Felslandschaft: Game of Thrones

Der Rei­sen­de ließ es sich am Neu­jahrs­tag nicht neh­men, einen wich­ti­gen Schau­platz der US-Serie “Game of Thro­nes” — Jue­go de Tro­nos — zu besu­chen. Er liegt gut 20 Kilo­me­ter von Cáce­res ent­fernt. Die Land­schaft “Los Bar­rue­cos” besticht durch ihre kar­ge Wei­te mit ver­streut lie­gen­den rie­si­gen Gra­nit­fel­sen. Zudem befin­det sich hier die größ­te Weiß­storch-Kolo­nie Euro­pas inmit­ten der Extre­ma­du­ra. Gedreht wur­de hier ein Teil der sieb­ten Staf­fel an einem Tüm­pel und in der nahen Stadt Cáceres.

Euch allen ein fro­hes neu­es Jahr.

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Frohe Weihnachten!

Euch allen wünscht der Rei­sen­de ein fro­hes und geseg­ne­tes Weih­nachts­fest. Hier in Pla­sen­cia an der Via de la pla­ta gehen die Men­schen heu­te Abend her­aus zum Fei­ern. Auch mal etwas Neu­es, wenn man Weih­nach­ten zum ers­ten Mal nicht bei den Eltern, son­dern in der Extre­ma­du­ra verbringt.

Auf­ge­löst ist nach 3000 Kilo­me­tern auf der Ibe­ri­schen Halb­in­sel end­lich, woher all die klei­nen Hol­gers stam­men — aus der far­bi­gen und idyl­lisch gele­ge­nen Klein­stadt Hol­gue­ra. Auf dem Kirch­turm des wehr­haft aus­se­hen­den Sakral­baus befin­den sich allein drei Storchennester. 

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Nach 500 Kilometern erste Stadt am Rio Duero

End­lich mal wie­der in einer Stadt: Mehr als 500 Kilo­me­ter lie­gen jetzt hin­ter dem Rei­sen­den, seit­dem er Por­to ver­las­sen hat. Heu­te Nach­mit­tag ist er in Zamo­ra ein­ge­trof­fen, in Cas­ti­lia y León also. Sie ist eine sei­ner Lieb­lings­städ­te auf sei­ner Rund­rei­se auf der Ibe­ri­schen Halb­in­sel. Von nun an geht es auf der Via de la Pla­ta in Rich­tung Sevilla. 

Shop­ping — ein längst nicht mehr bekann­tes Erleb­nis. Coim­bra und Por­to waren auf nun 2200 Kilo­me­tern ab Faro die ein­zi­gen wirk­li­chen Städ­te. Zehn Wochen hat der Rei­sen­de fast nur auf dem Land, in Klein­städ­ten und Dör­fern ver­bracht. Por­to und Zamo­ra ver­bin­det der Rio Dou­ro. Die­ser ent­springt in der Gegend von Soria.

Mode, Par­füm, Mobil­funk — welch ein Kon­trast zu den Unmen­gen an Bar­bie­ren und Fri­seu­ren, Bars und Cafés in den Klein­städ­ten in Por­tu­gal. Heu­te hät­te der Rei­sen­de mal Zeit für einen Besuch beim Fri­seur gehabt. Aber er fand in der Alt­stadt nur ein Nagel­stu­dio. Das wäre viel­leicht auch mal ange­bracht, nach­dem der Rad­ler ges­tern fünf Löcher eines Schlau­ches ver­sie­gelt hat­te. Die Sta­cheln einer Pflan­ze hat­ten sich hin­ein­ge­bohrt. Öl ist noch immer auf der Haut zu sehen. Zwei Nägel bra­chen etwas ab, not­dürf­tig mit dem Taschen­mes­ser in Form gebracht. Aber es fand sich ein­fach kein Friseur.

Und was kauf­te der Rei­sen­de in der rie­si­gen Stadt? Größ­te Inves­ti­ti­on war bis­her in Por­to ein neu­er Hin­ter­rei­fen. Sta­cheln hält der aller­dings nicht stand. Heu­te folg­te eine… Han­dy­hül­le. Eine rote wähl­te die Ver­käu­fe­rin für ihn aus. Sie frag­te dann auch noch nach dem Smart­pho­ne-Modell. Völ­li­ge Über­for­de­rung beim Ver­kaufs­ge­spräch. Nach neun Wochen auf Por­tu­gie­sisch, nun auf Spa­nisch. Dank ihrer freund­li­chen Anlei­tung fand der Rei­sen­de dann noch her­aus, wel­ches Modell er seit acht Jah­ren sein eigen nennt. Ver­bun­den mit einem Rabatt hät­te er noch Ohr­hö­rer dazu­kau­fen kön­nen. Er emp­fahl ihr aber statt­des­sen sei­ne eige­nen. Nach etwas Nach­den­ken fand sie es wit­zig, dass der Kun­de das Ver­kaufs­ge­spräch dre­hen wollte.

Dann ließ er sich wie­der drau­ßen mit der Men­ge trei­ben. Men­ge ist gut gesagt, ange­sichts der viel­leicht 100 Leu­te auf der Ein­kaufs­stra­ße. Aber ver­gli­chen mit den ein­zel­nen Pas­san­ten, die er in den Vor­wo­chen gese­hen hat­te, ist das viel. In Cafés und Bars saß er meis­tens nur mit drei oder vier Leu­ten zusam­men im Raum. In Covid-Zei­ten ist das aber auch nicht ganz verkehrt.

Zamo­ra ist wie ein Stadt­teil Madrids. Vorm Hotel liegt die Sevil­la-Bar. Vor die­ser spie­len ein Gitar­rist und ein Sän­ger spa­ni­sche Klas­si­ker. Eine per­fek­te Ein­stim­mung auf die bevor­ste­hen­de Rad­rei­se Rich­tung Sevil­la auf dem Jakobs­weg. Vorm Hotel liegt auch eine Tapas­bar. Zum Zen­trum gehö­ren Muse­en und ein Thea­ter. Und es gibt eine schö­ne Burg, hoch über der beein­dru­cken­den Land­schaft. Von ihr wirft der Rei­sen­de einen weh­mü­ti­gen Blick zurück auf die zurück­lie­gen­den Wochen am Rio Dou­ro. Das ist pures Bikepacking.

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Die Serra de Montemuro bezwungen

Stern­ge­bir­ge, Berg­mauer­ge­bir­ge — so man­ches por­tu­gie­si­sche Mas­siv klingt ziem­lich male­risch. Das Stern­ge­bir­ge ist nach sei­ner Form benannt. Türmt sich die Ser­ra de Mon­te­mu­ro im Alto Dou­ro wie eine Bar­rie­re vor dem rei­sen­den Moun­tain­bi­ker auf?

Ein Restau­rant­be­sit­zer vor den Toren der Stadt Cin­fães befürch­tet dies sicht­lich. Kaum hat er vom Plan gehört, schaut er so drein, als hät­te der Rei­sen­de ihm erzählt, er woll­te es Rein­hold Mess­ner gleich­tun und ohne Sauer­stoff­ge­rät den Mount Ever­est bezwingen. 

Der Mann wirft einen fra­gen­den Blick in die Run­de sei­ner Gäs­te auf der Ter­ras­se. Die­se lächeln amü­siert. Dann tritt er vor, schwenkt sei­nen Arm im Halb­kreis über die vor ihm lie­gen­de Gebirgs­ket­te. Sein Fin­ger zeigt auf ein weiß schim­mern­des Dorf in der Fer­ne. “Dort musst du hin. Die ers­ten zwei Kilo­me­ter sind eben. Dann geht es zehn Kilo­me­ter auf­wärts und danach sechs Kilo­me­ter run­ter. Dann wie­der drei Kilo­me­ter nach oben.” Er schaut wie­der in die Run­de. “Er ist das gewohnt.” Das stimmt schon nach zwei Mona­ten in den hohen Ber­gen Por­tu­gals. Aber Mie­ne und Ges­tik des Man­nes las­sen Zwei­fel auf­kom­men. “Du hast gera­de so geguckt, als wäre all das nicht zu schaf­fen.” — “Doch, das geht!”

Das Abenteuer beginnt

Also los! Ener­gie ist dank saf­ti­ger Bein­schei­be, Reis und Frit­ten reich­lich vor­han­den. Die ers­ten zwei Kilo­me­ter ist es wirk­lich eben. Lus­tig plät­schert ein Bach an Was­ser­müh­len ent­lang ins Tal. Das weckt die Lust auf das Aben­teu­er. Aber eine Frau am Weges­rand schüt­telt den Kopf. Das kann ja hei­ter wer­den! Links liegt nach kur­zer Zeit ein ers­tes Dorf auf einer Höhe. Aber das zwei­te mit einem gelb auf­leuch­ten­den Haus ist ent­schei­dend. Denn dort soll es vor dem letz­ten Auf­stieg hingehen.

Fla­che Stü­cke kom­men nicht mehr. Mäch­ti­ge run­de Fel­sen, geschlif­fen vom Was­ser der Eis­zeit, säu­men den Weg. Ab und zu kommt ein Auto vor­bei. Die Ser­pen­ti­nen erlau­ben, her­an­na­hen­de Fahr­zeu­ge hin­ter einem zu sehen und auch schon lan­ge vor­her zu hören. 

Irgend­wann ist auch die Höhe des zwei­ten Dor­fes erreicht. Aber noch immer liegt es auf der ande­ren Sei­te des lan­gen schma­len Tals.

Überwältigender Blick auf 1216 Metern Höhe

Dann sind wenigs­tens die Por­tas de Mon­te­mu­ro ereicht. Ein über­wäl­ti­gen­der Blick auf 1216 Metern Höhe! Bis zur 122 Kilo­me­ter ent­fern­ten Ser­ra da Est­re­la im Cen­tro de Por­tu­gal kann man von hier aus sehen. Die­se ist fast 2000 Meter hoch. 

Wan­der­we­ge füh­ren über die Por­tas in die umlie­gen­den Täler. Die Stra­ße her­un­ter wür­de nach Viseu füh­ren. Die Atmo­sphä­re hier erin­nert an die Pedras Leva­das in der Est­re­la. Es gibt dort nur die in die Tie­fe füh­ren­de Stra­ße vor und hin­ter einem. 

Aber es gibt hier noch einen höher füh­ren­den Wan­der­weg — bis auf 1338 Meter. Der Stra­ßen­chef von Cin­fães ist zufäl­lig gera­de im Restau­rant Est­re­la da Ser­ra anwe­send. Er ist so nett, den Ver­lauf der fünf Kilo­me­ter lan­gen Stre­cke zu erklä­ren. Die­se füh­re wirk­lich wie vom Navi ange­ge­ben zur Unter­kunft in Gral­hei­ra, ver­si­chert er.

Burgen und Heimstätten für Grabunholde 

Nach Kaf­fee und Snack schiebt der Rei­sen­de sein Fahr­rad gut einen Kilo­me­ter steil auf­wärts. Gewal­ti­ge Fel­sen lie­gen auch hier. Man­che von ihnen bil­den Bur­gen und Heim­stät­ten für Grab­un­hol­de. “Die Stra­ße glei­tet fort und fort…” Es wäre so ein­fach gewe­sen, hät­te das Navi nicht plötz­lich eine Abzwei­gung ange­zeigt. Der zunächst noch brei­te Weg ver­än­dert sich zu einem Pfad, wird dann holp­rig mit Löchern, gro­ben Stei­nen, ver­brann­ter Erde. Fah­ren geht nicht mehr. Unten lodert aber ein gewal­ti­ges Feu­er. Zivilisation!!! 

Dann das dicke Ende in der Däm­me­rung: Dicke Stei­ne ver­sper­ren den Weg. Das Rad rutscht weg. 23 Kilo Gepäck auf einem Gebirgs­pfad kön­nen ver­dammt schwer wer­den. “Ver­giss die Hüt­te! Schla­ge hier das Zelt auf”, sagt eine inne­re Stim­me. Doch mit letz­ter Kraft drückt der Rei­sen­de das Rad rauf. Der brei­te Wan­der­weg und die Wind­rä­der sind doch noch erreicht. Der Voll­mond beleuch­tet den Schot­ter­weg. Die Lich­ter des Dor­fes leuch­ten nach zwei Bie­gun­gen auf. Noch eine Kur­ve und die Casa das Mon­tan­has in Gral­hei­ra ist erreicht. 

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1555 Kilometer von Faro bis Porto

1555 Kilo­me­ter: Die Via Algar­via­na, die Rota Vicen­ti­na und der Camin­ho Por­tu­guês lie­gen hin­ter dem Rei­sen­den. Von Faro bis Por­to war er über sechs Wochen mit dem Fahr­rad unterwegs. 

Von die­sen drei Stre­cken war vor allem der Jakobs­weg wie auf ihn zuge­schnit­ten. Zu gut neun­zig Pro­zent ist er auf ihm gefah­ren. Denn die Stei­gun­gen waren auch mit 23 Kilo­gramm Gepäck viel leich­ter zu bewäl­ti­gen als die Via Algar­via­na oder die Rota Vicen­ti­na. Mehr als einen Kilo­me­ter muss­te er nie schie­ben, meis­tens nur 50 bis 100 Meter. Und die Räder san­ken auch nicht so tief in Sand ein wie auf den eher für Wan­de­rer oder Rad­ler mit Day­pack geeig­ne­ten Stre­cken. Schie­ben ließ sich nicht immer vermeiden.

Dreimal in der Werkstatt

Repa­ra­tu­ren auch nicht: Zwei­mal muss­te der Rei­sen­de Schläu­che tau­schen. Da das Rad der Pan­de­mie wegen gut 1,5 Jah­re nur im Haus­flur stand, alter­te das Gum­mi stark. Nur so kön­nen die Löcher, nur so kann das ges­tern raus­ge­sprun­ge­ne Ven­til erklärt wer­den. In Por­to wech­sel­te er vor­ges­tern auch den Hin­ter­rei­fen aus. Er war abge­fah­ren und wies win­zi­ge Löcher aus. Eher als in Por­to bot sich der Aus­tausch nicht wirk­lich an. Rad­ge­schäf­te sind in Por­tu­gal dünn gesäht. In San­t­a­rém und in Coim­bra sah der Rei­sen­de die ers­ten seit län­ge­rer Zeit. Mecha­ni­ker in Por­tu­gal und Spa­ni­en repa­rie­ren oft kos­ten­los Räder. So ver­pass­te der Mecha­ni­ker der Ket­te sogar ein regel­rech­tes Ölbad. Er wei­ger­te sich aber, die­se zu rei­ni­gen, weil dies nicht gut sei. Daher sind jetzt Por­tos stei­le Gas­sen kaum ein Hindernis.

Bevöl­ke­rung hilft

Obwohl es durch­aus Geg­ner des Jakobs­we­ges gibt wegen des damit ver­bun­de­nen Kom­mer­zes, ist der Rei­sen­de ein Anhän­ger. Zum einen liegt es dar­an, dass es auf der Stre­cke ein gutes Ange­bot an Muse­en, Restau­rants und Unter­künf­ten gibt. Zum ande­ren sind Pil­ger hier gern gese­hen. Nicht alle wer­fen einem freund­li­che Bli­cke zu. Dro­hend hielt ein Bau­er in Rich­tung des Rei­sen­den, weil er ste­hen­ge­blie­ben war. Denn er konn­te sich dem Schau­spiel der Oli­ven­ern­te nicht ent­zie­hen. Wenn Ehe­paa­re und Fami­li­en ihre Net­ze auf den Hai­nen aus­le­gen, die sau­ren Früch­te her­un­ter­rüt­teln oder ‑schla­gen, belebt dies unge­mein die Strecken. 

Wor­auf es dabei ankommt, beschreibt der Rei­sen­de in sei­nem Rad- und Kul­tur­rei­se­füh­rer über die Ser­ra da Est­re­la. Auf der Rad­rei­se durchs Cen­tro de Por­tu­gal besuch­te er einen Hof im Berg­dorf Trin­ta. Er woll­te sich die­ses Spek­ta­kel nicht ent­ge­hen las­sen. Er hat­te das Glück, dass die Arbei­ter Anfän­ger waren und ihnen die Tech­ni­ken Schritt für Schritt erklärt wer­den mussten.

Verbunden mit Land und Leuten

Aber die meis­ten Men­schen reagie­ren freund­lich. Sie beob­ach­ten offen­bar ger­ne Pil­ger von Gär­ten oder Vor­gär­ten aus, wenn die­se durch ihre Regi­on zie­hen. Sobald sie mer­ken, dass sie nicht wei­ter­wis­sen, wei­sen sie ges­ten­reich oder rufend die wei­te­re Rich­tung an. 

So fühlt sich der Rei­sen­de der Bevöl­ke­rung ver­bun­den und nicht zuletzt den Pil­gern selbst. Noch vor weni­gen Tagen wan­der­te der Rei­sen­de zusam­men mit Klaus aus Lünen und Sofia aus Leip­zig, als er den Wall­fahrts­ort Fáti­ma ver­las­sen hat­te. Dass er über­haupt mit bei­den wan­der­te, lag dar­an, dass er auf stei­ni­gen und stei­len Etap­pen nicht wirk­lich schnel­ler ist. Und dank des Rades such­te er rings­um inter­es­san­te Zie­le auf, um por­tu­gie­si­sche Kul­tur bes­ser ken­nen­zu­ler­nen. Die meis­ten Wan­de­rer ver­mei­den dies hier oder nut­zen Bus und Taxi, um etwa die berühm­ten hohen Wel­len von Naza­ré zu sehen. So trifft der Rei­sen­de so eini­ge Pil­ger öfter mal wieder.

Faszinierende Gartenkultur

Allein hier in Por­to, wo er sich seit fünf Tagen auf­hält, fas­zi­niert ihn zum Bei­spiel die Gar­ten­kul­tur. Er kennt kaum eine ande­re Stadt in Euro­pa, die der­art krea­tiv mit ihren Grün­flä­chen umgeht. Von denen gibt es vie­le hier. Den Bota­ni­schen Gar­ten ver­wan­del­ten sie in eine Magi­schen Gar­ten. Ges­tern Abend zeug­te eine lan­ge Schlan­ge vom Inter­es­se, das Schau­spiel illu­mi­nier­ter Figu­ren mit­zu­ver­fol­gen. Künst­li­che Pflan­zen erleuch­ten von innen. Ein Tiger erwacht zu Leben wie auch Stein­bö­cke und Kame­le unter ägyp­ti­schen Göt­tern. Selbst ein Stück Chi­na hat man hier auf­ge­baut. Und dem Reiz des Ser­ral­ves-Par­kes kann sich der Rei­sen­de auch nicht ent­zie­hen. Wor­an das liegt? Dies steht in einer der nächs­ten Repor­ta­gen und auch im Kul­tur­rei­se­füh­rer Porto.

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Die besten Kultur- und Reisefilme im TV

Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Nur Deutsch­land, Däne­mark, Frank­reich, Öster­reich, Schwe­den und Spa­ni­en sind ab mor­gen ver­tre­ten. Am brei­tes­ten ver­tre­ten unter den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­men im TV-Pro­gramm sind Deutsch­land und Frankreich.

Tipps zum guten Packen

Kürz­lich hat der Rei­sen­de Tipps abge­ge­ben, was auf einer Rad­rei­se wich­tig ist. Dabei geht es um prak­ti­sche Werk­zeu­ge und Tages­ver­pfle­gung. Da arte nun einen Bei­trag übers Cam­ping bringt, dür­fen Tipps zum Packen für die Tour 2021 nicht feh­len. Wich­tig ist für Rad­ler wie Wan­de­rer leich­tes und was­ser­dich­tes Gepäck, vor allem, wenn Ber­ge auf der Stre­cke lie­gen. Jedes feh­len­de Kilo macht sich bezahlt, wenn Gebirgs­päs­se bezwun­gen wer­den sol­len. Vie­les lässt sich in Euro­pa unter­wegs besor­gen in Geschäften.

Daher trans­por­tiert der Rei­sen­de ein Zwei-Mann-Zelt um die 2,5 Kilo. Es ist ein Berg­zelt, das über eine klei­ne Grund­flä­che, dafür aber über ein wei­tes Außen­zelt ver­fügt. Es lässt sich so fast über­all im Gelän­de auf­stel­len. Pack­ta­schen fin­den also vor den Ein­gän­gen Platz. Ver­packt wird es wie auch der Schlaf­sack im was­ser­dich­ten Pack­sack. Schim­mel ist noch nie auf­ge­tre­ten. Und nichts ist so ner­vig wie nas­se Füße in der Nacht. Ein Micro­fa­ser-Hand­tuch ist an Bord, da leicht und platz­spa­rend. Eine Sham­poo-Fla­sche zum Duschen und Hän­de­wa­schen und eine auf­blas­ba­re Mat­te. Aber nicht zu ver­ach­ten, ist nach wie vor die alte Iso-Mat­te. Sie ist leicht und schnell aus­ge­rollt, auch gut als Unter­la­ge beim Repa­rie­ren des Rades in Näs­se und Käl­te. Was hät­te der Rei­sen­de sie ger­ne gehabt, als er in Gali­ci­en mit­ten in einem Natur­park im Platz­re­gen saß, das Loch mit kal­ten Fin­gern fli­cken muss­te. Die Syn­the­tik-Klei­dung wäscht der Rei­sen­de mitt­ler­wei­le direkt nach der Ankunft in der Dusche in vol­ler Mon­tur. Unan­ge­neh­me Gerü­che las­sen sich so am nächs­ten Tag vermeiden.

Kleinzeug findet auch Platz

Klein­zeugs wie Schrau­ben oder Akkus las­sen sich gut in Kunst­stoff­do­sen unter­brin­gen. Dann kramt man nicht ewig auf der Suche nach ihnen im Gepäck her­um. Mitt­ler­wei­le unver­zicht­bar der Foto- und Film-Elek­tro­nik wegen sind drei Power­banks, auch in Dosen, um sie zu schüt­zen. Denn so ist der Rei­sen­de recht unab­hän­gig vom Strom­netz, kann Kame­ra und Navi über Nacht auf­la­den, und die Power­banks bei einer Pau­se im Café beim Urlaub in der Eifel, auf der Tour in Anda­lu­si­en oder auf der Rei­se in der Pro­vence auf­fri­schen. Wenn alles gut ver­staut ist, ist der Genuss, unter frei­em Ster­nen­him­mel mit schö­nen Natur­ge­räu­schen zu schla­fen, viel größer.

Viel Spaß beim Packen. Und nun zu den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­men im TV, um die Vor­freu­de zu wecken.

Wei­ter­le­sen “Die bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV”
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Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten mög­lichst regel­mä­ßig mit Fern­seh­tipps über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Deutsch­land, Däne­mark, Frank­reich, Öster­reich, Por­tu­gal, Schwe­den und Spa­ni­en sind vertreten.

Viel­falt ist in der kom­men­den Woche im Pro­gramm zu erwar­ten, wenn es um Ber­ge, Bur­gen, Kanä­le und Seen geht. Recht vie­le Dokus schei­nen kei­ne Wie­der­ho­lun­gen zu sein wie zum Bei­spiel ein Bei­trag über Cam­ping und Outdoor.

Wichtige Reiseausstattung Outdoor

Hier eini­ge Tricks und Tipps des Rei­sen­den: Wich­tigs­tes Werk­zeug beim Radeln ist auf jeden Fall ein Schwei­zer Taschen­mes­ser. Es ist ein­fach viel­sei­tig ein­setz­bar. Schrau­ben am Rad las­sen sich leicht ein­stel­len. Eine Sche­re ist gut zum Schnei­den der Fli­cken. Mit dem Mes­ser las­sen sich Brot und Käse schnei­den. Es fehlt nur noch ein Löf­fel. In Kiru­na schenk­te ein Schlit­ten­bau­er dem Rei­sen­den einen der im Nor­den oft zu sehen­den ova­len Becher. Aus die­sem kann man sowohl Kaf­fee trin­ken als auch Müs­li essen. 

Im Gepäck soll­ten sich auf jeden Fall Ersatz­spei­chen, Spei­chen­span­ner, Inbus­schlüs­sel, Seil­zü­ge und Schläu­che befin­den. Im Not­fall reicht es, die Spei­che so zurecht zu bie­gen, dass sie an der Kas­set­te vor­bei ins Loch ein­ge­fä­delt wer­den kann. Sie ist zwar nicht ganz gera­de. Aber in der nächs­ten Werk­statt, die zwi­schen Spa­ni­en und Por­tu­gal gut vor­han­den sind, kann man die­se leicht ersetzen. 

Selbst in Schwe­den gibt es genug Rad­lä­den, wenn sie auch hier und dort wei­ter aus­ein­an­der lie­gen. Ein­mal muss­te der Rei­sen­de 500 Kilo­me­ter weit durch Lapp­land fah­ren, bis zur nächs­ten Werk­statt, weil die Steue­rung nicht mehr wirk­lich gut lief und aus­ge­tauscht wer­den muss­te. Ganz wich­tig sind auch Ersatz­schrau­ben. Es ist bereits mehr als ein­mal pas­siert, dass sich auf Schot­ter Schrau­ben gelöst und abge­setzt haben.

Essen und Trinken

Inner­halb Euro­pas braucht nie­mand gro­ße Men­gen an Vor­rä­ten zu trans­por­tie­ren. Auch am Wochen­en­de sind fast über­all Super­märk­te oder klei­ne­re Land­han­del geöff­net. Es emp­fiehlt sich, Äpfel und Stu­den­ten­fut­ter griff­be­reit zu haben, um plötz­lich auf­kom­men­dem Ener­gie­man­gel zu ent­geg­nen. Aber die Ein­woh­ner hel­fen auch.

Was­ser ist extrem wich­tig, lässt sich gut unter­wegs auf Fried­hö­fen und in Bars besor­gen. Der Rei­sen­de selbst trägt eine Trink­bla­se im Ruck­sack, in dem er auch Wert­sa­chen auf­be­wahrt. Aber bit­te auf Beschrif­tun­gen ach­ten, ob es wirk­lich Trink­was­ser ist. Ein Kum­pel von mir, Chris­ti­an, woll­te Was­ser an einer Tank­stel­le in Heins­berg gie­rig her­un­ter­schlu­cken. Dies konn­te ein ent­setzt her­bei­ei­len­der Mann gera­de noch so ver­hin­dern. Es war Was­ser zum Reinigen.

Hat jemand von euch wei­te­re Tipps auf Lager, was Repa­ra­tur und Ernäh­rung angeht? Nur her damit.

Und nun zu den Fern­seh­tipps Rei­se und Kultur:


SoMoDiMiDo
Deutsch­land

Die Tricks mit Cam­ping und Out­door, NDR, 21.00 UhrDas Geheim­nis der Bag­ger­se­en, 3sat, 16.15 UhrTeu­to­bur­ger Wald, NDR, 20.15 Uhr
Däne­mark


Wil­des Däne­mark, arte, 7.50 Uhr
Frank­reich
Der Park von La Garen­ne Lemot, arte, 15.30 UhrDie Bela­ge­rung von La Rochélle, ZDF Info, 20.15 Uhr

Nor­we­gen




Öster­reichBur­gen und Schlös­ser in der Stei­er­mark, 3sat, 13.05 Uhr



Por­tu­gal
Lis­sa­bon. 3sat, 12.45 Uhr


Schwe­denTraum­rei­se Göt­aka­nal, SWR, 20.15 Uhr



Spa­ni­enGeheim­nis­vol­les Mit­tel­meer, SWR, 17.15 Uhr
La Gome­ra mit Pfiff, Das Ers­te, 16.10 Uhr

TV-Tipps Rei­se und Kultur

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Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten mög­lichst regel­mä­ßig mit Fern­seh­tipps zu Rei­se und Kul­tur. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Deutsch­land, Däne­mark, Frank­reich, Nor­we­gen, Por­tu­gal und Spa­ni­en sind dies­mal an der Reihe.

Die Aus­wahl lässt sich mit Stadt, Land, Fluss und Inseln umschrei­ben. Spa­ni­en gerät in den Fokus. Mal­lor­ca ist eine schö­ne, beson­ders bei Renn­rad­fah­rern belieb­te, Fahr­rad­in­sel. Der Rei­sen­de scheu­te lan­ge den Besuch, weil ihr das Bal­ler­mann-Image anhaf­tet. Nach­dem er fast alles in Spa­ni­en besich­tigt hat­te, setz­te er sich irgend­wann in den Flie­ger, um die Insel mit dem Rad zu umrun­den. Am ers­ten Tag sah er in El Are­nal mit­tags ers­te Betrun­ke­ne. Zum Glück dau­er­te der Anblick nur Minu­ten. Bis kurz vor Alcú­dia floss der Ver­kehr rege auf brei­ten Straßen.

Aber dahin­ter begann sich die Insel zu ent­fal­ten. Ers­te Mee­res­buch­ten glit­zer­ten in der Son­ne. Von hüb­schen Stein­mau­ern umran­de­te Oli­ven­hai­ne und klei­ne Städ­te wie Artà begeis­ter­ten. Mit Port de Sól­ler fand er den Ein­stieg in die Ber­ge, in denen er Grup­pen von Renn­rad­fah­rern begeg­ne­te. Schein­bar ohne Rück­sicht auf Ver­lus­te heiz­ten sie die Ser­pen­ti­nen her­un­ter. Die Ein­hei­mi­schen zeig­ten sich rück­sichts­voll, roll­ten, ohne zu mur­ren, in ihren Autos hinterher. 

Mal­lor­ca zum Rad­fah­ren ist kein Geheim­tipp mehr. Aber es gibt sicher immer noch wel­che, die es ver­säumt haben, dies aus­zu­pro­bie­ren. Es eig­net sich als Ein­stieg in die Welt des Fern­ra­delns, um her­aus­zu­fin­den, ob es über­haupt Spaß macht. Für die Umrun­dung soll­ten Urlau­ber aber min­des­tens zwei Wochen einplanen.

Was erwar­tet Urlau­ber dage­gen in „Ems­land. Da will ich hin“? Das Frem­den­ver­kehrs­amt wirbt offen­siv dar­um. Des­halb schwang sich der Rei­sen­de im Sep­tem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res aufs Rad. Er wur­de nicht ent­täuscht. Trotz Coro­na traf er über­all auf freund­li­che Men­schen zwi­schen Gre­ven, Mep­pen und Emden.

Anfangs fürch­te­te er, sei­ne Auf­ga­ben als Jour­na­list nicht erfül­len zu kön­nen, könn­ten doch vie­le Gesprä­che nicht statt­fin­den der Pan­de­mie wegen. Doch das traf nicht zu – mit gutem Sicher­heits­ab­stand funk­tio­nier­te das. Anfangs gefie­len ihm vor allem die Men­schen aus dem Ruhr­ge­biet. Von denen sind recht vie­le im Ems­land Dau­er­cam­per. Sie waren noch ech­te Kumpels.

Einer nahm die lust­lo­se Ver­wal­te­rin Mari­an­ne auf dem Cam­ping­platz in Dör­pen ins Gebet, weil sie dem Rad­ler einen mie­sen Abstell­platz zuge­wie­sen hat­te. Er habe sein Leben lang im Berg­bau gear­bei­tet. Einen ande­ren traf der Rei­sen­de beim Besich­ti­gen einer Kir­che. Der erklär­te ihm die Beschaf­fen­heit des ver­wen­de­ten Steins. Man lernt nie aus.

Dann gefie­len ihm die Bau­ern. Denen war anzu­mer­ken, dass sie jede Schol­le kann­ten. Anders als Leu­te aus der Stadt oder aus umlie­gen­den Dör­fern konn­ten sie immer gut erklä­ren, wo die eine oder ande­re Sehens­wür­dig­keit lag. Sonst hät­te er etwa die Mehrin­ger Stei­ne, ein schö­nes Grab aus der Jung­stein­zeit, nie gefun­den. Und er fand tol­le Her­ren­häu­ser im Ems­land. Bei denen mach­te sich der Ein­fluss von Archi­tek­ten aus dem Müns­ter­land bemerkbar.

Viel Spaß beim Mit­rei­sen im Ohren­ses­sel. Und nun zu den Fern­seh­tipps Rei­se und Kultur.


SaMoMiDoFr
Deutsch­land
Schwe­rin. Traum vom Welt­erbe, NDR, 14.00 Uhr

Fahr­rad. Vom Boom zur Ver­kehrs­wen­de? Das Ers­te, 16.00 Uhr

Ems­land. Da will ich hin. SWR, 17.00 Uhr



Bre­mens Bött­cher­stra­ße ent­de­cken, NDR, 20.15 Uhr
Däne­mark


Wil­des Däne­mark, Arte, 10.45 Uhr, Der Wald

Wil­des Däne­mark, Arte, 11.30 Uhr, Auf dem Land

Frank­reich
Paris und Cham­pa­gne, 3sat, 12.50 Uhr
Kor­si­ka, NDR, 20.15 Uhr
Nor­we­gen



Zau­ber­haf­tes Nor­we­gen, HR, 21.00 Uhr
Öster­reich




Por­tu­gal

Azo­ren, 3sat, 13.20 Uhr

Schwe­den




Spa­ni­enEin Tag in… Spa­ni­en, Arte, 20.15 Uhr
Unter­wegs auf Mal­lor­ca, Arte, 18.35 Uhr

Kampf um sau­be­re Lagu­ne. Spa­ni­sche Küs­ten­be­woh­ner gegen die Agrar­in­dus­trie, arte, 19.40 Uhr
Menor­ca, NDR, 20.15 Uhr
TV-Tipps Rei­se und Kultur
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Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Deutsch­land, Däne­mark, Frank­reich, Nor­we­gen, Öster­reich, Schwe­den und Spa­ni­en sind vertreten.

Wie in den Vor­wo­chen sind über­wie­gend deut­sche Zie­le im Pro­gramm ver­tre­ten. Natur­er­leb­nis­se ste­hen im Vor­der­grund. Dem Rei­sen­den noch unbe­kannt ist der Bei­trag über die Fran­che-Com­té und das Jura in Frank­reich. In die­se Regi­on begab er sich auf sei­ner ers­ten Rad­rei­se quer durch Frank­reich, als das Ziel Sant­ia­go de Com­pos­te­la hieß. Er hat­te sich zuvor eine Rou­te zurecht­ge­legt, die unge­fähr dem fran­zö­si­schen Jakobs­weg ent­sprach. Die berühm­ten Kathe­dra­len bil­de­te wich­ti­ge Wege­punk­te. Von Kon­stanz aus radel­te er mit Zelt und Schlaf­sack bela­den nach Bel­fort und Besan­çon. Es war anfangs eine har­te Rou­te, denn stän­dig ging es auf und ab in der hüge­li­gen Land­schaft. Lan­ge Berg­pfa­de erklimmt er lie­ber, denn dann kommt er in einen guten Rhythmus. 

Außer­dem hat er auf lan­gen Anstie­gen im Hoch­ge­bir­ge als Foto­graf den enor­men Vor­teil, über­all für gute Bil­der stop­pen zu kön­nen und schnell auf wech­seln­des Licht reagie­ren zu kön­nen. Auto­fah­rer kön­nen bei den engen Stra­ßen auf Park­plät­zen ste­hen­blei­ben und müs­sen lau­fen. Dun­kel erin­nert er sich auch an sei­ne ers­te Über­nach­tung auf einem fran­zö­si­schen Cam­ping­platz am Fluss Doubs. Er fand es idyl­lisch. Der Fluss rausch­te. Auf dem nächs­ten Cam­ping­platz lern­te er Ger­hard ken­nen, der auch auf dem Rad unter­wegs war. Bis Biar­ritz ging es über Dijon und La Rochel­le zusam­men wei­ter. So war es nicht so einsam.

Neu­gie­rig macht auch der Bei­trag über die Bezie­hung Napo­le­ons und Met­ter­nichs. Zuletzt beschäf­tig­te sich der Rei­sen­de damit im Leis­tungs­kurs Geschich­te. Frank­reich tut sich schwer mit der Auf­ar­bei­tung der eige­nen Geschich­te und Rol­le bei gro­ßen Kon­flik­ten. Aber es tut sich offen­bar viel auf höchs­ter poli­ti­scher Ebe­ne. Staats­prä­si­dent Macron wür­dig­te jetzt im Insti­tut de Fran­ce in Paris Napo­le­on als gro­ßen Staats­mann, ver­wies aber auch auf die Mil­lio­nen von Toten bei sei­nen Feldzügen. 

“Napo­le­on hat sich bei sei­nen Erobe­run­gen nie um mensch­li­che Ver­lus­te geküm­mert”, sag­te Macron in einer Gedenk­re­de. Die heu­ti­ge Poli­tik stel­le dage­gen “das mensch­li­che Leben über alles”, beton­te er. Zwei Jahr­hun­der­te nach Napo­le­ons Tod sei kein Platz für “exal­tier­te Fei­er­lich­kei­ten”, son­dern für “auf­ge­klär­tes Geden­ken”, sag­te Macron wei­ter. Unbe­strit­ten sei, dass Frank­reich Napo­le­on wich­ti­ge Grund­la­gen wie das Zivil­ge­setz­buch Code Civil ver­dan­ke. Die Wie­der­ein­füh­rung der Skla­ve­rei in Frank­reich unter Napo­le­on sei dage­gen ein “Feh­ler” und “Ver­rat am Geist der Auf­klä­rung” gewesen.

Viel Spaß beim Zuschauen.


SaSoDiDoFr
Deutsch­land

Pfäl­zer­wald, SWR, 20.15 Uhr
Erleb­nis Hes­sen. Ein Floß für die Weser, HR, 16.30 UhrWeser­rad­weg. Von Hann. Mün­den nach Nien­burg, NDR. 20.15 Uhr
Däne­mark
Wil­des Däne­mark, arte, 17.50 Uhr

Frank­reichFran­che-Com­té und Jura, HR, 21.45 UhrNapo­le­on-Met­ter­nich, arte, 20.15 Uhr


Nor­we­gen
Wun­der­sa­mes Nor­we­gen, arte, 16.00 Uhr

Öster­reichDie schöns­ten Gär­ten Öster­reichs, 3sat, 15.05 Uhr

Kärn­ten. Da will ich hin. SWR, 17.00 Uhr

Das stei­ri­sche Enns­tal, 3sat, 14.45 Uhr

Por­tu­galDie Muschel­samm­ler vom Tejo, arte, 19.40 Uhr
Schwe­den

Auf dem Was­ser durch Schwe­dens Seen­land, phoe­nix, 20.15 Uhr
Spa­ni­enMal­lor­ca vom Was­ser aus, WDR, 20.15 UhrKana­ri­sche Inseln, SWR, 10.15 Uhr
La Gome­ra, SWR, 10.15 Uhr
TV-Tipps Rei­se und Kultur
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Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sor­ge ich euch mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Dies­mal sind nach der Mas­se an Dokus in der ver­gan­ge­nen Woche nur Deutsch­land, Por­tu­gal und Öster­reich ver­tre­ten. Am meis­ten erfah­ren wir dies­mal über Desti­na­tio­nen in Deutsch­land, was wohl an Coro­na man­gels Rei­se­mög­lich­kei­ten liegt. Einen Down­load-Link des Pro­gramms fin­det ihr wie immer im pdf-Format.

Emp­feh­len kann ich den Film über Natur­parks in Por­tu­gal. Ich sah ihn schon. Die Ser­ra da Est­re­la ken­ne ich gut, da ich dort mehr­fach recher­chier­te, einen Rei­se­füh­rer dar­über ver­fass­te. Die Regi­on liegt im Cen­tro. Sie besticht durch hohe Ber­ge und Juwe­len-Dör­fer. Die Regi­on ist gut mit dem Rad zu berei­sen, da die Stre­cken auf der von mir emp­foh­le­nen Rund­stre­cke nicht steil sind. Zwei Wochen kannst Du die Regi­on ohne Mus­kel­ka­ter erkunden.

Gera­de schau­te ich noch, wo der Natur­park Pene­da-Gerês liegt. Dabei stell­te ich fest, dass ich nah dran war, als ich von Sant­ia­go de Com­pos­te­la nach Xin­zo de Limia fuhr. Daher kann ich mir vor­stel­len, wie es dort aus­sieht. Es ist ber­gig. Ich kur­bel­te auf Ser­pen­ti­nen stun­den­lang berg­auf und ‑ab, genoss Aus­bli­cke, Adler und Gei­er und Cafés in Dör­fern. Eine in einer hoch gele­ge­nen Sied­lung ober­halb eines Stau­sees leben­de alte Frau stöhn­te „Mein Gott“, als sie mich her­auf­kom­men sah. Wahr­schein­lich mal­te sie sich mei­ne Lei­den aus. Aber da es auch lan­ge Täler gibt, konn­te ich mich immer aus­ru­hen. Außer­dem ver­bren­ne ich immer ordent­lich Kalo­rien. Neu­lich radel­te ich 123 Kilo­me­ter von Müns­ter nach Wett­rin­gen und wie­der zurück: 2760 Kalo­rien. Viel muss­te ich also nicht heraufschleppen. 

Außer mir radel­ten auch zwei Mädels mit Zelt durchs Dorf. Sonst schei­nen fast nur Pil­ger auf dem Jakobs­weg durch­zu­kom­men. Daher hielt mich die Frau wohl für etwas Beson­de­res. Ich reagier­te spä­ter ähn­lich ent­setzt, als ich Spu­ren der Ver­wüs­tung durch Bau­ar­bei­ten ent­lang der Ser­pen­ti­nen sah. Ein Tun­nel wur­de ver­brei­tert, um eine Schnell­ver­bin­dung für Züge von A Coru­ña nach Madrid her­zu­stel­len. Ein Jäger ver­si­cher­te mir, dass die­se Spu­ren bald wie­der besei­tigt würden.

Sonst gibt es im Fern­se­hen viel über die Eifel zu sehen. Da vor den Toren Bonns, wor­über auch eine Doku läuft, wan­de­re ich dort oft mit Freun­den. Beson­ders Kur­gäs­te wis­sen die Gegend zu schät­zen, da es zum Bei­spiel gesun­des Ther­mal­was­ser in Bad Neuen­ahr gibt. Neu­lich las ich, dass aktu­ell in der Gegend um Hel­len­thal Nar­zis­sen blüh­ten. Vie­le Gebie­te wür­den gelb leuch­ten. Ich ken­ne das nur vom Gins­ter, der ab dem Som­mer blüht. Emp­feh­lens­wert ist auch eine Wan­de­rung bei Maria Laach. Denn dort spru­delt Koh­len­säu­re an die Ober­flä­che eines Sees. Die Gegend steckt vol­ler Maa­re. Vul­ka­ne sind sogar aktiv, aber nur schwach. 

Es gibt also auch in Coro­na-Zei­ten viel in der eige­nen Gegend zu ent­de­cken, wenn Du so mutig bist, alte Wege zu ver­las­sen und neue zu beschreiten.


SoMoDiFr
Deutsch­landEifel – Die schöns­ten Bade­se­en und Tal­sper­ren, WDR, 15.00 Uhr

Wil­de Eifel – Grü­nes Herz im Wes­ten, WDR, 15.15 Uhr

Wan­de­run­gen von der Mosel bis an den Rhein, SWR, 15.45 Uhr
Von der Elbe bis zur Ems, NDR, 20.15 UhrBoom­town Bonn, Neu­er Glanz in alter Haupt­stadt, Phoe­nix, 17.15 UhrDas grü­ne Herz West­fa­lens, ein Wald im Wan­del, WDR, 20.15 Uhr

Wat­ten­meer, Klei­ne Inseln, gro­ße Chan­cen, NDR, 20.15 Uhr
Öster­reich
Alpen­ju­we­len – Zu Fuß von der Zug­spit­ze nach Bozen, SWR, 15.45 Uhr

Por­tu­gal
Natur­parks in Por­tu­gal, Pene­da-Gerês, Ser­ra da Est­re­la, arte, 17.50 Uhr

Natur­parks in Por­tu­gal, Madei­ra, arte 18.30 Uhr

Natur­parks in Por­tu­gal, Rio For­mo­sa, arte, 17.50 Uhr

TV-Dokus Rei­se und Kultur
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