Nach 500 Kilometern Radeln erste Stadt

Nach 500 Kilo­me­tern Radeln ers­te Stadt: Mehr als 500 Kilo­me­ter lie­gen jetzt hin­ter dem Rei­sen­den, seit­dem er Por­to ver­las­sen hat. Heu­te Nach­mit­tag ist er in Zamo­ra ein­ge­trof­fen — in Cas­ti­lia y León also. Sie ist eine sei­ner Lieb­lings­städ­te auf sei­ner Rund­rei­se auf der Ibe­ri­schen Halb­in­sel. Von nun an geht es auf der Via de la Pla­ta in Rich­tung Sevilla. 

Shop­ping — ein längst nicht mehr bekann­tes Erleb­nis. Coim­bra und Por­to waren auf nun 2200 Kilo­me­tern ab Faro die ein­zi­gen wirk­li­chen Städ­te. Zehn Wochen hat der Rei­sen­de fast nur auf dem Land, in Klein­städ­ten und Dör­fern ver­bracht. Por­to und Zamo­ra ver­bin­det der Rio Dou­ro. Die­ser ent­springt in der Gegend von Soria.

Mode, Par­füm, Mobil­funk — welch ein Kon­trast zu den Unmen­gen an Bar­bie­ren und Fri­seu­ren, Bars und Cafés in den Klein­städ­ten in Por­tu­gal. Heu­te hät­te der Rei­sen­de mal Zeit für einen Besuch beim Fri­seur gehabt. Aber er fand in der Alt­stadt nur ein Nagel­stu­dio. Das wäre viel­leicht auch mal ange­bracht, nach­dem der Rad­ler ges­tern fünf Löcher eines Schlau­ches ver­sie­gelt hat­te. Die Sta­cheln einer Pflan­ze hat­ten sich hin­ein­ge­bohrt. Öl ist noch immer auf der Haut zu sehen. Zwei Nägel bra­chen etwas ab, not­dürf­tig mit dem Taschen­mes­ser in Form gebracht. Aber es fand sich ein­fach kein Friseur.

Einkaufen ist nach 500 Kilometern Radeln mal wieder ein Erlebnis

Und was kauf­te der Rei­sen­de in der rie­si­gen Stadt? Größ­te Inves­ti­ti­on war bis­her in Por­to ein neu­er Hin­ter­rei­fen. Sta­cheln hält der aller­dings nicht stand. Heu­te folg­te eine … Han­dy­hül­le. Eine rote wähl­te die Ver­käu­fe­rin für ihn aus. Die­se hielt nur weni­ge Wochen, wie auch eine spä­te­re in einem indi­schen Laden an der Algar­ve. Fin­ger davon: Daher soll­te man sich bes­ser eine neue vor einer Rei­se im eige­nen Land kau­fen. Die meis­ten Läden mit Smart­pho­ne-Asses­soires ver­kau­fen nur Bil­lig­wa­re. Sie frag­te dann auch noch nach dem Smart­pho­ne-Modell. Völ­li­ge Über­for­de­rung beim Ver­kaufs­ge­spräch. Nach neun Wochen Unter­hal­tung auf Por­tu­gie­sisch folgt nun eine auf Spa­nisch. Dank ihrer freund­li­chen Anlei­tung fand der Rei­sen­de dann noch her­aus, wel­ches Modell er seit acht Jah­ren sein eigen nennt. Ver­bun­den mit einem Rabatt hät­te er noch Ohr­hö­rer dazu­kau­fen kön­nen. Er emp­fahl ihr aber statt­des­sen sei­ne eige­nen. Nach etwas Nach­den­ken fand sie es wit­zig, dass der Kun­de das Gespräch dre­hen wollte.

In der Menge treiben lassen

Dann ließ er sich wie­der drau­ßen mit der Men­ge trei­ben. Men­ge ist gut gesagt, ange­sichts der viel­leicht 100 Leu­te auf der Ein­kaufs­stra­ße. Aber ver­gli­chen mit den ein­zel­nen Pas­san­ten, die er in den Vor­wo­chen gese­hen hat­te, ist das viel. In Cafés und Bars saß er meis­tens nur mit drei oder vier Leu­ten zusam­men im Raum. In Covid-Zei­ten ist das aber auch nicht ganz verkehrt.

Zamo­ra ähnelt einem Stadt­teil Madrids. Vorm Hotel liegt die Sevil­la-Bar. Vor die­ser spie­len ein Gitar­rist und ein Sän­ger spa­ni­sche Klas­si­ker. Eine per­fek­te Ein­stim­mung auf die bevor­ste­hen­de Rad­rei­se Rich­tung Sevil­la auf dem Jakobs­weg. Vorm Hotel liegt auch eine Tapas­bar. Zum Zen­trum gehö­ren Muse­en und ein Thea­ter. Und es gibt eine schö­ne Burg, hoch über der beein­dru­cken­den Land­schaft. Von ihr wirft der Rei­sen­de einen weh­mü­ti­gen Blick zurück auf die zurück­lie­gen­den Wochen am Rio Dou­ro. Das ist pures Bike-Packing. Und nach 500 Kilo­me­tern Radeln war sogar das unge­lieb­te Ein­kau­fen in der ers­ten Stadt ein Erlebnis.

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1555 Kilometer von Faro bis Porto

1555 Kilo­me­ter von Faro bis Por­to: Die Via Algar­via­na, die Rota Vicen­ti­na und der Camin­ho Por­tu­guês lie­gen hin­ter dem Rei­sen­den. Von Faro bis Por­to war er über sechs Wochen mit dem Fahr­rad unterwegs. 

Von die­sen drei Stre­cken war vor allem der Jakobs­weg wie auf ihn zuge­schnit­ten. Zu gut neun­zig Pro­zent ist er auf ihm gefah­ren. Denn die Stei­gun­gen waren auch mit 23 Kilo­gramm Gepäck viel leich­ter zu bewäl­ti­gen als die Via Algar­via­na oder die Rota Vicen­ti­na. Mehr als einen Kilo­me­ter muss­te er nie schie­ben, meis­tens nur 50 bis 100 Meter. Und die Räder san­ken auch nicht so tief in Sand ein wie auf den eher für Wan­de­rer oder Rad­ler mit Day­pack geeig­ne­ten Stre­cken. Schie­ben ließ sich aber nicht immer vermeiden.

Dreimal in der Werkstatt

Und Repa­ra­tu­ren auch nicht: Zwei­mal muss­te der Rei­sen­de auf 1555 Kilo­me­tern von Faro bis Por­to Schläu­che tau­schen. Da das Rad der Pan­de­mie wegen gut 1,5 Jah­re nur im Haus­flur stand, alter­te das Gum­mi stark. Nur so kön­nen die Löcher, nur so kann das ges­tern raus­ge­sprun­ge­ne Ven­til erklärt wer­den. In Por­to wech­sel­te er vor­ges­tern auch den Hin­ter­rei­fen aus. Er war abge­fah­ren und wies win­zi­ge Löcher aus. Eher als in Por­to bot sich der Aus­tausch nicht wirk­lich an. Rad­ge­schäf­te sind in Por­tu­gal dünn gesät. In San­t­a­rém und in Coim­bra sah der Rei­sen­de die ers­ten seit län­ge­rer Zeit. Mecha­ni­ker in Por­tu­gal und Spa­ni­en repa­rie­ren oft kos­ten­los Räder. So ver­pass­te der Mecha­ni­ker der Ket­te sogar ein regel­rech­tes Ölbad. Er wei­ger­te sich aber, die­se zu rei­ni­gen, weil dies nicht gut sei. Da sie jetzt im Öl schwimmt, sind Por­tos stei­le Gas­sen kaum noch ein Hindernis.

Pilger sind 1555 Kilometer von Faro bis Porto gern gesehen

Obwohl es durch­aus Geg­ner des Jakobs­we­ges gibt wegen des damit ver­bun­de­nen Kom­mer­zes, ist der Rei­sen­de ein gro­ßer Anhän­ger. Zum einen liegt es dar­an, dass es auf der Stre­cke ein gutes Ange­bot an Muse­en, Restau­rants und Unter­künf­ten gibt. Zum ande­ren sind Pil­ger hier gern gese­hen. Nicht alle wer­fen einem freund­li­che Bli­cke zu. Dro­hend hielt ein Bau­er in Rich­tung des Rei­sen­den, weil er ste­hen­ge­blie­ben war. Denn er konn­te sich dem Schau­spiel der Oli­ven­ern­te nicht ent­zie­hen. Wenn Ehe­paa­re und Fami­li­en ihre Net­ze auf den Hai­nen aus­le­gen, die sau­ren Früch­te her­un­ter­rüt­teln oder ‑schla­gen, belebt dies unge­mein die Strecken. 

Wor­auf es dabei ankommt, beschreibt der Rei­sen­de im Rad- und Kul­tur­rei­se­füh­rer über die Ser­ra da Est­re­la. Auf der Rad­rei­se durchs Cen­tro de Por­tu­gal besuch­te er einen Hof im Berg­dorf Trin­ta. Er woll­te sich die­ses Spek­ta­kel nicht ent­ge­hen las­sen. Er hat­te das Glück, dass die Arbei­ter Anfän­ger waren und ihnen die Tech­ni­ken Schritt für Schritt erklärt wer­den muss­ten. Wie das Leben dort vor über 500 Jah­ren ablief, beschreibt der berühm­te Renais­sance-Dich­ter Gil Vicen­te in sei­ner “Tra­gi­ko­mö­die der Ser­ra da Est­re­la” ein­drucks­voll.

Verbunden mit Land und Leuten

Aber die meis­ten Men­schen reagie­ren freund­lich. Sie beob­ach­ten offen­bar ger­ne Pil­ger von Gär­ten oder Vor­gär­ten aus, wenn die­se durch ihre Regi­on zie­hen. Sobald sie mer­ken, dass sie nicht wei­ter­wis­sen, wei­sen sie ges­ten­reich oder rufend die wei­te­re Rich­tung an. 

So fühlt sich der Rei­sen­de der Bevöl­ke­rung ver­bun­den und nicht zuletzt den Pil­gern selbst. Noch vor weni­gen Tagen wan­der­te der Rei­sen­de zusam­men mit Klaus aus Lünen und Sofia aus Leip­zig, als er den Wall­fahrts­ort Fáti­ma ver­las­sen hat­te. Dass er über­haupt mit bei­den wan­der­te, lag dar­an, dass er auf stei­ni­gen und stei­len Etap­pen nicht wirk­lich schnel­ler war. Und dank des Rades such­te er rings­um inter­es­san­te Zie­le auf, um die por­tu­gie­si­sche Kul­tur bes­ser ken­nen­zu­ler­nen. Die meis­ten Wan­de­rer ver­mei­den dies hier oder nut­zen Bus und Taxi, um etwa die berühm­ten hohen Wel­len von Naza­ré zu sehen. So trifft der Rei­sen­de eini­ge Pil­ger öfter mal wieder.

Faszinierende Gartenkultur in Porto

Allein hier in Por­to, wo er sich seit fünf Tagen auf­hält, fas­zi­niert ihn zum Bei­spiel die Gar­ten­kul­tur. Er kennt kaum eine ande­re Stadt in Euro­pa, die der­art krea­tiv mit ihren Grün­flä­chen umgeht. Von denen gibt es vie­le hier. Den Bota­ni­schen Gar­ten ver­wan­del­ten sie in eine Magi­schen Gar­ten. Ges­tern Abend zeug­te eine lan­ge Schlan­ge vom Inter­es­se, das Schau­spiel illu­mi­nier­ter Figu­ren mit­zu­ver­fol­gen. Künst­li­che Pflan­zen erleuch­ten von innen. Ein Tiger erwacht zu Leben wie auch Stein­bö­cke und Kame­le unter ägyp­ti­schen Göt­tern. Selbst ein Stück Chi­na hat man hier auf­ge­baut. Und dem Reiz des Ser­ral­ves-Parks kann sich der Rei­sen­de auch nicht ent­zie­hen. Wor­an das liegt? Dies steht in einer der nächs­ten Repor­ta­gen und auch im künf­ti­gen “Kul­tur­rei­se­füh­rer Por­to”. Jetzt aber geht es erst­mal wei­ter am Rio Dou­ro ent­lang in Rich­tung Ser­ra de Mon­te­mu­ro.

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Beste Kultur- und Reisedokus im TV

Bes­te Kul­tur- und Rei­se­do­kus im TV: Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten regel­mä­ßig mit den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­men im TV-Pro­gramm. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Dies­mal erwar­tet alle eine brei­te Aus­wahl von heu­te an bis Frei­tag: Vor allem Deutsch­land, aber auch Däne­mark, Frank­reich, Öster­reich, Por­tu­gal und Spa­ni­en sind ver­tre­ten. Wie­der­ho­lun­gen sind in die­ser Über­sicht kaum vor­han­den. Vie­le von ihnen ste­hen in zuvor ver­öf­fent­lich­ten Newslettern.

Die ange­kün­dig­te Rei­se-Doku über Lol­land weckt Erin­ne­run­gen an die Kind­heit. Damit ver­bin­det der Rei­sen­de die Fahrt nach Mel­by, Tis­vil­de oder Gil­lele­je zu Feri­en­häu­sern auf der däni­schen Insel See­land. Zuerst war­te­te eine der rie­si­gen Fäh­ren im Hafen von Putt­gar­den. Die ban­ge Fra­ge zuvor: Ver­hin­dert ein Stau auf der Auto­bahn, das Schiff recht­zei­tig zu erreichen? 

Es gelang aber immer, auch wenn es manch­mal knapp war. Dann erwar­te­ten eine lan­ge Schlan­gen im Hafen. Die Zeit des manch­mal zwei­stün­di­gen War­tens ver­trie­ben sich vie­le auf den Fahr­bah­nen damit, Ang­lern zuzu­schau­en. Wann es los­ging, auf die Fäh­re zu fah­ren, war leicht beim Her­um­lau­fen zu sehen. Irgend­wann fuh­ren die ers­ten Autos los. Dann setz­ten sich vie­le schleu­nigst in Bewe­gung zu den Autos. Los ging es. Sobald eine Metall­plat­te unter dem Auto pol­ter­te, befand man sich an Bord.

Im Sturm­lauf wur­de die Trep­pe genom­men, um schnell ans Son­nen­deck zu gelan­gen, wäh­rend die Erwach­se­nen in den Duty-free-Shop ström­ten. Schließ­lich war es span­nen­der, die Abfahrt vom Heck aus zu beob­ach­ten, wie es unten im Was­ser schäum­te und sich dann nach und nach der Hafen ent­fern­te. Immer dabei bei der Fahrt in die Feri­en in Däne­mark: stets das Schiff umkrei­sen­de und rufen­de Möwen. Gro­ße Mee­res­tie­re lie­ßen sich lei­der nie bli­cken in all den Jahren. 

Fast andert­halb Stun­den dau­er­te die Fahrt, bei der der Wind saus­te. Die Maschi­ne stampf­te. Sobald die Fäh­re in den Hafen von Rød­by ein­lief, trap­pel­ten alle schnell wie­der in den Bauch der Fäh­re. Aber es blieb noch viel Zeit, da oft vie­le Fahr­zeu­ge vor einem dran waren.

Licht von Lolland

Lol­land – strah­lend blau­er Him­mel, gel­be Raps­fel­der. Das sich so ent­fal­ten­de Licht ver­bin­det der Rei­sen­de mit der dritt­größ­ten däni­schen Insel. Und es ging fort­an wesent­lich lang­sa­mer auf der Euro­pa­stra­ße vor­an als auf einer deut­schen Auto­bahn. Dafür aber auch um so ent­spann­ter in Rich­tung Mari­bo. Schließ­lich began­nen die gro­ßen Feri­en. Eile war nicht mehr gebo­ten. Und die Hage­but­ten waren reif. Auf einem Park­platz noch auf Lol­land wur­de stets eine Rast ein­ge­legt. Der Rei­sen­de erfreu­te sich dort jedes Jahr an pral­len roten Früch­ten, an denen er auch etwas knab­bern konn­te. Und an deren jucken­den Nüss­chen, um sei­ne Geschwis­ter damit zu erfreu­en. Aber als Ent­schä­di­gung für alle gab es dann lecke­res Soft­eis. Und um die letz­te Etap­pe auf der Rei­se durch Däne­mark nach See­land zu versüßen.

Aber die Vor­freu­de auf den Weg durch den duf­ten­den Kie­fern­wald am Strand von Lise­le­je war stets noch viel grö­ßer. Denn hin­ter dem Wald war­te­ten herr­li­che Dünen­bur­gen. Die­se schütz­ten vor Wind und heiz­ten einen nach dem Bad im Meer schnell wie­der auf. In der Nähe von Mel­by liegt der Arresø. Dort unter­nahm ein Bru­der des Rei­sen­den ers­te Schrit­te im Sur­fen. Heu­te surft er in der gan­zen Welt.

Nun zu den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­do­kus im TV-Programm:


SaSoMoDiMiDoFr
Deutsch­land




Bio­sphä­ren­re­ser­vat Rhön, 3sat, 10.15 Uhr

Gotik, RBB, 23.50 Uhr
Stral­sund, Wis­ma­rer Bucht, NDR, 20.15 UhrMeck­len­burg. Seen­plat­te, HR, 20.15 Uhr
Däne­mark
Lol­land, WDR, 20.15 Uhr

Kopen­ha­gen, arte, 18.40 Uhr

Frank­reich
Tag in Paris, Phoe­nix, 21.45 Uhr

Bahn­hofs­ka­the­dra­len, Euro­pas Rei­se-Paläs­te, arte, 16.05 Uhr

Letz­te Leucht­turm­wär­ter, Phoe­nix, 17.15 Uhr


Öster­reich100 Jah­re Salz­bur­ger Fest­spie­le, 3sat, 18.25 Uhr



Nie­der­bay­ern bis Wach­au, Donau, BR, 20.15 Uhr

Por­tu­gal

Azo­ren, 3sat, 20.15 Uhr



Spa­ni­enMal­lor­ca, HR, 20.15 Uhr

Traum­tou­ren, HR, 21.45 Uhr


Mond­brun­nen, arte, 19.40 Uhr

Ibi­za, 3sat, 21.45 Uhr



Bes­te Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV-Programm
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Kür der besten Kultur- und Reisefilme im TV

Kür der bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV-Pro­gramm: Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten regel­mä­ßig mit den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­men im TV-Pro­gramm. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Deutsch­land, Frank­reich, Nor­we­gen, Öster­reich, Por­tu­gal, Schwe­den und Spa­ni­en sind ab heu­te ver­tre­ten. Wie­der­ho­lun­gen sind in die­ser Über­sicht kaum vor­han­den. Vie­le von ihnen ste­hen in zuvor ver­öf­fent­lich­ten Newslettern.

Her­vor­zu­he­ben ist sicher die Sen­dung über Gali­ci­ens Küs­te. Der Rei­sen­de durch­streif­te und erleb­te sie, von Por­to kom­mend, meh­re­re Wochen erst im Jah­re 2017. Einen gro­ßen Teil der Stre­cke bestritt er mit dem Rad auf dem Jakobs­weg. Ab dem Grenz­ort Tui bis nach Riba­deo führ­te die Rou­te mal durchs Hin­ter­land, dann am Was­ser entlang. 

Die­se Wech­sel vom Hoch- ins Tief­land sind zu emp­feh­len. Denn so kann sich der Kör­per im Flach­land gut erho­len und Kraft sam­meln für schö­ne Auf­stie­ge. Fürs Auge ist die Abwechs­lung auch gut. In den ein­sa­men Berg­dör­fern freu­en sich die Men­schen auf net­te Gesprä­che und spen­die­ren hier und da Obst und Getränke.

23 Kilo über den Felsen wuchten

Der Cami­no de Sant­ia­go lässt sich im Urlaub in Nord­spa­ni­en gut mit dem Rad bewäl­ti­gen, selbst auf Schot­ter. Nur zwei Ber­ge mied der Rei­sen­de auf der lan­gen Stre­cke, weil es extrem steil auf Schot­ter nach oben ging. 23 Kilo schiebt man nicht mal eben so her­auf. Und schon eini­ge Trep­pen­stu­fen kön­nen bedeu­ten, dass man nach bis dahin beque­mer Fahrt zur Stra­ße zurück­keh­ren muss. Zum Glück gab es gute Stra­ßen, um sie leicht zu umfahren.

An einem knie­ho­hen Fel­sen expe­ri­men­tier­te der Rad­ler mal eini­ge Minu­ten her­um, bis er den Schwung und den Win­kel fand, das Rad her­auf zu wuch­ten. Das war sehr anstren­gend. Dahin­ter und davor lag hin­ge­gen eine ange­neh­me Stre­cke. Mit der Zeit wach­sen aber die Mus­keln am Ober­kör­per, so dass sich der Auf­wand lang­sam redu­ziert. Nach der Rück­kehr fal­len Lie­ge­stüt­zen als wei­te­re Beloh­nung gera­de­zu leicht aus. 

Ein Kul­tur- und Rad­rei­se­füh­rer über den Nord­wes­ten der Ibe­ri­schen Halb­in­sel ist geplant, damit ihn jeder gut bewäl­ti­gen kann.

Jetzt folgt die Kür der bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV-Programm:


SaSoMoDiDoFr
Deutsch­land

Sagen­haf­tes Sie­ben­ge­bir­ge, WDR, 20.15 UhrWild­pfer­de im Müns­ter­land, BR, 14.45 UhrHaupt­sa­che Cam­ping, SWR, 21.00 Uhr

Ham­burgs Auf­stieg zum Welt­ha­fen, Phoe­nix, 22.15 Uhr
Wes­ter­wald, SWR, 20.15 Uhr
Frank­reichLoire, Men­schen am Fluss, HR, 20.15 Uhr


Von der Camar­gue in die Ardè­che, arte, 11.20 Uhr
Nor­we­gen
3000 Kilo­me­ter durch Nor­we­gen, NDR, 20.15 Uhr

Unter­wegs im hohen Nor­den, Phoe­nix, 20.15 Uhr




Öster­reich
Wien­fluss und Donau­ka­nal, Alpha, 20.15 Uhr.


Vom Zil­ler­tal ins Ahrn­tal, HR, 21.00 Uhr
Por­tu­gal



Madei­ra, Juwel im Atlan­tik, Phoe­nix, 12.00 Uhr
Schwe­den



Küs­ten der Ost­see, arte, 7.50 Uhr
Spa­ni­en
Berg­welt Mal­lor­cas, SWR, 20.15 Uhr

Gali­ci­ens Küs­te, NDR, 20.15 Uhr
Kür der bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV-Programm
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Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sor­ge ich euch mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Dies­mal beschränkt sich die Aus­wahl auf Deutsch­land, Frank­reich und Öster­reich. Däne­mark, Nor­we­gen, Por­tu­gal, Schwe­den und Spa­ni­en wer­den nicht berück­sich­tigt. Einen Down­load-Link des Pro­gramms fin­det ihr wie immer im pdf-Format.

Der Hes­si­sche Rund­funk zeigt eine Doku über Wohn­mo­bil­ur­laub in Nord­deutsch­land. Obwohl Rei­se­jour­na­list, war ich erst zwei­mal mit einem Wohn­wa­gen unter­wegs. Beim ers­ten Mal befand mich auf mei­ner ers­ten Rad­tour nach Däne­mark und woll­te einen mei­ner Brü­der auf einem Cam­ping­platz auf Feh­marn besu­chen. Er surf­te dort schon seit eini­gen Tagen. Zuvor hat­te ich nur auf schwe­di­schen Bin­nen­se­en gesurft und lern­te end­lich mal rich­ti­ge Wel­len unterm Brett ken­nen. Es war anstren­gend, weil das Brett unru­hig war und ich mich daher mehr im als über dem Was­ser befand. Aber bis zum letz­ten Tag hat­te mein Bru­der mir dann doch noch den Was­ser­start bei­gebracht. Der erleich­tert eini­ges, da die Arme nicht mehr so bean­sprucht wer­den. Nach­dem ich wäh­rend der Rad­tour von Müns­ter bis Feh­marn die Näch­te nur im Zelt auf einer har­ten Iso­mat­te ver­bracht hat­te, war das Über­nach­ten im Wohn­wa­gen Luxus für mich.

Auf Frank­reichs Süden hin­ge­gen rich­tet 3sat den Blick wie zum Bei­spiel auf Bor­deaux: Die Stadt ist mir nicht nur wegen des guten Weins bekannt, son­dern auch als Fahr­rad­stadt. Obwohl rie­sig, ließ sie sich auf der Tages­etap­pe von Biar­ritz nach Auritz in den Pyre­nä­en gut durch­que­ren. Ich radel­te damals von Bel­fort nach Bur­gos auf einem selbst zusam­men­ge­stell­ten erst fran­zö­si­schem, dann spa­ni­schem Jakobs­weg. An sich durch­que­re ich gro­ße Städ­te ungern. Denn oft kom­me ich zuvor vom Land, wo es still ist, wenig Ver­kehr rollt, ich nicht stän­dig auf­pas­sen muss, ob jemand rück­sichts­los unter­wegs ist. Auf kei­ner mei­ner Fahr­ten schlech­te Erfah­run­gen. Die Mehr­heit fährt sowohl dis­zi­pli­niert im küh­len Nor­den als auch im heiß­blü­ti­gen Süden Euro­pas. Trotz­dem steigt die Ner­vo­si­tät fürs ers­te, wenn Rad­we­ge schma­ler wer­den, Men­schen­mas­sen unter­wegs sind, mehr gehupt wird. Doch in Bor­deaux sind die Rad­we­ge breit genug. Viel­leicht liegt es dar­an, dass vie­le Ein­woh­ner dort radeln. Die Begeis­te­rung für die Tour de Fran­ce kommt nicht von ungefähr.

Dies trifft auch auf Paris zu. Vom Tou­ris­ten­bus aus sieht dort alles quir­lig aus, aber auf den Stra­ßen ist es erstaun­lich ruhig. Jetzt dürf­te es noch leich­ter wer­den, wenn Poli­ti­ker die Bevöl­ke­rung ver­mehrt aufs Fahr­rad brin­gen wol­len, um Staus zu ver­mei­den und die Kli­ma­wen­de zu schaf­fen. Und in Frank­reich strebt man sogar an, kur­ze Inlands­flü­ge zu unter­sa­gen, hör­te ich neu­lich in einem Fern­seh­be­richt. Klingt vernünftig.

Viel Spaß beim Zusehen.


SaMiFr
Deutsch­landWun­der­schön! Rund um die Flens­bur­ger För­de, HR, 20.15 Uhr

Der Golf­strom, RBB, 20.15 Uhr

Wei­ßes Gold, Nord­rhein-West­fa­lens Salz­wel­ten, WDR, 20.15 Uhr
Cam­per­van-Road­t­rip. Von der Han­se­stadt Bre­men nach Nor­der­ney, HR, 20.15 Uhr
Frank­reich
Bor­deaux und Frank­reichs Süd­wes­ten, 3sat, 13.15 Uhr
Die Pro­vence mit allen Sin­nen erle­ben, 3sat 14 Uhr
Frank­reichs son­ni­ger Süden, 3sat, 14.45 Uhr

Öster­reich


Land­gast­häu­ser Alpen­se­en, Tiro­ler Land, BR, 19.30 Uhr
TV-Tipps Rei­se und Kultur
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Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sor­ge ich euch mög­lichst regel­mä­ßig mit Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die an den nächs­ten Tagen im Fern­se­hen lau­fen. Dies­mal ist die Aus­wahl sehr breit mit Zie­len in Frank­reich, Öster­reich, Spa­ni­en und Schwe­den. Frank­reich, Nor­we­gen und wie­der ein­mal Däne­mark blei­ben dies­mal außen vor. Fast jeden Tag ist das Mit­rei­sen auf dem Sofa garan­tiert. Das Pro­gramm zum Down­load fin­det ihr unten als Link im pdf-Format.

Wie­der ein­mal hoch­wer­tig nach Spa­ni­ens ein­zig­ar­ti­ger Wald­land­schaft ver­gan­ge­ne Woche scheint auch ein Bei­trag über Ibe­ri­ens wil­de Viel­falt zu wer­den. Kein Wun­der, ich höre oft von Por­tu­gie­sen und Spa­ni­ern, dass sie nicht ins Aus­land reis­ten, weil sie sowie­so alles hät­ten: Ber­ge, Meer und Wüs­ten. Es gibt Ski­ge­bie­te wie in Andor­ra und wie in der Ser­ra da Est­re­la.

Recht viel wird über Öster­reich gebracht. Erfreu­lich sind die his­to­ri­schen Bei­trä­ge über ein Kel­ten­grab im Umland von Salz­burg. Und über den letz­ten Rit­ter Maxi­mi­li­an im 16. Jahr­hun­dert: Er ist zu emp­feh­len, da gut gemacht. Denn Maxi­mi­li­an hei­ra­te­te Maria von Bur­gund aus macht­po­li­ti­schen Grün­den. Dem Habs­bur­ger Haus gelang durchs rei­che Flan­dern der end­gül­ti­ge Auf­stieg zur Welt­macht. Und es wuchs sogar ech­te Lie­be zwi­schen Maxi­mi­li­an und Maria.

Auf den NDR-Bei­trag über den Weser­rad­weg bin ich auch sehr gespannt. Denn dort war ich selbst schon eini­ge Male unter­wegs. Die Stre­cke durchs Weser­berg­land ist der schöns­te Abschnitt, ein unter­schätz­tes Gebiet. Die Weser ist dort weit­ge­hend noch natür­lich. Es gibt vie­le Auen, kei­ne gewerb­li­che Schiff­fahrt, nur Frei­zeit­sport­ler. Tie­fe Wäl­der zum Wan­dern und Radeln und wirk­lich freund­li­che Men­schen. Und ein hoch­wer­ti­ges Kul­tur­ange­bot, wenn ich allei­ne an Cor­vey, Weser­re­nais­sance und Por­zel­lan aus Fürs­ten­berg denke. 

Ein tol­les Ziel ist aber auch das Ahr­ge­bir­ge vor den Toren Bonns, wor­über heu­te der SWR berich­tet. Wenn ich dort wan­de­re oder rade­le, füh­le ich mich bei man­chen Etap­pen wie im Süden Euro­pas. Dies liegt zum einen an der Vege­ta­ti­on mit Pflan­zen, die es auch im Süden gibt. Zum ande­ren liegt es an der Wär­me, die an gewis­sen Stel­len über 60 Grad errei­chen kann. Daher füh­len sich dort Rep­ti­li­en wohl, aber auch Wein kann dort ange­baut wer­den. Den Wein emp­fin­de ich als wohl­schme­ckend. Beliebt ist die Zeit der Wein­le­se. Aller­dings ist die Gegend dann der Fes­te wegen völ­lig über­lau­fen. Vie­le Auto­fah­rer zieht es dann in die Dör­fer rund um Ahr­wei­ler statt mit Bahn oder Rad zu kom­men. Die Anbin­dung an den Zug ist ziem­lich gut.

Ein­schal­ten also nicht vergessen!


SaSoDiDoFr
Deutsch­landUnter­wegs im Ahr­ge­bir­ge, SWR, 14 Uhr

Selbst­ver­such Pil­gern. Auf dem Jakobs­weg von Ful­da nach Frank­furt, HR, 21.00 Uhr
Erleb­nis Weser­rad­weg, Von Hann. Mün­den bis Nien­burg, NDR, 20.15 Uhr
Öster­reichNatur­pa­ra­dies See­feld, arte, 15.00 Uhr
Das Geheim­nis des Kel­ten­gra­bes, ZDF Info, 19.30 Uhr


Ein­ge­schenkt. Wein­land Öster­reich, 3sat, 11.45 UhrMaxi­mi­li­an. Das Spiel von Macht und Lie­be, 3sat, 201.5 Uhr
Por­tu­gal
Die Azo­ren. Grü­nes Insel­pa­ra­dies, 3sat, 13.35 Uhr
Madei­ra, Por­tu­gals Blü­ten­meer im Atlan­tik, NDR, 20.15 Uhr
Schwe­den


Ich bin Gre­ta, SWR, 23.15 Uhr
Spa­ni­enWil­de Pyre­nä­en, Ber­ge des Lichts, BR. 14.15 UhrIbe­ri­en. Wil­de Viel­falt, Phoe­nix, 20.15 Uhr
Lan­za­ro­te, Feu­er, Lava, Licht, NDR, 20.15 Uhr
TV-Tipps Rei­se und Kultur
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Hundeleben in der Estrela

Bis­her habe der Rei­sen­de noch nie ein Hun­de­bild gebracht. Eines einer Kat­ze schon. Das ist gut 1,5 Jah­re her, als er auf dem Jakobs­weg in Gali­ci­en und in Por­tu­gal radel­te. Eine jun­ge Kat­ze besuch­te ihn im Par­que Arri­bes del Duero, einer sehr schö­nen Land­schaft in Kas­ti­li­en-León. Sie war neu­gie­rig auf den Gast in der Pension. 

Jetzt arbei­tet er seit eini­gen Tagen die Bil­der der Rad­wan­de­rung durch Nord- und Zen­tral­por­tu­gal sowie Gali­ci­en auf. Davon reicht er heu­te einen klei­nen Hund nach. Ein Teil der Rad­wan­de­rung führ­te ihn mal wie­der durchs por­tu­gie­si­sche Hoch­ge­bir­ge: in die Ser­ra da Est­re­la. Wie es ihm dort erging, kannst Du hier in lose auf­ein­an­der­fol­gen­den Bei­trä­gen nach­le­sen. In dem gera­de ver­link­ten Bei­trag folg­te ich in Bel­mon­te, einer hüb­schen Klein­stadt am Fuße des Gebir­ges, den Spu­ren von Pedro Álva­res Cab­ral. Der Ade­li­ge wuchs dort auf und ent­deck­te Brasilien.

Dort traf der Rei­sen­de den Hund. Er war nicht bis­sig. Wie auch — mit der Ket­te am Hals. In Por­tu­gal und Spa­ni­en ist er noch nie von einem Hund gebis­sen wor­den. Die meis­ten grö­ße­ren Tie­re wie Schä­fer­hun­de lau­fen par­al­lel mit. Sie blei­ben aber auf ihrem Ter­rain. Denn sie sind gut erzo­gen, sol­len nur Men­schen mit Gebell vom Betre­ten der Grund­stü­cke abhalten.

Eine Aus­nah­me bil­den klei­ne­re Hun­de, die in den Dör­fern frei her­um­lau­fen. Sie stel­len sich fron­tal auf, bel­len wie ver­rückt, wei­chen aber zurück, wenn man auf sie zugeht. Als Rad­ler braucht man sich also auf der Ibe­ri­schen Halb­in­sel nicht davor zu sor­gen, das Hun­de einen bei­ßen. Sei­ne Rei­fen sind auch immer heil geblieben.

Die­ses Tier lebt wie so vie­le ande­re auf einem Hof in einem Tal der Ser­ra da Est­re­la: in der Nähe des Dor­fes Cabe­ça. Sein treu­her­zi­ger Blick fes­selt. Oder lei­det er viel­leicht etwas unter der schwe­ren Ket­te? Weiß jemand, um wel­che Ras­se es sich handelt? 

Der bekann­tes­te Hund des Gebir­ges heißt nicht Deut­scher Schä­fer­hund, son­dern Cão da Ser­ra da Est­re­la. Auf Wiki­pe­dia erfährst Du mehr sein Hun­de­le­ben in der Ser­ra da Est­re­la, da sich der Rei­sen­de nicht näher mit ihm beschäf­tigt habe. Er hat noch nie einen Hund gehal­ten, nur Mon­go­li­sche Wüs­ten­renn­mäu­se. Es han­delt sich um einen Hir­ten­hund. Kein Wun­der bei den vie­len Scha­fen und Zie­gen, die die Bau­ern hier halten. 

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Portugiesen entwickeln Hybrid-E-Bike für Berge und Straßen

Bis heu­te wuss­te ich nicht, dass auch in Por­tu­gal Räder her­ge­stellt wer­den. Bis­her war mir das nur von Spa­ni­en bekannt. Vor eini­ger Zeit leg­te ich mir auf dem Jakobs­weg in Tui ein Hin­ter­rad einer spa­ni­schen Fir­ma zu. Doch auch in Por­tu­gal gibt es mit Órbi­ta ein Unter­neh­men, das Räder pro­du­ziert. In der Zei­tung Diá­rio de Noti­ci­as (DN) habe ich heu­te gele­sen, dass in Zusam­men­ar­beit mit der Uni­ver­si­tät in Avei­ro ein E‑Bike auf den Markt gekom­men ist, mit dem man als Tou­rist die schö­nen Schie­fer­dör­fer in den hohen Ber­ge Por­tu­gals besu­chen kann. 

Es soll ein Hybrid aus Moun­tain­bike und Stra­ßen­rad sein, mit dem man gut auf Asphalt, Schot­ter und durch die Ber­ge unter­wegs sein soll. Laut DN ist mitt­ler­wei­le ein Netz von gut 2.000 Kilo­me­ter ent­stan­den. Ich war selbst zwei Wochen in der Ser­ra da Est­re­la unter­wegs und über­rascht, wie gut man dort fah­ren kann, aller­dings mit mei­nem eige­nen Moun­tain­bike. Das Hoch­ge­bir­ge ist nicht unbe­zwing­bar auf den Land­stra­ßen und für jeden, der Spaß am Rad­fah­ren hat, zu machen. Die Stra­ßen sind gut geteert, haben nur weni­ge Schlag­lö­cher. Stär­ke­re Stei­gun­gen sind gut durch Ser­pen­ti­nen ange­fe­dert. Denn auch der täg­li­che Lie­fer­ver­kehr muss die Dör­fer in den abge­le­ge­ne­ren Gebie­ten errei­chen können.

Auf ein E‑Bike wer­de ich aber erst stei­gen, wenn ich kei­nen Berg mehr schaf­fe, also erst mit 90 Jah­ren. Oder wenn mein täg­li­cher Arbeits­weg 50 Kilo­me­ter über­schrei­ten soll­te, so dass der zeit­li­che Auf­wand ein­fach zu hoch wäre. Aber auch die ande­ren Stre­cken im Ter­ri­to­ri­um von gut 5.000 Qua­drat­ki­lo­me­tern und 27 Schie­fer­dör­fern in Zen­tral­por­tu­gal soll­ten für eini­ger­ma­ßen fit­te Rad­ler mach­bar sein. Ich habe nach der Ser­ra de Est­re­la auch das Gebiet des Dou­ro und des Min­ho getes­tet und für gut befunden.

Den kom­plet­ten Arti­kel des Diá­rio de Noti­ci­as fin­dest Du unter https://ocio.dn.pt/estilo/aldeias-do-xisto-vao-ter-bicicleta-eletrica-feita-a-medida-pela-orbita/

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1200 Kilometer zur Bar Hemingways

1200 Kilo­me­ter Jakobs­weg zur Bar Heming­ways: Wer Värm­land und See­land hat der Rei­sen­de zuletzt Zie­le auf Geo gefun­den, mit denen er vie­le Kind­heits- und Jugend­er­in­ne­run­gen ver­bin­det. Mit Biar­ritz kommt heu­te ein drit­tes Ziel hin­zu, das er auf einer sei­ner ers­ten Rad­tou­ren in den Süden kennenlernte. 

Mit Kum­pel Chris­toph radel­te er auf einem impro­vi­sier­ten Jakobs­weg in Frank­eich von Bel­fort aus über Besan­çon, Dijon, Vézelay und Limo­ges nach La Rochel­le. Vom Küs­ten­ort aus ging es wei­ter über Mimizan und Arcachon nach Biar­ritz ent­lang der Côte Bas­que. Er hat­te sich zuvor ange­guckt, wie die Pil­ger im Mit­tel­al­ter gelau­fen sein könn­ten. Ins­ge­samt sind es durch Frank­reich gut 1234 Kilometer.

Ent­lang der Küs­te ist der Weg schön, zumal man dem Ver­kehr rund um die grö­ße­ren Städ­te ent­kommt. Süd­lich von La Rochel­le gibt es ent­lang des Was­sers Sand­strän­de und Nadel­wäld­chen. Wer hin­ge­gen wei­ter im Bin­nen­land her­um­fährt, fin­det eine gut zu bewäl­ti­gen­de Hügel­land­schaft vor. Die­se beinhal­tet auch nicht das Auf und Ab des Jura. Über­all gibt es Cam­ping­plät­ze, um abends sicher irgend­wo anzu­kom­men, bevor es dun­kel wird.

Drehkreuz Biarritz

Durch die­se kann man einer­seits viel Geld spa­ren, ande­rer­seits den Luxus des Über­nach­tens unter frei­em Him­mel und die Schar gleich­ge­sinn­ter Frisch­luft­fa­na­ti­ker genie­ßen. Her­vor­zu­he­ben ist Arcachon, Fran­ko­phi­len durch die enorm hohe Düne bekannt. Vie­le Men­schen win­ken, fra­gen, woher man kom­me, wohin man wol­le. Es folgt stets ein freund­li­ches Lächeln. Dies liegt wohl auch an der Begeis­te­rung fürs Radfahren.

Biar­ritz ist das Dreh­kreuz schlecht­hin, um unter­schied­li­che Zie­le ken­nen­zu­ler­nen: den Atlan­tik und den Aus­läu­fer der Pyre­nä­en. Bis nach Pam­plo­na oder San Sebas­tián ist es ein Kat­zen­sprung. Von Biar­ritz aus kann man gut nach Saint-Jean-Pied-de-Port gelan­gen, von dort auf den spa­ni­schen Jakobs­weg. Die Natio­nal­stra­ße her­auf nach Ron­ce­val­les bewäl­tigt der Rei­sen­de von Biar­ritz aus an einem Nach­mit­tag. Er rollt am nächs­ten Mor­gen den Weg nach Pam­plo­na her­ab. Dort inter­es­siert ihn die Bar Heming­ways, wo er „Fies­ta“ geschrie­ben haben soll. Hin­ge­gen geht der Weg nach San Sebas­tián recht flach wei­ter. Der Jakobs­weg Küs­ten­weg — Cami­no de la cos­ta — nach Sant­ia­go de Com­pos­te­la ist dort erreicht.

Heu­te wür­de der Rei­sen­de eine so lan­ge Stre­cke nicht mehr fah­ren. Mitt­ler­wei­le fin­det er es inter­es­san­ter, eine Regi­on mit ihren Beson­der­hei­ten auf­zu­ar­bei­ten. Es gilt, Rad­lern gute Wege zu zei­gen, auf denen sie Sport, Gas­tro­no­mie und Kul­tur ver­bin­den kön­nen. Wenn man Inseln oder Gebirgs­stra­ßen abgrast, kom­men auch dabei etli­che Kilo­me­ter zusam­men. So wie unglaub­li­che 1200 Kilo­me­ter zur Bar Hemingways.

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1200 Kilometer zu Hemingway

Mit Värm­land und See­land fand der Rei­sen­de zuletzt Zie­le auf Geo, mit denen er vie­le Kind­heits- und Jugend­er­in­ne­run­gen ver­bin­det. Mit Biar­ritz ist heu­te ein drit­tes Ziel hin­zu­ge­kom­men, das er auf einer sei­ner ers­ten Rad­tou­ren in den Süden ken­nen­lern­te. Mit sei­nem Kum­pel Chris­toph radel­te er auf einem etwas impro­vi­sier­ten fran­zö­si­schen Jakobs­weg von Bel­fort aus über Besan­çon, Dijon, Vézelay und Limo­ges nach La Rochel­le. Vom Küs­ten­ort aus ging es wei­ter über Mimizan und Arcachon nach Biar­ritz. Der Rei­sen­de hat­te sich zuvor ange­guckt, wie die Pil­ger im Mit­tel­al­ter gelau­fen sein könn­ten. Ins­ge­samt waren es durch Frank­reich gut 1234 Kilometer.

Ent­lang der Küs­te ist der Weg aus­ge­spro­chen schön, zumal man dem Ver­kehr rund um die grö­ße­ren Städ­te end­lich ent­kommt. Süd­lich von La Rochel­le gibt es ent­we­der ent­lang des Was­sers Sand­strän­de und Nadel­wäld­chen. Fuh­ren wir hin­ge­gen etwas wei­ter im Bin­nen­land her­um, fan­den Chris­toph und der Rei­sen­de eine gut zu bewäl­ti­gen­de Hügel­land­schaft vor, die auch nicht das Auf und Ab des Jura beinhaltete. 

Über­all gibt es Cam­ping­plät­ze. Durch die­se kann man einer­seits viel Geld spa­ren, ande­rer­seits den Luxus des Über­nach­tens unter frei­em Him­mel und die Schar gleich­ge­sinn­ter Frisch­luft­fa­na­ti­ker genie­ßen. Her­vor­he­ben möch­te er Arcachon, Fran­ko­phi­len durch die enorm hohe Düne bekannt. Die Rei­sen­den fühl­ten uns hier will­kom­men. Vie­le wink­ten, frag­ten, woher sie kämen, wohin sie woll­ten. Es folg­te stets ein freund­li­ches Lächeln. Dies liegt wohl auch an der Begeis­te­rung fürs Radfahren.

Biar­ritz ist das Dreh­kreuz schlecht­hin, um unter­schied­li­che Zie­le ken­nen­zu­ler­nen: den Atlan­tik und den Aus­läu­fer der Pyre­nä­en. Bis nach Pam­plo­na oder San Sebas­tián ist es ein Kat­zen­sprung. Von Biar­ritz aus kann man gut nach Saint-Jean-Pied-de-Port gelan­gen, von dort auf den spa­ni­schen Jakobs­weg. Die Natio­nal­stra­ße her­auf nach Ron­ce­val­les bewäl­tig­te der Rei­sen­de von Biar­ritz aus an einem Nach­mit­tag, roll­te am nächs­ten Mor­gen den Weg nach Pam­plo­na her­ab. Dort inter­es­sier­te ihn die Bar Heming­ways, wo er „Fies­ta“ geschrie­ben haben soll — das Café Iru­ña. Hin­ge­gen geht der Weg nach San Sebas­tián recht flach wei­ter. Der Küs­ten­weg nach Sant­ia­go de Com­pos­te­la ist erreicht.

Heu­te wür­de er eine solch lan­ge Stre­cke nicht mehr fah­ren. Mitt­ler­wei­le fin­det er es inter­es­san­ter, eine Regi­on und ihre Beson­der­hei­ten auf­zu­ar­bei­ten, Rad­lern gute Wege zu zei­gen, auf denen man Sport, Gas­tro­no­mie und Kul­tur mit­ein­an­der ver­bin­den kann. Auch dabei kom­men immer vie­le Kilo­me­ter zusam­men­ge­kom­men, wenn er auch klei­ne Inseln oder Gebirgs­stra­ßen abgrast.

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