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179 Kilometer Abenteuer am Fjord

Es ist mal wieder spannend zu erfahren, was einen spanischen Autor der Zeitung „El Mundo“ an Norwegen fasziniert und zu welchen Bildern er greift, um die Landschaft zu erfassen. Den Verfasser verschlug es im Winter in die größte Hochebene Europas, in die Hardangervidda. Dabei gibt es auch in Spanien Hochgebirge. Aber sie liegen nicht direkt am Wasser. Vielleicht eröffnet Dir dieser Artikel so einen völlig neuen Zugang zum Norden.

Natürlich greift der Autor zu Begriffen wie Postkartenlandschaft. Was mich aber stets fasziniert, ist das ganz andere Verhältnis der Spanier zur Kälte. Während Mitteleuropäer schon im Frühjahr oder noch im Herbst im T-Shirt durch die Gegend laufen, ziehen sie sich Winterkleidung an, um nicht zu frieren. Auch dieser Autor musste sich an die tiefen Temperatur unter Null in Kombination mit Eis und Schnee gewöhnen und fragte wohl jemanden vor Ort, wie Skandinavier damit umgingen: „Norweger sagen, dass Kälte nicht existiere. Es gebe nur unpassende Kleidung.“ Entsprechend gekleidet könne auch ein Spanier sich von der Landschaft entzücken lassen, ohne dabei zu erfrieren. Diese sei im Winter viel interessanter, weil in dieser Zeit auf den Fjorden der Frieden regiere, jeder ohne die Last der Kreuzfahrtschiffe sich vom Leben in der Stadt abkoppeln und eine Verbindung mit der Natur eingehen könnte. Nicht zuletzt habe die Unesco diese Landschaft zum Weltkulturerbe ernannt.

Das sind spezielle Wahrnehmungen des Verfassers. Doch wohin zieht es Spanier, wenn sie Outdooraktivitäten wie Skifahren, Schneeschuhwandern oder Eisklettern ausüben wollen? Gibt es Geheimtipps, von denen Menschen aus deutschsprachigen Ländern nie etwas erfahren? Zu den wichtigsten Zielen zum Skifahren zählt für ihn Myrkdalen im Gebiet des 179 Kilometern unfassbar langen Hardangerfjordes. Dort gebe es insgesamt 28 Kilometer lange Pisten. Doch schon die Anreise auf der Schnellstraße von Bergen sei atemberaubend. Mit jedem Kilometer öffne sich die Natur. Die Berge reichten direkt bis an die Straße heran. Sie spiegelten sich im ruhigen und durchsichtigen Wasser. Und noch beeindruckender sei es zu sehen, wie sich der Schnee darin spiegele. Getoppt werde all das allerdings von Vøringsfossen, einem der bekanntesten Wasserfälle Norwegens. Er ist 182 Meter hoch mit einer Freifallstrecke von beeindruckenden 145 Metern. Wenn das Wasser gefroren ist, gibt es dort offenbar die Möglichkeit des Eiskletterns. Aktuell werde eine enorme Glasbrücke gebaut, die zwei Aussichtspunkte miteinander verbinde.

Den kompletten Artikel der Zeitung El Mundo findest Du unter http://www.elmundo.es/viajes/europa/2019/04/16/5ca2215921efa0bc178b45bf.html

Schweben über dem Wasser eines Fjordes

Es gibt doch noch schöne Orte in Norwegen, deren Namen ich noch nie gehört habe. Zu denen gehört zum Beispiel Loen. Melina Pambou Sundfør von der schwedischen Zeitung “Aftonbladet” beschreibt ihn als kleinen Ort bei Lobukta in Nordfjord. Dort fänden Reisende kristallklares Wasser und eine abenteuerliche Natur vor.
Sie empfiehlt auch den schönen Ort Gudvangen. Dieser liege in der Kommune Aurland in Sogn og Fjordane. Dort gebe es eine phantastische Landschaft auf. Dessen Perle: ein tiefer Fjord.
Vom “Atlanterhavsveien” habe ich auch noch nichts gelesen. Es handele sich um einen schönen Weg für Touristen auf Nordmøre in Møre og Romsdal. Wer dort langfahre, fühle sich so, als schwebe man über dem Wasser. Bei Sunnmøre in Møre og Romsdal gebe es einen 15 Kilometer langen Fjord mit vielen phantastischen Naturerlebnissen.

Der gar größte Gletscher Europas auf dem Festland befinde sich in Sogn og Fjordane. In einem der vielen Museen werde man gut informiert, und es sei auch möglich, Touren auf den Gletscher zu buchen.

Ziemlich bekannt hingegen dürfte zumindest den Norwegenfans Trollstigen, ein “imponierender Weg” in der Kommune Rauma. Der Weg schlinge sich mit elf Kurven geradezu durchs Gebirge. “Att sitta i en bil länge kan vara trist, men absolut inte på en väg som den här“, verspricht Melina Pambou Sundfør.
Wer über die größten norwegischen Schätze spreche, komme an Trolltunga bei Odda nicht vorbei. Diese sei eine der spektakulärsten Bergformationen des Landes.

Nicht fehlen dürfe natürlich auch
Steigen, eine Naturheimlichkeit in Nordland. In einer schönen Hochgebirgslandschaft erstreckten sich dort kreideweiße Strände im Weltklasseformat und das Wasser sei smaragdgrün.

Schöne Bilder findest du hier:

7 magische Orte in Norwegen

Atemberaubend: mit der Nordlandbahn von Oslo nach Bodø

Zu den schönsten Eisenbahnfahrten Europas zählt die Strecke von Oslo nach Bodø. Dies liegt nicht nur am günstigen Preis für die nur einige Stunden lange Fahrt. Sondern es ergeben sich immer wieder sagenhafte Ausblicke auf die Fjorde und auf die Berge, wesentlich schöner als ein Flug, auf dem man nur bringt gutem Wetter etwas von der langen Küste sieht. Denn der Regionalzug bummelt ganz gemütlich Richtung Polarkreis. Und mein Fahrrad muss ich auch nicht umständlich einpacken und hoffen, dass es die Arbeiter auf dem Flughafen pfleglich behandeln, sondern schiebe es einfach ins Abteil und versinke danach in einem der gemütlichen Sessel.

Jeder erlebt die Fahrt anders. Was ein Reporter der Neuen Zürcher Zeitung dabei erlebt hat, erfährst Du in diesem Artikel.

Mit dem Zug von Trondheim nach Bodø

Galizien statt Norwegen

Da liege ich offenbar mit meiner Reise durch Galizien voll im Trend. Auf n-tv fand ich einen Reiseartikel, in dem Galizien mit Norwegen verglichen wird. Galizien ist eine gute Alternative zu Norwegen. Wenngleich der Vergleich ziemlich hinkt im Artikel: Zum einen werden die norwegischen Fjorde als überlaufen dargestellt, was nicht überall zutrifft, sondern eher auf Südnorwegen. Zum anderen können die Strände in Galizien auch überlaufen sein, weshalb ich die Reisezeit immer in die Nebensaison legen würde.

Voll im Trend