Porto 6 Tage, 7 Nächte

Eine Woche blei­be ich in Por­to. Ich freue mich rie­sig dar­auf. Heu­te oder mor­gen kom­me ich an. Unter­kunft und Rück­flug sind schon gebucht. Sie­ben Näch­te in zen­tra­ler Lage an der Ave­ni­da dos Alia­dos. Dann wer­de ich recher­chie­ren, was die See­le der Stadt aus­macht, mög­lichst abseits vom Rei­se-Main­stream. Mal schau­en, wie oft ich mein Rad noch brau­che. Ich benö­ti­ge drin­gend neue Brems­kör­per, bin froh, dass ich die Schluss­etap­pe gut über­stan­den habe. Ein freund­li­cher Mecha­ni­ker ver­kauf­te mir ges­tern wel­che und schrieb mir Tipps auf, was ich auf jeden Fall besu­chen soll­te. Er spru­del­te fast schon über.

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Radwandern am Rio Douro

Por­tu­gals schö­ner Rio Dou­ro im Herbst. Tags­über ist es im Fluss­tal noch schön warm in der Son­ne. Abends wird es schon recht frisch beim Rad­wan­dern Rich­tung Por­to. Auf der Stre­cke ent­deck­te ich die­sen schö­nen mit Kacheln ver­zier­ten Brun­nen am Kon­vent von Alpen­du­ra­da e Matos. 

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Rauf aufs Rad und los!

Deut­sche wer­den nicht so alt wie Ita­lie­ner und Spa­ni­er. Das lie­ge am fal­schen Ver­hal­ten, sagen For­scher. Komisch: Ich sehe hier auch vie­le dicke Spa­ni­er und Por­tu­gie­sen auf mei­ner Tour durch Gali­zi­en und die hohen Ber­ge Portugals.

Also: ‘Rauf aufs Rad, wei­ter am Rio Dou­ro nach Por­to, nicht soviel Port­wein trin­ken dabei. Auch wenn es bei der zau­ber­haf­ten Stadt Lame­go schwer­fällt, wei­ter­zu­ra­deln. 145 Kilo­me­ter sind es nur noch bis Por­to, wo ich gut eine Woche blei­ben möchte.

Rau­chen, Über­ge­wicht, Alkohol

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Wein und Oliven so weit das Auge reicht

Noch nie hat der Rei­sen­de auf sei­ner gesam­ten Rei­se Wein und Oli­ven in sol­chem Aus­maß gese­hen. Wahn­sinn! Hin­ter ihm lie­gen immer­hin schon gut 3000 Kilo­me­ter Rad­rei­se durch Nord­por­tu­gal und Gali­zi­en. Es ist auch ange­sichts der Höhe über­wäl­ti­gend, am Rio Dou­ro zwi­schen Sal­to de Sau­cel­le und Por­to zu radeln. Es gibt Wein und Oli­ven, so weit das Auge reicht

Infor­ma­tio­nen über Anbau­me­tho­den lie­fer­te dem Rei­sen­den ges­tern ein schi­ckes Wein­mu­se­um in São João da Pes­quei­ra im Distrikt Viseu. Es lohnt sich nicht nur ein Besuch, weil es nach dem Rund­gang über drei Eta­gen ein fabel­haf­ten Rot­wein zur Abrun­dung gibt. Es gibt viel und gutes Mate­ri­al, war­um sich die “vinhas” hier gut für den Anbau der Reben eignen.

Mildes Klima im Douro-Tal

Dafür gibt am Fluss ent­lang mehr als genug Wein­gü­ter für die eine oder ande­re Kost­pro­be. Schließ­lich kommt der meis­te por­tu­gie­si­sche Rot­wein vom Dou­ro. Das meis­te geht in den Export nach Über­see und Eng­land. Der schwe­re Port­wein ist beson­ders beliebt. War­um sich die Gegend dafür beson­ders eig­net, ist gleich beim Über­gang von Spa­ni­en nach Por­tu­gal zu bemer­ken. Wer von Sau­cel­le kom­mend im Novem­ber die Gren­ze über­schrei­tet, spürt deut­lich die höhe­re Tem­pe­ra­tur. Der Wind lässt nach. Amphi­bi­en und Rep­ti­li­en scheint das Kli­ma auch zu lie­gen. Es gibt hier offen­bar vie­le Schlan­gen, die aber lei­der Auto­fah­rer tot­fah­ren. Von Sal­to de Sau­cel­le ergibt sich übri­gens ein tol­ler Blick über ein gro­ßes Stau­werk und ins Tal.

Auch zum Paddeln geeignet

Vor andert­halb Jah­ren war der Rei­sen­de schon ein­mal hier. Er genoss eine gran­dio­se Fahrt von Cas­te­lo Rodri­go nach Bar­ca d’Alva, weil es über vie­le Kilo­me­ter nur berg­ab ging. In Bar­ca d’Alva, ein Hafen für Kreuz­fahrt­schif­fe, bestieg er ein Kajak. Er pad­del­te mit einem Ein­hei­mi­schen, der hier als Leh­rer arbei­tet, auf dem gro­ßen Fluss. Über ihm kreis­ten Greif­vö­gel wie der Rote Milan. Ein­zi­ger Kon­takt am Fluss war die besorg­te Anfra­ge eines Cam­pers aus den Nie­der­lan­den. Die­ser hielt neben ihm und frag­te, ob der Rei­sen­de genug zu essen und zu trin­ken dabei hät­te. So wenig Ver­kehr befin­det sich auf der Stre­cke. Der nächs­te Kon­takt wird wohl erst mit Ana und Antó­nio in der Edel-Pen­si­on Casa da Cis­ter­na in Cas­te­lo Rodri­go sein. Ana und ihre Köchin kochen her­vor­ra­gend. Das wohl bes­te Essen Por­tu­gals gibt es dort.

Vie­le besu­chen die Gegend nur mit der Bahn von Por­to aus. Sie schaf­fen es gera­de ein­mal, in der Klein­stadt Pin­hão ein Wein­gut zu besu­chen und zu spei­sen. Den Ort kann man sich spa­ren. Doch hier auf Rad­wan­de­rung zu gehen, lohnt sich, weil die Stre­cke ab Zamo­ra gut über die Natio­nal­stra­ßen zu bewäl­ti­gen ist. Es gibt nie eine wirk­lich stei­le Stre­cke. Es sei denn, man fährt an man­chen Punk­ten direkt in ein klei­nes Dorf am Fluss her­ab. Aber die meis­ten Dör­fer lie­gen recht ange­nehm am Fluss. So lohnt es sich kaum, wegen grob geschätzt fünf schwie­rig erreich­ba­rer Orte einen beschwer­li­chen Weg auf sich zu neh­men. So sehr unter­schei­den sie sich am Ende auch wie­der nicht. Es gibt zwar kei­nen offi­zi­el­len Dou­ro-Rad­weg, aber der Ver­kehr ist auch nur mäßig. Statt vie­ler Autos gibt es Wein und Oli­ven so weit das Auge reicht. 

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Dolmen

Auf der Etap­pe zwi­schen Guar­da und Pin­hel ist es lang­wei­lig. Es geht auf einer wei­ten Flä­che immer nur leicht berg­ab in den hohen Ber­gen Por­tu­gals, gut 30 Kilo­me­ter. Da sind sol­che Rand­er­schei­nun­gen — ein Dol­men — natür­lich immer will­kom­men auf dem Weg zu die­sem Ziel. 

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Lustradeln am Rio Douro

Lustra­deln am Rio Dou­ro — ein Traum. Den Fotos von die­ser Gegend zuvor geht eine schrof­fe Abfahrt von Vil­vest­re in der Pro­vinz Sala­man­ca über die Lan­des­gren­ze. Vor dem Abschied aus einer tol­len Zeit ergibt sich ein Blick von oben auf die Schlei­fen. So ken­nen es man­che auch von der Mosel bei Trier.

Die Brü­cke nahe Sal­to de Sau­cel­le trennt Wel­ten. Denn von Por­tu­gal an führt ein traum­haf­ter Weg bis nach Bar­ca d’Al­va. Trau­rig sind vie­le tot­ge­fah­re­ne Schlan­gen auf dem Asphalt. Rad­ler sehen fort­an Wein­gü­ter mit Zypres­sen, schrof­fe Gebirgs­hän­ge und Hai­ne mit Bäu­men, die voll mit Man­da­ri­nen sind. Nicht nur eine land­wirt­schaft­li­che Voll­ver­än­de­rung, son­dern auch in gewal­ti­ger Tem­pe­ra­tur­an­stieg ist deut­lich zu spü­ren. Hin­ge­gen kann es auf der spa­ni­schen Hoch­ebe­ne vor dem Abstieg zum Fluss schon kühl werden. 

Kajak- und Kreuzfahrt auf dem Rio Douro möglich

Es geht in leich­ten Kur­ven mit wenig Ver­kehr nach Bar­ca d’Al­va. Dort im Distrikt Guar­da ist der Bike­pa­cker vor zwei Jah­ren mal Kajak gefah­ren. Von Cas­te­lo Rodri­go führt eine tol­le Stre­cke fast nur abwärts an Fel­dern und Dör­fern vor­bei bis zur Anle­ge­stel­le. Er durf­te dabei den über ihm krei­sen­den Roten Milan beob­ach­ten und fiel aus­nahms­wei­se mal nicht ins Was­ser. Es stell­ten sich ihm aber auch kei­ne Strom­schnel­len in den Weg. Zu ihrer Über­win­dung braucht es etwas Erfahrung.

In Bar­ca d’Al­va lie­gen Kreuz­fahrt­schif­fe nach Por­to. Den Weg wür­de der Rei­sen­de auch ger­ne mal tes­ten. Doch hier trinkt der Rad­wan­de­rer erst mal Kaf­fee, und es bleibt beim Lustra­deln am Rio Dou­ro, bevor es wei­ter nach Cas­te­lo Rodri­go geht. Ana und Antó­nio, die er schon von der Tour durch die Ser­ra da Est­re­la kennt, war­ten auf ihn mit einem Zim­mer in einer schö­nen Pen­si­on. Kos­ten­frei in einem der his­to­ri­schen Dör­fer der Gegend. Das ist por­tu­gie­si­sche Gast­freund­schaft. Danach geht es vom Fluss weg zur Distrikt­haupt­stadt Guar­da, um eine Freun­din in der Bei­ra Alta zu besu­chen. Ent­lang der Stre­cke gibt es auch Sehens­wer­tes zu besichtigen.

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Wilde Katze im Naturpark

Wil­de Kat­ze im Natur­park: Die­se jun­ge Dame besuch­te den Rei­sen­den gleich nach sei­ner Ankunft in Vil­la­ri­no de los Aires, einer Klein­stadt in der Nähe des Rio Duero. Der Park Arri­bes del Duero bie­tet sich sehr schön zum Radeln an, sobald man die male­ri­sche Stadt Zamo­ra in Kas­ti­li­en ver­las­sen hat. Es ist ein­fach, da man nur dem Duero fol­gen zu braucht, der zeit­wei­se Spa­ni­en von Por­tu­gal trennt. 

Im Zim­mer war die Kat­ze etwas ner­vig. Aber sie war eben auch noch so jung, dass sie sein Herz erweich­te. Da ahn­te der Rei­sen­de noch nicht, dass sie sich zu einer wil­den Kat­ze im Natio­nal­park Par­que Arri­bes del Duero ent­wi­ckeln würde.

Der Rad­ler pack­te gera­de sei­ne Fahr­rad­ta­schen in sei­nem Zim­mer aus. Da kam sie schon ange­schli­chen und hüpf­te auf sein Bett. Alles, aber auch alles, woll­te sie unter­su­chen. So steck­te sie ihr Näs­chen in alle sei­ne Taschen. Wahr­schein­lich roch sie den Pro­vi­ant wie zum Bei­spiel die lecke­re Cho­ri­zo, eine spa­ni­sche Wurstspezialität.

Wilde Katze im Naturpark verdient sich Platz in diesem Blog

Die Kat­ze war erst drei Mona­te alt. Aber dafür war sie manch­mal ganz schön frech. Sie ver­barg sich unter einer Tisch­de­cke. Von dort aus schlug sie den Rad­ler, wäh­rend er auf der Dach­ter­ras­se in der Mor­gen­son­ne sei­ne Aben­teu­er am Rio Duero auf­zu­schrei­ben ver­such­te. Erst nach­dem er sie in ihrem Körb­chen ein­ge­sperrt hat­te, beru­hig­te sie sich. Aber sie war auch etwas erschro­cken über solch eine Maß­nah­me. Nach­dem der Rei­sen­de ihr bra­ves Ver­hal­ten abver­langt hat­te, ließ er sie wie­der frei. Und sie hielt sich an die Abma­chung. Daher hat die einst böse Kat­ze im Par­que Arri­bes del Duero nun auch einen Platz in die­sem Blog ver­dient. Sie ver­ewigt sich hier als bis­her in Form eines bis­her noch nie im Blog gebrach­ten Katzenbildes. 

Dem gesellt sich bald noch das Por­trät eines Hun­des im Natur­park Ser­ra da Est­re­la im Cen­tro de Por­tu­gal dazu. Denn es zieht den Rei­sen­den in den Distrikt Guar­da. Dort liegt die Haupt­stadt der Bei­ra Alta in der Nähe des Rio Dou­ro am Ran­de des gro­ßen Natur­parks. Und der höchs­te Berg Kontinental-Portugals.

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Troll versteinert wie im Hobbit

Troll ver­stei­nert wie im Hob­bit: Na, wer traut sich, nach dem Rei­sen­den hier durch­zu­ra­deln? Ach, was heißt radeln? Gescho­ben hat der Bike­pa­cker auch zwei bis drei Kilo­me­ter, zum Glück abwärts auf dem Sen­de­ro GR-14. Er ist wun­der­schön. Aber er ist schmal, führt eini­ge hun­dert Meter tief zu einem Fluss. Glück­lich ist der Wan­de­rer bei der Wär­me end­lich auf eine Land­stra­ße zu sto­ßen. Die­se bringt ihn ange­nehm wie­der auf lich­te Höhen. Der Sen­de­ro beginnt an der Duero-Quel­le in Spa­ni­en und endet an der Mün­dung in Portugal. 

Wäh­rend des Auf­stiegs lässt der Rei­sen­de natür­lich neu­gie­rig sei­nen Blick über die Umge­bung schwei­fen. Nicht immer fin­det er Inter­es­san­tes. Doch heu­te stößt er auf einen ver­stei­ner­ten Troll in den Schluch­ten des Rio Duero zwi­schen Zamo­ra und Sala­man­ca. Kopf, Rumpf und Bei­ne sind noch erhal­ten, obwohl schon etwas ange­grif­fen. Sogar Augen und Nase sind noch vor­han­den. Die Arme sind lei­der ver­wit­tert. Er wirkt wie ein Troll, ver­stei­nert wie im Hob­bit. Bil­bo Beut­lin begeg­net drei von ihnen auf sei­ner Rei­se zum ein­sa­men Berg. Er ret­tet durch raf­fi­nier­te Hin­hal­te­tak­tik sei­ne Zwer­ge davor, von den Trol­len ver­speist zu wer­den. Das Mor­gen­licht ver­wan­delt sie in Stein. Lei­der fällt das Licht grell auf den Stein. Für eine arme Smart­pho­ne-Kame­ra ist es lei­der zu viel Licht.

Der Rio Duero ist nicht nur sei­ner Natur wegen bekannt, son­dern auch für sei­nen guten Wein welt­weit. Berühmt ist vor allem der Port­wein, den beson­ders Ame­ri­ka­ner und Bri­ten zu schät­zen wis­sen. Er wächst an den Berg­hän­gen zwi­schen Por­to und Bar­ca d’Al­va. Dort ist das Kli­ma spür­bar mil­der als auf spa­ni­scher Sei­te bei Sil­vest­re. Das spürt man sofort beim Über­tre­ten der spa­nisch-por­tu­gie­si­schen Gren­ze. In Spa­ni­en bei Sil­vest­re zum Bei­spiel ist es gera­de­zu kalt im Ver­gleich dazu.

In einer klei­nen Pen­si­on fin­det der Rei­sen­de am Abend noch ein Zim­mer. Dort hat er noch Besuch bekom­men. Die­ser ist gera­de ein­mal drei Mona­te alt.

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Radeln im Parque Arribes del Duero

Radeln im Par­que Arri­bes del Duero: Und was für eine spek­ta­ku­lä­re und daher schüt­zens­wer­te Gegend! Seit heu­te Mit­tag radelt der Rei­sen­de im Ein­zugs­be­reich des Rio Duero durch den Natur­park. Die­ser liegt grob zwi­schen Zamo­ra, Miran­da Do Dou­ro sowie Figuei­ra de Cas­te­lo Rodri­go. Zunächst sah er sich die schö­ne und uner­war­te­te Kathe­dra­le in Miran­da an. Sie thront hoch oben über dem Fluss Dou­ro. Er bil­det dort die natür­li­che Gren­ze zwi­schen Por­tu­gal und Spanien.

Dann kehr­te er nach Kas­ti­li­en und León in Spa­ni­en zurück und fuhr durch den Park. Dies Tour wird noch gut 150 Kilo­me­ter in Rich­tung Süden gehen. Dort fand er knor­ri­ge Bäu­me in einer hüge­li­gen Land­schaft, Scha­fe und Schlan­gen, ein­sa­me Sin­gle-Trails, die auch durch ver­brann­te Erde führ­ten. Dabei ver­fol­gen ihn auch hier und da ver­rück­te Hun­de: je klei­ner, des­to fre­cher. Sie tun einem aber nichts frei nach dem Prin­zip: Bel­len­de Hun­de bei­ßen nicht. Zum Aus­gleich gibt es nur weni­ge Autos. Aber was wäre eine Rad­rei­se auf der Ibe­ri­schen Halb­in­sel ohne Hun­de. Wein wie der Ribei­ra do Dou­ro wächst hier nicht in gro­ßen Men­gen. Die gro­ßen Gebie­te in Por­tu­gal mit den vinhas kom­men noch. Hier ist es wohl zu flach für Wein. Sobald die Rou­te von Sal­to de Sau­cel­le nach Bar­ca d’Al­va führt, kom­men die ers­ten gepfleg­ten Weingüter. 

Für den Schutz der Land­schaft müss­te der Staat viel mehr tun. Der Rei­sen­de sieht zwi­schen Zamo­ra und Miran­da vie­le Mono­kul­tu­ren ohne Hecken. Bewuchs könn­te den Grund­was­ser­spie­gel hoch­hal­ten und Ero­si­on ver­hin­dern. Und auch etwas für Insek­ten tun, soweit er bio­lo­gisch dazu in der Lage sind. Die in vie­len Gär­ten in Deutsch­land zu sehen­den Tuja-Hecken sind zum Bei­spiel wert­los. Seit Wochen schon hat es hier nicht gereg­net, sagen die Leu­te. Jetzt erfreut er sich an Sar­del­len und Tor­til­la in der leb­haf­ten Bar Mon­te­cris­to in Fer­mo­sel­le. Dort gibt es auch eini­ge Hotels zum Über­nach­ten beim Radeln im Par­que Arri­bes del Duero.

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Gottesanbeterin am Rio Duero begegnet

Got­tes­an­be­te­rin am Rio Duero begeg­net: Unten im Tal liegt ein klei­ner Stau­see: Es ist nach­mit­tags gegen 16 Uhr. Zeit für eine kur­ze Rast. Ein gro­ßer Stein bie­tet dem Rad­rei­sen­den einen beque­men Sitz. Wäh­rend er einen Apfel ver­zehrt, kriecht neben ihm auf dem Stein ein gro­ßes Insekt her­auf. Lang­sam, Stück für Stück. Welch ein Glück für den Rei­sen­den: Er ist einer Got­tes­an­be­te­rin am Rio Duero begegnet.

Die ers­te Etap­pe der kom­plett neu­en Rei­se liegt hin­ter dem Rei­sen­den. Den vor­erst abge­schlos­se­nen Jakobs­weg nach Sant­ia­go wird er erst in Por­to wie­der­se­hen. Er freut sich jetzt ein wenig, mal nicht auf Sand und Stei­nen zu ackern. Er fuhr gut 60 Kilo­me­ter am Rio Duero ent­lang, soweit es irgend­wie mög­lich war. Von Zamo­ra aus fuhr er nach Miran­da do Dou­ro in Por­tu­gal. In Por­tu­gal heißt der Rio Duero Rio Dou­ro. Das Stück war ein­sam. Ab und zu begeg­ne­te er Autos. Er sah aber auch, dass der Duero längst kein Natur­fluss mehr ist. An Was­ser-Kraft­wer­ken ist zu sehen, dass mehr­fach Ener­gie aus ihm gewon­nen wird.

Gottesanbeterin am Rio Duero nicht gruselig

Die Got­tes­an­be­te­rin kriecht aus dem Schat­ten. Ihr ist wohl noch zu kalt, um zu flie­gen. Auf Ver­grö­ße­run­gen sieht sie nicht gera­de ange­nehm aus. Als Kind konn­te der Rei­sen­de das Tier nicht lan­ge anschau­en. Das Weib­chen frisst den Gat­ten oft nach der Befruch­tung auf. Aber mit dem blo­ßen Auge weist es nichts Gru­se­li­ges auf.

Es bleibt genug Zeit, die Kame­ra aus dem Ruck­sack zu zie­hen, das Insekt zu fil­men und zu foto­gra­fie­ren. Denn die Son­ne wärmt im Novem­ber nicht so heiß wie ab März. Doch die ursprüng­lich aus Afri­ka stam­men­de Heu­schre­cke regis­triert die nahe Lin­se. Und wie sich der Foto­graf hin- und her­be­wegt. Sie krab­belt lang­sam weg, um sich in Sicher­heit zu brin­gen. An einer Pflan­ze hängt sich das auch als Man­ti­de bezeich­ne­te Insekt so auf, als wäre es ein Zweig. Es tarnt sich so vor Vögeln und ande­ren Fein­den. Die Got­tes­an­be­te­rin ist einem Men­schen am Rio Duero begeg­net. Am Fluss gedeiht also mehr als die Wein­sor­te Ribe­ra del Duero. Nun ist der Bike­pa­cker neu­gie­rig, was es so alles im Par­que Arri­bes del Duero zu sehen gibt.

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