Atemberaubend: mit der Nordlandbahn von Oslo nach Bodø

Zu den schönsten Eisenbahnfahrten Europas zählt die Strecke von Oslo nach Bodø. Dies liegt nicht nur am günstigen Preis für die nur einige Stunden lange Fahrt. Sondern es ergeben sich immer wieder sagenhafte Ausblicke auf die Fjorde und auf die Berge, wesentlich schöner als ein Flug, auf dem man nur bringt gutem Wetter etwas von der langen Küste sieht. Denn der Regionalzug bummelt ganz gemütlich Richtung Polarkreis. Und mein Fahrrad muss ich auch nicht umständlich einpacken und hoffen, dass es die Arbeiter auf dem Flughafen pfleglich behandeln, sondern schiebe es einfach ins Abteil und versinke danach in einem der gemütlichen Sessel.

Jeder erlebt die Fahrt anders. Was ein Reporter der Neuen Zürcher Zeitung dabei erlebt hat, erfährst Du in diesem Artikel.

Mit dem Zug von Trondheim nach Bodø

likeheartlaughterwowsadangry
0

Spitzbergen – mehr als ein gutes Klima für Eisbären

Spitzbergen habe ich mir bislang noch nicht angeschaut. Doch hin möchte ich schon ganz gerne. Ich kenne nur einen dort arbeitenden Biologen.

Kennengelernt haben wir uns in Kjerringøy, einem kleinen Fischerdorf nahe Bodø. Ich radelte mal quer binnen fünf Tagen vom Bottnischen Meerbusen zum Polarmeer, nachdem ich mir gemeinsam mit einem Freund das bekannteste Surströmming-Festival Schwedens an Höga Kusten angeschaut hatte. Danach heizte ich eilig durch Lappland, weil ich eingeladen war, mit einer Gruppe Norweger mit Nordlandbooten an der Küste zu segeln. Zum Glück ist gerade auf dieser Höhe die Distanz von einem Meer zum anderen nicht gerade groß.

Zwei Tage segelte ich mit, voller Spannung, ob wir unterwegs Walen begegnen würden. Das wäre doch etwas, neben dem Boot einen Orca zu sehen oder einen Pottwal. Dazu kam es leider nicht und ich holte es später in Andenes nach. Von dort fahren bei ruhigem Wetter fast täglich Boote zur Walbeobachtung heraus. Sie suchen tiefe Canyons auf, da dort die Pottwale jagen.

Der Biologe hatte Urlaub genommen und besuchte seinen Schwiegervater in Kjerringøy. Mit im Schnitt 15 Grad ist es für Deutsche nicht gerade warm im Sommer. Aber er zog in der Sonne seinen Pullover aus und freute sich, dass es endlich Sommer für ihn war.

Wie kalt es auf Spitzbergen ist und warum es dort auch ein riesiges Saatkammergut gibt, erfährst du im folgenden Länderkunde-Artikel der Zeitung „Die Welt“.

Spitzbergen

likeheartlaughterwowsadangry
0

Sagres III – das schönste Segelschiff der Welt ist ein deutsches

Mein Herz geht immer wieder auf, wenn ich schöne Schiffe sehe. In Nordnorwegen begleitete ich den Bootsbauer Ulf. In seiner Werkstatt in Kjerringøy sah ich zu, wie er eines der Nordlandboote baute. Anschließend segelte ich selbst zwei Tage mit an Bord auf dem Polarmeer in der Nähe des Lofots, wovon ich schon immer geträumt hatte.

Vor der Motorisierung besaß jede Familie in Norwegen ein Boot, sicherte der Fischfang doch die Ernährung. Ein geschickter Handwerker wie Ulf ist sogar in der Lage, den Rumpf so zu gestalten, dass es nicht in einem der gefährlichen Gezeitenströme versinkt, von denen es gleich zwei dort gibt: Saltstraumen und Moskenes. Die dabei entstehenden Strudel rissen manche Fischer in den Tod. Einen erfolgreichen Artikel über das Nordlandboot publizierte ich erfolgreich unter anderem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

In Ebeltoft entdeckte ich kürzlich den Stolz der dänischen Nation – die Fregatte Jylland. Leider segelt das schöne Schiff nicht mehr, aber heute kann ein jeder sich auf ihr ein lebendiges Bild von Seefahrt machen. Auf verschiedenen Decks ist dargestellt, welch hartes Los man zog, wenn man der Marine diente.

Und gerade fand ich eine interessante Geschichte in einem portugiesischen Magazin. Der Stolz der Nation ist ein großes Segelschiff: Sagres III. Es wurde lustigerweise in einer deutschen Werft innerhalb der Gorch-Fock-Klasse entwickelt und produziert: Blohm & Voss. Doch schaut euch die Geschichte und Bilder selbst an auf

Sagres III – Stolz der portugiesischen Nation

likeheartlaughterwowsadangry
0

Spaniens 30 schönste Dörfer

Bisher dachte ich, ich kennte jeden Grashalm in Spanien. Denn ich bin schon durch viele Provinzen geradelt. Meistens folgte ich den Jakobswegen, doch auch durch Andalusien oder Katalonien bin ich schon viel gekommen.

Und heute finde ich in großartigen Zeitung „El Pais“ aus Madrid eine Auswahl der 30 schönsten Dörfer Spaniens. Die Reiseredaktion hat diese zusammengestellt. Von denen kenne ich mit Grazalema in Andalusien und Combarro in Galizien gerade einmal zwei.

Gutes Essen in Grazalema

Grazalema liegt im Binnenland. Ich erinnere mich an die große Dankbarkeit eines ehemaligen Gastarbeiters, der sich bei mir für die Großherzigkeit der Deutschen bedankte, ihn während der Diktatur Francos aufgenommen zu haben. Er spendierte mir eine leckere Portion Tapas. Und ich erinnere mich an die kleinen schwarzen Schweine auf den Wiesen, aus denen später der exquisite iberische Schinken produziert wird.

Noch frischer ist die Erinnerung an Combarro an der galizischen Küste. Dort war ich im August 2017, als ich erst auf dem portugiesischen, dann galizischen Jakobsweg radelte. Ich verbrachte dort den Nachmittag mit einer lieben Pilgerin aus Heidelberg vor einem Café. Das Meer rauschte. Die Kuft war warm. Doch machte ich auch Bekanntschaft mit dem kalten Wasser, das mit 15 Grad doch recht erfrischend ist. Bei 25 bis 30 Grad Lufttemperatur und so erheblicher Differenz kostete es mich dort mehr Überwindung als ins Polarmeer zu steigen und mich darin zu waschen. Auf dem Lofot waren es gerade einmal fünf bis sieben Grad Unterschied. In Galizien fließt kaltes Wasser aus den Bergen in die Buchten. Davon profitieren vor allem die berühmten Muschelfischer. Deren Kulturen brauchen kaltes Wasser, um zu gedeihen. Je mehr Muskelfleisch die Tiere ansetzen, desto größer ist der Gewinn.

Daher freue ich mich schon darauf, in den kommenden Jahren alle anderen Dörfer auch zu durchstreifen und zu erleben. Denn Dörfer sind oft interessanter als Städte, da ich in ihnen die meisten Menschen kennen lerne, sie traumhaft in die oft stille Landschaft eingebettet sind und sie viele Schätze bereit halten. Spaniens 30 schönste Dörfer – es lohnt sich, den Artikel zu lesen.

likeheartlaughterwowsadangry
0

Radwanderer spielt mit Tornado

Mit der eigenen Kraft ein Ziel zu erreichen – das fasziniert mich stets beim Radfahren. Einen Gebirgspass in Portugal oder Spanien zu erklimmen, von der schwedischen Ostküste quer durch Lappland bis zum Polarmeer zu radeln: Das berauscht mich, so hart es auch manchmal ist.

Die Faszination, die Fahrräder auslösen können, ist auch deutlich an den Gesichtern der Besucher des Universums in Bremen abzulesen, die sich dort mit Hochrädern, Mountainbikes, Rennrädern, Lastenrädern, Militärradern, Damenrädern und Rikschas befassen.

Sie strampeln mit einer Rikscha durch eine Großstadt, betrachten staunend die Experimente, aus Carbon, Aluminium oder Plastik den perfekten Rahmen zu produzieren.

Ich sehe dort Kettenschaltungen, die es schon Anfang des 20. Jahrhunderts gab, betrachte Riemen- oder Seilantriebe, Laufräder mit und sogar ohne Speichen, probiere an Modellen aus, wie diese Antriebe funktionieren.

Obwohl nicht alles gut funktioniert, lohnt es sich trotzdem für Radler, den Weserradweg für eine Weile zu verlassen, um sich auch mal mit dem treuen Stahlross, das mich selbst zum Beispiel seit August 2017 gut und gerne 7.000 Kilometer durch Deutschland, Spanien und Portugal getragen hat, auseinanderzusetzen.

Auch mit der Entstehung einer Welle, einer Wolke, eines Tornados oder des geriffelten Sandstreifens am Meeresufer kann sich jeder in anderen Abteilungen des Hauses befassen, also Phänomenen, die jeder während des Radwanderns unmittelbarer erfährt als Autofahrer oder Passagiere eines Kreuzfahrtschiffs oder Hausbootes. Denn die Ziele erreicht man aus eigener Kraft.

Es sind Erlebnisse, die einen erden, einem klarmachen, welchen Naturgewalten man täglich ausgesetzt ist. Im Universum kann dafür jeder mit einem Tornado spielen oder eine Welle erzeugen.

Draußen in der Natur hingegen spielen Wind, Wellen und Berge mit dem Reisenden.

likeheartlaughterwowsadangry
0