Die besten Kultur- und Reisefilme im TV

Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten mög­lichst regel­mä­ßig mit einer Über­sicht über die bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa. Deutsch­land, Däne­mark, Frank­reich, Öster­reich, Por­tu­gal und Spa­ni­en sind ab mor­gen im TV-Pro­gramm ver­tre­ten. Viel­falt ist in der kom­men­den Woche im Pro­gramm zu erwar­ten, wenn es dies­mal täg­lich (!) um Gebir­ge wie in Por­tu­gal, Gewäs­ser, Geschich­te und moder­ne Kunst geht. Und natür­lich um Urlaub wie in Ost­fries­land oder Urlaub in Andalusien.

Druiden keltischer Stämme

Am meis­ten Erkennt­nis­se zu erwar­ten sind sicher auf arte, wenn es um Drui­den, Moor­lei­chen und moder­ne Kunst geht. Als Jugend­li­cher hat dem Rei­sen­den immer Mira­cu­lix gefal­len, wenn er mit sei­ner Sichel im Baum saß, um Mis­teln zu schnei­den. Aus die­sen und ande­ren Zuta­ten berei­te­te er sei­nen Zau­ber­trank zu. Drui­den besa­ßen damals gro­ßen Ein­fluss in kel­ti­schen Stäm­men, da sie über viel Wis­sen ver­füg­ten. Daher waren sie den Römern ein Dorn im Auge. Des­halb bekämpf­ten sie die­se, um Ein­fluss über die Stäm­me zu gewinnen. 

Reise nach Kopenhagen und Silkeborg zu empfehlen

In einem Buch über See­fah­rer Vitus Bering — Zum Land hin­ter den Nebeln — las der Rei­sen­de kürz­lich, dass Stäm­me ger­ne kran­ke und schwa­che Men­schen zu Scha­ma­nen ernann­ten. Denn in deren Auf­fas­sung pfleg­ten sie eine beson­de­re Bezie­hung zum Him­mel. Mal schau­en, wel­ches neue Wis­sen die­ser Film vermittelt.

Wer sich für Moor­lei­chen und die Bron­ze­zeit inter­es­siert, dem sei ein Besuch der Muse­en in Kopen­ha­gen und Sil­ke­borg emp­foh­len. Dort lie­gen die berühm­tes­ten Leich­na­me des Nor­dens. Dies ist zwar etwas von den Feri­en­häu­sern Däne­marks an der Nord­see ent­fernt. Aber es lohnt sich alle­mal, hinzufahren. 

Die­se Men­schen sind nicht ein­fach ins Moor gefal­len, weil es dort schau­rig war, son­dern sie wur­den dort bestat­tet. Fas­zi­nie­rend ist ihr guter Erhal­tungs­zu­stand. Durch den erfährt man viel über Ernäh­rung und Beklei­dung sowie das jewei­li­ge Ritual.

Und nun die Über­sicht über die bes­ten Kul­tur- und Rei­se­fil­me im TV, damit die Rei­se auf dem Sofa los­ge­hen kann. König Fuß­ball regiert dies­mal natür­lich auch mit. Möge das bes­te und fairs­te Team gewinnen!


SaSoMoDiMiDoFr
Deutsch­land

Boden­see, MDR, 20.15 Uhr

Schlei, NDR, 20.15 UhrBer­gi­sches Land, WDR, 20.15 Uhr

Auf der Ems durch Ost­fries­land, NDR, 21.00 Uhr
Meck­len­bur­gi­sche Ost­see­küs­te, HR, 20.15 Uhr
Däne­markKopen­ha­gen,
SWR, 17.00 Uhr

Mäd­chen von Egt­ved, arte, 21.05 Uhr
Däne­marks Nord­see­küs­te, NDR, 20.15 Uhr




Frank­reichDrui­den, arte, 20.15 Uhr

Kampf um Orlé­ans, ZDF Info, 14.15 UhrMar­seil­les, 3sat, 13.10 Uhr

Côte d’Azur, 3sat, 21.45 Uhr
Natio­nal­park Port-Cros, BR, 10.35 Uhr

Öster­reich


Kärn­tens phan­tas­ti­sche Welt, 3sat, 14.05 Uhr

Kärn­ten: Mill­stät­ter See, 3sat, 15.30 Uhr



Por­tu­gal

Por­tu­gals Wild­nis, Ers­tes, 20.15 Uhr


Algar­ve, Lis­sa­bon, Nor­den, WDR, 18.15 Uhr
Spa­ni­en
Pablo Picas­so und Fran­çoi­se Gilot, arte, 16.15 Uhr
Wil­der Nor­den. Reich der Bären, BR, 14.45 Uhr

Charme Anda­lu­si­ens, 3sat, 19.00 Uhr



likeheartlaugh­terwowsadangry
0

Die schönsten Frauen Portugals kommen aus dem Norden

Von der Schön­heit der Frau­en im Nor­den Por­tu­gals habe ich schon in Fried­rich Sieburgs Werk über den “Neu­en Staat” gele­sen. Der viel­ge­reis­te Jour­na­list emp­fand beson­ders die mul­he­res und rapari­gas, Jun­ge heißt rapaz — lus­ti­ge Wör­ter, die für mich nach Rap­peln klin­gen — in der Regi­on Min­ho als schön.

Am Fluss Min­ho fuhr ich in der Umge­bung der ein­ma­li­gen Fes­tungs­stadt Valen­ça ent­lang, als ich auf dem Jakobs­weg Rich­tung Gali­zi­en radel­te. Aber von der Schön­heit der Frau­en nahm ich nichts wahr. Das Stück war wohl auch zu kurz mit geschätz­ten 30 Kilo­me­tern. Ich wuss­te nur, dass man­che Por­tu­gie­sen die­se Regi­on als die schöns­te ihres Lan­des betrachten.

Der Satz “Klei­der machen Leu­te” trifft ange­sichts der schö­nen Fotos des Maga­zins Vor­tex auf jeden Fall zu. Die Frau­en des Nor­dens tra­gen lei­der nur noch an Fest­ta­gen bun­te Trach­ten, auf Höhe der Tail­le ein run­des Tablett mit Spe­zia­li­tä­ten der Regi­on. Viel­leicht ist es Fisch aus dem Fluss oder — eben­falls typisch — ein süßes Pud­ding­ge­bäck. Lei­der kann ich es nicht erkennen.

Trach­ten­bil­der aus dem Nor­den Por­tu­gals fin­det ihr hier und auch eine Ode auf die Frauen.

Ode auf die Schön­heit der Frau­en des Nordens

likeheartlaugh­terwowsadangry
0

Porto 6 Tage, 7 Nächte

Eine Woche blei­be ich in Por­to. Ich freue mich rie­sig dar­auf. Heu­te oder mor­gen kom­me ich an. Unter­kunft und Rück­flug sind schon gebucht. Sie­ben Näch­te in zen­tra­ler Lage an der Ave­ni­da dos Alia­dos. Dann wer­de ich recher­chie­ren, was die See­le der Stadt aus­macht, mög­lichst abseits vom Rei­se-Main­stream. Mal schau­en, wie oft ich mein Rad noch brau­che. Ich benö­ti­ge drin­gend neue Brems­kör­per, bin froh, dass ich die Schluss­etap­pe gut über­stan­den habe. Ein freund­li­cher Mecha­ni­ker ver­kauf­te mir ges­tern wel­che und schrieb mir Tipps auf, was ich auf jeden Fall besu­chen soll­te. Er spru­del­te fast schon über.

likeheartlaugh­terwowsadangry
0

Rauf aufs Rad und los!

Deut­sche wer­den nicht so alt wie Ita­lie­ner und Spa­ni­er. Das lie­ge am fal­schen Ver­hal­ten, sagen For­scher. Komisch: Ich sehe hier auch vie­le dicke Spa­ni­er und Por­tu­gie­sen auf mei­ner Tour durch Gali­zi­en und die hohen Ber­ge Portugals.

Also: ‘Rauf aufs Rad, wei­ter am Rio Dou­ro nach Por­to, nicht soviel Port­wein trin­ken dabei. Auch wenn es bei der zau­ber­haf­ten Stadt Lame­go schwer­fällt, wei­ter­zu­ra­deln. 145 Kilo­me­ter sind es nur noch bis Por­to, wo ich gut eine Woche blei­ben möchte.

Rau­chen, Über­ge­wicht, Alkohol

likeheartlaugh­terwowsadangry
0

Wein und Oliven so weit das Auge reicht

Noch nie habe ich auf mei­ner gesam­ten Rei­se von gut 3000 Kilo­me­tern durch Nord­por­tu­gal und Gali­zi­en Wein und Oli­ven in sol­chem Aus­maß gese­hen. Es ist auch ange­sichts der Höhe über­wäl­ti­gend am Rio Dou­ro zwi­schen Cas­te­lo Rodri­go und Por­to zu radeln. Infor­ma­tio­nen über Anbau­me­tho­den lie­fer­te mir ges­tern das schi­cke Wein­mu­se­um in São João da Pes­quei­ra im Distrikt Viseu. Vie­le besu­chen die Gegend nur mit der Bahn von Por­to aus und schaf­fen es gera­de ein­mal, in Pin­hão ein Wein­gut zu besu­chen und zu spei­sen. Doch hier auf Rad­wan­de­rung zu gehen, lohnt sich, weil die Stre­cke bis Zamo­ra gut über die Natio­nal­stra­ßen zu bewäl­ti­gen ist.

likeheartlaugh­terwowsadangry
0

Auf dem Jakobsweg Die schönsten Strände des Nordens

Noch ein paar Strän­de gefäl­lig? Hier nahe Riba­deo an der Gren­ze von Gali­zi­en und Astu­ri­en ist das Was­ser sogar noch leicht warm. Ich besuch­te heu­te unter ande­rem die Pra­ia as cate­drais, wate­te mit den Füßen durchs erfri­schen­de Nass, um einen Tun­nel zu erkun­den und die Kathe­dra­len. Mehr Fotos fin­det Ihr dem­nächst in mei­nem Rad­wan­der­füh­rer über den Jakobs­weg durch Nord­por­tu­gal und Galizien. 

likeheartlaugh­terwowsadangry
0

Auf dem Jakobsweg Pilgern für Radler

60 Kilo­me­ter Radeln mit etli­chen Höhen­me­tern haben sich gelohnt: Heu­te abend fand ich den schöns­ten Ort mei­ner nun schon lan­gen Rei­se auf dem por­tu­gie­si­schen Jakobs­weg. Er ist magisch. Was bin ich froh, dass ich nicht schon nach­mit­tags in dem Hos­tal abge­stie­gen bin, das irgend­wie gru­se­lig war. Eine sehr alte Frau, hun­dert Jah­re alt viel­leicht, schlurf­te bei der Zim­mer­be­sich­ti­gung auf mich zu und raun­te: “Vor­sicht!” Da such­te ich natür­lich das Wei­te. Und auf ein­mal waren mei­ne Bei­ne wie­der fit. Doch genießt nun die Atmo­sphä­re, soweit das bei Fotos mög­lich ist. Spä­ter folgt auf You­Tube ein Film. Jeden Tag durf­te ich somit immer etwas ken­nen­ler­nen, was ich bis­her noch nicht kannte.

likeheartlaugh­terwowsadangry
0

Auf dem Jakobsweg Pilgern für Radler

Valen­ça – auch hier bestä­tigt sich die Regel: Beim zwei­ten Besuch sieht vie­les anders aus. Es lohnt sich immer, nach einem Tag Abstand wie­der­zu­kom­men, vor­he­ri­ge Ein­drü­cke über Gesprä­che mit Men­schen oder über Fotos zu vertiefen.

So zieht die Fes­tungs­s­stadt am Rio Min­ho spa­ni­sche Tou­ris­ten magne­tisch an, Ange­bo­te zwi­schen 5 und 30 Euro abzu­klap­pern. Deut­sche ver­ir­ren sich sel­ten her. Es sind vor allem Pil­ger vom Jakobs­weg, die es von Por­to her­auf­ge­schafft haben. Die ers­te Hälf­te auf dem Wan­der­we­ge liegt hin­ter ihnen. Ein Hit für Kin­der sind klei­ne Maschi­nen­pis­to­len; der Kon­sum­krieg zwi­schen den teils schön geka­chel­ten Häu­sern möge beginnen.

Ande­ren ergeht es so wie mir am ers­ten Tag: die gewal­ti­gen Fes­tungs­mau­ern erkun­den, die dem Schutz vor den Kas­ti­li­ern dien­ten, Spei­se­kar­ten stu­die­ren, mit den manch­mal skru­pel­lo­sen Auto­fah­rern in den engen Gas­sen kämp­fen, Kir­chen und Kapel­len auf­su­chen, um danach wie­der zur Ruhe zu kommen.

Beim zwei­ten Besuch nimmt man ver­steck­te Din­ge wahr wie die Skulp­tu­ren Robert Scha­des, dem ich bereits in Cer­vei­ra begeg­ne­te – er ist der Picas­so Portugals.

Dann höre ich auch schon ein­zel­ne Gesprä­che in den Gas­sen her­aus wie das zwi­schen einer Mode­la­den­be­sit­ze­rin und ihrer Arbeits­kraft. Er fühlt sich offen­bar aus­ge­beu­tet. Aggres­si­on liegt in der Luft. Aber ich weiß schon, dass sich das Gesche­hen auf den Stra­ßen ab 19 Uhr erheb­lich beru­higt. Eine schö­ne Aussicht!

likeheartlaugh­terwowsadangry
0

Auf dem Jakobsweg Radeln für Pilger

Es ist auf­re­gend, wen ich auf der Stre­cke ken­nen­ler­ne. Ein­sam ist es nie. Dazu wan­dern zu vie­le auf dem por­tu­gie­si­schen Jakobs­weg von Por­to nach Sant­ia­go de Com­pos­te­la. Die Stre­cke ist 235 Kilo­me­ter lang. Jedem steht es frei, sich zu ent­schei­den, ob man allei­ne wan­dern will oder zu meh­re­ren. Manch­mal ist es schön, die Land­schaft still für sich zu genie­ßen, denn wer viel beim Wan­dern redet, kann auch viel übersehen.

Die Mehr­heit stel­len in die­sen Tagen Deut­sche und Spa­ni­er. Am Wochen­en­de gesell­ten sich Por­tu­gie­sen dazu. Aber auch Asia­ten wie eine Usbe­kin, die ich in Gemein­schaft am Mit­tags­tisch mit zwei Dänen und einer Deut­schen traf. Sie sprach flie­ßend Deutsch, so dass ich auf­grund des Akzents dach­te, dass sie in Süd­deutsch­land auf­ge­wach­sen wäre.

Als ich am Vor­abend einen Schlaf­platz such­te, stieß ich auf zwei Fran­zö­sin­nen, die vor dem Gemein­schafts­haus eines Hos­tals aßen. Eine gute Gele­gen­heit, mal wie­der Fran­zö­sisch zu spre­chen, was nach Tagen auf Spa­nisch, Eng­lisch und etwas Por­tu­gie­sisch anstren­gend war. Aber immer noch natür­li­cher als jeder Kon­ver­sa­ti­ons­kurs an der Volks­hoch­schu­le. Die bei­den Damen arran­gier­ten einen Zelt­platz auf dem Gelän­de für mich. Wahr­schein­lich war ich der ers­te Cam­per hier, da eigent­lich nur Zim­mer ver­mie­tet wur­den. Eine Dusche aller­dings boten sie mir nicht in ihrer Hüt­te an; da sind Nor­we­ger, Schwe­den, Dänen und Por­tu­gie­sen gast­freund­li­cher. Ich nahm den Gar­ten­schlauch statt­des­sen. Anschlie­ßend luden mich Iri­neo und sei­ne Frau — aus Sin­tra — zum frisch gegrill­ten Steak mit Chips, Salat und Bier ein. Sie gin­gen davon aus, dass ich hung­rig sein muss­te. Dabei war ich nur 21 Kilo­me­ter auf einem zum Teil aller­dings holp­ri­gen Weg gefah­ren. Dank­bar schlief ich im Zelt unter kla­rem Ster­nen­him­mel mit Gril­len­zir­pen ein.

likeheartlaugh­terwowsadangry
0