Lustradeln am Rio Douro im Distrikt Guarda

Lustra­deln am Rio Dou­ro — ein Traum. Zuerst eine schrof­fe Abfahrt von Vil­vest­re in der Pro­vinz Sala­man­ca und einem Blick von oben auf die Schlei­fen, wie ihn man­che von der Mosel kennen.

Die Brü­cke in Sal­to de Sau­cel­le trennt Wel­ten. Denn in Por­tu­gal führt ein Traum­weg bis nach Bar­ca d’Al­va, vor­bei an Wein­gü­tern mit Zypres­sen, schrof­fen Gebirgs­hän­gen und Mandarinenhainen.

Ein gewal­ti­ger Tem­pe­ra­tur­sprung ist deut­lich zu spü­ren, wäh­rend es auf der spa­ni­schen Hoch­ebe­ne schon kühl wer­den kann.

Bar­ca d’Al­va im Distrikt Guar­da bin ich vor zwei Jah­ren Kajak gefah­ren, durf­te den Roten Milan beob­ach­ten. Hier star­ten auch Kreuz­fahrt­schif­fe nach Por­to, was ich auch ger­ne mal tes­ten würde.

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Wilde Katze im Naturpark

Die­se jun­ge Dame besuch­te mich gleich nach mei­ner Ankunft in Vil­la­ri­no de los Aires, einer Klein­stadt in der Nähe des Rio Dou­ro. Der Park bie­tet sich sehr schön zum Radeln an, sobald man die male­ri­sche Stadt Zamo­ra in Kas­ti­li­en ver­las­sen hat. Es ist ein­fach, da man nur dem Duero fol­gen zu braucht, der zeit­wei­se Spa­ni­en von Por­tu­gal trennt. Im Zim­mer war sie etwas ner­vig, aber eben so jung, dass sie mein Herz erweich­te. Da ahn­te ich noch nicht, dass sie eine wil­de Kat­ze im Natio­nal­park Par­que Arri­bes del Duero wer­den würde.

Auch am nächs­ten Mor­gen waren wir noch unzer­trenn­lich. Ich pack­te gera­de mei­ne Fahr­rad­ta­schen aus in mei­nem Zim­mer, da kam sie schon ange­schli­chen und auf mein Bett gehüpft. Alles, aber auch alles woll­te sie unter­su­chen und steck­te ihr Näs­chen in alle mei­ne Taschen. Wahr­schein­lich roch sie mei­nen Pro­vi­ant wie zum Bei­spiel die lecke­re Cho­ri­zo, eine spa­ni­sche Wurstspezialität.

Die Kat­ze war erst drei Mona­te alt, aber manch­mal ganz schön frech. Sie ver­barg sich unter einer Tisch­de­cke. Von dort aus schlug sie mich, wäh­rend ich auf der Dach­ter­ras­se in der Mor­gen­son­ne mei­ne Aben­teu­er am Duero auf­zu­schrei­ben ver­such­te. Erst nach­dem ich sie in ihrem Körb­chen ein­ge­sperrt hat­te, war sie ruhig, aber auch etwas erschro­cken über mei­ne Maß­nah­me. Nach­dem ich ihr bra­ves Ver­hal­ten abver­langt hat­te, ließ ich sie wie­der frei. Und sie hielt sich an die Abma­chung. Daher hat sie böse Kat­ze im Par­que Arri­bes del Duero nun auch einen Platz in mei­nem Blog ver­dient. Mein bis­her ein­zi­ges Kat­zen­bild, dem sich spä­ter ein Hund in der Ser­ra da Est­re­la im Cen­tro de Por­tu­gal zugesellt.

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