­en. Der Flot­ten­ka­pi­tän navi­gier­te mit einem Astro­la­bi­um, einem schei­ben­för­mi­gen astro­no­mi­schen Rechen- und Mess­in­stru­ment. Er berech­ne­te so Stern­po­si­tio­nen. Auf einer fes­ten Schei­be befin­den sich Hori­zont und Krei­se des hori­zon­ta­len Koordinatensystems.

Vitus Bering

Auch der däni­sche See­fah­rer Vitus Bering (1681–1741) tat sich schwer mit Mes­sun­gen. Nach ihm, dem eine klei­ne Aus­stel­lung in der däni­schen Stadt Hor­sens gewid­met ist, wur­de spä­ter der See­weg von Ost­si­bi­ri­en nach Alas­ka als Bering­stra­ße bezeich­net. Ihm gelang es, im Auf­trag des rus­si­schen Zaren Peter der Gro­ße wäh­rend der bei­den Kamt­schat­ka-Expe­di­tio­nen aus­ge­zeich­ne­te Kar­ten der Küs­ten Sibi­ri­ens zu erstel­len. Die­se gab es bis dahin nur unge­nau. Oder sie waren nicht vor­han­den. Aber obwohl er schon über Tro­cken­kom­pas­se ver­füg­te, lag er bei der Bestim­mung sei­ner Posi­tio­nen oft um eini­ge Grad dane­ben. Er nutz­te Peil­auf­sät­ze. Mit ihnen peil­te Bering das Azi­mut der auf- oder unter­ge­hen­den Son­ne. Ein Azi­mut ist der Win­kel zwi­schen der Ver­ti­kal­ebe­ne eines Gestirns und der Süd­hälf­te der Meri­dian­ebe­ne, gemes­sen von Süden über Wes­ten, Nor­den und Osten. Tafel­wer­ke hal­fen. Auf ihnen war denen das wah­re Azi­mut vor­aus. Des wei­te­ren ori­en­tier­ten sich See­fah­rer am Nordstern.

Hil­fe leis­te­te See­fah­rern auch ein Davis­qua­drant. So maßen sie die Son­nen­win­kel­hö­he und somit die geo­gra­phi­sche Brei­te. Die Ergeb­nis­se waren befrie­di­gend, bis genaue­re Had­ley­ok­tan­ten 1731 auf den Markt kamen. Schwie­ri­ger war es, die geo­gra­phi­sche Län­ge zu berech­nen. Dies ging nur mit Pen­del­uh­ren. So beob­ach­te­te man bis dahin Mond­di­stan­zen oder Mond- und Son­nen­fins­ter­nis­sen in Kom­bi­na­ti­on mit Tafel­wer­ken. Für dama­li­ge Ver­hält­nis­se erreich­te Berings Beglei­ter Tschi­ri­kow ver­blüf­fen­de Ergeb­nis­se 1725 mit einer Abwei­chung von „nur“ sechs Grad auf einer Rei­se. Doch den Erfor­der­nis­sen der Kar­to­gra­phie ent­sprach das nicht.

Küste Ostsibiriens sehr gut abgebildet

See­fah­rer James Cook attes­tier­te spä­ter, Bering habe die Küs­te sehr gut abge­bil­det. Er habe Brei­te und Län­ge der Land­mar­ken bes­ser bestimmt, als man habe erwar­ten dür­fen. Man leg­te damals Land­mar­ken wie Küs­ten­vor­sprün­ge, Fluss­mün­dun­gen und auf­fäl­li­ge Erhe­bun­gen auf der Kar­te fest. Ihre Ent­fer­nung ermit­tel­te man, indem man zwi­schen Peil­strah­len die im Ver­lauf der Beob­ach­tun­gen ver­se­gel­ten Kur­se und Distan­zen auf Zeich­nung der Küs­ten­li­nie antrug.

Beim Film über Gali­lei lernt der Zuschau­er sicher noch eini­ges dazu. Darf man ihn bald auch zur Kate­go­rie “Gelun­ge­ne Kul­tur- und Rei­se­fil­me im Fern­se­hen” zählen?


SaSoMoMiDoFr
Deutsch­land
Gali­leo Gali­lei, Arte, 20.15 Uhr

Johan­nes Kepp­ler, Arte, 21.05 Uhr
Die Han­se, SWR, 05.45 Uhr

Von der Schlei bis zur Lübe­cker Bucht, NDR, 21.00 Uhr

Frank­reich

Camar­gue, SWR, 09.30 UhrFrank­reich, mild und wild, Arte, 17.05 Uhr
Pari­ser Tri­umph­bo­gen, Arte, 21.45 Uhr
Öster­reichZwi­schen Kar­wen­del und Dolo­mi­ten, HR, 21.45 Uhr




Spa­ni­enDas ande­re Mal­lor­ca, Alpha, 21.45 UhrLa Gome­ra, 20.15 Uhr

Kana­ri­sche Inseln, SWR, 21.00 Uhr
Spa­ni­en von oben, Arte, 11.45 Uhr



Gelun­ge­ne Kul­tur- und Rei­se­fil­me im Fernsehen
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Schönste Kultur- und Reisefilme im TV

Schöns­te Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV: Durch­strei­fen & Erle­ben ver­sorgt Abon­nen­ten regel­mä­ßig mit den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­men im TV-Pro­gramm. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Dies­mal erwar­tet alle ab heu­te die Län­der-Aus­wahl Deutsch­land, Frank­reich, Por­tu­gal, Schwe­den und Spa­ni­en. Wie­der­ho­lun­gen machen sich in die­ser Über­sicht bewusst rar. Denn vie­le von ihnen ste­hen schon in zuvor ver­öf­fent­lich­ten Newslettern.

Noch heu­te sträu­ben sich dem Rei­sen­den die Nacken­haa­re, wenn er “Wald­brand” hört. Er hat näm­lich nicht nur ein­fach Qualm vor einer Lan­dung in Faro vom Flug­zeug aus gese­hen. Die Wahr­neh­mung aus der Vogel­per­spek­ti­ve war schon beklem­mend genug. Als er 2017 mit dem Moun­tain­bike mona­te­lang in nord­west­li­chen Teil der Ibe­ri­schen Halb­in­sel unter­wegs war, erleb­te er in der Nähe von Sant­ia­go de Com­pos­te­la einen gro­ßen Brand aus nächs­ter Nähe. Er emp­fand sogar Todes­angst. In die­sem Arti­kel könnt ihr die Stim­mung des Rad­lers und der Bevöl­ke­rung in einem Dorf gut nacherleben.

Naturschutz im Centro de Portugal

Mit dem Natur­schutz neh­men es die Por­tu­gie­sen mitt­ler­wei­le ernst. Und auch die Spa­ni­er. Denn nur so kann die Gefahr von Wald­brän­den erheb­lich ver­min­dert wer­den. Der Rei­sen­de besuch­te mit dem Bio­lo­gen Antó­nio die “Faia Bra­va” in der Nähe von Cas­te­lo Rodri­go. Er betreut das Natur­re­ser­vat im Cen­tro de Por­tu­gal mit einer Grup­pe vie­ler Frei­wil­li­ger. Sie fors­ten das Gebiet auf, las­sen Tüm­pel wie­der auf­le­ben, las­sen Tie­re das Gras nied­rig hal­ten. Hier gab es einst Land­wirt­schaft. Heu­te leben im Natur­schutz­ge­biet Greif­vö­gel wie Gei­er und Schlan­gen wie Vipern. Mal schau­en, was der Bei­trag „Vom Feu­er bedroht, Wald­brand in Por­tu­gal“ auf 3sat an Lösun­gen bietet.

Und was erwar­tet einen schon ab heu­te unter “Schöns­te Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV”?


SaSoMiDoFr
Deutsch­land

Urlaub rund um Dort­mund, WDR, 20.15 UhrAus­ge­rech­net: Nord­see, WDR, 21.00 UhrDie Rück­kehr der Biber, arte, 17.50 UhrWil­der Rhein, arte, 17.50 Uhr
Frank­reich
Bor­deaux und Süd­wes­ten Frank­reichs, SWR, 16 Uhr

Frank­reich mild und wild, arte, 17.50 Uhr
Wil­des Elsass, arte, 18.30 Uhr

Por­tu­galPor­to, SWR, 17.00 Uhr

Vom Feu­er bedroht, Wald­brand in Por­tu­gal, 3sat, 23.15 Uhr
Schwe­den
Schwe­dens Seen­land, SWR, 20.15 Uhr


Spa­ni­enUnbe­kann­tes Mit­tel­meer, MDR, 13.15 Uhr



Schöns­te Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV
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Beste Reisefilme im Fernsehen

Bes­te Rei­se­fil­me im Fern­se­hen: Durch­strei­fen & Erle­ben ver­sorgt Abon­nen­ten regel­mä­ßig mit den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­men im TV-Pro­gramm. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Dies­mal erwar­tet alle ab heu­te die Län­der-Aus­wahl Deutsch­land, Frank­reich, Nor­we­gen, Por­tu­gal und Spa­ni­en. Wie­der­ho­lun­gen sind in die­ser Über­sicht kaum vor­han­den. Vie­le von ihnen ste­hen schon in zuvor ver­öf­fent­lich­ten Newslettern.

Immer­hin drei Dokus über Por­tu­gal sind zu erwar­ten: Von den vor­ge­stell­ten Regio­nen kennt der Rei­sen­de San­dal­gar­ve am bes­ten. Die­se umfasst den Raum zwi­schen Faro und dem Fluss Gua­dia­na. Der Fluss bil­det im Osten eine natür­li­che Gren­ze zu Spa­ni­en. An der Küs­te liegt nicht nur Faro, son­dern es gibt auch wei­te­re Städ­te wie Mon­te Gordo, Olhão und Vila Real de San­to António. 

Historische und pittoreske Sehenswürdigkeiten

Alle Orte haben ihre eige­nen Sehens­wür­dig­kei­ten. So gibt es zum Bei­spiel in Olhão mit dem Caí­que do Bom Suces­so eine Replik eines Fischer­boo­tes zu sehen, mit dem eine Dele­ga­ti­on nach Bra­si­li­en segel­te. Sie infor­mier­ten den im Exil in Bra­si­li­en leben­de dama­li­gen König vom fran­zö­si­schen Über­fall in Por­tu­gal. Dies ereig­ne­te sich in der Zeit der napo­leo­ni­schen Krie­ge. Im Ort fin­den Besu­cher auch Wohn­häu­ser im kubis­ti­schen Stil. Eine schö­ne Foto-Tour bie­tet sich also an.

Vila Real de San­to Antó­nio ist ein klei­ner Küs­ten­ort. Die­ser besticht durch Kacheln. Dort gibt es zum Bei­spiel an eini­gen Häu­sern lus­ti­ge Tier­mo­ti­ve zu sehen. Auf Sitz­bän­ken im Zen­trum ste­hen eini­ge Apho­ris­men. Auf denen kann man sich beim Aus­ru­hen Gedan­ken über deren Bedeu­tung machen.

Ganz gespannt ist der Rei­sen­de schon auf sei­ne Rad­wan­de­rung auf der Via Algar­via­na im Hin­ter­land. Sobald die Risi­ko­st­u­fe bezüg­lich Coro­na gesenkt wird, wird er sich auf den Weg vom Gua­dia­na bis in den Süden von Lis­sa­bon auf­ma­chen. Hof­fent­lich ist es in weni­gen Tagen so weit. Aber noch ste­hen die Zei­ger für Algar­ve lei­der auf rot. Wie sieht es bei Dir aus? Was planst Du?

Und was erwar­tet alle ab heu­te bei der Aus­wahl an bes­ten Rei­se­fil­men im Fernsehen?


SoMoMiDoFr
Deutsch­land
Urlaubs­ma­cher 2021. Eifel, WDR, 17.15 Uhr


Wan­dern: Saar bis Rhein, HR, 20.15 Uhr

Wan­dern: Mosel bis Rhein, HR, 21.00 Uhr
Frank­reichTraum­rei­se Nor­man­die, SWR, 16.45 UhrLe Hav­re, 3sat, 19.40 Uhr



Nor­we­gen

Im Was­ser­flug­zeug von Fjord zu Fjord, Das Ers­te, 16.10 Uhr

Por­tu­gal
Algar­ve, 3sat, 15.30 Uhr
Euro­pas wil­der Wes­ten, WDR, 21.00 Uhr

Lis­sa­bon, NDR, 20.15 Uhr

Spa­ni­enIm spa­ni­schen Wolfs­land, Das Ers­te, 16.30 Uhr

Spa­ni­ens grü­ner Nor­den, WDR, 20.15 Uhr




Bes­te Rei­se­fil­me im Fernsehen
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Auswahl bester Kultur- und Reisefilme im TV

Aus­wahl bes­ter Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV: Durch­strei­fen & Erle­ben belie­fert Abon­nen­ten regel­mä­ßig mit den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­men im TV-Pro­gramm. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Dies­mal erwar­tet alle nur eine klei­ne Län­der-Aus­wahl: Meis­tens Deutsch­land, aber auch Däne­mark, Frank­reich, Öster­reich, Schwe­den und Spa­ni­en sind ab heu­te ver­tre­ten. Wie­der­ho­lun­gen sind in die­ser Über­sicht kaum vor­han­den. Vie­le von ihnen ste­hen schon in zuvor ver­öf­fent­lich­ten Newslettern.

Doku über Liza Marklunds Stockholm

Eine inter­es­san­te Per­spek­ti­ve auf Stock­holm ver­spricht die Doku mit Schrift­stel­le­rin Liza Mar­klund. Gera­de erst hat der Rei­sen­de ihren lesens­wer­ten Kri­mi „Stu­dio 6“ gele­sen. Dar­in spielt die Jour­na­lis­tin Anni­ka Bengt­zon die Haupt­rol­le. Ver­filmt wur­de der leben­di­ge Stoff auch schon. Gezeigt wird nicht nur der auf Medi­en las­ten­de Druck, immer etwas Neu­es lie­fern zu müs­sen, son­dern es ergibt sich auch ein guter Ein­blick in die weib­li­che Psy­che. Die Erzäh­le­rin schil­dert zum Bei­spiel die Bezie­hung mit Anni­kas Ver­lob­ten. Die­se liegt man­chen ihrer Ent­schei­dun­gen zu Grunde.

Stock­holm selbst begeg­net dem Leser im Pro­log als hei­ße Stadt im Som­mer, wor­un­ter vie­le Men­schen lei­den. Die Stadt erscheint auch als respekt­los in den Augen einer Neben­per­son. Denn die Toten­ru­he wird auf einem Fried­hof gestört. Aber ihr Hund hetzt selbst ein Eich­hörn­chen, ohne dass sie ein­schrei­tet. Dann fin­det sie eine Lei­che. Als Gegen­bild baut die Erzäh­le­rin die Per­spek­ti­ve Bengt­zons auf. Sie sieht den son­nen­durch­flu­te­ten Rålambs­hov­park, glit­zern­des Was­ser der Rid­darf­jär­den und sogar zwei Wind­sur­fer. Auch ihr beglei­ten­der Foto­graf ver­weist auf einen schö­nen Som­mer. Doch dann nimmt das Tem­po zu, sobald sie am Tat­ort ein­trifft. Anni­kas Per­spek­ti­ve ändert sich. Am Ende des Romans nimmt die Hand­lung eine über­ra­schen­de Wen­dung, die sich nicht in Stock­holm, son­dern an ihrem Hei­mat­ort ereignet.

Schnell vernetzt durch Einheimische

Roma­ne und Füh­run­gen von Ein­hei­mi­schen ver­wen­det der Rei­sen­de selbst ger­ne in sei­nen Arti­keln. Es hilft, vom eige­nen engen Fokus weg­zu­kom­men. Ein sehr guter Autor beob­ach­tet die Umge­bung viel genau­er, als der Rei­sen­de es an einem Tag oder in einer Woche vor Ort leis­ten kann. 

Und Ein­hei­mi­sche kön­nen den Rei­sen­den schnell ver­net­zen. Von den Impul­sen und Per­spek­ti­ven der aus­ge­wähl­ten Bewoh­ner haben sei­ne Leser mehr, als wenn er einen kon­ven­tio­nel­len Rei­se­füh­rer abar­bei­tet und nur eige­ne Ein­drü­cke schil­dert. Ein kon­ven­tio­nel­ler Füh­rer ent­hält oft all­ge­mei­ne Infos. Die­se kann jeder leicht im Netz abru­fen. Ein Sän­ger führt durch Umeå in Väs­ter­bot­ten, ein Gale­rist durch Aar­hus, die Tan­te eines Hotel­be­sit­zers durch ein lan­ges Tal in der Ser­ra da Est­re­la in Zen­tral­por­tu­gal. Ein Band über eine Besich­ti­gung Stock­holms und wo man zum Bei­spiel gute Sou­ve­nirs in Stock­holm ergat­tern kann, ist natür­lich auch angedacht. 

Es ist also nun eini­ges von Liza Mar­klund zu erwar­ten. Die­se stammt übri­gens nicht aus Stock­holm, son­dern aus Pål­mark bei Piteå in Norr­bot­ten.

Und was erwar­tet Abon­nen­ten ab heu­te bei der Aus­wahl bes­ter Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV?


SaSoMoMiDoFr
Deutsch­land
Wan­dern im Pfäl­zer­wald, SWR, 16.00 Uhr

Schorf­hei­de in Bran­den­burg, Jagd­ge­biet der Mäch­ti­gen, Phoe­nix, 20.15 UhrWie Tul­la den Rhein begra­dig­te, arte, 20.15 UhrOst­see­rad­weg Meck­len­burg, NDR. 20.15 Uhr

Die Lahn, SWR, 20.15 Uhr
Frank­reichRei­se Nor­man­die, 3sat, 05.30 Uhr

Die Rhô­ne, Phoe­nix, 15.45 Uhr





Öster­reich
Donau, Von Pas­sau bis Wien, NDR, 20.15 Uhr



Schwe­denLiza Mar­klund, Mein Stock­holm, 3sat, 01.30 Uhr




Spa­ni­enKünst­ler im Knast, Mei­nungs­frei­heit in Spa­ni­en gefähr­det, arte, 19.40 Uhr

Spa­ni­ens wil­der Süden, 3sat, 21.00 Uhr


Aus­wahl der bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV
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Beste Kultur- und Reisedokus im TV

Bes­te Kul­tur- und Rei­se­do­kus im TV: Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten regel­mä­ßig mit den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­men im TV-Pro­gramm. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Dies­mal erwar­tet alle eine brei­te Aus­wahl von heu­te an bis Frei­tag: Vor allem Deutsch­land, aber auch Däne­mark, Frank­reich, Öster­reich, Por­tu­gal und Spa­ni­en sind ver­tre­ten. Wie­der­ho­lun­gen sind in die­ser Über­sicht kaum vor­han­den. Vie­le von ihnen ste­hen in zuvor ver­öf­fent­lich­ten Newslettern.

Die ange­kün­dig­te Rei­se-Doku über Lol­land weckt Erin­ne­run­gen an die Kind­heit. Damit ver­bin­det der Rei­sen­de die Fahrt nach Mel­by, Tis­vil­de oder Gil­lele­je zu Feri­en­häu­sern auf der däni­schen Insel See­land. Zuerst war­te­te eine der rie­si­gen Fäh­ren im Hafen von Putt­gar­den. Die ban­ge Fra­ge zuvor: Ver­hin­dert ein Stau auf der Auto­bahn, das Schiff recht­zei­tig zu erreichen? 

Es gelang aber immer, auch wenn es manch­mal knapp war. Dann erwar­te­ten eine lan­ge Schlan­gen im Hafen. Die Zeit des manch­mal zwei­stün­di­gen War­tens ver­trie­ben sich vie­le auf den Fahr­bah­nen damit, Ang­lern zuzu­schau­en. Wann es los­ging, auf die Fäh­re zu fah­ren, war leicht beim Her­um­lau­fen zu sehen. Irgend­wann fuh­ren die ers­ten Autos los. Dann setz­ten sich vie­le schleu­nigst in Bewe­gung zu den Autos. Los ging es. Sobald eine Metall­plat­te unter dem Auto pol­ter­te, befand man sich an Bord.

Im Sturm­lauf wur­de die Trep­pe genom­men, um schnell ans Son­nen­deck zu gelan­gen, wäh­rend die Erwach­se­nen in den Duty-free-Shop ström­ten. Schließ­lich war es span­nen­der, die Abfahrt vom Heck aus zu beob­ach­ten, wie es unten im Was­ser schäum­te und sich dann nach und nach der Hafen ent­fern­te. Immer dabei bei der Fahrt in die Feri­en in Däne­mark: stets das Schiff umkrei­sen­de und rufen­de Möwen. Gro­ße Mee­res­tie­re lie­ßen sich lei­der nie bli­cken in all den Jahren. 

Fast andert­halb Stun­den dau­er­te die Fahrt, bei der der Wind saus­te. Die Maschi­ne stampf­te. Sobald die Fäh­re in den Hafen von Rød­by ein­lief, trap­pel­ten alle schnell wie­der in den Bauch der Fäh­re. Aber es blieb noch viel Zeit, da oft vie­le Fahr­zeu­ge vor einem dran waren.

Licht von Lolland

Lol­land – strah­lend blau­er Him­mel, gel­be Raps­fel­der. Das sich so ent­fal­ten­de Licht ver­bin­det der Rei­sen­de mit der dritt­größ­ten däni­schen Insel. Und es ging fort­an wesent­lich lang­sa­mer auf der Euro­pa­stra­ße vor­an als auf einer deut­schen Auto­bahn. Dafür aber auch um so ent­spann­ter in Rich­tung Mari­bo. Schließ­lich began­nen die gro­ßen Feri­en. Eile war nicht mehr gebo­ten. Und die Hage­but­ten waren reif. Auf einem Park­platz noch auf Lol­land wur­de stets eine Rast ein­ge­legt. Der Rei­sen­de erfreu­te sich dort jedes Jahr an pral­len roten Früch­ten, an denen er auch etwas knab­bern konn­te. Und an deren jucken­den Nüss­chen, um sei­ne Geschwis­ter damit zu erfreu­en. Aber als Ent­schä­di­gung für alle gab es dann lecke­res Soft­eis. Und um die letz­te Etap­pe auf der Rei­se durch Däne­mark nach See­land zu versüßen.

Aber die Vor­freu­de auf den Weg durch den duf­ten­den Kie­fern­wald am Strand von Lise­le­je war stets noch viel grö­ßer. Denn hin­ter dem Wald war­te­ten herr­li­che Dünen­bur­gen. Die­se schütz­ten vor Wind und heiz­ten einen nach dem Bad im Meer schnell wie­der auf. In der Nähe von Mel­by liegt der Arresø. Dort unter­nahm ein Bru­der des Rei­sen­den ers­te Schrit­te im Sur­fen. Heu­te surft er in der gan­zen Welt.

Nun zu den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­do­kus im TV-Programm:


SaSoMoDiMiDoFr
Deutsch­land




Bio­sphä­ren­re­ser­vat Rhön, 3sat, 10.15 Uhr

Gotik, RBB, 23.50 Uhr
Stral­sund, Wis­ma­rer Bucht, NDR, 20.15 UhrMeck­len­burg. Seen­plat­te, HR, 20.15 Uhr
Däne­mark
Lol­land, WDR, 20.15 Uhr

Kopen­ha­gen, arte, 18.40 Uhr

Frank­reich
Tag in Paris, Phoe­nix, 21.45 Uhr

Bahn­hofs­ka­the­dra­len, Euro­pas Rei­se-Paläs­te, arte, 16.05 Uhr

Letz­te Leucht­turm­wär­ter, Phoe­nix, 17.15 Uhr


Öster­reich100 Jah­re Salz­bur­ger Fest­spie­le, 3sat, 18.25 Uhr



Nie­der­bay­ern bis Wach­au, Donau, BR, 20.15 Uhr

Por­tu­gal

Azo­ren, 3sat, 20.15 Uhr



Spa­ni­enMal­lor­ca, HR, 20.15 Uhr

Traum­tou­ren, HR, 21.45 Uhr


Mond­brun­nen, arte, 19.40 Uhr

Ibi­za, 3sat, 21.45 Uhr



Bes­te Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV-Programm
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Auswahl der besten Kultur- und Reisefilme im TV

Aus­wahl der bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV-Pro­gramm: Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten regel­mä­ßig mit den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­men im TV-Pro­gramm. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Dies­mal erwar­tet alle eine brei­te Aus­wahl: Deutsch­land, Däne­mark, Frank­reich, Öster­reich, Por­tu­gal und Spa­ni­en sind ab heu­te ver­tre­ten. Wie­der­ho­lun­gen sind in die­ser Über­sicht kaum vor­han­den. Vie­le von ihnen ste­hen in zuvor ver­öf­fent­lich­ten Newslettern.

Gibraltar diente der Kontrolle der Meerenge

Viel­ver­spre­chend sieht der Bei­trag über die Meer­enge von Gibral­tar zwi­schen Marok­ko und Gibral­tar aus: Dort­hin wird es den Rei­sen­den in die­sem Jahr auch zie­hen, nach­dem er bereits zwei­mal dort war. Eine gro­ße Anzie­hungs­kraft übt der Fel­sen vor der anda­lu­si­schen Küs­te aus.

In ers­ter Linie ist es ein his­to­ri­scher Ort. An die­sen klam­mert sich Eng­land noch heu­te und strei­tet erbit­tert mit Spa­ni­en. Er dien­te dem Land einst als Kon­troll­punkt über die Meer­enge zwi­schen Atlan­tik und Mit­tel­meer. Des­halb ist bei einem Besuch viel über die Geschich­te zu erfah­ren, wenn man durch die alten Fes­tungs­an­la­gen wan­dert. Denn Gibral­tar muss­te gegen Spa­ni­er und Fran­zo­sen ver­tei­digt wer­den. Gre­at Sie­ge ist als Bezeich­nung für den ent­schei­den­den Krieg in die Geschich­te ein­ge­gan­gen. Denn damit stieg Groß­bri­tan­ni­en zu einer Macht im Mit­tel­meer auf.

Ein Rum heißt dort „Nelson’s blood“. Der mar­tia­li­sche Auf­druck “Nelson’s Blood” beruht dar­auf, dass See­held Lord Hora­tio Nel­son, nach­dem er an den Fol­gen eines Mus­ke­ten­tref­fers eines fran­zö­si­schen Scharf­schüt­zen bei der Schlacht von Tra­fal­gar (1805) auf der “HMS Vic­to­ry” gestor­ben war, in einem Fass Rum kon­ser­viert wur­de. Dar­in brach­te man ihn nach Eng­land. Die­ser Rum soll an Matro­sen aus­ge­schenkt wor­den sein.

Viele Religionen auf einem Felsen vereint

Der Rei­sen­de nahm an einer Del­fin­sa­fa­ri teil. Auf die­ser wuss­te der Kapi­tän span­nen­de Geschich­ten aus der Neu­zeit zu erzäh­len. Er hat­te gera­de ein Buch über die Rol­le Gibral­tars im Zwei­ten Welt­krieg gele­sen und erfah­ren, dass sich Spio­ne an der Bucht von Alge­ci­ras gegen­sei­tig belau­er­ten. An Bord befan­den sich auch eini­ge Vete­ra­nen aus dem Zwei­ten Welt­krieg. Mit einem von ihnen unter­hielt sich der Rei­sen­de auch, der als Kampf­pi­lot ein­ge­setzt war. Er stürz­te mit sei­nem Flug­zeug in den anda­lu­si­schen Ber­gen ab. Es sei das ers­te Mal, dass er seit Kriegs­en­de wie­der hier sei, erzähl­te er. Heu­te erken­ne er die Insel nicht mehr wie­der. So sehr habe sie sich verändert.

Moderne Stadt

Es ist eine moder­ne Stadt auf ihr gewach­sen. Die­se ver­eint vie­le Reli­gio­nen mit­ein­an­der. Gibral­tar ist stolz dar­auf, dass sich alle gut mit­ein­an­der ver­tra­gen. Im Gro­ßen und Gan­zen wirkt die Stadt spa­nisch und eng­lisch zugleich. Vie­le Paa­re kom­men aus bei­den Län­dern, spre­chen daher eine lus­ti­ge Mischung aus bei­den Spra­chen. „Vamos a tomar tea“, ist öfter auf der Stra­ße zu hören. Die Bevöl­ke­rung ist sehr freund­lich. Poli­tisch sind die Men­schen Unter­ta­nen der Queen und somit eng­li­sche Kolo­nie. Sie wol­len auch die­sen Sta­tus Quo beibehalten.

Status Quo respektieren

Das soll­te man respek­tie­ren, meint der Rei­sen­de. Denn fie­le Gibral­tar an Spa­ni­en zurück, wären sie und ihre Exis­tenz gefähr­det. Poli­tisch gese­hen ist es auf der ande­ren Sei­te ein Unding, dass Staa­ten heu­te über­haupt noch Kolo­nien besit­zen. Gar nicht so lan­ge her ist es, dass Eng­land mit Argen­ti­ni­en einen Krieg um die Falk­land-Inseln führ­te, der Men­schen das Leben kos­te­te. Und Eng­land ist ein Staat, der stolz auf sei­ne demo­kra­ti­schen Wer­te ist. Die­se sol­len dann aber für ande­re nicht gel­ten. Dies gilt auch für Spa­ni­en, das nach wie vor über Kolo­nien in Marok­ko ver­fügt. Aber auch Kata­lo­ni­en krieg­te das inner­halb des Lan­des zu spü­ren im Jah­re 2017, als die Unab­hän­gig­keits­be­we­gun­gen liefen. 

Gewalt ist kein Mit­tel, um Pro­ble­me zu lösen. Da war­ten glo­bal weit­aus ganz ande­re Her­aus­for­de­run­gen auf die gesam­te Mensch­heit. Dies gilt vor allem für die Bewah­rung der Schöp­fung, den Erhalt der Biodiversität.

Nun folgt die Aus­wahl der bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV-Programm:


SaSoMoDiMiFr
Deutsch­land


Geheim­nis­vol­le Wild­blu­men, Phoe­nix, 20.15 Uhr

Eifel: Glück vom eige­nen Hof, SWR, 20.15 Uhr
Magie der Moo­re, 3sat, 13.15 Uhr

Hum­boldt und die Neu­ent­de­ckung der Natur, Phoe­nix, 20.15 Uhr
Del­tas von oben, Rhein-Maas, arte, 28.30 UhrMit dem Cam­per an der Nord­see, HR, 20.15 Uhr
Däne­mark


Rei­se nach Born­holm, 3sat, 14.45 Uhr

Frank­reichFeri­en in der Cham­pa­gne, SWR, 17.00 Uhr

Yves Saint-Lau­rent, 3sat, 23.30 Uhr
Traum­in­seln: Radeln auf Kor­si­ka, SWR, 20.5 UhrAben­teu­er Wild­nis: Pro­vence, BR, 14.45 Uhr

Traum­or­te: Nor­man­die, 3sat, 13.20 Uhr
Öster­reich



Von Nie­der­bay­ern bis in die Wach­au, BR, 20.15 Uhr

Natio­nal­park
Neu­sied­ler See, Phoe­nix, 21.00 Uhr

Por­tu­gal


Por­tu­gal lesen, 3sat, 19.20 Uhr

Schwe­den


Öland, 3sat, 18.15 Uhr


Spa­ni­en


Expe­di­ti­on Mit­tel­meer Meer­enge von Gibral­tar, BR, 14.45 Uhr

Aus­wahl der bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV
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Kür der besten Kultur- und Reisefilme im TV

Kür der bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV-Pro­gramm: Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten regel­mä­ßig mit den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­men im TV-Pro­gramm. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Deutsch­land, Frank­reich, Nor­we­gen, Öster­reich, Por­tu­gal, Schwe­den und Spa­ni­en sind ab heu­te ver­tre­ten. Wie­der­ho­lun­gen sind in die­ser Über­sicht kaum vor­han­den. Vie­le von ihnen ste­hen in zuvor ver­öf­fent­lich­ten Newslettern.

Her­vor­zu­he­ben ist sicher die Sen­dung über Gali­ci­ens Küs­te. Der Rei­sen­de durch­streif­te und erleb­te sie, von Por­to kom­mend, meh­re­re Wochen erst im Jah­re 2017. Einen gro­ßen Teil der Stre­cke bestritt er mit dem Rad auf dem Jakobs­weg. Ab dem Grenz­ort Tui bis nach Riba­deo führ­te die Rou­te mal durchs Hin­ter­land, dann am Was­ser entlang. 

Die­se Wech­sel vom Hoch- ins Tief­land sind zu emp­feh­len. Denn so kann sich der Kör­per im Flach­land gut erho­len und Kraft sam­meln für schö­ne Auf­stie­ge. Fürs Auge ist die Abwechs­lung auch gut. In den ein­sa­men Berg­dör­fern freu­en sich die Men­schen auf net­te Gesprä­che und spen­die­ren hier und da Obst und Getränke.

23 Kilo über den Felsen wuchten

Der Cami­no de Sant­ia­go lässt sich im Urlaub in Nord­spa­ni­en gut mit dem Rad bewäl­ti­gen, selbst auf Schot­ter. Nur zwei Ber­ge mied der Rei­sen­de auf der lan­gen Stre­cke, weil es extrem steil auf Schot­ter nach oben ging. 23 Kilo schiebt man nicht mal eben so her­auf. Und schon eini­ge Trep­pen­stu­fen kön­nen bedeu­ten, dass man nach bis dahin beque­mer Fahrt zur Stra­ße zurück­keh­ren muss. Zum Glück gab es gute Stra­ßen, um sie leicht zu umfahren.

An einem knie­ho­hen Fel­sen expe­ri­men­tier­te der Rad­ler mal eini­ge Minu­ten her­um, bis er den Schwung und den Win­kel fand, das Rad her­auf zu wuch­ten. Das war sehr anstren­gend. Dahin­ter und davor lag hin­ge­gen eine ange­neh­me Stre­cke. Mit der Zeit wach­sen aber die Mus­keln am Ober­kör­per, so dass sich der Auf­wand lang­sam redu­ziert. Nach der Rück­kehr fal­len Lie­ge­stüt­zen als wei­te­re Beloh­nung gera­de­zu leicht aus. 

Ein Kul­tur- und Rad­rei­se­füh­rer über den Nord­wes­ten der Ibe­ri­schen Halb­in­sel ist geplant, damit ihn jeder gut bewäl­ti­gen kann.

Jetzt folgt die Kür der bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV-Programm:


SaSoMoDiDoFr
Deutsch­land

Sagen­haf­tes Sie­ben­ge­bir­ge, WDR, 20.15 UhrWild­pfer­de im Müns­ter­land, BR, 14.45 UhrHaupt­sa­che Cam­ping, SWR, 21.00 Uhr

Ham­burgs Auf­stieg zum Welt­ha­fen, Phoe­nix, 22.15 Uhr
Wes­ter­wald, SWR, 20.15 Uhr
Frank­reichLoire, Men­schen am Fluss, HR, 20.15 Uhr


Von der Camar­gue in die Ardè­che, arte, 11.20 Uhr
Nor­we­gen
3000 Kilo­me­ter durch Nor­we­gen, NDR, 20.15 Uhr

Unter­wegs im hohen Nor­den, Phoe­nix, 20.15 Uhr




Öster­reich
Wien­fluss und Donau­ka­nal, Alpha, 20.15 Uhr.


Vom Zil­ler­tal ins Ahrn­tal, HR, 21.00 Uhr
Por­tu­gal



Madei­ra, Juwel im Atlan­tik, Phoe­nix, 12.00 Uhr
Schwe­den



Küs­ten der Ost­see, arte, 7.50 Uhr
Spa­ni­en
Berg­welt Mal­lor­cas, SWR, 20.15 Uhr

Gali­ci­ens Küs­te, NDR, 20.15 Uhr
Kür der bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV-Programm
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