Reise durch goldene Zeiten

Anda­lu­si­en — eine Rei­se durch gol­de­ne Zei­ten. Schon am Rand der Extre­ma­du­ra tür­men sich ers­te Ber­ge auf, um das Ende der Hoch­ebe­ne auf­zu­zei­gen und zu sagen: Hier beginnt ein neu­er Abschnitt. Eini­ge Wochen zog der Rei­sen­de über sie hin­weg. Hier ange­ödet von der Mono­to­nie, dort ange­zo­gen von der üppi­gen Natur mit vie­len Vögeln und leben­di­gen Flüs­sen. Und von schö­nen Städ­ten wie Cáce­res und Méri­da. Die eine war­tet mit Häu­sern aus Renais­sance und mus­li­mi­scher Zeit auf. Die ande­re mit römi­schen Vil­len, Ther­men und einem lan­gen Aquä­dukt. Offen­sicht­lich ließ sich in der Extre­ma­du­ra in die­sen Epo­chen viel Geld ver­die­nen. Die Römer för­der­ten hier Gold, Sil­ber, Kup­fer und Eisen­erz. In ande­ren Gegen­den wie Troia in Por­tu­gal trie­ben sie regen Han­del mit Fisch. 

Im Mit­tel­al­ter und in der frü­hen Neu­zeit brach­ten nicht nur die Minen, son­dern auch Kera­mik, Oli­ven und Wein Devi­sen ein. Einen erheb­li­chen Anteil brach­te aller­dings auch die Aus­beu­tung der Kolo­nien ein. Des­halb heißt die grob zwi­schen der Ent­de­ckung Ame­ri­kas und dem Ende des Drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges lie­gen­de Zeit­span­ne in Spa­ni­en auch “Sig­lo de Oro”. Daher auch “Rei­se durch gol­de­ne Zeiten”.

Durch die Sierra Norte de Sevilla

Dann der Ein­tritt nach Anda­lu­si­en: Der Rei­sen­de durch­fährt einen Ring von Bur­gen. Mit ihnen woll­te man das von den Ara­bern zurück­ge­hol­te Ter­ri­to­ri­um vor den Por­tu­gie­sen schüt­zen. Mit denen lie­fer­ten sie sich in der Zeit auf den Welt­mee­ren blu­ti­ge Schlach­ten um die Vorherrschaft.

Gepfleg­te Dör­fer und blü­hen­de Man­del- und Oli­ven­bäu­me erwar­ten den Rei­sen­den in der Sier­ra de Nor­te de Sevil­la. Die meis­ten sind blü­ten­weiß gestri­chen. In man­chen Orten darf aus­schließ­lich wei­ße Far­be ver­wen­det wer­den. Im Gebir­ge pro­fi­tie­ren die Ein­woh­ner sicht­lich vom ste­ten Besu­cher­strom aus Sevil­la. Die meis­ten kom­men, um dort zu spei­sen. Denn die Gegend ist bekannt für ihre Jagd­grün­de: haupt­säch­lich Wild­schwein und Kanin­chen. Aber auch Reb­huhn: Ein Spa­ni­er zeig­te ihm Kis­ten mit jun­gen Vögeln, die er aus sei­nem Sprin­ter raus­las­sen woll­te. Bis zum Herbst kön­nen sie sich wie auch die mun­ter unter den Man­del­bäu­men flit­zen­den Fasa­nen hier näh­ren, bis die Jäger kommen.

Die meis­ten Men­schen, vie­le selbst wohl­ge­nährt, rol­len mit dem PKW an. Die schlan­ke­ren dröh­nen mit Motor­rä­dern her­bei, man­che auch mit Renn- und Tou­ren­rä­dern. E‑Bikes aber sieht der Rei­sen­de eher sel­ten. Der Rei­sen­de fühlt sich dann an die Eifel um Ade­nau und Heim­bach erin­nert, wo an son­ni­gen Wochen­en­den ähn­lich die Moto­ren heulen. 

Reise durch goldene Zeiten in Sevilla

In Sevil­la ist noch viel Glanz des Sig­lo de Oro zu sehen. Die­ser drückt sich nicht nur in der größ­ten goti­schen Kathe­dra­le der Welt aus. Er spie­gelt sich auch in ade­li­gen Resi­den­zen und im heu­te noch genutz­ten könig­li­chen Palast wider. Dort mischen sich jetzt römi­sche, ara­bi­sche und christ­li­che Archi­tek­tur und Kunst. Auch aus der bedeu­ten­den römi­schen Stadt Itá­li­ca, in der die Kai­ser Tra­jan und Hadri­an groß wur­den, fin­den sich Mosaike.

Nach wie vor zieht dies Tou­ris­ten aus aller Welt an. Wenn die Ticket­ver­käu­fer nach der Her­kunft fra­gen, wird Aus­tra­li­en, USA, Bel­gi­en, Frank­reich geant­wor­tet. Im Archiv Casa de Indi­as lässt sich nach­voll­zie­hen, wie all dies finan­ziert wur­de: über Kolo­nien. Gold und Sil­ber, aber auch Kakao brach­ten die Kara­vel­len zum damals bedeu­tends­ten Hafen Euro­pas. Unter erbärm­li­chen Bedin­gun­gen und wie Skla­ven schuf­te­ten Indi­os in den Minen. Geist­li­che wie Fray Bar­to­lomé de las Casas (1474–1566) konn­ten Ver­bes­se­run­gen errei­chen. Er ist des­halb als Befrei­ungs­theo­lo­ge in die Geschich­te ein­ge­gan­gen. davon wird in der Aus­stel­lung nichts gesagt.

Wieder am Strand

Und jetzt sieht der Rei­sen­de zum ers­ten Mal seit Por­to wie­der Strän­de. Erst in Mata­las­ca­ñas, aktu­ell in Maza­gón. Es ist so warm, dass er seit zwei Näch­ten wie­der das Zelt nutzt. Aller­dings sind Cam­ping­plät­ze ent­lang des Rio Dou­ro und der Via de la Platz auch dünn gesät. 

Net­te Nach­barn ste­hen aktu­ell an sei­ner Sei­te. Es ist ein deut­sches Ehe­paar, das seit 1998 in Kal­mar in Süd­schwe­den lebt. Bereits zwei Mal gab rs bei ihm Abend­essen: Fisch und Fleisch. Und end­lich mal wie­der Kar­tof­feln. In spa­ni­schen Restau­rants ist das Essen meis­tens frit­tiert. Nicht ein­mal Reis gibt es als Alter­na­ti­ve. Dabei bau­en ihn Bau­ern in Por­tu­gal an. So erfährt der Rei­sen­de auch, was sich so in Schwe­den so tut, sozu­sa­gen als Vor­be­rei­tung auf die nächs­te Rei­se in den Nor­den. Und eine schö­ne Zeit, um sich mor­gen nach zwei Ruhe­ta­gen mit neu­em Schwung in die Algar­ve zu bege­ben. Wie ist es dort mit einer Rei­se durch gol­de­ne Zei­ten bestellt?

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Die besten Kultur- und Reisefilme im TV

Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten mög­lichst regel­mä­ßig mit einer Über­sicht über die bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Deutsch­land, Däne­mark, Frank­reich, Öster­reich, Por­tu­gal und Spa­ni­en sind ab mor­gen im TV-Pro­gramm ver­tre­ten. Viel­falt ist in der kom­men­den Woche im Pro­gramm zu erwar­ten, wenn es dies­mal täg­lich (!) um Gebir­ge wie in Por­tu­gal, Gewäs­ser, Geschich­te und moder­ne Kunst geht. Und natür­lich um Urlaub wie in Ost­fries­land oder Urlaub in Andalusien.

Druiden keltischer Stämme

Am meis­ten Erkennt­nis­se zu erwar­ten sind sicher auf arte, wenn es um Drui­den, Moor­lei­chen und moder­ne Kunst geht. Als Jugend­li­cher hat dem Rei­sen­den immer Mira­cu­lix gefal­len, wenn er mit sei­ner Sichel im Baum saß, um Mis­teln zu schnei­den. Aus die­sen und ande­ren Zuta­ten berei­te­te er sei­nen Zau­ber­trank zu. Drui­den besa­ßen damals gro­ßen Ein­fluss in kel­ti­schen Stäm­men, da sie über viel Wis­sen ver­füg­ten. Daher waren sie den Römern ein Dorn im Auge. Des­halb bekämpf­ten sie die­se, um Ein­fluss über die Stäm­me zu gewinnen. 

Reise nach Kopenhagen und Silkeborg zu empfehlen

In einem Buch über See­fah­rer Vitus Bering — Zum Land hin­ter den Nebeln — las der Rei­sen­de kürz­lich, dass Stäm­me ger­ne kran­ke und schwa­che Men­schen zu Scha­ma­nen ernann­ten. Denn in deren Auf­fas­sung pfleg­ten sie eine beson­de­re Bezie­hung zum Him­mel. Mal schau­en, wel­ches neue Wis­sen die­ser Film vermittelt.

Wer sich für Moor­lei­chen und die Bron­ze­zeit inter­es­siert, dem sei ein Besuch der Muse­en in Kopen­ha­gen und Sil­ke­borg emp­foh­len. Dort lie­gen die berühm­tes­ten Leich­na­me des Nor­dens. Dies ist zwar etwas von den Feri­en­häu­sern Däne­marks an der Nord­see ent­fernt. Aber es lohnt sich alle­mal, hinzufahren. 

Die­se Men­schen sind nicht ein­fach ins Moor gefal­len, weil es dort schau­rig war, son­dern sie wur­den dort bestat­tet. Fas­zi­nie­rend ist ihr guter Erhal­tungs­zu­stand. Durch den erfährt man viel über Ernäh­rung und Beklei­dung sowie das jewei­li­ge Ritual.

Und nun die Über­sicht über die bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV, damit die Rei­se auf dem Sofa los­ge­hen kann. König Fuß­ball regiert dies­mal natür­lich auch mit. Möge das bes­te und fairs­te Team gewinnen!


SaSoMoDiMiDoFr
Deutsch­land

Boden­see, MDR, 20.15 Uhr

Schlei, NDR, 20.15 UhrBer­gi­sches Land, WDR, 20.15 Uhr

Auf der Ems durch Ost­fries­land, NDR, 21.00 Uhr
Meck­len­bur­gi­sche Ost­see­küs­te, HR, 20.15 Uhr
Däne­markKopen­ha­gen,
SWR, 17.00 Uhr

Mäd­chen von Egt­ved, arte, 21.05 Uhr
Däne­marks Nord­see­küs­te, NDR, 20.15 Uhr




Frank­reichDrui­den, arte, 20.15 Uhr

Kampf um Orlé­ans, ZDF Info, 14.15 UhrMar­seil­les, 3sat, 13.10 Uhr

Côte d’Azur, 3sat, 21.45 Uhr
Natio­nal­park Port-Cros, BR, 10.35 Uhr

Öster­reich


Kärn­tens phan­tas­ti­sche Welt, 3sat, 14.05 Uhr

Kärn­ten: Mill­stät­ter See, 3sat, 15.30 Uhr



Por­tu­gal

Por­tu­gals Wild­nis, Ers­tes, 20.15 Uhr


Algar­ve, Lis­sa­bon, Nor­den, WDR, 18.15 Uhr
Spa­ni­en
Pablo Picas­so und Fran­çoi­se Gilot, arte, 16.15 Uhr
Wil­der Nor­den. Reich der Bären, BR, 14.45 Uhr

Charme Anda­lu­si­ens, 3sat, 19.00 Uhr



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Fernsehtipps Reise und Kultur


SaSoMoDoFr
Deutsch­landAn der Schlei, wo Träu­me segeln, NDR, 20.15 Uhr
Öster­reichDie Donau. Vom Eiser­nen Tor zum Schwar­zen Meer, SWR, 10.15 Uhr
Schwe­den

Mar­kus Lanz – Schwe­den unge­schminkt, ZDF, 23.15 UhrWil­des Skan­di­na­vi­en, Phoe­nix, 20.15 Uhr
Spa­ni­enLan­za­ro­te. Feu­er, Lava, Licht, NDR, 13.15 UhrAnda­lu­si­en. Wo Spa­ni­ens See­le wohnt. NDR, 13.00 Uhr

Wun­der­schön! Die schöns­ten Spa­ni­en­rei­sen, WDR, 20.15 Uhr
Die Kana­ri­schen Inseln, 3sat, 13.15 Uhr

Insel­ur­laub auf den Balea­ren, 3sat, 14.45 Uhr

Spa­ni­ens Gold­küs­te, 3sat, 15.30 Uhr
Spa­ni­ens ein­zig­ar­ti­ge Wald­land­schaft, arte, 16.05 Uhr
TV-Tipps Rei­se und Kultur

Aktu­ell ver­sor­ge ich euch mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die an den nächs­ten Tagen im Fern­se­hen lau­fen. Dies­mal beschränkt sich die Aus­wahl ledig­lich auf Deutsch­land Öster­reich, Schwe­den und Spa­ni­en. Frank­reich, Nor­we­gen, Por­tu­gal und schon wie­der Däne­mark blei­ben außen vor. Nur an fünf Tagen ist das Mit­rei­sen auf dem Sofa garan­tiert. Dafür bleibt mehr Zeit, die eige­ne Rei­se vor­zu­be­rei­ten. Das Pro­gramm zum Down­load fin­det ihr als Link im pdf-Format.

Mit Spa­ni­ens ein­zig­ar­ti­ger Wald­land­schaft kommt eine Wie­der­ho­lung. Auch ande­re Sen­dun­gen sah ich bereits, die unter ande­rem auf belieb­te spa­ni­sche Inseln füh­ren. Leb­haft in Erin­ne­rung bleibt mir zum Bei­spiel der Urlaub auf der ziem­lich ursprüng­li­chen Atlan­tik­in­sel El Hier­ro, eine der Lieb­lings­in­seln mei­ner dama­li­gen Freun­din. Wir schip­per­ten mit der Fäh­re über Nacht auf beweg­ter See von Tene­rif­fa aus dort­hin. An Schlaf war kaum zu den­ken bei dem Wel­len­gang. Wir schnit­ten auf Wan­de­run­gen Aga­ven, da Lau­ra davon über­zeugt war, dass sie gesund sei­en. Mich ver­blüff­te die Schär­fung der Sin­ne, ver­mein­te, bes­ser sehen zu kön­nen. Bei der Fahrt auf den Ser­pen­ti­nen war dies nicht ver­kehrt. Bit­te mische sie vor dem Essen mit Müs­li oder Joghurt, da der Saft herb ist. Aber dies passt gut zur dunk­len Erschei­nung man­cher Häu­ser aus Lava­ge­stein. Recht impo­sant, aber auch etwas bedrü­ckend, je nach Stimmung.

Auf Mar­kus Lanz’ Bei­trag über „Schwe­den unge­schminkt“ bin ich gespannt. Mich stö­ren oft die Bei­trä­ge über Schwe­dens Bul­ler­bü. Wer in dem Land län­ge­re Zeit ver­bracht hat, weiß, dass es das mär­chen­haf­te Leben dort nicht gibt. Natür­lich ist die Natur ein­drucks­voll, aber dafür haben die Men­schen dort unter ande­rem mit Ein­sam­keit und schlie­ßen­den Schu­len auf dem Land zu kämp­fen. Und auch dort gibt es vie­le Schei­dun­gen wie bei uns. Trotz­dem ist es immer wie­der schön, in den Nor­den zu rei­sen und sich von Torb­jörn zu Elchen füh­ren zu las­sen. Oder mit Leif auf einem der Seen bei Öster­sund zu segeln. Viel­leicht ler­nen wir dem­nächst auf Phoe­nix übers wil­de Skan­di­na­vi­en wei­te­re Mög­lich­kei­ten dazu kennen.

Also ein­schal­ten und träumen.

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Fernsehtipps Reise und Kultur

Ab jetzt ver­sor­ge ich euch mög­lichst regel­mä­ßig mit Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die an den nächs­ten Tagen im Fern­se­hen lau­fen. Dies­mal ist die Aus­wahl etwas aus­ge­fal­le­ner mit Zie­len in Frank­reich, Nor­we­gen, Öster­reich und Spa­ni­en. Däne­mark, Deutsch­land und Por­tu­gal blei­ben dies­mal außen vor. Das Gesche­hen kon­zen­triert sich auf nur drei Tage. Das ist auch gut. Denn so bleibt Zeit für einen Spa­zier­gang im Schnee. 

Nur an zwei der bevor­ste­hen­den Dreh­or­ten bin ich schon gewe­sen: In Nord­nor­we­gen fehlt mir noch das Gebiet zwi­schen Trom­sö und Kirkenes. Die Barent­re­gi­on ist auf­grund der Tier­welt immer noch ein Traum. Ich fin­de es aber auch immer ganz schön, noch Zie­le zu haben und nicht schon alles in Euro­pa zu ken­nen. Dies trifft dafür auf Anda­lu­si­en zu, das ich schon mehr­mals besucht habe. Einer­seits ist dies ein gutes Ziel im Herbst und Win­ter, da es über­wie­gend warm dort ist. Und die Nähe zu Afri­ka ist natür­lich reiz­voll. Von einer Anhö­he konn­te ich sogar an einem guten Tag die Küs­te sehen. Menor­ca hin­ge­gen ken­ne ich bis­her nur von Schwär­me­rei­en der Spa­ni­er, die Mal­lor­cas Schwes­ter­in­sel als sehr viel ursprüng­li­cher emp­fin­den. Und wer Umber­to Ecos Roman “Der Name der Rose” gele­sen hat, wird sich sicher auch für den Film über die Restau­rie­rung der Klos­ter Melks inter­es­sie­ren, das im Roman vorkommt. 

Für Natur­lieb­ha­ber sicher am inter­es­san­tes­ten könn­te der Bei­trag über schwe­di­sche Bären sein. Ich selbst ver­brach­te in Dalar­na eine Nacht auf einer Bären­be­ob­ach­tungs­sta­ti­on. Wir saßen geschützt in einer Hüt­te mit spe­zi­ell für Kame­ras prä­pa­rier­ten Fens­tern. Lei­der kam kein Bär. Unser Füh­rer mein­te, er hät­te uns wohl gero­chen. Denn Bären kön­nen über Kilo­me­ter weit rie­chen. Dabei gibt es in Dalar­na sehr vie­le Bären. Bei all mei­nen Auf­ent­hal­ten bin ich noch nie einem begegnet. 

Beim Anbie­ter Björn & Vild­mark, einem deut­schen Paar, konn­te ich mich wenigs­tens mal in einem ande­ren Jahr eini­ge Zeit im Pei­len eines Hals­ban­des üben. Damit sind die For­scher Andrea Frie­be und Gun­ther Schmidt gut infor­miert, wo sich die Tie­re wann auf­hal­ten. Über Nacht kam auch eine Bärin ans Gehe­ge der Deut­schen, wo sie eini­ge Tie­re hal­ten. Den Elek­tro­zaun über­wand sie aller­dings nicht. Aber auch hier sah ich kei­ne Bären. Dies liegt dar­an, dass skan­di­na­vi­sche Bären scheu sind, anders als zum Bei­spiel ihre ame­ri­ka­ni­schen Ver­wand­ten, erzähl­te Gun­ther Schmidt am Lagerfeuer. 

Vor eini­ger Zeit hör­te ich von einer inter­es­san­ten Theo­rie im Film “Die Natur kehrt zurück” auf arte, dass iso­lier­te Tier­grup­pen weni­ger aggres­siv sein sol­len als wel­che, die stets Zuwan­de­rung erfah­ren. Dies bezog sich auf Wöl­fe, dürf­te viel­leicht auch auf Bären zutref­fen. Also liegt es wohl an der Auf­fri­schung der Gene.

Frank­reichNor­we­genÖster­reichSchwe­denSpa­ni­en
SaKor­si­ka, Insel­pa­ra­dies im Mit­tel­meer, 3sat, 15.30 UhrWil­de Pyre­nä­en, Sin­fo­nie der Far­ben, BR, 16.15 Uhr
SoDie Restau­rie­rung von Stift Melk, 3sat, 13.05 UhrDer Charme Anda­lu­si­ens, 3sat, 10.05 Uhr 
DiMar­que­sas, ver­ges­se­ne Inseln der Süd­see, 3sat, 13.20 UhrFjor­de, Glet­scher. Eisen­bah­nen in Nor­we­gen, SWR, 14.15 Uhr
DoSchwe­dens Bären. Geliebt und gehasst, BR, 14.45 Uhr
FrFjor­de, Nord­kap und Polar­licht, rbb, 20.15 UhrMenor­cas stil­le Magie, hr, 21.00 Uhr
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Auf den Spuren des Dichterfürsten Federico Garcia Lorca

Als ich in Bar­ce­lo­na Kata­la­nisch lern­te, wur­de an der Uni­ver­si­tät auch ein Thea­ter­stück Feder­i­co Gar­cia Lor­cas auf­ge­führt. Natür­lich besuch­te ich die Auf­füh­rung der Stu­den­ten­grup­pe, ver­band ich damals Spa­ni­en unbe­dingt mit einem der größ­ten Dich­ter des Lan­des. “Blut­hoch­zeit” zählt zu sei­nen bekann­tes­ten Wer­ken. Vom Stück selbst ver­stand ich damals nicht viel, denn so gut war mein Spa­nisch noch nicht. Aber es war mei­ne ers­te Begeg­nung mit dem in Anda­lu­si­en leben­den Poeten.

Als es im Janu­ar eini­ge freie Tage gab, beschlos­sen ich und der aus Lon­don stam­men­de Freund Declan, nach Anda­lu­si­en zu fah­ren. Schö­ne Fotos fas­zi­nier­ten uns: Alham­bra in Gra­na­da, Mez­qui­ta in Cór­do­ba, Kathe­dra­le in Sevil­la. Wir fuh­ren ein­fach mit dem Zug los, uns etwas aufs Glück ver­las­send, eine Unter­kunft vor Ort zu finden.

Als wir in Gra­na­da ein­tra­fen, waren wir erstaunt, dass dort sogar Was­ser auf der Stra­ße gefror. Obwohl im Süden gele­gen, kann es auch in Anda­lu­si­en sehr kalt wer­den. Wir fan­den ein frei­es Zim­mer bei einem älte­ren Paar im Zen­trum der Stadt. Von dort aus nah­men wir uns als ers­tes die Alham­bra vor, mar­schier­ten den Hügel zu Fuß her­auf, fan­den es äußerst exo­tisch, wegen des Gar­tens, der Was­ser­spie­le und des Bli­ckes über die Umgebung.

Aber noch viel mehr rühr­te uns, dass der letz­te Mau­ren­kö­nig vie­le Trä­nen ver­gos­sen haben soll, als er Gra­na­da im Jah­re 1492 ver­las­sen muss­te. Wir konn­ten sei­ne Trau­er auf­grund der schö­nen Umge­bung gut ver­ste­hen. Damit war auch die Recon­quis­ta der katho­li­schen Köni­ge abge­schlos­sen. Es gab kein ara­bi­sches Kali­fat mehr.

In Gra­na­da besich­tig­ten wir auch die berühm­ten Höh­len, in denen wirk­lich Men­schen leben. Sie haben Löcher in den Berg gegra­ben, nut­zen die Erd­wär­me und haben sich dort rich­ti­ge Woh­nun­gen ein­ge­rich­tet. Vie­le Aus­stei­ger, auch aus dem Aus­land, haben sich dort niedergelassen.

In der Nähe liegt mit Fuen­te Vaquer­os ein Dorf, in dem Gar­cia Lor­ca auf die Welt kam. Lei­der waren wir an einem Mon­tag dort, so dass das Muse­um geschlos­sen war. Im Ort selbst war sonst sehr wenig los, so dass wir zu Fuß zu einem klei­nen Park lie­fen, der dem gro­ßen Dich­ter gewid­met war. Dort stan­den Tafeln mit Zita­ten aus sei­nen Wer­ken. Wir las­sen sie uns gegen­sei­tig vor und ich film­te das Szenario.

Ich erin­ne­re mich vor allem noch an den berühm­ten Vers “Ver­de que yo te quie­ro ver­de” — Grün wie ich dich lie­be grün” aus der Romance Sonám­bu­lo. Ich war unend­lich trau­rig, dass man Gar­cia Lor­ca in die­ser Gegend ein­fach erschos­sen hat­te und ver­such­te mir vor­zu­stel­len, was sich damals in der Ser­ra abge­spielt hat­te. Sei­ne sterb­li­chen Über­res­te hat man bis heu­te nicht gefunden

Aber nach der Rück­kehr nach Bar­ce­lo­na freu­te ich wie­der­um dar­über, wie gerührt Freun­de waren, dass wir den Park besucht und Ver­se aus sei­nen Wer­ken zitiert hat­ten. Sie sahen ein­fach, dass wir uns sehr für die Kul­tur ihres Lan­des inter­es­sier­ten. Nach eini­gen Rei­sen mehr, hör­te man dann auch von ihnen, dass wir ihr Land bes­ser kenn­ten, als sie selbst. Ein befreun­de­tes Paar reis­te dann auch selbst nach Anda­lu­si­en, um auf unse­ren Spu­ren zu wandeln.

Wer mehr über das heu­ti­ge Ver­hält­nis der Spa­ni­er zum Dich­ter­fürs­ten erfah­ren will, soll­te den soeben publi­zier­ten Arti­kel in der Zeit lesen, den ein aus Gra­na­da stam­men­der Jour­na­list ver­fasst hat. Viel Freu­de beim Lesen!

Arti­kel Gar­cia Lorca

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Kulturszene in Barcelona feiert El Bermejo

Mit “El Ber­me­jo” (1440 — 1501) steht in Bar­ce­lo­na aktu­ell ein bis­her eher unbe­kann­ter Meis­ter im Ram­pen­licht. Er ist ein Renais­sance­ma­ler des 15. Jahr­hun­derts, wes­halb er mich sehr inter­es­siert, weil ich mich mit der Epo­che gera­de näher befasse.

Als ich jetzt den Arti­kel aus dem Feuil­le­ton der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung in die Hand bekam, such­te ich im Text des Ver­fas­sers Paul Ingen­da­ay natür­lich sofort nach Hin­wei­sen in sei­ner Male­rei aus der dama­li­gen Zeit, stand Spa­ni­en doch damals kurz davor, sich zur Groß­macht auf­zu­schwin­gen. Dem König­reich steht noch der Erb­fol­ge­krieg bevor, war gera­de noch dabei, die Ara­ber zu ver­trei­ben. Zeit­gleich gin­gen die Spa­ni­er über­aus hart gegen Juden vor, die dadurch gezwun­gen waren, nach Por­tu­gal und in den Ori­ent aus­zu­wan­dern. Dort waren sie auf­grund ihres gro­ßen hand­werk­li­chen und finan­zi­el­len Geschicks gefrag­te Leu­te. Auch die furcht­ba­ren Erfah­run­gen mit der Pest hat­ten die Bewoh­ner der Ibe­ri­schen Halb­in­sel gemacht und den Fall Kon­stan­ti­no­pels mit Ent­set­zen gesehen.

Spie­gelt sich irgend­et­was von die­sen Erfah­run­gen in den Gemäl­den El Ber­me­jos wider, der mit bür­ger­li­chem Namen Barto­lomé de Cár­de­nas hieß, in Cór­do­ba gebo­ren wur­de und wohl zwangs­wei­se zum Chris­ten­tum über­tre­ten musste?

Durch­aus. Er mal­te zum Bei­spiel eine Sze­ne der Gei­ße­lung, die die Qua­len Jesu ver­an­schau­li­chen soll­ten. Die Men­schen damals ver­such­ten zu erfor­schen, was die Got­tes­mut­ter Maria fühl­te, als ihr Sohn aus­ge­peitscht und spä­ter, als er ans Kreuz gena­gelt. Wur­de sie gar ohn­mäch­tig in ihrem Schmerz? Dies zu ergrün­den, war eine wich­ti­ge theo­lo­gi­sche Fra­ge. Die Gefüh­le des Men­schen rücken in den Mit­tel­punkt des Interesses.

Der FAZ-Autor beschreibt auch die Mari­en­fi­gu­ren des Malers, die elfen­bei­ner­ne Zart­heit und herz­zer­rei­ßen­de Trau­er auf­wie­sen. Sei­ne Chris­tus­fi­gu­ren sei­en schreck­lich lei­den­de Men­schen und oben­drein skan­da­lös nackt.

Es ging damals nicht nur um das Lei­den Chris­ti und Mari­as, son­dern auch um die See­le der Rei­se nach dem Tod. Wür­de sie in der Höl­le ankom­men? Hat­te sie im Leben genug gute Taten ver­rich­tet, damit man doch vom Engel ins Para­dies gelas­sen wur­de? Muss­te man wirk­lich allen irdi­schen Ver­su­chun­gen wider­ste­hen, um ins Para­dies zu gelangen?

Erwäh­nung fin­det daher im FAZ-Arti­kel auch das ers­te erhal­te­ne Gemäl­de El Ber­me­jos: „Der hei­li­ge Micha­el tri­um­phiert über den Teu­fel“ (1468) aus der Natio­nal Gal­le­ry in Lon­don. Man kön­ne sich an der Stoff­lich­keit kaum satt­se­hen, schreibt Ingen­da­ay. Die schim­mern­de Gol­drüs­tung des Erz­engels mit ein­ge­ar­bei­te­tem grü­nen Samt, grau schim­mern­dem Ket­ten­hemd und per­len- und dia­mant­be­setz­tem Schuh­werk, umweht von einem präch­ti­gen pur­pur­nen Umhang, kon­tras­tie­re mit dem bösen Tier, das er mit dem Fuß zu Boden drücke.

Der Glau­be an den Teu­fel war all­ge­gen­wär­tig. Er ver­sucht stets, auch mit Lügen, die See­le für sich zu gewin­nen, bie­tet ihr ein Leben in Luxus, wofür sie spä­ter aber in der Höl­le lei­den muss. Auf der ande­ren Sei­te steht der Engel mit dem flam­men­den Schwert, der auch um die See­le wirbt, ihr rät, dass all die­se über­flüs­si­gen irdi­schen Güter abzu­leh­nen. Die­se sei­en ver­gäng­lich. Über dem FAZ-Arti­kel fin­dest Du ein Bild, auf dem Maria Jesus in den Armen hält. Der Toten­kopf rechts davon ist ein typi­sches Emblem für die Ver­gäng­lich­keit. Wenn sie aber ein ein­fa­ches Leben füh­re und den Weg in die Hei­li­ge Mut­ter Kir­che fin­de, sei sie erlöst. Der See­le fällt es sehr schwer, all das zu begreifen.

Jetzt hof­fe ich, Neu­gier­de in Dir geweckt zu haben, die Aus­stel­lung in Bar­ce­lo­na zu besu­chen. Sie läuft im Museu d’Art Nacio­nal de Catalunya. Dort wer­den über zwan­zig Gemäl­de El Ber­me­jos gezeigt, ergänzt um mehr als vier­zig Bil­der von Vor­läu­fern und Zeit­ge­nos­sen.

Wei­te­re Infos unter

El Ber­me­jo — Spa­ni­en ent­deckt alten Meis­ter des 15. Jahr­hun­derts wieder

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Sherry, Käse und gebratene Auberginen — heute ist Andalusientag

Immer mal wie­der lobe ich hier die anda­lu­si­sche Küche. Für mich hat sie den Reiz, dass es in Anda­lu­si­en vie­le Restau­rants abseits der tou­ris­ti­schen Tram­pel­pfa­de in klei­nen Orten gibt. Die­se ler­nen Rad­fah­rer oder Wan­de­rer leich­ter ken­nen als jemand, der in einer Fah­rer­ka­bi­ne sitzt. Denn man kehrt nach kür­ze­ren Distan­zen ein, weil man sich erho­len will und fast immer hung­rig ist. Zudem sind die Prei­se auf dem Land recht nied­rig, so dass es man es sich leis­ten kann, sich unter­wegs fast nur in Bars und Restau­rants zu ver­sor­gen und so die regio­na­le Küche kennenzulernen.

Ein Autor der eng­li­schen Zei­tung “The Tele­graph” hat sich jetzt mit José Pizar­ro getrof­fen. Der Gas­tro­nom stammt aus der Extre­ma­du­ra, lebt aber in Eng­land und gilt als Ken­ner der anda­lu­si­schen Küche.

Für ihn hält Anda­lu­si­en für Gäs­te ein­fa­che Ver­gnü­gun­gen bereit wie ein Glas Wein oder Sher­ry; dazu gibt es dann etwas Schin­ken oder Käse. Vie­le der Zuta­ten und Rezep­te gin­gen bis in die Anti­ke zurück, so dass die Spei­sen ziem­lich viel­fäl­tig sei­en, erzählt er.

Jede der acht Pro­vin­zen beher­ber­ge ganz eige­ne Rezep­te wie etwa gebra­te­ne Auber­gi­nen mit Zucker­si­rup in Cor­do­ba oder Kabel­jau mit Oran­gen­sa­lat in Gra­na­da. Oder ein gro­ßes Stück vom Thun­fisch aus Cádiz, der nach­hal­tig mit Net­zen wäh­rend ihres Zuges vom Atlan­tik ins wär­me­re Mit­tel­meer gefan­gen wer­de. Er esse ihn sogar ger­ne roh mit gutem Oli­ven­öl und Salz.

Dem Inter­view­ten zufol­ge soll­test Du im nächs­ten Urlaub in Cor­do­ba Gazpa­cho als Erfri­schung pro­bie­ren, denn Pizar­ro hält die­se kal­te Sup­pe für die bes­te der Regi­on. Sie heißt Sal­mo­re­jo und ist etwas dick­flüs­si­ger als die ande­ren. Eben­falls für emp­feh­lens­wert hält er ajoblan­co aus Mála­ga, dem sogar Man­deln und Melo­nen bei­gefügt würden.

So, ich bekom­me jetzt Hun­ger und wer­de gleich ein­kau­fen gehen. Klar, dass es heu­te mit­tag anda­lu­si­sche Küche gibt. Ich gehe davon aus, dass Du gut Eng­lisch sprichst und die zwei­te Hälf­te des Inter­views sicher­lich auch selbst lesen kannst.

Mehr Infos unter:

Anda­lu­si­sche Küche

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Urlaub der Extreme

Eine ganz ande­re Per­spek­ti­ve erhältst Du, wenn du im Urlaub ein Land nach geo­gra­phi­schen Punk­ten erkun­dest. Geo­gra­phen vorwärts!

Nach der Zei­tung „La Voz de Gali­cia“ gibt es in Spa­ni­en so eini­ge inter­es­san­te geo­gra­phi­sche Punk­te. Ich per­sön­lich habe mit dem Ort Tarifa jetzt end­lich eine Esels­brü­cke für die Gren­ze zwi­schen Atlan­tik und Mit­tel­meer gefun­den, denn ich konn­te mir das bis­her nie mer­ken. In Tarifa ist mir bei einer mei­ner Rad­wan­de­run­gen vor allem der wahn­sin­ni­ge Wind am Strand auf­ge­fal­len, wes­halb die Gegend beson­ders Sur­fern gefällt.

Hin­ge­gen gilt Esta­ca de Bares in der Pro­vinz A Coru­ña als Ort, wo der Atlan­tik vom kantabri­schen Meer getrennt wird. Dort liegt eben­falls der nörd­lichs­te Punkt der Ibe­ri­schen Halb­in­sel mit schö­ner Steil­küs­te, die zugleich Lebens­raum und Durch­zugs­ge­biet von Zug­vö­geln ist.

Hin­ge­gen war mir aber schon beim Urlaub auf der Kana­ren­in­sel El Hier­ro bewusst, dass ich mich an der Pun­ta de la Orchil­la am west­lichs­ten Punkt Spa­ni­ens befand. Vor 1492 habe man geglaubt, dass sich dort der west­lichs­te Punkt der Erde befand, schreibt „La Voz“.

Und an wel­chen Punk­ten ergibt sich die längs­te Stre­cke zwi­schen Wes­ten und Osten der Halb­in­sel? Den öst­li­chen Punkt bil­det der Cabo de Creus bei Gero­na, wo es einen spek­ta­ku­lä­ren Natur­park gibt. Im Wes­ten hin­ge­gen liegt der Cabo Fis­ter­ra das Gegen­über, der auch Ziel der Jakobspil­ger ist, die auch etwas von der beein­dru­cken­den Steil­küs­te sehen wol­len, von der ein Teil sogar als Todes­küs­te bezeich­net wird. Unter See­fah­rern gilt die­se Küs­te als gefähr­lich. Viel Spaß beim Durch­strei­fen und Erleben.

Wei­te­re Informationen:

Ein­zig­ar­ti­ge geo­gra­phi­sche Zie­le in Spanien

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Spaniens schönste Dörfer durchstreifen und erleben

Du kennst bestimmt auch die Initia­ti­ve “Unser Dorf soll schö­ner wer­den”. Wenn sich Dör­fer beson­ders gelun­gen her­aus­put­zen, gibt es Prei­se dafür. Die­se Initia­ti­ve gibt es seit Jah­ren auch in Spanien.

Es exis­tiert sogar ein Ran­king mit den ver­meint­lich schöns­ten Dör­fern, jeden­falls von denen, die an dem Wett­be­werb teil­neh­men. Neu­lich fand ich in spa­ni­schen Medi­en auch Lis­ten, zu denen ich Dir als Hil­fe für Dei­ne nächs­te Rei­se auf die Ibe­ri­sche Halb­in­sel hier ver­schie­de­ne Links gab. Der “Spie­gel” ver­öf­fent­lich­te jetzt auch eine Lis­te mit den schöns­ten Dör­fern, basie­rend auf den Ergeb­nis­sen des spa­ni­schen Wett­be­wer­bes. Viel Spaß beim Durchklicken.

Spa­ni­ens schöns­te Dörfer

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Cádiz ist Spaniens älteste Stadt

Cádiz ist Spa­ni­ens ältes­te Stadt. Sie liegt in Anda­lu­si­en. Ein Ort, den sich der Rei­sen­de natür­lich ansah, als er vor eini­ger Zeit von Jerez de la Fron­te­ra her­über­ge­ra­del­te. Ande­re Städ­te im Süden sind male­ri­scher. Der Rei­sen­de erin­nert sich daher mehr an die Furcht, kei­nen guten Weg aus der Stadt hin­aus zu fin­den. Denn er glaub­te, beim Radeln irgend­wo ein Schild über­se­hen zu haben. Er ver­mein­te sogar, auf einer Auto­bahn gelan­det zu sein. Denn enorm viel Ver­kehr rausch­te eng an ihm vor­bei. Die Stra­ße war dop­pel­spu­rig auf bei­den Sei­ten. Er erwar­te­te jeder­zeit die Poli­zei, die sagen wür­de. “Lie­ber Jun­ge, sieh mal zu, dass du dich vom Acker machst.” Aber nicht ein­mal ein­zel­ne Auto­fah­rer gaben ihm Zei­chen, dies doch jetzt zu tun.

Keine besondere Perspektive gefunden

Irgend­wann kam dann doch eine erlö­sen­de Abfahrt. Die Tour führ­te dann ent­spannt wei­ter an der Küs­te ent­lang. Cádiz hat­te er glück­lich hin­ter sich. Er fühlt sich bestä­tigt beim Lesen des Arti­kels in der Welt. Denn der Autorin fiel nichts Span­nen­des auf. Sie fand nicht ein­mal in Spa­ni­ens ältes­ter Stadt eine beson­de­re Per­spek­ti­ve. Ver­passt hat er dort damals also nichts. Gas­sen zum Her­um­schlen­dern gibt es über­all in spa­ni­schen Orten. Dies trifft auch auf die von ihr erwähn­ten Kano­nen zu und auf die von der Autorin emp­foh­le­nen Spei­sen. Oder eine Damen­run­de vorm Restau­rant, die der Kell­ner foto­gra­fiert. Dies begrün­det Annet­te Pro­sin­ger damit, dass die Stadt nicht zu den Hot­spots Anda­lu­si­ens gehöre.

Viel­leicht kann jemand dem Bike­pa­cker Tipps geben, wodurch sich die Stadt aus­zeich­net. Immer­hin wur­de dort die ers­te Ver­fas­sung des Lan­des ver­fasst. Oft las­sen sich durch sol­che Fak­ten wun­der­bar Hal­tun­gen der Men­schen beob­ach­ten wie zum Bei­spiel ein gro­ßer Stolz dar­auf. Gera­de auf Anda­lu­si­en trifft das zu, das sich von der Zen­tral­re­gie­rung in Madrid tou­ris­tisch ver­nach­läs­sigt fühlt. Dabei gibt es dort sehr schö­ne ein­sa­me Strän­de wie zum Bei­spiel zwi­schen Ayamon­te und Sevil­la. Der Tou­ris­mus in Sevil­la und Gra­na­da mit vie­len Sehens­wür­dig­kei­ten zieht natür­lich vie­le Besu­cher ab vom Küs­ten­ab­schnitt zwi­schen Cádiz und Gibral­tar. Aber irgend­ei­nen Reiz gibt es immer. Den fand der Rei­sen­de sogar im Nest La Linea de la Con­cep­ción, obwohl es dort kein Din­ner auf dem Mee­res­grund wie in Nor­we­gen gibt.

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