Urlaub an den Orten der Sehnsucht

Es gibt vie­le Orte auf der Welt, die einen klang­vol­len Namen tra­gen, die man daher unbe­dingt wenigs­tens ein­mal im Leben gese­hen haben muss. Für mich waren es als Jugend­li­cher Nor­der­ney und Mons­chau, spä­ter gesell­ten sich Sehn­suchts­or­te wie Biar­ritz, Sant­ia­go de Com­pos­te­la, die Ave­nue des Champs-Ély­sées oder Pont Neuf dazu.

Nach Nor­der­ney woll­te ich immer mit dem Rad radeln, weil sich für mich der Name so rich­tig schön nach hohem Nor­den anhör­te. Noch dazu eine Insel in der wil­den Nord­see mit viel Sand und hohen Wel­len. Es erschien mir als Her­an­wach­sen­dem schon als eine ganz schön wei­te Stre­cke, von Müns­ter aus dort­hin zu strampeln.

Mons­chau hin­ge­gen erschien mir immer als ver­wun­schen, wahr­schein­lich auch wegen des ‑sch- dar­in. Fotos zeig­ten immer viel Wald, Ber­ge, Flüs­se, eben das, was die Eifel so zu bie­ten hat. Mei­ne Mit­schü­ler waren dort auf Klas­sen­fahrt, aber ich war damals krank, wes­halb mir Hel­len­thal und Mons­chau vor­ent­hal­ten blie­ben. Ich war sehr trau­rig, nicht mit ins Schul­land­heim mitzudürfen.

Da ich mir immer sehr ger­ne Land­kar­ten ansah und abzeich­ne­te, gedank­lich auch oft mit deut­schen Fuß­ball­ver­ei­nen durch Euro­pa reis­te, Lite­ra­tur las, roman­ti­sche Fil­me ansah, erwei­ter­te sich mein Ent­de­cker­drang zuse­hends. Die Welt umra­deln woll­te ich oder wenigs­tens durch Euro­pa fah­ren, um mir See­bä­der, Pil­ger­or­te, den Glanz der gro­ßen wei­ten Welt anschauen.

Biar­ritz war dann tat­säch­lich der ers­te Ort, an dem ich die Sehn­sucht stil­len konn­te, kam dann tat­säch­lich auf einer mei­ner ers­ten Rad­rei­sen auf dem berühm­ten Jakobs­weg dort an. Ich hat­te mir immer tol­le Sand­strän­de vor­ge­stellt, einen Ort mit gemüt­li­chen fran­zö­si­schen Cafés, schö­ner Musik, war dann aber ziem­lich ent­täuscht über die­ses lang­wei­li­ge See­bad. Und beson­ders toll fand ich den Strand jetzt auch nicht.

Die Seen und Strän­de Däne­marks und Schwe­dens fand ich wesent­lich schö­ner, den hei­ßen Zucker­sand durch die Fin­ger glei­ten zu las­sen, die geheim­nis­vol­len Fische in Banyu­les-sur-mer oder Pala­mos auf der Fahrt mit dem Leis­tungs­kurs beim Tau­chen zu beob­ach­ten. Nor­der­ney habe ich übri­gens bis heu­te noch nicht gesehen.

Wie ergeht es Dir an dei­nen Sehnsuchtsorten?

Was hin­ge­gen eine Autorin der öster­rei­chi­schen Zei­tung “Die Pres­se” am Sehn­suchts­ort Can­nes erleb­te, kannst du hier nachlesen.

Sehn­suchts­ort Cannes

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