Schritte gegen Datenschnüffler

Heu­te mor­gen habe ich zwei Maß­nah­men gegen Daten­schnüf­fe­lei auf mei­nem Smart­pho­ne ergrif­fen. Chi­ne­sen, Rus­sen und Ame­ri­ka­ner schnüf­feln ger­ne. Alles dau­er­te nur weni­ge Minu­ten und ich emp­feh­le wärms­tens, das­sel­be zu tun, bevor dem­nächst das Geh­eu­le groß ist. Zunächst habe ich Face­book auf Ope­ra Mini ein­ge­rich­tet. Wenn man die Ein­spa­run­gen beim Daten­ver­kehr auf Hoch ein­stellt, sieht Face­book nahe­zu wie in der App aus. Die Nor­we­ger ver­spre­chen, dass ďer Datem­ver­brauch ohne­hin gerin­ger sei als mit der App. Dann muss Face­book zum Favo­ri­ten ernannt wer­den, um bequem dar­auf zugrei­fen zu kön­nen. Das Sym­bol erscheint auf dem Bildschirm.

Da ich nun Nach­rich­ten auch über den Brow­ser emp­fan­gen kann, konn­te ich den Mes­sen­ger und die Fb-App beru­higt deinstal­lie­ren. Dadurch habe ich auch mehr Platz im Spei­cher gewon­nen und erspa­re mir die­se ner­vi­gen Aktualisierungen.

Da ich als Jour­na­list auch oft unter­wegs bin und öffent­li­ches Wifi in Hotels, auf Flug­hä­fen und in Cafés nut­ze, habe ich Avi­ra Phan­tom instal­liert, um Frem­den den Zugriff auf mei­ne Daten wie auf E‑Mails zu erschwe­ren. Avi­ra baut einen Tun­nel auf zur Ver­schlüs­se­lung. Ich leis­te mir die kos­ten­pflich­ti­ge Ver­si­on mit unbe­grenz­ter Daten­men­ge für knapp 5 € im Monat, da es mir das wert ist. Es gibt aber auch kos­ten­los 1 GB, was bei sel­te­nem bis mitt­le­ren Gebrauch ausreicht.

Sam­sung kann jetzt auch nicht mehr fra­gen, ob auf Face­book zuge­grif­fen wer­den darf. Und mei­ne Ver­bin­dungs­pro­ble­me beim Mes­sen­ger ner­ven auch nicht mehr.

Was unter­nehmt ihr zum Datenschutz?

Ope­ra

Avi­ra

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Auf dem Jakobsweg Pilgern für Radler

Es gibt so Leu­te, die mei­nen, mensch­li­che Inter­es­sen übers Alter defi­nie­ren zu müs­sen. Mit zwan­zig Dis­co und Fit­ness­stu­dio, mit drei­ßig Lite­ra­tur und erst mit vier­zig Jah­ren inter­es­sie­re man sich fürs Wan­dern. Ab fünf­zig soll man angeb­lich spü­ren, dass gar nichts mehr geht. Man soll­te sich dann schon einen Platz im Alters­heim suchen und auch den pas­sen­den Grab­stein. Auf dem Jakobs­weg hat auch schon eine Pil­ge­rin behaup­tet, da sie jung sei, sei sie eher bereit, in den Her­ber­gen zu schla­fen als Älte­re. Dort riecht es oft nicht gut. Leu­te schnar­chen. Eta­gen­bet­ten sind auch nicht immer ver­lo­ckend. Manch­mal gibt es auch kei­ne frei­en Bet­ten mehr, so dass Matrat­zen auf den Gang gebracht werden.

Doch wenn man sich in den Her­ber­gen umschaut, strö­men Men­schen zwi­schen 20 und 70 her­ein. Fast alle tra­gen sport­li­che Klei­dung. Die Tele­skop­stö­cke und Ruck­sä­cke sehen kom­for­ta­bel aus. Nie­mand muss mehr schwe­re Kame­ras schlep­pen. Für den pri­va­ten Gebrauch rei­chen die klei­nen Digi­tal­ka­me­ras locker aus; die Smart­phone­bil­der dürf­ten eher ent­täu­schen, ermü­den auch Teil­neh­mer am hei­mi­schen Stamm­tisch eher.

Erstaun­li­cher­wei­se ach­ten aber vie­le nicht auf rich­ti­ge Wan­der­schu­he, weil sie mei­nen, dass die bil­li­gen beim Dis­coun­ter genau­so gut sei­en wie Mar­ken­wa­re. Ich füh­re selbst oft als Wan­der­füh­rer durch die Eifel, glaub­te selbst lan­ge bei mei­nen alten Schu­hen, dass Schmer­zen ein­fach dazu gehör­ten. Doch seit­dem ich 260 Euro in alpi­ne Schu­he gesteckt habe, weiß ich, dass es auch ohne Bla­sen geht. An das Gewicht gewöh­ne ich mich schon bin­nen Minu­ten bei jeder Wan­de­rung. Die Ober­schen­kel schmerz­ten nur wäh­rend der ers­ten Etap­pe und bei jeder wei­te­ren nur inden ers­ten Minu­ten. Auf dem Jakobs­weg rade­le und lau­fe ich sogar mit mei­nen Win­ter­schu­hen. Die Cleats für SPD-Peda­len sind so gut ein­ge­ar­bei­tet, dass ich sie nur auf sehr glat­ten Stei­nen spü­re, beim Schie­ben nur wenig. Die von vie­len befürch­te­te Wär­me tritt nie auf, weder bei den Berg- noch bei den Rad­stie­feln. Oft sind bei vie­len die Schu­he zu klein, wovon hier San­da­len füh­ren­de Schuh­ge­schäf­te pro­fi­tie­ren. Wer hat die Leu­te bloß bera­ten? Dicke Socken und eine Num­mer grö­ßer, dar­auf bestand mein Fach­ver­käu­fer sogar.

Das Geld wird am fal­schen Ende gespart. Lie­ber ein paar Mal 16 Euro für Frit­ten, Bier und Cur­ry­wurst statt in gute Schu­he und in einen ver­nünf­ti­gen, gut auf Land und Leu­te vor­be­rei­ten­den Rei­se­füh­rer. Phar­ma­in­dus­trie und Fit­ness­stu­di­os freu­en sich über gute Kun­den. Schließ­lich ist man hier auf 235 Kilo­me­tern min­des­tens Wochen unter­wegs mit 17–24 Kilo­me­tern am Tag. Immer­hin ern­tet man nach dem Trip neben einem schlan­ke­ren Kör­per und schö­nen Erin­ne­run­gen auch eine Men­ge Selbst­be­wusst­sein und Durch­hal­te­ver­mö­gen, was man bei den Zuhau­se anste­hen­den Her­aus­for­de­run­gen gut gebrau­chen kann. Egal, ob man 20 oder 70 Jah­re jung ist: Den inne­ren Schwei­ne­hund hat man auf alle Fäl­le besiegt.

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