Chinesen “stürmen” Örebro

Dass Norweger gerne ihren Urlaub in Schweden verbringen, ist klar. Es ist das Nachbarland, insgesamt wärmer als Norwegen und auch deutlich günstiger.

Örebro ist im Norden bekannt seiner schönen Altstadt wegen. Und wegen der großartigen Natur rundherum. Im Nationalpark Tiveden kann man gut wandern. Er ist mitunter moorig und bietet daher seltenen Tieren ideale Entwicklungsmöglichkeiten. Es gibt auch große Seen dort. Ich erinnere mich noch bis heute an den hübschen Ort Askersund und den Segelboothafen.

Aber am liebsten erinnere ich mich an zwei sehr menschliche Begegnungen. Als ich mal Tiveden mit dem Rad durchstreifte und erlebte, erwischte mich viel Regen, so dass ich klatschnass ein Café erreichte. Der Besitzer reagierte umgehend und stellte an meinem Tisch einen Ventilator auf, an dem ich mich aufwärmen und trocknen konnte. Kaffee und Kuchen schmeckten natürlich auch sehr gut. Da der Regen nicht aufhörte, blieb ich mehrere Stunden dort, bis ich dann abends auf einer Lichtung mein Zelt aufbaute.

Meine zweite Begegnung hatte ich mit einem Fleischproduzenten in der Gegend, dessen Betrieb ich mir anschaute. In einer Zeitung las ich, dass er einen Preis wegen der ausgezeichneten Qualität erhalten hatte. Ob es im selben Jahr wie in Tiveden war, weiß ich nicht mehr. Er dachte wohl, dass ich als Radfahrer bestimmt immer hungrig wäre, packte mir zum Abschied eine kleine Kühltasche voll mit eisgekühltem Fleisch.

Kein Wunder, dass Norwegen so gerne in die Gegend fahren, wenn man dort so gastfreundlich ist. 741000 Übernachtungen zählt man aktuell in Örebro, davon seien gut 40 Prozent Norweger. Und überraschend viele Chinesen tauchen dort auch auf. Gab es 2013 erst noch 700 Übernachtungen, sei die Zahl der Übernachtungen rasant auf aktuell 14000 gestiegen, schreibt die Zeitung Aftonbladet. Wichtigster Grund seien die bei den Asiaten beliebten Rundreisen durch Skandinavien.

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