Schönste Kultur- und Reisefilme im TV

Schöns­te Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV: Durch­strei­fen & Erle­ben ver­sorgt Abon­nen­ten regel­mä­ßig mit den bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­men im TV-Pro­gramm. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Dies­mal erwar­tet alle ab heu­te die Län­der-Aus­wahl Deutsch­land, Frank­reich, Por­tu­gal, Schwe­den und Spa­ni­en. Wie­der­ho­lun­gen machen sich in die­ser Über­sicht bewusst rar. Denn vie­le von ihnen ste­hen schon in zuvor ver­öf­fent­lich­ten Newslettern.

Noch heu­te sträu­ben sich dem Rei­sen­den die Nacken­haa­re, wenn er “Wald­brand” hört. Er hat näm­lich nicht nur ein­fach Qualm vor einer Lan­dung in Faro vom Flug­zeug aus gese­hen. Die Wahr­neh­mung aus der Vogel­per­spek­ti­ve war schon beklem­mend genug. Als er 2017 mit dem Moun­tain­bike mona­te­lang in nord­west­li­chen Teil der Ibe­ri­schen Halb­in­sel unter­wegs war, erleb­te er in der Nähe von Sant­ia­go de Com­pos­te­la einen gro­ßen Brand aus nächs­ter Nähe. Er emp­fand sogar Todes­angst. In die­sem Arti­kel könnt ihr die Stim­mung des Rad­lers und der Bevöl­ke­rung in einem Dorf gut nacherleben.

Naturschutz im Centro de Portugal

Mit dem Natur­schutz neh­men es die Por­tu­gie­sen mitt­ler­wei­le ernst. Und auch die Spa­ni­er. Denn nur so kann die Gefahr von Wald­brän­den erheb­lich ver­min­dert wer­den. Der Rei­sen­de besuch­te mit dem Bio­lo­gen Antó­nio die “Faia Bra­va” in der Nähe von Cas­te­lo Rodri­go. Er betreut das Natur­re­ser­vat im Cen­tro de Por­tu­gal mit einer Grup­pe vie­ler Frei­wil­li­ger. Sie fors­ten das Gebiet auf, las­sen Tüm­pel wie­der auf­le­ben, las­sen Tie­re das Gras nied­rig hal­ten. Hier gab es einst Land­wirt­schaft. Heu­te leben im Natur­schutz­ge­biet Greif­vö­gel wie Gei­er und Schlan­gen wie Vipern. Mal schau­en, was der Bei­trag „Vom Feu­er bedroht, Wald­brand in Por­tu­gal“ auf 3sat an Lösun­gen bietet.

Und was erwar­tet einen schon ab heu­te unter “Schöns­te Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV”?


SaSoMiDoFr
Deutsch­land

Urlaub rund um Dort­mund, WDR, 20.15 UhrAus­ge­rech­net: Nord­see, WDR, 21.00 UhrDie Rück­kehr der Biber, arte, 17.50 UhrWil­der Rhein, arte, 17.50 Uhr
Frank­reich
Bor­deaux und Süd­wes­ten Frank­reichs, SWR, 16 Uhr

Frank­reich mild und wild, arte, 17.50 Uhr
Wil­des Elsass, arte, 18.30 Uhr

Por­tu­galPor­to, SWR, 17.00 Uhr

Vom Feu­er bedroht, Wald­brand in Por­tu­gal, 3sat, 23.15 Uhr
Schwe­den
Schwe­dens Seen­land, SWR, 20.15 Uhr


Spa­ni­enUnbe­kann­tes Mit­tel­meer, MDR, 13.15 Uhr



Schöns­te Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV
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Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sor­ge ich euch mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Dies­mal sind nach der Mas­se an Dokus in der ver­gan­ge­nen Woche nur Deutsch­land, Por­tu­gal und Öster­reich ver­tre­ten. Am meis­ten erfah­ren wir dies­mal über Desti­na­tio­nen in Deutsch­land, was wohl an Coro­na man­gels Rei­se­mög­lich­kei­ten liegt. Einen Down­load-Link des Pro­gramms fin­det ihr wie immer im pdf-Format.

Emp­feh­len kann ich den Film über Natur­parks in Por­tu­gal. Ich sah ihn schon. Die Ser­ra da Est­re­la ken­ne ich gut, da ich dort mehr­fach recher­chier­te, einen Rei­se­füh­rer dar­über ver­fass­te. Die Regi­on liegt im Cen­tro. Sie besticht durch hohe Ber­ge und Juwe­len-Dör­fer. Die Regi­on ist gut mit dem Rad zu berei­sen, da die Stre­cken auf der von mir emp­foh­le­nen Rund­stre­cke nicht steil sind. Zwei Wochen kannst Du die Regi­on ohne Mus­kel­ka­ter erkunden.

Gera­de schau­te ich noch, wo der Natur­park Pene­da-Gerês liegt. Dabei stell­te ich fest, dass ich nah dran war, als ich von Sant­ia­go de Com­pos­te­la nach Xin­zo de Limia fuhr. Daher kann ich mir vor­stel­len, wie es dort aus­sieht. Es ist ber­gig. Ich kur­bel­te auf Ser­pen­ti­nen stun­den­lang berg­auf und ‑ab, genoss Aus­bli­cke, Adler und Gei­er und Cafés in Dör­fern. Eine in einer hoch gele­ge­nen Sied­lung ober­halb eines Stau­sees leben­de alte Frau stöhn­te „Mein Gott“, als sie mich her­auf­kom­men sah. Wahr­schein­lich mal­te sie sich mei­ne Lei­den aus. Aber da es auch lan­ge Täler gibt, konn­te ich mich immer aus­ru­hen. Außer­dem ver­bren­ne ich immer ordent­lich Kalo­rien. Neu­lich radel­te ich 123 Kilo­me­ter von Müns­ter nach Wett­rin­gen und wie­der zurück: 2760 Kalo­rien. Viel muss­te ich also nicht heraufschleppen. 

Außer mir radel­ten auch zwei Mädels mit Zelt durchs Dorf. Sonst schei­nen fast nur Pil­ger auf dem Jakobs­weg durch­zu­kom­men. Daher hielt mich die Frau wohl für etwas Beson­de­res. Ich reagier­te spä­ter ähn­lich ent­setzt, als ich Spu­ren der Ver­wüs­tung durch Bau­ar­bei­ten ent­lang der Ser­pen­ti­nen sah. Ein Tun­nel wur­de ver­brei­tert, um eine Schnell­ver­bin­dung für Züge von A Coru­ña nach Madrid her­zu­stel­len. Ein Jäger ver­si­cher­te mir, dass die­se Spu­ren bald wie­der besei­tigt würden.

Sonst gibt es im Fern­se­hen viel über die Eifel zu sehen. Da vor den Toren Bonns, wor­über auch eine Doku läuft, wan­de­re ich dort oft mit Freun­den. Beson­ders Kur­gäs­te wis­sen die Gegend zu schät­zen, da es zum Bei­spiel gesun­des Ther­mal­was­ser in Bad Neuen­ahr gibt. Neu­lich las ich, dass aktu­ell in der Gegend um Hel­len­thal Nar­zis­sen blüh­ten. Vie­le Gebie­te wür­den gelb leuch­ten. Ich ken­ne das nur vom Gins­ter, der ab dem Som­mer blüht. Emp­feh­lens­wert ist auch eine Wan­de­rung bei Maria Laach. Denn dort spru­delt Koh­len­säu­re an die Ober­flä­che eines Sees. Die Gegend steckt vol­ler Maa­re. Vul­ka­ne sind sogar aktiv, aber nur schwach. 

Es gibt also auch in Coro­na-Zei­ten viel in der eige­nen Gegend zu ent­de­cken, wenn Du so mutig bist, alte Wege zu ver­las­sen und neue zu beschreiten.


SoMoDiFr
Deutsch­landEifel – Die schöns­ten Bade­se­en und Tal­sper­ren, WDR, 15.00 Uhr

Wil­de Eifel – Grü­nes Herz im Wes­ten, WDR, 15.15 Uhr

Wan­de­run­gen von der Mosel bis an den Rhein, SWR, 15.45 Uhr
Von der Elbe bis zur Ems, NDR, 20.15 UhrBoom­town Bonn, Neu­er Glanz in alter Haupt­stadt, Phoe­nix, 17.15 UhrDas grü­ne Herz West­fa­lens, ein Wald im Wan­del, WDR, 20.15 Uhr

Wat­ten­meer, Klei­ne Inseln, gro­ße Chan­cen, NDR, 20.15 Uhr
Öster­reich
Alpen­ju­we­len – Zu Fuß von der Zug­spit­ze nach Bozen, SWR, 15.45 Uhr

Por­tu­gal
Natur­parks in Por­tu­gal, Pene­da-Gerês, Ser­ra da Est­re­la, arte, 17.50 Uhr

Natur­parks in Por­tu­gal, Madei­ra, arte 18.30 Uhr

Natur­parks in Por­tu­gal, Rio For­mo­sa, arte, 17.50 Uhr

TV-Dokus Rei­se und Kultur
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Reisen auf den Spuren des Don Quijote

In mei­nem Leben habe ich wahr­schein­lich schon eini­ge Bur­gen gese­hen, die in Miguel de Cer­van­tes Roman „Don Qui­jo­te“ vor­kom­men. Ich sah eine von ihnen sogar zufäl­lig schon zwei­mal, war über­rascht, als ich sie vor eini­gen Mona­ten beim Radeln auf einem Hügel inmit­ten einer fla­chen Ebe­ne wie­der­erkann­te. Unter­halb des Hügels fließt ein Fluss, mit dem man wahr­schein­lich die alte Stadt schütz­te. Auf einer lan­gen Schlei­fe muss man zur Burg her­auf­fah­ren, was mich eini­ge Mil­li­li­ter Schweiß kos­te­te. Ich erin­ner­te mich ange­sichts eines Gelän­ders und eini­ger Bän­ke an der Flan­ke des Hügels dar­an, mich hier schon ein­mal her­auf­ge­schraubt zu haben.

Hier war ich bereits vor eini­gen Jah­ren mit mei­nem dama­li­gen Kum­pel Dom­in­go aus Mála­ga auf der Via de la pla­ta unter­wegs. Der von Süden von her­auf­kom­men­de Teil des Jakobs­we­ges führt von Sevil­la nach Sant­ia­go de Com­pos­te­la. Die Burg selbst befin­det sich in Pue­bla da San­ab­ria in der Nähe von Zamo­ra – eine rich­ti­ge Rit­ter­burg mit Zin­nen auf fes­ten Tür­men. Sie schaut nach Astu­ria­nos und Zamo­ra. Dane­ben sieht man links und rechts Tei­le der Stadt­mau­er, direkt dane­ben eine Kir­che. Vor der Burg gibt es einen Platz mit zwei offen­bar unbe­wohn­ten Häu­sern. Von hier oben kann man weit in die Land­schaft schau­en. Damals konn­te man also sehr leicht Bewe­gun­gen feind­li­cher Trup­pen wahr­neh­men. Links erhe­ben die Ber­ge von der Land­schaft bei Ourense. Die­se lagen aber schon hin­ter mir, immer zwi­schen 900 und 1300 Metern Höhe pendelnd. 

Burg in Pue­bla de Sanabria

Mir kam ein Wan­de­rer aus Fran­ken ent­ge­gen, den ich zuvor schon auf dem Jakobs­weg getrof­fen hat­te. Ich frag­te ihn, ob es sich loh­ne, die drei Euro in einen Besuch zu inves­tie­ren, aber er mein­te, außer Stei­nen gäbe es nichts zu sehen. Dann fand ich eine Infor­ma­ti­on, die mir sag­te, dass Cer­van­tes die­se Burg mög­li­cher­wei­se gekannt habe. Denn in sei­nem Roman zie­hen Don Qui­jo­te und San­cho Pan­sa durch San­ab­ria. Heu­te zieht es eher Wan­de­rer in die nahen Ber­ge, die durch ihre Höhe und Ein­sam­keit bestechen.

Ob ich in mei­nem Leben noch mehr Stät­ten aus dem Qui­jo­te-Roman gese­hen habe, weiß ich nicht. Wohl eher zufäl­lig. Wenn Du eini­ge sehen willst: Weit ent­fernt in Kas­ti­li­en-La Man­cha haben sich jetzt Gemein­den nahe Tole­do zusam­men­ge­schlos­sen. Sie kre­ierten eine tou­ris­ti­sche Rou­te auf den Spu­ren des Qui­jo­te, schreibt die spa­ni­sche Zei­tung „El Mun­do“. Du kannst dort den Tauf­schein Cer­van­tes in der Kir­che San­ta Maria la Mayor in Alcá­zar de San Juan anschau­en. Ob er es aber wirk­lich ist, ist nicht gesi­chert. Im Ort kannst Du auch das Muse­um Form­ma besu­chen, wo sich die Töp­fe­rei­kunst der Regi­on präsentiert.

Ein­be­zo­gen ist auch die Höh­le von Medra­no, in der de Cer­van­tes gefan­gen gehal­ten wur­de. Dort soll er die ers­ten Kapi­tel des Romans geschrie­ben haben. Dar­über hin­aus kannst Du das Hin­ter­zim­mer der Aka­de­mi­ker von Arga­ma­s­il­la, das Schloss von Peñar­roya und die Kir­che von San Juan Bau­tis­ta sehen. Ein attrak­ti­ves Ziel soll auch der Natur­park der Lagu­nas de Rui­de­ra sein, eines der gro­ßen spa­ni­schen Feuchtgebiete.

In Cam­po de Cripta­na ste­hen Wind­müh­len, die Miguel de Cer­van­tes inspi­rier­ten. Dort kämpf­te Don Qui­jo­te gegen Rie­sen. Das dort lie­gen­de Gebir­ge und das Vier­tel von Albaicín sei­en der Zenit des cer­van­ti­ni­schen Welt­li­te­ra­tur, schreibt El Mun­do. Es exis­tie­re kein bes­se­rer Ort, um die Pracht der Man­cha erfas­sen. Am jedem ers­ten Sonn­tag eines Monats kann man sich am Mah­len die­ser Müh­len erfreu­en, die noch gut erhal­ten sein sol­len und sogar damals ver­wen­de­te Maschi­nen in sich bergen.

Abschlie­ßend kannst Du Dich nach El Tobo­so bege­ben, wo es vor allem um Dul­ci­nea geht. Es gebe dort, so schreibt El Mun­do, das Muse­um „Casa de Dul­ci­nea“ sowie typi­sche Häu­ser der Ade­li­gen und der rei­chen Land­wir­te der Man­cha aus dem 16. Jahr­hun­dert. Viel Spaß auf einer Dei­ner nächs­ten Reisen.

Den kom­plet­ten spa­ni­schen Arti­kel fin­dest Du auf http://www.elmundo.es/viajes/espana/2019/04/18/5cb445d521efa0151b8b46b6.html

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Versuche einer Symbiose zwischen Tourismus und Umwelt

Wenn Du in Spa­ni­en Urlaub auf dem Land machst, sind die­se Gegen­den ziem­lich ein­sam: Ich selbst fin­de das geni­al, weil ich die Ruhe genie­ße und dort viel öfter als in Städ­ten net­te Leu­te tref­fe, die mich auf einen Kaf­fee nach Hau­se mit­neh­men, mir ihren Hof­gar­ten zum Cam­pen anbie­ten. Inter­es­san­te Geschich­ten kom­men auch oft dabei her­aus, die ich dann wei­ter für Dich recher­chie­ren kann. Aller­dings ver­wirrt es auch, wenn ich nach Tagen auf ein­sa­men Wegen in eine Stadt wie Sant­ia­go de Com­pos­te­la kom­me. Dort muss ich mich erst wie­der an den Ver­kehr und die Men­schen­mas­sen gewöhnen.

Beson­ders ein­sam ist es im Nor­den des Lan­des gele­ge­nen Astu­ri­en, das sich der Fran­cis Pan­chá, Autor der spa­ni­schen Zei­tung El Pais, vor­ge­nom­men hat: Dort gebe es sogar mehr Hun­de als unter 20-Jäh­ri­ge. Aber jähr­lich ström­ten Tau­sen­de von Tou­ris­ten in die klei­nen Orte der Pro­vinz, die einer­seits Natur­pa­ra­dies, ande­rer­seits ein lee­res Para­dies sei. Sie woll­ten sich in Euro­pas ers­tem Natio­nal­park Picos de Euro­pa erho­len, der vor gut hun­dert Jah­ren ein­ge­weiht wor­den sei. Ein Son­der­fall in Spa­ni­en: Denn in dem Gebiet leb­ten und arbei­te­ten auch Men­schen, schreibt Pan­chá. Dies ver­su­che man jetzt bes­ser mit tou­ris­ti­schen Kon­zep­ten zu ver­ei­nen, um zum einen die Umwelt zu scho­nen, zum ande­ren Abwan­de­rung zu ver­mei­den. Tou­ris­ten sol­len lokal erzeug­te Pro­duk­te ver­brau­chen, die die Exis­tenz­grund­la­ge der Ein­hei­mi­schen sichern.

So set­ze sich die Stif­tung Bart­gei­er (Fund­a­ción Que­bran­ta­hu­e­sos) für die Wie­der­an­sied­lung die­ser Vogel­art ein. Man rech­ne mit mehr Besu­chern, die sich auf ein reich­hal­ti­ges kuli­na­ri­sches Erleb­nis freu­en könn­ten. Denn in Astu­ri­en gebe es vie­le Land­wir­te, die sich auf die Zucht von Läm­mern und Zie­gen spe­zia­li­siert haben. Man hat sogar zusam­men eine Brief­mar­ke unter dem Mot­to „Nah­rung durch Viel­falt“ entwickelt.

An der Cos­ta de Sol fand Pan­chá in Ner­ja bei Mála­ga eben­falls Bemü­hun­gen, den Tou­ris­mus mit der Umwelt zu ver­ei­nen. Dort gebe es das Pro­blem, dass die Zahl der Besu­cher im Win­ter nach­las­se. Wer dort anrei­se, inter­es­sie­re sich für die Natur­parks Acan­ti­la­dos Maro — Cer­ro Gordo und Sier­ra Almi­ja­ra. Beson­der­hei­ten dort: die dort leben­de spa­ni­sche Zie­ge, rote Koral­len und ein wei­ter Blick nach Nordafrika.Man habe es geschafft, Wan­der­tou­ris­ten anzu­zie­hen, die auf wie­der­her­ge­stell­ten alten Römer­stra­ßen und Maul­tier­pfa­den unter­wegs seien.

Auch in Gre­dos bei Àvi­la nord­west­lich von Madrid fand Pan­chá einen wei­te­ren dünn besie­del­ten Ort mit ähn­li­chen Bestre­bun­gen: Dort zäh­le man Gins­ter und den Him­mel zu den Beson­der­hei­ten der Regi­on. Daher gebe es seit eini­ger Zeit ein Fes­ti­val rund um den Gins­ter. Man wol­le so Bota­nik und aus der Pflan­ze erstell­te hand­werk­li­che Pro­duk­te wie Dach­be­de­ckun­gen, Besen und Stroh­sä­cke mit­ein­an­der ver­ei­nen, ver­spre­che sich aber auch davon, den Zusam­men­halt der loka­len Bevöl­ke­rung zu för­dern. Denn alle Dör­fer der Regi­on schmück­ten sich damit von Mit­te Mai bis Mit­te Juni und wür­den mit Prei­sen dafür belohnt. Schon im April wol­le man Besu­cher mit der Beob­ach­tung des Uni­ver­sums anlo­cken. Man sei stolz auf das kürz­lich ver­lie­he­ne Star­light-Zer­ti­fi­kat. Denn der Him­mel wei­se hier eine außer­ge­wöhn­li­che atmo­sphä­ri­sche Klar­heit auf. Gins­ter und Him­mel – loka­le Res­sour­cen, die immer exis­tiert haben, wer­den jetzt tou­ris­tisch genutzt.

Den voll­stän­di­gen spa­ni­schen Text fin­dest Du unter

https://elviajero.elpais.com/elviajero/2019/04/05/actualidad/1554453543_788004.html

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Sauberkeit spanischer Urlaubsziele untersucht

Sau­ber­keit spa­ni­scher Urlaubs­zie­le unter­sucht: Gali­cier gel­ten in Spa­ni­en als fröh­li­ches Volk. Als der Rei­sen­de vor eini­gen Mona­ten in Sant­ia­go de Com­pos­te­la gas­tier­te, waren die Bars abends im Zen­trum immer gut gefüllt. Es war schwie­rig, dort einen Platz zu bekom­men. An vie­len Orten wird musi­ziert. Noch heu­te nimmt der Dudel­sack eine her­vor­ra­gen­de Rol­le ein. Das liegt nicht nur dar­an, dass Sant­ia­go eine wich­ti­ge Pil­ger­stadt ist. Daher tref­fen vie­le Men­schen aus der gan­zen Welt täg­lich in der Stadt ein. Ähn­lich gepolt sind auch die Men­schen in Städ­ten wie A Coru­ña oder Ourense.

Doch wie sau­ber sind spa­ni­sche Städ­te? Für jeden ist es ent­täu­schend, am Urlaubs­ort anzu­kom­men und fie­se mensch­li­che Hin­ter­las­sen­schaf­ten vorzufinden.

Die Tages­zei­tung „La Voz de Gali­cia“ ver­öf­fent­licht jetzt einen Arti­kel über die Sau­ber­keit 60 spa­ni­scher Städ­te. Am sau­bers­ten sind Ovie­do, Bil­bao und Vigo. Feder­füh­rend ist die Orga­ni­za­ción de Con­sum­i­do­res y Usua­ri­os (OCU).

Die­sen drei Städ­ten gegen­über schnei­den die Hafen­stadt A Coru­ña und das Städt­chen Lugo rela­tiv schlecht ab. Lugo hat sich dem­nach sogar ver­schlech­tert in den ver­gan­ge­nen Jah­ren, Vigo hin­ge­gen ver­bes­sert. Die ers­te Stu­die dar­über wur­de 1995 ver­öf­fent­licht. Die letz­te Unter­su­chung ist vier Jah­re her.

Der Ver­fas­ser des Arti­kels sieht eine Ursa­che für die Sau­ber­keit dar­in, dass Städ­te bereit sind, in Sau­ber­keit zu inves­tie­ren. So gibt die Stadt Vigo 71 Euro pro Ein­woh­ner aus. Hin­ge­gen liegt A Coru­ña mit 43 Euro deut­lich niedriger.

Ärger gilt Exkrementen, wilden Plakaten sowie ungepflegten Parks

Vo allem ärgern sich die Bewoh­ner A Coru­ñas über wil­de Graf­fi­ti und Pla­ka­te sowie Exkre­men­te auf den Wegen. Auch schlech­te Müll­be­sei­ti­gung wer­den bemän­gelt und die man­geln­de Pfle­ge der Grün­an­la­gen. Eben­so wird die Ver­nach­läs­si­gung der Außen­vier­tel der Stadt genannt. Hin­ge­gen schnei­det die Qua­li­tät der Luft gut für eine Stadt die­ser Grö­ße ab. Denn sie ist ein wich­ti­ger Industriestandort.

Schlecht schnei­det auch die Römer­stadt Lugo ab. Durch die­se kommt auch man­cher Jakobspil­ger auf dem Weg nach Sant­ia­go. Die „Stadt der römisch-anti­ken Mau­ern“ erhält nur bei der Bewer­tung der Luft­qua­li­tät gute Noten. Bemän­gelt wer­den aber die Sau­ber­keit der Stra­ßen und die Instand­hal­tung der Park­an­la­gen. Ähn­lich schlecht bewer­tet man auch, dass Exkre­men­te vor­han­den sind und Müll schlecht besei­tigt wird.

Etwas bes­ser scheint es hin­ge­gen in Städ­ten wie Pon­te­ve­dra und Ourense aus­zu­se­hen. Die lie­gen in der Mit­te der 60 bewer­te­ten Städ­te. Ourense hat aber auch eine attrak­ti­ve Alt­stadt. Jakobspil­ger kön­nen ihre Glie­der kos­ten­los im Was­ser einer Ther­mal­quel­le aus­stre­cken. Die Sau­ber­keit in Pon­te­ve­dra wird wohl­wol­lend zur Kennt­nis genom­men. Dort muss sich dort zuletzt eini­ges getan haben. Denn die Stadt macht im Ran­king einen gro­ßen Satz nach vorne.

Bilbao macht großen Satz nach vorne

Dies trifft auch auf die bas­ki­sche Metro­po­le Bil­bao zu. Sie ist eben­so wie A Coru­ña eine alte Indus­trie­stadt. Bil­bao mach­te von allen unter­such­ten Städ­ten den größ­ten Sprung nach vor­ne. In Ourense sieht es etwas schlech­ter aus. Gut schnei­det wie­der­um die Luft­qua­li­tät ab. Ledig­lich in Lérez ist man mit der Sau­ber­keit und dem Zustand der Grün­an­la­gen sehr zufrie­den. Aller­dings stört die Ein­woh­ner der Anblick von Kot erheblich. 

Sau­ber­keit spa­ni­scher Urlaubs­zie­le unter­sucht: Mal schau­en, wie es bei der nächs­ten Unter­su­chung aus­sieht. Sau­ber­keit am Urlaubs­ziel betrifft ja auch Tou­ris­ten und nicht nur die Ein­woh­ner. In Laxe, dem nächs­ten Ziel auf dem Pil­ger­weg, ist die Welt aber noch in Ordnung.

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Tap-tap-tap — Pilger in Uniform

Jetzt hat auch die “Washing­ton Post” die Jakobs­we­ge in Spa­ni­en ent­deckt: Tap-tap-tap — Pil­ger in Uni­form. Die Zei­tung nör­gelt jedoch zu sehr dar­über. Das kann dar­an lie­gen, dass Autorin Jea­ni­ne Baro­ne dort nur wenig gepil­gert ist. Der Rei­sen­de hat hin­ge­gen den Jakobs­weg auf dem Rad bestrit­ten. Er kennt mitt­ler­wei­le vier ver­schie­de­ne Rou­ten: den Küs­ten­weg Cami­no de la Cos­ta, den Cami­no fran­cés sowie die Via de la pla­ta. Kürz­lich radel­te er noch auf dem Camin­ho Por­tu­guês von Por­to nach Sant­ia­go. Daher ver­fügt er schon über reich­lich Erfah­rung. Eine Jakobs­weg­mu­schel hängt dem­entspre­chend als Talis­man am hei­mi­schen Kleiderschrank.

Nur dem Argu­ment Baro­nes, dass es recht viel an der Stra­ße ent­lang­geht, kann der Rei­sen­de zustim­men: “But des­pi­te its popu­la­ri­ty, the Cami­no Fran­cés isn’t uni­form­ly pic­tures­que. Most of the age-old trail mean­ders through unre­mar­kab­le farm­land or bes­i­de busy paved roads or even hea­vi­ly traf­fi­cked highways.”

Besser auf kleinen Straßen radeln als auf der carretera

Dem Rei­sen­den tun die Pil­ger oft auf dem Cami­no fran­cés leid, weil es dort anstren­gend ist. Für Rad­fah­rer hin­ge­gen ist es ide­al. Denn es geht auf Asphalt schnel­ler vor­an. Aller­dings wird es dort auch recht heiß. Er hat auch schon auf­ge­weich­tem Asphalt aus­wei­chen müs­sen. Dämp­fe stei­gen auf. Es emp­fiehlt sich, mit Hil­fe eines Navis den gro­ßen Stra­ßen — car­re­te­ras auf Spa­nisch — aus­zu­wei­chen. Die schma­le­ren und von Bäu­men beschat­te­ten Wege sind ange­neh­mer zum Pil­gern auf dem Jakobs­weg. Aber auch selbst schwie­ri­ge Wege sind immer noch erhol­sa­mer als mit regem Auto­ver­kehr unter­wegs zu sein. Wenigs­tens brin­gen sie einem auch dazu noch eine gute Kon­di­ti­on ein.

Gera­de im Umkreis gro­ßer Städ­te wie Pam­plo­na, Bur­gos, Sant­ia­go de Com­pos­te­la und Por­to sind die Wege teils unmög­lich ange­legt; selbst noch bei klei­ne­ren Orten wie Tui läuft man meh­re­re Stun­den am Ver­kehr vor­bei. Der Rei­sen­de war wirk­lich froh, zu radeln, wür­de als Wan­de­rer eher den Bus bis aufs Land neh­men und sich so 20 Kilo­me­ter Lau­fen auf Asphalt erspa­ren. In vie­len Wan­der­füh­rern wird Asphalt oft verschwiegen.

Nie und nim­mer wür­de er dort im Hoch­som­mer unter­wegs sein wol­len. Denn es ist auch nicht immer ein­fach, sich mit Was­ser zu ver­sor­gen. Dabei sind die Men­schen in Bars und Pri­vat­häu­sern hilfs­be­reit. Wie oft kipp­ten ihm Bar­kee­per in Süd­frank­reich und Spa­ni­en noch Eis in die Fla­schen. Oder Bewoh­ner eil­ten in die Küche, um zu hel­fen. Sie sor­gen sich, dass Pil­ger einen Hitz­schlag erlei­den. Er hat auch schon von Poli­zis­ten gehört, die Wan­de­rer in den Strei­fen­wa­gen setz­ten, damit sie sich mit Hil­fe der Kli­ma­an­la­ge wie­der abküh­len konnten.

Hilfsbereite Pilger

Auch die Pil­ger selbst sind oft hilfs­be­reit. Der Rei­sen­de lern­te auf dem por­tu­gie­si­schen Weg zum Bei­spiel sehr net­te mehr­spra­chi­ge Fran­zo­sen ken­nen. Mit ihnen war er an zwei Tagen meh­re­re Stun­den unter­wegs und hält noch heu­te dank Face­book Kon­takt. Auch über­nach­te­ten sie gemein­sam in einer Her­ber­ge. Sie scho­ben das schwe­re Rad mit an einer stei­len Stel­le in einem Wald. Auf einem Platz vor einer Kathe­dra­le pick­nick­ten sie zusam­men. Es war ihnen sehr wich­tig, die Mahl­zeit zu tei­len. Zum Glück hat­te er selbst auch gera­de guten Käse ein­ge­kauft, um ihn mit sei­nen neu­en Bekannt­schaf­ten zu verzehren. 

Die Mas­sen der 320 000 Men­schen, die 2018 in Spa­ni­en unter­wegs waren, emp­fand der Rei­sen­de nie als belas­tend. Eher berei­cher­ten sie die Etap­pen, weil sie von vie­len Kon­ti­nen­ten kamen. Ver­mehrt kom­men auch Ame­ri­ka­ner wie Jean­ni­ne Baro­ne. Abends bei einem Bier­chen lie­fern die Pil­ger immer inter­es­san­ten Gesprächs­stoff. Und das “rhyth­mi­sche tap-tap-tap der Wan­der­stö­cke” hört er nie auf dem Weg nach Sant­ia­go de Com­pos­te­la. Eher bewun­dert er, um wie­viel fit­ter die Leu­te wer­den, je näher sie der Kathe­dra­le kommen.

Pilger in Uniform

Das ist am wei­ten gleich­mä­ßi­gen Schritt zu sehen, mit dem sie durch die Land­schaft sau­sen. Wäh­rend der Rad­ler irgend­wo gemüt­lich Kaf­fee trinkt und sich mit ande­ren Gäs­ten unter­hält, lau­fen sie auf dem Pfad vor­bei und sind fünf Kilo­me­ter spä­ter wie­der anzu­tref­fen. Auf den ers­ten Etap­pen nahe der fran­zö­si­schen Gren­ze lau­fen bei eini­gen noch die Trä­nen. Dann setzt die Gewohn­heit ein. Mus­keln und Seh­nen haben sich ans regel­mä­ßi­ge Lau­fen und ans Gewicht des Gepäcks gewöhnt. Die meis­ten über­flüs­si­gen Pfun­de sind bereits gepurzelt.

Dann braucht kei­ner mehr einen Stock zum tap-tap-tap für Pil­ger in Uni­form. Er muss nicht unbe­dingt zur Pil­ge­r­aus­rüs­tung gehö­ren, die oft am Anfang bei St. Jean-Pied-de-Port skur­ri­le Züge anneh­men kann. Man­che Män­ner sind gera­de­zu uni­for­miert, um auf jeden Fall als Pil­ger auf­zu­fal­len. Selbst wenn erst eine Etap­pe zurück­ge­legt ist: Ein lan­ger Bart scheint unab­ding­lich. Dazu ein Pil­ger­hut, ein Stock und eine bau­meln­de Muschel.

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Urlaub an Orten der Sehnsucht

Es gibt vie­le Orte auf der Welt, die einen klang­vol­len Namen tra­gen, die man daher unbe­dingt gese­hen haben muss. Für den Rei­sen­den waren es als Jugend­li­cher Nor­der­ney und Mons­chau. Spä­ter gesell­ten sich Orte wie Biar­ritz, Sant­ia­go de Com­pos­te­la, die Ave­nue des Champs-Ély­sées oder Pont Neuf dazu. Urlaub an Orten der Sehn­sucht rea­li­sier­te sich aber lan­ge noch nicht.

Nach Nor­der­ney woll­te er radeln, weil sich der Name nach hohem Nor­den anhör­te. Noch dazu eine Insel in der Nord­see mit Sand und hohen Wel­len. Es erschien ihm mutig, eine so wei­te Stre­cke, von Müns­ter aus hinzustrampeln.

Mons­chau hin­ge­gen erschien ihm als ver­wun­schen, wahr­schein­lich wegen des ‑sch- dar­in. Fotos zeig­ten viel Wald, Ber­ge, Flüs­se, eben das, was die Eifel so zu bie­ten hat. Mit­schü­ler waren dort auf Klas­sen­fahrt. Aber er war damals krank, wes­halb ihm Hel­len­thal und Mons­chau vor­ent­hal­ten blie­ben. Er war trau­rig, nicht mit ins Schul­land­heim mit­zu­dür­fen. Dafür aber konn­te er spä­ter Fische in Banyu­les-sur-mer in Frank­reich oder Pala­mos in Spa­ni­en auf der Fahrt mit dem Leis­tungs­kurs beim Tau­chen beobachten.

Entdeckerdrang wuchs

Da er immer schon ger­ne Land­kar­ten abzeich­ne­te, gedank­lich oft mit deut­schen Fuß­ball­ver­ei­nen durch Euro­pa reis­te, Lite­ra­tur wie “Ich rade­le um die Welt” las, roman­ti­sche Fil­me sah, erwei­ter­te sich sein Ent­de­cker­drang zuse­hends. Die Welt umra­deln woll­te er auch. Oder wenigs­tens durch Euro­pa fah­ren, um See­bä­der, Pil­ger­or­te, wil­de Tie­re, den Glanz der gro­ßen wei­ten Welt anschauen.

Das durchs Film­fes­ti­val bekann­te Biar­ritz war der ers­te Ort, an dem er die Sehn­sucht stil­len konn­te. Er kam dort auf einer sei­ner ers­ten Rad­rei­sen auf dem berühm­ten Jakobs­weg dort an. Er hat­te sich zuvor immer tol­le Sand­strän­de vor­ge­stellt, einen Ort mit gemüt­li­chen Cafés, schö­ner Musik. Aber er war dann ziem­lich ent­täuscht über die­ses lang­wei­li­ge See­bad. Und beson­ders toll fand er den Strand auch nicht.

Die Seen und Strän­de Däne­marks und Schwe­dens fand er stets schö­ner: Dünen, hei­ßen Zucker­sand durch die Fin­ger glei­ten zu las­sen. Nor­der­ney hat er übri­gens bis heu­te noch nicht gese­hen. Was hin­ge­gen eine Autorin der öster­rei­chi­schen Zei­tung “Die Pres­se” am Sehn­suchts­ort Can­nes erleb­te, kannst du hier nachlesen.

Wie ergeht es Dir bei Dei­nem Urlaub an Orten der Sehnsucht?

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Erbarmungslos Auf dem Jakobsweg

Welch eine abwechs­lungs­rei­che Land­schaft zwi­schen Mom­buey und Ollosa de Tera in Kas­ti­li­en und León. Heu­te mit­tag streif­te ich noch auf einer Moun­tain­bik­e­rou­te um Mom­buey her­um. Dort ist es sehr tro­cken. Nur die dicken schwe­ren glän­zen­den Quarz­stei­ne erhel­len die Stim­mung. Hei­de­kraut: hart und krat­zig. Son­ne: grell. Luft: herbst­lich kühl. Gro­ße Bäu­me lie­gen am Boden, hin­weg­ge­fegt von einem Sturm im Juni. Sie ver­sper­ren den Sin­gle­trail, wes­halb ich zwi­schen Fel­sen radeln muss, die wie Ter­mi­ten­bau­ten empor­ra­gen. Ein Paar aus Madrid streift trau­rig durchs tro­cke­ne Fluss­bett des Rio Negro. Der Name kommt wohl nicht von unge­fähr. Sie laden mich zu einem Kaf­fee ein.

Am spä­ten Nach­mit­tag tref­fe ich auf küh­les Nass. Der Rio Tera kreuzt wie­der mei­nen Weg, dem ich bereits in der Nähe der Lagu­ne der Fische begeg­net bin. Hier — Ollosa de Tera — wird er gestaut. In der Her­ber­ge in Mom­buey gibt es übri­gens kei­ne Bett­wan­zen — chin­chos. Pil­ger in der Her­ber­ge von Cam­po­be­ce­ros hat­ten das behaup­tet. Wer also von Sevil­la her­auf­kommt, kann sich dort beru­higt niederlassen.

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PEREGRINO Auf dem Jakobsweg

“Si te gus­ta la soledad, si quie­res ser prot­ago­nis­ta de este cami­no jun­to a la gran­de­za del paisa­je y fren­te a dure­za de los fri­os y los soles. Si quie­res que los atar­de­ce­res te arra­s­tren en sus hon­dos silen­ci­os y que a las maña­nas los quie­bros de la auro­ra te agi­ten el alma … ¡este es tu camino!”

Und irgend­wo da drau­ßen ste­hen die Schu­he, wäh­rend ich hier vor der Burg in Puen­te de San­ab­ria ste­he, die auch eine Rol­le im berühm­ten Roman “Don Qui­jo­te” spie­len soll.

Mich sprach der Text an, weil er von Ein­sam­keit spricht, von der Här­te der Käl­te und der Son­ne, von wei­ter Land­schaft, von der Stil­le, der beein­dru­cken­den Stim­mung am Mor­gen. “Dann ist das dein Weg”.

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Auf 1.100 Höhenmetern auf dem Jakobsweg

Vie­le Grü­ße aus zunächst 676 Metern Höhe auf dem Jakobs­weg von Laza nach Ver­ín, auch als Kar­ne­vals­hoch­bur­gen bekannt. Die Schlamm­schlach­ten sind legen­där. Die Via da Pra­ta, der Sil­ber­weg, führt jetzt in Rich­tung Zamo­ra. Im nächs­ten Jahr ist schon eine ähn­li­che Tour geplant. Wer mit­ra­deln will, soll­te schon anfan­gen zu trai­nie­ren. Sonst ist die Über­le­bens­chan­ce gerin­ger als ein Sech­ser im Lot­to. Jetzt sind es 938 Meter gewor­den. Gera­de in Cerd­ede­lo ein­ge­trof­fen, wo sich ein Ein­woh­ner auf mich stürz­te. Er ver­mis­se Düs­sel­dorf, wo er 25 Jah­re gelebt habe. Sei­ne Toch­ter arbei­te beim Arbeits­amt in Madrid, sein Sohn als Poli­zist in Ourense. Ich hof­fe, der Jakobspil­ger war nicht einer der letz­ten sei­ner Art, der die­sen wun­der­schö­nen Gebirgs­pass her­auf­ra­deln durf­te. Denn es ent­steht gera­de eine Schnell­stra­ße mit Tun­nel, die angeb­lich Gali­zi­en bes­ser an Madrid anbin­den soll. Da sehe ich schwarz für die Gegend. Hier hat es gebrannt. Ich roch noch die Asche. Es ging noch hin­auf auf 1.100 Meter. Gestar­tet bin ich auf 882 Metern, dann ging auf 465 Meter her­un­ter und schließ­lich wie­der herauf.

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