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Bezeichnendes Licht auf portugiesischen Hof geworfen

“Schwank der Dienstboten” des berühmten Dramatikers Gil Vicente auf dem Buchmarkt

Gil Vicente
Schwank der Dienstboten

In einer Zeit, in der Portugals Handel aufblüht, lebt ein Adeliger am königlichen Hof auf großem Fuße. Er beschäftigt Angestellte, gibt kostspielige Arbeiten in Auftrag, kann diese aber nicht bezahlen und leistet daher hohle Versprechungen. Allerdings sind seine „Dienstboten“ naiv, denn diese machen trotzdem ihre eigenen Rechnungen auf.

Der „Schwank der Dienstboten“ ist eines der reifsten Stücke des großen Dramatikers Gil Vicente. Er wirft ein bezeichnendes Licht auf die wirtschaftlichen Verhältnisse am portugiesischen Hof um 1526.

Steht Portugal vor einer Revolution?

Ich habe das Theaterstück jetzt erstmals ins Deutsche übersetzt. An diesem Theaterstück schätze ich, dass die Sprache frisch ist. Man merkt deutlich, dass es ein ganz eigenes Werk des berühmten Renaissance-Dichters ist, er offenbar nicht vorher vom Adel oder Klerus instruiert wurde, welche Botschaft dem Zuschauer im Theater übermittelt werden sollte.

Revolutionäres Drama erstmals fürs deutsche Theater übersetzt

Gil Vicentes Drama “Schäferliche Tragikomödie über die Serra da Estrela” von 1527 ab jetzt im Buchhandel

Ab sofort im Buchhandel! Von mir aus dem Portugiesischen übersetzt. Eines der schönsten Stücke des Gründers der portugiesischen Theaters: Gil Vicente. Absolut lesenswert und für jede Theaterbühne zu empfehlen!

Ist es Gil Vicente, der in der „Schäferlichen Tragikomödie über die Serra da Estrella“ eine Aura heiliger Berge aufbaut? Sein Drama dürfte das älteste aller jemals über das Gebirge erschienenen Werke sein. Es erscheint im Jahre 1527, gut 35 Jahre nach der Entdeckung Amerikas, die mit dem Anbruch der Moderne gleichgesetzt wird. Portugal selbst hat mit Spanien gerade die Welt in zwei Machtsphären geteilt, besitzt Brasilien als Kolonie und Stützpunkte für den Handel mit Arabern im Orient.

Das Drama ist einem neuen Königspaar und einer neugeborenen Prinzessin gewidmet, mit der viele Hoffnungen verbunden sind. Diese drückt das als Mensch in der Tracht einer Schäferin auftretende Gebirge gemeinsam mit den Hirten aus. Sie wird als neuer Stern von Coimbra betrachtet, dem die Hirten gemeinsam mit der Serra folgen sollen. Sie huldigen den Regenten mit dem besten, was das Gebirge zu bieten hat: mit feinem Käse, guter Milch, weichen Adlerfedern, kostbaren Hermelinfelle, Merinoschafen, Lämmern, Kühen und sogar mit Gold.

Gil Vicente, Begründer des portugiesischen Theaters, verfasste ein Ständedrama. Die Menschen vertreten schon 1527 Gedanken der Aufklärung, sprechen schon wie in der Epoche der Empfindsamkeit. Der Mensch tritt in der Epoche der Renaisance in den Mittelpunkt des Interesses.

Revolutionär auf jeder Bühne! Bist Du Regisseur oder Filmemacher? Dann greife sofort zu.