Salzbrühe im Urlaubsgebiet verklappen?

An der Costa Brava streitet sich eine Gemeinde mit der Chemieindustrie

Salz­brü­he im Urlaubs­ge­biet ver­klap­pen? Ins Mit­tel­meer? Der Rei­sen­de hät­te nie gedacht, dass dies inner­halb der Euro­päi­schen Uni­on noch erlaubt ist. Und Umwelt­ex­per­ten immer wie­der mah­nen, dass Mee­re viel zu stark als Wirt­schafts­raum ange­se­hen wer­den. Bis er einen Arti­kel in der spa­ni­schen Zei­tung „La Van­guar­dia“ las: Es gebe Unter­neh­men — S.A. Roba­ma, Mena­dio­na S.L. und Infar S.A – die Salz­brü­he im Raum von Bar­ce­lo­na ins Meer lei­ten. Dazu nut­zen sie die Klär­an­la­ge von Pine­da de Mar. Doch die­se scheint auf­grund hoher Salz­kon­zen­tra­ti­on nicht rich­tig zu funk­tio­nie­ren oder ent­spricht viel­leicht nicht den Vorschriften.

Salz­brü­he vor­zu­be­han­deln, wäre mit höhe­ren Kos­ten ver­bun­den. Dies wäre aus Sicht der Unter­neh­men unwirt­schaft­lich, schreibt La Van­guar­dia. Daher woll­ten die Unter­neh­men mit­ten im Urlaubs­ge­biet von Bla­nes bei Giro­na über eine Rohr­lei­tung Abwäs­ser ablei­ten. Dafür haben sie sich an die Agen­cia Cata­l­a­na del Agua (ACA) gewandt. Dage­gen erhebt sich in Bla­nes Widerstand.

Hohes Risiko für menschliche Gesundheit?

Pepa Cela­ya, bis vor kur­zem Stadt­rä­tin in Bla­nes, befürch­te ein hohes Risi­ko für Gesund­heit, Umwelt und Tou­ris­mus. Denn sie hal­te die­se Ver­klap­pung für extrem gefähr­lich. Dar­über hin­aus leis­te die Ent­zal­zungs­an­la­ge von Bla­nes bereits ihren Dienst für mehr als zehn Gemein­den. Dar­un­ter befin­de sich auch Bar­ce­lo­na. Immer wie­der ver­su­che das Rat­haus in Bla­nes, Ver­su­che che­mi­scher Unter­neh­men zu stop­pen, Abwäs­ser am Strand von S’Abanell zu ver­klap­pen. Man fürch­te, dass auch ande­re Indus­trien die Klär­an­la­ge nut­zen woll­ten. So könn­te sich der Strand in eine Kloa­ke ver­wan­deln. Zumal man davon aus­ge­he, dass die Abwäs­ser nicht vor­be­han­delt würden.

Gerichtliche Auseinandersetzung folgt

Soll­te eine Rohr­lei­tung gebaut wer­den, füh­re sie durch Natur und Land­wirt­schaft. Um Fol­gen ein­schät­zen zu kön­nen, bedür­fe es kom­ple­xer Ana­ly­sen, sagt die Gemein­de. Ver­trau­en bringt man den Unter­neh­men jeden­falls nicht ent­ge­gen. Denn auch zuge­sag­te drei­mo­nat­li­che ana­ly­ti­sche Selbst­kon­trol­len sei­end unge­nü­gend, um die Qua­li­tät der Ver­klap­pun­gen zu garan­tie­ren. Roba­ma zum Bei­spiel habe ver­si­chert, über eine Klär­an­la­ge zu ver­fü­gen, die die Abwäs­ser des Unter­neh­mens behan­de­le. Und sie mini­mie­re über die Kana­li­sa­ti­on abge­lei­te­te Schadstoffe.

Der Vor­be­halt der Gemein­de scheint nicht unbe­grün­det. La Van­guar­dia ver­weist aufs Che­mie­un­ter­neh­men Cray Val­ley Ibé­ri­ca S.A., ange­sie­delt in Sant Celo­ni (Bar­ce­lo­na). Erst 2005 wur­de dies ver­ur­teilt, Bla­nes Ent­schä­di­gun­gen zu zah­len Denn es hat­te 1996 das Grund­was­ser des Rio Tor­de­ra mit Dioxi­nen und Dioxola­nen verunreinigt. 

Die Ent­schei­dung liegt nun beim Ver­wal­tungs­ge­richt von Giro­na. Soll­te Bla­nes ver­lie­ren, zieht die Stadt vors Ober­lan­des­ge­richt von Kata­lo­ni­en. Dies hät­te in letz­ter Instanz zu entscheiden. 

Für Rei­sen­de gilt: Sie soll­ten vorm Buchen des Hotels in Bla­nes oder eines Feri­en­hau­ses an der Cos­ta Bra­va nach­fra­gen, ob jemand in der Umge­bung unge­klär­tes Abwas­ser ein­lei­tet. Denn der Urlaub soll ja schön wer­den. Salz­brü­he im Urlaubs­ge­biet ver­klap­pen? Dar­auf kann jeder gut ver­zich­ten. Die Fische­rei bestimmt auch. Davon kön­nen die Fischer in Soma­lia nur ein Lied­chen sin­gen, weil vor ihrer Küs­te wäh­rend des Bür­ger­krie­ges gna­den­los ver­klappt wur­de. Die Gewäs­ser leer­ten sich. Fische wur­den krank.

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Urlaub wie im Zucker

Urlaub wie im Zucker: Gera­de erfuhr der Rei­sen­de auf „Geo“, dass es jetzt einen 45 Meter hohen Aus­sichts­turm namens Tree­top Tower in Has­lev mit einer wei­ten Rund­um­aus­sicht gibt. Er erin­ner­te sich dabei an eine schö­ne Zeit in sei­ner Kind­heit. Auf der Insel See­land war er oft in den Som­mer­fe­ri­en mit sei­ner Fami­lie. Auf Bäu­me geklet­tert sind die Geschwis­ter dort zwar nicht. Aber emp­feh­len kann er die Gegend auf jeden Fall. Gera­de Fami­li­en mit klei­nen Kin­dern bie­ten sich dort schö­ne Mög­lich­kei­ten. Die Fahrt von Deutsch­land aus ist nicht so weit. Und wo fin­det man so nah wie in Däne­mark ein Feri­en­haus mit gro­ßem Garten? 

Am meis­ten gefie­len der Fami­lie die Orte Gil­le­le­je und Tis­vil­d­e­le­je. Es ist ruhig. Und die Strän­de sind dort schnell zu errei­chen. Mit­ten in den Dünen lie­ßen sich die Mit­glie­der der Fami­lie uns nie­der, so dass alle doch recht wind­ge­schützt waren. Mit sei­nen Geschwis­tern bau­te er am Was­ser Bur­gen und Kauf­manns­lä­den. Sie ver­bud­del­ten sich gegen­sei­tig. Sie han­del­ten mit Ein­hei­mi­schen um Muscheln, schö­ne Stei­ne und ange­schwemm­tes Treib­gut wie Taue. Der wei­ße Sand fließt wie Zucker durch die Fin­ger und son­nen­heiß auf die nack­te Haut. Eben Urlaub im Zucker und im Feri­en­haus. Spä­ter kamen Sur­fen und Zel­ten dazu. Spie­len ler­nen alle Kin­der hier also auf jeden Fall. Gean­gelt hat Vater natür­lich auch dort mit sei­nen Kin­dern. See­hecht und Dorsch mit Watt­wür­mern. Köder konn­te man in den Dör­fern kaufen.

Glaswerk in Naestved war der Hit

Gele­gent­lich such­ten die Eltern mit ihren Kin­dern auch von dort aus bei küh­lem Wet­ter das Glas­werk Hol­me­gaard auf, das ganz nah am neu­en Baum­wip­fel-Pfad liegt – in Naest­ved. Dort gab es schö­ne mund­ge­bla­se­ne Glä­ser im skan­di­na­vi­schen Stil, also kein Main­stream für die Spül­ma­schi­ne, wie sie lei­der die meis­ten kau­fen. Daher lei­den auch vie­le gute Glas- und Por­zel­lan­ma­nu­fak­tu­ren wie Fürs­ten­berg im Weser­berg­land. Man muss sich nur anschau­en, wie wenig die Anti­qua­re in „Bares für Rares“ bereit sind, in präch­ti­ges Mei­ße­ner Por­zel­lan zu inves­tie­ren. Wer ein schö­nes Wein- oder Bier­glas haben woll­te, muss­te schon im mit­tel- bis hoch­prei­si­gen Bereich ein­stei­gen. Der ist bis heu­te erhal­ten geblieben.Doch die Form hat sich bei den meis­ten schon verändert.

Das Bier­glas des Rei­sen­den fin­det Durch­strei­fen & Erle­ben aber nach wie vor am Schöns­ten. Eben­so das Wein­glas Char­lot­te Ama­lie. Auch älte­re For­men, wohl die Best­sel­ler, wur­den bei­be­hal­ten wie ein Bier­glas aus den 1970er Jah­ren. Wie vor Jah­ren kos­ten die Glä­ser mit gut 30 Euro auch heu­te noch recht viel. Die bei­den genann­ten Glä­ser kos­ten zwar um die 30 Euro. Es lohnt sich aber auch, da der Geschmack doch ein ande­rer ist als bei Mas­sen­pro­duk­ten. Die ande­ren Pro­duk­te sind an den all­ge­mei­nen Geschmack ange­passt, was wohl dar­an liegt, dass Hol­me­gaard von Rosen­dahl Design Group über­nom­men wur­de. Eine Rei­se nach See­land lohnt sich also.

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Lange Strände mit türkisfarbenem Wasser

Gera­de hat die fran­zö­si­sche Zeit­schrift Vogue einen Arti­kel über 17 schö­ne Strän­de in Frank­reich publi­ziert. Viel­leicht ist ja einer für Dich dabei, an dem Du ger­ne Dei­nen nächs­ten Urlaub ver­brin­gen würdest.

Gera­de­zu ver­lo­ckend wir­ken die Fotos vom Strand Poin­te de Saint-Her­not in der Bre­ta­gne und vom Strand D‘Etretat in der Nor­man­die. Die Namen aller Strän­de sind im Text gefet­tet und so leicht ohne Fran­zö­sisch­kennt­nis­se zu erken­nen, so dass sich eine Über­set­zung ins Deut­sche erübrigt.

Doch rate ich dazu, im Netz wei­te­re Fotos vom Urlaubs­ziel anzu­schau­en. Denn oft wer­den sol­che Bil­der von Agen­tu­ren kos­ten­los zur Ver­fü­gung gestellt und stam­men lei­der oft nicht von ver­ant­wor­tungs­voll arbei­ten­den Rei­se­jour­na­lis­ten. So sind dann zum Bei­spiel häss­li­che Häu­ser und Hotels oder Stra­ßen in der nähe­ren Umge­bung nicht auf Agen­tur­bil­dern zu sehen. Ich ken­ne inner­halb Euro­pas nur weni­ge wirk­lich unver­bau­te Strände.

Auch auf die Was­ser­tem­pe­ra­tur wür­de ich vor­ab im Netz schau­en. In Gali­zi­en oder selbst in Algar­ve gibt es Abschnit­te mit kal­ten Strö­mun­gen, die selbst im Hoch­som­mer nicht gera­de zum Baden ein­la­den. Da ist manch­mal das Kat­te­gat in Däne­mark an son­ni­gen Tagen wär­mer als in Südeuropa.

Wei­te­re Infos fin­dest Du unter

17 schö­ne Strän­de in Frankreich

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Im warmen Wasser der Algarve

Im war­men Was­ser der Algar­ve: Kar­ten zum Wan­dern und Radeln in Algar­ve lie­gen schon lan­ge bereit im Durchstreifen& Erle­ben-Büro. Zwei­mal ist der Rei­sen­de bereits mit Freun­din Alex­an­dra in Süd­por­tu­gal gewe­sen. Er hielt sich mit ihr jeweils für zwei Wochen in einem net­ten Bade­ort namens Mon­te Gordo auf. Er liegt nahe an der por­tu­gie­sisch-spa­ni­schen Gren­ze. Der Rio Gua­dia­na trennt dort bei­de Staa­ten von­ein­an­der auf natür­li­che Weise.

Aber im August ist es dort für Aktiv­ur­laub zu heiß. Daher gin­gen der Rei­sen­de und Alex­an­dra ent­we­der früh mor­gens zum Strand. Oder am frü­hen Nach­mit­tag. Ziel: Son­nen­brand ver­mei­den. Die ers­ten Tage haben sie immer am Strand von Mon­te Gordo ver­bracht. Den emp­fin­det der Rei­sen­de als sehr ange­nehm. Er ist gut zu Fuß vom Feri­en­haus aus zu errei­chen. Zum einen erspart dies die Fahrt im hei­ßen Auto; zum ande­ren ist es eine gute Gele­gen­heit, sich am Tag wenigs­tens vier Kilo­me­ter zu Fuß zu bewe­gen. Die läs­ti­ge Park­platz­su­che erüb­rigt sich auch. Hier ist es auch von Vor­teil, dass dort über­wie­gend Por­tu­gie­sen die Feri­en ver­brin­gen. Daher ist es trotz naher Nach­barn am Strand ruhig. Und dort kann man beden­ken­los sei­ne Klei­dung und Wert­sa­chen unter einem Hand­tuch lie­gen las­sen. Gestoh­len wird dort nichts.

Große Badeinsel Ziel im warmen Wasser der Algarve

Da dem Rei­sen­den bei zu viel Her­um­lie­gen immer zu vie­le Amei­sen unter der Haut krab­beln, nimmt er sich jeden Tag eine gut 500 Meter lan­ge Stre­cke zum Schwim­men vor. Er hält sich gut eine Stun­de im Was­ser auf, wenn er par­al­lel zum Ufer schwimmt, um bestimm­te Land­mar­ke zu errei­chen. In Mon­te Gordo schwimmt eine gro­ße Bade­insel im Was­ser, auf der Jugend­li­che her­um­tol­len. Oder ein auf­fäl­li­ges Haus hilft auch bei der Ori­en­tie­rung. Im war­men Was­ser der Algar­ve ist im Monat August lan­ges Schwim­men garantiert.

Nach der Rück­kehr schmeckt dann der viel­fach von flie­gen­den Händ­lern ange­bo­te­ne Ber­li­ner drei­mal so gut. Es gibt dort auch ein net­tes Café mit Wifi. Von dort aus lässt sich bei einem lecke­ren Kaf­fee aus sich der tag­täg­li­che Blog gut aktua­li­sie­ren lässt. Im Lie­ge­stuhl träumt er dann davon träu­men, mal im Hin­ter­land mit Rad oder Wan­der­schu­hen unter­wegs zu sein. Aber die Vor­freu­de ist bekannt­lich auch die bes­te Freude.

Wer jetzt einen Vor­ge­schmack auf Aktiv­ur­laub bekom­men hat, soll­te sich die­sen Arti­kel auf Spie­gel Online durch­le­sen: Aktiv­ur­laub Algar­ve. Lei­der fehlt es dort aber an einer Kar­te mit einer zusam­men­hän­gen­den Stre­cke, die man jetzt auf Emp­feh­lung des Autors abfah­ren könn­te. Weit­ge­hend ohne Ver­kehr, auf ange­neh­mem Unter­grund. Das hat die por­tu­gie­si­sche Zei­tung “Express” vor eini­gen Tagen bes­ser gemacht. Sie schlägt eine schö­ne Tour von Por­to Rich­tung Figuei­ra da Foz vor: Rad­wan­dern an der West­küs­te.

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Mehr als Partys und Sonne

Bal­ler­mann? Strän­de? Mal­lor­ca hat auch Höh­len zur Besich­ti­gung anzu­bie­ten, die ich nicht ent­deck­te, als ich dort ein­mal die Insel umra­del­te. Mal­lor­ca hat­te ich lan­ge vor mir her­ge­scho­ben und erst ein­mal mir inter­es­san­ter erschei­nen­de Zie­le in Spa­ni­en auserkoren.

Anda­lu­si­en fand ich wegen des mau­ri­schen Erbes span­nen­der und besuch­te lie­ber Gra­na­da, Cór­do­ba, Sevil­la und Ron­da. Und natür­lich dem groß­ar­ti­gen Dich­ter Gar­cia Lor­ca hul­di­gen, der im Bür­ger­krieg von Geg­nern der Repu­blik erschos­sen wur­de. Gibral­tar woll­te ich lie­ber sehen, um mein Wis­sen aus dem Geschichts­stu­di­um über die Kolo­nie zu verlebendigen.

Doch dann kam ich auch nach Mal­lor­ca und war posi­tiv über­rascht, wie begeis­tert die Ein­hei­mi­schen selbst dort mit dem Renn­rad fah­ren, dass es dort auch längst nicht so über­lau­fen war bis auf die Hot­spots. Aller­dings war ich dort vor Ostern, was ich nur emp­feh­len kann.

Denn die Men­schen sind deut­lich ent­spann­ter. Der Inha­ber eines Hotels in Pal­ma führ­te mich dem­entspre­chend mit dem Rad durch die Gegend, in einem ande­ren in Port de Sól­ler hör­te ich tol­le spa­ni­sche Musik. Am nächs­ten Mor­gen über­gab mir eine Mit­ar­bei­te­rin eine Kopie der CD.

Wer mehr über die Höh­len erfah­ren will, soll­te hier weiterlesen:

Höh­len auf Mallorca

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Unerfüllter Traum vom Ferienhaus

Uner­füll­ter Traum vom Feri­en­haus am Strand in Däne­mark: Es ist ein Genuss, die Wel­len der Nord- und Ost­see in Ska­gen gegen­ein­an­der anrol­len sehen. Ska­gen liegt an der Nord­spit­ze Jüt­lands. Es kit­zelt ange­nehm, wenn der Zucker­sand am Kat­te­gat durch die Fin­ger rie­selt. Es tut gut, den Harz­ge­ruch des Wäld­chens am Strand von Asser­bo auf See­land in die Nase strö­men zu las­sen. Der Rei­sen­de erin­nert sich an sei­ne Kind­heit in Däne­mark. Sein Bru­der bau­te tol­le Sand­bur­gen oder einen Kauf­manns­la­den. Nach­dem er voll­endet war, ver­kauf­ten die Geschwis­ter Muscheln und See­mann­staue für eini­ge Øre an gut­mü­ti­ge Dänen.

Abends kehr­ten der Rei­sen­de und sei­ne Geschwis­ter erschöpft, aber glück­lich ins gemüt­li­che und male­ri­sche Feri­en­haus zurück. Oft gab es einen gro­ßen Gar­ten. Manch­mal stan­den in ihm Rehe stan­den. End­lich lie­ßen sich nicht wie zuhau­se Nach­bars Kat­ze oder Hund sehen. Solch ein Feri­en­haus woll­ten die Kin­der auch ger­ne haben, vor­zugs­wei­se in Strand­nä­he. In Schwe­den ist das leich­ter. Aller­dings schau­ten die Eltern den Schritt des hohen hand­werk­li­chen Auf­wan­des wegen. Solch ein Haus gilt es immer zu pfle­gen. Den Urlaub woll­ten sie nicht mit Klop­pen auf dem Dach verbringen.

Schritt in Richtung Vereinigte Staaten

Doch das ist bis heu­te nicht erlaubt. Aus­län­der dür­fen kei­ne Feri­en­häu­ser am Strand kau­fen. Die Dänen fürch­ten, dass die Strän­de sonst nicht mehr ihnen gehö­ren. Dies ist einer der Vor­be­hal­te, den sie beim Bei­tritt zur EU aus­han­del­ten. Inn einem Bei­trag des Deutsch­land­funks sagt Peter Ned­der­gaard, Pro­fes­sor am Euro­pa­po­li­ti­schen Insti­tut der Uni­ver­si­tät Kopenhagen:

„Wenn die Dänen ihre Wäh­rung oder ihr Jus­tiz­sys­tem oder ihre Ver­tei­di­gungs­po­li­tik auf­ge­ben müss­ten, dann wür­den sie das als eine Art von begrenz­ter Eigen­stän­dig­keit sehen. Auch wenn die­se Hal­tung immer wie­der von der Poli­tik kri­ti­siert wird: Die Mehr­heit der Dänen emp­fän­de einen Abschied von die­sen Vor­be­hal­ten als einen Schritt in Rich­tung Ver­ei­nig­te Staa­ten von Euro­pa.“ Ist das nach­voll­zieh­bar? Es bleibt also erst­mal dabei: ein uner­füll­ter Traum vom Feri­en­haus am Strand.

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Baden am Weserstrand

Baden am Weser­strand: Die­ser Anblick ver­lockt bei die­sem schwü­len Wet­ter zum Baden am Strand. Der Rei­sen­de hat an heu­te Mor­gen Bre­men ver­las­sen. Er besuch­te dort sei­ne Tan­te Chris­ta für eini­ge Tage. In die­ser Zeit erfreu­te er sich an einem Tag an der tol­len Dau­er­aus­stel­lung im Über­see-Muse­um, vor allem an den Expo­na­ten aus Asi­en und Ame­ri­ka. Die­se hat­ten in der Ver­gan­gen­heit See- und Kauf­leu­te nach Bre­men mit­ge­bracht. Wer mit dem Zug kommt, fin­det das Muse­um direkt am Hauptbahnhof

Dar­über hin­aus besuch­te er mit sei­ner Tan­te das “Uni­ver­sum”, ein Muse­um der Uni­ver­si­tät, in dem sich viel um das The­ma Mensch und Tech­nik dreht. An einem ande­ren Tag fuhr er mit Chris­ta und ihrem Freund Klaus für eini­ge Stun­den nach Worps­we­de. Dort exis­tier­te die berühm­te Künst­ler­ko­lo­nie, aus der Otto und Pau­la Moder­sohn sowie Fritz Macken­sen die bekann­tes­ten Künst­ler sind. Deren Bil­der wer­den immer wie­der in ver­schie­de­nen Aus­stel­lun­gen gezeigt, wie auch im Moder­sohn-Muse­um in Teck­len­burg. Die Fami­lie hat auch einen beson­de­ren Bezug nach Müns­ter, der Hei­mat­stadt des Rei­sen­den. Chris­ti­an Moder­sohn, Ottos Sohn, leb­te und mal­te dort lan­ge Jahre. 

Von Worpswede an die Wümme

Mit sei­nem Bon­ner Kum­pel, Olaf Schulz, der die­ser Tage in sei­ner Hei­mat­stadt Bre­men, weil­te, besuch­te er das Zen­trum. Gemein­sam besich­tig­ten bei­de die berühm­ten Bre­mer Stadt­mu­si­kan­ten vorm Rat­haus und den sehens­wer­ten St. Petri-Dom.

Am Tag des Ver­las­sens konn­te der Rei­sen­de auch Klaus und Olaf mit­ein­an­der bekannt machen. Erst führ­te ihn Klaus mit dem Rad an der schö­nen Wüm­me ent­lang. Bre­men ver­lässt Durch­strei­fen & Erle­ben auf die­se Wei­se in einer Auen­land­schaft. Olaf stieß auf Höhe von Lesum mit dem Rad auf dem Weser­rad­weg dazu. Das Strand­fo­to an der Weser nahm der Rei­sen­de in der Nähe von Vege­sack auf, wo sein Groß­va­ter her­stammt. Selbst Seg­ler sind auf dem Was­ser zu sehen. 

Oder wür­dest du doch lie­ber einen Auf­ent­halt an der Küs­te von Can­bar­ro dem Baden am Weser­strand vor­zie­hen? Den Abschnitt am por­tu­gie­si­schen Jakobs­weg durf­te der Rei­sen­de im Sep­tem­ber 2017 kennenlernen.

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Offenes Meer an der Praia das Furnas

Offe­nes Meer an der Pra­ia das Fur­nas: Nach einem traum­haf­ten Schlaf im Zelt sieht der Rei­sen­de erst­mals das offe­ne Meer an der gali­cis­chen Küs­te. Das Meer rausch­te. Es ver­senk­te ihn auf der Rad­wan­de­rung durch Gali­ci­en ab elf Uhr abends in einen tie­fen Schlaf bis 10 Uhr mor­gens. Davor sah er nur Fjor­de ent­lang so eini­ger vie­le Kilo­me­ter lan­gen Buchten. 

Den tie­fen Schlaf hat­te er zuvor gar nicht erwar­tet. Denn hier camp­te er wild, weil es hier auch erlaubt war. Neben dem Zelt­platz lag das Surf­house As Fur­nas. Dort hät­te er lie­ber sein Zelt auf­ge­schla­gen, um sich etwas siche­rer zu füh­len. Denn da es spät am Abend war, konn­te er sich nicht vor­ab ein Bild der Bewoh­ner machen. Doch der Inha­ber woll­te den vol­len Preis für eine Über­nach­tung. Das sah der Pil­ger nicht ein. Dies ist eine unge­wöhn­li­che Hal­tung für die an sich gast­freund­li­che Regi­on. Wahr­schein­lich litt der Betrei­ber an chro­ni­schem Geld­man­gel. Denn vie­le Gäs­te waren nicht zu sehen. Da war an ande­ren Strän­den wesent­lich mehr Betrieb.

Bald ist die Costa da morte erreicht

Das Ende der Welt — Finis­terre — ist nicht mehr weit ent­fernt. Finis­terre gilt sogar als wich­ti­ge­res Ziel als Sant­ia­go de Com­pos­te­la selbst. War­um das so ist, bekommt er dort bestimmt noch her­aus. Ab Mal­pi­ca beginnt die berühmt-berüch­tig­te Cos­ta da mor­te, die Todes­küs­te. Heu­te ist sie durch die Nähe zum Was­ser ein belieb­tes Wan­der­ge­biet. Sie erstreckt sich bis zur Hafen­stadt A Coru­ña. Vie­le Schif­fe gin­gen auf der hohen See unter. Unzäh­lig ist die Zahl der gestor­be­nen See­leu­te. Davon zeu­gen bereits ent­lang der Etap­pen hier und da Denk­mä­ler für die ertrun­ke­nen Fischer. Kein Wun­der: Denn ab dort gibt es kei­ne tief ein­ge­schnit­te­nen Buch­ten mehr. Die­se kön­nen die Macht des Mee­res brem­sen. Offe­nes Meer an der Pra­ia das Fur­nas. Dort gilt das nicht mehr. Für heu­te Abend ist Por­to do Son das Ziel.

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Schöne Strände an galicischer Westküste

Schö­ne Strän­de an gali­cischer West­küs­te: A Pobra do Caramiñal

Schö­ne Strän­de an gali­cischer West­küs­te: Das ist doch mal ein Stadt­strand, oder? Dies ist in A Pobra do Cara­mi­ñal der Lohn für den Weg für die anstren­gen­de Fahrt durch die Ber­ge. Aller­dings badet hier kei­ner. Die meis­ten Gäs­te lie­gen an der rie­si­gen Ria de Arou­sa auf dem Hand­tuch im Sand und beten die Son­ne an. Aller­dings auch auf dem Prä­sen­tier­tel­ler, denn lei­der ist es hier ver­baut. Und wenn die eige­ne Woh­nung noch davor liegt, viel bes­ser. Als der Rei­sen­de wäh­rend der Stu­di­en­zeit an einem Cen­tro de Dia in Bar­ce­lo­na hos­pi­tier­te und lern­te, wie man Schi­zo­phre­ne betreut, wuss­te er das zu schät­zen. Denn er leb­te der­weil in Segur de Cal­a­fell in einem Feri­en­haus direkt am Strand. Es gibt in Gali­ci­en vie­le idyl­li­sche Strän­de. Die Pro­vinz ist aber auch bekannt fürs feuch­te und nebe­li­ge Atlantikklima.

Am Hori­zont ist gut zu erken­nen, wie sie beschaf­fen sind: ein ste­ti­ges Auf und Ab west­lich von Sant­ia­go de Com­pos­te­la. Erst seit heu­te genießt es der Rei­sen­de, direkt am Was­ser ent­lang zu radeln. Davor führ­te die Rou­te durchs Bin­nen­land oder ober­halb ent­lang der Steil­küs­te. Strän­de wie in Com­bar­ro oder Arou­sa muss­te der Rad­fah­rer schon gezielt anfah­ren. Der Jakobs­weg ist hier ver­las­sen. Es gilt einen eige­nen Weg nach Fis­ter­ra zu fin­den. Nur noch gut hun­dert Kilo­me­ter sind bis zum Sehn­suchts­ziel vie­ler Pil­ger zu bewältigen.

Schöne Strände an galicischer Westküste und stinkende Blechlawine

Lei­der gibt es hier offen­bar kein Rezept gegen die stin­ken­de Blech­la­wi­ne ent­lang der Küs­te Gali­ci­ens anzu­kom­men. Wenigs­tens fah­ren sie Leu­te rück­sichts­voll hin­ter­her. Und sie hal­ten genug Abstand ein. Bemüht sich das Land über­haupt, den Stra­ßen­ver­kehr bes­ser zu regu­lie­ren? Auf den ach so tol­len Spa­ni­en-Web­sei­ten, die vie­les hier gar nicht ken­nen, emp­feh­len Autoren sogar, einen Wagen zu mie­ten. Dabei gibt es eine Bahn­li­nie, die ohne­hin in Spa­ni­en gut funk­tio­niert. Ver­spä­tun­gen neh­men die Ein­hei­mi­schen mit einer stoi­schen Gelas­sen­heit hin. Wan­dernd oder radelnd kommt man dem Lan­de aber viel näher. Fürs Kli­ma ist es auch erheb­lich bes­ser. Und auf schö­ne Strän­de an der gali­cis­chen West­küs­te, die es viel­leicht auch noch Rich­tung Por­to do Son gibt, freut man sich dann umso mehr.

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