Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Deutsch­land, Däne­mark, Frank­reich, Öster­reich, Por­tu­gal, Schwe­den und Spa­ni­en sind vertreten.

Viel­falt ist in der kom­men­den Woche im Pro­gramm zu erwar­ten, wenn es um Natur und Kuli­na­rik, aber auch um Lite­ra­tur geht. Frank­reich wird durch den SWR beson­ders ins Zen­trum gerückt wie die Ven­dée. Noirm­ou­tier ist eine der wich­tigs­ten Inseln in der Regi­on, ver­fügt sie doch über eine lan­ge Tra­di­ti­on der Salz­ge­win­nung. Der Rei­sen­de schau­te sich dort ein aus­ge­klü­gel­tes Sys­tem an, bei dem über Kanä­le Was­ser in Bas­sins läuft. Dort wird die Salz­blu­me gewon­nen, die Gour­mets als Deli­ka­tes­se gilt. 

Emp­feh­lens­wert ist auf jeden Fall neben einem Besuch die Lek­tü­re des anti­qua­risch zu erhal­ten­den Buches „Ven­dée“ von Fried­rich Sieburg, auch bekannt als lang­jäh­ri­ger Kor­re­spon­dent der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung. So gelingt eine gute Ein­stim­mung in die Gegend.

Erwar­tun­gen weckt auch „Unter­wegs im hohen Nor­den“ auf phoe­nix. Beim Rei­sen­den weckt die­ser Titel Erin­ne­run­gen an sei­ne ers­te Rad­rei­se durch Süd­schwe­den. Er war allei­ne unter­wegs, hat­te gera­de das leb­haf­te Däne­mark ver­las­sen und mach­te sich auf den Weg, die West­küs­te inklu­si­ve Bohus­län bis Troll­hät­tan zu erkun­den. Es ist kaum nach­voll­zu­zie­hen, wie ein­sam er sich fühl­te, such­te er doch spä­ter bevor­zugt viel ein­sa­me­re Gegen­den auf. Drei Mona­te umkreis­te er etwa den Polar­kreis, indem mit dem Rad von Mora am Sil­jan­see star­te­te. Von dort fuhr er nach Umeå, dann nach Bodø und zurück über Trond­heim zurück nach Dalar­na. Eine Teil­stre­cke hat er in „Väs­ter­bot­ten Land der Aben­teu­er“ aufgearbeitet.

Viel Spaß nach dem Ein­schal­ten des Fernsehers.


SaSoMoMiFr
Deutsch­land


Som­mer auf der Weser, WDR, 15.00 Uhr
Durch die Pfalz, HR, 20.15 Uhr

Traum­zie­le in Bay­ern, HR, 21.00 Uhr
Däne­markDäne­mark, Stadt, Land, Kunst, Arte, 9.20 Uhr



Frank­reichNoirm­ou­tier, Stadt, Land, Kunst, Arte, 8.40 Uhr

Wil­des Frank­reich, SWR, 14.45 Uhr

Côte Bleue, SWR, 16.15 Uhr

Niz­za, da will ich hin, SWR, 17.00 Uhr
Kampf um Frank­reichs Schät­ze, Phoe­nix, 14.45 Uhr

Durch die Schluch­ten des Zen­tral­mas­sivs, BR, 11.12 Uhr
Öster­reich


Nie­der­ös­ter­reich, NDR, 20.15 Uhr

Por­tu­galPor­tu­gal lesen! 3sat, 19.20 Uhr



Schwe­den
Bären­ban­de, In Skan­di­na­vi­ens Wäl­dern, HR, 20.15 UhrUnter­wegs im hohen Nor­den, Phoe­nix, 16.15 Uhr

Spa­ni­en
Berg­welt Mal­lor­cas, HR, 12.45 UhrViva Mal­lor­ca, SWR, 15.30 Uhr

TV-Tipps Rei­se und Kultur
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Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sorgt Durch­strei­fen & Erle­ben Abon­nen­ten mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Deutsch­land, Däne­mark, Frank­reich, Nor­we­gen, Öster­reich, Schwe­den und Spa­ni­en sind vertreten.

Wie in den Vor­wo­chen sind über­wie­gend deut­sche Zie­le im Pro­gramm ver­tre­ten. Natur­er­leb­nis­se ste­hen im Vor­der­grund. Dem Rei­sen­den noch unbe­kannt ist der Bei­trag über die Fran­che-Com­té und das Jura in Frank­reich. In die­se Regi­on begab er sich auf sei­ner ers­ten Rad­rei­se quer durch Frank­reich, als das Ziel Sant­ia­go de Com­pos­te­la hieß. Er hat­te sich zuvor eine Rou­te zurecht­ge­legt, die unge­fähr dem fran­zö­si­schen Jakobs­weg ent­sprach. Die berühm­ten Kathe­dra­len bil­de­te wich­ti­ge Wege­punk­te. Von Kon­stanz aus radel­te er mit Zelt und Schlaf­sack bela­den nach Bel­fort und Besan­çon. Es war anfangs eine har­te Rou­te, denn stän­dig ging es auf und ab in der hüge­li­gen Land­schaft. Lan­ge Berg­pfa­de erklimmt er lie­ber, denn dann kommt er in einen guten Rhythmus. 

Außer­dem hat er auf lan­gen Anstie­gen im Hoch­ge­bir­ge als Foto­graf den enor­men Vor­teil, über­all für gute Bil­der stop­pen zu kön­nen und schnell auf wech­seln­des Licht reagie­ren zu kön­nen. Auto­fah­rer kön­nen bei den engen Stra­ßen auf Park­plät­zen ste­hen­blei­ben und müs­sen lau­fen. Dun­kel erin­nert er sich auch an sei­ne ers­te Über­nach­tung auf einem fran­zö­si­schen Cam­ping­platz am Fluss Doubs. Er fand es idyl­lisch. Der Fluss rausch­te. Auf dem nächs­ten Cam­ping­platz lern­te er Ger­hard ken­nen, der auch auf dem Rad unter­wegs war. Bis Biar­ritz ging es über Dijon und La Rochel­le zusam­men wei­ter. So war es nicht so einsam.

Neu­gie­rig macht auch der Bei­trag über die Bezie­hung Napo­le­ons und Met­ter­nichs. Zuletzt beschäf­tig­te sich der Rei­sen­de damit im Leis­tungs­kurs Geschich­te. Frank­reich tut sich schwer mit der Auf­ar­bei­tung der eige­nen Geschich­te und Rol­le bei gro­ßen Kon­flik­ten. Aber es tut sich offen­bar viel auf höchs­ter poli­ti­scher Ebe­ne. Staats­prä­si­dent Macron wür­dig­te jetzt im Insti­tut de Fran­ce in Paris Napo­le­on als gro­ßen Staats­mann, ver­wies aber auch auf die Mil­lio­nen von Toten bei sei­nen Feldzügen. 

“Napo­le­on hat sich bei sei­nen Erobe­run­gen nie um mensch­li­che Ver­lus­te geküm­mert”, sag­te Macron in einer Gedenk­re­de. Die heu­ti­ge Poli­tik stel­le dage­gen “das mensch­li­che Leben über alles”, beton­te er. Zwei Jahr­hun­der­te nach Napo­le­ons Tod sei kein Platz für “exal­tier­te Fei­er­lich­kei­ten”, son­dern für “auf­ge­klär­tes Geden­ken”, sag­te Macron wei­ter. Unbe­strit­ten sei, dass Frank­reich Napo­le­on wich­ti­ge Grund­la­gen wie das Zivil­ge­setz­buch Code Civil ver­dan­ke. Die Wie­der­ein­füh­rung der Skla­ve­rei in Frank­reich unter Napo­le­on sei dage­gen ein “Feh­ler” und “Ver­rat am Geist der Auf­klä­rung” gewesen.

Viel Spaß beim Zuschauen.


SaSoDiDoFr
Deutsch­land

Pfäl­zer­wald, SWR, 20.15 Uhr
Erleb­nis Hes­sen. Ein Floß für die Weser, HR, 16.30 UhrWeser­rad­weg. Von Hann. Mün­den nach Nien­burg, NDR. 20.15 Uhr
Däne­mark
Wil­des Däne­mark, arte, 17.50 Uhr

Frank­reichFran­che-Com­té und Jura, HR, 21.45 UhrNapo­le­on-Met­ter­nich, arte, 20.15 Uhr


Nor­we­gen
Wun­der­sa­mes Nor­we­gen, arte, 16.00 Uhr

Öster­reichDie schöns­ten Gär­ten Öster­reichs, 3sat, 15.05 Uhr

Kärn­ten. Da will ich hin. SWR, 17.00 Uhr

Das stei­ri­sche Enns­tal, 3sat, 14.45 Uhr

Por­tu­galDie Muschel­samm­ler vom Tejo, arte, 19.40 Uhr
Schwe­den

Auf dem Was­ser durch Schwe­dens Seen­land, phoe­nix, 20.15 Uhr
Spa­ni­enMal­lor­ca vom Was­ser aus, WDR, 20.15 UhrKana­ri­sche Inseln, SWR, 10.15 Uhr
La Gome­ra, SWR, 10.15 Uhr
TV-Tipps Rei­se und Kultur
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Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sor­ge ich euch mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die an den nächs­ten Tagen im Fern­se­hen lau­fen. Dies­mal beschränkt sich die Aus­wahl auf Deutsch­land, Spa­ni­en und Öster­reich. Däne­mark, Frank­reich, Nor­we­gen, Por­tu­gal und Schwe­den blei­ben außen vor. Über die­se Län­der sind nur Wie­der­ho­lun­gen zu sehen, für die ihr in bis­her ver­öf­fent­lich­te TV-Tipps schau­en müsst. Das Pro­gramm zum Down­load fin­det ihr als Link im pdf-For­mat. Wer die Tipps lie­ber per E‑Mail zuge­stellt bekom­men möch­te, kann mei­nen Blog auf der Start­sei­te rechts abonnieren.

3sat und arte ver­dan­ken wir, dass wir neue Zie­le ins Auge fas­sen kön­nen. Sie rücken zum einen den nord­west­li­chen Teil Deutsch­lands in den Blick, den ich im ver­gan­ge­nen Jahr und auch schon davor durch­streift und erlebt habe. Im Weser-Ems-Gebiet und an der Nord­see gefiel es mir gut. Da mein Tage­buch über die Tour nahe­zu voll­endet sind, folgt dem­nächst auf dem Blog eine Zusam­men­fas­sung, die der einen oder dem ande­ren Appe­tit macht, selbst in die­se Gegen­den zu rei­sen. Eini­ge Live-Ein­drü­cke fin­det ihr bereits dort.

Auf die schö­ne Stei­er­mark rich­tet 3sat zum ande­ren den Blick: Dort hielt ich mich erst­mals anläss­lich eines Semi­nars der Aka­de­mie der Baye­ri­schen Pres­se über Rei­se­jour­na­lis­mus auf. So lern­te ich Graz ken­nen, eine der Design­haupt­städ­te Euro­pas. Für die Schwei­zer Sonn­tags­zei­tung schrieb ich dar­über einen Arti­kel. Am meis­ten gefiel mir ein Abend mit Akteu­ren der Krea­tiv­sze­ne. Wir rös­te­ten Makro­nen in Ton­nen und zogen danach in eine der gemüt­li­chen Knei­pen um, als es küh­ler wur­de. Mir kam es dabei so vor, als wären wir schon jah­re­lang mit­ein­an­der befreun­det. Öster­rei­cher Charme eben. Auch dar­über fin­det ihr im Blog bereits Eindrücke.

Also ein­schal­ten und träumen.


SoMoDiMi
Deutsch­landDie Nord­see von oben, arte, 11.40 Uhr
Wun­der­schön! Mit dem Bul­li durchs Pader­bor­ner Land, WDR, 14.05 Uhr


Das Vogel­pa­ra­dies in der Weser. Die Stro­hau­ser Pla­te, 3sat, 14.15 Uhr
Öster­reich
Der stei­ri­sche Alpen­tier­park Mau­tern, 3sat, 21.45 UhrNatur­parks in der Stei­er­mark, 3sat, 13.40 Uhr
Spa­ni­en


Alfa­ro. Die Haupt­stadt der Stör­che, 3sat, 13.20 Uhr
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Bei Schietwetter ab in die Therme

Ges­tern war es kalt und nass. Von man­chen hör­te ich dann schon den Wunsch: “Ich wünsch­te, es wäre wie­der mal Sommer.”

Ich gehe am liebs­ten an sol­chen Tagen in eine Ther­me. Beson­ders ger­ne mag ich die Ther­me in Kon­stanz. Da die Gegend wun­der­bar zum Radeln geeig­net ist, ist man oft den gan­zen Tag unter­wegs. Am Abend kann man die Bade­klei­dung zusam­men­su­chen, in der Ther­me die müden Bei­ne aus­stre­cken und das gesun­de Ther­mal­was­ser trin­ken. Vom Außen­be­cken aus leuch­tet der Boden­see her­über. Und ich genie­ße den Blick auf die Alpen. Am nächs­ten Mor­gen genie­ße ich natür­lich den bewun­dern­den Blick man­cher Redak­teu­re, wie erholt ich aussehe.

Schön fin­de ich auch die Ther­me in Bad Oeyn­hau­sen. Drei Wochen Radeln von der Sieg zum Kah­len Asten und dann über die Die­mel zur Weser ohne Pau­se erfor­dern ihren Tri­but. Die Bei­ne wol­len nicht mehr. Wir bau­en die Zel­te auf dem an der Weser lie­gen­den Cam­ping­platz auf und radeln am Ruhe­tag in die Stadt.

An sich denkt man, ein solch alter Kur­ort kann nur eine etwas ver­ranz­te Ther­me haben. Aber nichts da! Es gibt ein gro­ßes Außen­be­cken mit Salz­was­ser. Eine The­ra­peu­tin bie­tet zu Musik Aqua­fit­ness an. Auch innen gibt es ein gro­ßes Becken, in das eine Gegen­strom­an­la­ge inte­griert ist; und es gibt auch im Preis ent­hal­te­ne Sau­nen. Klar macht das Radeln am nächs­ten Tag nach Min­den deut­lich mehr Spaß!

Geo emp­fiehlt noch wei­te­re Thermen.

Geo-Tipps Ther­men

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Bremer Kogge von 1380

Bre­mer Kog­ge aus dem Jah­re 1380

Bre­mer­ha­ven ist die letz­te Sta­ti­on des Rei­sen­den, der vor vie­len Wochen von Bonn aus mit Rad und Zelt star­te­te. Über die Sieg ging es zum Kah­len Asten, von dort an der Die­mel ent­lang zur Weser. Etwas weh­mü­tig ist er schon. Denn es war eine schö­ne Tour, begüns­tigt durch exzel­len­tes Wet­ter. Ein Leben wie in Süd­eu­ro­pa, wes­halb es fast nur im Zelt statt­fand und abends auf der Ter­ras­se eines guten Restau­rants. Oft gibt es das nicht bei einem mehr­wö­chi­gen Urlaub in Deutschland. 

Etwas geschmä­lert wur­de das Fina­le durch den kräf­ti­gen Wind auf dem heu­ti­gen Stück von Bre­men nach Bre­mer­ha­ven. Ent­lang des Weser­deichs gibt es wenig Hin­der­nis­se, die ihn brem­sen. Und der Weg ist etwas mono­ton. Es gibt wesent­lich kom­for­ta­ble­re und span­nen­de­re Wege in den Nor­den. Es lohnt sich wirk­lich, ab Bre­men abzu­bie­gen, den Ems­rad­weg anzu­steu­ern und von Emden auf dem Nord­see­küs­ten­weg nach Bre­mer­ha­ven zu radeln. Auch wenn die Tour dadurch län­ger dauert.

Inter­es­san­tes­te Zie­le in Bre­mer­ha­ven sind das Deut­sche Aus­wan­derer­haus und das Deut­sche Schiff­fahrts­mu­se­um. Bei­de lie­gen zum Glück nahe bei­ein­an­der im Hafen. So las­sen sie sich leicht mit­ein­an­der kom­bi­nie­ren. Da Donald Trump gera­de Prä­si­dent der Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka ist, bege­ben sich sogar eini­ge Besu­cher im Aus­wan­derer­haus auf sei­ne Spu­ren. Im Muse­um sind drei unter­schied­li­che Schif­fe nach­ge­baut, die in die Neue Welt füh­ren: ein Segel­schiff, ein Dampf­schiff und ein Oce­an Liner. Die Unter­künf­te auf die­sen Schif­fen ent­de­cken Besu­cher wäh­rend des Rund­gangs und erfah­ren dabei mehr zum Auf­ent­halt der Aus­wan­de­rer an Bord.

Ein Teil sei­ner Fami­lie stammt bekannt­lich aus Deutsch­land. Denn von Bre­mer­ha­ven aus sind die meis­ten Deut­schen aus in ihr neu­es Leben in Über­see gestar­tet. So eini­ge Neu­gie­ri­ge strö­men tat­säch­lich zum Saal, wo sich Doku­men­te so man­cher Fami­lie fin­den. Es gibt sehr vie­le deut­sche Fami­li­en, die es geschafft haben, sich ein erfolg­rei­ches Leben auf­zu­bau­en, was Fotos von Unter­neh­mern in der Indus­trie, Han­del und Film zei­gen. Nicht alle blie­ben hier, son­dern sie kehr­ten vom Heim­weh geplagt wie­der zurück.

Aber der Rei­sen­de hat kei­ne Ver­wand­ten in den USA, es sei denn, dass das Fort Ben­ning von einem errich­tet wur­de. Mein jün­ge­rer Brü­der ver­kün­de­te dies stolz im Erd­kun­de­un­ter­richt sei­ner Schu­le, als der Leh­rer Klas­se die Ame­ri­ka-Kar­te im Diercke-Welt­at­las auf­schla­gen ließ. Er hat­te vie­le Bewun­de­rer auf sei­ner Sei­te. Das Moment zählt. So spart sich der Rei­sen­de die Suche. Auf eine rei­che Erb­schaft wie die Fami­lie eines Jugend­freun­des ist er ohne­hin nie aus gewe­sen. Jah­re­lang erhoff­te die Fami­lie einen Gold­re­gen des “rei­chen Onkels” in Ame­ri­ka. Doch nach einem Besuch in den USA war die Ernüch­te­rung groß. Er leb­te in beschei­de­nen Ver­hält­nis­sen. Ein Geld­spei­cher stand dort nicht.

Wohin es sie ver­schla­gen hat, ist schön an einer digi­ta­len Kar­te zu erken­nen. Vie­le Städ­te tra­gen deut­sche Namen. Sie las­sen sich ein­blen­den wie zum Bei­spiel Colo­gne (Min­ne­so­ta), Ham­burg (New York), Munich (North Dako­ta), Stutt­gart (Arkan­sas), Augs­burg (Arkan­sas), Bis­marck (North Dako­ta), New Braun­fels (Texas), Min­den (Nebras­ka) oder Schaum­burg (Illi­nois). An Aus­ru­fen im Saal ist zu hören, dass dies immer noch Ver­blüf­fung aus­löst, denkt der Rei­sen­de doch, dass man das noch aus der Schu­le wis­sen müss­te. In der Mas­se hat er sich das aller­dings auch nicht vor­ge­stellt. Und so treibt der Besu­cher durch die Säle, wobei die Auf­merk­sam­keit doch mit der Zeit auf­grund der Mas­se der Ange­bo­te nach­lässt. Aber er freut sich auch schon auf den Besuch des Schifffahrtsmuseums.

Im Zen­trum des Inter­es­ses: eine alte Han­dels­kog­ge aus dem Jah­re 1380. Den Rei­sen­den inter­es­sie­ren schon lan­ge Schif­fe, war einer sei­ner Vor­fah­ren doch Weser­dampf­schiff­ka­pi­tän. Die Hälf­te sei­ner Fami­lie stammt aus Bre­men. Fort­be­we­gungs­mit­tel für den Urlaub im hohen Nor­den war oft eine Fäh­re wie die berühm­te Viking Line von Kap­pells­kär nach Naan­ta­li in Finn­land oder aber auf der Däne­mark-Ver­bin­dung von Putt­gar­den nach Rød­by auf Lol­land. Und sein älte­rer Bru­der woll­te immer Kapi­tän wer­den. Des­halb lud sei­ne Mut­ter einen Kapi­tän des Alfred-Wege­ner-Insti­tuts für Polar­for­schung ein. Sie woll­te die Wiss­be­gier ihres Soh­nes stillen.

Die Weser­kog­ge ist noch ziem­lich gut erhal­ten, dafür, dass sie 700 Jah­re im Schlamm lag. Die Archäo­lo­gen nah­men sie nach der Ber­gung Stück für Stück aus­ein­an­der, prä­pa­rier­ten das Eichen­holz gegen den Zer­fall an der Luft. Als Gegen­stück, wie schnell es unter Sauer­stoff­ein­wir­kung zer­fällt, leg­ten sie eini­ge Stü­cke in Schau­käs­ten. Über drei Eta­gen kön­nen Besu­cher um das Han­dels­schiff her­um­ge­hen und so vom Kiel bis zu den Mas­ten aus­gie­big betrachten. 

Eichen­holz ist wider­stands­fä­hig, selbst im Eis. Der Rei­sen­de las in einer Bio­gra­phie über Arved Fuchs (Ein Leben für Aben­teu­er und Umwelt), dass er ein altes Fischer­boot sei­nes Freun­des Niels Bach über­nahm. Er unter­such­te die Dag­mar Aaen auf Herz und Nie­ren und ent­deck­te, dass das Eichen­holz im Rumpf des Schif­fes völ­lig unver­sehrt war. Dabei war es vie­le Jahr­zehn­te har­ten Bedin­gun­gen auf hoher See aus­ge­setzt. Niels Bach lern­te der Rei­sen­de auf der Kat­te­gat­in­sel Samsø ken­nen, wo er Tou­ris­ten auf sei­nem Fisch­kut­ter die Schön­heit der Insel erklärt. Auch Aus­rüs­tungs­ge­gen­stän­de der Kog­ge sind im Schiff­fahrts­mu­se­um aus­ge­stellt, so dass man sich ein gutes Bild von der Zeit machen kann.

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Strandurlaub an der Weser

Das ver­lockt doch bei die­sem schwü­len Wet­ter zum Urlaub am Strand. Auf­ge­nom­men in der Nähe von Vege­sack, wo mein Groß­va­ter herkommt.

Oder doch lie­ber an die­sem Strand von Can­bar­ro, den ich im Sep­tem­ber 2017 in Por­tu­gal ken­nen­ler­nen durfte?

Strand von Canbarro

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Dinos, Dinos, Dinos — im Jurassic Park nahe der Weser

Ech­te Fuß­stap­fen von Dino­sau­ri­ern haben For­scher im Land­kreis Nien­burg nahe der Weser gefun­den. Heu­te sehe ich sie mir in Mönchehagen.

Es ist wirk­lich beein­dru­ckend und daher eine Berei­che­rung der Rad­wan­de­rung ent­lang der Weser. Dazu gibt es jede Men­ge Dino­sau­ri­er in Lebens­grö­ße. Mei­ne Foto­da­ten­bank ist um eini­ges rei­cher geworden.

Zahl­rei­che Info­ta­feln prä­sen­tie­ren die Zeit der kolos­sa­len Lebewesen.

Für Fami­li­en bedeu­tet das viel Spaß. Ich sah vie­le Kin­der mit einem Quiz her­um­lau­fen. Häu­figs­te Fra­ge: Ist der gefähr­lich? Eini­ge Stun­den ist jeder gut beschäf­tigt. Nett auch die Aus­stel­lung über Dino­ba­bys. Gezeigt wur­den auch Eier und ver­stei­ner­te Skelette.

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Diemel runter, Weser rauf

Immer die­sel­ben Stre­cken zu fah­ren, ist dem Rei­sen­den auf Dau­er zu lang­wei­lig. Er will sei­nen Lesern stets neue schö­ne Wege zei­gen. Dabei lei­tet ihn die Visi­on, eines Tages auf die schöns­ten Rad­stre­cken von Gibral­tar bis zum Nord­kap vom Rei­se­füh­rer bis zum Kalen­der ver­wei­sen zu kön­nen. Die bes­ten Tipps erhält er ohne­hin unter­wegs im Gespräch mit Ein­hei­mi­schen, die die eige­ne Regi­on ohne­hin am bes­ten kennen.

Dem Tipp des Ein­hei­mi­schen in der Gast­stät­te auf dem Kah­len Asten zu fol­gen, hat sich voll­auf gelohnt. Denn noch ein­mal woll­te der Rei­sen­de nicht die Stre­cke nach Pader­born fah­ren. Auch die­se lohnt sich, ist doch allei­ne die Ent­de­ckung der Ems­quel­le eine Rei­se wert oder die Tour durch den Teu­to­bur­ger Wald.

Heu­te gefie­len Ulf und dem Rei­sen­den ein gro­ßer Wald vor einer Anhö­he über Bad Karls­ha­fen. End­lich erfüll­te sich der Traum, mal von einer ande­ren Sei­te die Weser zu errei­chen, jetzt auch mal zu wis­sen, wie es hin­ter ihr wei­ter geht. Dann ging es her­un­ter in die Stadt, die sich seit dem letz­ten Besuch kaum ver­än­dert hat. Noch immer wird der Hafen bear­bei­tet, noch immer ist er eine gro­ße Bau­stel­le, die den Blick auf die schö­nen Häu­ser rings­um verstellt.

Dann gibt es zwei Kilo­me­ter eine Rei­fen­pan­ne, bei der fei­ern­de Jugend­li­che mit ihrer Musik Unter­hal­tung bie­ten. Da schnell beho­ben, bie­tet der Cam­ping­platz in Höx­ter eine will­kom­me­ne Unter­kunft. Die Stadt kennt der Rei­sen­de ziem­lich gut, war er doch mal nach einem Unfall hier Pati­ent in der Weser­berg­land­kli­nik. Das Weser­berg­land lässt sich von hier aus exzel­lent erkun­den. Er radel­te durch den tie­fen Sol­ling, genoss eine unglaub­lich lan­ge Abfahrt von sage und schrei­be 25 Kilo­me­tern nach Neu­haus, was er spä­ter nur in den Pyre­nä­en von Auritz nach Pam­plo­na noch ein­mal erle­ben durf­te. Er bestaun­te das Por­zel­lan in Fürs­ten­berg, bade­te mit sei­ner The­ra­peu­tin Anet­te in einem klei­nen See. An ihre “Huhu-Rufe” und ihr Lachen erin­nert er sich heu­te noch. Lei­der ist aus der Pad­del­tour mit der ande­ren The­ra­peu­tin Maria nichts gewor­den. Er ver­fass­te hier sei­ne Semi­nar­ar­beit über Tho­mas von Aquin, wofür ihm der Pro­fes­sor ein “Sehr gut” ver­lieh. So viel Zeit und Ruhe dafür hat er wäh­rend sei­nes Stu­di­ums sel­ten gehabt wie hier.

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