Auf dem Jakobsweg Schwan Petra lebt jetzt in Galizien

Ihr vermisst bestimmt den Schwan Petra vom Aasee in Münster. Sie hatte sich vor einigen Jahren in ein Tretboot verliebt, das wie ein Schwan gestaltet war. Ich habe sie gerade auf einem Fluss in Cedeira in Galizien gefunden. Auch hier wird er bewundert. Gerade sagte eine Frau: “Qué bonito el negrito”. Allerdings tauchen hier (noch) keine Journalisten aus aller Welt auf, um über die große Liebe des Schwans zu berichten. Der Schwan schwimmt. Auf diesem Weg an der höchsten Steilküste Europas rollt, springt und trottet der Rest der Lebewesen auf unserem Planeten. Die Küste liegt also höher als die von Amalfi am Golf von Neapel und Höga Kusten im Hälsingland, südlich von Umeå.

Oben auf dem Pass sind die Kühe endlich gefunden.

Auf dem Jakobsweg Pilgern für Radler

Supernette Leute hier auf der hübschen Halbinsel hinter Pontedeume. Der Hotelier bereitete diese leckere und teure Delikatesse für mich zu: percebes. Entenmuscheln, die sich an die Felswand an der Küste finden. Ein gefährlicher Job. Dazu gibt es den guten Weißwein Albariño. Ihr seht, ihr müsst euch um mich keine Sorgen machen.

Auf dem Jakobsweg Pilgern für Radler

Kleiner Trost für alle, die genauso geschockt sind wie ich nach dem Wahlergebnis. Das ist schon keine Protestwahl mehr! Es ist historisch und gefährlich, dass die AfD 13 Prozent erhalten hat. Erstmals nach zwei Tagen sehe ich in Miño wieder das Meer und soeben ist auch die Sonne wiedergekommen. Ich bin nach einer Gewalttour durch die allerdings wunderschönen Berge wieder in etwas einfacheren Gefilden. Mein Navi lotste mich dann auf einsamen Wegen ohne wirklichen Verkehr wieder zurück an den Atlantik. Die Einheimischen erklärten mich fast schon für verrückt. Einer hielt mit dem Auto an und dachte, ich hätte mich verirrt. Toni, der mir nehrere Tage die besten Foto-Plätze in A Coruña zeigte, wunderte sich auch. Aber aus Sicht der Autofahrer sieht eine Strecke an der Küste natürlich einfach aus. Aber wenn Schnellstraßen und Landstraßen durch die Region führen, ist es jedenfalls für mich so, als lebte ich neben einem Flughafen, sobald ich dort fahre. Die schöneren Orte kommen sogar hinter Miño.

Schritte gegen Datenschnüffler

Heute morgen habe ich zwei Maßnahmen gegen Datenschnüffelei auf meinem Smartphone ergriffen. Chinesen, Russen und Amerikaner schnüffeln gerne. Alles dauerte nur wenige Minuten und ich empfehle wärmstens, dasselbe zu tun, bevor demnächst das Geheule groß ist. Zunächst habe ich Facebook auf Opera Mini eingerichtet. Wenn man die Einsparungen beim Datenverkehr auf Hoch einstellt, sieht Facebook nahezu wie in der App aus. Die Norweger versprechen, dass ďer Datemverbrauch ohnehin geringer sei als mit der App. Dann muss Facebook zum Favoriten ernannt werden, um bequem darauf zugreifen zu können. Das Symbol erscheint auf dem Bildschirm.

Da ich nun Nachrichten auch über den Browser empfangen kann, konnte ich den Messenger und die Fb-App beruhigt deinstallieren. Dadurch habe ich auch mehr Platz im Speicher gewonnen und erspare mir diese nervigen Aktualisierungen.

Da ich als Journalist auch oft unterwegs bin und öffentliches Wifi in Hotels, auf Flughäfen und in Cafés nutze, habe ich Avira Phantom installiert, um Fremden den Zugriff auf meine Daten wie auf E-Mails zu erschweren. Avira baut einen Tunnel auf zur Verschlüsselung. Ich leiste mir die kostenpflichtige Version mit unbegrenzter Datenmenge für knapp 5 € im Monat, da es mir das wert ist. Es gibt aber auch kostenlos 1 GB, was bei seltenem bis mittleren Gebrauch ausreicht.

Samsung kann jetzt auch nicht mehr fragen, ob auf Facebook zugegriffen werden darf. Und meine Verbindungsprobleme beim Messenger nerven auch nicht mehr.

Was unternehmt ihr zum Datenschutz?

Opera

Avira

Portugal hochgestuft

Die Hochstufung des Länderratings für Portugal sorgt für Freude bei Anlegern – sie decken sich mit portugiesischen Aktien ein und schicken die Börse in Lissabon auf Höhenflug. Der Leitindex PSI 20 klettert um zwei Prozent auf ein Zwei-Monats-Hoch von 5306 Punkten.
Auch portugiesische Staatsanleihen stehen hoch im Kurs, nachdem die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) die Kreditwürdigkeit Portugals am Freitag auf “BBB-” angehoben hatte. Die Rendite der zehnjährigen Anleihen fallen daher auf 2,568 Prozent, das ist der tiefste Stand seit Januar 2016.

S&P gab Portugal mit der Bonitätsanhebung nach mehr als fünf Jahren das Gütesiegel “Investment Grade” zurück. Die beiden anderen Agenturen Moody’s und Fitch sehen Portugal dagegen noch im Ramschbereich, in dem ein Investment als spekulativ gilt.

Quelle: http://mobil.n-tv.de/wirtschaft/wirtschaft_der_boersen_tag/Montag-18-September-2017-article20038000.html

Auf dem Jakobsweg Sicherheit für Radler

Ich frage mich, warum in Deutschland offenbar niemand bereit ist, auf diese Weise an die Vernunft der Autofahrer zu appellieren. In Galizien tut man das. Oder gibt es solche Schilder irgendwo in Deutschland? Ich radle jetzt fast zwei Wochen schon durch Spanien und habe mich zwar schon durch den Verkehr genervt gefühlt, befand mich auch aufgrund der defensiven Fahrweise der Leute nie in einer brenzligen Situation. Aber beim Anblick solcher Strände würde ich natürlich auch nicht das Gaspedal durchtreten!

Auf dem Jakobsweg Pilgern für Radler

Jetzt kann ich beruhigt angesichts galizischet Spezialitäten weiterreisen Richtung A Coruña. Mal testen, wie der Queixo Tetilla, sardinillas, mejillones (Muscheln) und calamares schmecken. Besonders interessiert mich der Käse, nicht nur der Form wegen. Ebenso die Muscheln, die ich eigentlich nur noch frisch vom Kutter essen wollte, da sie ihr Aroma schon binnen einer Stunde deutlich verlieren. Die Qualitätskontrolle in einen Hafen schenkte mir kürzlich eine ganze Tüte davon, so dass ich an sich nie mehr auf die Idee käme, irgendwo anders als an der Küste Meeresfrüchte zu kaufen und nur frisch vom Boot. Atemberaubende Landschaft

Auf dem Jakobsweg Pilgern für Radler

Endlich: mein erster galizischer Dolmen. Pedra da Arca liegt sehr freundlich direkt an der Strecke in einem schönen Wald. Endlich mal muss ich nicht fünf Kilometer in eine Art Einbahnstraße fahren, um eine Sehenswürdigkeit zu besichtigen. Damit bin ich zum zweiten Mal heute sehr glücklich. Im nahen Ort Malpica halfen mir sage und schreibe sechs Leute dabei, einen winzigen Dorn zu finden, der mir seit zwei Tagen einen Schleichplatten beschert. Ein Paar parkte vor dem Café, stellte die Warnblinkanlage an. Dort frühstückte ich und suchte zugleich den Dorn. Er legte mir Flickzeug hin, holte einen Eimer mit Wasser und suchte nach weiteren Löchern. Sie sah sich konzentriert den Mantel an und fand auch etwas, was hoffentlich der Dorn war. Ein Mädel vom Nebentisch reichte unaufgefordert eine Pinzette. Die anderen gaben gute Ratschläge. Ein Gast übernahm einen Kaffee und der berühmte Dichter Andrés Mourente Castro stellte sich mir vor. Er habe bereits vier Theaterstücke geschrieben. Das ist jetzt Galizien für mich. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich letzte Nacht mein Zelt zwischen einer Kapelle und dem Friedhof von Mens aufgebaut hatte. Die Toten segneten meine Pilgerreise. Und einen Tag später hält der Schlauch noch immer. Die sich gerade wieder an der Küste fortsetzt.

Auf dem Jakobsweg Pilgern für Radler

Eine der schönsten Strecken in der Bucht zwischen Laxe und Ponteseco. Mit dem Auto kann man dort nicht fahren, aber einige Kilometer wunderbar radeln oder spazierengehen. Einige Kilometer weiter folgt dieser Felsvorsprung mit einem neuen Leuchtturm.