Beste Kultur- und Reisedokus im TV

Bes­te Kul­tur- und Rei­se­do­kus im TV: Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten regel­mä­ßig mit den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­men im TV-Pro­gramm. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Dies­mal erwar­tet alle eine brei­te Aus­wahl von heu­te an bis Frei­tag: Vor allem Deutsch­land, aber auch Däne­mark, Frank­reich, Öster­reich, Por­tu­gal und Spa­ni­en sind ver­tre­ten. Wie­der­ho­lun­gen sind in die­ser Über­sicht kaum vor­han­den. Vie­le von ihnen ste­hen in zuvor ver­öf­fent­lich­ten Newslettern.

Die ange­kün­dig­te Rei­se-Doku über Lol­land weckt Erin­ne­run­gen an die Kind­heit. Damit ver­bin­det der Rei­sen­de die Fahrt nach Mel­by, Tis­vil­de oder Gil­lele­je zu Feri­en­häu­sern auf der däni­schen Insel See­land. Zuerst war­te­te eine der rie­si­gen Fäh­ren im Hafen von Putt­gar­den. Die ban­ge Fra­ge zuvor: Ver­hin­dert ein Stau auf der Auto­bahn, das Schiff recht­zei­tig zu erreichen? 

Es gelang aber immer, auch wenn es manch­mal knapp war. Dann erwar­te­ten eine lan­ge Schlan­gen im Hafen. Die Zeit des manch­mal zwei­stün­di­gen War­tens ver­trie­ben sich vie­le auf den Fahr­bah­nen damit, Ang­lern zuzu­schau­en. Wann es los­ging, auf die Fäh­re zu fah­ren, war leicht beim Her­um­lau­fen zu sehen. Irgend­wann fuh­ren die ers­ten Autos los. Dann setz­ten sich vie­le schleu­nigst in Bewe­gung zu den Autos. Los ging es. Sobald eine Metall­plat­te unter dem Auto pol­ter­te, befand man sich an Bord.

Im Sturm­lauf wur­de die Trep­pe genom­men, um schnell ans Son­nen­deck zu gelan­gen, wäh­rend die Erwach­se­nen in den Duty-free-Shop ström­ten. Schließ­lich war es span­nen­der, die Abfahrt vom Heck aus zu beob­ach­ten, wie es unten im Was­ser schäum­te und sich dann nach und nach der Hafen ent­fern­te. Immer dabei bei der Fahrt in die Feri­en in Däne­mark: stets das Schiff umkrei­sen­de und rufen­de Möwen. Gro­ße Mee­res­tie­re lie­ßen sich lei­der nie bli­cken in all den Jahren. 

Fast andert­halb Stun­den dau­er­te die Fahrt, bei der der Wind saus­te. Die Maschi­ne stampf­te. Sobald die Fäh­re in den Hafen von Rød­by ein­lief, trap­pel­ten alle schnell wie­der in den Bauch der Fäh­re. Aber es blieb noch viel Zeit, da oft vie­le Fahr­zeu­ge vor einem dran waren.

Licht von Lolland

Lol­land – strah­lend blau­er Him­mel, gel­be Raps­fel­der. Das sich so ent­fal­ten­de Licht ver­bin­det der Rei­sen­de mit der dritt­größ­ten däni­schen Insel. Und es ging fort­an wesent­lich lang­sa­mer auf der Euro­pa­stra­ße vor­an als auf einer deut­schen Auto­bahn. Dafür aber auch um so ent­spann­ter in Rich­tung Mari­bo. Schließ­lich began­nen die gro­ßen Feri­en. Eile war nicht mehr gebo­ten. Und die Hage­but­ten waren reif. Auf einem Park­platz noch auf Lol­land wur­de stets eine Rast ein­ge­legt. Der Rei­sen­de erfreu­te sich dort jedes Jahr an pral­len roten Früch­ten, an denen er auch etwas knab­bern konn­te. Und an deren jucken­den Nüss­chen, um sei­ne Geschwis­ter damit zu erfreu­en. Aber als Ent­schä­di­gung für alle gab es dann lecke­res Soft­eis. Und um die letz­te Etap­pe auf der Rei­se durch Däne­mark nach See­land zu versüßen.

Aber die Vor­freu­de auf den Weg durch den duf­ten­den Kie­fern­wald am Strand von Lise­le­je war stets noch viel grö­ßer. Denn hin­ter dem Wald war­te­ten herr­li­che Dünen­bur­gen. Die­se schütz­ten vor Wind und heiz­ten einen nach dem Bad im Meer schnell wie­der auf. In der Nähe von Mel­by liegt der Arresø. Dort unter­nahm ein Bru­der des Rei­sen­den ers­te Schrit­te im Sur­fen. Heu­te surft er in der gan­zen Welt.

Nun zu den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­do­kus im TV-Programm:


SaSoMoDiMiDoFr
Deutsch­land




Bio­sphä­ren­re­ser­vat Rhön, 3sat, 10.15 Uhr

Gotik, RBB, 23.50 Uhr
Stral­sund, Wis­ma­rer Bucht, NDR, 20.15 UhrMeck­len­burg. Seen­plat­te, HR, 20.15 Uhr
Däne­mark
Lol­land, WDR, 20.15 Uhr

Kopen­ha­gen, arte, 18.40 Uhr

Frank­reich
Tag in Paris, Phoe­nix, 21.45 Uhr

Bahn­hofs­ka­the­dra­len, Euro­pas Rei­se-Paläs­te, arte, 16.05 Uhr

Letz­te Leucht­turm­wär­ter, Phoe­nix, 17.15 Uhr


Öster­reich100 Jah­re Salz­bur­ger Fest­spie­le, 3sat, 18.25 Uhr



Nie­der­bay­ern bis Wach­au, Donau, BR, 20.15 Uhr

Por­tu­gal

Azo­ren, 3sat, 20.15 Uhr



Spa­ni­enMal­lor­ca, HR, 20.15 Uhr

Traum­tou­ren, HR, 21.45 Uhr


Mond­brun­nen, arte, 19.40 Uhr

Ibi­za, 3sat, 21.45 Uhr



Bes­te Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV-Programm
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Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten mög­lichst regel­mä­ßig mit Fern­seh­tipps zu Rei­se und Kul­tur. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Deutsch­land, Däne­mark, Frank­reich, Nor­we­gen, Por­tu­gal und Spa­ni­en sind dies­mal an der Reihe.

Die Aus­wahl lässt sich mit Stadt, Land, Fluss und Inseln umschrei­ben. Spa­ni­en gerät in den Fokus. Mal­lor­ca ist eine schö­ne, beson­ders bei Renn­rad­fah­rern belieb­te, Fahr­rad­in­sel. Der Rei­sen­de scheu­te lan­ge den Besuch, weil ihr das Bal­ler­mann-Image anhaf­tet. Nach­dem er fast alles in Spa­ni­en besich­tigt hat­te, setz­te er sich irgend­wann in den Flie­ger, um die Insel mit dem Rad zu umrun­den. Am ers­ten Tag sah er in El Are­nal mit­tags ers­te Betrun­ke­ne. Zum Glück dau­er­te der Anblick nur Minu­ten. Bis kurz vor Alcú­dia floss der Ver­kehr rege auf brei­ten Straßen.

Aber dahin­ter begann sich die Insel zu ent­fal­ten. Ers­te Mee­res­buch­ten glit­zer­ten in der Son­ne. Von hüb­schen Stein­mau­ern umran­de­te Oli­ven­hai­ne und klei­ne Städ­te wie Artà begeis­ter­ten. Mit Port de Sól­ler fand er den Ein­stieg in die Ber­ge, in denen er Grup­pen von Renn­rad­fah­rern begeg­ne­te. Schein­bar ohne Rück­sicht auf Ver­lus­te heiz­ten sie die Ser­pen­ti­nen her­un­ter. Die Ein­hei­mi­schen zeig­ten sich rück­sichts­voll, roll­ten, ohne zu mur­ren, in ihren Autos hinterher. 

Mal­lor­ca zum Rad­fah­ren ist kein Geheim­tipp mehr. Aber es gibt sicher immer noch wel­che, die es ver­säumt haben, dies aus­zu­pro­bie­ren. Es eig­net sich als Ein­stieg in die Welt des Fern­ra­delns, um her­aus­zu­fin­den, ob es über­haupt Spaß macht. Für die Umrun­dung soll­ten Urlau­ber aber min­des­tens zwei Wochen einplanen.

Was erwar­tet Urlau­ber dage­gen in „Ems­land. Da will ich hin“? Das Frem­den­ver­kehrs­amt wirbt offen­siv dar­um. Des­halb schwang sich der Rei­sen­de im Sep­tem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res aufs Rad. Er wur­de nicht ent­täuscht. Trotz Coro­na traf er über­all auf freund­li­che Men­schen zwi­schen Gre­ven, Mep­pen und Emden.

Anfangs fürch­te­te er, sei­ne Auf­ga­ben als Jour­na­list nicht erfül­len zu kön­nen, könn­ten doch vie­le Gesprä­che nicht statt­fin­den der Pan­de­mie wegen. Doch das traf nicht zu – mit gutem Sicher­heits­ab­stand funk­tio­nier­te das. Anfangs gefie­len ihm vor allem die Men­schen aus dem Ruhr­ge­biet. Von denen sind recht vie­le im Ems­land Dau­er­cam­per. Sie waren noch ech­te Kumpels.

Einer nahm die lust­lo­se Ver­wal­te­rin Mari­an­ne auf dem Cam­ping­platz in Dör­pen ins Gebet, weil sie dem Rad­ler einen mie­sen Abstell­platz zuge­wie­sen hat­te. Er habe sein Leben lang im Berg­bau gear­bei­tet. Einen ande­ren traf der Rei­sen­de beim Besich­ti­gen einer Kir­che. Der erklär­te ihm die Beschaf­fen­heit des ver­wen­de­ten Steins. Man lernt nie aus.

Dann gefie­len ihm die Bau­ern. Denen war anzu­mer­ken, dass sie jede Schol­le kann­ten. Anders als Leu­te aus der Stadt oder aus umlie­gen­den Dör­fern konn­ten sie immer gut erklä­ren, wo die eine oder ande­re Sehens­wür­dig­keit lag. Sonst hät­te er etwa die Mehrin­ger Stei­ne, ein schö­nes Grab aus der Jung­stein­zeit, nie gefun­den. Und er fand tol­le Her­ren­häu­ser im Ems­land. Bei denen mach­te sich der Ein­fluss von Archi­tek­ten aus dem Müns­ter­land bemerkbar.

Viel Spaß beim Mit­rei­sen im Ohren­ses­sel. Und nun zu den Fern­seh­tipps Rei­se und Kultur.


SaMoMiDoFr
Deutsch­land
Schwe­rin. Traum vom Welt­erbe, NDR, 14.00 Uhr

Fahr­rad. Vom Boom zur Ver­kehrs­wen­de? Das Ers­te, 16.00 Uhr

Ems­land. Da will ich hin. SWR, 17.00 Uhr



Bre­mens Bött­cher­stra­ße ent­de­cken, NDR, 20.15 Uhr
Däne­mark


Wil­des Däne­mark, Arte, 10.45 Uhr, Der Wald

Wil­des Däne­mark, Arte, 11.30 Uhr, Auf dem Land

Frank­reich
Paris und Cham­pa­gne, 3sat, 12.50 Uhr
Kor­si­ka, NDR, 20.15 Uhr
Nor­we­gen



Zau­ber­haf­tes Nor­we­gen, HR, 21.00 Uhr
Öster­reich




Por­tu­gal

Azo­ren, 3sat, 13.20 Uhr

Schwe­den




Spa­ni­enEin Tag in… Spa­ni­en, Arte, 20.15 Uhr
Unter­wegs auf Mal­lor­ca, Arte, 18.35 Uhr

Kampf um sau­be­re Lagu­ne. Spa­ni­sche Küs­ten­be­woh­ner gegen die Agrar­in­dus­trie, arte, 19.40 Uhr
Menor­ca, NDR, 20.15 Uhr
TV-Tipps Rei­se und Kultur
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Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sor­ge ich euch mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Wie schon in der Vor­wo­che sind mit Deutsch­land, Frank­reich, Schwe­den, Spa­ni­en und Öster­reich nur weni­ge Län­der ver­tre­ten. Ber­ge, ein Moor, Schif­fe und ein groß­ar­ti­ges Muse­um rücken ins Zen­trum des Inter­es­ses. Einen Down­load-Link des Pro­gramms fin­det ihr wie immer im pdf-Format.

Am Inter­es­san­tes­ten fin­de ich den Film über die Rena­tu­rie­rung der Emscher. Vor der eige­nen Haus­tür erle­be ich, wie sich die Arbei­ten ent­lang der klei­nen Aa in Müns­ter aus­wir­ken. Als der Schnee schmolz, erga­ben sich wei­te Was­ser­flä­chen. So sah ich mehr vom natür­li­chen Ver­hal­ten der Stör­che. Sys­te­ma­tisch lief ein Paar den Rand des Gewäs­sers ab, um Nah­rung zu suchen. Bis dahin kann­te ich sie nur als brü­ten­de oder sto­isch auf einer Wie­se ste­hen­de Vögel. Ein schö­nes Erleb­nis, von dem wir viel­leicht auch eini­ges im Film zu sehen bekommen.

Oder in Aar­hus in Mit­tel­jüt­land: Dort befrei­ten die Men­schen den Fluss von Abde­ckun­gen, das einst des elen­den Geruchs des Flus­ses nötig war. Als ich die Stadt besuch­te, fand ich einen Fluss mit Auf­ent­halts­qua­li­tät. An den Ufern lie­gen jetzt Restau­rants, Wege zum Spa­zie­ren­ge­hen. Und es ist jetzt auch mög­lich, in der Stadt zu pad­deln. In Sie­gen war­ten die Bewoh­ner noch auf sol­che Optio­nen, sahen mein Kum­pel Ulf und ich, als wir per Peda­le für eini­ge Wochen Sie­ger­land, Sauer­land sowie Die­mel- und Weser­re­gi­on durch­streif­ten und erlebten.

Sicher auch schö­ne Bil­der lie­fert der Film übers Schip­pern auf der Ost­see in Skan­di­na­vi­en. Mei­ne beein­dru­ckends­te Fahrt erleb­te ich in Väs­ter­bot­ten. Vor den Toren Umeås liegt ein klei­nes Archi­pel. Als ich mit dem Rad die Inseln abklap­per­te, fand ich auf Hol­mön das wun­der­schö­ne Segel­boot Hol­mös­lup­pen aus Holz, auf dem Tou­ris­ten mit­fah­ren konn­ten. Ich buch­te den Trip und fuhr mit dem Skip­per und zwei Pär­chen eini­ge Stun­den an den Inseln ent­lang. Am Insel­chen Sto­ra Fjäd­derägg leg­ten wir an und beglei­te­ten ein Paar zu einem Feri­en­haus, wo es ein­sam sei­ne Sil­ber­hoch­zeit fei­ern woll­te. Noch heu­te liegt mir der äthe­ri­sche Duft der Bee­ren in der Nase.

Viel Spaß beim Zuschauen.


SaSoDoFr
Deutsch­land

Im Mur­nau­er Moos. BR, 19.15 Uhr

Die Emscher, Das blaue Wun­der. WDR, 20.15 Uhr
Frank­reich
Die Geschich­te des Musée d’Orsay. ZDF Info, 18.45 Uhr

Frank­reichs Win­zer. Tra­di­ti­on trifft Pas­si­on, arte, 19.30 Uhr


Öster­reichBegna­det für das Schö­ne. Öster­reichs UNESCO-Welt­kul­tur­er­be. 3Sat, 15.00 UhrWun­der­schön. Gip­fel­glück im Zil­ler­tal. WDR 20.15 Uhr

Schwe­den
Mit dem Schiff rund um die Ost­see. Von Skan­di­na­vi­en ins Bal­ti­kum. NDR, 20.15 Uhr

Spa­ni­en

Die wil­de Schön­heit der Pyre­nä­en. NDR, 20.15 Uhr
TV-Tipps Rei­se und Kultur
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Menschen im Kampf

Rei­sen­der, kommst Du nach Oslo, ver­pas­se auf kei­nen Fall einen Besuch des Gus­tav-Vige­land-Parks. Als ich zum zwei­ten Mal in mei­nem Leben Oslo besuch­te, wuss­te ich noch nichts von der Exis­tenz die­ses Künst­lers. Daher war ich über Aus­druck und Span­nung in den dar­ge­stell­ten Kör­pern über­rascht. Die bekann­tes­ten Nor­we­ger in der Kul­tur waren für mich bis dahin Hen­rik Ibsen und Knut Hamsun.

Gera­de habe ich in der nor­we­gi­schen Tages­zei­tung Mor­gen­bla­det gele­sen, dass Vige­land vor 150 Jah­ren auf die Welt kam. Daher gibt es jetzt ihm zu Ehren eine Jubi­lä­ums­aus­stel­lung im Vige­land­mu­se­um. Wie Mor­gen­bla­det schreibt, bezeich­ne man ihn oft als auto­di­dak­ti­schen Künst­ler, was nicht ganz kor­rekt sei. Als jun­ger Mann habe er Unter­richt an der Zeich­ner­schu­le in Kris­tia­nia genom­men und in Ate­liers älte­rer Künst­ler gear­bei­tet, die ihn kor­ri­giert hät­ten. Er sei nach Kopen­ha­gen, Paris und Flo­renz gegan­gen, habe oft Muse­en besucht, lern­te damals sehr bekann­te Män­ner wie den Dänen Vil­helm Bis­sen und Augus­te Rodin ken­nen. Ihm in der Aus­stel­lung gegen­über­ge­stellt wer­den die drei zeit­ge­nös­si­schen Künst­ler Con­stan­tin Meu­nier, Antoi­ne Bour­del­le umd Aris­ti­de Maillol. 

Aber kön­ne sich Vige­land über­haupt mit die­sen gro­ßen Namen mes­sen, fragt Mor­gen­bla­det. Der Autor meint durch­aus. Denn sein Aus­druck sei stär­ker und wei­se eine expres­si­ve Dyna­mik auf, die tief in die mensch­li­che Psy­che und Lei­den­schaft eindringe.

Den Arti­kel und Fotos fin­dest Du auf http://www.morgenbladet.no/kultur/2019/04/mennesker-i-kamp

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Ieoh Ming Pei gestorben

Fast jeder, der ein­mal Paris besucht hat, dürf­te sie ken­nen: die Pyra­mi­de auf dem Lou­vre. Von oben fin­de ich sie gar nicht so beein­dru­ckend. Denn sie unter­schei­det sich nicht wirk­lich von ande­ren ähn­li­chen Wer­ken. Daher foto­gra­fier­te ich sie auch nicht dort wie der Foto­graf des jetzt im Schwei­zer „Tages­an­zei­ger“ erschie­ne­nen Bildes. 

Als ich den Lou­vre besuch­te, befand ich mich unter ihm. Sie dringt mit ihrer glä­ser­nen Spit­ze in eine Ein­kaufs­pas­sa­ge ein. Ihr Metall­git­ter­werk teilt den blau über Paris leuch­ten­den Him­mel in ver­schie­de­ne Seg­men­te. Die mono­to­ne Ein­kaufs­pas­sa­ge erfährt durch den durch­sich­ti­gen Glas­ke­gel eine dra­ma­ti­sche Zuspit­zung. Erhöht wird die­se durch einen zusätz­li­chen wie ein Sta­lag­mit auf­stei­gen­den Kegel. Jetzt ist der ame­ri­ka­nisch-chi­ne­si­sche Archi­tekt Ieoh Ming Pei im hohen Alter von 102 Jah­ren gestorben.

Den kom­plet­ten Arti­kel des Tages­an­zei­gers über den Archi­tek­ten fin­dest Du hier.

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Camping in europäischen Metropolen

Immer wie­der fra­gen Cam­per in den sozia­len Medi­en nach guten Plät­zen in Spa­ni­en, Schwe­den, Frank­reich und so fort. Der “Kurier” in Wien hat jetzt das Bedürf­nis vie­ler Leser auf­ge­grif­fen und emp­fiehlt Cam­ping­plät­ze in ver­schie­de­nen euro­päi­schen Metro­po­len. Ihnen gemein­sam ist eine akzep­ta­ble Ent­fer­nung zur jewei­li­gen Innen­stadt und eine gute Anbin­dung an den ÖPNV.

Die Lis­te für Dei­ne nächs­ten Trips fin­dest Du hier:

Cam­ping­plät­ze euro­päi­scher Metropolen

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Urlaub an Orten der Sehnsucht

Es gibt vie­le Orte auf der Welt, die einen klang­vol­len Namen tra­gen, die man daher unbe­dingt gese­hen haben muss. Für den Rei­sen­den waren es als Jugend­li­cher Nor­der­ney und Mons­chau. Spä­ter gesell­ten sich Orte wie Biar­ritz, Sant­ia­go de Com­pos­te­la, die Ave­nue des Champs-Ély­sées oder Pont Neuf dazu. Urlaub an Orten der Sehn­sucht rea­li­sier­te sich aber lan­ge noch nicht.

Nach Nor­der­ney woll­te er radeln, weil sich der Name nach hohem Nor­den anhör­te. Noch dazu eine Insel in der Nord­see mit Sand und hohen Wel­len. Es erschien ihm mutig, eine so wei­te Stre­cke, von Müns­ter aus hinzustrampeln.

Mons­chau hin­ge­gen erschien ihm als ver­wun­schen, wahr­schein­lich wegen des ‑sch- dar­in. Fotos zeig­ten viel Wald, Ber­ge, Flüs­se, eben das, was die Eifel so zu bie­ten hat. Mit­schü­ler waren dort auf Klas­sen­fahrt. Aber er war damals krank, wes­halb ihm Hel­len­thal und Mons­chau vor­ent­hal­ten blie­ben. Er war trau­rig, nicht mit ins Schul­land­heim mit­zu­dür­fen. Dafür aber konn­te er spä­ter Fische in Banyu­les-sur-mer in Frank­reich oder Pala­mos in Spa­ni­en auf der Fahrt mit dem Leis­tungs­kurs beim Tau­chen beobachten.

Entdeckerdrang wuchs

Da er immer schon ger­ne Land­kar­ten abzeich­ne­te, gedank­lich oft mit deut­schen Fuß­ball­ver­ei­nen durch Euro­pa reis­te, Lite­ra­tur wie “Ich rade­le um die Welt” las, roman­ti­sche Fil­me sah, erwei­ter­te sich sein Ent­de­cker­drang zuse­hends. Die Welt umra­deln woll­te er auch. Oder wenigs­tens durch Euro­pa fah­ren, um See­bä­der, Pil­ger­or­te, wil­de Tie­re, den Glanz der gro­ßen wei­ten Welt anschauen.

Das durchs Film­fes­ti­val bekann­te Biar­ritz war der ers­te Ort, an dem er die Sehn­sucht stil­len konn­te. Er kam dort auf einer sei­ner ers­ten Rad­rei­sen auf dem berühm­ten Jakobs­weg dort an. Er hat­te sich zuvor immer tol­le Sand­strän­de vor­ge­stellt, einen Ort mit gemüt­li­chen Cafés, schö­ner Musik. Aber er war dann ziem­lich ent­täuscht über die­ses lang­wei­li­ge See­bad. Und beson­ders toll fand er den Strand auch nicht.

Die Seen und Strän­de Däne­marks und Schwe­dens fand er stets schö­ner: Dünen, hei­ßen Zucker­sand durch die Fin­ger glei­ten zu las­sen. Nor­der­ney hat er übri­gens bis heu­te noch nicht gese­hen. Was hin­ge­gen eine Autorin der öster­rei­chi­schen Zei­tung “Die Pres­se” am Sehn­suchts­ort Can­nes erleb­te, kannst du hier nachlesen.

Wie ergeht es Dir bei Dei­nem Urlaub an Orten der Sehnsucht?

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Paris aus 360-Grad-Perspektive

Wer nach Paris rei­sen will, soll­te schon eine gute Kame­ra mit­neh­men, die mehr als die Tech­nik eines Smart­pho­nes zu bie­ten hat. Denn es ergibt sich eine unge­wöhn­li­che Viel­zahl an Per­spek­ti­ven und damit unter­schied­li­chen Licht­ver­hält­nis­sen, so dass jedes per Smart­pho­ne geschos­se­ne Foto erblasst.

Die Stadt lässt sich von auf ver­schie­de­nen Lini­en fah­ren­den Dop­pel­de­cker­bus­sen aus inter­es­sant erkun­den, mit der Metro unter- wie über­ir­disch, mit dem Boot auf der Loire und mit Roll­trep­pen wie in Mont­mart­re. In den Bus­sen nimmt man die durch Stra­ßen­schluch­ten zie­hen­den Men­schen­mas­sen von oben wahr, sich in der Metro abspie­len­de Musik und von Künst­lern gestal­te­te Wän­de. Es mischen sich auf der Loire Ein­drü­cke aus berühm­ten Lie­bes­fil­men. Von der Roll­trep­pe hoch­ge­tra­gen, erge­ben sich beson­de­re Bli­cke über die Stadt.

Wie der schwe­di­sche Foto­graf Jonas Jacobs­son Paris aus der 360-Grad-Per­spek­ti­ve wahr­nimmt, könnt ihr im Bei­trag der Zei­tung Göte­borgs Pos­ten sehen. Viel­leicht regen euch die­se Bil­der für euren Besuch in der Haupt­stadt an. Und jetzt geht der Rei­sen­de selbst auf Paris-Rei­se.

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Im Schloss von Versailles

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Im Spie­gel­saal des Schlos­ses von Versailles

Bis zum Auf­ste­hen kann­te der Rei­sen­de das Schloss von Ver­sailles nur aus dem Geschichts­buch. Das Zen­trum der fran­zö­si­schen Macht in Zei­ten der Mon­ar­chie ist eng mit der deut­schen Geschich­te ver­knüpf. Es fand dort doch zum Bei­spiel 1871 die Krö­nung des deut­schen Kai­sers nach Kriegs­en­de gegen Napo­le­on III. statt. Hier leb­te Köni­gin Marie Antoi­net­te aus dem Hau­se Habs­burg. Sie wur­de 1793 sinn- und schuld­los wäh­rend der Fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on hin­ge­rich­tet. Die in vie­len Büchern dar­ge­stell­te Bio­gra­fie Marie Antoi­net­tes zeigt das.

Der Rei­sen­de ist Geg­ner gewalt­sa­mer Revo­lu­tio­nen. Wenn ein Volk etwas ver­än­dern will, ergreift es die Initia­ti­ve und for­dert Refor­men. Die Köni­gin trug kei­ne Schuld an den Zustän­den im König­reich. Die Ursa­chen lagen woan­ders wie zum Bei­spiel an kli­ma­ti­schen Ver­än­de­run­gen, die zu Hun­gers­nö­ten führte.

Vom pracht­vol­len Spie­gel­saal und dem Son­nen­kö­nig hat­te der Rei­sen­de schon oft gehört. Den woll­te er sehen. Natür­lich auch das gesam­te Schloss: Die­ses ist Vor­bild für vie­le Schlös­ser in Euro­pa wie Schloss Nord­kir­chen im Müns­ter­land. Auch die Indus­trie hat sich das zunut­ze gemacht: Sogar ein Lego-Ver­sailles gibt es und einen Sonnenkönig-Ventilator.

An sich wür­de er Paris und die Umge­bung am liebs­ten und wie sonst üblich mit dem Rad erkun­den. Doch da er dies­mal mit sei­ner Freun­din reist, die kei­ne Rad­fah­re­rin ist, und er die güns­ti­ge Situa­ti­on einer kur­zen Anfahrt aus Lil­le in Flan­dern nut­zen will, kommt er mit dem Zug. 

Eine Woh­nung fand er zuvor im Netz, nahe am Künst­ler­vier­tel Mont­mart­re gele­gen. Er woll­te schließ­lich auch das sei­nen Künst­ler­freund Frank Sie­we­ring zu schö­nen Aqua­rel­len und Ölbil­dern inspi­rie­ren­de Stadt­vier­tel ken­nen ler­nen. Die­ser mal­te zum Bei­spiel ein far­ben­fro­hes Bild von der Basi­li­ka Sacré-Cœur. Mont­mar­tres Geschich­te ist span­nend zu lesen. Vie­le Grö­ßen moder­ner Kunst ver­brach­ten dort ihre Zeit.

Strammes Programm

Ansons­ten geht es stramm nach Alex­an­dras gezim­mer­tem Pro­gramm. Da der Rei­sen­de meis­tens Rei­sen plant, die sei­ne Leser inter­es­sie­ren, ist es auch inter­es­sant, sich in die Rei­se-Inter­es­sen der Freun­din rein­zu­ver­set­zen. Im Schloss von Ver­sailles inter­es­siert sie sehr dafür, sich auf die Spur Marie Antoi­net­tes zu setzen.

So wuss­te der Rei­sen­de bis dahin nicht, dass die Köni­gin über einen eige­nen Saal ver­füg­te, um Besu­cher zu emp­fan­gen. Er dach­te bis dahin, dass sie mit dem Regen­ten einen gemein­sa­men Saal hät­te. Von ihr gibt es auch per­sön­li­che Gegen­stän­de zu sehen wie einen Rei­se­kof­fer und Nähzeug.

Es lohnt sich, sich nicht nur im Schloss in Ver­sailles auf­zu­hal­ten, son­dern auch den schö­nen Gar­ten Marie Antoi­net­tes zu besu­chen. Aber ein wenig ver­misst der Rei­sen­de in Paris den Charme der Men­schen wie in Aar­hus, Oslo, Lis­sa­bon und  Kopen­ha­gen. Sie sind kor­rekt, aber umsatzorientiert.

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Salvador Dalí in Montmartre

An sich ver­bin­det der Rei­sen­de Sal­va­dor Dalí mit dem Muse­um im Küs­ten­ort Figue­res in Kata­lo­ni­en, aber nicht mit Mont­mart­re. Wäh­rend sei­nes Stu­di­ums in Bar­ce­lo­na schaff­te er es lei­der nicht, das Kunst­haus zu besu­chen, son­dern nur das Sal­va­dor Dalí-Muse­um in Bar­ce­lo­na. Denn die Fahrt mit dem Bus erschien ihm stets als zu auf­wän­dig. Statt­des­sen reis­te er lie­ber mit dem Zug nach Gra­na­da, Cór­do­ba und Madrid, um mau­ri­sche Hin­ter­las­sen­schaft und die Haupt­stadt zu genießen.

Umso grö­ßer über­rascht ihn jetzt, im Pari­ser Stadt­teil Mont­mart­re das schö­ne Muse­um Espace Dalí zu ent­de­cken. Das klei­ne Appar­te­ment ver­fügt zum Glück über WLAN, so dass er noch mor­gens im Bett auf dem Smart­pho­ne che­cken kann, was Mont­mart­re außer der Basi­li­ka Sacré-Cœur zu bie­ten hat. Als er das Dalí-Muse­um fin­det, ist er erfreut, so sei­ner noch schla­fen­den Freun­din Alex­an­dra eine Freu­de machen zu kön­nen. Denn davon, dass Sal­va­dor Dalí in Mont­mart­re leb­te und so sei­ne Spu­ren hin­ter­ließ, weiß auch sie nichts. Sonst berei­te­te Alex­an­dra das Pro­gramm vor. Mont­mart­re zu sehen, ist sein ein­zi­ger Wunsch auf die­ser Reise.

Unterkunft nur 15 Minuten von Montmartre entfernt

Die Woh­nung liegt zu Fuß nur 15 Minu­ten vom berühm­ten Vier­tel ent­fernt. Beim Buchen der Unter­kunft lag dem Rei­sen­den dar­an, auch mal das berühm­te Nacht­le­ben dort aus­zu­kos­ten. Am Nach­mit­tag zie­hen Alex­an­dra und der Rei­sen­de los, fin­den zu unse­rer Begeis­te­rung sogar eine klei­ne Gale­rie, die aber außer moder­ner Kunst und Schnick­schnack nicht viel zu bie­ten hat.

Nach etwas Fuß­weg bestei­gen sie eine Seil­bahn zu einem für solch eine kur­ze Stre­cke aben­teu­er­li­chen Preis. Die Fahrt dau­ert nur 1,5 Minu­ten. An sich hät­ten wir auch die Trep­pe neh­men kön­nen. Aber da etwas fuß­mü­de, ent­schei­den sie sich für die Fahrt. Auf der Web­sei­te dazu steht zum Preis eines Metro­ti­ckets. Aber es ist doch mehr. Wenigs­tens las­sen sich vom Wag­gon aus noch eini­ge inter­es­san­te Fotos schie­ßen. Auf dem Rück­weg neh­men sie dann die Trep­pe. Wer außer­ge­wöhn­li­che Paris­fo­tos sehen will, soll­te sich die Bil­der Jonas Jacobs­son bei Göte­borgs Pos­ten anschauen.

Netter Schnack im Museum

Oben ange­kom­men, gelan­gen sie schnell zum Muse­um Dalí. An ihm kommt jeder auto­ma­tisch vor­bei, der zur Basi­li­ka gehen will. Beim Ein­tre­ten ins Haus spre­chen Alex­an­dra und der Rei­sen­de wie immer auf Spa­nisch, da sie Por­tu­gie­sin ist. Belus­tigt nimmt es die Kas­sie­re­rin wahr. Das ist sofort an ihrem Gesicht zu erken­nen. Auf Rück­fra­ge ob der Reak­ti­on stellt sich her­aus, dass sie Spa­nie­rin ist. Sie gewährt uns daher sogar frei­en Ein­tritt. Fürs Ticket Geld zu ent­rich­ten, lohnt sich aber auf jeden Fall. Denn Aus­stel­lung über Sal­va­dor Dalí in Mont­mart­re ist zum einen der Expo­na­te wegen loh­nend, aber auch der Beleuch­tung wegen. Der Rei­sen­de fühlt sich so, als wür­de er durch eine luxu­riö­se Umge­bung wan­deln. Aber es ist den­noch beschei­den hier, wenn man sich die Mega-Ver­mark­tung des berühm­ten Malers Sal­va­dor Dalí anschaut. Es gibt Dalí-Taschen, Dali-Koch­buch, das Buch “Das gehei­me Leben des Sal­va­dor Dalí” und natür­lich jede Men­ge Dalí-Kunstdrucke.

In der Basilika

Danach lau­fen bei­de zur Basi­li­ka Sacré-Cœur. Die­se ist nicht nur im Inne­ren sehens­wert, son­dern auch außen. So neh­men sie auf Mont­mart­re-Trep­pen­stu­fen Platz. Dort musi­ziert eine Grup­pe, wäh­rend die Däm­me­rung lang­sam ein­setzt. So erschei­nen nach und nach illu­mi­nier­te Gebäu­de der Stadt wie natür­lich der leuch­ten­de Eiffelturm.

Am nächs­ten Abend besu­chen sie den berühm­ten Künst­ler­platz, wo sie auch essen gehen möch­ten. Die Stim­mung wol­len sie dort auf sich wir­ken las­sen. Dabei tref­fen sie zwei Künst­ler an. Eine Berühmt­heit fin­den sie lei­der nicht. Einer von ihnen bie­tet Land­schafts­ma­le­rei­en an. Er erzählt, dass er aus Rumä­ni­en gekom­men sei, um hier sein Glück zu ver­su­chen. Ein ande­rer malt Por­träts von Pas­san­ten. Eine Dame lässt sich sogar von ihm dar­stel­len. Es wird uner­war­tet realistisch.

In einer Gast­wirt­schaft las­sen sie sich danach Muscheln brin­gen zu einem erfreu­lich güns­ti­gen Preis. Zivi­le Prei­se an einem berühm­ten Ort: Damit lässt sich doch leben.

Mor­gen geht es auf den Eif­fel­turm.

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