• Reiseziele

    Spaniens schönste Dörfer

    Du kennst bestimmt auch die Initia­ti­ve in Deutsch­land “Unser Dorf soll schö­ner wer­den”. Wenn sich Dör­fer beson­ders gelun­gen her­aus­put­zen, gibt es Prei­se dafür. Die­se Initia­ti­ve gibt es seit Jah­ren auch schon in Spa­ni­en als “Spa­ni­ens schöns­te Dör­fer”, aber auch in Frank­reich, Bel­gi­en und Ita­li­en. Frank­reich gilt als Quell die­ses Wettbewerbs. Es exis­tiert sogar ein Ran­king mit den ver­meint­lich schöns­ten Dör­fern, jeden­falls von denen, die an dem Wett­be­werb teil­neh­men. Neu­lich fand der Rei­sen­de in spa­ni­schen Medi­en auch Lis­ten, zu denen er Dir als Hil­fe für die nächs­te Rei­se auf die Ibe­ri­sche Halb­in­sel hier ver­schie­de­ne Links gab. “El Pais” zum Bei­spiel ver­öf­fent­lich­te eine Lis­te mit den 30 schöns­ten Dörfern. Der “Spie­gel” ver­öf­fent­lich­te…

  • Reiseziele

    Spaniens 30 schönste Dörfer

    Bis­her dach­te ich, ich kenn­te jeden Gras­halm in Spa­ni­en. Denn ich bin schon durch vie­le Pro­vin­zen gera­delt. Meis­tens folg­te ich den Jakobs­we­gen, doch auch durch Anda­lu­si­en oder Kata­lo­ni­en bin ich schon viel gekommen. Und heu­te fin­de ich in groß­ar­ti­gen Zei­tung “El Pais” aus Madrid eine Aus­wahl der 30 schöns­ten Dör­fer Spa­ni­ens. Die Rei­se­re­dak­ti­on hat die­se zusam­men­ge­stellt. Von denen ken­ne ich mit Graz­ale­ma in Anda­lu­si­en und Com­bar­ro in Gali­zi­en gera­de ein­mal zwei. Gutes Essen in Grazalema Graz­ale­ma liegt im Bin­nen­land. Ich erin­ne­re mich an die gro­ße Dank­bar­keit eines ehe­ma­li­gen Gast­ar­bei­ters, der sich bei mir für die Groß­her­zig­keit der Deut­schen bedank­te, ihn wäh­rend der Dik­ta­tur Fran­cos auf­ge­nom­men zu haben. Er spen­dier­te mir eine…

  • Reiseziele

    Gottesanbeterin am Rio Duero begegnet

    Got­tes­an­be­te­rin am Rio Due­ro begeg­net: Unten im Tal liegt ein klei­ner Stau­see: Es ist nach­mit­tags gegen 16 Uhr. Zeit für eine kur­ze Rast. Ein gro­ßer Stein bie­tet dem Rad­rei­sen­den einen beque­men Sitz. Wäh­rend er einen Apfel ver­zehrt, kriecht neben ihm auf dem Stein ein gro­ßes Insekt her­auf. Lang­sam, Stück für Stück. Welch ein Glück für den Rei­sen­den: Er ist einer Got­tes­an­be­te­rin am Rio Due­ro begegnet. Die ers­te Etap­pe der kom­plett neu­en Rei­se liegt hin­ter dem Rei­sen­den. Den vor­erst abge­schlos­se­nen Jakobs­weg nach Sant­ia­go wird er erst in Por­to wie­der­se­hen. Er freut sich jetzt ein wenig, mal nicht auf Sand und Stei­nen zu ackern. Er fuhr gut 60 Kilo­me­ter am Rio Due­ro…

  • Reiseziele

    Bikepacker tarnt sich perfekt

    Bike­pa­cker tarnt sich per­fekt: Wer will den Rei­sen­den wei­ter beglei­ten auf sei­ner Tour? Es geht nach wie vor durchs Zen­trum Spa­ni­ens und Por­tu­gals. Auf der Couch Mit­rei­sen­de wer­den in den nächs­ten Tagen den zau­ber­haf­ten Rio Due­ro ken­nen­ler­nen. Vor allem ist die­ser durch Wein­an­bau in bei­den Lan­dern bekannt. Dort lebt auch so manch selt­sa­mes Getier, das ganz frü­her nicht zur Ibe­ri­schen Halb­in­sel gehör­te. Gut 50 Kilo­me­ter radelt der Rei­sen­de jetzt noch durch Kas­ti­li­en-León. Dann biegt er über Zamo­ra am Fluss ent­lang Rich­tung Por­to ab. Der Cami­no de Sant­ia­go wird trotz Schot­ters ein­fa­cher. Meis­tens ist das Gelän­de flach. Schie­ben bleibt einem daher weit­ge­hend erspart. Hier und da mal eine stei­le kur­ze Stre­cke, die…

  • Reiseziele

    Erbarmungslos trockener Jakobsweg

    Erbar­mungs­los tro­cke­ner Jakobs­weg: Welch eine abwechs­lungs­rei­che Land­schaft zwi­schen Mom­buey und Ollosa de Tera in Kas­ti­li­en und León. Heu­te Mit­tag streif­te der Rei­sen­de noch auf einer Moun­tain­bike-Rou­te um Mom­buey her­um. Dort war es sehr tro­cken. Nur dicke schwe­re glän­zen­de Quarz­stei­ne erhell­ten die Stim­mung. Es könn­te hier also Gold geben. Hei­de­kraut ist es gelun­gen, sich hier anzu­sie­deln: Es ist hart und krat­zig. Son­ne knallt grell vom Him­mel. Aber die Luft ist erstaun­lich: herbst­lich kühl. Gro­ße Bäu­me dar­ben am Boden, hin­weg­ge­fegt von einem Sturm im Juni. Sie ver­sper­ren den Sin­gle-Trail. Des­halb muss der Jakobs­pil­ger zwi­schen Fel­sen radeln, die wie Ter­mi­ten­bau­ten empor­ra­gen. Ein Paar aus Madrid streift trau­rig durchs tro­cke­ne Fluss­bett des Rio Negro.…

  • Reiseziele

    Wenn dir die Einsamkeit gefällt…

    Wenn dir die Ein­sam­keit gefällt: “Si te gus­ta la sole­dad, si quie­res ser prot­ago­nis­ta de este cami­no jun­to a la gran­de­za del paisa­je y fren­te a dure­za de los fri­os y los soles. Si quie­res que los ata­r­de­ce­res te arras­tren en sus hon­dos silen­ci­os y que a las maña­nas los quie­bros de la auro­ra te agi­ten el alma … ¡este es tu camino!” “Wenn dir die Ein­sam­keit gefällt, wenn du Haupt­dar­stel­ler die­ses Weges sein willst, zusam­men mit der Groß­ar­tig­keit der Land­schaft und gegen die Här­te der Käl­te und der Son­ne. Wenn du willst, dass die Son­nen­un­ter­gän­ge dich in ihr tie­fes Schwei­gen zie­hen und dass mor­gens die Unter­gän­ge der Mor­gen­rö­te dir…

  • Reiseziele

    Frost ist gut für schwarze Trüffeln

    Doch dann läuft das Tier der Fin­ca Arotz zum Herr­chen zurück und schaut zu ihm auf. Wegen der Men­schen­men­ge auf den Fer­sen? Die in der Regel drei­ßig bis hun­dert Gramm, in Glücks­fäl­len bis zu einem Kilo wie­gen­den schwar­zen Trüf­feln wach­sen hier auf einem ton- und kalk­hal­ti­gen Boden mit einem pH-Wert von acht Pro­zent. Die Pil­ze hier müss­ten im Herbst fast reif sein. Denn das Wachs­tum schwar­zer Trüf­feln beginnt im Früh­jahr. Die spä­ter kom­pak­ten, unför­mi­gen Trüf­fel­knol­len, häu­fig mit dicken War­zen über­sät, rei­fen sie­ben bis zehn Mona­te in der Erde. Im Dezem­ber wird geern­tet. Aber ist Frost gut für schwar­ze Trüf­feln? Kann man dann aus ihnen Trüf­fel­scho­ko­la­de, Trüf­fel­pra­li­nen, Trüf­fel­pas­te­te formen? Über­mä­ßi­ge Hit­ze…

  • Reiseziele

    Größter Trüffelproduzent der Welt

    Größ­ter Trüf­fel­pro­du­zent der Welt: Die meis­ten Pilz­samm­ler lau­fen im Herbst durch Wäl­der, um ober­ir­di­sche schirm­chen­för­mi­ge so genann­te Pil­ze zu suchen. Bio­lo­gisch han­delt es sich aber nur um die schirm­för­mi­gen Tei­le der Pil­ze. Die­se wach­sen ober­ir­disch und bil­den Spo­ren. Sie sind die Spo­ren­trä­ger. Von die­sen gehen neue feins­te Pilz­schläu­che aus, aus denen das Myzel gebil­det wird. Im Gegen­satz zu die­sen „nor­ma­len“ Pil­zen haben die Trüf­feln kei­ne ober­ir­di­schen Ver­meh­rungs­or­ga­ne. Die knol­len­för­mi­gen Gebil­de, die man als Trüf­feln isst, ent­spre­chen bio­lo­gisch Pilz­schir­men. Pilz­züch­ter ent­neh­men ihnen Spo­ren. Damit imp­fen sie Baum­wur­zeln, um eine Trüf­fel­zucht anzulegen.  Der größ­te Trüf­fel­pro­du­zent der Welt macht dies bereits in gro­ßem Umfang. Cate­sa Arotz gehört dem spa­ni­schen Nah­rungs­mit­tel­kon­zern Ebro, Pule­va. Der…

  • Reiseziele

    Läuft dort nicht Rotkäppchen?

    Nahe dem Dorf Nava­le­no geht es auf einem Wan­der­weg in einen Wald. Ande­re unter den Pilz­samm­lern durch­käm­men die Anhö­hen des gro­ßen Fors­tes. Selbst dort fal­len ihnen Pil­ze in den Schoß. Der Boden ist ange­nehm tro­cken. Läuft dort nicht Rot­käpp­chen? Nein, es kom­men ande­re Pilz­samm­ler mit gefloch­te­nen Kör­ben. Dies wirkt alt­mo­disch. Das Mot­to „Ern­ten, ohne zu säen“, unter dem jähr­lich vie­le Men­schen los­zie­hen, passt. Über­all schie­ßen Pil­ze aus dem Boden; zum Teil ver­ste­cken sie sich im Gras. Sie kön­nen sich hier vor allem von Laub und abge­fal­le­nen Ästen ernäh­ren, die von den weit ver­brei­te­ten Wald­kie­fern stammen.  Alfre­do Rodrí­guez Gara­gor­ri vom Forst­un­ter­neh­men „Árbo­les Azu­les“ in Ovie­do erklärt, wie die­ser Wald­reich­tum im tro­cke­nen…

  • Reiseziele

    Auf der Jagd nach edlen Pilzen

    In ein Grimm­sches Mär­chen zurück­ver­setzt, füh­len sich Besu­cher der Pro­vinz Soria in den Wäl­dern der ehe­ma­li­gen spa­ni­schen König­rei­che Kas­ti­li­en und León. Wie Rot­käpp­chen tra­gen Pilz­samm­ler gefloch­te­ne Kör­be. Sie sind auf der Jagd nach edlen Pil­zen und ern­ten, ohne zu säen: Soria ist ein Dora­do für Pilz­ken­ner. Restau­rants berei­ten Spei­sen aus Stein­pil­zen oder Trüf­feln zu. In Nava­le­no gibt es die größ­te Trüf­fel­farm der Welt. Die Bedin­gun­gen für Pil­ze sind auf der von Tou­ris­ten noch nicht ent­deck­ten Hoch­ebe­ne von Soria sehr gut. Wenn Gour­mets von Trüf­feln, Mor­cheln und Stein­pil­zen spre­chen, wis­sen sie, dass es sich um Spit­zen­pro­duk­te der fran­zö­si­schen und ita­lie­ni­schen Ess­kul­tur han­delt. Doch gibt es auch in Spa­ni­en, dem Land der Oli­ven­hai­ne…