Ostertour zum Steinfurter Wasserschloss

Frohe Ostern wünsche ich euch allen. Gestern entdeckte ich die hübsche Innenstadt Burgsteinfurts im Münsterland. Möge sie euch auch erfreuen und inspirieren für eure eigenen Ausflüge und Reisen. Die Schönheit der Stadt liegt daran, dass hier einst die Grafschaft Bentheim lag. Davon ist heute noch das Wasserschloss vorhanden und der vielen Einwohnern als Naherholungsgebiet dienende Bagno-Park mitsamt großem Wald. Leider fand ich von den historischen Gebäuden der Grafen nur noch Tafeln mit Abbildungen. Der Park muss einst ziemlich prächtig gewesen sein.

Carl Ferdinand Erbprinz zu Bentheim und Steinfurt (44) lebt mit Frau und Kindern in diesem Schloss. Ein weiteres Schloss besitzt er in Bentheim. Er streift viel durch die Natur, was mit der Ausrichtung des Betriebes zu tun hat. „Die Hege und Pflege von Pflanzen und Tieren liegt mir sehr am Herzen. Als Jäger und Forsteigentümer habe ich natürlich einen anderen Blick darauf als ein Natur-Romantiker“, erklärt er jetzt in einem Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten. Er empfinde es als Ehre, wenn sich Menschen für ihn interessierten. Er freue sich darüber und werte das positiv. Natürlich benötige man auch Privatsphäre, gerade wenn es um Familie und Kinder gehe. „Aber bei mir ist es ja auch so, dass meine Popularität am Ortsschild von Steinfurt endet“. Er könne nicht das durch die Zeitschrift „Bunte“ im August 2020 in die Welt gesetzte Gerücht bestätigen, dass er sich von seiner Frau Elna-Magret getrennt habe: „Wir sind nicht getrennt“.

Eine Radtour zu dem in der Nähe der Niederlande liegenden Ort kann jeder gut von Münster aus planen. Insgesamt sind es ungefähr 78 Kilometer. Ich empfehle die Strecke nach Häger, von dort über den Altenberger Höhenrücken nach Nordwalde. Dann folgt nur noch Borghorst, und du bist schon in Burgsteinfurt. Das Münsterland ist sehr gut für Pättkestouren geeignet. Diesen Begriff prägte einst Theo Breider, der hier viel für Radtourismus getan hat.

Obwohl ich Münsteraner bin, fuhr ich gestern sogar zum ersten Mal über den Höhenrücken. Es gibt entlang der Strecke viele Infotafeln und Sitzbänke zum Ausruhen. Denn auch Wanderer nutzen gerne diese Strecke. Jahrelang litt ich darunter, nur an der Altenberger Straße entlangfahren zu können, was fürchterlich langweilig ist. Schnurgerade, viel Verkehr, nichts zu erleben. Oder aber über Hansell, wo es eine sehenswerte neugotische Kirche gibt, die aus einer noch vorhandenen barocken Kapelle hervorgegangen ist. Gut zwei Kilometer weiter gibt es einen schönen Blick auf ein Altenberge, der an Landschaftsmalereien der alten Meister erinnert.

Auf dem Rückweg über Laer bestritt ich auch die alte Bahntrasse von Coesfeld nach Rheine. Ich fand sie bereits am Montag, als ich mir einige Sehenswürdigkeiten rund um Wettringen ansehen wollte. Von der Bahntrasse erreicht man auch gut die von mir sehr geschätzten Baumberge als Nahziel. Dort hat zum Beispiel Linus Gerdemann die Basis für seine erfolgreiche Karriere als Tour de France-Fahrer gelegt.

Zuerst hielt ich die Trasse für eine neue Veloroute. Denn sie ist sehr gut gepflegt mit glattem Asphalt, Hinweisen auf Orte und Lokale im Umkreis wie in Horstmar. Und es gibt kaum Steigungen, soweit ich gesehen habe. Auch viele Inline-Skater waren gestern zu sehen. Mit der Rad-Infrastruktur kann es gerne so weitergehen.

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Wintermezzo im Münsterland

Dass dicker Schnee kommen würde, war schon seit Tagen bekannt. Als ich aber am nächsten Morgen zum Frühstücken ging, musste ich lachen. So überrascht war ich. Ein hoher Hügel war über Nacht auf dem eigentlich flachen Beet gewachsen. Nur die Blüte einer Winterrose lugte aus ihm heraus. Von solch einer Masse war ich am Vorabend nicht ausgegangen. Ich befürchtete jetzt, dass sich der Schnee bald so hoch türmen würde, dass nur noch ein winziges Guckloch einen Blick in den Garten ermöglichen würde.

Eine Woche lag eine dicke Schneedecke auf dem Münsterland. Zwei Tage lang hatte es zuvor ohne Unterlass geschneit. Eine vertraute Landschaft veränderte sich. Andere Geräusche, andere Farben. Ein neues Profil. Bisher Unbeachtetes gewann an Bedeutung. So bringt eine Woche Schnee Menschen in Urlaubsstimmung.

Es folgten erste Spaziergänge. Aufs Rad steigen wollte ich noch nicht. Spikes standen zwar im Keller, durch die sich mein Verhältnis zu Eis und Schnee stark verändert hatte. Früher war Winter eher eine Last, heute ein Genuss, da man mit solchen Laufrädern sicher fahren kann. Selbst auf zugefrorenen Seen. Diesmal war aber soviel gefallen, dass ich mir kaum vorstellen konnte, mich durch so tiefen Schnee zu wühlen. So nahm ich mir vor, die nähere Umgebung fotografisch zu erfassen.

Der ersten Überraschung folgte zwei Tage später die zweite: Die Gewässer froren zu. Auf der Gräfte einer Wasserburg nahmen Enten auf Schnee Platz, der vom Dach gerutscht war. Sicherlich angenehmer als auf bloßem Eis. Es gab kein einziges Wasserloch mehr. Deshalb schnatterte keine einzige Ente fröhlich mit den anderen. Die Stimmung in der Gruppe war sichtlich gedrückt.

Bisher langweilige Tümpel an Bauernhöfen boten nun ein prächtiges Farbenspiel. Auf an sich schlammigen Gewässern lag nun eine braune Eisschicht mit weißen Adern. Schnee an den Ufern warf neues Licht. Er ergab auch einen schönen Kontrast zum zwischen Bäumen durchscheinenden blauen Himmel. Selbst Gräben an den Äckern gewannen nun an Reiz, da sie nun mit Eis gefüllt waren. Also entschied ich: Aus dem Luftschnappen wird bei so vielen Reizen eine Kurzwanderung.

Denn selbst Äcker rückten in neues Licht. Durch weißen Teppich gewannen sie an Weite. Es fühlte sich so an, als hätte einen jemand ins winterliche Skandinavien gebeamt. Eines der letzten Bauernhäuser in unmittelbarer Nähe der Stadt wirkte wie in der Tundra gelegen. Ein goldenes Kreuz entwickelte im Schnee mehr Strahlkraft. Eine Landstraße verwandelte sich in eine Loipe. Rechts von der Straße, wo keine Autos und Spaziergänger waren,, zogen sich tiefe Spuren von Skier. Ein Ackerrandstreifen als Skigebiet. In die Realität zurück holte einen dicker Schnee auf dem Radweg. Perfekt geräumt war nur die Landstraße. Von wegen Verkehrswende in einer Fahrradhauptstadt. Die Worte „Fahrrad frei“ auf dem Schild wirken da fast ironisch. Nicht einmal für Wanderer

Dann führte der Weg abwärts in Richtung eines Erholungs- und Landschaftsschutzgebietes. Rechts am Wege liegt ein Landfahrerplatz, auf den ich neugierig war. Denn in der Zeitung stand, dass Räumdienste hier Schnee ablüden. Meterhoch türmte er sich hier. Genauso, wie ich es mir vorgestellt hatte. Neugierig war ich auch, wie sich das Fachwerk-Torhaus an der Stiege im Schnee präsentierte. Jemand hatte mir vor einigen Tagen erzählt, dass der dort lebende Gastwirt es vor dem Verfall gerettet hätte. Er kaufte es einem Landwirt ab, ließ es ab- und hier wieder aufbauen. Ein schöner Weg, alte Bauwerke zu bewahren.

Einige Meter weiter sah ich ein weiteres Bauwerk im Wald. Ein Baum hatte es errichtet, eher unfreiwillig. Einer seiner Äste krümmte sich so stark, dass es einem Tor ähnlich sah. Durch das Licht des Schnees erzielte es eine besondere Wirkung. Normalerweise ist es hier wohl eher dunkel. Ein Eingangstor in ein kleines Naturschutzgebiet, durchzogen von Wanderwegen durch Wald und über Hügel. Wieder ein weiter Blick, also wieder das Gefühl, im Norden Europas zu sein. Für mich eine der schönsten Gegenden rund um die Stadt.

Diese Bilder kannst Du im Bildportal in verschiedenen Größen erwerben, wenn Du Deine Wohnung oder Dein Unternehmen verschönern willst.

So entwickelte sich aus fünf Kilometer Luftschnappen eine kleine Wanderung von 8,5 Kilometern. Sie führte vom Haus Rüschhaus vor den Toren Münsters zum Horstmarer Landweg. Von dort ging es auf die Gasselstiege ins Naturschutzgebiet Vorbergs Hügel. Der Hügel ist fast 100 Meter hoch. Mit 311 Hektar ist es das zweitgrößte Naturschutzgebiet Münsters. Zurzeit diskutieren verschiedene Parteien über die Nutzung des Gebietes durch Menschen. Wäre ein Parkplatz dort sinnvoll oder nicht, um das Besucheraufkommen zu regulieren? Sollte man gar einen Aufseher einstellen, um die Ströme zu lenken? Eine ähnliche Diskussion gibt es über die Einrichtung eines Wanderweges entlang des Flüsschens Aa vom Stadtzentrum bis zur Burg Hülshoff. Menschen suchen immer mehr Entspannung im Grünen.

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Winterwunderland Münsterland

Wann bist Du das letzte Mal beim Spazierengehen im tiefen Schnee versunken? Ich heute Nachmittag gemeinsam mit einer ehemaligen Klassenkameradin meiner Schwester, die zufällig vor der Haustür langlief. Ich schippte gerade unter großen Anstrengungen Schnee weg, als sie vorbeikam. Sie besuchte gerade ihre Mutter und wollte sich die Straßenverhältnisse anschauen, um die Rückfahrt nach Frankfurt zu planen. Doch daraus wird wohl erstmal nichts. Da sie ohnehin im Homeoffice steckt, kann sie noch verlängern und von Münster aus arbeiten.

So viel geschneit, hat es lange nicht mehr. Ich glaube, 2010 schneite es im Münsterland zuletzt wirklich. Aber es war längst nicht so viel heruntergekommen. Und es wurde damals auch nicht so kalt. Wenn ich das Fenster nachts öffne, um zu lüften, fegt ein heftiger Wind herein. Lange auszuhalten, ist das nicht.

Wir beschlossen, gemeinsam durch den Schnee zu laufen und das fotogene Haus Rüschhaus aufzusuchen. Ich stellte die Schippe beiseite. Dies ist bekannt als Wohnort der bekannten Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Viele kennen die „Judenbuche“ und „Der Knabe im Moor“. Gestaltet wurde es vom berühmten Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun. Als weiteres Ziel lockt darüber hinaus die Bronzeskulptur „Dialogue with Johann Conrad Schlaun“. Dies ließ der bekannte Bildhauer Richard Serra anlässlich der Skulpturenausstellung am Anfang einer kleinen Allee aufstellen. Durch eine Neigung verneigt sich die Skulptur vor den beiden westfälischen Großen.

Den Winterspaziergang verlängerte ich an den darauffolgenden Tagen bei strahlendem Sonnenschein. Auf dem auch bei Joggern auf Schnee beliebte Twerenfeldweg führt am Hotel Haus Hüerländer vorbei. Dort wartet auf Familien mit Kindern ein Zoo mit Damwild. Und Minigolf. Die Straße Richtung Roxel laufend, lohnt sich ein Blick auf die Wasserburg Haus Vögeding. Diese ist trotz ihrer Jahre sehr gut in Schuss. Dazu gehört auch ein größerer Bauernhof. Von dort können Besucher in der Ferne die Gipfel der Baumberge sehen.

Alle Fotos bestellst Du im Bildportal – in verschiedenen Formaten. Mit einem gerahmten Foto kannst Du Deinen Arbeitstisch im Homeoffice schmücken. Mit einem Poster die Wohnung dekorieren.

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Dein Geschenk: Reiseführer Münster

Münster, Stadt der Skulpturen, gilt als eine der lebenswertesten Städte der Welt. Mit Erlangen konkurriert die Stadt um den Titel der deutschen Fahrradhauptstadt. In Rankings landet die Universität oft unter den Top 5 der größten deutschen Hochschulen. in Deutschland, Vor allem die Fächer Medizin, BWL und Jura genießen einen sehr guten Ruf. Bei solch einer Klasse ist es mehr als angemessen, den als Geschenk für Dich gedachten Kulturführer „Münster Stadt der Skulpturen“ zu verfassen und herauszubringen.

Da es solch eine Zusammenstellung für Münster noch nicht gibt, kannst Du Dir und guten Freunden eine Freude machen und das Buch verschenken. Es eignet sich auch sehr gut, Besuchern die Stadt selbständig zu zeigen. Denn es gibt mehrere Spaziergänge oder Radtouren, die sich mit dem Führer und einem per GPS geführten Smartphone leicht durchführen lassen.

Cover Vorderseite Münster Stadt der Skulpturen 1

Aber dass die Stadt eine Kunstmetropole ist, ist den meisten wohl erst aufgefallen, als sie 2010 ins Finale der Kulturhauptstadt Europas gelangte. Warum, erklärt der Reiseführer „Münster Stadt der Skulpturen“.

Trotz gut ausgebauter Radwege fahren viele Münsteraner mit ihren Leezen an Galerien, Kunsthandlungen sowie Ateliers vorbei. Dabei verfügt die Provinz-Hauptstadt über eine Kunstakademie und ein Picasso Museum. Aber auch über ein Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, ein Stadtmuseum und ein Naturkundemuseum. Vielleicht lockt in einigen Jahren ein Matisse-Museum die Massen an.

Auch spannende moderne Architektur Thema

Alle zehn Jahre richtet die Stadt unter Leitung des bekannten Kurators Kasper König ein Skulptur Projekt aus. Renommierte Künstler aus aller Welt stellen ihre Werke in der Stadt zur Schau. Dazu nutzen sie auch geschickt bereits vorhandene historische Gebäude und Plätze. Diese haben ihnen der Baumeister Johann Conrad Schlaun und später im 19. und 20. Jahrhundert die Architekten Alfred Hensen, Harald Deilmann, Julia Bolles-Wilson und Peter Wilson sowie der Koreaner Duk-Kyu Ryang hinterlassen.

Im ganzen Stadtraum finden sich zudem gut 30 Ankäufe aus dem Skulptur Projekt. Wer die Stadt über den Rand der Radwege hinaus durchstreift und erlebt, entdeckt weitere Hunderte Skulpturen und Installationen im gesamten Stadtkern. Während der Recherche für den neuen Kulturführer Münster Stadt der Skulpturen war es schon eine Herausforderung, diese zu fotografieren und anschließend zu beurteilen und zu gewichten. Haben diese die an der Kunstakademie Münster ausgebildeten Künstler geschaffen? Oder sorgen Galeristen und Kunsthändler dafür, um ein reges Kunstleben zu pushen? Auch das ist Thema in Deinem Geschenk: Kulturführer Münster.

Kunst im öffentlichen Raum

Das Stadtgebiet ist vier Zonen gegliedert, in denen sich die meisten Installationen und Skulpturen befinden. Diese sind hauptsächlich in der Innenstadt, auf der die Innenstadt umschlingenden Promenade, auf dem Universitätsgelände sowie rund um den Aasee zu finden. Der Kulturreiseführer „Münster Stadt der Skulpturen“ erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit bei den vorgeschlagenen Touren durch die Stadt. Alle Kunstwerke zu kommentieren, würde den Rahmen sprengen. Vornehmlich sollen die Exponate leicht zu erreichen sein.

Das Augenmerk liegt darauf, inwieweit ungewöhnliche Gebäude, Plätze und Kunstwerke den öffentlichen Raum prägen. Ergeben sich neue Sicht-Achsen durch neue Gebäude? Entsteht durch nur eine dieser Skulpturen eine neue Sichtweise auf einen Stadtteil, einen Freizeitraum, eine Arbeitsstätte? Schaffen neue Plätze mehr Aufenthaltsqualität, die nicht nur konsumorientierten Interessen dienen, sondern zu Experimentier-Geist führen?

Fünf Tour-Vorschläge sind in „Münster Stadt der Skulpturen“ so geplant, dass man Attraktionen entlang der Strecke in Ruhe auf sich wirken lassen kann. Das Buch enthält neben zahlreichen Fotos Karten, gps-Tracks und Adressen. Denn der neue Kulturführer Münster Stadt der Skulpturen ist im Gegensatz zu konventionellen Stadtführern ein unverzichtbarer Begleiter für diejenigen, die hier – selbst als Einheimische – das Fremde erleben, sich auf die Umgebung einlassen wollen.

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Sonnenblumen lachen auf Erden

Sonnenblumen lachen auf Erden – auch in Corona-Zeiten. Ein Münsterländer Bauer erfreut Rennradfahrer wie mich während der sportlichen Touren. Er hat einen sicher 50 Meter langen Streifen entlang seines Maisfeldes angelegt. An den Blüten laben sich jetzt die Insekten. Kleine Tiere finden sicher dort auch Unterschlupf. Und davor wachsen ja auch noch weitere Blumen.

Was ich allerdings traurig finde, ist, dass Blühstreifen, die ich im vergangenen Jahr entdeckte wie etwa am Horstmarer Landweg in Münster wieder verschwunden sind. Wahrscheinlich können sich Arten, die im letzten Sommer dort eine Heimat gefunden haben, heute schon nicht mehr halten.

Oder?

Heute, 9. August, fand ich auf derselben Strecke durch die Bauerschaft Roxel einen weiteren schönen Blühstreifen. Ihn scheint die Wärme an einem der heißesten Tage des Jahres, nicht zu beeindrucken. Dafür aber den Esel, der erstmals seitdem ich dort fahre nach Gesellschaft suchte. Und die Landjugend, die ein Planschbecken für erschöpfte Teilnehmer ihrer Fahrad-Rallye bereitstellte.

Habt ihr auch schöne Blühstreifen in eurer Region? Dann her mit euren Fotos. Ich stelle sie gerne hier dazu, um der Natur eine Stimme zu geben und damit mehr sagen können: Sonnenblumen lachen auf Erden.

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Schönster Baum des Münsterlandes

Mein aktueller Lieblingsbaum: heutiger Schnappschuss auf meiner MTB-Trainingsstrecke zwischen Roxel und Havixbeck. Für mich ist er definitiv der schönste Baum des Münsterlandes. Oder habt ihr in euren Regionen einen noch schöneren anzubieten?

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Maiidylle in den Baumbergen

Maiidylle: Fachwerkhof bei Havixbeck am Fuße der Baumberge im Münsterland. Die Gerste ist binnen kurzem ziemlich hochgeschossen. Am Donnerstag war sie noch nicht so weit. Schnappschuss beim Mountainbiken am Sonntagvormittag.

Hof und Feld liegen am Rande einer meiner Lieblingstrecken in die Baumberge. Je nach Laune, Wetter und Zeit fahre ich entweder 60 Kilometer mit dem Rennrad oder 70 Kilometer mit dem Mountainbike. Entweder lockt es mich, auf gut ausgebauten Strecken schnell zu fahren oder aber Forstwege zu bestreiten und dabei kurze anspruchsvolle Steigungen zu nehmen.

Von Münster aus führt der Weg zunächst zum Dorf Hohenholte. Kurz davor liegt eine hübsche Wassermühle, von denen es im Umkreis Münsters nicht wirklich viele gibt. Das Rad bewegt sich leider nicht mehr, obwohl der Bach nach starkem Regen doch erstaunlich viel Wasser führt. Dabei kommt mir das Gedicht Friedrich Schillers in den Sinn:

Ein Mühlwerk mit verborgner Feder
Bewegt sich ohne Ruh und Rast,
Ein ewiger Strom treibt sein Rad,
Sein Werk ist vom Wasser gefasst.
Der Strom ist’s, der die Mühle regt,
Die Mühle, die den Strom bewegt,
So fördern sie sich wechselweise
In ewig wundervollem Kreise,
Und wie die Welle ratlos brandet,
Sie stockt doch und erschöpft sich immer,
Bis sich zuletzt der Strom versandet.
Dann steht das Rad und steht auf immer.

Frei nach Friedrich Schiller

Es folgt ein netter Feldweg in einen Wald, den ich erst in diesem Jahr entdeckte. Ich suche immer neue Strecken, damit es nicht zu monoton wird, und um Inspiriation zum Schreiben zu finden.

Spötter singen gerne „Wenn ich könnte, wenn ich wollte, führe ich immer nach Hohenholte“. Es ist klein, liegt zwar etwas ab vom Schuss. Dafür aber hat es mit der Stiftskirche St. Georg einen zentralen Mittelpunkt, den schon recht alte Häuser umkreisen. Dort gibt es einen Dorfladen inklusive Poststelle. Discounter gibt es erst wieder in Havixbeck, das mit dem Rad gut eine Viertelstunde dahinter liegt. Bei Oeding-Erdel können Durchreisende und EInheimische Kaffee trinken. Dass Hohenholte überhaupt außer einigen Höfen existiert, ist der Gründung eines Augustinerklosters zu verdanken, das später in ein Damenstift (1557 – 1811) umgewandelt wurde.

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Heraus in die Natur an die frische Luft

Wohin fährst Du am liebsten, wenn Du Dich auf das Rad schwingst? Wenn Du nach dem Tag im Hörsaal oder im Büro frische Luft und Bewegung brauchst? Oder wenn Du mal mehrere Tage am Stück an der frischen Luft und in der freien Natur unterwegs sein möchtest?

Als Naherholungsgebiete locken mich die Eifel rund um Bonn oder die Baumberge in der Nähe von Münster. Dort genieße ich die Möglichkeit, auf „Berge“ zu kraxeln und von ihnen herunterzusausen, schöne Ausblicke zu genießen wie auf den Kölner oder den Billerbecker Dom.

Geht es in die Ferne, gefallen mir besonders die Küstenwanderwege in Nordnorwegen und im spanischen Galizien. Denn selten kommt man innerhalb Europas so nahe ans (unverbaute) Wasser wie auf dem Lofot oder auf die Insel Senja oder die Strecke entlang der Costa da Morte. Sogar manche Herberge liegt dort so schön und auch noch einsam, dass ich das Meer im Zelt oder vom Zimmer aus hören kann. Dass ich dort nachts in einen tiefen erholsamen Schlaf falle, ist selbstverständlich.

Will ich Berge sehen, erfreue ich mich besonders an den Pässen zwischen Mo i Rana und Vilhelmina im Grenzgebiet von Schweden und Norwegen, weil ich mich dort wie ein Goldsucher fühlen darf in rauer Landschaft. Klare Flüsse rauschen an mir vorbei, während ich vor dem Zelt am Lagerfeuer sitze und mir etwas brutzele. Das Feuer verscheucht auch die meisten Mücken.

Oder aber ich suche wieder Galizien auf und besuche die Provinz A Coruña. Nicht weit entfernt davon liegt auch die Serra da Estrela. Aber trotzdem gibt es dort massive Unterschiede. In Galizien gibt es viel mehr Schluchten und Wege zum Kraxeln, während die Estrela in weiten Teilen eher eine Hochebene ist, durch die man das portugiesische Hochgebirge relativ leicht mit dem Rad durchstreifen und erleben kann.

Wer so inspiriert auf Tour gehen will, sollte sich auch die Tipps einiger anderer Cracks ansehen, die die Zeitschrift „Geo“ mitsamt gpx-Daten zum Nachfahren zusammengestellt hat.

Touren anderer Cracks

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Wilden Tieren so nah

Gestern besuchte ich den Allwetterzoo in Münster gemeinsam mit einem Freund.

Besonders die exotischen Vögel sprachen uns sehr an, da man ihnen doch recht nahe kommt. Und sie singen sehr schön im Tropenhaus.

Bis Sonntag gibt es noch gegen eine Spende freien Eintritt. Viel Spaß beim Anschauen.

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Auf den Spuren des Münsterland-Giros

Respekt – heute bin ich mit dem Rennrad 133 Kilometer von Münster bis nach Heek und Schöppingen und zurück den Spuren des Münsterland-Giros gefolgt. Die Strecke ist sogar noch etwas geworden. Angesichts meiner brennenden Oberschenkel nötigt mir die Leistung der Amateure des Jedermann-Rennens Respekt ab. Allerdings bin ich überwiegend auf dem Radweg gefahren und hatte nicht den Komfort gesperrter Straßen. Hier einige Impressionen entlang der Strecke zwischen Tilbeck und Stevertal, Dinge, die die Sportler am Tag der Deutschen Einheit in den Baumbergen so bestimmt nicht wahrgenommen haben.

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