Fernsehtipps Reise und Kultur

Aktu­ell ver­sor­ge ich euch mög­lichst regel­mä­ßig mit TV-Dokus über Kul­tur und Rei­se. Im Zen­trum ste­hen belieb­te Zie­le in Euro­pa, die jetzt im Fern­se­hen lau­fen. Dies­mal sind alle Län­der bis auf Nor­we­gen ver­tre­ten. Erstaun­lich. Sicher liegt das an den bevor­ste­hen­den Oster­fe­ri­en. Einen Down­load-Link des Pro­gramms fin­det ihr wie immer im pdf-Format.

Gespannt bin ich vor allem auf den Film über Bar­ce­lo­na. Dort leb­te ich neun Mona­te, weil ich über Eras­mus Kata­la­nisch stu­dier­te. Der Sprach­kurs war hart, denn ich konn­te weder gut Spa­nisch noch Kata­la­nisch spre­chen. Und die Ver­stän­di­gung im Kurs lief auch noch nur auf … Kata­la­nisch. Aber Spa­nisch lern­te ich gut, weil wir uns in der WG nur auf Spa­nisch unter­hiel­ten, um uns gut in die Gesell­schaft zu inte­grie­ren. Eng­lisch oder Fran­zö­sisch waren tabu. 

Aus tou­ris­ti­scher Sicht war die Lage der Woh­nung geni­al. Wir wohn­ten nahe der Sagra­da Fami­lia und vie­ler ande­rer Sehens­wür­dig­kei­ten wie das Hos­pi­tal Sant Pau. Mit der Metro konn­ten wir uns schnell durch die Stadt und an ihre Rän­der bewe­gen. Nie kam Lan­ge­wei­le auf, weil es blen­den­de Unter­hal­tung auf den Ram­blas fand oder in tol­len Cafés wie im Café de L’Opera am Gran Teat­re del Liceu. Am liebs­ten moch­te ich dort Scho­ko­la­de mit einer dicken Por­ti­on Sah­ne, den soge­nann­ten Suizo.

Wenn Coro­na uns in die­sem Jahr immer noch einen Strich durch Aus­lands­ur­laub macht, kann ich nur eine Rad­tour von Aachen nach Trier emp­feh­len. In Wun­der­schön! wer­den dazu sicher eini­ge Tipps kom­men. Mit Freun­den wan­der­te ich schon im Hohen Venn über die Gren­ze nach Bel­gi­en und besuch­te danach den Aache­ner Dom. Oder aber wir besich­tig­ten drei Tage Trier nach aus­ge­dehn­ten Wan­de­run­gen an der Mosel. Uns gefie­len die Kai­ser­ther­men, der schö­ne Park am Kur­fürst­li­chen Palais und natür­lich auch das gemüt­li­che Flair am Abend in den Kneipen.

Also ein­schal­ten und mitreisen.


SoMoDiDoFr
Däne­mark



Das däni­sche Königs­haus, NDR, 16.30 Uhr
Deutsch­landWun­der­schön! Von Aachen nach Trier. Mit Rad durch drei Län­der, WDR, 14.15 Uhr
Unbe­kann­te Schlei. Phoe­nix, 17.15 Uhr

Frank­reich
Mont­pel­lier. Da will ich hin. 3Sat, 12.50 Uhr
Frank­reichs Wes­ten. Von der Nor­man­die bis Arcachon, NDR, 20.15 Uhr
Öster­reichStift Dürn­stein in der Wach­au 3sat, 13.10 Uhr
Zu Tisch… Stei­er­mark, arte, 18.25 Uhr




Por­tu­galWun­der­schön! Algar­ve, NDR, 13 Uhr



Schwe­denDer Göt­aka­nal, NDR, 14.30 Uhr



Spa­ni­en

Bar­ce­lo­na. Die schö­ne Kata­la­nin, WDR, 10.55 Uhr
Mal­lor­cas stil­le Sei­ten, HR, 20.15 Uhr
TV-Tipps Rei­se und Kultur
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1200 Kilometer zur Bar Hemingways

1200 Kilo­me­ter Jakobs­weg zur Bar Heming­ways: Wer Värm­land und See­land hat der Rei­sen­de zuletzt Zie­le auf Geo gefun­den, mit denen er vie­le Kind­heits- und Jugend­er­in­ne­run­gen ver­bin­det. Mit Biar­ritz kommt heu­te ein drit­tes Ziel hin­zu, das er auf einer sei­ner ers­ten Rad­tou­ren in den Süden kennenlernte. 

Mit Kum­pel Chris­toph radel­te er auf einem impro­vi­sier­ten Jakobs­weg in Frank­eich von Bel­fort aus über Besan­çon, Dijon, Vézelay und Limo­ges nach La Rochel­le. Vom Küs­ten­ort aus ging es wei­ter über Mimizan und Arcachon nach Biar­ritz ent­lang der Côte Bas­que. Er hat­te sich zuvor ange­guckt, wie die Pil­ger im Mit­tel­al­ter gelau­fen sein könn­ten. Ins­ge­samt sind es durch Frank­reich gut 1234 Kilometer.

Ent­lang der Küs­te ist der Weg schön, zumal man dem Ver­kehr rund um die grö­ße­ren Städ­te ent­kommt. Süd­lich von La Rochel­le gibt es ent­lang des Was­sers Sand­strän­de und Nadel­wäld­chen. Wer hin­ge­gen wei­ter im Bin­nen­land her­um­fährt, fin­det eine gut zu bewäl­ti­gen­de Hügel­land­schaft vor. Die­se beinhal­tet auch nicht das Auf und Ab des Jura. Über­all gibt es Cam­ping­plät­ze, um abends sicher irgend­wo anzu­kom­men, bevor es dun­kel wird.

Drehkreuz Biarritz

Durch die­se kann man einer­seits viel Geld spa­ren, ande­rer­seits den Luxus des Über­nach­tens unter frei­em Him­mel und die Schar gleich­ge­sinn­ter Frisch­luft­fa­na­ti­ker genie­ßen. Her­vor­zu­he­ben ist Arcachon, Fran­ko­phi­len durch die enorm hohe Düne bekannt. Vie­le Men­schen win­ken, fra­gen, woher man kom­me, wohin man wol­le. Es folgt stets ein freund­li­ches Lächeln. Dies liegt wohl auch an der Begeis­te­rung fürs Radfahren.

Biar­ritz ist das Dreh­kreuz schlecht­hin, um unter­schied­li­che Zie­le ken­nen­zu­ler­nen: den Atlan­tik und den Aus­läu­fer der Pyre­nä­en. Bis nach Pam­plo­na oder San Sebas­tián ist es ein Kat­zen­sprung. Von Biar­ritz aus kann man gut nach Saint-Jean-Pied-de-Port gelan­gen, von dort auf den spa­ni­schen Jakobs­weg. Die Natio­nal­stra­ße her­auf nach Ron­ce­val­les bewäl­tigt der Rei­sen­de von Biar­ritz aus an einem Nach­mit­tag. Er rollt am nächs­ten Mor­gen den Weg nach Pam­plo­na her­ab. Dort inter­es­siert ihn die Bar Heming­ways, wo er „Fies­ta“ geschrie­ben haben soll. Hin­ge­gen geht der Weg nach San Sebas­tián recht flach wei­ter. Der Jakobs­weg Küs­ten­weg — Cami­no de la cos­ta — nach Sant­ia­go de Com­pos­te­la ist dort erreicht.

Heu­te wür­de der Rei­sen­de eine so lan­ge Stre­cke nicht mehr fah­ren. Mitt­ler­wei­le fin­det er es inter­es­san­ter, eine Regi­on mit ihren Beson­der­hei­ten auf­zu­ar­bei­ten. Es gilt, Rad­lern gute Wege zu zei­gen, auf denen sie Sport, Gas­tro­no­mie und Kul­tur ver­bin­den kön­nen. Wenn man Inseln oder Gebirgs­stra­ßen abgrast, kom­men auch dabei etli­che Kilo­me­ter zusam­men. So wie unglaub­li­che 1200 Kilo­me­ter zur Bar Hemingways.

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1200 Kilometer zu Hemingway

Mit Värm­land und See­land fand der Rei­sen­de zuletzt Zie­le auf Geo, mit denen er vie­le Kind­heits- und Jugend­er­in­ne­run­gen ver­bin­det. Mit Biar­ritz ist heu­te ein drit­tes Ziel hin­zu­ge­kom­men, das er auf einer sei­ner ers­ten Rad­tou­ren in den Süden ken­nen­lern­te. Mit sei­nem Kum­pel Chris­toph radel­te er auf einem etwas impro­vi­sier­ten fran­zö­si­schen Jakobs­weg von Bel­fort aus über Besan­çon, Dijon, Vézelay und Limo­ges nach La Rochel­le. Vom Küs­ten­ort aus ging es wei­ter über Mimizan und Arcachon nach Biar­ritz. Der Rei­sen­de hat­te sich zuvor ange­guckt, wie die Pil­ger im Mit­tel­al­ter gelau­fen sein könn­ten. Ins­ge­samt waren es durch Frank­reich gut 1234 Kilometer.

Ent­lang der Küs­te ist der Weg aus­ge­spro­chen schön, zumal man dem Ver­kehr rund um die grö­ße­ren Städ­te end­lich ent­kommt. Süd­lich von La Rochel­le gibt es ent­we­der ent­lang des Was­sers Sand­strän­de und Nadel­wäld­chen. Fuh­ren wir hin­ge­gen etwas wei­ter im Bin­nen­land her­um, fan­den Chris­toph und der Rei­sen­de eine gut zu bewäl­ti­gen­de Hügel­land­schaft vor, die auch nicht das Auf und Ab des Jura beinhaltete. 

Über­all gibt es Cam­ping­plät­ze. Durch die­se kann man einer­seits viel Geld spa­ren, ande­rer­seits den Luxus des Über­nach­tens unter frei­em Him­mel und die Schar gleich­ge­sinn­ter Frisch­luft­fa­na­ti­ker genie­ßen. Her­vor­he­ben möch­te er Arcachon, Fran­ko­phi­len durch die enorm hohe Düne bekannt. Die Rei­sen­den fühl­ten uns hier will­kom­men. Vie­le wink­ten, frag­ten, woher sie kämen, wohin sie woll­ten. Es folg­te stets ein freund­li­ches Lächeln. Dies liegt wohl auch an der Begeis­te­rung fürs Radfahren.

Biar­ritz ist das Dreh­kreuz schlecht­hin, um unter­schied­li­che Zie­le ken­nen­zu­ler­nen: den Atlan­tik und den Aus­läu­fer der Pyre­nä­en. Bis nach Pam­plo­na oder San Sebas­tián ist es ein Kat­zen­sprung. Von Biar­ritz aus kann man gut nach Saint-Jean-Pied-de-Port gelan­gen, von dort auf den spa­ni­schen Jakobs­weg. Die Natio­nal­stra­ße her­auf nach Ron­ce­val­les bewäl­tig­te der Rei­sen­de von Biar­ritz aus an einem Nach­mit­tag, roll­te am nächs­ten Mor­gen den Weg nach Pam­plo­na her­ab. Dort inter­es­sier­te ihn die Bar Heming­ways, wo er „Fies­ta“ geschrie­ben haben soll — das Café Iru­ña. Hin­ge­gen geht der Weg nach San Sebas­tián recht flach wei­ter. Der Küs­ten­weg nach Sant­ia­go de Com­pos­te­la ist erreicht.

Heu­te wür­de er eine solch lan­ge Stre­cke nicht mehr fah­ren. Mitt­ler­wei­le fin­det er es inter­es­san­ter, eine Regi­on und ihre Beson­der­hei­ten auf­zu­ar­bei­ten, Rad­lern gute Wege zu zei­gen, auf denen man Sport, Gas­tro­no­mie und Kul­tur mit­ein­an­der ver­bin­den kann. Auch dabei kom­men immer vie­le Kilo­me­ter zusam­men­ge­kom­men, wenn er auch klei­ne Inseln oder Gebirgs­stra­ßen abgrast.

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