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Reise durch goldene Zeiten
Andalusien — eine Reise durch goldene Zeiten. Schon am Rand der Extremadura türmen sich erste Berge auf, um das Ende der Hochebene aufzuzeigen und zu sagen: Hier beginnt ein neuer Abschnitt. Einige Wochen zog der Reisende über sie hinweg. Hier angeödet von der Monotonie, dort angezogen von der üppigen Natur mit vielen Vögeln und lebendigen Flüssen. Und von schönen Städten wie Cáceres und Mérida. Die eine wartet mit Häusern aus Renaissance und muslimischer Zeit auf. Die andere bietet römische Villen, Thermen und ein langes Aquädukt. Offensichtlich ließ sich in der Extremadura in diesen Epochen viel Geld verdienen. Die Römer förderten hier Gold, Silber, Kupfer und Eisenerz. In anderen Gegenden wie…
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Extremadura — Heimat der Eroberer
Francisco Pizarro und Hernán Cortés — wer kennt sie nicht. Sie haben einen entscheidenden Anteil an Spaniens Entwicklung zur Großmacht. Denn beide eroberten Südamerika. Aber aus welcher Region kommen sie eigentlich? Die Extremadura ist die Heimat der beiden Eroberer, ein auch heute immer noch dünn besiedelter Landesteil. Hier leben gerade mal eine Million Menschen. In der Hauptstadt Mérida spazierte der Reisende ahnungslos ins Parlament. Dies hielt er anfänglich für ein Museum, bis sich ihm ein freundlicher Polizist in den Weg stellte. Mit dem Wächter unterhielt er sich erst einmal über das Parlament, die Schönheit der Stadt und polizeiliche Aufgaben. So bescheiden liegt das Gebäude, ein ehemaliges Hospital, mitten in der…
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Frohe Weihnachten aus Spanien!
Frohe Weihnachten aus Spanien! Euch allen wünscht der Reisende ein gesegnetes Fest. Hier in Plasencia am Jakobsweg “Via de la plata” gehen die Menschen heute Abend heraus zum Feiern. Auch mal etwas Neues, wenn man Weihnachten zum ersten Mal nicht bei den Eltern, sondern in der Extremadura verbringt. Da die Stadt lebhaft ist, fällt das Alleinsein nicht schwer. Die Restaurants sind offen. Viele junge Leute streifen durch die Kleinstadt, feiern an Stehtischen. Daher ähnelt die Atmosphäre ein wenig dem Silvesterabend bei uns. Selbst am ersten Weihnachtstag sind Restaurants offen. Ganz anders als in Deutschland, wo fast jegliches Leben erstarrt. Es ist kaum zu glauben, was nur 1,5 Jahre später gut…
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Nach 500 Kilometern Radeln erste Stadt
Nach 500 Kilometern Radeln erste Stadt: Mehr als 500 Kilometer liegen jetzt hinter dem Reisenden, seitdem er Porto verlassen hat. Heute Nachmittag ist er in Zamora eingetroffen — in Castilia y León also. Sie ist eine seiner Lieblingsstädte auf seiner Rundreise auf der Iberischen Halbinsel. Von nun an geht es auf der Via de la Plata in Richtung Sevilla. Shopping — ein längst nicht mehr bekanntes Erlebnis. Coimbra und Porto waren auf nun 2200 Kilometern ab Faro die einzigen wirklichen Städte. Zehn Wochen hat der Reisende fast nur auf dem Land, in Kleinstädten und Dörfern verbracht. Porto und Zamora verbindet der Rio Douro. Dieser entspringt in der Gegend von Soria. Mode,…
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Jetzt im TV: von Lolland auf die Azoren
Jetzt im TV: von Lolland auf die Azoren. Aktuell versorgt Durchstreifen & Erleben Abonnenten regelmäßig mit den besten Kultur- und Reisefilmen im TV-Programm. Im Zentrum stehen beliebte Ziele in Europa. Diesmal erwartet alle eine breite Auswahl von heute an bis Freitag: Vor allem Deutschland, aber auch Dänemark, Frankreich, Österreich, Portugal und Spanien sind vertreten. Wiederholungen sind in dieser Übersicht kaum vorhanden. Viele von ihnen stehen in zuvor veröffentlichten Newslettern. Die angekündigte Reise-Doku über Lolland weckt Erinnerungen an die Kindheit. Damit verbindet der Reisende die Fahrt nach Melby, Tisvilde oder Gilleleje zu Ferienhäusern auf der dänischen Insel Seeland. Zuerst wartete eine der riesigen Fähren im Hafen von Puttgarden. Die bange Frage…
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Reisen auf den Spuren Don Quijotes
In seinem Leben hat der Reisende wahrscheinlich schon einige Burgen gesehen, die in Miguel de Cervantes Roman „Don Quijote“ vorkommen. Er sah eine von ihnen sogar zufällig schon zweimal, war überrascht, als ich sie vor einigen Monaten beim Radeln auf einem Hügel inmitten einer flachen Ebene wiedererkannte. Unterhalb des Hügels fließt ein Fluss, mit dem man wahrscheinlich die alte Stadt schützte. Auf einer langen Schleife musste er zur Burg herauffahren, was ihn einige Milliliter Schweiß kostete. Er erinnerte sich angesichts eines Geländers und einiger Bänke an der Flanke des Hügels daran, sich hier schon einmal heraufgeschraubt zu haben. Blick in die weite Landschaft Hier war er bereits vor einigen Jahren mit…
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Allariz, schönste Kleinstadt Galiciens
Allariz, schönste Kleinstadt Galiciens: Dieser Blick wirkt fast schon kitschig wie auf Postkarten. Oder nicht? Unvermutet ist der Reisende auf seinem Weg nach Santiago de Compostela auf eine römische Brücke gestoßen. Sie liegt an der Praia Fluvial de Acearrica nahe Allariz. Ihre beiden Bögen über dem Wasser sind perfekt gerundet. Dies ist typisch für die antike Architektur, als Rom noch die Iberische Halbinsel besetzte. Nahe der Brücke liegt Allariz. Sie gilt als schönste Kleinstadt Galiciens im Nordwesten Spaniens, befindet sich in der Nähe von Ourense an der spanisch-portugiesischen Grenze. Sie ist es wert, auf der Radwanderung aufgrund ihrer malerischen Gassen und der schönen Lage am Fluss besucht zu werden. Die…
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Radeln auf dem Jakobsweg hält jung
Radeln auf dem Jakobsweg hält jung: Gerade gelesen: Sport hält jung. Das hofft der Reisende doch sehr auf seiner Rundreise durch Galicien. Schließlich muss auch etwas dabei herauskommen, wenn er fast jeden Tag 30 bis 50 Kilometer erst auf dem portugiesischen und dann auf dem nördlichen Jakobsweg an der Küste radelt. Dabei geht es meistens durchs Mittelgebirge. Dabei bewegt er insgesamt gut 35 Kilo unter sich fort. Das Rad selbst wiegt gut zwölf Kilo. Die Packtaschen plus Zelt und Schlafsack beanspruchen um die 23 Kilo. Zehn Kilo hat er binnen acht Wochen abgenommen, ohne wirklich leiden zu müssen. Er quält sich nicht mit einer Diät, indem er zum Beispiel nur…
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Heiß heiß heiß in Galicien
Heiß, heiß, heiß in Galicien: Da viele fragen, wie heiß es gerade auf dem Jakobsweg im brennenden Galicien zugeht. Zwei Monate soll es im Landesinneren nicht mehr geregnet haben. Dem Reisenden ist zuweilen schon ziemlich heiß. Der Himmel ist staubig. Die Sonne schillert deshalb grünlich. Bevor er vom Brand erfährt, findet er die Färbung noch ziemlich cool zum Fotografieren. Er hält den Staub für Sand aus Afrika. Es sind immerhin 30 Kilometer bis zum Brandherd. Die Schleimhaut in der Nase trocknet und setzt sich mit dunklem Staub zu. Trotz des Radelns im Gebirgswald wird ihm so heiß, dass er das erste Mal seit Jahren im Dorf Rosende eiskalte Cola trinkt. Diese…
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Dem Himmel wieder nah
Dem Himmel wieder nah auf dem Jakobsweg: Nach relativ flachen Etappen an der Küste der vergangenen Tage wird es ab heute wieder ernst. Santiago de Compostela in Galicien muss der Jakobspilger sich nun auf dem Camino del Norte erarbeiten. Die Küstenstadt Ribadeo hat er heute Mittag verlassen. Diese Stadt bietet nicht so viel. Umso größer ist die Freude nun wieder in hügeligeres Gebiet zu kommen. Daher befindet er sich hier auch wieder näher am Himmel. Bereits kurz hinter Ribadeo geht es leicht aufwärts. In einem kleinen Dorf wenige KiIometer von der Stadt entfernt liegt eine Herberge, vor der er die ersten Pilger seit Fisterra trifft. Die beiden kommen aus Deutschland…

























