Schlagwort-Archive: Rio Douro

Radwandern am Rio Douro

Portugals schöner Rio Douro im Herbst. Tagsüber ist es im Flusstal noch schön warm in der Sonne. Abends wird es schon recht frisch beim Radwandern Richtung Porto. Auf der Strecke entdeckte ich diesen schönen mit Kacheln verzierten Brunnen am Konvent von Alpendouro.

Rauf aufs Rad und los!

Deutsche werden nicht so alt wie Italiener und Spanier. Das liege am falschen Verhalten, sagen Forscher. Komisch: Ich sehe hier auch viele dicke Spanier und Portugiesen auf meiner Tour durch Galizien und die hohen Berge Portugals.

Also: ‘Rauf aufs Rad, weiter am Rio Douro nach Porto, nicht soviel Portwein trinken dabei. Auch wenn es bei der zauberhaften Stadt Lamego schwerfällt, weiterzuradeln. 145 Kilometer sind es nur noch bis Porto, wo ich gut eine Woche bleiben möchte.

Rauchen, Übergewicht, Alkohol

Wein und Oliven so weit das Auge reicht

Noch nie habe ich auf meiner gesamten Reise von gut 3000 Kilometern durch Nordportugal und Galizien Wein und Oliven in solchem Ausmaß gesehen. Es ist auch angesichts der Höhe überwältigend am Rio Douro zwischen Castelo Rodrigo und Porto zu radeln. Informationen über Anbaumethoden lieferte mir gestern das schicke Weinmuseum in São João da Pesqueira im Distrikt Viseu. Viele besuchen die Gegend nur mit der Bahn von Porto aus und schaffen es gerade einmal, in Pinhão ein Weingut zu besuchen und zu speisen. Doch hier auf Radwanderung zu gehen, lohnt sich, weil die Strecke bis Zamora gut über die Nationalstraßen zu bewältigen ist.

Lustradeln am Rio Douro im Distrikt Guarda

Lustradeln am Rio Douro – ein Traum. Zuerst eine schroffe Abfahrt von Vilvestre in der Provinz Salamanca und einem Blick von oben auf die Schleifen, wie ihn manche von der Mosel kennen.

Die Brücke in Salto de Saucelle trennt Welten. Denn in Portugal führt ein Traumweg bis nach Barca d’Alva, vorbei an Weingütern mit Zypressen, schroffen Gebirgshängen und Mandarinenhainen.

Ein gewaltiger Temperatursprung ist deutlich zu spüren, während es auf der spanischen Hochebene schon kühl werden kann.

Barca d’Alva im Distrikt Guarda bin ich vor zwei Jahren Kajak gefahren, durfte den Roten Milan beobachten. Hier starten auch Kreuzfahrtschiffe nach Porto, was ich auch gerne mal testen würde.

Unzertrennlich im Parque Arribes del Duero

Damenbesuch nach meiner Ankunft in Villarino de los Aires, einer Kleinstadt in der Nähe des Rio Douro. Auch am nächsten Morgen waren wir unzertrennlich.

Die Katze ist drei Monate alt, manchmal ganz schön frech. Sie schlug mich, verborgen unter der Tischdecke, während ich auf der Dachterrasse in der Morgensonne meine Abenteuer vom Vortag im Parque Arribes del Duero aufzuschreiben versuchte.

Begegnung mit einer Gottesanbeterin Den Rio Duero durchstreifen und erleben

Die erste Etappe meiner komplett neuen Reise liegt jetzt hinter mir. Den Jakobsweg werde ich erst in Porto wiedersehen, bin auch ein wenig froh, mal nicht auf Sand und Steinen zu ackern. Ich bin gut 60 Kilometer am Rio Duero entlang geradelt, soweit es irgendwie möglich ist. Von Zamora aus fuhr ich nach Miranda do Douro in Portugal. Das Stück war einsam. Ab und zu begegnete ich Autos. Ich hatte das seltene Glück, während einer Rast eine Gottesanbeterin fotografieren zu dürfen. Ich sah auch, dass der Duero längst kein Naturfluss ist, sondern mehrfach Energie aus ihm gewonnen wird.

Perfekt getarnt Radpilgern auf dem Jakobsweg

Wer will noch kommen? Dann wirst Du in den nächsten Tagen den zauberhaften Rio Douro kennenlernen. Gut 50 Kilometer radele ich jetzt durch Kastilien-León, dann biege ich Richtung Porto ab.

Der Camino wird trotz Schotters einfacher, denn meistens ist das Gelände flach. Jeder hätte gute Chancen, hier zu überleben. 😊 Denn das Wetter ist kühl, für uns Deutsche Spätsommer. Viel trinken muss ich also nicht.

Mein Rad ist ockerfarben. Das liegt am Staub. So passe ich mich der Umgebung an, perfekte Adaptation. Selbst manche Häuser sehen hier so aus. Sie wurden vor gut 100 Jahren aus Lehm erbaut, enthalten Steinchen. Der untere Rand ist noch gemauert. Holzbalken tragen die Last. Vernünftig restauriert könnten sie sogar eine Touristenattraktion sein entlang der Via de la Plata, der von Sevilla nach Santiago de Compostela führt. Aber die Spanier lassen sie offenbar nach und nach verfallen, obwohl sie gut zur Identifikation mit der Region beitragen