Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktuell versorge ich euch möglichst regelmäßig mit Dokus über Kultur und Reise. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa, die an den nächsten Tagen im Fernsehen laufen. Diesmal ist die Auswahl sehr breit mit Zielen in Frankreich, Österreich, Spanien und Schweden. Frankreich, Norwegen und wieder einmal Dänemark bleiben diesmal außen vor. Fast jeden Tag ist das Mitreisen auf dem Sofa garantiert. Das Programm zum Download findet ihr unten als Link im pdf-Format.

Wieder einmal hochwertig nach Spaniens einzigartiger Waldlandschaft vergangene Woche scheint auch ein Beitrag über Iberiens wilde Vielfalt zu werden. Kein Wunder, ich höre oft von Portugiesen und Spaniern, dass sie nicht ins Ausland reisten, weil sie sowieso alles hätten: Berge, Meer und Wüsten. Es gibt Skigebiete wie in Andorra und wie in der Serra da Estrela.

Recht viel wird über Österreich gebracht. Erfreulich sind die historischen Beiträge über ein Keltengrab im Umland von Salzburg. Und über den letzten Ritter Maximilian im 16. Jahrhundert: Er ist zu empfehlen, da gut gemacht. Denn Maximilian heiratete Maria von Burgund aus machtpolitischen Gründen. Dem Habsburger Haus gelang durchs reiche Flandern der endgültige Aufstieg zur Weltmacht. Und es wuchs sogar echte Liebe zwischen Maximilian und Maria.

Auf den NDR-Beitrag über den Weserradweg bin ich auch sehr gespannt. Denn dort war ich selbst schon einige Male unterwegs. Die Strecke durchs Weserbergland ist der schönste Abschnitt, ein unterschätztes Gebiet. Die Weser ist dort weitgehend noch natürlich. Es gibt viele Auen, keine gewerbliche Schifffahrt, nur Freizeitsportler. Tiefe Wälder zum Wandern und Radeln und wirklich freundliche Menschen. Und ein hochwertiges Kulturangebot, wenn ich alleine an Corvey, Weserrenaissance und Porzellan aus Fürstenberg denke.

Ein tolles Ziel ist aber auch das Ahrgebirge vor den Toren Bonns, worüber heute der SWR berichtet. Wenn ich dort wandere oder radele, fühle ich mich bei manchen Etappen wie im Süden Europas. Dies liegt zum einen an der Vegetation mit Pflanzen, die es auch im Süden gibt. Zum anderen liegt es an der Wärme, die an gewissen Stellen über 60 Grad erreichen kann. Daher fühlen sich dort Reptilien wohl, aber auch Wein kann dort angebaut werden. Den Wein empfinde ich als wohlschmeckend. Beliebt ist die Zeit der Weinlese. Allerdings ist die Gegend dann der Feste wegen völlig überlaufen. Viele Autofahrer zieht es dann in die Dörfer rund um Ahrweiler statt mit Bahn oder Rad zu kommen. Die Anbindung an den Zug ist ziemlich gut.

Einschalten also nicht vergessen!


SaSoDiDoFr
DeutschlandUnterwegs im Ahrgebirge, SWR, 14 Uhr

Selbstversuch Pilgern. Auf dem Jakobsweg von Fulda nach Frankfurt, HR, 21.00 Uhr
Erlebnis Weserradweg, Von Hann. Münden bis Nienburg, NDR, 20.15 Uhr
ÖsterreichNaturparadies Seefeld, arte, 15.00 Uhr
Das Geheimnis des Keltengrabes, ZDF Info, 19.30 Uhr


Eingeschenkt. Weinland Österreich, 3sat, 11.45 UhrMaximilian. Das Spiel von Macht und Liebe, 3sat, 201.5 Uhr
Portugal
Die Azoren. Grünes Inselparadies, 3sat, 13.35 Uhr
Madeira, Portugals Blütenmeer im Atlantik, NDR, 20.15 Uhr
Schweden


Ich bin Greta, SWR, 23.15 Uhr
SpanienWilde Pyrenäen, Berge des Lichts, BR. 14.15 UhrIberien. Wilde Vielfalt, Phoenix, 20.15 Uhr
Lanzarote, Feuer, Lava, Licht, NDR, 20.15 Uhr
TV-Tipps Reise und Kultur

Neues Leben in der Serra da Estrela

Es kann schon ernüchternd sein, wenn man ins Land seiner Eltern zurückkehrt und dort gar nicht so willkommen ist, wie man es erwartet hat. Diese Erfahrung macht derzeit ein junger Weinbauer, der in Paris aufgewachsen ist. Er ist kürzlich aber ins kleine Dorf seiner Eltern in den hohen Bergen Portugals gezogen. Der Deutschlandfunk hat den jungen Winzer António Madeira in Santa Marinha in der Serra da Estrela besucht und einen interessanten Beitrag über sein neues Leben verfasst.

Oder sich die Landschaft so stark verändert hat, dass man sich an ein anderes Leben gewöhnen muss. In der im Frühjahr idyllischen Serra da Estrela treffe ich immer wieder auf Menschen, die Jahrzehnte in Frankreich gearbeitet haben. Sie waren ausgewandert, weil die Textilindustrie zusammengebrochen war. Wer durch die Gegend um die Distrikthauptstadt Guarda findet hier und dort aufgelasssene Textilfabriken. Dabei ist die Wolle dieser Gegend Spitzenklasse.

Als ich beim Radeln eine Pause auf der Terrasse eines Cafés im Dorf Trinta einlege, komme ich mit Rentnern ins Gespräch. Sie sind aus Paris zurückgekehrt. Der ältere Herr träumt davon, wieder wie früher auf die Jagd zu gehen. „Doch es gibt nur noch Kaninchen“, klagt er. Es lohne sich also nicht mehr. Aber vielleicht findet er jetzt seine Lebensaufgabe darin, das Revier zu hegen und zu pflegen. Denn dies ist Aufgabe eines Jägers.

Außer Trinta habe ich auf meiner Radreise durch die Serra da Estrela andere spannende Orte besucht. Ich stelle diese in meinem Kulturreiseführer „Serra da Estrela Die hohen Berge Portugals durchstreifen und erleben“ vor. Und auch auf YouTube findest Du Videos über meine Reisen und über das neue Leben in der Serra da Estrela.

Fortsetzung folgt.

Mehr als ein Fluss

Viel spektakulärer als die Küste ist das Binnenland Portugals. Und mit dem Fahrrad auch viel komfortabler zu durchstreifen und zu erleben als mit dem Auto.

Denn es wird einem nicht übel. Und auf den Nationalstraßen von Porto bis nach Zamora in Spanien fließt wenig Verkehr und es gibt dort keine harten Steigungen. Man entwickelt ein gutes Gespür für die Landschaft. Weingüter laden zum Verkosten ein. Es gibt dort imposante Schluchten zu sehen, in denen ich zum ersten Mal in meinem Leben einer Gottesanbeterin begegnete, Felsritzungen von Menschen aus der Steinzeit betrachtete und an den barocken Wunder der Stadt Lamego entlang flanierte. Oder aber in einem der Thermalbäder meine müden Beine auffrischte.

Journalisten der in Portugal erscheinenden Zeitschrift „Evasões“ empfanden das ähnlich und publizierten kürzlich eine Geschichte über den Rio Douro. Lest sie oder klickt die Bilderstrecke.

Rio Douro

Auf den Spuren des Portweins

Habt ihr schon mal ein Weinmuseum besucht? In Vila Nova de Gaia bei Porto gibt es ein schönes Museum, in dem die Geschichte des Portweins gezeigt wird. Portwein ist mit dem Tourismus eine der wichtigsten Einnahmequellen des Landes am Rande Europas.

Der „Observador“ hat einen guten Artikel über das Museum verfasst.

Portweinmuseum

Mountainbiken im Ahrgebirge

Angesichts des kühlen Wetters etwas zum Aufwärmen: Mountainbiken im Ahrgebirge. Die Höhen des Ahrgebirges in der Nähe von Bonn mit dem Rad sind sehr reizvoll, da man eine ganz andere Perspektive als beim Wandern hat. Allerdings auch anstrengender aufgrund der Höhenunterschiede.

Wir waren am vergangenen Wochenende unterwegs. Ich empfehle, es selbst oben zu versuchen. Denn der Radweg unten im Tal ist eher langweilig, oft überlaufen. Außerdem stört auf der Landstraße der rege Verkehr der Wochenendbesucher, die die Weinstuben aufsuchen oder wandern gehen. 

Wein und Oliven so weit das Auge reicht

Noch nie habe ich auf meiner gesamten Reise von gut 3000 Kilometern durch Nordportugal und Galizien Wein und Oliven in solchem Ausmaß gesehen. Es ist auch angesichts der Höhe überwältigend am Rio Douro zwischen Castelo Rodrigo und Porto zu radeln. Informationen über Anbaumethoden lieferte mir gestern das schicke Weinmuseum in São João da Pesqueira im Distrikt Viseu. Viele besuchen die Gegend nur mit der Bahn von Porto aus und schaffen es gerade einmal, in Pinhão ein Weingut zu besuchen und zu speisen. Doch hier auf Radwanderung zu gehen, lohnt sich, weil die Strecke bis Zamora gut über die Nationalstraßen zu bewältigen ist.

Versteinerter Troll im Gebiet des Rio Duero

Na, wer traut sich, nach mir hier durchzuradeln? Ach, was heißt radeln? Geschoben habe ich auch zwei bis drei Kilometer, zum Glück abwärts auf dem Sendero GR-14. Er ist wunderschön, aber schmal, führt einige hundert Meter tief zu einem Fluss, dann auf einer Landstraße angenehm wieder herauf. Der Sendero führt von der Duero-Quelle in Spanien zur Mündung in Portugal. Beim Aufstieg habe ich einen versteinerten Troll gefunden in den Schluchten des Duero zwischen Zamora und Salamanca. Der Fluss ist auch für seinen guten Wein weltweit bekannt.

Jetzt habe ich noch Besuch bekommen. Sie ist drei Monate alt.

Postkartenidylle auf dem Rotweinwanderweg in der Eifel

Gestern wanderten wir gut 16 Kilometer auf dem Ahrsteig. Der Weg führte uns zunächst an der Ahr entlang von Mayschoss nach Altenahr und dann auf dem Rotweinwanderweg zurück nach Mayschoss. Die Kamera sollte niemand vergessen. Denn auf der Strecke finden sich immer wieder schöne Motive.