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    Ieoh Ming Pei gestorben

    Fast jeder, der ein­mal Paris besucht hat, dürf­te sie ken­nen: die Pyra­mi­de auf dem Lou­vre. Von oben fin­de ich sie gar nicht so beein­dru­ckend. Denn sie unter­schei­det sich nicht wirk­lich von ande­ren ähn­li­chen Wer­ken. Daher foto­gra­fier­te ich sie auch nicht dort wie der Foto­graf des jetzt im Schwei­zer „Tages­an­zei­ger“ erschie­ne­nen Bildes.  Als ich den Lou­vre besuch­te, befand ich mich unter ihm. Sie dringt mit ihrer glä­ser­nen Spit­ze in eine Ein­kaufs­pas­sa­ge ein. Ihr Metall­git­ter­werk teilt den blau über Paris leuch­ten­den Him­mel in ver­schie­de­ne Seg­men­te. Die mono­to­ne Ein­kaufs­pas­sa­ge erfährt durch den durch­sich­ti­gen Glas­ke­gel eine dra­ma­ti­sche Zuspit­zung. Erhöht wird die­se durch einen zusätz­li­chen wie ein Sta­lag­mit auf­stei­gen­den Kegel. Jetzt ist der ame­ri­ka­nisch-chi­ne­si­sche Archi­tekt…

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    Porto hat J.K. Rowling angeregt

    Por­to hat J.K. Row­ling ange­regt: Es ist inspi­rie­rend, sich Rei­se­sei­ten aus­län­di­scher Medi­en anzu­schau­en. Denn sie ver­mit­teln oft eine ande­re Per­spek­ti­ve auf Urlaubs­or­te. Somit bie­tet sich eine gute Chan­ce, den Urlaub etwas anders zu ver­brin­gen als die Mehr­heit der Deut­schen und sie vom Main­stream abzuheben. Die­ser Tage emp­fiehlt die däni­sche Zei­tung Ber­lings­ke einen Auf­ent­halt in Por­to, die Haupt­stadt des Dou­ro-Tals. Die Autorin Els­ebeth Mou­rit­zen ver­weist zunächst auf die übli­chen Kli­schees wie zum Bei­spiel Port­wein und die Kachel­kunst in und an den Gebäu­den der Stadt. Doch Por­to kön­ne es auch mit Lis­sa­bon auf­neh­men, was Kunst, Archi­tek­tur und Folk­lo­re angehe. J.K. Rowling lebte in Porto Der Rei­sen­de zählt sich nicht zu den Lesern der…

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    Provinzhauptstadt schlägt Weltstadt

    Neu­lich habe ich eine span­nen­de Ver­fil­mung über Maxi­mi­li­an von Öster­reich und Maria von Bur­gund gese­hen. Ich dach­te nur, das gibt es doch nicht, denn ich besich­tig­te vor eini­ger Zeit eine Kapel­le in Lil­le, in der Maria gebe­tet haben soll. Und zur­zeit befas­se ich mich durch die por­tu­gie­si­sche Geschich­te viel mit Mari­as Zeit, also mit dem 16. Jahr­hun­dert, da es von Por­tu­gals Zeit als Welt­macht vie­le schö­ne Din­ge zu sehen gibt. Die­se schlich­te Kapel­le befin­det sich heu­te im Rat­haus von Lil­le, zu Mari­as Zei­ten eine der reichs­ten Städ­te Euro­pas. Hoch­ge­kom­men waren die Bür­ger durch Tuch­han­del. Noch heu­te ist Tuch aus Flan­dern in Adels­sit­zen zu fin­den in Form von pracht­vol­len Wand­tep­pi­chen und ein­ge­web­ten…

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    Spaniens tolle Museen und Tapasbars

    Etwas über­trie­ben fin­de ich es ja, wenn “Die Pres­se” in Wien mit der Über­schrift eines Arti­kels sug­ge­riert, Madrid sei die Haupt­stadt der Tapas. Da gibt es bes­se­re spa­ni­sche Städte. Ich tei­le aller­dings die Ansicht, dass die Muse­en in Madrid sehr gut sind. Und ich bin froh, dass auch mal ein ande­res genannt wird als der Pra­do. Die­ses Muse­um kommt natür­lich auch im Arti­kel vor mit­samt Picas­sos Guer­ni­ca­bild, was ich scha­de fin­de, denn dort geht ohne­hin “jeder” Madrid­be­su­cher mal hin. Besu­chen­swert ist etwa das pri­vat geführ­te See­fahrts­mu­se­um, denn Spa­ni­en war mal eine Macht auf See, und dort erfährt man dann auch war­um und wie dies das Land prägte. Im Muse­um “Rei­na…

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    Wie auf einem ganz anderen Kontinent

    War­um in die Fer­ne schwei­fen, wenn das Gute liegt so nah. Vor eini­ger Zeit besich­tig­te ich mit einer Freun­din Düs­sel­dorf. Am Inter­es­san­tes­ten fan­den wir das Japan­haus. In der Stadt leben durch die Ansied­lung japa­ni­scher Unter­neh­men vie­le Asia­ten. Im Japan­haus fin­den deren Mit­ar­bei­ter ein Stück Hei­mat. Es gibt dort einen Gar­ten, der die Land­schaf­ten Japans nach­bil­det, so dass Besu­cher dort medi­tie­rend her­um­wan­deln kön­nen. Exo­tisch muten uns auch die Räu­me an, vor allem der Tempel. Etwas außer­halb liegt bei Mett­mann das Nean­der­tal-Muse­um. Nicht nur die Aus­stel­lung besticht durch ihre Leben­dig­keit, son­dern auch die schö­ne Land­schaft, in der ein Ske­lett aus der Stein­zeit gefun­den wur­de. Gut ein­ge­bet­tet ist ein Gehe­ge mit Tie­ren, die…

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    Porto 6 Tage, 7 Nächte

    Eine Woche blei­be ich in Por­to. Ich freue mich rie­sig dar­auf. Heu­te oder mor­gen kom­me ich an. Unter­kunft und Rück­flug sind schon gebucht. Sie­ben Näch­te in zen­tra­ler Lage an der Ave­ni­da dos Ali­a­dos. Dann wer­de ich recher­chie­ren, was die See­le der Stadt aus­macht, mög­lichst abseits vom Rei­se-Main­stream. Mal schau­en, wie oft ich mein Rad noch brau­che. Ich benö­ti­ge drin­gend neue Brems­kör­per, bin froh, dass ich die Schluss­etap­pe gut über­stan­den habe. Ein freund­li­cher Mecha­ni­ker ver­kauf­te mir ges­tern wel­che und schrieb mir Tipps auf, was ich auf jeden Fall besu­chen soll­te. Er spru­del­te fast schon über. likeheartlaugh­terwowsadangry0

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    Ist das Centre Pompidou eine Garage?

    Ist das Cent­re Pom­pi­dou eine Gara­ge? Lan­ge Röh­ren füh­ren an der ver­glas­ten Fas­sa­de ent­lang. Metall­stre­ben wir­ken wie Bau­ge­rüs­te. Das berühm­te Muse­um Cent­re Pom­pi­dou in Paris wirkt eher wie eine gro­ße Gara­ge als eine Stät­te berühm­ter moder­ner Kunst­wer­ke. Sicher soll­te der Bau mal sehr modern auf Betrach­ter wir­ken. In Deutsch­land sehen ihm tech­ni­sche Gebäu­de man­cher Uni­ver­si­tä­ten und Fach­hoch­schu­len ähn­lich wie zum Bei­spiel an der Cor­ren­sstra­ße in Müns­ter. Doch heu­te wirkt die­ser Stil kalt und abwei­send. Der Rei­sen­de geht in sei­nem Kul­tur­rei­se­füh­rer “Müns­ter Stadt der Skulp­tu­ren” näher auf das archi­tek­to­ni­sche Pro­blem ein. Ist der Stil zeit­lo­ser Gebäu­de eine Lösung? Oder ist die Mode einer bestimm­ten Epo­che span­nen­der, da es um den Zeit­geist geht?…

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    Louvre: Selfie-Chaos um Mona Lisa

    Was für ein Cha­os! Sel­fie-Cha­os vor der Mona Lisa! In Muse­en geht der Rei­sen­de ger­ne und stun­den­lang. Dann erfährt er mehr über die Kul­tur eines Lan­des, einer Regi­on, damit er gut dar­über schrei­ben kann. Für heu­te haben sich Alex­an­dra und er das Muse­um Lou­vre in Paris vor­ge­nom­men. Dies ist unum­gäng­lich. Bei einer Städ­te­rei­se soll­ten weder das Vasa-Muse­um in Stock­holm, der Pra­do in Madrid noch das Natio­nal­mu­se­um in Kopen­ha­gen aus­ge­spart wer­den. Es sei denn, man hat nur Tivo­li oder fies­ta im Kopf. Der Mona Lisa gilt der Besuch nicht in ers­ter Linie. Und in den meis­ten Abtei­lun­gen ent­kommt man auch dem Sel­fie-Cha­os im Lou­vre. Es gibt vie­le ande­re Welt­kunst im Ori­gi­nal zu…

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    Mit Schulbuchbildern nach Paris

    Obwohl Freun­din Alex­an­dra im Tou­ris­mus­sek­tor arbei­tet, hat sie eini­ges in Euro­pa noch nicht gese­hen. Schon lan­ge plant sie, sich berühm­te Metro­po­len anzu­schau­en. Franz Kaf­kas “Der Pro­zess” liegt auf dem Nacht­schrank. Des­sen sur­rea­lis­ti­sche Schil­de­run­gen lös­ten den Wunsch aus, sich Prag anzu­schau­en. Kaf­ka ist in Prag auf die Welt gekom­men. Die anti­ke Mit­tel­meer­welt hat sie schon in der Schu­le fas­zi­niert. Daher will sie auch nach Athen flie­gen, um sich berühm­te Tem­pel anzu­schau­en. In Geschich­te hat sie sich auch mit Fran­zö­si­scher Revo­lu­ti­on und Son­nen­kö­nig Lud­wig XIV. aus­ein­an­der­ge­setzt. Mit Schul­buch­bil­dern im Kopf begibt sie sich jetzt nach Paris. Die in Paris gefäll­ten Ent­schei­dun­gen bezüg­lich fran­zö­si­scher Erobe­rungs­gier waren deut­lich in ihrem Hei­mat­land Por­tu­gal in Form gro­ßer…