Eiland der Abenteuer und der Freiheit

Eiland der Aben­teu­er und der Frei­heit: Abge­schie­den­heit, Aben­teu­er, Abstand, viel Was­ser — das ver­bin­det der Rei­sen­de mit Urlaub auf einer Insel. Es kommt nicht dar­auf an, ob sie im Meer oder in einem See liegt. Sein ers­tes Mal war auf einer win­zi­gen Insel auf einem nor­we­gi­schen See in der Nähe von Elver­um. Der Ort liegt nord­west­lich von Oslo, nahe der schwe­disch-nor­we­gi­schen Gren­ze. Sei­ne Eltern muss­ten nach der Ankunft immer den Wagen am See­ufer abstel­len. Einer ruder­te die gan­ze Fami­lie nach einem Aus­flug auf dem Fest­land immer zur Insel. Es war schon ein komi­sches Gefühl, das Fahr­zeug stets zurück­zu­las­sen, sich vom Auto zu tren­nen. Dies ist in ein­sa­men Gegen­den wich­tig zur Ver­sor­gung, im Notfall.

Tauchen in der Wasserwelt

Die Insel war sogar bewal­det. Der Steg lag am Ufer. Das Holz­haus hat Durch­strei­fen & Erle­ben als dun­kel in Erin­ne­rung. Als aben­teu­er­lich emp­fand er vor allem den Eis­kel­ler unter dem Haus. Selbst mit­ten im Som­mer fror es dar­in. Aber es war damals auch ein küh­ler Sommer.

Bis heu­te ver­steht der Rei­sen­de nicht, wie es ihm trotz der Käl­te gelang, öfter Schwimm­flos­sen anzu­zie­hen, eine Tau­cher­bril­le auf­zu­set­zen. Dann ins Was­ser zu glei­ten, um sich die Unter­was­ser­welt anzu­schau­en. Den Jugend­li­chen inter­es­sier­ten vor allem die Fische — Bar­sche und Hech­te haupt­säch­lich. Es hät­te ihn nicht gewun­dert, wenn er dabei auch dem Unge­heu­er von Elver­um begeg­net wäre.

Sei­ne Mut­ter hin­ge­gen fror stän­dig und kehr­te nach die­sem Käl­teur­laub nie wie­der nach Nor­we­gen zurück. Nor­we­gen hat­te sich für sie erle­digt. Durch­strei­fen & Erle­ben ist hin­ge­gen dem Land bis heu­te verbunden.

Von der Außen­welt trennt man sich auf einer Insel ziem­lich, was ange­nehm ist; man gerät aber auch in Abhän­gig­keit. Von man­chen Inseln fährt nur ein­mal am Tag eine Fäh­re zum Fest­land. Wer die ver­passt, kann erst am nächs­ten Tag wie­der zurückkehren.

Geduldiger Kapitän auf dem Postschiff

In Nord­nor­we­gen, der Rei­sen­de glaubt, es war auf Ves­terå­len, besuch­te er mal eine win­zi­ge Insel. Mor­gens fuhr er auf einem Post­schiff hin, das auch Pas­sa­gie­re mit­nahm. Er mel­de­te mich beim Kapi­tän ab und sag­te ihm, dass er nach­mit­tags wie­der zurück am Kai sei. Bei der klei­nen Insel kein Pro­blem, dach­te er. Da das Gelän­de aber moras­ti­ger und hüge­li­ger war, als erwar­tet, zog sich sei­ne Rück­kehr hin. Und eine lus­ti­ge Zeit mit ande­ren Pas­sa­gie­ren hat­te ich auch ver­bracht. Auf der Insel streif­te auch ein Schiffs­koch her­um, der hier in einem Restau­rant arbei­ten sollte. 

Der Rei­sen­de sah das Post­boot spä­ter von oben schon auf dem Weg zum Hafen. Er eil­te zum Kai und erfuhr, dass der Kapi­tän schon ganz besorgt gewe­sen sei ob sei­ner nicht erfolg­ten Rück­kehr. Er habe ganz gedul­dig auf gewar­tet, nicht genervt auf sei­ne Uhr geschaut, weil sei­ne Frau ihn bereits mit dem Abend­essen erwar­te­te. Ein Grund mehr, Nor­we­gen noch ein biss­chen mehr ins Herz zu schließen.

Die Zeit­schrift “Geo” stellt in einem Bei­trag Schä­ren an der Süd­küs­te Nor­we­gens vor. Viel­leicht lockt es Dich ja nach die­sem Bei­trag auf eine von ihnen. Even­tu­ell ist ja auch eine von ihnen ein Eiland der Frei­heit und Aben­teu­er. Wie zum Bei­spiel auch auf Madei­ra oder Samsø.

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Zwölf Traumpfade in Schweden

Zwölf Traum­pfa­de in Schwe­den: Schö­ne Seen, teil­wei­se eine atem­be­rau­ben­de Küs­te, Moo­re und Ber­ge — Schwe­den ist bekannt für sei­ne groß­ar­ti­ge Natur. Daher gibt es auch etli­che Schwe­den­freun­de, die das Land mit Rad, Kanu oder zu Fuß durch­strei­fen und erle­ben wollen.

Am bekann­tes­ten ist der Wan­der­weg “Kungs­le­den”. Aber es gibt, wie der Rei­sen­de jetzt der schwe­di­schen Zei­tung “Aften­pos­ten” ent­neh­me, auch elf ande­re Wege. Die­se hat gera­de der Schwe­di­sche Tou­ris­mus­ver­band Svens­ka Turist­fö­renin­gen zusammengestellt.

Her­aus­ge­kom­men sind also zwölf Stre­cken. Die­se erfül­len hof­fent­lich alle wirk­lich die fol­gen­den selbst gesteck­ten Kri­te­ri­en wie zum Beispiel:

- sie sol­len schön sein und spek­ta­ku­lä­re Natur­er­leb­nis­se bieten

- jeder ein­zel­ne soll typisch für sei­nen Lan­des­teil sein

- sie sol­len leicht zu errei­chen und mit dem ÖPNV ansteu­er­bar sein

- nicht nur erfah­re­ne, son­dern auch weni­ger erfah­re­ne Wan­de­rer sol­len sie bewäl­ti­gen können

- auch als Rund­kurs mit Rück­kehr zum Start­punkt mach­bar sein

- Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten anbieten.

Zwölf Traumpfade in Schweden von Norden bis Süden

Zwölf Traum­pfa­de in Schwe­den haben sich dar­aus erge­ben von Nor­den bis Süden, um als Traum­pfa­de in Fra­ge zu kommen:

- Kungs­le­den Abis­ko in Norr­bot­ten bei Kiru­na. Dort liegt auch der berühm­te Berg Keb­ne­kai­se, den meis­ten bekannt aus aus Sel­ma Lager­löfs Werk “Nils Hol­gers­son”. Mit einem Boot brin­gen Sami Wan­de­rer zum Fuß des Berges.

- Kungs­le­den Hema­van in Väs­ter­bot­ten. Die­ser führt durchs Gebiet des natür­lich flie­ßen­den Flus­ses Vin­deln. Was Urlau­ber auf dem Vin­deln alles erle­ben kön­nen, steht im Kul­tur­rei­se­füh­rer “Väs­ter­bot­ten durch­strei­fen und erle­ben.”

- Höga kus­ten am Bot­t­ni­schen Meer­bu­sen, süd­lich von Umeå. Die­se Küs­te erhebt sich Jahr für Jahr unter dem nach­las­sen­den Druck des aus der Eis­zeit stam­men­den Eises.

- Nor­ra Sörm­land west­lich von Stock­holm im Gebiet von Mälaren

- Sil­jans­le­den in Dalar­na im Her­zen Schwedens

- Finns­kogs­le­den in Värm­land im schwe­disch-nor­we­gi­schen Grenzgebiet

- Jämt­land­stri­an­geln. Dort kannst Du viel­leicht scheue skan­di­na­vi­sche Braun­bä­ren beobachten.

- natür­lich den Natio­nal­park Tive­den in der Nähe von Göteborg

- Södra Bohus­län, die berühm­te schwe­di­sche West­küs­te, vie­len Seg­lern eben­falls bekannt.

- Öland, das Mal­lor­ca der Schweden

- Omberg am gro­ßen Vätternsee

sowie

- Öster­len nahe Hen­ning Man­kells Wal­lan­der-Stadt Ystad im Süden des Landes. 

Bist Du schon ein­mal durch eine Stadt wirk­lich gewan­dert? Im grü­nen Müns­ter gibt es jetzt die Mög­lich­keit dazu.

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Umweltschutz am Polarkreis

Umwelt­schutz am Polar­kreis: Län­ger hat der Rei­sen­de nichts mehr aus Umeå gehört, einer weit nörd­lich lie­gen­den Stadt in Väs­ter­bot­ten. Die Land­schaft (län) Väs­ter­bot­ten liegt in Schwe­den, fast am Ende des nörd­li­chen Teils der Ost­see. Die­se heißt dort aller­dings Bal­ti­sches Meer.

Jetzt bringt der Deutsch­land­funk einen Bei­trag über das Umwelt­be­wusst­sein der Ein­woh­ner in der Kul­tur­haupt­stadt des Jah­res 2014, was natür­lich in einem Zusam­men­hang mit Gre­ta Thun­berg zu sehen ist.

So eini­ges dar­in ist dem Rei­sen­den im Zuge sei­ner Rad­wan­de­rung am Polar­kreis gar nicht auf­ge­fal­len. Dies betrifft zum Bei­spiel die schlech­te Luft­qua­li­tät, obwohl er vor sei­ner Ankunft schon eini­ge Wochen in frei­er Natur unter­wegs gewe­sen war. Des­halb hät­te es ihm auf­fal­len müs­sen. Ihm wird bei mie­ser Luft leicht übel. „Wir haben eine sehr schlech­te Luft­qua­li­tät, beson­ders im Win­ter, damit fing es an. Es gibt zu vie­le Autos und wenig Wind. Dar­um müs­sen wir Alter­na­ti­ven ent­wi­ckeln. Anrei­ze geben, auch im Win­ter mit dem Fahr­rad zu fah­ren oder mit dem Bus.“

Der rege Auto­ver­kehr ist Durch­strei­fen & Erle­ben schon auf­ge­fal­len. Das liegt dar­an liegt, dass Umeå größ­te Stadt Nord­schwe­dens ist. So zieht sie mit ihren Ange­bo­ten vie­le Men­schen an. Wer ein­kau­fen will oder ins Kran­ken­haus muss, muss nach Umeå fah­ren. Die Ein­fall­stra­ßen sind natür­lich ent­spre­chend groß. Es emp­fiehlt sich eher, die Stadt über klei­ne Stra­ßen mit dem Rad anzufahren.

Ökologischen Fußabdruck ausgerechnet

Auch die Uni­ver­si­tät zieht vie­le jun­ge Men­schen an, die jetzt schon eine ande­re Lebens­ein­stel­lung mit­brin­gen als Älte­re. „Letz­tes Jahr haben wir den öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck Umeås aus­ge­rech­net. Basie­rend auf Umfra­gen, wie die Men­schen rei­sen, was sie kau­fen, was sie essen und so wei­ter. Dabei haben wir gese­hen, dass vor allem die jun­gen Leu­te immer mehr Second­hand kau­fen, ein Drit­tel der jun­gen Frau­en zwi­schen 20 und 30 lebt vege­ta­risch. Und was wir dabei her­aus­ge­fun­den haben: Wenn alle Ein­woh­ner sol­che Rei­se­ge­wohn­hei­ten hät­ten wie die Frau­en, wür­den wir unse­re Kli­ma­zie­le errei­chen.”

Außer­halb der Stadt sieht es sicher nicht so kri­tisch aus. Denn an der Küs­te öff­net sich eine beein­dru­cken­de Insel­welt. Im Bin­nen­land hin­ge­gen lockt der Natur­fluss Vin­del mit inter­es­san­ten Frei­zeit­an­ge­bo­ten wie Kajak­fah­ren oder Forel­len­fi­schen. Und an der Gren­ze zu Nor­we­gen erhebt sich ein Gebir­ge. Dort fühl­te sich der Bike­pa­cker ein wenig wie ein Gold­su­cher in einer Geschich­te Jack Londons.

Aller­dings bekommt Schwe­den die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels beson­ders deut­lich zu spü­ren: Das Meteo­ro­lo­gi­sche Insti­tut des Lan­des erklär­te ver­gan­ge­ne Woche, dass die Tem­pe­ra­tur in Schwe­den dop­pelt so schnell anstei­ge wie im glo­ba­len Schnitt. Das Ziel “Umwelt­schutz soll sich am Polar­kreis bes­sern” wird also not­wen­dig, will man nicht “Väs­ter­bot­ten Land der Aben­teu­er” stark verändern.

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Nyhavn hat Konkurrenz bekommen

Nyhavn hat Kon­kur­renz bekom­men: Auch mal ganz inter­es­sant — Kopen­ha­gen aus fran­zö­si­scher Per­spek­ti­ve. Die für “Le Mon­de” schrei­ben­de Autorin Anne-Fran­çoi­se Hivert hat das Stadt­vier­tel Refsha­leøn besucht. Die­ses beher­berg­te einst ein Indus­trie­ge­biet , wur­de aber jüngst umgeformt.

Den Rei­sen­den erin­nert die Geschich­te an das Stadt­vier­tel Aar­hus Ø auf Jüt­land. Die­ses eben­falls auf einer Halb­in­sel lie­gen­de Gebiet war einst eben­falls Hafen und Indus­trie­stand­ort. Nun zieht es als Vier­tel zum Woh­nen, Arbei­ten, Stu­die­ren und Frei­zeit ver­brin­gen Ein­woh­ner und Tou­ris­ten an.

Dänisches Brooklyn vermeiden

In Kopen­ha­gen hat Hivert Relik­te der Ver­gan­gen­heit ent­deckt. Die­se stamm­ten noch aus der Zeit, in der vor allem die gro­ße Werft Bur­meis­ter & Wain dort aktiv gewe­se ist. Doch heu­te sei es stark ver­än­dert: “C’était comp­ter sans les artis­tes, archi­tec­tes, restau­ra­teurs et créa­tifs de la ville qui, atti­rés par les 500 000 mètres car­rés dis­po­nibles et le prix modi­que des loy­ers, sont en train d’en fai­re le quar­tier le plus bouil­lon­nant de Copen­ha­gue.

Über­nom­men hat die Autorin auch irgend­wo­her das Bild des däni­schen Brook­lyn. Die­ses ken­nen die Dänen natür­lich. In Aar­hus wol­len sie aller­dings die Ent­wick­lung dahin ver­mei­den. Denn die anfäng­lich in Brook­lyn vor­han­de­ne Sze­ne der jun­gen Krea­ti­ven sei durch durch einen rasan­ten Anstieg der Mie­ten ver­drängt wor­den. So sag­te es dem Rei­sen­den der Stadt­ar­chi­tekt Ste­phen D. Wil­la­cy in einem Inter­view über die Wei­ter­ent­wick­lung von Aar­hus. Die Autorin emp­fiehlt zum Schluss eini­ge aus ihrer Sicht inter­es­san­te Zie­le für einen Trip, um Hyg­ge — das Lebens­ge­fühl der däni­schen Gemüt­lich­keit — zu erfah­ren. Nyhavn hat Kon­kur­renz bekom­men. Bleibt dies dau­er­haft, damit sich ein Wochen­en­de in Kopen­ha­gen noch mehr lohnt?

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Im Nachtzug auf Reisen

Im Nacht­zug auf Rei­sen: Als er in der Welt eine Repor­ta­ge über eine Nacht­fahrt durch Spa­ni­en las, erin­ner­te sich der Rei­sen­de an zwei Nacht­fahr­ten in sei­nem Leben. Das ers­te Mal fuhr er mit einem sei­ner Brü­der von Müns­ter nach Karl­stad in Värm­land. Sie waren noch Jugend­li­che. Es war daher auf­re­gend. Erst­mals auf wei­ter Fahrt nach Schwe­den, noch dazu über Nacht. Der Rei­sen­de erin­nert sich, wie sein jün­ge­rer Bru­der ihn ver­äp­pel­te. Er war tat­säch­lich pein­lich berührt, als er, kaum auf der Toi­let­te, eine bar­sche Durch­sa­ge auf Schwe­disch hör­te. Die ver­stand er damals kaum. Der Zug stand gera­de auf einem Bahnhof.

Nach der Rück­kehr frag­te er sei­nen Bru­der, was der bar­sche Mann gesagt habe. “Er hat gesagt, wäh­rend des Auf­ent­halts auf einem Bahn­hof ist es ver­bo­ten, die Toi­let­te zu benut­zen.” Ihm schoss die Röte ins Gesicht. Was er sich dach­te, kann sich jeder jetzt selbst ausdenken.

Von Burgos nach Lissabon

Sei­ne zwei­te Nacht­fahrt führ­te nach dem Stu­di­um von Bur­gos nach Lis­sa­bon. Er war zuvor mit zwei Freun­den — Chris­toph und Ger­hard — auf dem fran­zö­si­schen Jakobs­weg von Bel­fort bis Biar­ritz gera­delt. Danach über­wand der Rei­sen­de allei­ne die Pyre­nä­en. Über Pam­plo­na gelang­te er auf dem Cami­no de Sant­ia­go schließ­lich nach Burgos.

Doch wo konn­te er im Zug das Rad las­sen? Ein Fahr­rad­ab­teil gab es nicht. Doch Spa­ni­er haben eine Art, die er bis heu­te sehr schätzt: Sie regeln die Din­ge oft unbü­ro­kra­tisch. Der Schaff­ner pack­te sein Rad und schob es ein­fach in sein Abteil. So konn­te der Rei­sen­de es sich im Schlaf­wa­gen gemüt­lich machen. Am nächs­ten Mor­gen hol­te er es in Lis­sa­bon ab, früh­stück­te am Tejo.

Jetzt muss­te es nur noch irgend­wie zum Flug­ha­fen in Faro wei­ter­ge­hen. Der nächs­te Zug nach Setú­bal nahm den Rei­sen­den noch mit. Doch dort ging erst mal nichts mehr. Der Schaff­ner des nächs­ten Zuges wei­ger­te sich, sein Rad mit­zu­neh­men, for­der­te dazu auf, zum Bus­bahn­hof zu radeln. Dort gebe es Fern­bus­se. Gesagt, getan. Doch auch dort gab es Schwie­rig­kei­ten. Nie­mand woll­te das Rad mit­neh­men. In Schwe­den wird es ein­fach am Hin­ter­teil des Bus­ses fixiert und los geht es. Ein net­ter Bus­fah­rer einer ande­ren Linie riet dazu, das Bike ein­zu­pa­cken. Dann wür­de sich schon jemand erbar­men. Der Rei­sen­de besorg­te Folie. Denn die Leu­te sorg­ten sich, die Ket­te könn­te das Gepäck beschmut­zen. Alles war dann sau­ber ver­packt. Doch ver­ge­bens. Nie­mand erbarm­te sich sei­ner. Es däm­mer­te. Lang­sam wur­de der Rei­sen­de ner­vös. Mor­gen früh ging der Flie­ger nach Gre­ven. Sein Arbeit­ge­ber erwar­te­te ihn in der Redak­ti­on der West­fä­li­schen Nachrichten.

Mit dem Taxi in den tiefen Süden

Nach­dem er die Idee, mit dem Nacht­zug auf Rei­sen zu gehen, ver­flucht hat­te, ent­schloss sich der Bike­pa­cker, es als Anhal­ter an der Schnell­stra­ße zu ver­su­chen. Eini­ge Por­tu­gie­sen hiel­ten tat­säch­lich an. Doch alle dach­ten, er hät­te eine Pan­ne. Sie woll­ten hel­fen, woll­ten danach aber nur wei­ter zu Par­tys fah­ren. Ver­dammt. Es war dun­kel. 22 Uhr. Stun­den­lang hat­te der Rei­sen­de auf Hil­fe gehofft. Schließ­lich radel­te er etwas erschöpft um 23 Uhr in den Ort, um ein Taxi zu buchen. Und tat­säch­lich fand er einen Fah­rer, der bereit war, ihn nach Faro zu brin­gen. Der Preis dafür war unfass­bar güns­tig: höchs­tens 150 Euro. Um fünf Uhr mor­gens setz­te ihn der net­te Pri­vat­chauf­feur ab. End­lich war alles überstanden.

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Schweben über dem Wasser eines Fjordes

Es gibt doch noch schö­ne Orte in Nor­we­gen, deren Namen ich noch nie gehört habe. Zu denen gehört zum Bei­spiel Loen. Melina Pam­bou Sund­før von der schwe­di­schen Zei­tung “Afton­bla­det” beschreibt ihn als klei­nen Ort bei Lobuk­ta in Nord­fjord. Dort fän­den Rei­sen­de kris­tall­kla­res Was­ser und eine aben­teu­er­li­che Natur vor.
Sie emp­fiehlt auch den schö­nen Ort Gud­van­gen. Die­ser lie­ge in der Kom­mu­ne Aur­land in Sogn og Fjor­da­ne. Dort gebe es eine phan­tas­ti­sche Land­schaft auf. Des­sen Per­le: ein tie­fer Fjord.
Vom “Atlan­ter­havs­vei­en” habe ich auch noch nichts gele­sen. Es han­de­le sich um einen schö­nen Weg für Tou­ris­ten auf Nord­mø­re in Møre og Romsdal. Wer dort lang­fah­re, füh­le sich so, als schwe­be man über dem Was­ser. Bei Sunn­mø­re in Møre og Romsdal gebe es einen 15 Kilo­me­ter lan­gen Fjord mit vie­len phan­tas­ti­schen Naturerlebnissen. 

Der gar größ­te Glet­scher Euro­pas auf dem Fest­land befin­de sich in Sogn og Fjor­da­ne. In einem der vie­len Muse­en wer­de man gut infor­miert, und es sei auch mög­lich, Tou­ren auf den Glet­scher zu buchen.

Ziem­lich bekannt hin­ge­gen dürf­te zumin­dest den Nor­we­gen­fans Troll­sti­gen, ein “impo­nie­ren­der Weg” in der Kom­mu­ne Rauma. Der Weg schlin­ge sich mit elf Kur­ven gera­de­zu durchs Gebir­ge. “Att sit­ta i en bil län­ge kan vara trist, men abso­lut inte på en väg som den här”, ver­spricht Melina Pam­bou Sund­før.
Wer über die größ­ten nor­we­gi­schen Schät­ze spre­che, kom­me an Trollt­un­ga bei Odda nicht vor­bei. Die­se sei eine der spek­ta­ku­lärs­ten Berg­for­ma­tio­nen des Landes.

Nicht feh­len dür­fe natür­lich auch
Stei­gen, eine Natur­heim­lich­keit in Nord­land. In einer schö­nen Hoch­ge­birgs­land­schaft erstreck­ten sich dort krei­de­wei­ße Strän­de im Welt­klas­se­for­mat und das Was­ser sei sma­ragd­grün.

Schö­ne Bil­der fin­dest du hier:

7 magi­sche Orte in Norwegen

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Fischgenuss in Norwegens zweitgrößter Stadt

Neu­lich stell­te ich hier schon die nor­we­gi­sche Stadt Ber­gen vor. Hier fol­gen noch eini­ge inter­es­san­te Fak­ten, die Kris­toff­er Flak­stadt von der däni­schen Zei­tung “Ber­lings­ke” zusam­men­ge­tra­gen hat.

Die Stadt zählt knapp 300.000 Ein­woh­ner, ist somit Nor­we­gens zweit­größ­te Stadt. Er bezeich­net sie als “kul­tur­elt kraft­cen­ter”, das Grö­ßen wie Lud­vig Hol­berg, Edvard Grieg und Ama­lie Skram her­vor­ge­bracht habe. Auch Nor­we­gens aktu­el­le Staats­mi­nis­te­rin Erna Sol­berg stammt von dort.

Im Mit­tel­al­ter sei sie de fac­to Haupt­stadt und über Jahr­hun­der­te die größ­te Stadt des Lan­des gewe­sen. Meh­re­re grö­ße­re Häu­ser stamm­ten noch aus die­ser Zeit, in der Ber­gen durch den Han­del mit Tro­cken­fisch reich gewor­den sei.

Heu­te zähl­ten auch Königs­krab­be, Lachs, fri­sche Gar­ne­len und Hum­mer zu den Deli­ka­tes­sen. Fis­ketor­get im Zen­trum Ber­gens sei beliebt, wo man den Früh­stücks­hun­ger mit Krab­ben­bur­ger oder geba­cke­nem fish ’n’ chips stil­len könne. 

Na dann, guten Hun­ger beim nächs­ten Besuch in Bergen.

Auf nach Bergen

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Chinesen “stürmen” Örebro

Dass Nor­we­ger ger­ne ihren Urlaub in Schwe­den ver­brin­gen, ist klar. Es ist das Nach­bar­land, ins­ge­samt wär­mer als Nor­we­gen und auch deut­lich güns­ti­ger. Aber jetzt ist auch zu lesen: Chi­ne­sen stür­men Örebro.

Öre­b­ro in der schwe­di­schen Pro­vinz Öre­b­ro ist im Nor­den bekannt sei­ner schö­nen Alt­stadt wegen. Und wegen der groß­ar­ti­gen Natur rund­her­um. Im nur 82 Kilo­me­ter ent­fern­ten Natio­nal­park Tive­den zwi­schen den Seen Vänern und Vät­tern kann man gut wan­dern. Er ist mit­un­ter moo­rig und bie­tet daher sel­te­nen Tie­ren idea­le Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten. Es gibt auch gro­ße Seen dort. Der Rei­sen­de erin­nert sich noch bis heu­te an den hüb­schen Ort Asker­sund und an des­sen beschau­li­chen Segelboothafen.

Aber am liebs­ten erin­nert er sich an zwei sehr mensch­li­che Begeg­nun­gen. Als er mal den Natio­nal­park Tive­den mit dem Rad durch­streif­te und erleb­te, erwisch­te ihn viel Regen, so dass er klatsch­nass ein Café erreich­te. Der Besit­zer reagier­te umge­hend. Er stell­te am Tisch einen Ven­ti­la­tor auf. Dar­an konn­te sich der Bike­pa­cker auf­wär­men und trock­nen. Kaf­fee und Kuchen schmeck­ten daher natür­lich auch sehr gut. Da der Regen nicht auf­hör­te, blieb er meh­re­re Stun­den dort, bis er dann abends auf einer Lich­tung sein Zelt auf­bau­te. Zel­ten ist mit Rad­fah­ren die schöns­te Art, Men­schen und Natur nahe zu kommen.

Gutes Zelt für Regen-und Windzeiten

Wor­auf müs­sen Cam­per beim Kauf eines Zel­tes ach­ten, damit es bei star­kem Regen­fall nicht unan­ge­nehm wird: Der TÜV Süd unter­schei­det drei gän­gi­ge Arten von Cam­ping­zel­ten, wel­che sich in der “Was­ser­säu­le” unter­schei­den. Käu­fer soll­ten sich an der Anga­be der Mil­li­me­ter ori­en­tie­ren. Wer nur an schö­nen Tagen kurz mal unter­wegs ist, kann zu Zel­ten mit einer Was­ser­säu­le von 1500 Mil­li­me­tern grei­fen. Ab 2000 Mil­li­me­ter für Wän­de und Dach sowie 3000 für den Boden ist es taug­lich für feuch­tes und win­di­ges Wet­ter. Wer eher Expe­di­tio­nen mit hohen Ansprü­chen anstrebt, soll­te zu einem Zelt mit einer Was­ser­säu­le von 3000 Mil­li­me­tern für Wän­de und Dach sowie 5000 für den Boden grei­fen. Der Boden soll­te mehr als 15 Zen­ti­me­ter in die Wän­de hoch­ra­gen. Die Näh­te sol­cher Pro­duk­te sind dop­pelt ver­näht und ver­sie­gelt. Das Gestän­ge soll­te bieg­sam sein, um Wind wider­ste­hen zu können.

Zweite schöne Begegnung

Zwei­te Begeg­nung: ein Tref­fen mit einem Fleisch­pro­du­zen­ten in der Gegend. Des­sen Betrieb schau­te er sich dann an. In einer Zei­tung hat­te er zuvor gele­sen, dass die­ser einen Preis wegen der aus­ge­zeich­ne­ten Qua­li­tät erhal­ten hat­te. Ob es im sel­ben Jahr wie beim Besuch des Tive­den Natio­nal­parks war, weiß der Rei­sen­de nicht mehr. Der Chef dach­te wohl, dass er als Rad­fah­rer bestimmt immer hung­rig wäre. Zum Abschied pack­te er ihm eine klei­ne Kühl­ta­sche voll mit eis­ge­kühl­tem Fleisch.

Kein Wun­der, dass Nor­we­gen so ger­ne in die Gegend fah­ren, wenn man dort so gast­freund­lich ist. 741000 Über­nach­tun­gen zählt man aktu­ell in Öre­b­ro. Davon sei­en gut 40 Pro­zent Nor­we­ger. Und über­ra­schend vie­le Chi­ne­sen tau­chen dort auch auf. Gab es 2013 erst noch 700 Über­nach­tun­gen, sei die Zahl der Über­nach­tun­gen rasant auf aktu­ell 14000 gestie­gen, schreibt die Zei­tung Afton­bla­det. Wich­tigs­ter Grund sei­en die bei Asia­ten belieb­ten Rund­rei­sen durch Skan­di­na­vi­en. So erklärt sich also die Schlag­zei­le: Chi­ne­sen stür­men Örebro.

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Nordlandbahn zum Polarkreis

Nord­land­bahn zum Polar­kreis: Sagen­haf­te Aus­bli­cke auf Fjor­de, vor­bei­zie­hen­de Ber­ge — zu den schöns­ten Eisen­bahn­fahr­ten Euro­pas zählt die Stre­cke von Oslo nach Bodø. Sie bie­tet deut­lich mehr als ein Flug. Denn nur bei gutem Wet­ter ist von oben etwas von der lan­gen Küs­te zu sehen.

Der Regio­nal­zug bum­melt gemüt­lich Rich­tung Polar­kreis. Er hält unter­wegs in sehens­wer­ten Orten wie zum Bei­spiel Trond­heim. Dort muss jeder umstei­gen, der wei­ter in den Nor­den fah­ren will. Eine Über­nach­tung lohnt sich aber dort. Denn es gibt eini­ges zu sehen. Dort steht nicht nur der berühm­te Nida­ros-Dom oder die aus Holz errich­te­ten Häu­ser im Aus­geh­vier­tel am Was­ser, das alte Werft­vier­tel am Nidel­va. Auf einer der Fahr­ten stell­te der Rei­sen­de sein Zelt mal zen­trums­nah auf eine park­ähn­li­che Rasen­flä­che. Er fand es gewagt, doch nie­mand weck­te ihn, um das Zelt abzu­bau­en. Als er mor­gens auf­wach­te, hör­te er die Bevöl­ke­rung auf dem Weg zur Arbeit an sich vor­bei­zie­hen. So läs­sig ist Nor­we­gen! Ein wei­te­rer schö­ner Ort ist Mo i Rana. Dort ist ein Besuch der Boots­mu­se­ums mit his­to­ri­schen Käh­nen emp­feh­lens­wert. Nicht zuletzt liegt die klei­ne Stadt male­risch am Fjord.

Günstige Nordlandbahn zum Polarkreis

Die Fahr­kar­te der Nord­land­bahn ist ziem­lich güns­tig für die vie­le Stun­den dau­ern­de Fahrt. Und es gibt sie etwas güns­ti­ger, wenn man sie online eini­ge Tage vor Antritt der Rei­se kauft. Bike­pa­ckern gefällt es auch, dass man das Rad nicht umständ­lich wie vor einem Flug ver­pa­cken muss. Danach kann man nur noch , dass es die Arbei­ter auf dem Flug­ha­fen pfleg­lich behan­deln. Statt­des­sen schiebt man es am Bahn­steig ein­fach ins Abteil des bereits lan­ge vor Abfahrt war­ten­den Zuges. Danach ver­sinkt der Rei­sen­de in einem der gemüt­li­chen Ses­sel und genießt die Fahrt in der Nord­land­bahn zum Polarkreis.

Jeder Fahr­gast erlebt die Fahrt anders. Was ein Repor­ter der Neu­en Zür­cher Zei­tung dabei fühl­te und dach­te, erfährst Du hier. Oder lockt es Dich nicht nur an den Polar­kreis, son­dern sogar nach Spitz­ber­gen?

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Rätselhaftes Schweden

In jüngs­ter Zeit habe ich über Fil­me, gute Lite­ra­tur und Rei­sen viel Inter­es­san­tes über Schwe­den erfah­ren. Zum Bei­spiel, dass die deut­sche Bot­schaft in Stock­holm durch schwe­di­sche Sym­pa­thi­san­ten der RAF besetzt wur­de. Oder dass die Königs­fa­mi­lie vie­le Jah­re mit einer Yacht nach Madei­ra segel­te, um dort Urlaub zu machen. Dass ein Leib­arzt der Köni­gin zwei präch­ti­ge Vil­len besaß, die man noch heu­te auf Capri und am See Sil­jan in Dalar­na besich­ti­gen kann. Oder dass die Welt­macht Schwe­den wäh­rend des Drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges von einer Frau regiert wurde.

Hast Du das alles gewusst? Wer noch mehr inter­es­san­te Fra­gen in einem Quiz der Süd­deut­schen Zei­tung beant­wor­ten möch­te, kann die­se jetzt hier lösen.

Rät­sel­haf­tes Schweden

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