Ausgezeichnet: ein Reisebuch für Kinder und Jugendliche

Reisen geht nicht nur Erwachsene an, sondern auch Kinder. Schließlich wird der eigene Nachwuchs in der schönsten Zeit des Jahres hoffentlich nicht einfach weggeschickt, sondern kommt mit, wenn es in die großen Ferien nach Frankreich, Schweden oder Spanien geht.

Solche Gedanken schossen der Buchautorin Isabel Minhós Martins und ihrem Illustrator Bernardo P. Carvalho sicher auch durch den Kopf, als sie überlegten, den „Atlas das viagens e dos exploradores“ zu verfassen – auf Deutsch „Atlas der Reisen und Entdeckungen“. Dieser gewann jetzt den ersten Preis auf der Kinder- und Jugendbuchmesse in Bologna. Es wird demnächst sicher auch auf Deutsch erscheinen, denn erste Übersetzungen in andere Sprachen laufen bereits. Es ist nicht nur ein Buch über große Männer, sondern widmet sich auch einigen Frauen, die in die Geschichte eingegangen sind. Dies schreibt jetzt die portugiesische Zeitung „Diário de Noticias“.

Das Buch beginnt 350 Jahre vor der Geburt Jesu und endet im 19. Jahrhundert. Die Aufmerksamkeit der jungen Leserinnen und Leser wird zunächst durch die Reise des Pytheas gefesselt, ein Geograf und Mathematiker, der sein Heimatland verließ, um nach Nordeuropa zu reisen.

Ebenfalls nachgezeichnet werden die Erfahrungen, die der portugiesische Seefahrer Bartolomeu Dias auf Reisen machte, darüber hinaus Charles Darwin, Marco Polo, Alexander von Humboldt und auch Ibn Battuta, der sich fast 30 Jahre auf Reisen befand. Berücksichtigt wurde auch Jeanne Baret, eine Französin, die sich als Mann verkleiden musste, um auf große Seefahrt rund um die Erde gehen zu können. Das Schlusskapitel bestreitet Mary Henrietta Kingsley, eine der wenigen weiblichen Entdeckerinnen, die im 19. Jahrhundert eine Expedition nach Westafrika unternahm und somit das Bild der Engländer von Westafrika lange prägte.

Im Herzen Schwedens – Dalarna

„Endlich hat er sich geschnitten!“ Noch immer erinnere ich mich belustigt an den Ruf Nils Wallins in der Schnitzerei in Nusnäs am Siljansee. Ein Praktikant versuchte sich gerade im Schnitzen eines Dalapferdchens. Wallin stürmte in die Küche, um Verbandszeug zu holen. Das Messer wird von oben nach unten geführt, um das Risiko einer Verletzung zu minimieren.

Bis heute erreichen mich immer wieder Grüße aus Dalarna, dem Herzen Schwedens. Viele Traditionen wie den berühmten Vasalauf in Mora am Siljansee treffen Reisende dort noch heute lebendig an. Kein Wunder, dass Axel Munthe, Leibarzt der Königin, dort gerne lebte und mit Hildasholm eine prachtvolle Villa errichten ließ. Eine ähnliche ließ er auch auf Capri errichten. Mit Carl Larsson und Anders Zorn malten in Sundborn und in Mora auch Schwedens bekannteste Künstler.

Ich habe für die Frankfurter Allgemeine Zeitung die berühmte Schnitzerei am Siljansee besucht, dort selbst geschnitzt und eine Reportage geschrieben, die ich keinem vorenthalten möchte.

Bunte Blumen