Kulturhauptstadt kann auch Fußball

In sechs Wochen beginnt die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich. Am 12. Juni ist Lille, Gastgeberin bei der Fußball-EM. Sie spielt an einem Sonntag gegen die Ukraine. Da ich herausfinden will, was die Stadt außer meiner Leidenschaft Fußball zu bieten hat, besuche ich die Stadt in Nordfrankreich. Ist die ehemalige Kulturhauptstadt Lille anders als Umeå, die schwedische Kulturhauptstadt 2014? Oder als Aarhus und Paphos, die Kulturhauptstädte 2017 in Dänemark und auf Zypern? Das interessiert mich brennend.

Da ich mir zuvor Paris angeschaut habe, komme ich mit dem Zug im Bahnhof Lille Flandres an. Es bedrückt mich, dass auf dem Bahnhof bewaffnete Soldaten patrouillieren. Ein von Soldaten begleiteter Polizist kontrolliert gar einen dunkelhäutigen Mann. In Frankreich gilt gerade höchste Terrorwarnstufe.

Angenehm ist hingegen, dass Jugendliche an einem Tisch im Wartebereich sitzen und ihre elektronischen Geräte einstöpseln können, um über das allerdings lahmende WLAN zu chatten oder Musik zu hören. Auf dem Weg zum Hotel stelle ich fest, dass es in Lille einen zweiten Bahnhof gibt. Wäre ich aus Deutschland gekommen, wäre ich in Lille Europe eingetroffen. Ein ganz schöner Luxus für eine mittelgroße Stadt!

Lille-Nord-Hotel-Crown-Plaza

Neben den Bahnhöfen liegt das Novotel Suite Hotel. Mit dem Frühstück bin ich zufrieden, gibt es doch Müsli und nicht nur Croissants. Leider sind die Tische recht klein. Daher ist es nicht einfach, sich zu mehreren auf der Pressereise zusammenzusetzen. Dafür aber sind die Zimmer wirklich Suiten. Bad und WC sind voneinander getrennt. Praktisch, wenn man zu zweit reist. Hingegen sollte man das Fenster nachts nicht öffnen, da vorm Haus LKW und Busse mit laufenden Motoren stehen. Insgesamt ist das Hotel bedenkenlos weiterzuempfehlen. Vom Fenster aus sind geometrisch geformte verglaste Türme zu sehen. In ihnen sind unter anderem Hotels untergebracht. Das Stadtviertel Lille Nord ist vor allem dem Transport und dem Tourismus gewidmet. Hier strömen täglich viele Menschen durch.


Fortsetzung folgt.

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