Architekt der Louvre-Pyramide mit 102 Jahren gestorben

Fast jeder, der einmal Paris besucht hat, dürfte sie kennen: die Pyramide auf dem Louvre. Von oben finde ich sie gar nicht so beeindruckend. Denn sie unterscheidet sich nicht wirklich von anderen ähnlichen Werken. Daher fotografierte ich sie auch nicht dort wie der Fotograf des jetzt im Schweizer „Tagesanzeiger“ erschienenen Bildes.

Louvre-Pyramide

Als ich das Louvre besuchte, befand ich mich unter ihr. Sie dringt mit ihrer gläsernen Spitze in eine Einkaufspassage ein. Ihr Metallgitterwerk teilt den blau über Paris leuchtenden Himmel in verschiedene Segmente. Die monotone Einkaufspassage erfährt durch den durchsichtigen Glaskegel eine dramatische Zuspitzung, die durch einen zusätzlichen wie ein Stalagmit aufsteigenden Kegel erhöht wird. Jetzt ist der amerikanisch-chinesische Architekt Ieoh Ming Pei im hohen Alter von 102 Jahren gestorben.

Den kompletten Artikel des Tagesanzeigers über den Architekten findest Du auf

https://www.tagesanzeiger.ch/kultur/architektur/architekt-der-louvrepyramide-mit-102-jahren-gestorben/story/23624074

Film: Abenteuer Museum. LaM in Lille

Zwei Hasen schauen einander an. Einer überreicht dem anderen etwas. Erwartungsvoll öffnet dieser die Arme. Die beiden Skulpturen sind die Publikumslieblinge im Museum für moderne Kunst, zeitgenössische Kunst und Art brut in Lille (LaM). Jeder sieht sofort, dass der Künstler im Grunde eine Frau und einen Mann geschaffen hat, die miteinander tanzen. Über den Humor verbinde man zeitgenössische eigentlich nicht., sagt eine der Kuratorinnen. Doch so wolle man die Besucher an aktuelle Themen heranführen

Hasen

Abenteuer Museum. Das LaM in Lille“ – der arte-Film vermittelt sehr gut das Besondere dieses Museums. Es stellt die verstaubten Kunstmuseen in Paris in Sachen Kunstvermittlung klar in den Schatten. In Paris werden wertvolle Gemälde bloß zur Schau gestellt. Dabei sind die Einnahmen durch die hohe Zahl der Besucher sicher üppig, um eine gute Museumsdidaktik aufzubauen. Doch das scheint man nicht für nötig zu halten. Kein Wunder, dass ins Louvre zum Beispiel die Selfie-Kultur vor der Mona Lisa eingezogen ist.

Ebenso arbeitet der Film gut die besondere Lage der Kunsthalle heraus. Es liegt außerhalb Lilles in einem Park. Es sind Jogger zu sehen, die auch dazu eingeladen sind, sich die Bilder und Skulpturen anzuschauen. Lille liegt nahe an Belgien und England, öffnet sich so aus Sicht der Franzosen nach „Nordeuropa“. Das Museum soll zum Alltag der Menschen gehören, Teil eines Netzwerkes sein.

In einer Reportage stelle ich die drei spannenden Museen LaM, Tripostal und Palais des Beaux-Arts vor. Interessierte Redakteure dürfen sich gerne bei mir melden.

Der sehenswerte Film steht in der Mediathek zur Ansicht bereit. Schnell anschauen, bevor er wieder abgesetzt wird.

Weiterführende Links:

Auszug aus Reportage über Lilles spannende Museen

arte Film: Abenteuer Museum

LaM – Lille Métropole, musée d’art moderne, d’art contemporain et d’art brut