Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben euch mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Deutsch­land, Frank­reich, Nor­we­gen, Por­tu­gal, Spa­ni­en, und Schwe­den sind ver­tre­ten, Geschich­te, Natur und Wan­dern von Inter­es­se. Einen Down­load-Link des Pro­gramms fin­det ihr wie immer im pdf-Format.

Wie in der Vor­wo­che sind über­wie­gend deut­sche Zie­le im Pro­gramm ver­tre­ten. Die Die­mel­re­gi­on gefiel dem Rei­sen­den ziem­lich gut, als er sie vor eini­gen Jah­ren durch­streif­te und erleb­te. Er kam mit sei­nem Kum­pel Ulf vom Kah­len Asten her­un­ter. Um den bereits bekann­ten Weg nach Pader­born zu ver­mei­den, nah­men sie die Stre­cke ent­lang der Die­mel. Es erwar­te­te sie viel Natur mit Wald und Was­ser. Sogar Ang­ler fisch­ten in der Die­mel, was für gute Was­ser­qua­li­tät spricht. Kaum beläs­tig­ten sie Autos, da nur weni­ge Stra­ßen die Rad­rou­te kreuz­ten. Und es gibt auch his­to­ri­sche Infos ent­lang des Weges, wie zum Bei­spiel, dass der Fabri­kant Krupp dort sei­ne Kano­nen einem aus­ge­wähl­ten Kauf­pu­bli­kum vor­führ­te. Schön endet der Weg, indem er zum Weser­rad­weg bei Bad Karls­ha­fen führt.

Wem im Som­mer eher ein Besuch der Pari­ser Umge­bung vor­schwebt, dem sei das Schloss Ver­sailles emp­foh­len. Dort erfah­ren Rei­sen­de nicht nur viel über die Archi­tek­tur des pracht­vol­len Baus, son­dern auch über die Inter­es­sen Köni­gin Marie Antoinettes.

Viel Spaß beim Zuschauen.


SaSoDiMiDoFr
Deutsch­land
Wan­dern auf dem Die­mel­steig, HR, 16.30 Uhr


Flens­bur­ger För­de, WDR, 20.15 Uhr
Wil­des Olden­bur­ger Land, WDR, 20.15 Uhr



Im Reich der Auen. Die Oker, arte, 18.30 Uhr
Frank­reich
Marie Antoi­net­te und die Geheim­nis­se von Ver­sailles, Phoe­nix, 20.15 Uhr



Nor­we­genNor­we­gens Traumfjor­de, NDR, 21.00 Uhr
Por­tu­galGolf­strom. Von den Azo­ren an den Polar­kreis , BR, 10.35 Uhr
Schwe­den

Wil­de Ost­see, BR, 14.45 UhrVon Finn­land bis Schwe­den, BR, 14.45 UhrDas Jahr­hun­dert­wrack: Segel­kriegs­schiff in der Ost­see, Phoe­nix, 19.15 Uhr

Süd­schwe­den – Skå­ne und sei­ne Aal­küs­te, NDR, 20.15 Uhr

Spa­ni­en
Tra­di­ti­on der Men­schen­tür­me, arte, 19.30 Uhr

Die Paläs­te von Bar­ce­lo­na, Das Ers­te, 16.10 Uhr

TV-Tipps Rei­se und Kultur
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Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sor­ge ich euch mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Wie schon in der Vor­wo­che sind mit Deutsch­land, Frank­reich, Schwe­den, Spa­ni­en und Öster­reich nur weni­ge Län­der ver­tre­ten. Ber­ge, ein Moor, Schif­fe und ein groß­ar­ti­ges Muse­um rücken ins Zen­trum des Inter­es­ses. Einen Down­load-Link des Pro­gramms fin­det ihr wie immer im pdf-Format.

Am Inter­es­san­tes­ten fin­de ich den Film über die Rena­tu­rie­rung der Emscher. Vor der eige­nen Haus­tür erle­be ich, wie sich die Arbei­ten ent­lang der klei­nen Aa in Müns­ter aus­wir­ken. Als der Schnee schmolz, erga­ben sich wei­te Was­ser­flä­chen. So sah ich mehr vom natür­li­chen Ver­hal­ten der Stör­che. Sys­te­ma­tisch lief ein Paar den Rand des Gewäs­sers ab, um Nah­rung zu suchen. Bis dahin kann­te ich sie nur als brü­ten­de oder sto­isch auf einer Wie­se ste­hen­de Vögel. Ein schö­nes Erleb­nis, von dem wir viel­leicht auch eini­ges im Film zu sehen bekommen.

Oder in Aar­hus in Mit­tel­jüt­land: Dort befrei­ten die Men­schen den Fluss von Abde­ckun­gen, das einst des elen­den Geruchs des Flus­ses nötig war. Als ich die Stadt besuch­te, fand ich einen Fluss mit Auf­ent­halts­qua­li­tät. An den Ufern lie­gen jetzt Restau­rants, Wege zum Spa­zie­ren­ge­hen. Und es ist jetzt auch mög­lich, in der Stadt zu pad­deln. In Sie­gen war­ten die Bewoh­ner noch auf sol­che Optio­nen, sahen mein Kum­pel Ulf und ich, als wir per Peda­le für eini­ge Wochen Sie­ger­land, Sauer­land sowie Die­mel- und Weser­re­gi­on durch­streif­ten und erlebten.

Sicher auch schö­ne Bil­der lie­fert der Film übers Schip­pern auf der Ost­see in Skan­di­na­vi­en. Mei­ne beein­dru­ckends­te Fahrt erleb­te ich in Väs­ter­bot­ten. Vor den Toren Umeås liegt ein klei­nes Archi­pel. Als ich mit dem Rad die Inseln abklap­per­te, fand ich auf Hol­mön das wun­der­schö­ne Segel­boot Hol­mös­lup­pen aus Holz, auf dem Tou­ris­ten mit­fah­ren konn­ten. Ich buch­te den Trip und fuhr mit dem Skip­per und zwei Pär­chen eini­ge Stun­den an den Inseln ent­lang. Am Insel­chen Sto­ra Fjäd­derägg leg­ten wir an und beglei­te­ten ein Paar zu einem Feri­en­haus, wo es ein­sam sei­ne Sil­ber­hoch­zeit fei­ern woll­te. Noch heu­te liegt mir der äthe­ri­sche Duft der Bee­ren in der Nase.

Viel Spaß beim Zuschauen.


SaSoDoFr
Deutsch­land

Im Mur­nau­er Moos. BR, 19.15 Uhr

Die Emscher, Das blaue Wun­der. WDR, 20.15 Uhr
Frank­reich
Die Geschich­te des Musée d’Orsay. ZDF Info, 18.45 Uhr

Frank­reichs Win­zer. Tra­di­ti­on trifft Pas­si­on, arte, 19.30 Uhr


Öster­reichBegna­det für das Schö­ne. Öster­reichs UNESCO-Welt­kul­tur­er­be. 3Sat, 15.00 UhrWun­der­schön. Gip­fel­glück im Zil­ler­tal. WDR 20.15 Uhr

Schwe­den
Mit dem Schiff rund um die Ost­see. Von Skan­di­na­vi­en ins Bal­ti­kum. NDR, 20.15 Uhr

Spa­ni­en

Die wil­de Schön­heit der Pyre­nä­en. NDR, 20.15 Uhr
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Meere zu sehr Wirtschaftsraum?

Eine gute Zusam­men­fas­sung über die Fra­ge, ob Nord- und Ost­see zu stark unter wirt­schaft­li­chen Zwän­gen ste­hen, lie­fert die­ser dpa-Arti­kel. Trotz wesent­li­cher Fort­schrit­te gebe es viel zu tun, mei­nen For­scher. Dem­nach wür­den bei­de Mee­re zu stark dem Pro­fit unter­wor­fen. Zwar sei­en in Deutsch­land 45 Pro­zent der Mee­res­ober­flä­che geschützt. Aber es gebe wei­ter­hin Ein­lei­tung von Schad­stof­fen und Ver­än­de­rung der Unter­was­ser­welt durch Wirt­schaft und Mili­tär zu ver­zeich­nen. Beson­de­ren Scha­den rich­te die Hoch­see­fi­sche­rei an, die den Mee­res­bo­den sogar in Schutz­ge­bie­ten zer­stö­re. Auch die Fisch­be­stän­de wür­den zu stark befischt, sogar Mut­ter­tie­re nicht geschont, um zum Bei­spiel Rogen ver­kau­fen zu kön­nen. Dabei gebe es sowohl tech­ni­sche als auch regu­la­to­ri­sche Möglichkeiten.

Der dpa-Jour­na­list beruft sich dabei auf Exper­ten vom Bun­des­amt für Natur­schutz und vom Insti­tut für Ost­see­fi­sche­rei.

Den Hering ernann­ten Ende März 2021 der Deut­sche Angel­fi­scher­ver­band zusam­men mit dem Bun­des­amt für Natur­schutz und dem Ver­band Deut­scher Sport­tau­cher zum Fisch des Jah­res. Der Fisch kann über 20 Jah­re alt wer­den, lei­det aber stark unter der Erwär­mung der west­li­chen Ost­see. In einem Dos­sier über den Hering erklärt das Thü­nen-Dos­sier, was man dage­gen tun kann. Es spricht sich zum einen dafür aus, die Befischung deut­lich zu redu­zie­ren. So könn­ten sich die Bestän­de erho­len und in eini­gen Jah­ren nach­hal­tig befischt wer­den. Der Fisch lie­fe­re dann unge­fähr die Hälf­te der bis­he­ri­gen Erträ­ge. Zum ande­ren soll­ten ande­re Stres­so­ren wie die Nähr­stoff­ein­lei­tung ver­rin­gert wer­den, vor allem in Laich­ge­bie­ten. Dies mache den Hering widerstandsfähiger.

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Umweltschutz soll am Polarkreis besser werden

Län­ger habe ich nichts mehr aus Umeå gehört, einer weit nörd­lich lie­gen­den Stadt in Väs­ter­bot­ten. Das ist in Schwe­den, fast am Ende des nörd­li­chen Teils der Ost­see, die aller­dings dort Bal­ti­sches Meer genannt wird.

Jetzt bringt der Deutsch­land­funk einen Bei­trag über das Umwelt­be­wusst­sein der Ein­woh­ner in der Kul­tur­haupt­stadt des Jah­res 2014, was natür­lich in einem Zusam­men­hang mit Gre­ta Thun­berg zu sehen ist.

So eini­ges dar­in ist mir im Zuge mei­ner Rad­wan­de­rung am Polar­kreis gar nicht auf­ge­fal­len wie zum Bei­spiel die schlech­te Luft­qua­li­tät, obwohl ich vor mei­ner Ankunft schon eini­ge Wochen in frei­er Natur unter­wegs gewe­sen war. Des­halb hät­te es mir auf­fal­len müs­sen. „Wir haben eine sehr schlech­te Luft­qua­li­tät, beson­ders im Win­ter, damit fing es an. Es gibt zu vie­le Autos und wenig Wind. Dar­um müs­sen wir Alter­na­ti­ven ent­wi­ckeln. Anrei­ze geben, auch im Win­ter mit dem Fahr­rad zu fah­ren oder mit dem Bus.“

Der rege Auto­ver­kehr ist mir schon auf­ge­fal­len, was dar­in liegt, dass Umeå die größ­te Stadt Nord­schwe­dens ist und so mit ihren Ange­bo­ten vie­le Men­schen anzieht. Wer ein­kau­fen will oder ins Kran­ken­haus muss, muss nach Umeå fah­ren. Die Ein­fall­stra­ßen sind natür­lich ent­spre­chend groß und es emp­fiehlt sich eher, die Stadt über klei­ne Stra­ßen mit dem Rad anzufahren.

Auch die Uni­ver­si­tät zieht natür­lich vie­le jun­ge Men­schen an, die jetzt schon eine ande­re Lebens­ein­stel­lung mit­brin­gen als Älte­re. „Letz­tes Jahr haben wir den öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck von Umeå aus­ge­rech­net. Basie­rend auf Umfra­gen, wie die Men­schen rei­sen, was sie kau­fen, was sie essen und so wei­ter. Dabei haben wir gese­hen, dass vor allem die jun­gen Leu­te immer mehr Second­hand kau­fen, ein Drit­tel der jun­gen Frau­en zwi­schen 20 und 30 lebt vege­ta­risch. Und was wir dabei her­aus­ge­fun­den haben: Wenn alle Ein­woh­ner sol­che Rei­se­ge­wohn­hei­ten hät­ten wie die Frau­en, wür­den wir unse­re Kli­ma­zie­le errei­chen.”

Außer­halb der Stadt sieht es sicher nicht so kri­tisch aus, denn an der Küs­te öff­net sich eine beein­dru­cken­de Insel­welt, im Bin­nen­land hin­ge­gen lockt der Natur­fluss Vin­deln mit inter­es­san­ten Frei­zeit­an­ge­bo­ten wie Kajak­fah­ren oder Forel­len­fi­schen. Und an der Gren­ze zu Nor­we­gen erhebt sich ein Gebir­ge, in dem ich mich ein wenig wie ein Gold­su­cher in einer Geschich­te Jack Lon­dons füh­len darf.

Aller­dings bekommt Schwe­den die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels offen­bar beson­ders deut­lich zu spü­ren: Das Meteo­ro­lo­gi­sche Insti­tut des Lan­des erklär­te ver­gan­ge­ne Woche, dass die Tem­pe­ra­tur in Schwe­den dop­pelt so schnell anstei­ge wie im glo­ba­len Schnitt.

Umwelt­be­wusst­sein in Umeå

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