Beinahe unerfüllbarer Traum von einem Ferienhaus in Dänemark

Die Wel­len der Nord- und Ost­see in Ska­gen gegen­ein­an­der anrol­len sehen, den Zucker­sand am Kat­te­gatt durch die Fin­ger rie­seln las­sen, den Harz­ge­ruch des Wäld­chens am Strand von Asser­bo auf See­land rie­chen — ich erin­ne­re mich an mei­ne Kind­heit in Däne­mark. Mein Bru­der bau­te tol­le Sand­bur­gen oder einen Kauf­manns­la­den. Wir ver­kauf­ten dann Muscheln und See­mann­staue für eini­ge Øre an gut­mü­ti­ge Dänen.

Abends kehr­ten ich und mei­ne Geschwis­ter erschöpft, aber glück­lich ins gemüt­li­che und male­ri­sche Feri­en­haus zurück. Oft gab es einen gro­ßen Gar­ten, in dem auf ein­mal Rehe stan­den und nicht nur wie zuhau­se Nach­bars Kat­ze oder Hund. Solch ein Feri­en­haus woll­ten wir auch ger­ne haben.

Doch das geht bis heu­te nicht. Deut­sche dür­fen kei­ne Feri­en­häu­ser am Strand kau­fen. Die Dänen fürch­ten, dass die Strän­de sonst nicht mehr ihnen gehö­ren. Dies ist einer der Vor­be­hal­te, den sie beim Bei­tritt zur EU aushandelten.

„Wenn die Dänen ihre Wäh­rung oder ihr Jus­tiz­sys­tem oder ihre Ver­tei­di­gungs­po­li­tik auf­ge­ben müss­ten, dann wür­den sie das als eine Art von begrenz­ter Eigen­stän­dig­keit sehen. Auch wenn die­se Hal­tung immer wie­der von der Poli­tik kri­ti­siert wird: Die Mehr­heit der Dänen emp­fän­de einen Abschied von die­sen Vor­be­hal­ten als einen Schritt in Rich­tung Ver­ei­nig­te Staa­ten von Europa.“ 

Dies sagt Peter Neder­gaard, Pro­fes­sor am Euro­pa­po­li­ti­schen Insti­tut der Uni­ver­si­tät Kopenhagen.

Wer mehr wis­sen möch­te, soll­te den inter­es­san­ten Bei­trag des Deutsch­land­funks lesen.

Feri­en­haus in Dänemark

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A Coruña oder doch Lofot?

A Coru­ña oder doch Lofot? Hier — an der Gren­ze zur Pro­vinz A Coru­ña in Gali­ci­en — ver­blüfft den Rei­sen­den die Ähn­lich­keit bei­der Land­schaf­ten. Gera­de rund um Diger­mu­len sieht es ziem­lich ähn­lich aus.

Lei­der hat er gera­de kein Foto von Diger­mu­len zur Hand. Er kann jedoch ande­re Küs­ten­strei­fen zum Ver­gleich ein­fü­gen. Denn es ist doch inter­es­sant, her­aus­zu­be­kom­men, war­um man so beim Urlaub in Gali­ci­en oder auf dem Lofot empfindet.

Hier nun eini­ge Hypo­the­sen: Sicher­lich liegt es vor allem am Licht. Der Blick geht an expo­nier­ter Stel­le in die Fer­ne. Nicht umsonst ist Ska­gen, das eine expo­nier­te Lage an der Nord­spit­ze Jüt­lands ein­nimmt, berühmt durch die Ska­ge­ner Maler­schu­le geworden. 

Sowohl Diger­mu­len als auch die Stel­le in der Pro­vinz A Coru­ña lie­gen ein­sam. Nur im Hin­ter­grund erhe­ben sich in Nor­we­gen die grü­nen Alpen am Meer, maxi­mal 1161 Meter hoch. Dort recken sich die maxi­mal 800 Meter hohen Ber­ge Gali­ci­ens in die Höhe. An der Küs­te gehen die Ber­ge schließ­lich auch über in die Rías Baixas und die Rías Altas. In den Rías Baixas liegt die Sier­ra del Bar­b­an­za. Die Rías Altas sind der Teil der Küs­ten­re­gi­on Gali­ci­ens. Die­se lau­fen vom Kap Finis­terre in der west­li­chen Pro­vinz von A Coru­ña nach Riba­deo in der nord­öst­li­chen Pro­vinz Lugo. Dort gren­zen sie an Astu­ri­en. Sie gehö­ren zum gali­zisch-leo­ni­schem Massiv.

Beste Badeplätze und mildes Klima

Bei­de Orte lie­gen auch an rau­en Küs­ten. Die gali­ci­sche Küs­te ist nicht min­der gefähr­lich als das Polar­meer. Vie­le Fischer kos­te­ten die Wet­ter­ver­hält­nis­se das Leben. In ihnen fließt ziem­lich kal­tes Was­ser. Des­halb sind man­che Urlau­ber auch ent­täuscht, wenn sie mei­nen, den Traum­strand bei Por­to gefun­den zu haben, aber dort nicht wirk­lich schwim­men mögen. Selbst an Algar­ve gibt es so kal­te Strö­mun­gen. Nur erfah­re­ne Ein­hei­mi­sche wis­sen dort, wo die bes­ten Bade­plät­ze lie­gen für einen gelun­ge­nen Urlaub an Algar­ve lie­gen. Ebbe und Flut sor­gen natür­lich auch für ein ähn­li­ches Erscheinungsbild.

Die Was­ser­tem­pe­ra­tur bestimmt die Vege­ta­ti­on auf Gra­nit mit dün­ner Kru­me in bei­den Land­stri­chen. Auch dadurch kann es wohl zu einem ähn­li­chen Erschei­nungs­bild kom­men. Des­halb kann es zum Ver­gleich in der Ven­dée zum Teil schon fast medi­ter­ran durch Kie­fern­wäl­der wir­ken, die es so in Nord­nor­we­gen nicht gibt. Die­se gibt es dafür aber auf See­land am Kat­te­gat in Däne­mark. Auch dort ist es viel mil­der als an belieb­ten Bade­strän­den wie Blå­vand, ein däni­sches Nord­see­bad in der Kom­mu­ne Varde.

A Coru­ña oder doch Lofot? Mit die­sen Hypo­the­sen ist das Gan­ze bestimmt noch nicht aus­ge­schöpft. Viel­leicht fin­den sich die einen oder ande­ren Exper­ten, die das hier wis­sen­schaft­lich be- oder wider­le­gen kön­nen. Viel­leicht kommt es an die­ser Stel­le auch zu einer erwünsch­ten span­nen­den Diskussion.

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