Wo die Dramatik der Serra da Estrela auf zeitlose Literatur trifft

Gil Vicen­tes im höchs­ten Gebir­ge Por­tu­gals spie­len­des Schä­fer­spiel Tau­che ein in die Geburts­stun­de des por­tu­gie­si­schen Thea­ters. Wenn wir über die Tra­gi­ko­mö­di­en von Gil Vicen­te spre­chen, rufen wir eine Welt vol­ler Sati­re, Hin­ga­be und mensch­li­cher Abgrün­de auf. Doch kaum ein Werk fängt die raue, majes­tä­ti­sche See­le Por­tu­gals so ein wie jene Stü­cke, die im Schat­ten der Ser­ra da Est­re­la spie­len. … Wei­ter­le­sen

Wallfahrt der Leidenden

JULIANA Da wir lei­den, wol­len wir den Schmerz lin­dern. Wir sind recht trau­rig und recht müde. Ich weiß nicht, war­um ich respek­tie­ren soll, dass uns unse­re Müt­ter und Väter sol­che Ehe­män­ner aus­su­chen. Die­se ent­spre­chen so gar nicht unse­rer Art, da sie bei­na­he Teu­feln glei­chen. Deren Köp­fe sind wie Hügel, die Haa­re sind wurm­sti­chig. Sie sind … Wei­ter­le­sen

Im Buchhandel: Triumph des Winters

STEUERMANN Der Wind nimmt ab. Holt das Tau von der Fock ein. GREGÓRIO Und was ist hier die Fock? Ich weiß wohl, was ein Furz ist.Aber ich weiß weder, was ein Segel ist, noch wo es sich befin­det. Jetzt im Buch­han­del und die per­fek­te Urlaubs­lek­tü­re: Tri­umph des Win­ters & des Früh­lings. Das Thea­ter­stück liest sich an … Wei­ter­le­sen

Triumph des Winters und des Frühlings

Im “Tri­umph des Win­ters & des Früh­lings” schaut der Thea­ter­be­su­cher — Ori­gi­nal­ti­tel Auto do tri­unfo do Inver­no — fas­zi­niert durchs Brenn­glas Gil Vicen­tes auf eine ihm frem­de Welt der Renais­sance. Er hört stol­ze Wor­te des Win­ters über sei­ne Macht. Er zit­tert ums Leben von See­fah­rern zwi­schen Bra­si­li­en und Moçam­bi­que, lacht übers sati­ri­sche Gespräch des Win­ters mit einem … Wei­ter­le­sen

Die Wehklage der Maria Parda — lustig und scharf

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Die Weh­kla­ge der Maria Par­da atmet den Geist der Refor­ma­ti­ons­zeit. Das 1522 erschie­ne­ne Thea­ter­stück the­ma­ti­siert das Den­ken der Men­schen jener Zeit. Die­se füh­len sich schul­dig und haben Angst vor der Höl­le. Gil Vicen­te stellt auf revo­lu­tio­nä­re Wei­se ein­fa­che Men­schen von der Stra­ße auf die Büh­ne vor Adel und Bür­ger. Sie spre­chen auch volks­nah. Und das … Wei­ter­le­sen

Neu: Schwank der Dienstboten

Dra­ma­ti­ker Gil Vicen­te wirft bezeich­nen­des Licht auf den Lis­sa­boner Königs­hof Neu im Buch­han­del: Schwank der Dienst­bo­ten. In einer Zeit, in der Por­tu­gals Han­del auf­blüht, lebt ein Ade­li­ger am könig­li­chen Hof auf gro­ßem Fuße. Er beschäf­tigt Ange­stell­te, gibt kost­spie­li­ge Arbei­ten in Auf­trag, kann die­se aber nicht bezah­len. Er leis­tet daher hoh­le Ver­spre­chun­gen. Aller­dings sind sei­ne „Dienst­bo­ten“ … Wei­ter­le­sen

Portugal zum vierten Mal in Folge zu Gast auf der Leipziger Buchmesse

Seit gerau­mer Zeit beschäf­tigt mich por­tu­gie­si­sche Lite­ra­tur, besetzt mich gera­de­zu. Mich inter­es­siert, wie Por­tu­gals Autoren ihre Ber­ge dar­stel­len. Es gibt tat­säch­lich Ber­ge inner­halb des schma­len Strei­fens Land, der gut ein Drit­tel der Ibe­ri­schen Halb­in­sel ein­nimmt. Sie lie­gen haupt­säch­lich im Nord­os­ten des Lan­des; der höchs­te Berg heißt Pen­has Dou­ra­das und ist fast 2000 Meter hoch. Er … Wei­ter­le­sen

Von Barcelos nach Ponte de Lima

Von Bar­ce­los nach Pon­te de Lima: In Bar­ce­los, eine Klein­stadt, die ihr Thea­ter nach dem berühm­ten Renais­sance­dich­ter Gil Vicen­te benannt hat, dem Shake­speare Por­tu­gals, lernt der Rei­sen­de: Es kann bes­ser sein, Hüh­ner immer pfleg­lich zu behan­deln: also bes­ser bei Bio­mit­teln statt Fipro­nil blei­ben. Auch die Römer wuss­ten schon, wie wert­voll ihre Gän­sen waren, um die … Wei­ter­le­sen