Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Deutsch­land, Däne­mark, Frank­reich, Nor­we­gen, Öster­reich, Schwe­den und Spa­ni­en sind vertreten.

Viel­falt ist in der kom­men­den Woche im Pro­gramm zu erwar­ten, wenn es um Regio­nen, Städ­te und wie­der etwas um Geschich­te geht. Dabei rücken vor allem die skan­di­na­vi­schen Haupt­städ­te in den Fokus.

Kopen­ha­gen lern­te der Rei­sen­de sehr gut über einen Dänisch­kurs für Eras­mus-Stu­den­ten an der Uni­ver­si­tät ken­nen. Unbe­dingt zu emp­feh­len, da nicht nur kos­ten­güns­tig, son­dern es winkt auch die Per­spek­ti­ve, sich als Ein­woh­ner in die Haupt­stadt zu inte­grie­ren und nicht Tou­rist zu sein. Einer­seits tra­fen im kos­ten­güns­ti­gen Kurs Stu­den­ten aus aller Welt zusam­men. Wei­te­re Kur­se, die aber längst nicht so preis­güns­tig sind, ste­hen hier. Für schö­nes inter­na­tio­na­les Flair war gesorgt. Vie­le Teil­neh­mer wie­sen däni­sche Wur­zeln auf. Über Tref­fen wäh­rend des drei­wö­chi­gen Kur­ses lern­te der Rei­sen­de gut Bars der Stadt ken­nen. Das Buf­fet auf dem Cam­pus ist aber auch sehr lecker. 

Ande­rer­seits bot die Uni Besich­ti­gun­gen an wie etwa Fahr­ten durchs Hafen­be­cken. Und der Lehr­stoff ver­lock­te dazu, sich zum Bei­spiel die Klei­ne Meer­jung­frau anzu­schau­en. In Stock­holm und Oslo gibt es sol­che Kurs bestimmt auch. Dar­über lern­te der Rei­sen­de gut das Bil­dungs­we­sen ken­nen, das in Däne­mark etwas anders läuft. Ein Knül­ler war auf jeden Fall der bar­fuß unter­rich­ten­de Leh­rer Jep­pe. In einem deut­schen Semi­nar unvorstellbar.

Lehr­reich wird sicher ein Bei­trag über die spa­ni­sche Arma­da. Im Zuge einer Vor­be­rei­tung eines Arti­kels über die Ent­de­ckung der Neu­en Welt durch Pedro Álva­res Cab­ral las der Rei­sen­de, dass Por­tu­gal Spa­ni­en sei­ne Flot­te der Arma­da zur Ver­fü­gung stel­len muss­te. Dies war ein wich­ti­ger Grund für den Nie­der­gang des por­tu­gie­si­schen König­rei­ches. Denn eini­ge über­see­ische Besit­zun­gen konn­ten danach nicht mehr ver­tei­digt wer­den. Ande­re Mäch­te wie die Nie­der­lan­de konn­ten das Vaku­um für sich zum Bei­spiel in Asi­en nut­zen. Die­ser Aspekt kommt lei­der nicht im ansons­ten gut auf­ge­mach­ten Museu dos Des­co­bri­ment­os in Bel­mon­te am Ran­de der Ser­ra da Est­re­la zur Spra­che. Zen­tral sind im Cen­tro de Por­tu­gal See­fahrt, Kolo­ni­sa­ti­on und Bio­di­ver­si­tät. Auch gewinnbringend.

Viel Spaß beim Zuschauen.


SaSoDiMiDoFr
Deutsch­land

Was­ser­bli­cke am Nie­der­rhein, WDR, 20.15 Uhr


See­stadt Radolf­zell, SWR, 20.15 Uhr
Däne­mark
Wil­des Däne­mark, arte, 12.05 Uhr


Lebens­wert in Kopen­ha­gen, Bar­ce­lo­na, Nan­tes, ZDF, 23.00 Uhr
Frank­reich
Das Süd­el­sass neu ent­deckt, MDR, 9.30 Uhr



Nor­we­gen

Wun­der­sa­mes Nor­we­gen, arte, 15.55 Uhr


Öster­reich


Ent­de­ckun­gen in Vor­arl­berg, 3sat, 13.15 Uhr

Vom Zil­ler­tal ins Ahrn­tal, 3sat, 14.00 Uhr


Schwe­den




Stock­holm, NDR, 21.15 Uhr
Spa­ni­enDie spa­ni­sche Arma­da, phoe­nix, 00.00 Uhr
Wil­des Spa­ni­en, Der atlan­ti­sche Nor­den, BR, 14.45 UhrSpa­ni­en – der wil­de Süden, BR, 11.20 Uhr
TV-Tipps Rei­se und Kultur
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Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sor­ge ich euch mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Dies­mal sind nach der Mas­se an Dokus in der ver­gan­ge­nen Woche nur Deutsch­land, Por­tu­gal und Öster­reich ver­tre­ten. Am meis­ten erfah­ren wir dies­mal über Desti­na­tio­nen in Deutsch­land, was wohl an Coro­na man­gels Rei­se­mög­lich­kei­ten liegt. Einen Down­load-Link des Pro­gramms fin­det ihr wie immer im pdf-Format.

Emp­feh­len kann ich den Film über Natur­parks in Por­tu­gal. Ich sah ihn schon. Die Ser­ra da Est­re­la ken­ne ich gut, da ich dort mehr­fach recher­chier­te, einen Rei­se­füh­rer dar­über ver­fass­te. Die Regi­on liegt im Cen­tro. Sie besticht durch hohe Ber­ge und Juwe­len-Dör­fer. Die Regi­on ist gut mit dem Rad zu berei­sen, da die Stre­cken auf der von mir emp­foh­le­nen Rund­stre­cke nicht steil sind. Zwei Wochen kannst Du die Regi­on ohne Mus­kel­ka­ter erkunden.

Gera­de schau­te ich noch, wo der Natur­park Pene­da-Gerês liegt. Dabei stell­te ich fest, dass ich nah dran war, als ich von Sant­ia­go de Com­pos­te­la nach Xin­zo de Limia fuhr. Daher kann ich mir vor­stel­len, wie es dort aus­sieht. Es ist ber­gig. Ich kur­bel­te auf Ser­pen­ti­nen stun­den­lang berg­auf und ‑ab, genoss Aus­bli­cke, Adler und Gei­er und Cafés in Dör­fern. Eine in einer hoch gele­ge­nen Sied­lung ober­halb eines Stau­sees leben­de alte Frau stöhn­te „Mein Gott“, als sie mich her­auf­kom­men sah. Wahr­schein­lich mal­te sie sich mei­ne Lei­den aus. Aber da es auch lan­ge Täler gibt, konn­te ich mich immer aus­ru­hen. Außer­dem ver­bren­ne ich immer ordent­lich Kalo­rien. Neu­lich radel­te ich 123 Kilo­me­ter von Müns­ter nach Wett­rin­gen und wie­der zurück: 2760 Kalo­rien. Viel muss­te ich also nicht heraufschleppen. 

Außer mir radel­ten auch zwei Mädels mit Zelt durchs Dorf. Sonst schei­nen fast nur Pil­ger auf dem Jakobs­weg durch­zu­kom­men. Daher hielt mich die Frau wohl für etwas Beson­de­res. Ich reagier­te spä­ter ähn­lich ent­setzt, als ich Spu­ren der Ver­wüs­tung durch Bau­ar­bei­ten ent­lang der Ser­pen­ti­nen sah. Ein Tun­nel wur­de ver­brei­tert, um eine Schnell­ver­bin­dung für Züge von A Coru­ña nach Madrid her­zu­stel­len. Ein Jäger ver­si­cher­te mir, dass die­se Spu­ren bald wie­der besei­tigt würden.

Sonst gibt es im Fern­se­hen viel über die Eifel zu sehen. Da vor den Toren Bonns, wor­über auch eine Doku läuft, wan­de­re ich dort oft mit Freun­den. Beson­ders Kur­gäs­te wis­sen die Gegend zu schät­zen, da es zum Bei­spiel gesun­des Ther­mal­was­ser in Bad Neuen­ahr gibt. Neu­lich las ich, dass aktu­ell in der Gegend um Hel­len­thal Nar­zis­sen blüh­ten. Vie­le Gebie­te wür­den gelb leuch­ten. Ich ken­ne das nur vom Gins­ter, der ab dem Som­mer blüht. Emp­feh­lens­wert ist auch eine Wan­de­rung bei Maria Laach. Denn dort spru­delt Koh­len­säu­re an die Ober­flä­che eines Sees. Die Gegend steckt vol­ler Maa­re. Vul­ka­ne sind sogar aktiv, aber nur schwach. 

Es gibt also auch in Coro­na-Zei­ten viel in der eige­nen Gegend zu ent­de­cken, wenn Du so mutig bist, alte Wege zu ver­las­sen und neue zu beschreiten.


SoMoDiFr
Deutsch­landEifel – Die schöns­ten Bade­se­en und Tal­sper­ren, WDR, 15.00 Uhr

Wil­de Eifel – Grü­nes Herz im Wes­ten, WDR, 15.15 Uhr

Wan­de­run­gen von der Mosel bis an den Rhein, SWR, 15.45 Uhr
Von der Elbe bis zur Ems, NDR, 20.15 UhrBoom­town Bonn, Neu­er Glanz in alter Haupt­stadt, Phoe­nix, 17.15 UhrDas grü­ne Herz West­fa­lens, ein Wald im Wan­del, WDR, 20.15 Uhr

Wat­ten­meer, Klei­ne Inseln, gro­ße Chan­cen, NDR, 20.15 Uhr
Öster­reich
Alpen­ju­we­len – Zu Fuß von der Zug­spit­ze nach Bozen, SWR, 15.45 Uhr

Por­tu­gal
Natur­parks in Por­tu­gal, Pene­da-Gerês, Ser­ra da Est­re­la, arte, 17.50 Uhr

Natur­parks in Por­tu­gal, Madei­ra, arte 18.30 Uhr

Natur­parks in Por­tu­gal, Rio For­mo­sa, arte, 17.50 Uhr

TV-Dokus Rei­se und Kultur
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Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sor­ge ich euch mög­lichst regel­mä­ßig mit Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die an den nächs­ten Tagen im Fern­se­hen lau­fen. Dies­mal ist die Aus­wahl sehr breit mit Zie­len in Frank­reich, Öster­reich, Spa­ni­en und Schwe­den. Frank­reich, Nor­we­gen und wie­der ein­mal Däne­mark blei­ben dies­mal außen vor. Fast jeden Tag ist das Mit­rei­sen auf dem Sofa garan­tiert. Das Pro­gramm zum Down­load fin­det ihr unten als Link im pdf-Format.

Wie­der ein­mal hoch­wer­tig nach Spa­ni­ens ein­zig­ar­ti­ger Wald­land­schaft ver­gan­ge­ne Woche scheint auch ein Bei­trag über Ibe­ri­ens wil­de Viel­falt zu wer­den. Kein Wun­der, ich höre oft von Por­tu­gie­sen und Spa­ni­ern, dass sie nicht ins Aus­land reis­ten, weil sie sowie­so alles hät­ten: Ber­ge, Meer und Wüs­ten. Es gibt Ski­ge­bie­te wie in Andor­ra und wie in der Ser­ra da Est­re­la.

Recht viel wird über Öster­reich gebracht. Erfreu­lich sind die his­to­ri­schen Bei­trä­ge über ein Kel­ten­grab im Umland von Salz­burg. Und über den letz­ten Rit­ter Maxi­mi­li­an im 16. Jahr­hun­dert: Er ist zu emp­feh­len, da gut gemacht. Denn Maxi­mi­li­an hei­ra­te­te Maria von Bur­gund aus macht­po­li­ti­schen Grün­den. Dem Habs­bur­ger Haus gelang durchs rei­che Flan­dern der end­gül­ti­ge Auf­stieg zur Welt­macht. Und es wuchs sogar ech­te Lie­be zwi­schen Maxi­mi­li­an und Maria.

Auf den NDR-Bei­trag über den Weser­rad­weg bin ich auch sehr gespannt. Denn dort war ich selbst schon eini­ge Male unter­wegs. Die Stre­cke durchs Weser­berg­land ist der schöns­te Abschnitt, ein unter­schätz­tes Gebiet. Die Weser ist dort weit­ge­hend noch natür­lich. Es gibt vie­le Auen, kei­ne gewerb­li­che Schiff­fahrt, nur Frei­zeit­sport­ler. Tie­fe Wäl­der zum Wan­dern und Radeln und wirk­lich freund­li­che Men­schen. Und ein hoch­wer­ti­ges Kul­tur­ange­bot, wenn ich allei­ne an Cor­vey, Weser­re­nais­sance und Por­zel­lan aus Fürs­ten­berg denke. 

Ein tol­les Ziel ist aber auch das Ahr­ge­bir­ge vor den Toren Bonns, wor­über heu­te der SWR berich­tet. Wenn ich dort wan­de­re oder rade­le, füh­le ich mich bei man­chen Etap­pen wie im Süden Euro­pas. Dies liegt zum einen an der Vege­ta­ti­on mit Pflan­zen, die es auch im Süden gibt. Zum ande­ren liegt es an der Wär­me, die an gewis­sen Stel­len über 60 Grad errei­chen kann. Daher füh­len sich dort Rep­ti­li­en wohl, aber auch Wein kann dort ange­baut wer­den. Den Wein emp­fin­de ich als wohl­schme­ckend. Beliebt ist die Zeit der Wein­le­se. Aller­dings ist die Gegend dann der Fes­te wegen völ­lig über­lau­fen. Vie­le Auto­fah­rer zieht es dann in die Dör­fer rund um Ahr­wei­ler statt mit Bahn oder Rad zu kom­men. Die Anbin­dung an den Zug ist ziem­lich gut.

Ein­schal­ten also nicht vergessen!


SaSoDiDoFr
Deutsch­landUnter­wegs im Ahr­ge­bir­ge, SWR, 14 Uhr

Selbst­ver­such Pil­gern. Auf dem Jakobs­weg von Ful­da nach Frank­furt, HR, 21.00 Uhr
Erleb­nis Weser­rad­weg, Von Hann. Mün­den bis Nien­burg, NDR, 20.15 Uhr
Öster­reichNatur­pa­ra­dies See­feld, arte, 15.00 Uhr
Das Geheim­nis des Kel­ten­gra­bes, ZDF Info, 19.30 Uhr


Ein­ge­schenkt. Wein­land Öster­reich, 3sat, 11.45 UhrMaxi­mi­li­an. Das Spiel von Macht und Lie­be, 3sat, 201.5 Uhr
Por­tu­gal
Die Azo­ren. Grü­nes Insel­pa­ra­dies, 3sat, 13.35 Uhr
Madei­ra, Por­tu­gals Blü­ten­meer im Atlan­tik, NDR, 20.15 Uhr
Schwe­den


Ich bin Gre­ta, SWR, 23.15 Uhr
Spa­ni­enWil­de Pyre­nä­en, Ber­ge des Lichts, BR. 14.15 UhrIbe­ri­en. Wil­de Viel­falt, Phoe­nix, 20.15 Uhr
Lan­za­ro­te, Feu­er, Lava, Licht, NDR, 20.15 Uhr
TV-Tipps Rei­se und Kultur
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Hundeleben in der Estrela

Bis­her habe der Rei­sen­de noch nie ein Hun­de­bild gebracht. Eines einer Kat­ze schon. Das ist gut 1,5 Jah­re her, als er auf dem Jakobs­weg in Gali­ci­en und in Por­tu­gal radel­te. Eine jun­ge Kat­ze besuch­te ihn im Par­que Arri­bes del Duero, einer sehr schö­nen Land­schaft in Kas­ti­li­en-León. Sie war neu­gie­rig auf den Gast in der Pension. 

Jetzt arbei­tet er seit eini­gen Tagen die Bil­der der Rad­wan­de­rung durch Nord- und Zen­tral­por­tu­gal sowie Gali­ci­en auf. Davon reicht er heu­te einen klei­nen Hund nach. Ein Teil der Rad­wan­de­rung führ­te ihn mal wie­der durchs por­tu­gie­si­sche Hoch­ge­bir­ge: in die Ser­ra da Est­re­la. Wie es ihm dort erging, kannst Du hier in lose auf­ein­an­der­fol­gen­den Bei­trä­gen nach­le­sen. In dem gera­de ver­link­ten Bei­trag folg­te ich in Bel­mon­te, einer hüb­schen Klein­stadt am Fuße des Gebir­ges, den Spu­ren von Pedro Álva­res Cab­ral. Der Ade­li­ge wuchs dort auf und ent­deck­te Brasilien.

Dort traf der Rei­sen­de den Hund. Er war nicht bis­sig. Wie auch — mit der Ket­te am Hals. In Por­tu­gal und Spa­ni­en ist er noch nie von einem Hund gebis­sen wor­den. Die meis­ten grö­ße­ren Tie­re wie Schä­fer­hun­de lau­fen par­al­lel mit. Sie blei­ben aber auf ihrem Ter­rain. Denn sie sind gut erzo­gen, sol­len nur Men­schen mit Gebell vom Betre­ten der Grund­stü­cke abhalten.

Eine Aus­nah­me bil­den klei­ne­re Hun­de, die in den Dör­fern frei her­um­lau­fen. Sie stel­len sich fron­tal auf, bel­len wie ver­rückt, wei­chen aber zurück, wenn man auf sie zugeht. Als Rad­ler braucht man sich also auf der Ibe­ri­schen Halb­in­sel nicht davor zu sor­gen, das Hun­de einen bei­ßen. Sei­ne Rei­fen sind auch immer heil geblieben.

Die­ses Tier lebt wie so vie­le ande­re auf einem Hof in einem Tal der Ser­ra da Est­re­la: in der Nähe des Dor­fes Cabe­ça. Sein treu­her­zi­ger Blick fes­selt. Oder lei­det er viel­leicht etwas unter der schwe­ren Ket­te? Weiß jemand, um wel­che Ras­se es sich handelt? 

Der bekann­tes­te Hund des Gebir­ges heißt nicht Deut­scher Schä­fer­hund, son­dern Cão da Ser­ra da Est­re­la. Auf Wiki­pe­dia erfährst Du mehr sein Hun­de­le­ben in der Ser­ra da Est­re­la, da sich der Rei­sen­de nicht näher mit ihm beschäf­tigt habe. Er hat noch nie einen Hund gehal­ten, nur Mon­go­li­sche Wüs­ten­renn­mäu­se. Es han­delt sich um einen Hir­ten­hund. Kein Wun­der bei den vie­len Scha­fen und Zie­gen, die die Bau­ern hier halten. 

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Die Serra da Estrela umspannend

Welch ein präch­ti­ger Baum! Dabei fal­len mir zuerst die Wor­te ein: die Ser­ra da Est­re­la umspan­nend. Erst eine hal­be Stun­de war es her, dass ich das Hotel “Casa das Penhas Dou­ra­das” ver­las­sen hat­te. In die­sem emp­feh­lens­wer­ten Design­ho­tel in Zen­tral­por­tu­gal ver­brach­te ich die ers­te Nacht auf mei­ner Rund­rei­se durch die Ser­ra da Est­re­la auf fast 2000 Metern Höhe. Penhas Dou­ra­das ist mit 1993 Metern Por­tu­gals höchs­ter Berg. Schon ab Herbst regis­triert man die­se Höhe. Nebel steigt auf. Der Wind pfeift, obwohl Por­tu­gal aus unse­rer Höhe so weit süd­lich liegt. Aus der Sicht der Por­tu­gie­sen liegt das Land aber in West­eu­ro­pa, nicht Süd­eu­ro­pa. Die meis­ten betrach­ten Algar­ve nur als Anhang. Im Win­ter liegt sogar Schnee hier, wes­halb die Ser­ra stets von einem Mythos umge­ben ist. Auf dem Gip­fel leben die Göt­ter, eine anti­ke Vor­stel­lung, der José Sar­ra­ma­go in sei­nem schö­nen Buch “Die por­tu­gie­si­sche Rei­se” nach­geht. Der kar­gen stei­ni­gen Bei­ra hat der Lite­ra­tur-Nobel­preis­trä­ger ein lesens­wer­tes Kapi­tel gewidmet. 

Ausstellung über Flora und Fauna

Im CISE in der Klein­stadt Seia gibt es eine schö­ne Dau­er­aus­stel­lung, die auf Flo­ra und Fau­na des Gebir­ges ein­geht. Zum Nach­le­sen fin­dest Du ein Kapi­tel dar­über in mei­nem Rad- und Kul­tur­rei­se­füh­rer “Ser­ra da Est­re­la”. Ein­zel­ne All­tags­er­leb­nis­se, die auch nicht alle im Buch Platz gefun­den haben, hielt ich im Tage­buch­stil fest. Die Berich­te kannst Du hier in loser Fol­ge nachlesen.

Zum Glück star­te­te ich mei­ne zwei­wö­chi­ge Rund­tour im Mai, so dass mich die gan­ze Zeit nur die Son­ne küss­te und die Tour ohne Hin­der­nis­se zu bestrei­ten war. Ein zwei­tes Mal war ich danach im Novem­ber und Dezem­ber unter­wegs, hat­te eben­falls Glück, da nur sel­ten Regen fiel. Für die Ein­hei­mi­schen ist dies natür­lich eine Belastung.

Beeindruckende Farben und Formen

Auf mei­ner Expe­di­ti­on durch die Ser­ra da Est­re­la beein­druck­ten mich rie­si­ge, durch die letz­te Eis­zeit, abge­run­de­te Fel­sen. Eben­so ver­lock­te der leuch­ten­de Gins­ter, der oft auf abge­holz­ten oder ver­brann­ten Flä­chen wächst, zu Fotos. Und eben die­ser präch­ti­ge Baum: den Him­mel umspan­nend. Ich fand ihn bei der Abfahrt in die Täler der Ser­ra da Est­re­la am Stra­ßen­rand. Im Schat­ten ruht es sich gut bei der Wär­me des Tages. Auf dem Foto ist im Hin­ter­grund die Höhe der Ber­ge noch ganz gut zu erken­nen. Die land­schaft­lich schöns­ten Bil­der hiel­ten der Cal­ven­do-Ver­lag und ich im Kalen­der “Ser­ra da Est­re­la” fest. Die­sen kannst Du schon fürs kom­men­de Jahr bestel­len, wenn Du Dir oder einem gelieb­ten Men­schen eine Freu­de machen willst.

Tipp: Du fin­dest nicht nur im Rei­se­füh­rer “Ser­ra da Est­re­la Die hohen Ber­ge Por­tu­gals durch­strei­fen und erle­ben” gute Tipps. Auch mei­ne Jour­na­lis­ten­kol­le­gin Flo­ra Jädi­cke hat einen schö­nen Text über die Gegend geschrie­ben. Du fin­dest ihn hier. Und wer nach dem Hin­weis zum Design­ho­tel Inter­es­se an The­men wie Woh­nen & Ein­rich­ten hat, hat in mei­ner Jour­na­lis­ten­kol­le­gin Eve­lyn Stein­bach eine gute Adres­se. Viel Spaß beim Surfen!

Fort­set­zung https://durchstreifen-erleben.com/2019/06/20/baden-in-der-serra-da-estrela‑i/folgt.

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Baden in der Serra da Estrela II

Weißt Du, wo das höchs­te Dorf Por­tu­gals auf dem Fest­land liegt? Ich habe es gera­de erfah­ren: Mir war Sabu­g­ei­ro sei­nes berühm­ten Bro­tes wegen bekannt. Wenn Du Glück hast, erhältst Du auf Dei­ner Durch­rei­se eines, das auf dem Dorf­platz in einem Back­ofen zube­rei­tet wur­de. Ich bedaue­re, es auf mei­nen Tou­ren durch die Ser­ra da Est­re­la noch nicht pro­biert zu haben. Dort soll es guten Käse, Schin­ken und Likö­re geben. Das alles kann man wie die Schaf­hir­ten als Pro­vi­ant mit­neh­men zum Baden in der Ser­ra da Estrela.

Ribeira de Fervença

Die­se Bade­stel­le gehört zum leben­di­gen Rio Alva. Besu­cher sol­len sich an der schö­nen von Gra­nit bestimm­ten Gegend und dem kla­ren Spie­gel­bild im Was­ser erfreu­en kön­nen. Die Redak­ti­on des Maga­zins Vor­tex emp­fiehlt einen Besuch. Ges­tern stell­te ich Dir vie­le ande­re Plät­ze in der Gebirgs­re­gi­on in Zen­tral­por­tu­gal vor. Distrikt­haupt­stadt ist Guar­da, höchs­te Stadt Por­tu­gals auf dem Festland.

Rio Côa

Für mich ist der Rio Côa eines der inter­es­san­tes­ten Gewäs­ser. Denn dort spielt sich schon seit min­des­tens 25.000 Jah­ren mensch­li­ches Leben ab. Ich habe dort berühm­te Fels­rit­zun­gen besich­tigt. Die­se hin­ter­lie­ßen Men­schen der Stein­zeit über eine Stre­cke von vie­len Kilo­me­ter. Ver­mut­lich dien­te das als Info-Sys­tem für durch­zie­hen­de Jäger über den Wild­be­stand oder aber als Kult­ort der Scha­ma­nen. Pfer­de, Rin­der, Men­schen und auch Lachs ist dort abge­bil­det. Im Mond­schein sind die Abbil­dun­gen am bes­ten zu sehen. 

Eben­falls gibt in der an Spa­ni­en angren­zen­den Regi­on auch vie­le wil­de Tie­re. Am impo­san­tes­ten ist ein Can­yon in der Faia Bra­va, den der Fluss sich in der Erd­ge­schich­te ergra­ben hat. Und es gibt bei aller Wild­heit des Flus­ses den Fluss­strand von Rapou­la do Côa im Raum Sabu­g­al, wo man sich im Schat­ten von Bäu­men nie­der­las­sen kann. Sogar Strand wird ver­spro­chen. Dort gibt es unter­schied­lich tie­fe Zonen, in denen sich sowohl erfah­re­ne Schwim­mer als auch Kin­der wohl­füh­len. Wer ger­ne angelt, fängt in einer ande­ren Zone viel­leicht sogar eine Forel­le. Lei­der gibt es dort mehr Regen­bo­gen­fo­rel­len, die die Bach­fo­rel­le durch künst­li­ches Ein­set­zen in Bedräng­nis bringt. Vor­tex meint, die­ser Platz zäh­le zu den schöns­ten Fluss-Strän­den Portugals. 

Badeplatz von Quadrazais

Eben­falls an die­sem Fluss liegt der Bade­platz von Qua­dra­zais. Er befin­det sich auf der Hoch­ebe­ne von Sabu­g­al, wo auch die Ser­ra da Mal­ca­ta und Ser­ra das Mesas lie­gen. Die­se bil­de­ten die natür­li­chen Gren­zen zwi­schen Por­tu­gal und Spa­ni­en (Extre­ma­du­ra, Kas­ti­li­en und León). Dort gebe es einen wei­ten Raum der Ent­span­nung mit zwei Imbis­sen unter Schat­ten spen­den­den gro­ßen Kas­ta­ni­en und Steineichen.

Flussstrand von Devesa

Die Redak­ti­on emp­fiehlt zum Baden in der Ser­ra da Est­re­la eben­falls, den Fluss­strand von Deve­sa bei Sabu­g­al als Erfri­schung. Dort gebe es ein Restau­rant, einen Spiel­platz, sogar ein Sola­ri­um, ein Natur­schwimm­bad für Kin­der, Imbis­se und eine Bar mit Ter­ras­se und auch mal sowohl einen Kanu- als auch einen Rad­ver­leih. Hier kön­ne man sich auch eine Über­sicht über ein Rad­we­ge­netz von erstaun­li­chen 225 Kilo­me­tern anschau­en. Eben­falls nahe Sabu­g­al lie­ge der Fluss­strand des Vale das Égu­as. Bei den Besu­chern sei er beliebt zum Tau­chen. Es sei eine ent­zü­cken­de Land­schaft, in dem sich die Umge­bung im Was­ser spiegele.

Strand von Paul

Anzie­hend hört sich auch die Beschrei­bung des Stran­des von Paul nahe Covil­hã an. Covil­hã ist eine alte Tex­til­me­trop­le, deren Manu­fak­tu­ren hier in der Neu­zeit des guten Was­sers wegen auf­ge­baut wur­den. Denn Wol­le braucht hoch­wer­ti­ges Was­ser. Die Ribei­ra do Paul ent­springt in den Talis­cas durch ihre Fusi­on von zwei Haupt­was­ser­strö­men der Krei­ses Covil­hã: Ribei­ra das Cor­tes e Unhais da Ser­ra. Sie kom­men von der Ser­ra da Est­re­la her­un­ter und flie­ßen in den Rio Zêze­re. Der Bade­platz befin­det sich an einer alten Brü­cke aus dem 5. Jahr­hun­dert, wo es sogar noch alte Was­ser­müh­len geben soll. Besu­cher kön­nen mit Boo­ten die Umge­bung erkunden.

Fort­set­zung folgt.

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Baden in der Serra da Estrela I

Suchst Du sau­be­re und kla­re Gewäs­ser mit viel Natur für Dei­nen kom­men­den Urlaub? Im Som­mer kann sich der Rei­sen­de durch die Ser­ra da Est­re­la durch­aus wie in einem Back­ofen füh­len. Tem­pe­ra­tu­ren um die 40 Grad sind im Hoch­ge­bir­ge nicht sel­ten. Die Redak­ti­on des por­tu­gie­si­schen Maga­zins Vor­tex emp­fiehlt zum Baden in der Ser­ra da Est­re­la vie­le Bade­stel­len an Flüs­sen – pra­ia flu­vi­al auf Por­tu­gie­sisch – in der Umge­bung der Distrikt­haupt­stadt Guar­da sowie der grö­ße­ren Städ­te Sabu­g­al, Seia und Covil­hã. Eini­ge Bade­stel­len sind weit­ge­hend natur­be­las­sen, ande­re bie­ten Kom­fort für Besucher.

Rio Mondego

Der längs­te Fluss zum Baden in der Ser­ra da Est­re­la ist der Rio Mon­de­go. Er ent­springt in der Nähe von Guar­da in der Ser­ra da Mal­ca­ta. Von dort fließt er bis zum Atlan­tik. Bei Aldeia Viço­sa gibt es einen net­ten Bade­platz am Fluss auf zwei Hekt­ar Flä­che. Ein­ge­rich­tet sind Gas­tro­no­mie, Schat­ten spen­den­de Rasen­flä­chen, ein Spiel­platz für Kin­der. Ich selbst ken­ne die­sen Platz nicht. 

Dafür hat mich bei mei­nen Rad­aus­flü­gen der Fluss­strand von Lori­ga bei Seia begeis­tert. Der Autor beschreibt ihn als „Hei­lig­tum der Natur­lieb­ha­ber“. Er wei­se eine Atmo­sphä­re der Ruhe und Gelas­sen­heit auf. Und jetzt auf­ge­passt: Der Platz liegt im Glet­scher­tal von Lori­ga. Wäh­rend der letz­ten Eis­zeit waren auch hohe Ber­ge in Por­tu­gal vom Eis bedeckt. In die Täler reich­te die kal­te Pracht aller­dings nicht. Hier bie­tet es sich also nicht nur an, zu baden, son­dern auch zu wan­dern und dabei viel­leicht das eine oder ande­re Aben­teu­er zu erle­ben. Mit etwas Glück siehst Du Adler oder Gei­er oder triffst noch sel­te­ner die Stülp­na­sen­ot­ter, eine scheue Viper. 

Gut neun Kilo­me­ter von Seia ent­fernt liegt die Pra­ia Flu­vi­al de Vila Cova á Coel­hei­ra am Rio Alva. Die Land­schaft soll geho­be­ne Qua­li­tät auf­wei­sen, nicht zuletzt wohl auch durch die schö­ne alte Römerbrücke.

Lapa dos Dinheiros

Eben­falls im Ein­klang mit der Natur befin­det sich der­je­ni­ge, der den Fluss­strand von Lapa dos Din­hei­ros auf­sucht. Er liegt an der Ribei­ra da Cani­ça, einem Neben­fluss des Flus­ses Alva. Ich besuch­te ihn auf einer mei­ner Rad­tou­ren durch die Ser­ra. Dabei freu­te mich, dass mir mit Lusi­ta­na eine Ein­hei­mi­sche die­ses Klein­od zeig­te. Ohne sie hät­te ich den Ort nie gefun­den. Denn er liegt abge­le­gen auf einer Anhö­he. Noch viel ver­steck­ter als der Bade­platz liegt ein idyl­li­scher Was­ser­fall inmit­ten eines Dickichts aus Kas­ta­ni­en­bäu­men. Ein schma­ler Pfad führt dort­hin. Lei­der nicht gese­hen habe ich dort das Loch von Mou­ra, das ein natür­li­ches Höh­len­sys­tem aus dem Gra­nit der Gegend bil­det. Dar­in soll es Säle und Gale­rien zum Besich­ti­gen geben. Aber man fährt ja nicht nur ein­mal in die Ser­ra da Estrela.

Mir auch noch unbe­kannt hin­ge­gen ist die Bade­zo­ne von San­do­mil am Fluss Alva. Dort wach­sen sogar Erlen und Pla­ta­nen. Die Ser­ra da Est­re­la ist also nicht unwirt­lich, son­dern ver­fügt, wie man bis­her sehen konn­te, über recht viel Was­ser in ihrem vom Kon­ti­nen­tal­kli­ma bestimm­ten Gebiet. Dort gibt es auch Imbis­se, wo man als Tou­rist sicher mal regio­na­le Küche pro­bie­ren kann.

Auch noch nicht ken­nen gelernt habe ich den Fluss­strand von Val­helhas. Er soll eine hohe Was­ser­qua­li­tät auf­wei­sen, so dass er mit der Blau­en Flag­ge aus­ge­zeich­net wur­de. Gespeist wird er von einem mei­ner Lieb­lings­flüs­se, dem Rio Zêze­re. Die­ser ent­springt ober­halb des alten Woll­we­ber­or­tes Mantei­gas. Ich mag ihn daher, weil er mun­ter wie ein Alpen­fluss über die Stei­ne springt. Es gibt sogar Strom­schnel­len an man­chen Stel­len. Der Bade­platz soll etwas ver­steckt lie­gen. Aber es gibt dort sogar einen Cam­ping­platz, auf dem Rad­fah­rer ihr Zelt auf­stel­len können. 

Auch Wasserfälle und Seen gibt es

Wer nicht nur ein Fai­ble fürs Baden, son­dern auch für Tie­re hat, soll­te den Was­ser­fall von Poço da Bro­ca auf­su­chen. Er befin­det sich in der Ribei­ra de Alvô­co in der klei­nen Aldeia de Bar­rio­sa bei Vide. Dort leben unter ande­rem Was­ser­am­seln, Rei­her und Fisch­ot­ter. Er liegt im extre­men Süd­wes­ten der Ser­ra da Estrela. 

Nicht aus­las­sen soll­ten Besu­cher den Ort Unhais da Ser­ra. Dort gibt es eine Ther­mal­quel­le, derer sich vie­le ein­hei­mi­sche Tou­ris­ten seit Jah­ren erfreu­en. Sie las­sen sich in der medi­zi­ni­schen Abtei­lung eines gro­ßen Sport­ho­tels gegen Erkran­kun­gen behan­deln. Aber dort liegt auch ein im Jah­re 2010 ein­ge­rich­te­ter Fluß­strand. Ein­ge­bet­tet in Hotels und Luxus­re­stau­rants, geschmückt durch ver­schie­dens­te Vege­ta­ti­on und Land­schaft, soll die­ser Strand alles zur Ver­fü­gung stel­len, was man bei einem Aus­flug so braucht. Der Ver­fas­ser schreibt von einer Infra­struk­tur mit hoher Qua­li­tät. Dort gebe es eine moder­ne Bar und Rasen, auf dem man sein Hand­tuch aus­brei­ten kön­ne, um das gute Wet­ter zu genießen.

Vor­tex emp­fiehlt auch einen Aus­flug zum See im Vale do Rossim. Die­sen ken­ne ich auch noch nicht. Dort gebe es zwar kei­nen Sand, Lie­ge­stüh­le und Son­nen­schir­me, denn er lie­ge zwi­schen Fel­sen und Vieh­wei­den. Das Feh­len sol­cher Annehm­lich­kei­ten wer­de durchs wil­de Ambi­en­te aus­ge­gli­chen. Dies sei ide­al für den­je­ni­gen, der ein wil­des Refu­gi­um im Gebir­ge suche. Und mit 22 Grad springt man nicht in einen eis­kal­ten Gebirgs­see. Na, wenn das nichts ist. Der Fluss­strand des Vale do Rossim zählt zu einem der „sie­ben Wun­der von Por­tu­gal“. Und das inmit­ten eines Hochgebirges. 

Wel­che Strän­de die Vor­tex-Redak­ti­on Dir noch emp­fiehlt, erfährst Du hier im zwei­ten Teil.

Fort­set­zung folgt.

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Portugiesen entwickeln Hybrid-E-Bike für Berge und Straßen

Bis heu­te wuss­te ich nicht, dass auch in Por­tu­gal Räder her­ge­stellt wer­den. Bis­her war mir das nur von Spa­ni­en bekannt. Vor eini­ger Zeit leg­te ich mir auf dem Jakobs­weg in Tui ein Hin­ter­rad einer spa­ni­schen Fir­ma zu. Doch auch in Por­tu­gal gibt es mit Órbi­ta ein Unter­neh­men, das Räder pro­du­ziert. In der Zei­tung Diá­rio de Noti­ci­as (DN) habe ich heu­te gele­sen, dass in Zusam­men­ar­beit mit der Uni­ver­si­tät in Avei­ro ein E‑Bike auf den Markt gekom­men ist, mit dem man als Tou­rist die schö­nen Schie­fer­dör­fer in den hohen Ber­ge Por­tu­gals besu­chen kann. 

Es soll ein Hybrid aus Moun­tain­bike und Stra­ßen­rad sein, mit dem man gut auf Asphalt, Schot­ter und durch die Ber­ge unter­wegs sein soll. Laut DN ist mitt­ler­wei­le ein Netz von gut 2.000 Kilo­me­ter ent­stan­den. Ich war selbst zwei Wochen in der Ser­ra da Est­re­la unter­wegs und über­rascht, wie gut man dort fah­ren kann, aller­dings mit mei­nem eige­nen Moun­tain­bike. Das Hoch­ge­bir­ge ist nicht unbe­zwing­bar auf den Land­stra­ßen und für jeden, der Spaß am Rad­fah­ren hat, zu machen. Die Stra­ßen sind gut geteert, haben nur weni­ge Schlag­lö­cher. Stär­ke­re Stei­gun­gen sind gut durch Ser­pen­ti­nen ange­fe­dert. Denn auch der täg­li­che Lie­fer­ver­kehr muss die Dör­fer in den abge­le­ge­ne­ren Gebie­ten errei­chen können.

Auf ein E‑Bike wer­de ich aber erst stei­gen, wenn ich kei­nen Berg mehr schaf­fe, also erst mit 90 Jah­ren. Oder wenn mein täg­li­cher Arbeits­weg 50 Kilo­me­ter über­schrei­ten soll­te, so dass der zeit­li­che Auf­wand ein­fach zu hoch wäre. Aber auch die ande­ren Stre­cken im Ter­ri­to­ri­um von gut 5.000 Qua­drat­ki­lo­me­tern und 27 Schie­fer­dör­fern in Zen­tral­por­tu­gal soll­ten für eini­ger­ma­ßen fit­te Rad­ler mach­bar sein. Ich habe nach der Ser­ra de Est­re­la auch das Gebiet des Dou­ro und des Min­ho getes­tet und für gut befunden.

Den kom­plet­ten Arti­kel des Diá­rio de Noti­ci­as fin­dest Du unter https://ocio.dn.pt/estilo/aldeias-do-xisto-vao-ter-bicicleta-eletrica-feita-a-medida-pela-orbita/

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Radfahren in der Natur

Wohin fährst Du am liebs­ten, wenn Du Dich auf das Rad schwingst? Wenn Du nach dem Tag im Hör­saal oder im Büro fri­sche Luft und Bewe­gung brauchst? Oder wenn Du mal meh­re­re Tage am Stück an der fri­schen Luft und in der frei­en Natur unter­wegs sein möchtest?

Als Nah­erho­lungs­ge­bie­te locken mich die Eifel rund um Bonn oder die Baum­ber­ge in der Nähe von Müns­ter. Dort genie­ße ich die Mög­lich­keit, auf “Ber­ge” zu kra­xeln und von ihnen her­un­ter zu sau­sen, schö­ne Aus­bli­cke zu genie­ßen wie auf den Köl­ner, den Bil­ler­be­cker Dom oder auf das zu Füßen lie­gen­de Stevertal.

Die Ste­ver­re­gi­on zwi­schen Not­tuln und Hal­te­ner See ist zur Ste­ver­land­rou­te auf­ge­ar­bei­tet wor­den. 70 Kilo­me­ter lang ist die Rad­ver­bin­dung. Zwi­schen Appel­hül­sen und Sen­den zeigt sich zum Bei­spiel, wie sich aus einem Bach lang­sam ein Fluss ent­wi­ckelt. Oder ab dem Früh­jahr im Ste­ver­tal in den Baum­ber­gen die Obst­blü­te beginnt. Land­schafts­öko­lo­gen haben den Fluss, des­sen Was­ser­qua­li­tät sich seit den 1960er Jah­ren ver­schlech­tert hat­te, auf­ge­wer­tet. Es gibt an eini­gen Stel­len Fisch­trep­pen in Form sanft geschwun­ge­ner Wege zu sehen, wo vor­her das Gewäs­ser begra­digt war, rena­tu­rier­te Abschnit­te ohne Beton. 

Seit 6000 Jah­ren gel­ten die Baum­ber­ge als Sied­lungs­raum der Men­schen, weil dort kris­tall­kla­res Was­ser floss: Trink­was­ser für sich und ihre Tie­re. Rad­fah­rer fin­den restau­rier­te Müh­len vor wie zum Bei­spiel in der Nähe von Appel­hül­sen. Ein Modell kann dort auch per Hand betrie­ben wer­den, um zu erken­nen, wie Ener­gie gewon­nen wur­de. Was­ser­müh­len gehö­ren zu den ältes­ten Ener­gie­ge­win­nungs­an­la­gen. Wind­müh­len folg­te viel spä­ter. Und es sind noch rich­ti­ge Rit­ter­bur­gen zu sehen wie Burg Vische­ring bei Lüdinghausen.

Geht es in die Fer­ne, gefal­len mir beson­ders die Küs­ten­wan­der­we­ge in Nord­nor­we­gen und im spa­ni­schen Gali­zi­en. Denn sel­ten kommt man inner­halb Euro­pas so nahe ans (unver­bau­te) Was­ser wie auf dem Lofot oder auf die Insel Sen­ja oder die Stre­cke ent­lang der Cos­ta da Mor­te. Sogar man­che Her­ber­ge liegt dort so schön und auch noch ein­sam, dass ich das Meer im Zelt oder vom Zim­mer aus hören kann. Dass ich dort nachts in einen tie­fen erhol­sa­men Schlaf fal­le, ist selbstverständlich.

Will ich Ber­ge sehen, erfreue ich mich beson­ders an den Päs­sen zwi­schen Mo i Rana und Vil­hel­mi­na im Grenz­ge­biet von Schwe­den und Nor­we­gen, weil ich mich dort wie ein Gold­su­cher füh­len darf in rau­er Land­schaft. Kla­re Flüs­se rau­schen an mir vor­bei, wäh­rend ich vor dem Zelt am Lager­feu­er sit­ze und mir etwas brut­ze­le. Das Feu­er ver­scheucht auch die meis­ten Mücken.

Oder aber ich suche wie­der Gali­zi­en auf und besu­che die Pro­vinz A Coru­ña. Nicht weit ent­fernt davon liegt auch die Ser­ra da Est­re­la. Aber trotz­dem gibt es dort mas­si­ve Unter­schie­de. In Gali­zi­en gibt es viel mehr Schluch­ten und Wege zum Kra­xeln, wäh­rend die Est­re­la in wei­ten Tei­len eher eine Hoch­ebe­ne ist, durch die man das por­tu­gie­si­sche Hoch­ge­bir­ge rela­tiv leicht mit dem Rad durch­strei­fen und erle­ben kann.

Wer so inspi­riert auf Tour gehen will, soll­te sich auch die Tipps eini­ger ande­rer Cracks anse­hen, die die Zeit­schrift “Geo” mit­samt gpx-Daten zum Nach­fah­ren zusam­men­ge­stellt hat.

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