Fernsehtipps Reise und Kultur

Ab jetzt ver­sor­ge ich euch mög­lichst regel­mä­ßig mit Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die an den nächs­ten Tagen im Fern­se­hen lau­fen. Span­nung ver­spre­chen vor allem die abge­le­ge­nen Zie­le. Däne­mark, Frank­reich und Schwe­den blei­ben dies­mal außen vor. Fast jeden Tag erwar­tet uns jetzt etwas.

Dafür steht wie schon in der Vor­wo­che über­ra­schend wie­der ein­mal Öster­reich im Zen­trum. Ich bin an Orten, wo Was­ser fließt, beru­higt, wenn Wel­len nachts im Schlaf rau­schen. Oder es strömt von oben ein gewal­ti­ger Was­ser­fall her­ab. Dies wird uns wohl in “Kraft des Was­sers” erwar­ten. Gibt es auch auf den Azo­ren Was­ser­fäl­le? Ich bin noch nie dort gewe­sen, wür­de es aber, ohne nach­zu­schla­gen, dort ver­mu­ten. Denn eine Vul­kan­in­sel kann hoch sein wie zum Bei­spiel Madei­ra. Und am Polar­kreis sowie­so, da die Ber­ge im nor­we­gisch-schwe­di­schen Grenz­ge­biet erstaun­lich hoch sind. Viel Spaß beim Zuschau­en, wäh­rend sich drau­ßen Deutsch­land in ein Win­ter­mär­chen­land verwandelt.

Nor­we­genÖster­reichPor­tu­galSpa­ni­en
SaAllein am Polar­kreis, SWR, 17.00 Uhr
MoÖster­reich, da will ich hin! Spe­zi­al, 3sat, 12.45 Uhr
DiLis­sa­bon, da will ich hin. SWR, 6.00 Uhr
DoLän­der — Men­schen — Aben­teu­er, Die Azo­ren, NDR, 20.15 Uhr
FrWil­des Öster­reich — Die Kraft des Was­sers, arte, 17.50 UhrTene­rif­fa. Im Bann des Tei­de, HR, 20.15 Uhr
La Gome­ra, Die schöns­ten Wan­de­run­gen auf der Kana­ren­in­sel, HR, 21 Uhr
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Ausgezeichnet: Reisebuch für Kinder

Aus­ge­zeich­net: Rei­se­buch für Kin­der. Dies gibt es jetzt. Denn Rei­sen geht nicht nur Erwach­se­ne an, son­dern auch Kin­der. Schließ­lich soll­te der eige­ne Nach­wuchs in der schöns­ten Zeit des Jah­res nicht weg­ge­schickt wer­den. Hof­fent­lich kommt er mit auf die Fami­li­en­rei­se, wenn es in den gro­ßen Feri­en nach Däne­mark, Por­tu­gal oder Schwe­den oder Spa­ni­en geht.

Sol­che Gedan­ken schos­sen der Buch­au­torin Isa­bel Min­hós Mar­tins und ihrem Illus­tra­tor Ber­nar­do P. Car­val­ho sicher auch durch den Kopf, als sie über­leg­ten, den “Atlas das via­gens e dos explo­ra­do­res” zu ver­fas­sen. Über­setzt: Atlas der Rei­sen und Ent­de­ckun­gen. Die­ser gewann jetzt den ers­ten Preis auf der Kin­der- und Jugend­buch­mes­se in Bolo­gna. Es wird dem­nächst sicher auch auf Deutsch erschei­nen. Denn ers­te Über­set­zun­gen in ande­re Spra­chen lau­fen bereits. 

Es ist nicht nur ein Buch über gro­ße Män­ner, son­dern wid­met sich auch Frau­en, die in die Geschich­te ein­ge­gan­gen sind. Dies schreibt jetzt die por­tu­gie­si­sche Zei­tung “Diá­rio de Noti­ci­as”. Das Buch beginnt 350 Jah­re vor der Geburt Jesu und endet im 19. Jahr­hun­dert. Die Auf­merk­sam­keit der jun­gen Lese­rin­nen und Leser wird zunächst durch die Rei­se des Pythe­as gefes­selt, ein Geo­graf und Mathe­ma­ti­ker. Die­ser ver­ließ sein Hei­mat­land, um nach Nord­eu­ro­pa zu reisen.

Eben­falls nach­ge­zeich­net wer­den die Erfah­run­gen, die der por­tu­gie­si­sche See­fah­rer Bar­to­lo­meu Dias auf Rei­sen mach­te. Er ist mit Pedro Álva­res Cab­ral und Vas­co da Gama einer der berühm­tes­ten See­män­ner Por­tu­gals. Dar­über hin­aus fand Charles Dar­win, Mar­co Polo, Alex­an­der von Hum­boldt Auf­nah­me und auch Ibn Bat­tu­ta. Bat­tu­ta befand sich fast 30 Jah­re auf Rei­sen. Berück­sich­tigt wur­de auch Jean­ne Baret, eine Fran­zö­sin, die sich als Mann ver­klei­den muss­te, um auf gro­ße See­fahrt rund um die Erde gehen zu kön­nen. Den Schluss im Rei­se­buch bestrei­tet Mary Hen­ri­et­ta King­s­ley. Sie ist eine der weni­gen weib­li­chen Ent­de­cke­rin­nen, die im 19. Jahr­hun­dert eine Expe­di­ti­on nach West­afri­ka unter­nahm. Sie präg­te dar­über lan­ge das Bild der Eng­län­der von Westafrika.

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Radwandern und Mount Everest

Erstaun­lich und lus­tig: Ob man auf dem Jakobs­weg in Spa­ni­en radelt, von der Sieg aus den Kah­len Asten bezwingt, ent­lang der Weser Deutsch­land durch­quert oder den Moun­tain Ever­est besteigt. Die Erfah­run­gen ähneln ein­an­der frappierend.

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Im Herzen Schwedens — Dalarna

“End­lich hat er sich geschnit­ten!” Noch immer erin­ne­re ich mich belus­tigt an den Ruf Nils Wal­lins in der Schnit­ze­rei in Nusnäs am Sil­jan­see. Ein Prak­ti­kant ver­such­te sich gera­de im Schnit­zen eines Dal­ap­ferd­chens. Wal­lin stürm­te in die Küche, um Ver­bands­zeug zu holen. Das Mes­ser wird von oben nach unten geführt, um das Risi­ko einer Ver­let­zung zu minimieren.

Bis heu­te errei­chen mich immer wie­der Grü­ße aus Dalar­na, dem Her­zen Schwe­dens. Vie­le Tra­di­tio­nen wie den berühm­ten Vasa­lauf in Mora am Sil­jan­see tref­fen Rei­sen­de dort noch heu­te leben­dig an. Kein Wun­der, dass Axel Mun­the, Leib­arzt der Köni­gin, dort ger­ne leb­te und mit Hilda­s­holm eine pracht­vol­le Vil­la errich­ten ließ. Eine ähn­li­che ließ er auch auf Capri errich­ten. Mit Carl Lars­son und Anders Zorn mal­ten in Sund­born und in Mora auch Schwe­dens bekann­tes­te Künstler.

Ich habe für die Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung die berühm­te Schnit­ze­rei am Sil­jan­see besucht, dort selbst geschnitzt und eine Repor­ta­ge geschrie­ben, die ich kei­nem vor­ent­hal­ten möchte.

Bun­te Blumen

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