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Verführerisch schön für Sportler und Kunstkenner

Die Gegend rund um den Rio Minho scheint verführerisch schön zu sein. So schreibt es jedenfalls der Verfasser eines Artikels für das Magazin “Descobrir Portugal”. Er meint ganz besonders die an Galizien grenzende Hochebene von Castro Laboreiro, die sich innerhalb des Nationalparks Peneda-Gerês befindet. Sie liegt im Distrikt Viana do Castelo und ist gut 25 Kilometer entfernt von der Kleinstadt Melgaço.

Besonders hochwertig: In Laboreiro befinde sich eine der wichtigsten prähistorischen Stätten Portugals. Dort gebe es Felsritzungen und -zeichnungen sowie Einzelgräber und 120 Dolmen, die bereits über 5000 Jahre alt seien.
Als weitere Sehenswürdigkeiten zählt der Autor die Burg Castro Laboreiro auf, die heute ein Nationaldenkmal sei, die barocke Kirche Matriz de Castro Laboreiro sowie einige mittelalterliche Kirchen, noch erhaltene gemeinschaftliche Backöfen sowie eine ganze Reihe von mit Wassermühlen.

Die Burg, von der nur noch eine Ruine übrig ist, liegt immerhin auf einer Höhe von gut 1025 Metern. In solch einer isolierten Lage hätten sich die Traditionen der Gegend gut erhalten, die unter anderem durch Schafhaltung gekennzeichnet sei. Noch heute sei dort mit Einbruch des Winters der Almabtrieb zu beobachten. In Massen strömten die Tiere ab Dezember in die Täler, wo sie überwinterten.

Im Nucleo Museológico de Castro Laboreiro sei es möglich, sich mit den Lebensbedingungen der Menschen auseinanderzusetzen, die zum Teil in bitterer Armut gelebt hätten. Bei nicht wenigen hätte diese zur Auswanderung geführt, darauf hoffend, woanders ein besseres Leben führen zu können.

Dem Reisenden von heute biete sich neben kunsthistorischen Schätzen eine beeindruckende Natur, die auch durch den Rio Laboreiro geformt wurde, der sich hier durchs Gebirge windet. Freizeitsportler kämen hier ganzjährig auf ihre Kosten.

Beeindruckende Bilder findest du auf

Castro Laboreiro

Aufflammendes dänisches Interesse an Skulpturen

Wer hätte das gedacht? Im ehemaligen Fischerdorf Humlebæk vor den Toren Kopenhagens stehen Skulpturen der bekannten Künstler Richard Serra, Alexander Calder, Max Ernst, Joan Miro, Jean Debuffet und Nobuo Sekine. Ausgestellt hat sie das phantastische Museum Louisiana.

Also auch Dänen interessieren sich “auf einmal” für Skulpturen. Ich selbst brauchte recht lange, bis ich einen Zugang zu ihnen fand. Zunächst brachten meine Eltern mir und meinen Geschwistern, meine Mutter studierte Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Mittelalter, viel über Kunst der Frühzeit bis zum Mittelalter bei. Wir besuchten das mich heute immer noch berührende Nationalmuseum in Kopenhagen, wo mich Moorleichen, Luren und Schmuck faszinierten.

Wenn es regnete und ein Strandtag ausfiel, fuhren wir auch nach Roskilde. Nein, nicht zum Musikfestival, sondern zum Bestaunen der berühmten Wikingerausstellung. Dort stehen wunderbar konstruierte Langboote. In Oslo sorgen sie sich übrigens um ihren Bestand, sah ich gestern in den Europanachrichten. Erschütterungen setzten ihnen sehr zu, hieß es. Doch Skulpturen?

Die entdeckte ich, als ich zur Vorbereitung meines Buches “Umeå in meinem Herzen” nach Västerbotten radelte. Dort gibt es einen für eine so weit nördlich liegende Stadt geradezu exorbitant großen Skulpturenpark. Ein Industrieller hat ihn aufgebaut. Und da es mir ums Aufspüren von Kunst und Kultur ging, blieb mir nichts anderes übrig, als mich nun auch damit auseinanderzusetzen.

Wie sich der Autor der “Washington Post” damit auseinandersetzt, könnt ihr hier lesen.

Skulpturen Louisiana