Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktuell versorgt Durchstreifen & Erleben euch möglichst regelmäßig mit TV-Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die jetzt im Fernsehen laufen. Deutschland, Frankreich, Norwegen, Portugal und recht viel Schweden sind vertreten. Inseln, Kanäle und Küsten stehen im Zentrum. Einen Download-Link des Programms findet ihr wie immer im pdf-Format.

Keineswegs überrascht ist der Reisende über die Wucht an deutschen Reisezielen, müssen viele sich wohl vorerst im Sommer aufs Inland beschränken. Aber es sind auch wirklich schöne Ziele darunter wie das Siebengebirge vor den Toren Bonns. Der dort durchlaufende Rheinsteig sieht zwar harmlos aus, ist aber der ständigen Auf- und Abstiege wegen nicht leicht. Es kommen etliche Höhenmeter zusammen. Es gibt anfangs auch recht viel Wald. Deshalb können im Winter manche Strecken rutschig werden. Dafür entschädigen Burgruinen und schöne Ausblicke zunächst bis ins Wachtberger Ländchen und später bis zum Ahrgebirge. Sehr gerne nutze der Reisende die vielen kleinen Steigungen zwischen Quirrenbach und Himberg für ein intensives Mountainbike-Training. Ein tolles Konditionstraining auf dem Kapellenwanderweg, den er nur empfehlen kann.

Im Helgeland in Norwegen ist er auch schon gewesen. Ihn faszinierte die Gegend, weil es die erste Radtour ins wildere Norwegen war. Mit dem Zug fuhr er von Oslo nach Mosjøen, was er da schon umweltfreundlicher empfand, als mit dem Flugzeug. Außerdem ist es bequemer: Rad in die Fähre, Rad in den Zug. Keine Montage vor und nach dem Flug. Es gibt eine tolle Zugverbindung bis herauf nach Bodø. Die Bahn heißt jetzt nicht mehr Norwegische Staatsbahn, sondern Vy. Weite Blicke über Fjorde, grandiose Natur.

Als Historiker fand er besonders eine kleine Ausstellung in einem alten Bunker – in Hemnes meint er – interessant, in der das Verhältnis der Norweger in dieser Region mit Soldaten der Wehrmacht dargestellt wurde. Einheimische nutzten die medizinische Versorgung. Dargestellt wurden auch Biographien österreichischer und deutscher Soldaten, um zu zeigen, welche Menschen unter der Uniform steckten. Er erinnert sich an das Porträt über einen Schmetterlingsspezialisten. Und an das einen Deutschen aus Hamburg, der Selbstmord beging, als er hörte, dass seine gesamte Familie im Feuer umgekommen war. Die Alliierten bombardierten auf verheerende Weise die Stadt, was als Feuersturm in die Geschichte einging. Mit den Projektmitarbeitern im Helgeland führte er ein sehr schönes Gespräch über die damalige Zeit, ohne Zorn und mit vielen freundschaftlichen Gefühlen.

Empfehlen kann der Reisende auch einen Besuch Mindens. Als er dort auf einer Weserberglandtour durchradelte, fand er nicht nur einen kunsthistorisch wertvollen Dom. Ihn belustigten im Kneipenviertel in der Oberstadt frei herumlaufende Hühner. Dort hatte der Hahn noch etwas zu sagen. Sobald er krähte, rannten die Hennen herbei. Sie begaben sich mit dem Oberhaupt zu Stellen, wo es noch besseres Futter gab. Vielleicht sind sie jetzt noch dort anzutreffen.

Viel Spaß bei diesem Spektakel und beim Zuschauen.


SaSoMoDiFr
Deutschland125 Jahre Nord-Ostsee-Kanal. Phoenix, 15.45 Uhr

Siebengebirge, 3sat, 15.30 Uhr
Die Rhön, WDR, 20.15 UhrDas grüne Herz Leipzigs, 3sat, 13.20 UhrMindener Land, WDR, 20.15 UhrDortmund-Ems-Kanal, WDR, 20.15 Uhr
FrankreichDie Rhône. Von den Schweizer Alpen in die Camargue, HR, 20.15 Uhr



NorwegenMagie der Fjorde, RBB, 21.00 UhrFaszinierendes Spitzbergen, Das Erste, 16.10 UhrMitternachtssonne am Nordkap, Das Erste, 16.10 UhrGeheimtipp Helgeland, 3sat, 14.50 Uhr
Österreich




PortugalZu Tisch… im Alentejo, arte, 11.30 Uhr



Schweden


Schwedens Westküste, 3sat, 13.20 Uhr

Åland, Schweden im finnischen Schärengarten

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Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktuell versorge ich euch möglichst regelmäßig mit TV-Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die jetzt im Fernsehen laufen. Wie schon in der Vorwoche sind mit Deutschland, Norwegen, Portugal, Spanien und Österreich nur wenige Länder vertreten. Außer einer Weinverkostung stehen die wilde und die gezähmte Natur im Zentrum. Einen Download-Link des Programms findet ihr wie immer mit einer Datei im pdf-Format.

Der schönste Fjord, im SWR geht es bald darum, liegt eindeutig auf dem Lofot. Dänen mögen dagegen protestieren, weil für sie sicher der Limfjord in Nordjütland der schönste ist. Ich war aber frisch verliebt, als ich mit Lena die Küstenstadt Bodø auf der Fähre verließ, um am Kaisermarsch in Digermulen teilzunehmen. Und neugierig, warum Norweger jährlich wandern, um Kaiser Wilhelm zu ehren. Sie meinen, ihm den Lofot-Tourismus zu verdanken. Denn der Kaiser war ein glühender Verehrer Norwegens und fuhr mehr als einmal mit seiner Yacht Hohenzollern in die nördlichen Gewässer. Der Pfad zum Digermulenkollen ist leicht. Es gibt nur wenige felsige Partien, die einen zum Rutschen bringen könnten. Und steil wird es auch nicht. Ich schaffte das selbst mit Fahrradschuhen. Der Ausblick von oben auf den Raftsund ist überwältigend. Selbst das in der Tiefe schippernde Kreuzfahrtschiff Hurtigruten ist winzig. Vereinzelt fuhren auch Motorboote übers Wasser.

Zur Demonstration spanischer Gartenkunst, eine weitere Doku, zeige ich hier drei Fotos von meiner großen Galizienreise. Um die 4000 Kilometer legte ich zwischen August und September mit meinem Mountainbike zurück. Ich folgte zum größten Teil dem Jakobsweg von Porto bis Ribadeo, nach Santiago de Compostela und dann über die Serra da Estrela und den Rio Douro zurück nach Porto. Oben könnt ihr einen privaten Vorgarten, einen Teil des Parks Illa das Esculturas de Pontevedra und eine Gartenanlage zwischen Häusern betrachten. Alle Bilder schoss ich an einem Tag. Alleine an diesen drei Fotos ist zu sehen, dass das Thema Gartengestaltung völlig unterschiedlich ausfallen kann.

Bildet euch selbst ein Urteil. Viel Spaß beim Zuschauen.


SaSoDo
DeutschlandDer unsichtbare Fluss zwischen Schwarzwald und Vogesen. WDR, 20.15 Uhr

Norwegen
Fjorde, Nordkap und Polarlicht. SWR, 20.15 Uhr
Österreich

Eingeschenkt. Weinland Österreich. 3sat, 11.55 Uhr
Portugal

Verrückt nach Fluss. Adiós, Portugal. WDR, 12.30 Uhr

Azoren. Naturerlebnis. WDR, 20.15 Uhr

SpanienSpanische Gartenkunst, 3sat, 15.00 Uhr

TV-Tipps Reise und Kultur

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Fernsehtipps Reise und Kultur

Ab jetzt versorge ich euch möglichst regelmäßig mit Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die an den nächsten Tagen im Fernsehen laufen. Diesmal ist die Auswahl etwas ausgefallener mit Zielen in Frankreich, Norwegen, Österreich und Spanien. Dänemark, Deutschland und Portugal bleiben diesmal außen vor. Das Geschehen konzentriert sich auf nur drei Tage. Das ist auch gut. Denn so bleibt Zeit für einen Spaziergang im Schnee.

Nur an zwei der bevorstehenden Drehorten bin ich schon gewesen: In Nordnorwegen fehlt mir noch das Gebiet zwischen Tromsö und Kirkenes. Die Barentregion ist aufgrund der Tierwelt immer noch ein Traum. Ich finde es aber auch immer ganz schön, noch Ziele zu haben und nicht schon alles in Europa zu kennen. Dies trifft dafür auf Andalusien zu, das ich schon mehrmals besucht habe. Einerseits ist dies ein gutes Ziel im Herbst und Winter, da es überwiegend warm dort ist. Und die Nähe zu Afrika ist natürlich reizvoll. Von einer Anhöhe konnte ich sogar an einem guten Tag die Küste sehen. Menorca hingegen kenne ich bisher nur von Schwärmereien der Spanier, die Mallorcas Schwesterinsel als sehr viel ursprünglicher empfinden. Und wer Umberto Ecos Roman „Der Name der Rose“ gelesen hat, wird sich sicher auch für den Film über die Restaurierung der Kloster Melks interessieren, das im Roman vorkommt.

Für Naturliebhaber sicher am interessantesten könnte der Beitrag über schwedische Bären sein. Ich selbst verbrachte in Dalarna eine Nacht auf einer Bärenbeobachtungsstation. Wir saßen geschützt in einer Hütte mit speziell für Kameras präparierten Fenstern. Leider kam kein Bär. Unser Führer meinte, er hätte uns wohl gerochen. Denn Bären können über Kilometer weit riechen. Dabei gibt es in Dalarna sehr viele Bären. Bei all meinen Aufenthalten bin ich noch nie einem begegnet.

Beim Anbieter Björn & Vildmark, einem deutschen Paar, konnte ich mich wenigstens mal in einem anderen Jahr einige Zeit im Peilen eines Halsbandes üben. Damit sind die Forscher Andrea Friebe und Gunther Schmidt gut informiert, wo sich die Tiere wann aufhalten. Über Nacht kam auch eine Bärin ans Gehege der Deutschen, wo sie einige Tiere halten. Den Elektrozaun überwand sie allerdings nicht. Aber auch hier sah ich keine Bären. Dies liegt daran, dass skandinavische Bären scheu sind, anders als zum Beispiel ihre amerikanischen Verwandten, erzählte Gunther Schmidt am Lagerfeuer.

Vor einiger Zeit hörte ich von einer interessanten Theorie im Film „Die Natur kehrt zurück“ auf arte, dass isolierte Tiergruppen weniger aggressiv sein sollen als welche, die stets Zuwanderung erfahren. Dies bezog sich auf Wölfe, dürfte vielleicht auch auf Bären zutreffen. Also liegt es wohl an der Auffrischung der Gene.

FrankreichNorwegenÖsterreichSchwedenSpanien
SaKorsika, Inselparadies im Mittelmeer, 3sat, 15.30 UhrWilde Pyrenäen, Sinfonie der Farben, BR, 16.15 Uhr
SoDie Restaurierung von Stift Melk, 3sat, 13.05 UhrDer Charme Andalusiens, 3sat, 10.05 Uhr
DiMarquesas, vergessene Inseln der Südsee, 3sat, 13.20 UhrFjorde, Gletscher. Eisenbahnen in Norwegen, SWR, 14.15 Uhr
DoSchwedens Bären. Geliebt und gehasst, BR, 14.45 Uhr
FrFjorde, Nordkap und Polarlicht, rbb, 20.15 UhrMenorcas stille Magie, hr, 21.00 Uhr
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Fernsehtipps Reise und Kultur

Ab jetzt versorge ich euch möglichst regelmäßig mit Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die an den nächsten Tagen im Fernsehen laufen. Spannung versprechen vor allem die abgelegenen Ziele. Dänemark, Frankreich und Schweden bleiben diesmal außen vor. Fast jeden Tag erwartet uns jetzt etwas.

Dafür steht wie schon in der Vorwoche überraschend wieder einmal Österreich im Zentrum. Ich bin an Orten, wo Wasser fließt, beruhigt, wenn Wellen nachts im Schlaf rauschen. Oder es strömt von oben ein gewaltiger Wasserfall herab. Dies wird uns wohl in „Kraft des Wassers“ erwarten. Gibt es auch auf den Azoren Wasserfälle? Ich bin noch nie dort gewesen, würde es aber, ohne nachzuschlagen, dort vermuten. Denn eine Vulkaninsel kann hoch sein wie zum Beispiel Madeira. Und am Polarkreis sowieso, da die Berge im norwegisch-schwedischen Grenzgebiet erstaunlich hoch sind. Viel Spaß beim Zuschauen, während sich draußen Deutschland in ein Wintermärchenland verwandelt.

NorwegenÖsterreichPortugalSpanien
SaAllein am Polarkreis, SWR, 17.00 Uhr
MoÖsterreich, da will ich hin! Spezial, 3sat, 12.45 Uhr
DiLissabon, da will ich hin. SWR, 6.00 Uhr
DoLänder – Menschen – Abenteuer, Die Azoren, NDR, 20.15 Uhr
FrWildes Österreich – Die Kraft des Wassers, arte, 17.50 UhrTeneriffa. Im Bann des Teide, HR, 20.15 Uhr
La Gomera, Die schönsten Wanderungen auf der Kanareninsel, HR, 21 Uhr
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Fernsehtipps Reise und Kultur

Ab jetzt versorge ich euch möglichst regelmäßig mit Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die an den nächsten Tagen im Fernsehen laufen. Vor allem geht es um Geschichte und Natur. Dänemark, Frankreich, Österreich, Portugal und Spanien bleiben außen vor.

Der wohl spannendste Beitrag dürfte am Montag über Gibraltar laufen. Ich war schon öfter dort. Die Felsensiedlung ist etwas skurril, zumal Besucher zunächst beim Betreten über einen Flughafen laufen müssen. Die freundlichen Bewohner sind stolz auf ihre kulturelle Vielfalt, weil dort Angehörige verschiedener Religionen friedlich zusammenleben. Sicher auch spannend ist der Beitrag über Schwedens Umgang mit dem Holocaust. Davon ist sonst wenig in den Medien zu sehen.

Und wer am Freitag lieber die Fußball-Übertragung gesehen hat, kann sich am Samstag die Wiederholung Sendung über Münsteraner Kaufleute im Mittelalter anschauen.

DeutschlandNorwegenSchwedenSpanien
SaDie Kaufleute von Münster. Eine Zeitreise ins Mittelalter – WDR, 11.15 Uhr
MoAus Schweden kein Wort. Ein Diplomat und der Holocaust – MDR, 23.35 UhrGibraltar. Brücke zwischen den Welten, BR, 14.45 Uhr
DoNeue Wildnis in Deutschland – 3sat, 20.15 UhrVom Fjell zu den Fjorden. Mit dem Zug durch Norwegens Winter – NDR, 20.15 Uhr
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Fernsehtipps Reise und Kultur

Ab jetzt versorge ich euch möglichst regelmäßig mit Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die an den nächsten Tagen im Fernsehen laufen. Auffällig: Diesmal laufen nur wenige Sendungen. So bleibt wenigstens Zeit, an die frische Luft zu gehen und etwas fürs Immunsystem zu tun. Vor allem geht es um Skandinavien. Der wohl spannendste Beitrag dürfte heute Abend auf arte laufen. Viel Spaß.

DeutschlandÖsterreichSchweden
SaSpannende Geschichten aus der Bronzezeit – arte, 21.45 UhrWildes Skandinavien – NDR, 16 Uhr
So
Mo
DiNorwegen Zwischen Fjorden und Fjells – WDR 20.15 UhrLeben am Polarkreis – Mit dem Zug durch Schwedens Norden – WDR 21.00 Uhr
Mi
Do
Fr
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Oslos Brooklyn durchstreifen und erleben

Kopenhagen hat sein Brooklyn mit dem Stadtviertel Refshaleøn. Oslo aber auch seines am Akers elv. Das dänische Brooklyn stellte ich Dir bereits auf diesem Blog am 5. April vor. Heute erfährst Du aus der französischen Zeitung Le Monde etwas übers das Brooklyn von Oslo: Grünerløkka. Leider schreiben die Franzosen den Namen falsch mit o statt mit ø. Zuvor habe das Viertel lange Zeit Ny York geheißen. Zur Zeit der Industriellen Revolution sei es gar ein Epizentrum gewesen, schreibt Le Monde. Dort gab es einst Sägemühlen, Textilfabriken und mechanische Werkstätten mit Energie.

Offenbar hat sich Le Monde auf kreative Stadtviertel in Hauptstädten spezialisiert, was ich ziemlich spannend finde. Denn so erfährt man einiges über die Strategie ausländischer Medien. Vielleicht hilft Dir dieser Artikel aus der Perspektive eines Pariser Autors dabei, einen Plan für Deinen Besuch in Oslo zu entwickeln, den kein anderer auf Lager hat bis auf die Leser meines Blogs. Und die der Le Monde.

Der Autor steht offenbar auf Cocktailbars. Denn sonst hätte er „Nedre Løkka“ nicht hervorgehoben. Dort könnten sich Gäste auf dicken Ledersofas niederlassen und Kletterpflanzen über der Theke betrachten. Angeblich sollen die Namen der Getränke die Geschichte des Viertels erzählen. Aber da Norweger in der Regel gesprächige Menschen sind, erzählen sie Dir sicher mehr darüber. Dies kann spannend sein, wie ich selbst bei einem Besuch des ehemaligen Industriehafens in Aarhus sehen konnte. Dieser beherbergt heute ein neues Stadtviertel mit stylisher Architektur, aber auch noch einige alte Packhäuser sind erhalten.

Ausgewählt hat der Autor auch die „Retrolykke kaffebar“ mit Dingen aus den 1950er und 1960er Jahren. Sie gehört der 46-jährigen Tonje Fagerheim und liegt am schicken Markvei. Sowohl die alte Deckenbeleuchtung von Ikea als auch die 60-70 Jahre alte amerikanische Kleidung machten den Charme der Bar aus. „Jeg har alltid brukt mye tid på loppis og markeder. Jeg liker gamle ting, de er liksom ferdig sjela“, erzählte sie kürzlich einem Reporter des Magazins VårtOslo. Also alles selbst gesammelt. Gäste könnten Stühle, auf denen sie gerade noch gesessen hätten, nach ihrem Besuch in einer zur Bar gehörenden Boutique kaufen. Den Artikel und Fotos zur Bar findest Du auf http://www.vartoslo.no/tonje-fargeheim-46-skulle-bare-selge-unna-noen-gamle-gjenstander-i-stedet-apnet-hun-retrolykke-kaffebar/

Wer alte Kinoatmosphäre mag, ist vielleicht im alten, 1907 erbauten, Gebäude des Parktheaters auf dem Olaf Ryes-Plass gut aufgehoben. Dieser sei der Hauptplatz des Viertels. Edvard Munch wohnte dort ein Jahr. Mittwochs würden dort nach wie vor Filme gezeigt. Aber überwiegend diene der alte Konzertsaal der Musik. Bis zu 500 Gäste können dort Platz nehmen und sich Pop-Rock, aber auch Rockability, Jazz und Blues anhören. Ein Hauch von Paris, meint der Verfasser.

Sofort an Aarhus gedacht habe ich wieder, als ich von Tim Wendelboe erfuhr, der in Oslo eine Kaffeerösterei betreibt. Denn auch in Aarhus gibt es ein stilvolles Café von Markus Stiller Sørensen, das ich jedem Besucher uneingeschränkt empfehlen kann. Es ähnelt angesichts der Gefäße einem kleinem Labor, da der Besitzer keinen Filterkaffee anbieten will, sondern gerne selbst etwas experimentiert, um seinen Gästen echten Kaffee anzubieten. Er ist mehrfacher Barista-Weltmeister und teilt sich offenbar diesen Titel öfter mit Wendelboe. Auch bei Wendelboe sollte man besser nicht um Bier bitten, sondern lieber nach orientalischen oder südamerikanischen Bohnen wie Arabica oder Robusta. Während des Besuches könne Jazz-Musik erklingen.

Den Besuch des Viertels abrunden kann eine Besichtigung des Hønse-Lovisas Hus an einem Wasserfall des Akers elv. Es sei landestypisch erbaut mit roten Wänden und weißen Fenstern. Im ehemaligen Haus eines Sägemeisters erwarte Besucher ein kleines Arbeitermuseum mit Infos über die Industrielle Revolution, eine Boutique und noch einmal guter Kaffee. Der Dichter Oskar Alexander Braaten (1881-1939) ist heute noch in Oslo bekannt für seine Arbeiterliteratur, in der er das Leben der Arbeiter im östlichen Teil Oslos beschreibt. Auch über dessen Leben kannst Du dort etwas erfahren.

Den Originalartikel findest Du auf http://www.lemonde.fr/m-styles/article/2019/05/03/l-oslo-alternatif_5458056_4497319.html

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Menschen im Kampf

Reisender, kommst Du nach Oslo, verpasse auf keinen Fall einen Besuch des Gustav-Vigeland-Parks. Als ich zum zweiten Mal in meinem Leben Oslo besuchte, wusste ich noch nichts von der Existenz dieses Künstlers. Daher war ich über Ausdruck und Spannung in den dargestellten Körpern überrascht. Die bekanntesten Norweger in der Kultur waren für mich bis dahin Henrik Ibsen und Knut Hamsun.

Gerade habe ich in der norwegischen Tageszeitung Morgenbladet gelesen, dass Vigeland vor 150 Jahren auf die Welt kam. Daher gibt es jetzt ihm zu Ehren eine Jubiläumsausstellung im Vigelandmuseum. Wie Morgenbladet schreibt, bezeichne man ihn oft als autodidaktischen Künstler, was nicht ganz korrekt sei. Als junger Mann habe er Unterricht an der Zeichnerschule in Kristiania genommen und in Ateliers älterer Künstler gearbeitet, die ihn korrigiert hätten. Er sei nach Kopenhagen, Paris und Florenz gegangen, habe oft Museen besucht, lernte damals sehr bekannte Männer wie den Dänen Vilhelm Bissen und Auguste Rodin kennen. Ihm in der Ausstellung gegenübergestellt werden die drei zeitgenössischen Künstler Constantin Meunier, Antoine Bourdelle umd Aristide Maillol.

Aber könne sich Vigeland überhaupt mit diesen großen Namen messen, fragt Morgenbladet. Der Autor meint durchaus. Denn sein Ausdruck sei stärker und weise eine expressive Dynamik auf, die tief in die menschliche Psyche und Leidenschaft eindringe.

Den Artikel und Fotos findest Du auf http://www.morgenbladet.no/kultur/2019/04/mennesker-i-kamp

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179 Kilometer Abenteuer am Fjord

Es ist mal wieder spannend zu erfahren, was einen spanischen Autor der Zeitung „El Mundo“ an Norwegen fasziniert und zu welchen Bildern er greift, um die Landschaft zu erfassen. Den Verfasser verschlug es im Winter in die größte Hochebene Europas, in die Hardangervidda. Dabei gibt es auch in Spanien Hochgebirge. Aber sie liegen nicht direkt am Wasser. Vielleicht eröffnet Dir dieser Artikel so einen völlig neuen Zugang zum Norden.

Natürlich greift der Autor zu Begriffen wie Postkartenlandschaft. Was mich aber stets fasziniert, ist das ganz andere Verhältnis der Spanier zur Kälte. Während Mitteleuropäer schon im Frühjahr oder noch im Herbst im T-Shirt durch die Gegend laufen, ziehen sie sich Winterkleidung an, um nicht zu frieren. Auch dieser Autor musste sich an die tiefen Temperatur unter Null in Kombination mit Eis und Schnee gewöhnen und fragte wohl jemanden vor Ort, wie Skandinavier damit umgingen: „Norweger sagen, dass Kälte nicht existiere. Es gebe nur unpassende Kleidung.“ Entsprechend gekleidet könne auch ein Spanier sich von der Landschaft entzücken lassen, ohne dabei zu erfrieren. Diese sei im Winter viel interessanter, weil in dieser Zeit auf den Fjorden der Frieden regiere, jeder ohne die Last der Kreuzfahrtschiffe sich vom Leben in der Stadt abkoppeln und eine Verbindung mit der Natur eingehen könnte. Nicht zuletzt habe die Unesco diese Landschaft zum Weltkulturerbe ernannt.

Das sind spezielle Wahrnehmungen des Verfassers. Doch wohin zieht es Spanier, wenn sie Outdooraktivitäten wie Skifahren, Schneeschuhwandern oder Eisklettern ausüben wollen? Gibt es Geheimtipps, von denen Menschen aus deutschsprachigen Ländern nie etwas erfahren? Zu den wichtigsten Zielen zum Skifahren zählt für ihn Myrkdalen im Gebiet des 179 Kilometern unfassbar langen Hardangerfjordes. Dort gebe es insgesamt 28 Kilometer lange Pisten. Doch schon die Anreise auf der Schnellstraße von Bergen sei atemberaubend. Mit jedem Kilometer öffne sich die Natur. Die Berge reichten direkt bis an die Straße heran. Sie spiegelten sich im ruhigen und durchsichtigen Wasser. Und noch beeindruckender sei es zu sehen, wie sich der Schnee darin spiegele. Getoppt werde all das allerdings von Vøringsfossen, einem der bekanntesten Wasserfälle Norwegens. Er ist 182 Meter hoch mit einer Freifallstrecke von beeindruckenden 145 Metern. Wenn das Wasser gefroren ist, gibt es dort offenbar die Möglichkeit des Eiskletterns. Aktuell werde eine enorme Glasbrücke gebaut, die zwei Aussichtspunkte miteinander verbinde.

Den kompletten Artikel der Zeitung El Mundo findest Du unter http://www.elmundo.es/viajes/europa/2019/04/16/5ca2215921efa0bc178b45bf.html

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Männerspaß auf schwedischem Eis

Das Leben der Nordeuropäer im Winter kennenzulernen, hat einen besonderen Reiz. Es ändert sich rapide für Reisende, die es eher gewohnt sind, im Sommer in den Norden zu fahren. Man sieht viel vom normalen Alltagsleben, wenn man Fischer bei der Arbeit oder Schulkinder auf Schlitten heimkommen sieht. Aber auch Erwachsene sind in den Städten mit Schlitten unterwegs. Eine einschneidende Erfahrung war es für mich, mit einem Leihwagen auf Spikes durch die Winterlandschaft zu fahren. Mit einem Freund erkundete ich Lofoten und Vesterålen. Das Eis auf den Straßen war noch im März auf manchen Straßen zentimeterdick, die Mittelspur gerade nachts schwer zu erkennen, erst recht, wenn einem Schneepflüge und mit Fisch beladene Lkw entgegen donnerten. Seitlich war alles zugeschneit, der Rand nur durch rote Pflöcke zu erkennen. Nachdem ich einmal den Wagen in eine Schneewehe gefahren hatte, übergab ich Tobias das Steuer, der den Bogen eher heraushatte, viel sicherer fuhr.

Eher würde es mich locken, es wie Gavin Haines zu machen, der sich kürzlich zum Training mit dem Auto auf einen zugefrorenen See in der Nähe von Jokkmokk begab. Ziemlich schnell verlor auch der Autor der englischen Zeitung „The Telegraph“ die Kontrolle übers Fahrzeug, als er seine erste Rally fuhr. Er fuhr so schnell, dass auch er in eine Schneewehe geriet. Die Türen des Allradfahrzeugs ließen sich nicht mehr öffnen. Er und sein Ausbilder, der professionelle Rallyfahrer Per-Erik Niemi, mussten durch die Fens- ter steigen.

Der Autor gibt sich selbst die Schuld daran, denn er habe nicht auf die Warnungen seines Ausbilders gehört, doch bitteschön langsamer zu fahren. Aber er habe sich eben wie ein Mann verhalten, seine eigenen Fähigkeiten total überschätzend, sich sogar für unbesiegbar haltend. Für Niemi war es also nur eine Frage der Zeit, bis es zu dem Malheur kam: „I was waiting for that to happen.” Bis der Abschleppwagen gekommen sei, um das Fahrzeug herauszuziehen, habe es genug Zeit gegeben, sich den Schaden anzuschauen.

Wie es Haines erging und wo Du Dich für den nächsten Winter selbst zur Rally anmelden kannst, erfährst Du hier.

Männerspaß auf schwedischem Eis

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