Neu aufgelegt: Aarhus-Kalender im Handel

Sie suchen ein Geschenk fürs kommende Jahr? Für Architektur-Begeisterte? Oder für begeisterte Dänemark-Urlauber? Als Give-away für Kunden? Dann ist der neu aufgelegte Aarhus-Kalender für Dich genau richtig. Er ist im Handel und online verfügbat.

In der Kulturhauptstadt Aarhus liegt der Umbruch von der Industrie- zur Wissensgesellschaft radikal offen. Zunächst öffnet die an der Ostküste Jütlands liegende Stadt den Fluss. Seitdem pulsiert das Leben im Latinerviertel. Dann gestaltet sie eine neue Fluss-Promenade. Links und rechts davon liegen Dom, Galerien und Butiken. Dazu gesellen sich gut erhaltene historische Häuser und schöne Plätze zum Entspannen. An der Aarhusbucht selbst erheben sich Meisterwerke der besten dänischen Architekten. Neues verbindet sich im Zentrum mit Altem. In 13 faszinierenden Bildern wird die Stimmung auf den Punkt gebracht.

Architekturfans kommen mit dem nun im Handel erwerbbaren neuen Aarhus-Kalender auf ihre Kosten. Ich habe ihn zusammen mit dem Calvendo-Verlag auf den Weg gebracht. Es gibt ihn in unterschiedlichen Größen – also je nach Bedürfnis.

Portugal zum vierten Mal in Folge zu Gast auf der Leipziger Buchmesse

Seit geraumer Zeit beschäftigt mich portugiesische Literatur, besetzt mich geradezu. Mich interessiert, wie Portugals Autoren ihre Berge darstellen. Es gibt tatsächlich Berge innerhalb des schmalen Streifens Land, der gut ein Drittel der Iberischen Halbinsel einnimmt. Sie liegen hauptsächlich im Nordosten des Landes; der höchste Berg heißt Penhas Douradas und ist fast 2000 Meter hoch. Er liegt innerhalb der Serra da Estrela.

Wie besessen habe ich mich durch Werke von José Saramago, Aquilino Ribeiro, Ferreira de Castro, Gil Vicente und auch des in Salamanca aufgewachsenen kanadischen Autors Yann Martel gelesen – kein einziges hat mich enttäuscht.

Denn die Lektüre ergab spannende Ergebnisse rund um den Mythos der portugiesischen Berge. Die Dichter konzentrieren sich dabei nicht nur auf die Serra da Estrela, sondern auch auf andere Gebirgszüge im Zentrum ihres Landes. Ihnen liegt sehr daran, die Gebirgsbewohner nicht als Hinterwäldler erscheinen zu lassen; dieses Bild wird hier und dort durchaus verwendet, da man in solchen Regionen noch heute viel Armut antrifft. Doch beim Lesen wird einem deutlich, dass das Leben dieser Menschen vom kargen Land bestimmt wird, sie dennoch in der Lage sind, ihr Leben so zu organisieren, dass sie für ihr eigenes Brot sorgen können.

Portugal ist ein Leseland und kulturell sehr interessiert. Wenn ich mir nicht nur deren hochwertige Literatur anschaue, sondern auch die Vielzahl liebevoll gemachter Webseiten der Medien rund um Kultur anschaue, kann ich etwas ernüchtert nur feststellen, wie geistig verarmt unsere Medien mittlerweile sind. Die Seiten in Deutschland sind oft lieblos heruntergehauen; eingekauft werden von vielen Medien Artikel von der Stange, in denen der Mut zur eigenen Meinung fehlt, keine eigene Perspektive aufgebaut wird.

Kultur lasse sich nicht verkaufen, wird dann dagegen argumentiert, bringe keine Quote.

Portugal nimmt jetzt zum vierten Mal in Folge an der Leipziger Buchmesse teil. Der besondere Reiz dieser Messe ist, dass man den guten Autoren der Gastländer während der Lesungen nahe kommen kann, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Diesmal sind Afonso Cruz, Ana Margarida de Carvalho, Joana Bértholo e Valério Romão und auch der Ex-Kulturminister Luís Filipe Castro Mendes zu Gast. Vorgestellt wird auch Literatur der ehemaligen Kolonie Angola.

Wir können froh sein, dass wir die Messen in Leipzig und Frankfurt noch haben, es dort Lesungen gibt, in denen Leser ihren Lieblingsautoren noch begegnen können oder jemandem, der noch der Liebling werden kann.

Die Messe beginnt am 20. März.

Portugal zu Gast in Leipzig

Neubau des Munch-Hauses und des Nationalmuseums in Oslo auf gutem Wege

Uff, bei den Fotos der dänischen Zeitung „Berlingske“ bekomme ich wieder richtig Lust, nach Oslo zu reisen. Ich verbrachte dort schon einige Tage, landete dort gemütlich mit einer Fähre von Kiel im Hafen. Von dort kann man ganz gemütlich in Richtung Innenstadt weiterlaufen. Die „Pension Koch“ musste ich nicht lange suchen, denn die lag direkt auf dem Weg. So schnell, ohne große Sucherei, hatte ich zuvor noch nie in einer Großstadt eine Unterkunft gefunden. Mir fiel Wochen danach der großartige Roman „Der Halbbruder“ von Lars Saabye Christensen in die Hände. Und wovon las ich bereits auf den ersten Seiten: von der Pension Koch. Schön zentral in der Nähe des königlichen Schlosses gelegen, lassen sich dort aus schöne Streifzüge unternehmen.

Die Kulturredaktion der Berlingske hat mit der Dänin Karin Hindsbo die Direktorin des Nationalmuseums interviewt. Sie begann im Jahre 2014 in Bergen ihre Museumslaufbahn.

Oslo solle sich zur Kulturmetropole entwickeln, erzählt sie von den Plänen der Stadtplaner. Das Nationalmuseum erhalte derzeit ein neues Gebäude und ein Munch-Museum. In ihrer Freizeit gehe sie gerne in einen Skulpturenpark i Ekeberg „som kunstsamleren Christian Ringnes gav byen som gave for fem år siden.“ Ebenso empfiehlt sie Ferrnley Museet, das „etableres også som kulturinstitutioner ud mod fjorden.“ Es hat sich also einiges getan seit meinem letzten Aufenthalt.

Doch schmökert selbst weiter auf

Reise zur wachsenden Kulturmetropole Oslo

So schwierig ist Dänisch nicht.

Provinzhauptstadt schlägt Weltstadt

Neulich habe ich eine spannende Verfilmung über Maximilian von Österreich und Maria von Burgund gesehen. Ich dachte nur, das gibt es doch nicht, denn ich besichtigte vor einiger Zeit eine Kapelle in Lille, in der Maria gebetet haben soll. Und zurzeit befasse ich mich durch die porführtentugiesische Geschichte viel Marias Zeit, also mit dem 16. Jahrhundert, da es von Portugals Zeit als Weltmacht viele schöne Dinge zu sehen gibt, wenn man durchs Land reist.

Diese schlichte Kapelle befindet sich heute im Rathaus von Lille, zu Marias Zeiten eine der reichsten Städte Europas. Hochgekommen waren die Bürger durch Tuchhandel. Noch heute ist Tuch aus Flandern in Adelssitzen zu finden in Form von prachtvollen Wandteppichen und eingewebten Bildern adeligen und religiösen Lebens.

Unter den damaligen Herrschern war Burgund sehr begehrt und Maria eine gute Partie. Frankreich und Österreich führten daher sogar Krieg gegeneinander. Die schöne und sehr gebildete Frau hatte sich nämlich für Maximilian entscheiden müssen, den sie für grob hielt. Sie schickte eine Hofdame nach Wien, um ihn erst zu prüfen. Roch er wirklich so schlecht wie gesagt wurde? Speiste er auch so unkultiviert, indem er die Gabel mit den Zinken nach unten in den Mund führte? Wäre beides erfüllt gewesen, hätte ihm die Zofe nicht das Bildnis mit ihrem Anlitz überreichen dürfen.

Aber die Ehe mit dem letzten Ritter lief auch viel harmonischer als erwartet. Leider fiel sie auf einer Jagd vom Pferd. Es war leichtsinnig, während einer Schwangerschaft so wild zu reiten. Sie starb einige Tage später an den Folgen. Aus der Zeit übrig geblieben sind prächtige Bürgerhäuser im Zentrum Lilles und erstaunlich gute Kunst im Stadtkern und im Umland. Ein Reporter des Kuriers in Wien war jetzt in Lille, vergleicht sie mit Brügge. Und auch ich schrieb darüber für „Die Presse“ in Wien. Viel Spaß beim Schmökern.

Provinzhauptstadt schlägt Weltstadt

Zu Besuch in Lille und Brügge

Aufflammendes dänisches Interesse an Skulpturen

Wer hätte das gedacht? Im ehemaligen Fischerdorf Humlebæk vor den Toren Kopenhagens stehen Skulpturen der bekannten Künstler Richard Serra, Alexander Calder, Max Ernst, Joan Miro, Jean Debuffet und Nobuo Sekine. Ausgestellt hat sie das phantastische Museum Louisiana.

Also auch Dänen interessieren sich „auf einmal“ für Skulpturen. Ich selbst brauchte recht lange, bis ich einen Zugang zu ihnen fand. Zunächst brachten meine Eltern mir und meinen Geschwistern, meine Mutter studierte Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Mittelalter, viel über Kunst der Frühzeit bis zum Mittelalter bei. Wir besuchten das mich heute immer noch berührende Nationalmuseum in Kopenhagen, wo mich Moorleichen, Luren und Schmuck faszinierten.

Wenn es regnete und ein Strandtag ausfiel, fuhren wir auch nach Roskilde. Nein, nicht zum Musikfestival, sondern zum Bestaunen der berühmten Wikingerausstellung. Dort stehen wunderbar konstruierte Langboote. In Oslo sorgen sie sich übrigens um ihren Bestand, sah ich gestern in den Europanachrichten. Erschütterungen setzten ihnen sehr zu, hieß es. Doch Skulpturen?

Die entdeckte ich, als ich zur Vorbereitung meines Buches „Umeå in meinem Herzen“ nach Västerbotten radelte. Dort gibt es einen für eine so weit nördlich liegende Stadt geradezu exorbitant großen Skulpturenpark. Ein Industrieller hat ihn aufgebaut. Und da es mir ums Aufspüren von Kunst und Kultur ging, blieb mir nichts anderes übrig, als mich nun auch damit auseinanderzusetzen.

Wie sich der Autor der „Washington Post“ damit auseinandersetzt, könnt ihr hier lesen.

Skulpturen Louisiana

Auf dem Jakobsweg Pilgern für Radler

Gerade bin ich sehr überrascht worden. Ich fand in einem Skulpturenpark auf einer Halbinsel am Fluss Lérez lauter Steinbänke mit eingravierten Sprüchen – Aphorismen. Zum Beispiel: Emotionale Reaktionen sind genauso wertvoll wie intellektuelle.

Das kenne ich doch?

Wer hat die Idee der amerikanischen Künstlerin Jenny Holzer für den Pilgerort Pontevedra geklaut? Drei ähnliche Bänke stehen auch im Schlosspark der Stadt Münster. Sie thematisieren die Sinnlosigkeit von Kriegen. Zuvor stieß ich schon auf eine hohe Granitstele, die mich an die Spardose in der Nähe des Train-Denkmals an der Promenade erinnerte. Wie die Bänke wurde auch diese anlässlich der Skulptur Projekte in Münster aufgestellt.

Die Stele im galizischen Pontevedra stammt von Ulrich Rückriem, von dem „Dolomit zugeschnitten“ an der Petrikirche steht. Auf dem portugiesischen Jakobsweg finde ich also tatsächlich ein Stück Heimat. Europa wächst also immer mehr zusammen.

Zu beeilen braucht sich jetzt niemand. Die Skulpturen stehen noch länger sowohl in Münster als auch in Pontevedra. Wer mehr über „Münster Stadt der Skulpturen“ erfahren möchte, braucht bloß zu meinem gleichnamigen Buch zu greifen. Dort lade ich Sie zu Stadtrundgängen zwischen 5 und 13 Kilometern ein, um Spannendes über Architektur und Kunst ab der Erbauung des Domes zu erfahren.

Die Bänke in Pontevedra stammen übrigens auch von Jenny Holzer.

Europas Kulturhauptstadt 2017: Aarhus – Dänen geht’s gut | Lufthansa magazin

Einer der besseren Texte, der Lust macht, die Stadt zu durchstreifen und zu erleben. Denn da ist jemand wirklich als Reporter vor Ort gewesen, geht auf die Architektur sowie dänisches Wesen ein, zitiert nicht nur eben den Bürgermeister und Mitarbeiter von Pressestellen.

Preisausschreiben: Kulturhauptstadt 2017 + Kulturhauptstadt 2014

Meine Reiseführer über die kommende Kulturhauptstadt Aarhus und die schwedische Kulturhauptstadt Umeå können Sie jetzt beim Online-Magazin „rantlos“ gewinnen. Dazu müssen Sie bis zum 20. Dezember nur eine Frage beantworten.

Diese finden Sie unter dem unten stehenden Link:

Preisausschreiben

Viel Spaß.

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Wer es nicht abwarten kann, die beiden Bücher zwecks Vorbereitung einer bisher unerwarteten Reise zu lesen, kann diese schon im Buchhandel, im epubli-Shop oder bei amazon bestellen.

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Aarhus – Stadt des Lächelns
Die Kulturhauptstadt Dänemarks durchstreifen und erleben (Softcover)
In schwarz-weiß: ISBN: 978-3-7418-6473-5
In Farbe: ISBN: 978-3-7418-6472-8
epubli-Verlag

„Umeå in meinem Herzen“. Västerbotten durchstreifen und erleben. Ein unbekanntes Land im Norden Schwedens.
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-8442-8060-9
Format: Taschenbuch

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Im Eisberg zuhause

Der „Eisberg“ mit elf teils spitzen, teils flachen Gipfeln ist eine der exklusivsten Wohnanlagen der Welt. Derartig gewagte Architektur für eine Anlage mit 208 Wohnungen gibt es nur in Aarhus, der europäischen Kulturhauptstadt des Jahres 2017. Schneeweiß steht „Isbjerget“ an der Wasserkante der Aarhusbucht im neuen Stadtteil Aarhus Ø. Geplant hat ihn ein dänischer Architekt mit dem sprechenden Namen Mikkel Frost vom Architektenbüro Cebra.