Dein Geschenk: Reiseführer Münster

Münster, Stadt der Skulpturen, gilt als eine der lebenswertesten Städte der Welt. Mit Erlangen konkurriert die Stadt um den Titel der deutschen Fahrradhauptstadt. In Rankings landet die Universität oft unter den Top 5 der größten deutschen Hochschulen. in Deutschland, Vor allem die Fächer Medizin, BWL und Jura genießen einen sehr guten Ruf. Bei solch einer Klasse ist es mehr als angemessen, den als Geschenk für Dich gedachten Kulturführer „Münster Stadt der Skulpturen“ zu verfassen und herauszubringen.

Da es solch eine Zusammenstellung für Münster noch nicht gibt, kannst Du Dir und guten Freunden eine Freude machen und das Buch verschenken. Es eignet sich auch sehr gut, Besuchern die Stadt selbständig zu zeigen. Denn es gibt mehrere Spaziergänge oder Radtouren, die sich mit dem Führer und einem per GPS geführten Smartphone leicht durchführen lassen.

Cover Vorderseite Münster Stadt der Skulpturen 1

Aber dass die Stadt eine Kunstmetropole ist, ist den meisten wohl erst aufgefallen, als sie 2010 ins Finale der Kulturhauptstadt Europas gelangte. Warum, erklärt der Reiseführer „Münster Stadt der Skulpturen“.

Trotz gut ausgebauter Radwege fahren viele Münsteraner mit ihren Leezen an Galerien, Kunsthandlungen sowie Ateliers vorbei. Dabei verfügt die Provinz-Hauptstadt über eine Kunstakademie und ein Picasso Museum. Aber auch über ein Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, ein Stadtmuseum und ein Naturkundemuseum. Vielleicht lockt in einigen Jahren ein Matisse-Museum die Massen an.

Auch spannende moderne Architektur Thema

Alle zehn Jahre richtet die Stadt unter Leitung des bekannten Kurators Kasper König ein Skulptur Projekt aus. Renommierte Künstler aus aller Welt stellen ihre Werke in der Stadt zur Schau. Dazu nutzen sie auch geschickt bereits vorhandene historische Gebäude und Plätze. Diese haben ihnen der Baumeister Johann Conrad Schlaun und später im 19. und 20. Jahrhundert die Architekten Alfred Hensen, Harald Deilmann, Julia Bolles-Wilson und Peter Wilson sowie der Koreaner Duk-Kyu Ryang hinterlassen.

Im ganzen Stadtraum finden sich zudem gut 30 Ankäufe aus dem Skulptur Projekt. Wer die Stadt über den Rand der Radwege hinaus durchstreift und erlebt, entdeckt weitere Hunderte Skulpturen und Installationen im gesamten Stadtkern. Während der Recherche für den neuen Kulturführer Münster Stadt der Skulpturen war es schon eine Herausforderung, diese zu fotografieren und anschließend zu beurteilen und zu gewichten. Haben diese die an der Kunstakademie Münster ausgebildeten Künstler geschaffen? Oder sorgen Galeristen und Kunsthändler dafür, um ein reges Kunstleben zu pushen? Auch das ist Thema in Deinem Geschenk: Kulturführer Münster.

Kunst im öffentlichen Raum

Das Stadtgebiet ist vier Zonen gegliedert, in denen sich die meisten Installationen und Skulpturen befinden. Diese sind hauptsächlich in der Innenstadt, auf der die Innenstadt umschlingenden Promenade, auf dem Universitätsgelände sowie rund um den Aasee zu finden. Der Kulturreiseführer „Münster Stadt der Skulpturen“ erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit bei den vorgeschlagenen Touren durch die Stadt. Alle Kunstwerke zu kommentieren, würde den Rahmen sprengen. Vornehmlich sollen die Exponate leicht zu erreichen sein.

Das Augenmerk liegt darauf, inwieweit ungewöhnliche Gebäude, Plätze und Kunstwerke den öffentlichen Raum prägen. Ergeben sich neue Sicht-Achsen durch neue Gebäude? Entsteht durch nur eine dieser Skulpturen eine neue Sichtweise auf einen Stadtteil, einen Freizeitraum, eine Arbeitsstätte? Schaffen neue Plätze mehr Aufenthaltsqualität, die nicht nur konsumorientierten Interessen dienen, sondern zu Experimentier-Geist führen?

Fünf Tour-Vorschläge sind in „Münster Stadt der Skulpturen“ so geplant, dass man Attraktionen entlang der Strecke in Ruhe auf sich wirken lassen kann. Das Buch enthält neben zahlreichen Fotos Karten, gps-Tracks und Adressen. Denn der neue Kulturführer Münster Stadt der Skulpturen ist im Gegensatz zu konventionellen Stadtführern ein unverzichtbarer Begleiter für diejenigen, die hier – selbst als Einheimische – das Fremde erleben, sich auf die Umgebung einlassen wollen.

likeheartlaughterwowsadangry
0

Neu aufgelegt: Aarhus-Kalender im Handel

Sie suchen ein Geschenk fürs kommende Jahr? Für Architektur-Begeisterte? Oder für begeisterte Dänemark-Urlauber? Als Give-away für Kunden? Dann ist der neu aufgelegte Aarhus-Kalender für Dich genau richtig. Er ist im Handel und online verfügbat.

In der Kulturhauptstadt Aarhus liegt der Umbruch von der Industrie- zur Wissensgesellschaft radikal offen. Zunächst öffnet die an der Ostküste Jütlands liegende Stadt den Fluss. Seitdem pulsiert das Leben im Latinerviertel. Dann gestaltet sie eine neue Fluss-Promenade. Links und rechts davon liegen Dom, Galerien und Butiken. Dazu gesellen sich gut erhaltene historische Häuser und schöne Plätze zum Entspannen. An der Aarhusbucht selbst erheben sich Meisterwerke der besten dänischen Architekten. Neues verbindet sich im Zentrum mit Altem. In 13 faszinierenden Bildern wird die Stimmung auf den Punkt gebracht.

Architekturfans kommen mit dem nun im Handel erwerbbaren neuen Aarhus-Kalender auf ihre Kosten. Ich habe ihn zusammen mit dem Calvendo-Verlag auf den Weg gebracht. Es gibt ihn in unterschiedlichen Größen – also je nach Bedürfnis.

likeheartlaughterwowsadangry
0

Naumans umgekehrte Pyramide weg!

Eine umgekehrte Pyramide sorgt bei Kunstfans, die Münster besuchen, immer wieder für Begeisterung. Denn die vom bekannten Künstler Bruce Nauman geschaffene Skulptur ist begehbar. Von weitem sieht „Square Depression“ aus wie ein heller Platz. Doch wer sich ihr nähert und dann vor ihr steht, sieht, dass sie sich senkt. Ihr Mittelpunkt liegt am tiefsten. In der Mitte sitzend, nimmt man die Umgebung aus einer besonderen Perspektive wahr. Doch in Münster muss Bruce Naumans umgekehrte Pyramide bald weichen. Der international renommierte Künstler soll damit einverstanden sein. Finden die Experten eine adäquate Position?

Jetzt liegen in ihrem Umkreis die Gebäude der Naturwissenschaften der Universität Münster an der Wilhelm-Klemm-Straße. Setzt man sich in ihr, sind mit dem Fahrrad auf der Straße fahrende Studenten von unten zu sehen. Sie fahren quasi auf dem Rand der Pyramide, wenn man sich die Mühe gibt, einen Punkt zu suchen, an dem Menschen oder aber Gebäude so zu sehen sind.

Wer die vom Amerikaner 2007 für das bekannte Münsteraner Skulpturprojekt entwickelte Kunstwerk jetzt noch sehen will, sollte sich beeilen. Denn Square Depression wird bald abgebaut und versetzt. Der Fachbereich Physik plant ein neues Gebäude auf dem Gelände, schreiben die Westfälischen Nachrichten. Es stehe in den Sternen, wann die umgekehrte Pyramide wieder zu sehen sei. Es wird spekuliert, dass sie auf der anderen Seite am Hörsaal eine neue Heimat findet.

Zum Glück gibt es in unmittelbarer Umgebung in einem Radius von ungefähr drei Kilometern weitere Kunstwerke national wie international renommierter Künstler wie Arnold Schlick, Ludger Gerdes und Manfred Müller. Einige sind oben in der Galerie abgebildet. So lohnt sich ein Besuch des Stadtteils. Niemand braucht also die weite Reise nach Münster nur der umgekehrten und bald weichenden Pyramide wegen zu scheuen. Das Viertel ist leicht mit Bussen vom Hauptbahnhof aus zu erreichen. Zum Coesfelder Kreuz fahren die Buslinien 2, 5 und 11. Hier ist der Busfahrplan Münster.

Im gesamten Stadtgebiet stehen sicher an die 300 Skulpturen. Und es gibt eine erstaunliche Zahl an Ateliers und Galerien.

Der WDR zeigt am Sonntag, 23. August 2020, den Film „Wunderschön – Urlaub rund um Münster„. Die darin von Andrea Grießmann gezeigten Orte lassen sich gut mit Münsteraner Kultur verbinden.

likeheartlaughterwowsadangry
0

Dinner auf dem Meeresgrund

Ungewöhnlich ist das Projekt – ein ins Meer versenktes Restaurant entsteht zurzeit an der norwegischen Südküste. In Båly, gut 80 Kilometer westlich von Kristiansand, können Gäste im „Under“ während des Essens auf den Meeresgrund schauen und hoffen, dass interessante Fische vorbeischwimmen.

Auf der Oberfläche des Gasthauses sollen sich Muscheln ansiedeln, die das Wasser reinigen. Der Betreiber will auch Anlaufstelle für Forscher sein, die sich für das Meer interessieren.

Ab und zu finde ich auf Reisen schon von Menschen geschaffene Orte, wo man sich der Erde besonders nah fühlt. Im schwedischen Norrbotten kenne ich ein Restaurant an einem Fluss, in dem eine Kamera vorbeikommende Lachse zeigt. Das ist ein Naturerlebnis, in dem man mal Tiere sieht, die nicht nur in einem Aquarium leben.

Im Bergwerk Kristineberg im schwedischen Västerbotten gibt es eine tief liegende Kapelle für Bergleute. Schon die Fahrt mit dem Auto in die Stollen hat etwas Gespenstisches, weil es feuchtwarm ist. Ich glaube, es dauerte bestimmt eine halbe Stunde, bis wir unten ankamen. An der Wand der Kapelle erhebt sich Christus. Ein Bergmann legte die Figur bei Arbeiten frei. Er beschützt heute die oft gläubigen Arbeiter vor Unfällen. Västerbotten hat aber noch eine Menge mehr zu bieten. Schließlich ist es Urgebiet der Sami und daher sehr geheimnisvoll.

Und der Künstler Gerhard Richter bringt uns die Rotation der Erde nahe. Kürzlich schenkte er der Stadt Münster ein Focaultsches Pendel. Es schwingt jetzt in der Dominikanerkirche an einem Faden und nicht nur ich, sondern auch viele andere Besucher fragen sich, wie es möglich ist, dass die Kugel stets hin und her schwingt. Es gibt aber auch noch viele andere bewundernswerte Werke in Münster, Stadt der Skulpturen, die das irdische Leben schrumpfen lassen.

Speisen in Downunder

likeheartlaughterwowsadangry
0

Neubau des Munch-Hauses und des Nationalmuseums in Oslo auf gutem Wege

Uff, bei den Fotos der dänischen Zeitung „Berlingske“ bekomme ich wieder richtig Lust, nach Oslo zu reisen. Ich verbrachte dort schon einige Tage, landete dort gemütlich mit einer Fähre von Kiel im Hafen. Von dort kann man ganz gemütlich in Richtung Innenstadt weiterlaufen. Die „Pension Koch“ musste ich nicht lange suchen, denn die lag direkt auf dem Weg. So schnell, ohne große Sucherei, hatte ich zuvor noch nie in einer Großstadt eine Unterkunft gefunden. Mir fiel Wochen danach der großartige Roman „Der Halbbruder“ von Lars Saabye Christensen in die Hände. Und wovon las ich bereits auf den ersten Seiten: von der Pension Koch. Schön zentral in der Nähe des königlichen Schlosses gelegen, lassen sich dort aus schöne Streifzüge unternehmen.

Die Kulturredaktion der Berlingske hat mit der Dänin Karin Hindsbo die Direktorin des Nationalmuseums interviewt. Sie begann im Jahre 2014 in Bergen ihre Museumslaufbahn.

Oslo solle sich zur Kulturmetropole entwickeln, erzählt sie von den Plänen der Stadtplaner. Das Nationalmuseum erhalte derzeit ein neues Gebäude und ein Munch-Museum. In ihrer Freizeit gehe sie gerne in einen Skulpturenpark i Ekeberg „som kunstsamleren Christian Ringnes gav byen som gave for fem år siden.“ Ebenso empfiehlt sie Ferrnley Museet, das „etableres også som kulturinstitutioner ud mod fjorden.“ Es hat sich also einiges getan seit meinem letzten Aufenthalt.

Doch schmökert selbst weiter auf

Reise zur wachsenden Kulturmetropole Oslo

So schwierig ist Dänisch nicht.

likeheartlaughterwowsadangry
0

Aufflammendes dänisches Interesse an Skulpturen

Wer hätte das gedacht? Im ehemaligen Fischerdorf Humlebæk vor den Toren Kopenhagens stehen Skulpturen der bekannten Künstler Richard Serra, Alexander Calder, Max Ernst, Joan Miro, Jean Debuffet und Nobuo Sekine. Ausgestellt hat sie das phantastische Museum Louisiana.

Also auch Dänen interessieren sich „auf einmal“ für Skulpturen. Ich selbst brauchte recht lange, bis ich einen Zugang zu ihnen fand. Zunächst brachten meine Eltern mir und meinen Geschwistern, meine Mutter studierte Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Mittelalter, viel über Kunst der Frühzeit bis zum Mittelalter bei. Wir besuchten das mich heute immer noch berührende Nationalmuseum in Kopenhagen, wo mich Moorleichen, Luren und Schmuck faszinierten.

Wenn es regnete und ein Strandtag ausfiel, fuhren wir auch nach Roskilde. Nein, nicht zum Musikfestival, sondern zum Bestaunen der berühmten Wikingerausstellung. Dort stehen wunderbar konstruierte Langboote. In Oslo sorgen sie sich übrigens um ihren Bestand, sah ich gestern in den Europanachrichten. Erschütterungen setzten ihnen sehr zu, hieß es. Doch Skulpturen?

Die entdeckte ich, als ich zur Vorbereitung meines Buches „Umeå in meinem Herzen“ nach Västerbotten radelte. Dort gibt es einen für eine so weit nördlich liegende Stadt geradezu exorbitant großen Skulpturenpark. Ein Industrieller hat ihn aufgebaut. Und da es mir ums Aufspüren von Kunst und Kultur ging, blieb mir nichts anderes übrig, als mich nun auch damit auseinanderzusetzen.

Wie sich der Autor der „Washington Post“ damit auseinandersetzt, könnt ihr hier lesen.

Skulpturen Louisiana

likeheartlaughterwowsadangry
0

Münster kulturell nur Mittelmaß?

Johann Conrad Schlaun schuf eine einzigartige Architektur. Künstler können sich in großen Ateliers entfalten, die sie günstig von der Stadt mieten können. Es gibt ein Picasso-Museum, einen der schönsten Dome Deutschlands. Und alle zehn Jahre zieht das Skulptur-Projekt Besucher aus aller Welt an.

Trotzdem ist Münster mehr durch die Krimis Tatort und Wilsberg in aller Munde. Trotzdem schaffen es sogar wenig attraktive Städte wie Stuttgart oder Köln, sich im jährlichen Kulturranking der Städte vor Münster zu platzieren. Selbst das kleine Bonn!
Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) und die Privatbank Berenberg haben gerade die 30 größten Städte Deutschlands im Hinblick auf ihr Kulturleben untersucht. Das Ergebnis des Kultur-Städte-Rankings: Stuttgart baut seinen Vorsprung weiter aus und kann sogar schon zum vierten Mal seinen Spitzenplatz als Deutschlands Kulturmetropole Nr. 1 behaupten. Auf den Plätzen folgen Dresden, Berlin und München. Aber Münster und das Ruhrgebiet – Essen war immerhin Schauplatz der Kulturhauptstadt 2010 – landen in der grauen Mitte. Essen belegt hinter Münster nur Platz 17.

Natürlich kann die gute Platzierung Stuttgarts, Dresdens und Münchens etwas mit deren Größe zu tun haben. Es handelt sich um Landeshauptstädte. Aber es hat auch etwas mit dem Gespräch der Bevölkerung über Kunst zu tun. Am vergangenen Samstag besuchte ich Münsters neueste Attraktion – Gerhard Richter spendierte der Stadt ein Focaultsches Pendel. Es schwingt jetzt in der Dominikanerkirche in der Salzstraße. An nur an die fünfzig Besucher trafen innerhalb der 30 Minuten dort ein, um dort zu meditieren. Viel zu wenig für eine so schöne Installation ! Am nächsten Tag unterhielt ich mich mit einem befreundeten Fotografen, der, obwohl Kunst auch deutlich zugetan, noch nicht einmal dort gewesen war. Er wollte aber schon immer mal hingehen.

Überschattet wird Kultur in Münster seit Jahren allerdings durch Streitereien in den Ressorts Bauen und Verkehr: neues Stadion, Neugestaltung des Hafenviertels, verstopfte Straßen. Streit unter den Parteien ist grundsätzlich positiv zu sehen, doch hier ist er nicht förderlich, indem an dessen Ende ein Plan zu erkennen ist; ein gemeinsames Handeln, um kreative Szenen an der Basis unabhängig vom Parteienwesen schaffen.

In Städten wie Aarhus und Umeå ist das anders. Das merkt man alleine beim Lesen der lokalen Presse. Dänen und Schweden lästern und loben, aber die meisten Gruppierungen in der Stadtgesellschaft finden dann doch zu einem Konsens, den sie dann nach außen gemeinsam vertreten.

Dagegen scheint man es in Münster nicht zu wagen, zu provozieren, nicht einmal, vorsichtig zu beurteilen. Nur zu werben. Auf solch einer rein deskriptiven Ebene bleiben natürlich Impulse aus für die Bevölkerung: damit sie über Kunst spricht. Denn laut Studie mangelt es an der Rezeption von Kultur, nicht aber an der Produktion. Sieht es vielleicht so auch im Ruhrgebiet aus, dass man nicht über Kunst spricht?

In Skandinavien gibt es offenbar einen freieren Geist der Diskussion, einen gemeinsamen Plan, während es hier oft nicht einmal eine eigene Handschrift gibt, an der Kulturschaffende auf der ganzen Welt wiederzuerkennen wären.

Kultur-Städteranking 2018

likeheartlaughterwowsadangry
0

Per Kirkeby gestorben

Leider ist jetzt der bekannte dänische Künstler Per Kirkeby gestorben. Ich habe über ihn in meinem Kulturreiseführer „Münster Stadt der Skulpturen“ geschrieben. Denn in der Nähe des Schlosses steht eine von ihm geplante Bushaltestelle; von dort sollten einst nicht nur Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums befördert werden, sondern sie sollte auch durch eine lang gezogene Mauer vor dem Verkehr schützen. Auch auf dem Schlossplatz stehen Werke Kirkebys.

Empfehlen kann ich für einen weiteren Wochendtrip oder im Rahmen eines Sommerurlaubs in Dänemark auch einen Besuch des wohl interessantesten Kunstmuseums der Welt. Es steht in Aarhus und heißt ARoS. Dort wiederum sind einige Gemälde ausgestellt.

Per Kirkeby gestorben

Besuch des ARoS

likeheartlaughterwowsadangry
0

Auf dem Jakobsweg Pilgern für Radler

Gibt es die Biennale nur in Venedig? Nein. Auch in der portugiesischen Kleinstadt Cerveira am schönen Río Minho gibt es eine.

Zwar zählt die zwischen Porto und Vigo liegende „vila“ nur wenige tausend Einwohner. Aber dafür gibt es ein Museum, eine Art Galerie in der winzigen Altstadt und ein sehr großes Kulturforum mit Ausstellungssälen. Um hinzukommen, musste ich etliche Hügel mit dem Rad überwinden.

Den Jakobsweg habe ich dafür kurz verlassen, kann dafür aber morgen auf dem hoffentlich angenehmen Flussradweg am Rio Minho nach Valença strampeln.

Oft stehen hinter Kulturangeboten ältere Herrschaften; doch hier trifft man erfreulich viele junge Frauen und Männer aus Portugal und aus Spanien. Es kann also durchaus was wachsen! Dahinter steht natürlich eine Stiftung.

Das Festival gibt es schon seit vielen Jahren, sichtbar an in der Stadt und am Fluss verteilten Skulpturen. Künstler aus acht Nationen nehmen daran teil.

Unter diesen befindet sich auch eine des Künstlers Robert Schad aus Ravensburg, der unfassbar viele Eisenskulpturen über weite Teile des Landes verteilt hat – fast schon der Picasso Deutschlands.

Der Katalog wurde mir gestern gezeigt. Schad nimmt in diesem Jahr auch an der Biennale teil.

Mich erinnern seine rostigen Werke an Eduardo Chillidas „Toleranz durch Dialog“ und Richard Serras Verneigung vor dem genialen barocken Baumeister Johann Conrad Schlaun und der großen Dichterin Annette von Droste- Hülshoff. Diese Skulpturen stehen dauerausgestellt sowohl im Innenhof des Rathauses zu Münster als auch auf der Allee des Rüschhauses vor den Toren Münsters, der Stadt der Skulpturen.

Besonders beeindruckt der Spaziergang durch die alte Festung. Die Räume werden geschickt zur Präsentation genutzt.

Mehr über die Werke vieler renommierter Künstler erfahren Sie in meinem gerade erschienenen Buch: „Münster Stadt der Skulpturen“ Ich habe mehrere Routen zwischen 5 und 13 Kilometern ausgearbeitet, die Sie über einen Barcode auf dem Smartphone erfassen können. Zu Fuß oder per Rad warten einige Überraschungen auf Sie, die weit über das bis Anfang Oktober laufende Skulptur-Projekt hinausgehen.

Diese Skulptur mit den Händen erinnert mich ebenfalls an die „100 Arme der Guan-yin“ auf dem Marienplatz in Münster, wenn auch diese hier kleiner ausfällt. Aber man kann schließlich auch nicht immer erwarten, etwas zu finden, das einen durch seine Innovation geradezu überwältigt.

likeheartlaughterwowsadangry
0