Die Serra da Estrela umspannend

Welch ein präch­ti­ger Baum! Dabei fal­len mir zuerst die Wor­te ein: die Ser­ra da Est­re­la umspan­nend. Erst eine hal­be Stun­de war es her, dass ich das Hotel “Casa das Penhas Dou­ra­das” ver­las­sen hat­te. In die­sem emp­feh­lens­wer­ten Design­ho­tel in Zen­tral­por­tu­gal ver­brach­te ich die ers­te Nacht auf mei­ner Rund­rei­se durch die Ser­ra da Est­re­la auf fast 2000 Metern Höhe. Penhas Dou­ra­das ist mit 1993 Metern Por­tu­gals höchs­ter Berg. Schon ab Herbst regis­triert man die­se Höhe. Nebel steigt auf. Der Wind pfeift, obwohl Por­tu­gal aus unse­rer Höhe so weit süd­lich liegt. Aus der Sicht der Por­tu­gie­sen liegt das Land aber in West­eu­ro­pa, nicht Süd­eu­ro­pa. Die meis­ten betrach­ten Algar­ve nur als Anhang. Im Win­ter liegt sogar Schnee hier, wes­halb die Ser­ra stets von einem Mythos umge­ben ist. Auf dem Gip­fel leben die Göt­ter, eine anti­ke Vor­stel­lung, der José Sar­ra­ma­go in sei­nem schö­nen Buch “Die por­tu­gie­si­sche Rei­se” nach­geht. Der kar­gen stei­ni­gen Bei­ra hat der Lite­ra­tur-Nobel­preis­trä­ger ein lesens­wer­tes Kapi­tel gewidmet. 

Ausstellung über Flora und Fauna

Im CISE in der Klein­stadt Seia gibt es eine schö­ne Dau­er­aus­stel­lung, die auf Flo­ra und Fau­na des Gebir­ges ein­geht. Zum Nach­le­sen fin­dest Du ein Kapi­tel dar­über in mei­nem Rad- und Kul­tur­rei­se­füh­rer “Ser­ra da Est­re­la”. Ein­zel­ne All­tags­er­leb­nis­se, die auch nicht alle im Buch Platz gefun­den haben, hielt ich im Tage­buch­stil fest. Die Berich­te kannst Du hier in loser Fol­ge nachlesen.

Zum Glück star­te­te ich mei­ne zwei­wö­chi­ge Rund­tour im Mai, so dass mich die gan­ze Zeit nur die Son­ne küss­te und die Tour ohne Hin­der­nis­se zu bestrei­ten war. Ein zwei­tes Mal war ich danach im Novem­ber und Dezem­ber unter­wegs, hat­te eben­falls Glück, da nur sel­ten Regen fiel. Für die Ein­hei­mi­schen ist dies natür­lich eine Belastung.

Beeindruckende Farben und Formen

Auf mei­ner Expe­di­ti­on durch die Ser­ra da Est­re­la beein­druck­ten mich rie­si­ge, durch die letz­te Eis­zeit, abge­run­de­te Fel­sen. Eben­so ver­lock­te der leuch­ten­de Gins­ter, der oft auf abge­holz­ten oder ver­brann­ten Flä­chen wächst, zu Fotos. Und eben die­ser präch­ti­ge Baum: den Him­mel umspan­nend. Ich fand ihn bei der Abfahrt in die Täler der Ser­ra da Est­re­la am Stra­ßen­rand. Im Schat­ten ruht es sich gut bei der Wär­me des Tages. Auf dem Foto ist im Hin­ter­grund die Höhe der Ber­ge noch ganz gut zu erken­nen. Die land­schaft­lich schöns­ten Bil­der hiel­ten der Cal­ven­do-Ver­lag und ich im Kalen­der “Ser­ra da Est­re­la” fest. Die­sen kannst Du schon fürs kom­men­de Jahr bestel­len, wenn Du Dir oder einem gelieb­ten Men­schen eine Freu­de machen willst.

Tipp: Du fin­dest nicht nur im Rei­se­füh­rer “Ser­ra da Est­re­la Die hohen Ber­ge Por­tu­gals durch­strei­fen und erle­ben” gute Tipps. Auch mei­ne Jour­na­lis­ten­kol­le­gin Flo­ra Jädi­cke hat einen schö­nen Text über die Gegend geschrie­ben. Du fin­dest ihn hier. Und wer nach dem Hin­weis zum Design­ho­tel Inter­es­se an The­men wie Woh­nen & Ein­rich­ten hat, hat in mei­ner Jour­na­lis­ten­kol­le­gin Eve­lyn Stein­bach eine gute Adres­se. Viel Spaß beim Surfen!

Fort­set­zung https://durchstreifen-erleben.com/2019/06/20/baden-in-der-serra-da-estrela‑i/folgt.

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