Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sor­ge ich euch mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Dies­mal sind nach der Mas­se an Dokus in der ver­gan­ge­nen Woche nur Deutsch­land, Por­tu­gal und Öster­reich ver­tre­ten. Am meis­ten erfah­ren wir dies­mal über Desti­na­tio­nen in Deutsch­land, was wohl an Coro­na man­gels Rei­se­mög­lich­kei­ten liegt. Einen Down­load-Link des Pro­gramms fin­det ihr wie immer im pdf-Format.

Emp­feh­len kann ich den Film über Natur­parks in Por­tu­gal. Ich sah ihn schon. Die Ser­ra da Est­re­la ken­ne ich gut, da ich dort mehr­fach recher­chier­te, einen Rei­se­füh­rer dar­über ver­fass­te. Die Regi­on liegt im Cen­tro. Sie besticht durch hohe Ber­ge und Juwe­len-Dör­fer. Die Regi­on ist gut mit dem Rad zu berei­sen, da die Stre­cken auf der von mir emp­foh­le­nen Rund­stre­cke nicht steil sind. Zwei Wochen kannst Du die Regi­on ohne Mus­kel­ka­ter erkunden.

Gera­de schau­te ich noch, wo der Natur­park Pene­da-Gerês liegt. Dabei stell­te ich fest, dass ich nah dran war, als ich von Sant­ia­go de Com­pos­te­la nach Xin­zo de Limia fuhr. Daher kann ich mir vor­stel­len, wie es dort aus­sieht. Es ist ber­gig. Ich kur­bel­te auf Ser­pen­ti­nen stun­den­lang berg­auf und ‑ab, genoss Aus­bli­cke, Adler und Gei­er und Cafés in Dör­fern. Eine in einer hoch gele­ge­nen Sied­lung ober­halb eines Stau­sees leben­de alte Frau stöhn­te „Mein Gott“, als sie mich her­auf­kom­men sah. Wahr­schein­lich mal­te sie sich mei­ne Lei­den aus. Aber da es auch lan­ge Täler gibt, konn­te ich mich immer aus­ru­hen. Außer­dem ver­bren­ne ich immer ordent­lich Kalo­rien. Neu­lich radel­te ich 123 Kilo­me­ter von Müns­ter nach Wett­rin­gen und wie­der zurück: 2760 Kalo­rien. Viel muss­te ich also nicht heraufschleppen. 

Außer mir radel­ten auch zwei Mädels mit Zelt durchs Dorf. Sonst schei­nen fast nur Pil­ger auf dem Jakobs­weg durch­zu­kom­men. Daher hielt mich die Frau wohl für etwas Beson­de­res. Ich reagier­te spä­ter ähn­lich ent­setzt, als ich Spu­ren der Ver­wüs­tung durch Bau­ar­bei­ten ent­lang der Ser­pen­ti­nen sah. Ein Tun­nel wur­de ver­brei­tert, um eine Schnell­ver­bin­dung für Züge von A Coru­ña nach Madrid her­zu­stel­len. Ein Jäger ver­si­cher­te mir, dass die­se Spu­ren bald wie­der besei­tigt würden.

Sonst gibt es im Fern­se­hen viel über die Eifel zu sehen. Da vor den Toren Bonns, wor­über auch eine Doku läuft, wan­de­re ich dort oft mit Freun­den. Beson­ders Kur­gäs­te wis­sen die Gegend zu schät­zen, da es zum Bei­spiel gesun­des Ther­mal­was­ser in Bad Neuen­ahr gibt. Neu­lich las ich, dass aktu­ell in der Gegend um Hel­len­thal Nar­zis­sen blüh­ten. Vie­le Gebie­te wür­den gelb leuch­ten. Ich ken­ne das nur vom Gins­ter, der ab dem Som­mer blüht. Emp­feh­lens­wert ist auch eine Wan­de­rung bei Maria Laach. Denn dort spru­delt Koh­len­säu­re an die Ober­flä­che eines Sees. Die Gegend steckt vol­ler Maa­re. Vul­ka­ne sind sogar aktiv, aber nur schwach. 

Es gibt also auch in Coro­na-Zei­ten viel in der eige­nen Gegend zu ent­de­cken, wenn Du so mutig bist, alte Wege zu ver­las­sen und neue zu beschreiten.


SoMoDiFr
Deutsch­landEifel – Die schöns­ten Bade­se­en und Tal­sper­ren, WDR, 15.00 Uhr

Wil­de Eifel – Grü­nes Herz im Wes­ten, WDR, 15.15 Uhr

Wan­de­run­gen von der Mosel bis an den Rhein, SWR, 15.45 Uhr
Von der Elbe bis zur Ems, NDR, 20.15 UhrBoom­town Bonn, Neu­er Glanz in alter Haupt­stadt, Phoe­nix, 17.15 UhrDas grü­ne Herz West­fa­lens, ein Wald im Wan­del, WDR, 20.15 Uhr

Wat­ten­meer, Klei­ne Inseln, gro­ße Chan­cen, NDR, 20.15 Uhr
Öster­reich
Alpen­ju­we­len – Zu Fuß von der Zug­spit­ze nach Bozen, SWR, 15.45 Uhr

Por­tu­gal
Natur­parks in Por­tu­gal, Pene­da-Gerês, Ser­ra da Est­re­la, arte, 17.50 Uhr

Natur­parks in Por­tu­gal, Madei­ra, arte 18.30 Uhr

Natur­parks in Por­tu­gal, Rio For­mo­sa, arte, 17.50 Uhr

TV-Dokus Rei­se und Kultur
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Outdoor: Feuerzeug statt Campingkocher

Was der Rei­sen­de isst, wenn er wochen­lang in frei­er Natur unter­wegs ist? Die­se Fra­ge stellt sich schon lan­ge nicht mehr. Dafür hat sich schon zu viel ein­ge­spielt. War­me Küche ist nicht wich­tig, so dass er kei­nen Cam­ping­ko­cher mit­schlep­pen muss. Der nimmt viel Platz auf dem Rad weg. Und schwer ist er auch noch. Das erspart auch, Reis- oder Nudel­pa­ckun­gen mit­zu­schlep­pen. Out­door heißt für ihn: Feu­er­zeug statt Campingkocher.

Als Grund­aus­stat­tung ist es wich­tig, eine Was­ser­bla­se im Ruck­sack zu tra­gen. Aus ihr kann er auch wäh­rend einer Fahrt durchs Gebir­ge trin­ken. Denn so kann er wei­ter in sei­nem Rhyth­mus stram­peln. In war­men Län­dern nimmt er wei­te­re zwei Trink­fla­schen am Rah­men mit. Es gibt immer irgend­wo einen Fried­hof oder ein Café, wo er Was­ser nach­fül­len kann. Ein­hei­mi­sche ver­ra­ten auch oft, wo sich ein Brun­nen oder eine Quel­le mit gutem Was­ser befindet. 

Erste Zeit nach der Ankunft 

Für die ers­ten Tage nach der Ankunft packt ger­ne drei Päck­chen Stu­den­ten­fut­ter als Basis­ver­sor­gung ein. So erspart er sich fürs ers­te das Suchen in Lebens­mit­tel­ge­schäf­ten. Auch Hafer­flo­cken nimmt er mit, denn so kann man sehr gut Magen- und Darm­pro­ble­me ver­mei­den. Vor Ort kau­fe er Jogurt dazu. Die­ser hält sich meis­tens län­ger als Milch, schmeckt auch bes­ser als H‑Milch und lie­fert mehr Energie. 

In Kiru­na hat ein Schlit­ten­bau­er ihm mal einen prak­ti­schen Kunst­stoff­be­cher geschenkt. Der eig­net sich nicht nur gut zum Trin­ken, son­dern auch zum Essen. Vie­le Skan­di­na­vi­er tra­gen das sta­bi­le Teil bei sich, wenn sie wan­dern gehen. Äpfel hal­ten den Mund schön frisch, lie­fern auch noch Flüs­sig­keit und Vit­ami­ne. Bana­nen sind sehr gut zur Ver­sor­gung mit Nähr­stof­fen, kauft er aber nur zum direk­ten Ver­zehr vor Ort. Denn sie ver­ge­hen schnell. Meis­tens schmun­zeln die Kas­sie­re­rin­nen über die eine Bana­ne auf dem Band. Dann ergibt sich eine gute Gele­gen­heit zu einem Gespräch über das Land. 

Outdoor heißt: Feuerzeug statt Campingkocher

Statt eines Cam­ping­ko­chers nimmt er lie­ber ein Feu­er­zeug mit. Es gibt an vie­len Orten fes­te Feu­er­stel­len, an denen man leicht eine Wurst oder eine Dose in die Flam­men hal­ten kann. Das run­det wun­der­bar einen schö­nen Tag in den schwe­di­schen Fjälls ab. Platz für ein Feu­er­zeug ist immer im Gepäck. Rezep­te zu ken­nen, wie eine Autorin des Spie­gel im nach­fol­gen­den Arti­kel schreibt, ist dann nicht ele­men­tar. Drau­ßen schmeckt sowie­so alles bes­ser, wenn man das Rau­schen des Flus­ses und das Flüs­tern des Win­des hört. Und dann viel­leicht auch ein Ren­tier vor­bei­kommt.

Was Spie­gel-Autorin Eva Leh­nen im Out­door-Urlaub wich­tig ist, erfährst Du hier.

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Wandern oder Radeln auf dem Camino Primitivo?

Bist Du schon auf dem Cami­no Pri­mi­tivo gera­delt? Nach­dem ich gera­de einen Arti­kel in der “Welt” dar­über gele­sen habe, reizt es mich schon, weil ich dann mal wie­der ordent­lich auf dem vom Küs­ten­weg abge­hen­den Teil des Jakobs­we­ges kra­xeln könnte.

Erst ein­mal habe ich auch den Weg durch Gali­zi­en und Por­tu­gal erklim­men kön­nen und muss­te nur zwei- oder drei­mal auf Land­stra­ßen aus­wei­chen. So schlimm war es trotz 23 Kilo­gramm Gepäck jetzt auch nicht gera­de. Zum ande­ren kann man auch schie­ben. Vie­le erzäh­len auch nur ger­ne viel und erzäh­len, wie anstren­gend doch die Stre­cke sei, die gera­de vor einem lie­ge. Am Ende war es dann immer leich­ter als gedacht. Hier han­delt es sich auch nur um knapp über 300 Kilo­me­ter Stre­cke. Und auch dort wird es schon mit Hil­fe eines Navis mög­lich sein, die ganz stei­len Abschnit­te zu umfah­ren. Ich pro­bie­re es trotz­dem in den Ber­gen aus, auch wenn ich auf einer Web­sei­te gele­sen habe, dass es für Rad­ler zu schwie­rig sei. Es gibt sicher dort auch Unter­künf­te, wo ich das Gepäck abla­den kann, und dann ganz unbe­schwert den Gip­fel erreiche.

Denn ich fin­de per­sön­lich Ber­ge sehr viel span­nen­der beim Rad­fah­ren trotz der damit ver­bun­de­nen Anstren­gun­gen, weil die meis­ten Küs­ten­we­ge in Euro­pa nicht zuletzt der Bebau­ung und des Ver­kehrs wegen eher abschre­ckend sind.

Was spricht dafür den Pri­mi­tivo aus­zu­pro­bie­ren? In Ber­gen sind oft wenig Autos unter­wegs. Die Men­schen haben meis­tens eine freund­li­che Men­ta­li­tät und sind daher oft sehr hilfs­be­reit. Zudem sind die Prei­se güns­tig und das Essen in den Gast­stät­ten auf Ein­hei­mi­sche aus­ge­rich­tet. Es gibt also das bes­se­re Essen. Zudem: Was gibt es Schö­ne­res, als eine Pau­se an Was­ser­fäl­len ein­zu­le­gen, einen Kaf­fee in einem Berg­dorf ein­zu­le­gen, wenn der Nebel noch dampft, eine gran­dio­se Aus­sicht zu genießen?

Mehr Infos über das Poten­ti­al einer Pil­ger­rei­se auf dem Cami­no Pri­mi­tivo fin­dest Du hier:

Pil­gern auf dem Cami­no Primitivo

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12 atemberaubende Strecken — Premiumwandern in Schweden

Schö­ne Seen, teil­wei­se eine atem­be­rau­ben­de Küs­te, Moo­re und Ber­ge — Schwe­den ist bekannt für sei­ne groß­ar­ti­ge Natur. Daher gibt es auch etli­che Schwe­den­freun­de, die das Land mit dem Kanu oder zu Fuß durch­strei­fen und erle­ben wollen.

Am bekann­tes­ten ist der Wan­der­weg “Kungs­le­den”, aber es gibt, wie ich jetzt der Zei­tung “Aften­pos­ten” ent­neh­me, auch elf ande­re Wege, die gera­de der Schwe­di­sche Tou­ris­mus­ver­band Svens­ka Turist­fö­re­n­in­gen zusam­men­ge­stellt hat.

Her­aus­ge­kom­men sind dabei zwölf Stre­cken, die hof­fent­lich alle wirk­lich die fol­gen­den selbst­ge­steck­ten Kri­te­ri­en erfül­len wie zum Beispiel:

- sie sol­len schön sein und spek­ta­ku­lä­re Natur­er­leb­nis­se bieten

- jeder ein­zel­ne soll typisch für sei­nen Lan­des­teil sein

- sie sol­len leicht zu errei­chen und mit dem ÖPNV ansteu­er­bar sein

- nicht nur erfah­re­ne, son­dern auch weni­ger erfah­re­ne Wan­de­rer sol­len sie bewäl­ti­gen können

- auch als Rund­kurs mit Rück­kehr zum Start­punkt mach­bar sein

- Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten anbieten.

Zwölf Wan­der­we­ge sol­len die­se Kri­te­ri­en jetzt erfüllen:

- Kungs­le­den Abis­ko in Norr­bot­ten bei Kiru­na, wo auch der aus Sel­ma Lager­löfs Werk “Nils Hol­gers­son” berühm­te Berg Keb­ne­kai­se liegt

- Kungs­le­den Hema­van in Väs­ter­bot­ten, der auch durch das Gebiet des noch natür­lich flie­ßen­den Flus­ses Vin­deln führt

- Höga kus­ten am Bot­t­ni­schen Meer­bu­sen süd­lich von Umeå

- Nor­ra Sörm­land west­lich von Stock­holm im Gebiet von Mälaren

- Sil­jans­le­den in Dalar­na im Her­zen Schwedens

- Finns­kogs­le­den in Värm­land im schwe­disch-nor­we­gi­schen Grenzgebiet

- Jämt­land­s­tri­an­geln, wo Du viel­leicht sogar den scheu­en skan­di­na­vi­schen Braun­bä­ren beob­ach­ten kannst

- natür­lich den Natio­nal­park Tive­den in der Nähe von Göteborg

- Södra Bohus­län, die berühm­te schwe­di­sche Westküste

- Öland, das Mal­lor­ca der Schweden

- Omberg am gro­ßen Vätternsee

sowie

- Öster­len bei Hen­ning Man­kells Ystad.

Wei­te­re Infos fin­dest Du unter

Zwölf neue Wan­der­we­ge in Schweden

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Chinesen “stürmen” Örebro

Dass Nor­we­ger ger­ne ihren Urlaub in Schwe­den ver­brin­gen, ist klar. Es ist das Nach­bar­land, ins­ge­samt wär­mer als Nor­we­gen und auch deut­lich günstiger.

Öre­bro ist im Nor­den bekannt sei­ner schö­nen Alt­stadt wegen. Und wegen der groß­ar­ti­gen Natur rund­her­um. Im Natio­nal­park Tive­den kann man gut wan­dern. Er ist mit­un­ter moo­rig und bie­tet daher sel­te­nen Tie­ren idea­le Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten. Es gibt auch gro­ße Seen dort. Ich erin­ne­re mich noch bis heu­te an den hüb­schen Ort Asker­sund und den Segelboothafen.

Aber am liebs­ten erin­ne­re ich mich an zwei sehr mensch­li­che Begeg­nun­gen. Als ich mal Tive­den mit dem Rad durch­streif­te und erleb­te, erwisch­te mich viel Regen, so dass ich klatsch­nass ein Café erreich­te. Der Besit­zer reagier­te umge­hend und stell­te an mei­nem Tisch einen Ven­ti­la­tor auf, an dem ich mich auf­wär­men und trock­nen konn­te. Kaf­fee und Kuchen schmeck­ten natür­lich auch sehr gut. Da der Regen nicht auf­hör­te, blieb ich meh­re­re Stun­den dort, bis ich dann abends auf einer Lich­tung mein Zelt aufbaute.

Mei­ne zwei­te Begeg­nung hat­te ich mit einem Fleisch­pro­du­zen­ten in der Gegend, des­sen Betrieb ich mir anschau­te. In einer Zei­tung las ich, dass er einen Preis wegen der aus­ge­zeich­ne­ten Qua­li­tät erhal­ten hat­te. Ob es im sel­ben Jahr wie in Tive­den war, weiß ich nicht mehr. Er dach­te wohl, dass ich als Rad­fah­rer bestimmt immer hung­rig wäre, pack­te mir zum Abschied eine klei­ne Kühl­ta­sche voll mit eis­ge­kühl­tem Fleisch.

Kein Wun­der, dass Nor­we­gen so ger­ne in die Gegend fah­ren, wenn man dort so gast­freund­lich ist. 741000 Über­nach­tun­gen zählt man aktu­ell in Öre­bro, davon sei­en gut 40 Pro­zent Nor­we­ger. Und über­ra­schend vie­le Chi­ne­sen tau­chen dort auch auf. Gab es 2013 erst noch 700 Über­nach­tun­gen, sei die Zahl der Über­nach­tun­gen rasant auf aktu­ell 14000 gestie­gen, schreibt die Zei­tung Afton­bla­det. Wich­tigs­ter Grund sei­en die bei den Asia­ten belieb­ten Rund­rei­sen durch Skandinavien.

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Die hohen Berge Spaniens

Hast Du gewusst, dass in Spa­ni­en min­des­tens sie­ben Ber­ge über 3000 Meter hoch sind? Die Zei­tung “La Voz de Gali­cia” hat jetzt einen Arti­kel dar­über publi­ziert und die Fotos sehen schon beein­dru­ckend aus.

Bei mir ste­hen schon die Picos an der Nord­küs­te auf der Lis­te. Die hei­ßen so, weil die See­fah­rer beim Anblick ihrer wei­ßen Gip­fel wuss­ten, dass sie bin­nen kur­zem wie­der zuhau­se sind. Am höchs­ten Punkt sind sie immer­hin 2648 Meter hoch.

Die höchs­ten Gip­fel befin­den sich dem­nach in den Pyre­nä­en und in Anda­lu­si­en. Sie sol­len für Aktiv­ur­laub gut erschlos­sen sein. Stand­ort ist zum einen die Pro­vinz Hue­s­ca, zum ande­ren natür­lich die Sier­ra Nevada.

Das gilt natür­lich auch für Spa­ni­ens höchs­ten Berg, den Tei­de auf Tene­rif­fa. Dort wur­den auch schon bekann­te Fil­me gedreht wie Fast & Furious 6 sowie Ram­bo V: Last Blood.

Die hohen Ber­ge Spaniens

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Warmes Wasser in Algarve

Kar­ten zum Wan­dern und Radeln in Algar­ve lie­gen schon lan­ge bereit in mei­ner Woh­nung. Zwei­mal bin ich mit mei­ner Freun­din dort gewe­sen, jeweils für zwei Wochen in einem net­ten por­tu­gie­si­schen Bade­ort namens Mon­te Gordo. Er liegt nahe an der por­tu­gie­sisch-spa­ni­schen Grenze.

Aber im August ist es uns dort für Aktiv­ur­laub zu heiß. Daher sind wir ent­we­der mor­gens früh zum Strand gegan­gen oder am frü­hen Nach­mit­tag, um nicht in der Son­ne zu verbrennen.

Die ers­ten Tage haben wir immer am Strand von Mon­te Gordo ver­bracht, den ich als sehr ange­nehm emp­fin­de. Er ist gut zu Fuß vom Feri­en­haus aus zu erreichen,so dass uns zum einen die Fahrt im hei­ßen Auto erspart bleibt, zum ande­ren ist es eine gute Gele­gen­heit, sich am Tag wenigs­tens vier Kilo­me­ter zu Fuß zu bewe­gen. Die läs­ti­ge Park­platz­su­che erüb­rigt sich auch. In Mon­te Gordo ist es auch von Vor­teil, dass dort über­wie­gend Por­tu­gie­sen die Feri­en ver­brin­gen. Daher ist es trotz der nahen Nach­barn am Strand ruhig. Und dort kann man beden­ken­los sei­ne Klei­dung und Wert­sa­chen unter einem Hand­tuch lie­gen las­sen. Gestoh­len wird dort nichts.

Da mir bei zu viel Her­um­lie­gen immer krib­be­lig wird, neh­me ich mir jeden Tag eine gut 500 Meter lan­ge Stre­cke zum Schwim­men vor. Dann bin ich gut eine Stun­de im Was­ser, wenn ich par­al­lel zum Ufer bis zu einer bestimm­ten Mar­ke unter­wegs bin. In Mon­te Gordo schwimmt eine gro­ße Bade­in­sel im Was­ser, auf der Jugend­li­che her­um­tol­len. Das Was­ser ist ange­nehm warm um die­se Zeit.

Nach der Rück­kehr schmeckt dann der viel­fach von flie­gen­den Händ­lern ange­bo­te­ne Ber­li­ner drei­mal so gut. Es gibt dort auch ein net­tes Café mit Wifi, von dem aus sich der tag­täg­li­che Blog gut aktua­li­sie­ren lässt und man im Lie­ge­stuhl davon träu­men kann, mal im Hin­ter­land mit dem Rad oder Wan­der­schu­hen unter­wegs zu sein. Aber die Vor­freu­de ist bekannt­lich auch die bes­te Freude.

Wer einen Vor­ge­schmack auf Aktiv­ur­laub bekom­men hat, soll­te sich die­sen Arti­kel auf Spie­gel Online durch­le­sen: Aktiv­ur­laub Algar­ve. Lei­der fehlt es dort aber an einer Kar­te mit einer zusam­men­hän­gen­den Stre­cke, die man jetzt auf Emp­feh­lung des Autors abfah­ren könn­te. Weit­ge­hend ohne Ver­kehr, auf ange­neh­mem Unter­grund. Das hat die por­tu­gie­si­sche Zei­tung “Express” vor eini­gen Tagen bes­ser gemacht, als sie eine schö­ne Tour von Por­to Rich­tung Figuei­ra da Foz vor­schlug. Rad­wan­dern an der Westküste

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Wanderurlaub in der Stadt

Net­ter Vor­schlag der Kol­le­gen des in Eng­land erschei­nen­den “Tele­graph”: Inner­halb man­cher Städ­ten gibt es beacht­lich gro­ße Parks und öffent­li­che Plät­ze. Die­se bie­ten sich auch als Zie­le im Urlaub an, zum Wan­der­ur­laub in der Stadt.

In Por­to ist es ein hoch über dem Rio Dou­ro lie­gen­der gro­ßer Park, den man schön von der Alt­stadt aus errei­chen kann. Auf der Stre­cke liegt eine alte Zita­del­le mit einer eben­falls von Ein­woh­nern in der Frei­zeit besuch­ten Parkanlage.

Der Rei­sen­de hat auch in sei­nem Rei­se­füh­rer “Müns­ter Stadt der Skulp­tu­ren” Wan­der­rou­ten ent­wi­ckelt. Inte­griert ist auch die meh­re­re Kilo­me­ter lan­ge Pro­me­na­de. Es gibt viel zu ent­de­cken, an dem auch Rei­se­pro­fis oft acht­los vor­bei­lau­fen wie an der Fas­sa­de des Rat­hau­ses zu Müns­ter. Dort befin­det sich jedoch vie­les, was auf den Cha­rak­ter der West­fa­len­me­tro­po­le schlie­ßen lässt. Die Fas­sa­de ist gotisch. Sie ent­stand mit ihren Bil­dern und Sym­bo­len für die meist des Lesens nicht mäch­ti­gen Bür­ger zwi­schen 1350 und 1400. Aller­dings wur­de das Rat­haus im Zwei­ten Welt­krieg im Okto­ber 1944 zer­stört, aber eben auch spä­ter wie­der aufgebaut. 

Säulenprogramm

So sind an der Mit­tel­säu­le die vier Ele­men­te an den Tie­ren Sala­man­der, Fisch, Vogel und Schlan­ge zu erken­nen. Rechts davon sind die vier Jah­res­zei­ten, links die Köp­fe der Täu­fer zu sehen. Bei ihnen befin­det sich auch das Wap­pen der Wie­der­täu­fer. Im aus einem Bogen­gang mit vier stei­len Spitz­bö­gen auf fünf Säu­len gestal­te­ten Erd­ge­schoss wer­den Anfech­tun­gen und Gefah­ren des Erden­le­bens dar­ge­stellt. Die­se kön­nen die Men­schen über­win­den, wenn sie an Chris­tus glau­ben. Daher befin­det sich im Gie­bel das neue Jeru­sa­lem als Abbild des Himmels.

Die mitt­le­re Säu­le im Erd­ge­schoss stand einst für Chris­tus. Löwe, Pan­ther, Adler und Phö­nix sym­bo­li­sie­ren ihn. Dane­ben befand sich die Todes­säu­le. Dies ist an einem hus­ten­den Wald­geist zu erken­nen. Als das Rat­haus erbaut wur­de, herrsch­te in Euro­pa die Pest. Um 1382 such­te sie auch Müns­ter beson­ders hart heim. Über 8000 Men­schen sol­len gestor­ben sein. Das Kapi­tell der Todes­säu­le zeig­te vier ver­schie­de­ne Mas­ken, die den Tod in Form von Pest­kran­ken darstellte.

Links davon gab es eine Teu­fels­säu­le. Zu iden­ti­fi­zie­ren ist sie an den Höl­len­we­sen Basi­lisk, Sire­ne, Dra­che und Ken­taur. Doch links von ihr steht eine mit Eichen­laub ver­se­he­ne Säu­le. Das Laub steht für Fes­tig­keit im Glau­ben. Die rech­te Säu­le hin­ge­gen ist mit Wein­laub bewach­sen, das fürs leben­di­ge Wort Got­tes steht. Um in den Him­mel zu kom­men, muss­te der Mensch jedoch sei­ne Las­ter über­win­den, die auf einem Fries zwi­schen zwi­schen Erd­ge­schoss und Haupt­teil der Fas­sa­de in Form von Alle­go­rien abge­bil­det sind. Sehr schön stellt die Über­win­dung der Las­ter der por­tu­gie­si­sche Renais­sance-Dich­ter Gil Vicen­te in sei­nen frisch ins Deut­sche über­setz­ten Dra­men “Die Rei­se der See­le” und “Das Höl­len­schiff” dar.

Skulpturen

Einst gab es drei Skulp­tu­ren im Haupt­ge­schoss der Fas­sa­de: Zen­tral war Maria mit Jesus­kind. Neben ihr der Erz­engel Micha­el, da er den Teu­fel über­wand. An des­sen Sei­te stand Sankt Georg als Hel­fer in der Not gegen Krank­hei­ten. In ihnen fan­den die Men­schen des Mit­tel­al­ters Ansprech­part­ner. Eine inter­es­san­te Dop­pel­fi­gur wur­de in der mitt­le­ren Ach­se des Gie­bels mit König Salo­mon und Karl dem Gro­ßen geschaf­fen. Salo­mon steht für Weis­heit und Gerech­tig­keit, Karl war Grün­der der Stadt und des Rei­ches. Bischof Liud­ger mis­sio­nier­te um 790 in Karls Auf­trag und grün­de­te eine Holz­kir­che an der Aa. Über die­ser Figur ist ein Bild­schrein zu erken­nen. Sie steht im Reich Got­tes. In ihm ste­hen Maria, ein Engel/Mensch, ein Stier, ein Löwe und ein Adler. Sie ste­hen für die vier Evan­ge­lis­ten, die das Wort Got­tes in die Welt hinaustragen.

Der Engel steht für Mat­thä­us, der von der Geburt Chris­ti berich­tet, also von der Mensch­wer­dung Got­tes. Der Stier für Lukas, der die Kreu­zi­gung Jesu beschreibt, also die Erlö­sung des Men­schen durch den Opfer­tod. Mar­cus ist der Löwe, steht für Auf­er­ste­hung. Der Adler steht für Johan­nes, also die Him­mel­fahrt, und das Jüngs­te Gericht. Unter dem Bal­da­chin leben Wolf, Lamm, Löwe, Rind und Schlan­ge fried­lich zusam­men. Dane­ben befin­det sich der Pro­phet Jesa­ja. Das Ensem­ble steht für den Tem­pel­berg des himm­li­schen Jeru­sa­lem, also das neue Gottesreich.

Acht schlan­ke Säu­len krö­nen das Rat­haus. Auf ihnen befin­den sich als Wäch­ter ein Horn­blä­ser und ein Aus­schau hal­ten­der Mann. Dane­ben wie­der der Pro­phet Jesa­ja und Moses mit den Geset­zes­ta­feln. Vier Thro­nen­gel gesel­len sich dazu. Die Wäch­ter bewach­ten Jeru­sa­lems. Die Engel begrü­ßen die in den Him­mel kom­men­den Men­schen. Und heu­te die Tou­ris­ten zum Wan­der­ur­laub in der Stadt.

Wiederaufbau nach dem Krieg

Am 30. Okto­ber 1958 erst fei­er­te man nach der Zer­stö­rung durch Bom­ber der Alli­ier­ten des­sen Wie­der­auf­bau. Dies war nicht selbst­ver­ständ­lich. Es fehl­te das nöti­ge Geld dafür. Ein­zel­ne Häu­ser am eben­falls zer­stör­ten Prin­zi­palmarkt stan­den zwar wie­der seit Ende der 1940-er Jah­re. Zum Glück hat­ten die Bür­ger das wert­vol­le Inven­tar des Frie­dens­saa­les zuvor gesi­chert. Dem Ver­ein der Kauf­mann­schaft ist der Wie­der­auf­bau zu ver­dan­ken. So fris­tet Müns­ter heu­te nicht die Tris­tesse Hamms oder Kiels mit brei­ten Durch­gangs­stra­ßen zuguns­ten des Kraftfahrzeugverkehrs. 

Die Kauf­leu­te sam­mel­ten Geld über Lot­te­rien. Jedes Los kos­te­te 50 Pfen­nig. 850 000 Mark kamen zusam­men. Den Grund­stein leg­te die Stadt 1950. Der Gie­bel stand 1954. Der Prin­zi­palmarkt wur­de mit Fah­nen geschmückt. Fest­got­tes­diens­te gab es in St. Lam­ber­ti und in der Apos­tel­kir­che. Musi­ka­lisch gekrönt wur­de das Fest mit Beet­ho­vens “Freu­de schö­ner Götterfunken”. 

Auch in vie­len ande­ren Städ­ten befin­det sich an Rat­häu­sern und in Kir­chen ähn­li­che Dar­stel­lun­gen, die man beim Wan­der­ur­laub in der Stadt ent­de­cken kann. So auch im Dom zu Müns­ter, den Rei­sen­de jetzt mit die­sem Wis­sen gut vor­be­rei­tet betre­ten können.

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Felsige Algarve, vom Wind gepeitscht

Fel­sal­gar­ve und San­dal­gar­ve — so unter­schei­det man die por­tu­gie­si­sche Küs­te im Süden des Lan­des. Jetzt peit­schen mit­un­ter hohe Wel­len auf die Fel­sen, die das Erschei­nungs­bild ver­än­dern kön­nen. Das Wan­dern kann dann doch gefähr­lich werden.

Die in Wien erschei­nen­de Zei­tung “Die Pres­se” hat jetzt einen inter­es­san­ten Arti­kel über die auf­tre­ten­den Phä­no­me­ne veröffentlicht.

Fel­sal­gar­ve

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Alte Festungen, das letzte Herbstlaub

Das schö­ne Wet­ter nut­zend, sind wir am Sonn­tag auf dem Rhein­steig herumgeklettert.

Wir sind 12,8 Kilo­me­ter von Leu­tes­dorf bis Rheinb­rohl gelau­fen, haben dabei eine Burg­rui­ne und Skulp­tu­ren mit­ge­nom­men, den Blick auf das letz­te Herbst­laub genos­sen und den Blick auf den Rhein.

Da es fast 700 Höhen­me­ter sind, muss man schon Zeit ein­pla­nen — gut 5,5 Stunden.

Es geht mehr­mals fast kom­plett ins Tal herunter.

Die Stre­cke liegt unge­fähr auf der Mit­te zwi­schen Bonn und Koblenz. Am Anfang und am Ende der Stre­cke gibt es Bahn­hö­fe, was An- und Abrei­se erleich­tert. Gele­gen­heit zur Ein­kehr gibt es nur in Leu­tes­dorf und Rheinb­rohl um die­se Jah­res­zeit. Die Hüt­ten sind der­zeit geschlossen.

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