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    Kriegsorte in Frankreich besuchen

    Kriegs­or­te in Frank­reich besu­chen: Als der Rei­sen­de zur Pres­se­rei­se „Wege der Erin­ne­rung 1914 — 1918“ ein­ge­la­den wur­de, fühl­te er sich hin- und her­ge­ris­sen. Das Pro­gramm ver­sprach nur Beklem­men­des. Denn es soll­te drei Tage lang über Sol­da­ten­fried­hö­fe, durch Muse­en und zu Schau­plät­zen des Ers­ten Welt­krie­ges gehen. Für Mili­tär­ge­schich­te inter­es­sier­te er sich aber wäh­rend sei­nes Geschichts­stu­di­ums nie. Es gibt Spe­zia­lis­ten, die sich unge­wöhn­lich gut mit Hee­res­be­we­gun­gen, Waf­fen, Mili­tär­fahr­zeu­gen aus­ken­nen und nahe­zu jedes Datum der Schlach­ten auf­zäh­len kön­nen. War­um auch immer! Auf Floh­märk­ten gibt es Bücher über Gene­rä­le, Pan­zer­di­vi­sio­nen und Kriegs­schif­fe. Nur ein­mal kauf­te er sich solch ein Werk, weil ihm ein befreun­de­ter Foto­graf in der Nähe von Trom­sø die Stel­le zeig­te, an der…

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    Film: LaM in Lille

    Zwei Hasen schau­en ein­an­der an. Einer über­reicht dem ande­ren etwas. Erwar­tungs­voll öff­net die­ser die Arme. Die bei­den Skulp­tu­ren sind die Publi­kums­lieb­lin­ge im Muse­um für moder­ne Kunst, zeit­ge­nös­si­sche Kunst und Art brut in Lil­le (LaM). Jeder sieht sofort, dass der Künst­ler im Grun­de eine Frau und einen Mann geschaf­fen hat, die mit­ein­an­der tan­zen. Über den Humor ver­bin­de man zeit­ge­nös­si­sche eigent­lich nicht, sagt eine der Kura­to­rin­nen. Doch so wol­le man die Besu­cher an aktu­el­le The­men heranführen. „Aben­teu­er Muse­um. Das LaM in Lil­le“ — der arte-Film ver­mit­telt sehr gut das Beson­de­re die­ses Muse­ums. Es stellt die ver­staub­ten Kunst­mu­se­en in Paris in Sachen Kunst­ver­mitt­lung klar in den Schat­ten. In Paris wer­den wert­vol­le Gemäl­de bloß…

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    Renaissance-Fest auf der Grand Place

    Werden die aus Rio, Detroit und Seoul angereisten Akteure historische Gewänder tragen? Durchströmt Musik aus dieser Zeit die schöne Altstadt von Lille, in der auch noch Häuser aus der Renaissance und aus dem Barock erhalten sind? Können sich die Besucher gut das Leben der Menschen vor 500 Jahren vorstellen? Angekündigt ist eine Transformation der historischen Renaissance in die heutige Zeit.

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    Abenteuer Museum: LaM in Lille

    Aben­teu­er Muse­um: LaM in Lil­le. In gut vier Wochen beginnt die Fuß­ball-Euro­pa­meis­ter­schaft in Frank­reich. Seit gut zwei Wochen stel­le der Rei­sen­de daher die Stadt Lil­le in Nord­frank­reich vor. Dort gas­tiert die deut­sche Nationalmannschaft. Als der Rei­sen­de heu­te mor­gen das Fern­seh-Pro­gramm nach span­nen­den Bei­trä­gen durch­fors­te­te, dach­te er: Das ist nicht mög­lich. Vor eini­gen Tagen noch bot er ver­schie­de­nen Print-Medi­en eine gro­ße Repor­ta­ge an über die span­nen­de Art der Nord­fran­zo­sen, Kunst dar­zu­stel­len. Den Kunst­hal­len in Flan­dern ist die Hand­schrift der Gestal­ter der Kul­tur­haupt­stadt 2004 anzu­se­hen. Dage­gen kommt die Dar­bie­tung von Kunst in Paris gera­de­zu ver­staubt daher und mitt­ler­wei­le auch man­ches Gebäu­de wie zum Bei­spiel das Cent­re Pom­pi­dou. LaM in Lille ist ein…

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    Im schönsten Innenhof Lilles?

    Am Grand Place gibt es einen schö­nen Innen­hof, in dem täg­lich auf einem Floh­markt Bücher, Zeit­schrif­ten und Schall­plat­ten ver­kauft wer­den. An zwei Tischen spie­len Män­ner Schach. Sol­che Sze­nen mag ich gerne. Wäh­rend mei­nes Eras­mus-Stu­di­um in Bar­ce­lo­na bin ich oft in ein Café in der Nähe der Uni­ver­si­tät gegan­gen, wo die Leu­te Schach und Domi­no gespielt haben. Sol­che Cafés sind eine gute Mög­lich­keit, Land und Leu­te ken­nen zu lernen. Hin­ter dem Innen­hof beginnt die Geschäfts­welt. Es ist gar nicht so lan­ge her, dass die Alt­stadt reno­viert wur­de. „Als die Alt­stadt attrak­tiv wur­de, zogen Luxus­ge­schäf­te in die Rue de la Mon­naie.“ Wie Anne erklärt, gebe es mit der Rue de la Mon­naie und…

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    Lille schmückt edles Gestein

    Nach dem Besuch der Bäcke­rei und der Ver­kös­ti­gung mit Cra­mi­que du Sucre in der Geschäfts­zo­ne Lil­les in Flan­dern führt Anne in ein schö­nes Tex­til­ge­schäft. Dort in der Alt­stadt zeigt sie uns ein har­tes Gewöl­be aus Blau­stein. „Alle Gebäu­de in der Alt­stadt ver­fü­gen über sol­che Kel­ler“, erklärt Anne. Sie sei­en aus Blau­stein erbaut, einem har­ten Kalk­stein, der nicht alte­re, so dass man auch auf ihm im Gegen­satz zu Sand­stein lau­fen kön­ne. Er wer­de in einer Ent­fer­nung von 30 Kilo­me­tern in Bel­gi­en abge­baut. Das Gewöl­be stam­me aus dem 17. Jahr­hun­dert, unge­fähr zu der Zeit, als Lud­wig XIV. Lil­le bela­ger­te. Der König woll­te die durch Tuch­han­del reich gewor­de­ne Stadt ins Reich eingliedern. An…

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    Wanderung zur Burg Are

    Wan­de­rung zur Burg Are: Jähr­lich radelt der Rei­sen­de am Fluss Ahr ent­lang von Blan­ken­heim nach Rema­gen. Wenn er dabei aus dem Tal ins Ahr­ge­bir­ge schaut, denkt er, dass eine Wan­de­rung durch die Wein­ber­ge im Ver­gleich zum Rad­fah­ren doch nur ziem­lich lang­wei­lig sein kann. Das Ahr­ge­bir­ge liegt zwi­schen Bonn und Koblenz, isst eines der Attrak­tio­nen für Wochenendausflügler. Wenn noch nicht die Blät­ter an den Reben sprie­ßen, sieht es an den Hän­gen der Wein­ber­ge kahl aus. Ja, es gibt hier Wein­ber­ge. Nicht erst an der Mosel, son­dern schon vor Koblenz. Das Ahr­ge­bir­ge weist 500 Hekt­ar Reb­flä­che auf. Und die Ahr ist mit rund 80 Pro­zent roten Reb­sor­ten sogar das größ­te geschlos­se­ne Rot­wein­an­bau­ge­biet Deutsch­lands.…

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    Silberne Lilie ist Lilles Wahrzeichen

    Schon kurz nach dem Ein­che­cken ins Hotel in Lil­le gibt es eine Stadt­füh­rung durchs Zen­trum. Von der Kapel­le im Rat­haus der Stadt führt Anne vom ehe­ma­li­gen Rat­haus zur Grand Place: einem quir­li­gen Platz. An einer Trep­pe steht ein Far­bi­ger. Auf sein selbst­ge­bau­tes Glo­cken­spiel drischt er mit Trom­mel­schlä­gern ein. Es klirrt schmerz­haft. Seit­lich am Instru­ment wehen fran­zö­si­sche Fahnen. Vor die­ser Geräusch­ku­lis­se und vorm schöns­ten Haus der Stadt – La Vieil­le Bour­se – erfah­re ich, wie es zum Namen der Stadt gekom­men ist. Er set­ze sich aus Lilie + Insel zusam­men, erklärt Anne. Der alt­fran­zö­si­sche Name L’Isle lei­te sich von der ursprüng­li­chen Lage der Stadt auf einer Sumpf­in­sel im Tal der Deû­le…