Sauberkeit spanischer Urlaubsziele untersucht

Sau­ber­keit spa­ni­scher Urlaubs­zie­le unter­sucht: Gali­cier gel­ten in Spa­ni­en als fröh­li­ches Volk. Als der Rei­sen­de vor eini­gen Mona­ten in Sant­ia­go de Com­pos­te­la gas­tier­te, waren die Bars abends im Zen­trum immer gut gefüllt. Es war schwie­rig, dort einen Platz zu bekom­men. An vie­len Orten wird musi­ziert. Noch heu­te nimmt der Dudel­sack eine her­vor­ra­gen­de Rol­le ein. Das liegt nicht nur dar­an, dass Sant­ia­go eine wich­ti­ge Pil­ger­stadt ist. Daher tref­fen vie­le Men­schen aus der gan­zen Welt täg­lich in der Stadt ein. Ähn­lich gepolt sind auch die Men­schen in Städ­ten wie A Coru­ña oder Ourense.

Doch wie sau­ber sind spa­ni­sche Städ­te? Für jeden ist es ent­täu­schend, am Urlaubs­ort anzu­kom­men und fie­se mensch­li­che Hin­ter­las­sen­schaf­ten vorzufinden.

Die Tages­zei­tung „La Voz de Gali­cia“ ver­öf­fent­licht jetzt einen Arti­kel über die Sau­ber­keit 60 spa­ni­scher Städ­te. Am sau­bers­ten sind Ovie­do, Bil­bao und Vigo. Feder­füh­rend ist die Orga­ni­za­ción de Con­sum­i­do­res y Usua­ri­os (OCU).

Die­sen drei Städ­ten gegen­über schnei­den die Hafen­stadt A Coru­ña und das Städt­chen Lugo rela­tiv schlecht ab. Lugo hat sich dem­nach sogar ver­schlech­tert in den ver­gan­ge­nen Jah­ren, Vigo hin­ge­gen ver­bes­sert. Die ers­te Stu­die dar­über wur­de 1995 ver­öf­fent­licht. Die letz­te Unter­su­chung ist vier Jah­re her.

Der Ver­fas­ser des Arti­kels sieht eine Ursa­che für die Sau­ber­keit dar­in, dass Städ­te bereit sind, in Sau­ber­keit zu inves­tie­ren. So gibt die Stadt Vigo 71 Euro pro Ein­woh­ner aus. Hin­ge­gen liegt A Coru­ña mit 43 Euro deut­lich niedriger.

Ärger gilt Exkrementen, wilden Plakaten sowie ungepflegten Parks

Vo allem ärgern sich die Bewoh­ner A Coru­ñas über wil­de Graf­fi­ti und Pla­ka­te sowie Exkre­men­te auf den Wegen. Auch schlech­te Müll­be­sei­ti­gung wer­den bemän­gelt und die man­geln­de Pfle­ge der Grün­an­la­gen. Eben­so wird die Ver­nach­läs­si­gung der Außen­vier­tel der Stadt genannt. Hin­ge­gen schnei­det die Qua­li­tät der Luft gut für eine Stadt die­ser Grö­ße ab. Denn sie ist ein wich­ti­ger Industriestandort.

Schlecht schnei­det auch die Römer­stadt Lugo ab. Durch die­se kommt auch man­cher Jakobspil­ger auf dem Weg nach Sant­ia­go. Die „Stadt der römisch-anti­ken Mau­ern“ erhält nur bei der Bewer­tung der Luft­qua­li­tät gute Noten. Bemän­gelt wer­den aber die Sau­ber­keit der Stra­ßen und die Instand­hal­tung der Park­an­la­gen. Ähn­lich schlecht bewer­tet man auch, dass Exkre­men­te vor­han­den sind und Müll schlecht besei­tigt wird.

Etwas bes­ser scheint es hin­ge­gen in Städ­ten wie Pon­te­ve­dra und Ourense aus­zu­se­hen. Die lie­gen in der Mit­te der 60 bewer­te­ten Städ­te. Ourense hat aber auch eine attrak­ti­ve Alt­stadt. Jakobspil­ger kön­nen ihre Glie­der kos­ten­los im Was­ser einer Ther­mal­quel­le aus­stre­cken. Die Sau­ber­keit in Pon­te­ve­dra wird wohl­wol­lend zur Kennt­nis genom­men. Dort muss sich dort zuletzt eini­ges getan haben. Denn die Stadt macht im Ran­king einen gro­ßen Satz nach vorne.

Bilbao macht großen Satz nach vorne

Dies trifft auch auf die bas­ki­sche Metro­po­le Bil­bao zu. Sie ist eben­so wie A Coru­ña eine alte Indus­trie­stadt. Bil­bao mach­te von allen unter­such­ten Städ­ten den größ­ten Sprung nach vor­ne. In Ourense sieht es etwas schlech­ter aus. Gut schnei­det wie­der­um die Luft­qua­li­tät ab. Ledig­lich in Lérez ist man mit der Sau­ber­keit und dem Zustand der Grün­an­la­gen sehr zufrie­den. Aller­dings stört die Ein­woh­ner der Anblick von Kot erheblich. 

Sau­ber­keit spa­ni­scher Urlaubs­zie­le unter­sucht: Mal schau­en, wie es bei der nächs­ten Unter­su­chung aus­sieht. Sau­ber­keit am Urlaubs­ziel betrifft ja auch Tou­ris­ten und nicht nur die Ein­woh­ner. In Laxe, dem nächs­ten Ziel auf dem Pil­ger­weg, ist die Welt aber noch in Ordnung.

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Verführerisch schön für Sportler und Kunstkenner

Die Gegend rund um den Rio Min­ho scheint ver­füh­re­risch schön zu sein. So schreibt es jeden­falls der Ver­fas­ser eines Arti­kels für das Maga­zin “Des­co­brir Por­tu­gal”. Er meint ganz beson­ders die an Gali­zi­en gren­zen­de Hoch­ebe­ne von Cas­tro Laborei­ro, die sich inner­halb des Natio­nal­parks Pene­da-Gerês befin­det. Sie liegt im Distrikt Via­na do Cas­te­lo und ist gut 25 Kilo­me­ter ent­fernt von der Klein­stadt Melgaço.

Beson­ders hoch­wer­tig: In Laborei­ro befin­de sich eine der wich­tigs­ten prä­his­to­ri­schen Stät­ten Por­tu­gals. Dort gebe es Fels­rit­zun­gen und ‑zeich­nun­gen sowie Ein­zel­grä­ber und 120 Dol­men, die bereits über 5000 Jah­re alt seien.
Als wei­te­re Sehens­wür­dig­kei­ten zählt der Autor die Burg Cas­tro Laborei­ro auf, die heu­te ein Natio­nal­denk­mal sei, die baro­cke Kir­che Matriz de Cas­tro Laborei­ro sowie eini­ge mit­tel­al­ter­li­che Kir­chen, noch erhal­te­ne gemein­schaft­li­che Back­öfen sowie eine gan­ze Rei­he von mit Wassermühlen.

Die Burg, von der nur noch eine Rui­ne übrig ist, liegt immer­hin auf einer Höhe von gut 1025 Metern. In solch einer iso­lier­ten Lage hät­ten sich die Tra­di­tio­nen der Gegend gut erhal­ten, die unter ande­rem durch Schaf­hal­tung gekenn­zeich­net sei. Noch heu­te sei dort mit Ein­bruch des Win­ters der Alm­ab­trieb zu beob­ach­ten. In Mas­sen ström­ten die Tie­re ab Dezem­ber in die Täler, wo sie überwinterten.

Im Nucleo Museoló­gi­co de Cas­tro Laborei­ro sei es mög­lich, sich mit den Lebens­be­din­gun­gen der Men­schen aus­ein­an­der­zu­set­zen, die zum Teil in bit­te­rer Armut gelebt hät­ten. Bei nicht weni­gen hät­te die­se zur Aus­wan­de­rung geführt, dar­auf hof­fend, woan­ders ein bes­se­res Leben füh­ren zu können.

Dem Rei­sen­den von heu­te bie­te sich neben kunst­his­to­ri­schen Schät­zen eine beein­dru­cken­de Natur, die auch durch den Rio Laborei­ro geformt wur­de, der sich hier durchs Gebir­ge win­det. Frei­zeit­sport­ler kämen hier ganz­jäh­rig auf ihre Kosten.

Beein­dru­cken­de Bil­der fin­dest du auf

Cas­tro Laboreiro

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Schönste Frauen Portugals leben in Minho

Schöns­te Frau­en Por­tu­gals leben in Min­ho: Von der Schön­heit der Frau­en im Nor­den Por­tu­gals hat der Rei­sen­de schon in Fried­rich Sieburgs Werk über den “Neu­en Staat” gele­sen. Der viel­ge­reis­te Jour­na­list emp­fand beson­ders die mul­he­res und rapari­gas in der Regi­on Min­ho als schön. Mul­her heißt Frau. Mäd­chen heißt rapari­ga. Es sind lus­ti­ge Wör­ter, die nach Rap­peln und Ras­seln klin­gen. Dass sich die Spra­che aus dem Latei­ni­schen ent­wi­ckelt hat, ist zwei­fel­los an die­sem Voka­bu­lar zu erken­nen. Trach­ten­bil­der aus dem Nor­den Por­tu­gals fin­dest Du hier. Und es “erklingt” nach dem Klick zum Bei­trag des aus­ge­zeich­ne­ten Online-Maga­zins Vor­tex auch eine Ode auf die Frauen.

Am Fluss Min­ho fuhr der Rei­sen­de in der Umge­bung der ein­ma­li­gen Fes­tungs­stadt Valen­ça ent­lang. Er radel­te dabei auf dem Jakobs­weg von Por­to nach Sant­ia­go de Com­pos­te­la in Rich­tung Gali­zi­en. Sein Ziel war es, eine Rund­rei­se in Nord­por­tu­gal zu absol­vie­ren. Er war mit Schlaf­sack und Zelt unter­wegs. Ein Feri­en­haus in Nord­por­tu­gal wie zum Bei­spiel in Via­na do Cas­te­lo oder Bar­ce­los zu mie­ten, lag ihm nicht im Sinn.

Schö­ne Frau­en aus die­ser Gegend nahm er in Min­ho nur an der Rezep­ti­on eines Hotels in Pon­te de Lima wahr: Ana. Die Stre­cke war für der­ar­ti­ge Nach­for­schun­gen zu kurz mit geschätz­ten 30 Kilo­me­tern. Die meis­ten Men­schen leben schließ­lich auch in Lis­sa­bon und Por­to. Er wuss­te bis dahin nur, dass man­che Por­tu­gie­sen die­se Regi­on als die schöns­te ihres Lan­des betrachten.

Kleider machen Leute

Der Satz “Klei­der machen Leu­te” trifft ange­sichts der schö­nen Fotos des Maga­zins Vor­tex auf jeden Fall zu. Die Frau­en des Nor­dens tra­gen lei­der fast nur noch an Fest­ta­gen bun­te Trach­ten. Auf Höhe ihrer Tail­len hal­ten sie ein run­des Tablett. Dar­auf befin­den sich Spe­zia­li­tä­ten der Regi­on. Viel­leicht ist es Fisch aus dem Fluss Min­ho oder — eben­so typisch — das süße Pud­ding­ge­bäck “pas­tel de nata”. Lei­der ist es auf den Fotos des Maga­zins nicht erkennen.

In Tracht lau­fen die Frau­en hier auch nicht jeden Tag her­um. So könn­te man es mal in natu­ra betrach­ten. Aus Sicht eines Man­nes müss­ten sie natür­lich täg­lich Tracht tra­gen. Denn es sieht ohne jeden Zwei­fel sehr hübsch aus. Denn dann wird es zwei­fel­los nicht mehr zu über­se­hen sein: Die schöns­ten Frau­en Por­tu­gals leben in Minho.

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Unterwegs am Meer und im Hinterland Portugals

Ein­sa­me Leucht­tür­me, end­lo­se Strän­de, auf Fels­wän­den her­um­klet­tern­de Muschel­samm­ler, deko­ra­ti­ve Mee­res­buch­ten — die West­küs­te der Ibe­ri­schen Halb­in­sel zählt zu den schöns­ten Por­tu­gals und Spa­ni­ens. Avei­ro selbst, das die Zei­tung “La Voz de Gali­cia” vor­stellt, ken­ne ich noch nicht. Aber wenn man sich die Fotos anschaut, scheint es eine hüb­sche Stadt zu sein, in der die Boo­te sehr an Vene­dig erinnern.

Von Nord­por­tu­gal ken­ne ich das Hin­ter­land an der Küs­te, bin ich doch dort auf dem Jakobs­weg gera­delt. Vom Meer bekommt man dort bis auf gele­gent­lich stär­ke­ren Wind wenig mit. Das Pro­fil ist erst mal von Por­to über Bar­ce­los und Pon­te de Lima bis zur alten Fes­tungs­stadt Valen­ça an der Gren­ze zu Spa­ni­en flach bis hügelig.

Da dort Pil­ger unter­wegs sind, fin­den Allein­rei­sen­de immer wie­der net­te Gesell­schaft. Jeder kann sich frei ent­schei­den, ob er oder sie die Ruhe dort für sich allei­ne genie­ßen oder sich einer Wan­der­grup­pe anschlie­ßen will. Da mit dem Rad unter­wegs, ist man viel leich­ter in der Lage, sich die Sehens­wür­dig­kei­ten in der Umge­bung anzu­se­hen und trifft die net­ten Wan­de­rer von heu­te mit­tag in der Dorf­bar oder bei einem der vie­len Fes­te in den Klein­städ­ten wie­der, um sich dann gegen­sei­tig von den Ereig­nis­sen des Tages zu berich­ten. Wie etwa von den hübsch bemal­ten Hüh­nern aus Holz in Bar­ce­los, der Hahn ist Wahr­zei­chen Por­tu­gals, oder dem der Kunst gewid­me­ten und dadurch beein­dru­cken­den Ort Cer­vei­ra. Über die sozia­len Medi­en kann man sich ohne­hin schnell mit­ein­an­der anfreun­den und ist so gut unter­rich­tet, wo sich eine net­te Gefähr­tin gera­de herumtreibt.

Also braucht sich hier kein Indi­vi­du­al­rei­sen­der vor Ein­sam­keit zu fürch­ten und muss sich erst recht nicht wie bei teu­er bezahl­ten Grup­pen­rei­sen wie ein Esel an der Lei­ne her­um­füh­ren lassen.

Aktiv in Aveiro

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Protestkultur in Barcelona

Gebannt schau­en die Men­schen jeden Tag Fern­se­hen. Wer­den die Kata­la­nen sich von Spa­ni­en los­sa­gen? Ganz nah dran an der kata­la­ni­schen Unab­hän­gig­keits­be­we­gung bin ich wäh­rend mei­ner Rad­wan­de­rung auf den Jakobs­we­gen durch Gali­zi­en, füh­re mit vie­len Men­schen ent­lang der Stre­cke Gesprä­che über Poli­tik. Wie die Bas­ken füh­ren auch Gali­zier durch­aus Sym­pa­thien für die Kata­la­nen, sind die drei Völ­ker doch kei­ne Kas­ti­lier, son­dern haben ihre eige­ne Sprache.

Ich erzäh­le ihnen von mei­ner eige­nen Sym­pa­thie, die mit dem Lesen von Geor­ge Orwells Buch “Hom­mage to Cata­lo­nia” anfing und der Ver­wun­de­rung Orwells, dass die Arbei­ter­schaft Bar­ce­lo­nas im Sat­tel sit­ze und nicht die Bour­geoi­sie. Die Zei­ten sind längst vor­bei, wird höchs­tens noch in den Spie­len des FC Bar­ce­lo­na gegen Espan­yol sicht­bar, wenn im über­tra­ge­nen Sin­ne das Bür­ger­tum gegen die Arbei­ter­schaft antritt.

Ich erzäh­le den Gali­zi­ern davon und von mei­nem Kata­la­nisch-Stu­di­um in Bar­ce­lo­na, wie ich von Stu­den­ten immer wie­der Umfra­gen beant­wor­ten soll­te, ob Catalunya unab­hän­gig wer­den soll­te, einer von ihnen zeich­ne­te dazu auch tol­le Karikaturen.

Die poli­ti­sche Streit­kul­tur nahm ich in Bar­ce­lo­na immer deut­li­cher wahr als in deut­schen Städ­ten. Sie erreicht einen direkt. Ich erin­ne­re mich, wie mich Rober­to, der Vater mei­ner dama­li­gen Freun­din, fast etwas ärger­lich anschau­te, als ich ihm beim Bas­teln eines Pro­test­pla­kats zuschau­te und ihn frag­te, was das denn brin­gen soll­te. Für ihn als Gewerk­schafts­mit­glied es wohl selbst­ver­ständ­lich, für die Äuße­rung sei­nes Rechts­emp­fin­dens auf die Stra­ße zu gehen.

Als ich dann mei­ne ers­te Repor­ta­ge über einen Gene­ral­streik schrei­ben woll­te in Bar­ce­lo­na, geriet ich dann selbst dort in eine unan­ge­neh­me Situa­ti­on. Die Bat­te­rien waren mir beim Foto­gra­fie­ren aus­ge­gan­gen und ich muss­te mir schnell neue besor­gen. Die meis­ten Mit­ar­bei­ter aller Kauf­häu­ser der Stadt streik­ten für bes­se­re Arbeits­be­din­gun­gen und gerech­te­re Löh­ne. Als ich mit den Bat­te­rien aus dem Ein­gang trat, emp­fing mich ein gel­len­des Pfeif­kon­zert, aber ich glau­be auch, dass sich die meis­ten Leu­te einen Spaß dar­aus mach­ten. Denn auf­grund mei­ner blon­den Haa­re war ich deut­lich als Aus­län­der zu iden­ti­fi­zie­ren. Es tat mir auch kei­ner etwas. Gewalt habe ich dort auch nur zu mei­ner Schul­zeit gese­hen, als ich wäh­rend einer Fahrt mit dem Leis­tungs­kurs jeman­den in sei­nem Blu­te lie­gen sah. Die Kata­la­nen sind für mich kein gewalt­tä­ti­ges Volk und daher ist der jet­zi­ge Vor­wurf der Anklä­ger in bevor­ste­hen­den Gerichts­pro­zes­sen gegen die “Rebel­len” sicher nicht gerecht­fer­tigt. Es ist nicht rich­tig, star­ke Poli­zei­kräf­te gegen die eige­ne Bevöl­ke­rung ein­zu­set­zen. Das war ein dicker Feh­ler des Minis­ter­prä­si­den­ten Rajoys.

Der Deutsch­land­funk hat jetzt einen inter­es­san­ten Bericht über die begin­nen­den Pro­zes­se gebracht. Hier fin­det ihr ihn.

Pro­zes­se gegen “Rebel­len” beginnen

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Spaniens 30 schönste Dörfer

Bis­her dach­te ich, ich kenn­te jeden Gras­halm in Spa­ni­en. Denn ich bin schon durch vie­le Pro­vin­zen gera­delt. Meis­tens folg­te ich den Jakobs­we­gen, doch auch durch Anda­lu­si­en oder Kata­lo­ni­en bin ich schon viel gekommen.

Und heu­te fin­de ich in groß­ar­ti­gen Zei­tung “El Pais” aus Madrid eine Aus­wahl der 30 schöns­ten Dör­fer Spa­ni­ens. Die Rei­ser­e­dak­ti­on hat die­se zusam­men­ge­stellt. Von denen ken­ne ich mit Graz­ale­ma in Anda­lu­si­en und Com­bar­ro in Gali­zi­en gera­de ein­mal zwei.

Gutes Essen in Grazalema

Graz­ale­ma liegt im Bin­nen­land. Ich erin­ne­re mich an die gro­ße Dank­bar­keit eines ehe­ma­li­gen Gast­ar­bei­ters, der sich bei mir für die Groß­her­zig­keit der Deut­schen bedank­te, ihn wäh­rend der Dik­ta­tur Fran­cos auf­ge­nom­men zu haben. Er spen­dier­te mir eine lecke­re Por­ti­on Tapas. Und ich erin­ne­re mich an die klei­nen schwar­zen Schwei­ne auf den Wie­sen, aus denen spä­ter der exqui­si­te ibe­ri­sche Schin­ken pro­du­ziert wird.

Noch fri­scher ist die Erin­ne­rung an Com­bar­ro an der gali­zi­schen Küs­te. Dort war ich im August 2017, als ich erst auf dem por­tu­gie­si­schen, dann gali­zi­schen Jakobs­weg radel­te. Ich ver­brach­te dort den Nach­mit­tag mit einer lie­ben Pil­ge­rin aus Hei­del­berg vor einem Café. Das Meer rausch­te. Die Kuft war warm. Doch mach­te ich auch Bekannt­schaft mit dem kal­ten Was­ser, das mit 15 Grad doch recht erfri­schend ist. Bei 25 bis 30 Grad Luft­tem­pe­ra­tur und so erheb­li­cher Dif­fe­renz kos­te­te es mich dort mehr Über­win­dung als ins Polar­meer zu stei­gen und mich dar­in zu waschen. Auf dem Lofot waren es gera­de ein­mal fünf bis sie­ben Grad Unter­schied. In Gali­zi­en fließt kal­tes Was­ser aus den Ber­gen in die Buch­ten. Davon pro­fi­tie­ren vor allem die berühm­ten Muschel­fi­scher. Deren Kul­tu­ren brau­chen kal­tes Was­ser, um zu gedei­hen. Je mehr Mus­kel­fleisch die Tie­re anset­zen, des­to grö­ßer ist der Gewinn.

Daher freue ich mich schon dar­auf, in den kom­men­den Jah­ren alle ande­ren Dör­fer auch zu durch­strei­fen und zu erle­ben. Denn Dör­fer sind oft inter­es­san­ter als Städ­te, da ich in ihnen die meis­ten Men­schen ken­nen ler­ne, sie traum­haft in die oft stil­le Land­schaft ein­ge­bet­tet sind und sie vie­le Schät­ze bereit hal­ten. Spa­ni­ens 30 schöns­te Dör­fer — es lohnt sich, den Arti­kel zu lesen.

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Das leuchtende Meer im Urlaub fotografieren

Hüb­sche Idee für inter­es­san­te­re Fotos im Urlaub: Wenn das Meer ruhig und kein Licht vor­han­den ist, kann man bei Vor­kom­men von Phy­to­plank­ton das Meer leuch­ten sehen.

Leuch­ten­des Meer fotografieren

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Rauf aufs Rad und los!

Deut­sche wer­den nicht so alt wie Ita­lie­ner und Spa­ni­er. Das lie­ge am fal­schen Ver­hal­ten, sagen For­scher. Komisch: Ich sehe hier auch vie­le dicke Spa­ni­er und Por­tu­gie­sen auf mei­ner Tour durch Gali­zi­en und die hohen Ber­ge Portugals.

Also: ‘Rauf aufs Rad, wei­ter am Rio Dou­ro nach Por­to, nicht soviel Port­wein trin­ken dabei. Auch wenn es bei der zau­ber­haf­ten Stadt Lame­go schwer­fällt, wei­ter­zu­ra­deln. 145 Kilo­me­ter sind es nur noch bis Por­to, wo ich gut eine Woche blei­ben möchte.

Rau­chen, Über­ge­wicht, Alkohol

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Wein und Oliven so weit das Auge reicht

Noch nie hat der Rei­sen­de auf sei­ner gesam­ten Rei­se Wein und Oli­ven in sol­chem Aus­maß gese­hen. Wahn­sinn! Hin­ter ihm lie­gen immer­hin schon gut 3000 Kilo­me­ter Rad­rei­se durch Nord­por­tu­gal und Gali­zi­en. Es ist auch ange­sichts der Höhe über­wäl­ti­gend, am Rio Dou­ro zwi­schen Sal­to de Sau­cel­le und Por­to zu radeln. Es gibt Wein und Oli­ven, so weit das Auge reicht

Infor­ma­tio­nen über Anbau­me­tho­den lie­fer­te dem Rei­sen­den ges­tern ein schi­ckes Wein­mu­se­um in São João da Pes­quei­ra im Distrikt Viseu. Es lohnt sich nicht nur ein Besuch, weil es nach dem Rund­gang über drei Eta­gen ein fabel­haf­ten Rot­wein zur Abrun­dung gibt. Es gibt viel und gutes Mate­ri­al, war­um sich die “vinhas” hier gut für den Anbau der Reben eignen.

Mildes Klima im Douro-Tal

Dafür gibt am Fluss ent­lang mehr als genug Wein­gü­ter für die eine oder ande­re Kost­pro­be. Schließ­lich kommt der meis­te por­tu­gie­si­sche Rot­wein vom Dou­ro. Das meis­te geht in den Export nach Über­see und Eng­land. Der schwe­re Port­wein ist beson­ders beliebt. War­um sich die Gegend dafür beson­ders eig­net, ist gleich beim Über­gang von Spa­ni­en nach Por­tu­gal zu bemer­ken. Wer von Sau­cel­le kom­mend im Novem­ber die Gren­ze über­schrei­tet, spürt deut­lich die höhe­re Tem­pe­ra­tur. Der Wind lässt nach. Amphi­bi­en und Rep­ti­li­en scheint das Kli­ma auch zu lie­gen. Es gibt hier offen­bar vie­le Schlan­gen, die aber lei­der Auto­fah­rer tot­fah­ren. Von Sal­to de Sau­cel­le ergibt sich übri­gens ein tol­ler Blick über ein gro­ßes Stau­werk und ins Tal.

Auch zum Paddeln geeignet

Vor andert­halb Jah­ren war der Rei­sen­de schon ein­mal hier. Er genoss eine gran­dio­se Fahrt von Cas­te­lo Rodri­go nach Bar­ca d’Alva, weil es über vie­le Kilo­me­ter nur berg­ab ging. In Bar­ca d’Alva, ein Hafen für Kreuz­fahrt­schif­fe, bestieg er ein Kajak. Er pad­del­te mit einem Ein­hei­mi­schen, der hier als Leh­rer arbei­tet, auf dem gro­ßen Fluss. Über ihm kreis­ten Greif­vö­gel wie der Rote Milan. Ein­zi­ger Kon­takt am Fluss war die besorg­te Anfra­ge eines Cam­pers aus den Nie­der­lan­den. Die­ser hielt neben ihm und frag­te, ob der Rei­sen­de genug zu essen und zu trin­ken dabei hät­te. So wenig Ver­kehr befin­det sich auf der Stre­cke. Der nächs­te Kon­takt wird wohl erst mit Ana und Antó­nio in der Edel-Pen­si­on Casa da Cis­ter­na in Cas­te­lo Rodri­go sein. Ana und ihre Köchin kochen her­vor­ra­gend. Das wohl bes­te Essen Por­tu­gals gibt es dort.

Vie­le besu­chen die Gegend nur mit der Bahn von Por­to aus. Sie schaf­fen es gera­de ein­mal, in der Klein­stadt Pin­hão ein Wein­gut zu besu­chen und zu spei­sen. Den Ort kann man sich spa­ren. Doch hier auf Rad­wan­de­rung zu gehen, lohnt sich, weil die Stre­cke ab Zamo­ra gut über die Natio­nal­stra­ßen zu bewäl­ti­gen ist. Es gibt nie eine wirk­lich stei­le Stre­cke. Es sei denn, man fährt an man­chen Punk­ten direkt in ein klei­nes Dorf am Fluss her­ab. Aber die meis­ten Dör­fer lie­gen recht ange­nehm am Fluss. So lohnt es sich kaum, wegen grob geschätzt fünf schwie­rig erreich­ba­rer Orte einen beschwer­li­chen Weg auf sich zu neh­men. So sehr unter­schei­den sie sich am Ende auch wie­der nicht. Es gibt zwar kei­nen offi­zi­el­len Dou­ro-Rad­weg, aber der Ver­kehr ist auch nur mäßig. Statt vie­ler Autos gibt es Wein und Oli­ven so weit das Auge reicht. 

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Galizien statt Norwegen

Da lie­ge ich offen­bar mit mei­ner Rei­se durch Gali­zi­en voll im Trend. Auf n‑tv fand ich einen Rei­se­ar­ti­kel, in dem Gali­zi­en mit Nor­we­gen ver­gli­chen wird. Gali­zi­en ist eine gute Alter­na­ti­ve zu Nor­we­gen. Wenn­gleich der Ver­gleich ziem­lich hinkt im Arti­kel: Zum einen wer­den die nor­we­gi­schen Fjor­de als über­lau­fen dar­ge­stellt, was nicht über­all zutrifft, son­dern eher auf Süd­nor­we­gen. Zum ande­ren kön­nen die Strän­de in Gali­zi­en auch über­lau­fen sein, wes­halb ich die Rei­se­zeit immer in die Neben­sai­son legen würde.

Voll im Trend

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