Auf dem Jakobsweg Pilgern für Radler

60 Kilo­me­ter Radeln mit etli­chen Höhen­me­tern haben sich gelohnt: Heu­te abend fand ich den schöns­ten Ort mei­ner nun schon lan­gen Rei­se auf dem por­tu­gie­si­schen Jakobs­weg. Er ist magisch. Was bin ich froh, dass ich nicht schon nach­mit­tags in dem Hos­tal abge­stie­gen bin, das irgend­wie gru­se­lig war. Eine sehr alte Frau, hun­dert Jah­re alt viel­leicht, schlurf­te bei der Zim­mer­be­sich­ti­gung auf mich zu und raun­te: “Vor­sicht!” Da such­te ich natür­lich das Wei­te. Und auf ein­mal waren mei­ne Bei­ne wie­der fit. Doch genießt nun die Atmo­sphä­re, soweit das bei Fotos mög­lich ist. Spä­ter folgt auf You­Tube ein Film. Jeden Tag durf­te ich somit immer etwas ken­nen­ler­nen, was ich bis­her noch nicht kannte.

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A Coruña oder doch Lofot?

A Coru­ña oder doch Lofot? Hier — an der Gren­ze zur Pro­vinz A Coru­ña in Gali­ci­en — ver­blüfft den Rei­sen­den die Ähn­lich­keit bei­der Land­schaf­ten. Gera­de rund um Diger­mu­len sieht es ziem­lich ähn­lich aus.

Lei­der hat er gera­de kein Foto von Diger­mu­len zur Hand. Er kann jedoch ande­re Küs­ten­strei­fen zum Ver­gleich ein­fü­gen. Denn es ist doch inter­es­sant, her­aus­zu­be­kom­men, war­um man so beim Urlaub in Gali­ci­en oder auf dem Lofot empfindet.

Hier nun eini­ge Hypo­the­sen: Sicher­lich liegt es vor allem am Licht. Der Blick geht an expo­nier­ter Stel­le in die Fer­ne. Nicht umsonst ist Ska­gen, das eine expo­nier­te Lage an der Nord­spit­ze Jüt­lands ein­nimmt, berühmt durch die Ska­ge­ner Maler­schu­le geworden. 

Sowohl Diger­mu­len als auch die Stel­le in der Pro­vinz A Coru­ña lie­gen ein­sam. Nur im Hin­ter­grund erhe­ben sich in Nor­we­gen die grü­nen Alpen am Meer, maxi­mal 1161 Meter hoch. Dort recken sich die maxi­mal 800 Meter hohen Ber­ge Gali­ci­ens in die Höhe. An der Küs­te gehen die Ber­ge schließ­lich auch über in die Rías Baixas und die Rías Altas. In den Rías Baixas liegt die Sier­ra del Bar­b­an­za. Die Rías Altas sind der Teil der Küs­ten­re­gi­on Gali­ci­ens. Die­se lau­fen vom Kap Finis­terre in der west­li­chen Pro­vinz von A Coru­ña nach Riba­deo in der nord­öst­li­chen Pro­vinz Lugo. Dort gren­zen sie an Astu­ri­en. Sie gehö­ren zum gali­zisch-leo­ni­schem Massiv.

Beste Badeplätze und mildes Klima

Bei­de Orte lie­gen auch an rau­en Küs­ten. Die gali­ci­sche Küs­te ist nicht min­der gefähr­lich als das Polar­meer. Vie­le Fischer kos­te­ten die Wet­ter­ver­hält­nis­se das Leben. In ihnen fließt ziem­lich kal­tes Was­ser. Des­halb sind man­che Urlau­ber auch ent­täuscht, wenn sie mei­nen, den Traum­strand bei Por­to gefun­den zu haben, aber dort nicht wirk­lich schwim­men mögen. Selbst an Algar­ve gibt es so kal­te Strö­mun­gen. Nur erfah­re­ne Ein­hei­mi­sche wis­sen dort, wo die bes­ten Bade­plät­ze lie­gen für einen gelun­ge­nen Urlaub an Algar­ve lie­gen. Ebbe und Flut sor­gen natür­lich auch für ein ähn­li­ches Erscheinungsbild.

Die Was­ser­tem­pe­ra­tur bestimmt die Vege­ta­ti­on auf Gra­nit mit dün­ner Kru­me in bei­den Land­stri­chen. Auch dadurch kann es wohl zu einem ähn­li­chen Erschei­nungs­bild kom­men. Des­halb kann es zum Ver­gleich in der Ven­dée zum Teil schon fast medi­ter­ran durch Kie­fern­wäl­der wir­ken, die es so in Nord­nor­we­gen nicht gibt. Die­se gibt es dafür aber auf See­land am Kat­te­gat in Däne­mark. Auch dort ist es viel mil­der als an belieb­ten Bade­strän­den wie Blå­vand, ein däni­sches Nord­see­bad in der Kom­mu­ne Varde.

A Coru­ña oder doch Lofot? Mit die­sen Hypo­the­sen ist das Gan­ze bestimmt noch nicht aus­ge­schöpft. Viel­leicht fin­den sich die einen oder ande­ren Exper­ten, die das hier wis­sen­schaft­lich be- oder wider­le­gen kön­nen. Viel­leicht kommt es an die­ser Stel­le auch zu einer erwünsch­ten span­nen­den Diskussion.

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